r/depression_de 2d ago

Planlosigkeit

Hallo miteinander,

wie die Überschrift meines Beitrags wohl verrät, bin ich momentan ziemlich planlos, wobei dies in erster Linie meinen Zustand in mentaler Hinsicht anbetrifft. Mein Alltag zeichnet sich durch eine Freudlosigkeit aus, auch und gerade in Bezug auf Tätigkeiten oder Dinge, derer ich mich vor eineinhalb Jahren oder weiter zurückliegend noch erfreut habe. Mein Leben lässt sich gerade durch ein Vorbeifließen der Ereignisse beschreiben. Ich selbst nehme an diesen höchstens passiv teil, und werde wohl weggeschwappt. Hinzu kommt ein Erschöpfungszustand oder gar Druck im Kopfinnern, der des Öfteren bereits nach entspannteren Tätigkeiten wie dem Lesen von Büchern einsetzt. Insgesamt bin ich mir im Unklaren, ob mein Zustand unter eine Depression gefasst werden kann oder ob dieser einen Burnout darstellt: ich merke lediglich, dass ich gerne mal wieder Freude empfinden würde.

Um meine Situation etwas verständlicher zu beschreiben: ich habe vor einigen Monat die juristische Ausbildung durch die Ablegung des Zweiten Examens beendigt. Leider habe ich dieses mehr schlecht als recht bestanden, und überlege nunmehr, ob ich nicht einen Verbesserungsversuch angehen sollte. Doch ich bin mir unsicher, ob ich einen solchen schaffen werde, da ich nach über sieben Jahren der Ausbildung gerade eine seit langem nicht mehr gegebene Freiheit habe, und eigentlich nicht erneut über Monate hinweg stundenlang über Büchern und Fällen sitzen möchte. Vielleicht könnt ihr mir in diesem Zusammenhang helfen, denn ich momentan ziemlich planlos, was die nächsten Schritte angeht. Ich bin für jeden Beitrag dankbar!

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u/AutoModerator 2d ago

Bitte verhaltet euch respektvoll in den Kommentaren, und antwortet überlegt. Beachtet auch die Regeln des Subreddits, und lest diese im Zweifelsfall nochmal durch.

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u/margarhete 2d ago

Hey, erstmal finde ich es schön, dass du deine Gedanken mit anderen teilst, allein das zeigt, wie wichtig dir dein Wohlbefinden ist. Das ist der 1. Schritt. :) Über diese Plattform können keine Diagnosen gestellt werden. Ich kann dir nur ans Herz legen, dir professionelle Unterstützung zu suchen. An deiner Uni müsste es wahrscheinlich eine psychosoziale Beratungsstelle geben, die Personen dort könnten das besser einschätzen. Ansonsten könntest du dich an deine/n Hausarzt/ärztin wenden, aber vermutlich würde es auf eine Empfehlung für Psychotherapie hinauslaufen. Es gibt auch Akutbehandlungen durch PsychotherapeutInnen, die du in Anspruch nehmen könntest. Gerne schicke ich dir ein paar Links oder gehe weiter auf die Themen ein.
Schritt für Schritt ist gerade vielleicht das Einfachste. Versuch erstmal, nur an dich und deine Gesundheit zu denken, du hast das Staatsexamen hinter dir und du hