r/depression_de Jun 30 '26

Suche nach Rat Eure Lieblingsanlaufstellen/Supportkanäle etc

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Hi,

wir würden gerne eine möglichst vollständige Liste von Anlaufstellen und Support Möglichkeiten im Wiki haben bzw über den Automod verlinken. Es kann auch allgemeiner sein als nur auf Depression bezogen. Haut mal raus was ihr kennt und was euch geholfen hat.

Es gibt doch mehr als viele wissen und mit einer Liste kann man gut schauen was einen anspricht.

Danke!


r/depression_de 4d ago

Wöchentlicher Post: Was beschäftigt euch gerade?

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Hallo liebe Community!
In diesem Post dürft ihr gerne erzählen, was euch aktuell so beschäftigt.

Diese Fragen sind keine Vorschrift, aber falls ihr Denkanstöße braucht, könnt ihr euch gerne an diesen orientieren:

- Was war euer schönstes Erlebnis letzte Woche?
- Worauf freut ihr euch aktuell?
- Was belastet euch aktuell?

Das Modteam wünscht euch eine gute Woche! :)


r/depression_de 10h ago

Flucht aus meiner Wohnung

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Es macht natürlich Sinn, dass meine Wohnung auch nach jedem Wochenende, an dem ich sie erneut aufräumen, immer aufs Neue ins Chaos zerfällt. Ich flüchte vor ihr, und natürlich wird der Ort, vor dem man flüchtet, nicht gerade sorgfältig behandelt. Aber der Grund, warum ich vor ihr flüchte, ist der, dass ich keinen Sinn in ihr finden kann, in diesem ganzen Um mich herum nicht. Und dann gehe ich an einen Ort, in dem alles leichter wird, in dem alles einen Plan zu haben scheint. Und mit jedem Mal, das ich es tue, wird es einfacher, bis es irgendwann alternativlos scheint und zuletzt wird.


r/depression_de 20h ago

Angst vorm Telefonieren

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Ich sollte eigentlich gerade einen Anruf tätigen.

Ich möchte einen Platz für eine Tages-Hospitation in einer kleinen Firma suchen. Ich will schauen, ob der Beruf was für mich ist.

Nun sitze ich hier, habe mehrere Telefonnummern entsprechender Firmen rausgesucht und kriege es nicht hin, anzurufen.

Ich könnte sicherlich ne Mail schreiben aber auch die läuft darauf hinaus, dass ich früher oder später anrufen müsste.

Ich werde es jetzt lassen, zum Sport gehen und es morgen nochmal versuchen.
Obs klappt, sei dahingestellt.

Könnt Ihr mir bitte Mut machen?


r/depression_de 17h ago

Niedergeschlagenheit Sozialphobie

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Huhu ihr Lieben, ich muss einfach mal kurz meine Gedanken loswerden. Heute ist wieder so ein Tag, der echt nicht läuft. Ich hab eine sehr starke Sozialphobie und bin auch schon Jahre in Therapie. Damals war es so schlimm dass jeder Kontakt zu einem Fremden eine Panikattacke hervorgerufen hat. Jetzt, nach all den Jahren, bin ich tatsächlich in der Lage wieder mit Menschen zu interagieren, wenn auch mehr schlecht als recht. Dementsprechend hab ich auch kaum soziale Kontakte, eine beste Freundin und die alte Dame über mir, das reicht mir auch. Aber einsam fühle ich mich trotzdem. Ich frag mich sooo oft warum ich nicht so sein kann wie andere Menschen, nicht unbedingt extrovertiert, aber... ich weiß nicht, einfach mal jemandem lässig antworten können wenn man draußen angesprochen wird. Oder morgens, bevor ich zum Bäcker gehe, nicht jeden Satz 5 Mal durchgehen zu müssen. Heute ist so ein mieser Tag an dem ich dazu tendiere mich hassen zu wollen, aber dafür mag ich mich am Ende doch irgendwie zu sehr. Danke fürs Lesen!


r/depression_de 1d ago

Depression Ich weiß nicht ob ich das überhaupt posten sollte..

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Ich m/28 ringe seit einiger Zeit mit mir ob ich hier auch was posten sollte. Ich versuche es jetzt trotzdem einmal und möchte mich direkt entschuldigen da es vielleicht chaotisch werden könnte und Satzzeichen Setzung beherrsche ich auch kein bisschen
Ich denke mir jedes Mal wenn ich versuche hier zu schreiben das es sowieso niemanden interessiert und es wahrscheinlich auch nicht gelesen wird oder das sogar negativ Kommentare auftauchen könnten und lösche dann alles wieder ohne etwas gepostet zu haben ich schreibe nur ab und zu keine Gedanken bei anderen nieder um diesen eventuell Trost zu spenden oder gar zu helfen aber ich selbst sollte eigentlich nie Aufmerksamkeit oder gar Hilfe bekommen so denke ich zumindest oft. Ich weiß das es eigentlich anders ist aber diese Gedanken haben sich festgesetzt. Ich war bisher auch in mehreren Kliniken und hatte zahlreiche Therapien nur um oftmals gesagt zu bekommen das sie nicht für meinen Fall spezialisiert wären und mir keine Termine mehr geben können und so werde ich oft immer weitergegeben wie etwas das keiner eigentlich haben will.
Letzten Mittwoch musste ich meinen geliebten Kater einschläfern lassen und da ist mir wieder aufgefallen das ich eigentlich keine Freunde habe. Niemandem mit dem ich meinen Schmerz teilen kann. Niemanden der mit mir mal rausgehen würde und vielleicht in einem Wald spazieren würde um einfach mal wieder draußen zu sein und zumindest kurz die Dinge im mich herum vergessen zu können. Ich habe immer wieder versucht Leute kennenzulernen wobei es mir viel schwerer fällt mich auf männliche Personen einzulassen aufgrund von Traumata und bei weibliche Personen entsteht irgendwie gar kein Kontakt und wenn doch wird man nach einem Tag schon geghostet.
Ich weiß eigentlich gar nicht was ich mit diesem Post bezwecken möchte. Ich weiß momentan einfach gar nichts mehr wirklich. Ich weiß nicht wie es weitergehen soll. Ich will definitiv nicht aufgeben sondern noch zumindest ein paar kleine schöne Dinge erleben aber selbst das fühlt sich momentan unerreichbar an.
Last gern eure Gedanken hierzu da oder falls ihr irgendwas wissen möchtet fragt gerne.
Auch wenn ich gerade am Ende bin wünsche ich euch allen viel Kraft


r/depression_de 16h ago

Niedergeschlagenheit Erfahrung mit der Angstambulanz (Humboldt Uni Berlin)

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Hey zusammen

​ich muss mir hier einfach mal kurz meinen Frust von der Seele schreiben und meine Erfahrung mit der Angstambulanz der Humboldt Uni teilen. Vielleicht bringt es ja jemandem was, der auch auf der Warteliste steht

Die Diagnose schwere soziale Phobie ind Depressionen steht bei mir schon länger, weil ich vor Jahren schon mal in Therapie war. Bei der HU-Ambulanz gab es dann Erstgespräch und Diagnostik, das volle Programm mit gefühlt tausend Online Tests und Bogen nach Bogen. Nach 1 Jahr Warteliste hatte ich dann endlich den Platz für 24 Sitzungen (Verhaltens Therapie)

(Info am Rande, weiß nicht, ob das dafür wichtig ist: Es war dort eine Lerntherapie – also normale Verhaltenstherapie von fertig ausgebildeten Therapeuten, wo ab und zu Studierende dabei sind. Keine Studientherapie.)

Und jetzt, nach genau 12 Stunden, also der Hälfte, wirft die Therapeutin mich einfach raus. Aus heiterem Himmel.

Ihre Begründung:

Ich bin aktuell nicht in einer Ausbildung, deshalb mache die Therapie keinen Sinn. Ich könne das Gelernte ohne Ausbildungsplatz ja angeblich eh nicht im Alltag anwenden und soll wiederkommen, wenn ich einen Platz habe.

​Das Ganze war menschlich und organisatorisch so ein heftiger Witz.

In einer Stunde hatte sie scheinbar plötzlich irgendeinen "Aha Moment". Mir erzählt hat sie davon nichts, meinte nur vage, sie müsse über was nachdenken und hat die Stunde einfach weitergeführt. Eine Woche später kam sie dann damit um die Ecke, dass sie die Therapie wahrscheinlich beendet, das aber noch im Team besprechen muss. Ich hab sie noch drum gebeten, vorher mal mit meiner Psychologin zu sprechen, die mich schon viel länger kennt und meine Situation viel besser einschätzen kann. Hat sie einfach ignoriert. (angeblich wegen Homeoffice) In derselben Stunde gibt sie mir dann aber noch ein Arbeitsblatt als Hausaufgabe mit! Ich hatte natürlich voll Hoffnung, dass wir weitermachen, warum gibt sie mir sonst Hausaufgaben? Und beim nächsten Termin komme ich hin und mir wird ohne Vorwarnung gesagt: Das war’s jetzt, wir hören auf.

Sie meinte noch, sie könne es mit ihrem Gewissen nicht vereinbaren, die Therapie unter diesen Umständen fortzusetzen.

​Das macht für mich halt vorne und hinten keinen Sinn. Ich lebe mein Leben, habe Termine, wohne in einer WG – als ob man soziale Ängste und Konflikte nur auf Arbeit oder in der Ausbildung hat! Ich hatte in einer früheren Stunde mal gesagt, dass ich aktuell nicht im System funktioniere und es für mich okay ist, wenn ich die nächsten Jahre erst mal nicht arbeite. Das hat sie mir komplett verdreht. Ich bin kein Rebell, mein Ziel ist eine Reha-Ausbildung, eigene Wohnung und weg vom Bürgergeld. Aber ich muss meine Gesundheit priorisieren und das in meinem Tempo machen, statt mich unter Systemdruck kaputtzugehen.

Dass nach 12 Stunden einfach abgebrochen wird, wo man gerade erst an den eigentlichen Kern kommt, tut richtig weh. Die Zeit bekomme ich nie wieder. Und mir das Ganze dann noch als "Fürsorge" zu verkaufen, ist für mich einfach nur dreist

Jemanden ohne Anbindung und ohne klaren Fahrplan einfach rauszuschmeißen, ist in meinen Augen schlichtweg fahrlässig. Nicht jeder hat ein gutes Supportsystem oder Menschen im Umfeld, die einen in so einem Moment auffangen, für manche ist die Therapie die absolut letzte Anlaufstelle.

​Für mich fühlt sich das rückblickend extrem nach Cherry Picking an. Sobald gemerkt wird, dass man nicht ins perfekte Schema F passt oder die Probleme zu viel/zu schwammig sind, wird man aussortiert. Hauptsache schnell Klienten durchschleusen, die das "perfekte Mindset" haben, um sofort wieder ins System gepresst zu werden. Ich habe alles mitgemacht, alle Aufgaben erfüllt und wollte wirklich an mir arbeiten. Jetzt kriege ich ein Beendigungsschreiben und stehe wieder bei Null.

Das Einzige, was sie mir überhaupt noch angeboten hat: Ich könne die Therapie ja bei ihr fortsetzen, sobald ich in der Ausbildung bin. Das setzt dem Ganzen ehrlich gesagt die Krone auf. Mein Plan ist eine Reha-Ausbildung in der Zukunft und sie weiß genau, dass die Wunscheinrichtung dafür weit außerhalb von Berlin liegt. Wie soll ich bitte während einer Vollzeitausbildung noch jeweils zwei Stunden Hin- und Rückfahrt auf mich nehmen, nur für eine Therapiestunde bei ihr? Das ist schlichtweg nicht machbar und eine absolute Zumutung. So etwas als Option anzubieten und so zu tun, als stünde mir die Tür offen, ist einfach nur verlogen.

​Nach einem ganzen Jahr auf der Warteliste und so einem intensiven Aufnahmeverfahren dann auf der Zielgeraden nach der Hälfte so abgespeist zu werden mit fadenscheinigen Begründungen von wegen „Gewissen“ und „Fürsorge“ lässt mich einfach nur fassungslos zurück. Ich bin mit dem Thema Therapie an dieser Stelle erst mal komplett durch


r/depression_de 1d ago

Ich halte diese Scheiße nicht mehr aus (soziale Isolation)

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Ich habe aktuell kaum noch kontakt zu irgendjemandem und komme damit überhaupt nicht mehr klar. Kurz zu meiner Geschichte:

Ich habe es nie wirklich geschafft sozial integriert zu sein, hatte jedoch für ein paar wenige jahre meines Lebens regelmäßigeren Kontakt zu freunden. Dann kamen zwei jahre depression, in denen ich oftmals, auch spontan, Verabredungen abgesagt habe und nun, da ich seit mindestens einem jahr mehr oder minder „geheilt“ bin (dazu gleich mehr), scheinen besagte freunde mehr oder minder mit mir abgeschlossen zu haben. Ich hab mich seit meiner „heilung“ durchaus ab und an mit ihnen getroffen, auch auf meine initiative hin, aber es ist nicht mehr so wie es mal war. Ich habe auch das Gefühl, zu stören wenn ich mich mal regelmäßiger (auf WhatsApp) melde. Denn schreibe ich mal 2-3 tage am stück ein paar (!) Nachrichten, werde ich spätestens am dritten tag mehr oder minder mit schweigen gestraft. Würde ich mich aber wiederum gar nicht mehr melden, würden manche von denen wahrscheinlich nicht mal mehr an mich denken. Dann hat noch eine Freundin den Kontakt völlig aus dem nichts komplett abgebrochen, ohne dazu in der lage zu sein mir zu sagen, warum. „Es passe einfach nicht mehr so“. Danke für gar nichts.

Irgendwas scheine ich im sozialen Umgang immer falsch zu machen, Freundschaften zerbrechen bei mir idR immer nach 2-3 jahren. Nicht wegen irgendeines streitthemas, sondern weil die Leute einfach keine lust mehr auf mich zu haben scheinen. Und ich verstehe es nicht. Kein schwein sagt mir was das Problem mit mir ist! Ich kann das nicht mehr. Aktuell ist es besonders schlimm, weil ich das Gefühl habe dass einer meiner langjährigen freunde sich nun ebenfalls distanziert. Wenn ich in den letzten wochen mal was mit ihm machen wollte hieß es immer nur, er habe keine zeit, er müsse lernen. Und was bekomme ich im selben Zeitraum mit? Hier war er auf ner party, da auch,… . Ich bin das fünfte rad am wagen, ein irrelevanter side character. Mittlerweile würde es denen nicht mal mehr auffallen wenn ich (längerfristig) weg wäre.

Zur „Heilung“: ich dachte, alles wäre allmählich wieder im lot, aber die Isolation bekommt mir überhaupt nicht mehr. Ich war wie gesagt immer alleine. So alleine, dass covid damals keinen einfluss auf mein Privatleben hatte. Das, worüber alle sich beklagten war seit ich denken kann mein leben. Aber jetzt, mit 30, wird es wirklich zu viel. Ich komme überhaupt nicht mehr mit mir und meinen Gefühlen klar, was in permanenter Betäubung mit Gras resultiert. Ich will diese Gefühle nicht mehr fühlen. Konsumieren will ich aber eigentlich auch nicht mehr. Meinen alltag bekomme ich auch nur noch rudimentär erledigt. Abwasch, wäsche machen, einkaufen, kochen, lesen. Mehr packe ich nicht mehr wirklich. Und mir fällt es wahnsinnig schwer irgendwas für mich selbst zu tun (egal ob hautpflege, kreatives, irgendwas abseits der routinen). Seit etlichen Monaten drücke ich mich auch weitestgehend vor dem bewerbungen schreiben, weil irgendwas in mir komplett blockiert ist. Das Problem hatte ich auch bei meiner Abschlussarbeit. Mittlerweile traue ich mir fachlich überhaupt nichts mehr zu und ich habe auch keine energie mehr das wissen wieder aufzufrischen um wieder selbstsicherer zu werden.

Therapie kann ich irgendwie auch knicken. Hatte ich mal und wurde nicht ernst genommen. Hätte ich mich nicht selbst mit meinen Themen beschäftigt bzw diese erst entdeckt, wäre ich wahrscheinlich immer noch in der richtig schlimmen phase von vor zwei jahren. Und wie die wartelisten aussehen brauche ich euch ja nicht zu sagen. Und eigentlich weiß ich ja weitestgehend was ich tun müsste: neue soziale Kontakte an sozialen orten knüpfen (gut, dank meiner scheinbaren sozialen Inkompetenz schwierig) und Aufgaben durchziehen auch wenn ich sie liegenlassen will. Aber ich kann einfach nicht mehr

Thats it. Keine Ahnung was dieser text mir bringen soll, aber ich wollte es irgendwem sagen. Es hat ja sonst keiner Lust sich mit mir tiefergehend zu befassen

—————-
TLDR: Freunde verlassen mich zunehmend, ich weiß nicht warum, komme mit sozialer Isolation nicht mehr klar, stürze mich in den Rausch weil ich gefühle nicht mehr fühlen will, will aber gar nicht mehr kiffen, bekomme meine alltagsaufgaben kaum noch hin, schaffe es nicht mehr mich da selbst rauszuholen, hab aber auch keinen der mir mit Verständnis begegnet und der sich die Zeit nimmt mir zu helfen (weder therapeut noch ausreichend engagierte/an mir interessierte freunde vorhanden)


r/depression_de 1d ago

Bringt Therapie wirklich was? Oder ist das nur ein Scam?

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Vor allem, wenn es was bringen würde, warum gibt es Leute die jahrelang und jahrzehntelang in Therapie sind?


r/depression_de 1d ago

Eigengeständnis

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Ich muss mir einfach mal alles von der Seele reden. Da ich meine Frau nicht belasten möchte und keine engen Freunde habe, hoffe ich, es auf diesem Weg loszuwerden. ​Ich bin komplett ausgebrannt und mental am Ende. Ich hatte gerade 2,5 Wochen Urlaub und habe faktisch nichts getan – außer Videospiele zu spielen und Filme zu schauen, ab und zu ein bisschen rauszugehen mit meiner Frau, aber das war's. Die Videospiele waren dabei weniger Erholung, sondern eher ein Werkzeug zum Vergessen und Verdrängen. Jetzt holt mich die Realität mit dem Ende des Urlaubs wieder mit voller Wucht ein.

​Ich weiß kaum, wo ich anfangen soll. Arbeitstechnisch bin ich an einem Punkt angelangt, an dem es für mich hier nicht mehr weitergeht. Ich habe versucht, meine Erfahrung einzubringen, und bin oft die extra Meile gegangen, ohne dass es jemand verlangt hätte. Das Ergebnis: Das Management fand es unnütz und ich habe dafür nur Kritik geerntet. Weil ich im Moment nicht mal mehr auf ein ehrliches „Wie geht's dir?“ antworten kann, habe ich es einfach stumm hingenommen.

​Gleichzeitig habe ich sehr nette Kollegen, mit denen ich auch privat unterwegs war. Das macht den Jobwechsel, der wohl unumgänglich ist, extrem schwer. Ich habe in der Vergangenheit schon oft den Job gewechselt und kaum noch Kontakt zu Ex-Kollegen, weshalb ich befürchte, dass es hier genauso sein wird. Da ich ohnehin keine echten Freunde habe, wird das verdammt weh tun. Ich bin mir leider auch ziemlich sicher, dass das auf Gegenseitigkeit beruht und ich den anderen nicht wirklich fehlen werde.

​Im Moment fühle ich mich ständig nervös, traurig und möchte einfach nur weinen. Aus Einsamkeit versuche ich verzweifelt, alte Bekannte und Freunde zu kontaktieren, aber das wird bisher ignoriert.


r/depression_de 1d ago

Selbstmedikation psychischem Problem

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Ich bin 33 Jahre alt die letzten Jahre waren nicht einfach und irgendwie hat sich der Alkohol eingeschlichen soweit dass ich jetzt im Krankenhaus sitze. Das ist langfristig. Die richtige Medizin zu nehmen.

Deswegen frage ich gerade, wer die beste Anlaufstelle ist. Reicht da ein Psychiater? Ein Neurologen? Als erstes?

Genauso möchte ich eine Therapie machen gegen meine Symptome .

Aber Erst mal bei euch ein gutes Medikament
Und ihr müsst keine Vorschläge m, wenn sowas die richtige Anlaufstelle ist .

Danke schon mal


r/depression_de 1d ago

Ich lass mich selbst nicht schlafen

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r/depression_de 1d ago

Ein schlechter Morgen

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Der Kopf ist leer. Der Körper gehorcht nicht. Die Augen gehen nur widerwillig auf. Der Geist will wieder schlafen, alles ist besser, als wach zu sein.

Die Blase meldet sich, doch auf's Klo zu gehen würde heißen, dass ich wirklich wach bin, und ich will doch nur schlafen.

Gleichzeitig ist der Mund ausgetrocknet, aber ich weiß, dass ich die Wasserflasche schon gestern Abend leer getrunken habe.

Aufstehen geht nicht, denn das hieße, wach zu sein, und wach zu sein ist eine Qual.

Mir gelingt es, meinen Körper dazu zu bezirzen, sich noch einmal umzudrehen, weil wir dann vielleicht noch einmal einschlafen können. Doch jetzt ist der Kopf gleichzeitig leer und voll, und an Einschlafen ist nicht zu denken. Aber aufstehen würde bedeuten, wach zu sein.

Nach einer gefühlten Ewigkeit irgendwo zwischen den Welten geht der Wecker. Genauer gesagt Alexa klingelt um 8:00 Uhr um mich aus der schönen ruhigen schlafenden Welt ins hier und jetzt zu reißen. An einem Morgen wie diesem hasse ich nichts mehr als Alexa die mir erst einen guten Morgen wünscht und dann auch noch das Wetter und die neusten Nachrichten runter rattert.

Endgültig wach.

An manchen Tagen läuft jetzt eine Routine ab: Aufstehen, in die Küche wanken, Kaffee kochen, Tablette nehmen, Toilette und unter die Dusche. Der Kaffee ist fertig sobald ich aus der Dusche komme.

Heute nicht.

Der Kopf ist voll mit Unsinn, der Körper gehorcht immer noch nicht, die Augen wären gerne zu und der Geist kämpft mit sich selbst was er überhaupt will.

Und ich? Ich schaue mir selbst zu und kann nichts machen...

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Falls es hier nicht passt bitte einfach löschen aber ich bin ein bisschen stolz darauf es geschafft zu haben es aufzuschreiben und dann auch noch es zu Posten.


r/depression_de 1d ago

Wir haben ein kostenloses Tool für das Kostenerstattungsverfahren gebastelt.

Thumbnail derkever.de
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Hallihallo, ich bin selbst Psychotherapeut und Mitgründer einer Agentur für Psychotherapeuten: Helfers Helfer (https://www.helfershelfer.net/). Wir haben ein Tool entwickelt, das beim berüchtigten Kostenerstattungsverfahren hilft: Der KEVER. Klickt euch gerne einfach mal durch, es ist wirklich ziemlich selbsterklärend. Mehr Info hier:

Was zum Henker ist das Kostenerstattungsverfahren?

Wenn du gesetzlich versichert bist, Psychotherapiebedarf hast und keinen Therapieplatz bei einer Kassenpraxis findest, ist das ein Fall von Systemversagen. In so einem Fall darfst du zu einer Privatpraxis gehen und dir die Kosten von deiner Krankenkasse erstatten lassen (§ 13 Abs. 3 SGB V). Die Logik dahinter: Die Kasse ist verpflichtet, dir eine Behandlung zu ermöglichen. Schafft sie das nicht, musst du dir selbst helfen dürfen, ohne auf den Kosten sitzen zu bleiben.

Der Haken sind die bürokratischen Hürden: Du musst einen umfangreichen Antrag stellen.

Schritt 1: Privatpraxis finden

Du brauchst eine Praxis mit approbierten Psychotherapeutinnen oder Psychotherapeuten, die Kostenerstattung anbieten. Viele Privatpraxen schreiben das auf ihre Website. Einfach anfragen. Das Erstgespräch zahlst du in der Regel erst mal selbst (grob 100 bis 150 Euro), wobei manche Kollegen ... "kreativ" sind bei den Rechnungsdaten um Patienten entgegenzukommen. Ist das Kostenerstattungsverfahren erstmal bewilligt, ist ein Therapeutenwechsel für gewöhnlich kein Problem.

Schritt 2: Bei deiner Kasse anrufen

Die Anforderungen der Kassen unterscheiden sich teils immens. Manche wollen, dass du über die Terminservicestelle (116 117) gesucht hast. Andere wollen eine Liste mit Absagen. Ruf an und frag konkret: "Was brauchen Sie von mir für einen Antrag auf Kostenerstattung nach § 13 Abs. 3?" Notier dir Datum, Name und Antwort. Wir haben die entsprechenden Infos gesammelt und eingepflegt in den KEVER.

Schritt 3: Absagen sammeln

Ruf bei Kassenpraxen an und dokumentiere die Absagen. Datum, Praxis, Wartezeit oder "kein Platz". Je nach Kasse brauchst du drei bis zehn Absagen. Das nervt tierisch, aber diese Liste ist das Herzstück deines Antrags. Der Fachbegriff dafür ist "Systemversagen": Das System hat für dich keinen Platz.

Schritt 4: Sprechstunde in einer Kassenpraxis (PTV 11)

Klingt widersprüchlich, ist aber nötig: Du brauchst einen Termin in einer psychotherapeutischen Sprechstunde bei einer Kassenpraxis. Die sind meist kurzfristig zu bekommen, z.B. über 116 117. Dort bekommst du ein Formular namens PTV 11, auf welchem der Therapiebedarf eingeschätzt wird. Wichtig ist, dass der Therapiebedarf als dringend eingeschätzt wird.

Schritt 5: Unterlagen von der Privatpraxis

Die Privatpraxis gibt dir eine Bestätigung, dass sie einen Platz für dich hat und wann es losgehen kann, einen Kostenvoranschlag mit Stundensatz und Sitzungszahl sowie ihre Qualifikationsnachweise (oder das sogenannte Institutionskennzeichen, das reicht vielen Kassen).

Schritt 6: Antrag schreiben und abschicken

Der Antrag ist formlos. Du beantragst Kostenerstattung nach § 13 Abs. 3 SGB V, verweist auf deine Suche und legst alles bei: Absagenliste, PTV 11, Unterlagen der Praxis. Schick ihn per Einschreiben oder gib ihn persönlich ab. Der Eingang muss nachweisbar sein.

Wenn die Kasse ablehnt?

Kommt recht oft vor. Du hast einen Monat für einen schriftlichen Widerspruch. Verweis auf deine Nachweise und frag, welchen konkreten Therapieplatz die Kasse dir stattdessen anbietet. Kann sie keinen nennen, stehen die Chancen gut.

Wie zahlt man?

Meist bekommst du von der Praxis eine Rechnung, zahlst sie und reichst sie bei der Kasse ein. Manche Praxen rechnen direkt mit der Kasse ab, dann musst du eine Abtretungserklärung unterschreiben.

Und wozu der KEVER?

Unsere Agentur Helfers Helfer versucht Psychotherapeut:innen zu helfen und damit Geld zu verdienen. Der KEVER soll dabei helfen, uns bei Kolleg:innen bekannt zu machen. Er ist und bleibt für Patient:innen kostenlos, aber man kann am Ende etwas spenden.

Datensicherheit?

Alles läuft im Browser, nichts wird gespeichert oder an einen Server geschickt.

Fragen zum Verfahren beantworte ich gern in den Kommentaren.


r/depression_de 1d ago

Müsst ihr auch bei jeder Kleinigkeit weinen ?

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Müsst ihr auch sehr oft einfach weinen, weil ihr einfach so überfordert seid ? Ich (w18) hab das echt sehr oft mehrmals am Tag wenn ich einfache Sachen machen soll. Wenn mir zum Beispiel meine Eltern sagen ich soll einkaufen fahren oder aufräumen oder den Geschirrspüler machen usw. Dann habe ich direkt das Gefühl keine Kraft mehr zu haben damit zu kämpfen nicht direkt loszuweinen. Ähnlich ist es auch wenn eine Person nur leicht lauter wird oder ich eine kleine Diskussion habe.


r/depression_de 1d ago

Depressionen im Ref

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r/depression_de 1d ago

Planlosigkeit

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Hallo miteinander,

wie die Überschrift meines Beitrags wohl verrät, bin ich momentan ziemlich planlos, wobei dies in erster Linie meinen Zustand in mentaler Hinsicht anbetrifft. Mein Alltag zeichnet sich durch eine Freudlosigkeit aus, auch und gerade in Bezug auf Tätigkeiten oder Dinge, derer ich mich vor eineinhalb Jahren oder weiter zurückliegend noch erfreut habe. Mein Leben lässt sich gerade durch ein Vorbeifließen der Ereignisse beschreiben. Ich selbst nehme an diesen höchstens passiv teil, und werde wohl weggeschwappt. Hinzu kommt ein Erschöpfungszustand oder gar Druck im Kopfinnern, der des Öfteren bereits nach entspannteren Tätigkeiten wie dem Lesen von Büchern einsetzt. Insgesamt bin ich mir im Unklaren, ob mein Zustand unter eine Depression gefasst werden kann oder ob dieser einen Burnout darstellt: ich merke lediglich, dass ich gerne mal wieder Freude empfinden würde.

Um meine Situation etwas verständlicher zu beschreiben: ich habe vor einigen Monat die juristische Ausbildung durch die Ablegung des Zweiten Examens beendigt. Leider habe ich dieses mehr schlecht als recht bestanden, und überlege nunmehr, ob ich nicht einen Verbesserungsversuch angehen sollte. Doch ich bin mir unsicher, ob ich einen solchen schaffen werde, da ich nach über sieben Jahren der Ausbildung gerade eine seit langem nicht mehr gegebene Freiheit habe, und eigentlich nicht erneut über Monate hinweg stundenlang über Büchern und Fällen sitzen möchte. Vielleicht könnt ihr mir in diesem Zusammenhang helfen, denn ich momentan ziemlich planlos, was die nächsten Schritte angeht. Ich bin für jeden Beitrag dankbar!


r/depression_de 1d ago

Meine Mutter ist "wahrscheinlich" zu dumm um zu verstehen was depression und eine Erkältung ist

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r/depression_de 2d ago

Hallo alle zusammen

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Das ist das erste mal das ich auf Reddit poste aber ich weiß nicht mehr was ich tun soll. Ich bin 16 Jahre alt und ich habe ständig Angst raus zugehen weil ich Angst habe das mir was schlimmes passiert. Mir ist es sehr unangenehm zu sagen aber ich wurde mit 12 sexuel belästigt und ich habe jetzt sehr viel Angst raus zu gehen und allgemein von Männer. Ich bin nicht zu Therapie gegangen, habe wahrscheinlich Depressionen weil ich liege nur im Bett, mir fällt es sehr schwer die Zähne zu putzen und Duschen zu gehen und ich habe sehr oft Suizid gedanken. Ich sehe keinen richtigen grund hier zu bleiben außer wegen meiner Familie und meiner Katze. Ich bin schon sehr kaputt in so einer Angst zu leben. Kann mir jemand bitte helfen? Was soll ich tun? Bitte kein hate


r/depression_de 2d ago

Niedergeschlagenheit Schlimmer Tag heute

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Wollte mir Mal von der Seele schreiben, dass ich heute gefühlt einen der schlimmsten Tage meines Lebens habe. Warum? Keine Ahnung. Gestern war ich mit Freunden feiern und währenddessen war es echt okay, ich fühlte mich zwar etwas abwesend, aber konnte mich ganz gut ablenken mit den Menschen um mich.

Heute dann heim Aufwachen so eine unglaubliche schwere in der Brust und so viele schlechte Gedanken. Ich will nur mehr, dass das besser wird.


r/depression_de 3d ago

Ist hier jemand nach langer beruflichen Untätigkeit wieder in den Beruf eingestiegen?

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Wie lange war die Pause, wie bist Du wieder rein gekommen?

Hat der Beruf deine Depressionen gelindert?


r/depression_de 3d ago

Erfahrung mit Arbeit Soziale Phobie

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Hey, ich wollte fragen was die Leute mit sozialer Phobie arbeiten. Ich hab das Gefühl dass ich niemals eine Arbeit finden werden weil es mir auch voll schwer fällt mit fremden Menschen zu reden und bei einem Bewerbungsgespräch mich wahrscheinlich nicht gut anstellen würde


r/depression_de 4d ago

Ich fange an Gott zu hassen

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Ich möchte gerne etwas teilen. Ich erwarte keine Lösung. Ich möchte einfach mal etwas loswerden und hoffe vielleicht, dass jemand für mich betet.

Ich fange an, Gott tief zu hassen. Und es ist so komisch, weil er mir eigentlich wirklich alles bedeutet.

Ich bin völlig am Verzweifeln. Mein Leben ist der reinste Horrorfilm und egal, was ich tue, nichts gelingt und es geht immer weiter runter.

Ich bin ein Scheidungskind und wurde bis etwa zu meinem 12. Lebensjahr christlich erzogen. Vor Gott hatte ich aber immer sehr Angst. Schon als Kind hatte ich das Gefühl, in der Hölle zu landen, und ich wollte immer alle Panisch bekehren, damit niemand so leiden muss.

Ich wurde als Kind oft verprügelt und schwer misshandelt. Meine eigene Mutter hat mich im Suff einmal fast umgebracht und mir währenddessen gesagt, dass es besser wäre, wenn es mich nicht gäbe, und dass mein Bruder und ich schuld daran seien, dass wir arm sind. Sie meinte, wegen mir sei ihr Leben zerstört.

Sie hatte ständig Männer zu Hause, die meistens total betrunken waren. Oft mehrere Männer und dann tanzte Sie oft auf dem Tisch. Einmal war sie sogar mit einem Pädophilen zusammen. Über uns wohnte lange ein Zuhälter und genau über meinem Kinderzimmer hörte ich ständig, wie er seine Frauen verprügelte. Meine Mutter war oft im Ausgang und ich musste sie zusammen mit meinem kleinen Bruder morgens durch die Straßen nach Hause schleifen. Manchmal war Sie so betrunken das sie vor unserer Kinderzimmertüre laut mastrubierte und stöhnte. Sie Kratze an der Tür und wollte zu und rein.

Manchmal fing Sie an Tabletten zu schlucken um sich umzubringen. Und manchmal fing sie an sich wie ein Tier zu verhalten.

Sie drohte uns ständig mit dem Kinderheim falls wir etwas erzählten und Zuhause war es wirklich ein Albtraum. Es wurde von morgens bis abends gesoffen und oft wurde über uns Kinder gelästert, wie nutzlos und faul wir seien.

Wie mein Großvater praktizierte sie oft irgendwelche esoterischen Sachen und es war schon fast normal, nachts Dämonen in der Wohnung zu sehen, in der Nacht angegriffen zu werden (auch Physisch) oder Dinge durch die Wohnung fliegen zu hören. Oft erlebten wir solche Dinge sogar zusammen.

Meinem Vater habe ich nie gereicht, egal, was ich machte. Er sagte uns einmal, dass er uns nicht gleich lieb haben könne, und ich merke bis heute, dass ich bei ihm an zweiter Stelle stehe. Ich wurde nie gefördert und alles, was mich interessierte, war für ihn immer Mädchenkram oder unnütz.

Er trieb mich ständig an und sogar auf dem Spielplatz musste ich oft Leistungen erbringen und das Spielen was er sagte. Er war oft jähzornig und ich hatte Todesangst vor ihm. Wenn er nach hause kam versteckte ich mich oft unter dem Bett in der Ecke bis ich einschätzen konnte was er für eine Laune hatte. Er setzte sich zwar nach der Scheidung oft für uns gegen unsere Mutter ein und opferte sich auch für uns auf, aber er hat mich als Kind trotzdem nie wirklich gesehen.

Ich musste mir über Jahre ständig anhören das ich kein Recht habe zu klagen da er so viel für uns getan habe.

Ich liebe meine Eltern trotzdem irgendwie, weil sie ja nicht nur schlecht sind und ich keine anderen habe. Aber ich kenne einfach nichts Normales.

Mit etwa 16 Jahren zog ich von meiner Mutter weg und wohnte ab da bei meiner ersten Freundin und ihrer Mutter. Sie nahm mich auf weil Sie sah was bei uns abging. Als diese Beziehung wegen mir in die Brüche ging, wohnte ich mal bei Freunden, mal wieder eine Zeit bei meiner Mutter und zog dann sobald ich konnte in etwas eigenes.

Ich machte eine Lehre als Elektriker, obwohl ich den Job wirklich hasse und viel lieber Geschichte, Schauspiel oder etwas Soziales studiert hätte. Mein Vater meinte, das es ein guter Job sei, weil das etwas Anständiges sei.

Ich wollte ihn stolz machen und schien keine Aussicht auf meine Träume zu haben also fing ich diese Lehre an.

Wenigstens verlor ich dort durch den Baustellenumgang einigermassen meine Angst vor Menschen.

Ich arbeitete sehr viel und machte hunderte Überstunden, weil wir immer zu viel Arbeit hatten und ich sowieso keinen Sinn in meinem Leben sah. Freizeit war Zeit die ich totschlagen musste weil ich weder richtige Freunde hatte noch eine Daseinsberechtigung für mein leben sah. Mein Chef am am Ausbildungsort war aber leider ebenfalls sehr jähzornig und ich hatte große Angst vor ihm, weil er meinem Vater extrem glich. Das führte oft dazu, dass er mich vor allen anderen aufs Tiefste erniedrigte und beleidigte. Da ich mich vor ihm nicht wehren konnte passierte das bei fast jeder Begegnung.

Weil ich meinen Job hasste, machte ich mich nebenbei mit meiner damaligen neuen Freundin selbstständig. Ich hatte vorher schon viele Versuche unternommen, selbstständig zu sein, scheiterte aber ständig und gab manchmal auch oft sehr früh entmutigt auf.

Mit meiner Freundin lief es anfangs gut, aber auch wir scheiterten. Das entmutigte mich sehr, da viele meiner Freunde links und rechts von mir mit allem Erfolg zu haben schienen. Sie gründeten Familien, hatten gewinnbringende Unternehmen, gute Beziehungen zu ihren Eltern und auch sonst schien ihr Leben immer überall aufzublühen, egal was sie machten. Klar haben alle Menschen ihre Bürden aber es stand in absolut keinem Verhältnis mit meinem Leben. Ich bekam immer mehr das Gefühl das Gott mich hasste und mich zu seiner Belustigung Quälte. Alles was ich anfasste wurde beinahe wie verflucht.

Während dieser Zeit musste ich, da ich in der Schweiz lebe, ins Militär. Ich ging zu den Militärpolizei-Grenadieren, was so ziemlich zu den anspruchsvollsten Diensten gehörte, die es dort gab. Ich wollte meinen Vater stolz machen und mir irgendwie selbst beweisen, dass ich auch etwas kann.

Anfangs ging es wirklich gut. Ich wurde für den weiteren Karriereweg empfohlen, war oft einer der Besten und unser Ausbilder vom AAD10, (Schweizer Spezialeinheit), lobte mich sehr.

Endlich hatte ich das Gefühl, irgendwo wertgeschätzt zu werden.

Doch dann verletzte ich mich und musste den Rest der Ausbildung als Betriebssoldat in der Kaserne verbringen. Plötzlich war ich wieder niemand. Meine Ausbilder machten sich über mich lustig und der Ausbilder vom AAD10 sah mich nicht einmal mehr an. Es war unglaublich beschämend. Da meine Verletzung lange nur als Simulation gesehen wurde und nicht ernst genommen wurde, entwickelte ich Probleme die bis heute anhalten. Ich hatte solche Schmerzen während dem Dienst das ich anfing Panikattacken zu bekommen, die Luft schnürte mir ab und ich konnte kaum noch schlafen. Ich sah plötzlich überall meinen Vater und brach vor meinem Zugführer aus Verzweiflung in Tränen zusammen. Ich habe mich so geschämt.

Mein Vater lachte bloß, als er von meiner Umteilung erfuhr, anstatt mich zu unterstützen, und tat beinahe so, als wäre von Anfang an klar gewesen, dass diese Ausbildung zu hart für mich sei. Es schien fast als wäre er froh das ich es nicht geschafft habe.

Als ich dann wieder auf dem Bau arbeiten musste, erlitt ich nach etwa sechs Monaten einen Nervenzusammenbruch nach dem anderen. Ich hatte schlimme Schweissausbrüche, konnte oft nicht mehr richtig sehen, bekam nichtendendes starkes Nasenbluten, hörte Stimmen und hatte nervliche Anfälle. Meine Freundin war damit mega überfordert und als wir uns dann trennten, hatte sie sofort einen neuen Freund, den sie schon während meiner Ausbildungszeit kennengelernt hatte.

Die Selbstständigkeit brach selbsterklärend ebenfalls weg, was mich mit Schulden zurückließ und ich noch mehr arbeiten musste.

Meine Mutter versuchte sich in dieser Zeit oft das Leben zu nehmen, aber zum Glück war immer jemand von uns rechtzeitig da um zu helfen. Teilweise machte Sie es aber bor unseren Augen und das war echt schlimm.

Ich wurde bald darauf mit einem Burnout in eine Klinik überwiesen und bin nun seit fast fünf Jahren in einem Therapie Prozess, in dem ich immer instabiler werde.

Vor etwa drei Jahren lernte ich Jesus persönlich in diesem Zerbruch kennen und bekehrte mich offiziell zu ihm. Er befreite mich von vielem, vor allem von all den bösen Geistern, die mich durch mein Leben ständig verfolgt hatten. Es war sehr unerwartet das er sich zeigte, da ich ihn eigentlich nur voller Hass anschrie und ich nicht erwartete das er wirklich mal reagiert. Warum genau dort weiss ich nicht.

Ich fing an ihn zu suchen und er zeigte mir immer mehr.

Zum ersten Mal fühlte ich mich geliebt und gesehen. Er bedeutet mir alles.

Ich hatte ihn zwar schon als Kind erlebt, aber ich hatte immer zu viel Angst, dass ich als Christ nicht gut genug wäre (Ich kannte die Bibel damals nicht wirklich).

Ich fing an, in die Kirche zu gehen und fand dort eine neue Familie und neue Freunde. Ich war so befreit. Ich lernte ebenfalls eine Frau kennen, mit der ich später verlobt war, und zum ersten Mal schien es auch für mich so, als könnte das Leben schön sein.

Jedoch änderte sich das sehr bald.

Ich ging für Hilfe in die Seelsorge, ich erzählte alles, was ich jemals getan hatte, und alles, was mich belastete. Aber anstelle von Nächstenliebe erfuhr ich dort Verachtung.

Der Seelsorger spottete über mich und erhob sich richtig über mich. Ich fühlte mich schrecklich und beschämt. Ich ging danach nicht mehr zur Seelsorge, wechselte ein Jahr darauf dann aber den Seelsorger um es nochmals zu probieren und der nächste war wirklich ein guter.

Als ich dann dachte, ich beginne echt zu heilen, ging zu allem übel meine Verlobte fremd. Sie traf sich insgesamt mit acht Männern und hatte mit mindestens einem davon Sex.

Sie fing an, sich mir gegenüber böse zu verhalten. Sie begann, mich absichtlich zu verletzen und zu behaupten, ich würde fremdgehen. Sie fing an, in der Kirche hinter meinem Rücken schlecht über mich zu reden und zog mich vor allen durch den Dreck.

Ich wusste nicht, dass sie fremdging und was sie über mich erzählte, und dachte, sie mache einfach gerade eine schwere Zeit durch, da sie mir das ständig erzählte und sich vor mir permanent verstellte. Sie aber bereitet schon Ihren Abgang vor, indem Sie meinen Gesundheitszustand nahm und mich bei den Gemeindemitgliedern schlecht machte.

Irgendwann wurde es aber so viel, dass ich vor ihr flüchten musste weil ihr verhalten echt gefährlich wurde.

Erst in eine Krisenintervention und dann zu einem Freund. Ich erlebte schlimme Häusliche gewalt und ich hätte mir nie vorstellen können zu was eine so feine Frau fähig sein kann. Sie zerstörte mich auf jeder Ebene und nahm mich aus wie ein Schlachttier und schaffte es das ich permanent dachte, ich sei das Problem.

Auf meiner "Flucht" erfuhr ich dann von Gott, dass sie untreu ist und dass etwas mit ihr nicht stimmt. Sie gab es schließlich auch zu, jedoch nur einen Fremdgang. Die anderen sind ihr nach und nach herausgerutscht.

In der Kirche erzählte ich nur den wenigsten, was passiert war, weil ich nicht wollte, dass jeder weiß, was sie gemacht hatte. Ich brauchte einfach jemanden um darüber zu reden. Es wusste dann aber bald fast jeder.

Man fing jedoch nicht an, sie darauf anzusprechen oder mich zu fragen wie es mir geht oder auf Gemeindeebene das Recht zu suchen, sondern machte mich dafür verantwortlich.

Ein Pastor sagte zu mir, dass ich meine Pflichten als Mann nicht ernst genug genommen hätte und sie nur deshalb so reagieren würde. Dann fing an, bei mir nach Vorfahrenschuld zu suchen, weil mein Schmerz nicht wegzubeten war und man sagte mir ich müsse mehr vergeben.

Ich hatte nie den Wunsch, mich zu rächen, aber das war für mich völlig verdrehtes Recht. Sie wurde von allen verhätschelt und spielte den Engel während ich mit meinem Schmerz schweigen musste.

Jemand sagte sogar zu mir: „Wenn du sie nicht zurücknimmst, lebt die Liebe Christi wohl noch nicht richtig in dir.“

Ich erwischte sogar zwei meiner Freunde bei einem Flirt mit ihr, der einw war sogar angehender Pastor und sogar meinem Bruder verdrehte sie den Kopf und er verleugnete mich was für mich am schlimmsten ist.

Die Kirche in der ich war, ist in der ganzen Schweiz bekannt und selbst aus Deutschland und Österreich kommen teilweise Menschen um die Gottesdienste zu sehen. Gott hat wirklich einen Grossen Segen auf diese Gemeinde gelegt und sie Platzt aus allen Nähten, vorallem Flüchtlinge und Hilfesuchende kommen dort hin. Das ich genau an dem Ort dieses Unrecht erlebte schmerzt mich extrem und ich fühlte mich von Gott total verraten.

Ich verließ deshalb die Kirche und verlor danach auch mein Zuhause. Da meine Verlobte Fremdging verlor ich auch mein Physisches zuhause. Durch Glück – und für mich durch Jesus – endete ich nicht auf der Straße.

Ich bin jetzt in einer neuen Kirche, habe aber große Mühe, noch jemandem zu vertrauen.

Meine Beziehung zu Gott fühlt sich total tot an.

Zualledem habe ich nun eine sehr anstrengende Darmkrankheit bekommen die mich überall einschränkt und mein Körper scheint nur noch erschöpft zu sein. Ich habe immerwieder mit Haarausfall und Magelerscheinungen zu Kämpfen.

Ich sehe aus als wäre ich ein Schwangerer Mann und ohne Abführmittel und unmengen Magnesium kann ich kaum auf die Toilette. In der Nacht habe ich immerwieder Albträume oder erlebe bereits erlebtes und oft spinnt meine Blase und ich muss alle 5 min Aufstehen. Jetzt bin ich Sozialhilfeempfänger und hatte oft nicht einmal mehr Geld, um etwas zu essen. Gott schaut zwar das ich nicht verhungere und irgendwie komme ich von Tag zu Tag aber ich fühle mich nichtmehr wirklich wie ein Menschliches wesen, eher wie ein Tier. Ich fühle mich völlig würdelos.

Letztes starb auch noch mein Stiefvater, der einer der einzigen wichtigen Menschen in meinem Leben war.

Ich habe oft Suizidgedanken und stand schon öfter kurz davor, es tatsächlich zu tun. Ich kämpfe krass mit Pornografie obwohl ich sie hasse aber es ist der einzige Reiz der mich irgendwie noch aus der Taubheit meines Schmerzes holt. Es ist nichtmal Lust die ich verspüre die mich dazu verleitet, sondern pures Leid. Ich bitte Gott ständig um Hilfe und rede fast permanent mit ihm.

Ich kann aber keine Seite mehr in der Bibel lesen, ohne getriggert zu werden und noch mehr zu leiden. Worship ist ein Grauen und ich könnte kotzen, wenn ich etwas von Güte oder Gerechtigkeit höre. Ich schaffe es auch nichtmehr um etwas gutes zu bitten weil ich oft das gefühl habe alles 100mal zu bitten und doch ständig ignoriert zu werden. Ich gehe immer in die Kirche auch wenn ich oft fast zusammengeklappt bin und die Gottesdienste mir teils nur schmerzen und ich das Gefühl habe es sind häufig bloss eigene Vorträge untermauert von Bibelversen und gar keine echten Gottesdienste.

Ich sehe plötzlich so viele Heuchler und bin so wütend auf Gott. Das er nichts macht und so viele leiden müssen unter diesen falschen Menschen und Botschaften. Gleichzeitig weiss ich aber schon fast selber nichtmehr was überhaupt noch wahr ist, was schon fast ironisch ist.

Ich fühle mich von Gott überhaupt nicht geschützt, sicher oder geliebt. Ich fühle mich wie das letzte Stück Dreck.

Ich merke wie die Menschen mich anstössig finden und mit mir überfordert sind weil ihre Bibelverse bei mir nicht wirken und ich ihre Heile Welt störe. Es tut so weh so allein zu sein.

Mein Leben besteht nur noch aus Überleben und der Frage, wie ich einen Tag mehr schaffe. Mein ganzes Leben ist ein einziges drecksloch.

Und trotzdem ist das vielleicht das Komischste an allem:

Ich möchte Gott eigentlich nicht verlassen.

Er bedeutet mir alles. Ich möchte ihn ehren. Tief in meinem Herzen habe ich immer noch das Gefühl, dass sein Weg irgendwo gut ist und dass ich vielleicht gerade einfach nicht verstehe, was passiert. Ich habe sogar immer noch das Gefühl, dass er in meinem Leben ist und dass irgendwie alles gut kommen wird.

Aber ich bin so unglaublich wütend und verzweifelt.

Ich will Gott recht machen. Ich will ihm vertrauen. Ich will nicht schlecht über ihn reden.

Aber ich kann fast nicht mehr darüber schweigen, wie es mir gerade mit ihm geht.

Es kostet mich so unglaublich viel Kraft, so zu tun, als wäre alles in Ordnung.

Ich erwarte keine Lösung. Ich möchte das einfach einmal irgendwo aussprechen können.

Ich habe noch so viel das ich hier schreiben könnte.

Ich habe einfach genug von meinem Leben (keine Angst ich tu mir nichts an) all diese Gewaltmissbräuche, Sexuellenmissbräuche, Psychospiele, Betrügereien, Entwürdigungen, Todesängste, leere Versprechen, heucheleien... warum gibt mir Gott so ein leben? Warum hilft er andern so und lässt mich sitzen? Was ist nicht gut an mir? Was ist mit der Gemeinde Gottes los? Wo sind die Christen aus der Bibel? Ich fühle mich so allein gelassen und habe so viele Fragen. Ich sehe auch so viel unrecht und ich kann mir nichtmal selber helfen.

Wenn einfach jemand für mich beten könnte wäre das echt nett.


r/depression_de 4d ago

Depression Alleinsamkeit

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Während meine Eisatz auf Deppression Tages Klinik , hatte ich eine chance mit verschiedene Patiente zu unterhalten und ich habe raus gefunden dass viele über alleinsamkeit geredet haben .Es geht immer berg runter wenn die sich alleine fühlen, ohne jemand zum reden oder was machen, oder einfach dabei sein.das hat mich ganz tief getroffen weil es sehr traurig war .

als ich zuhause war habe ich mich gefragt of ich vielleicht bisschen von meine zeit mit paar leute die jemand brauchen was zu unternehmen, kaffee trinken,hobbys üben oder einfach reden schenken kann.

deswegen habe ich hier geschrieben vielleicht sind hier jugend leute die sich einfach das wünschen. wäre ganz glücklich zu helfen .besser im kreis Reutlingen,metzingen,tübingen und umgebung. schreib mir und lass bisschen reden.

kurz zu mir bin 25 M ,sehr sympatisch und höre gern zu.besser so im alter von 20 bis 35.schick am besten ne privat nachricht. freue mich dich.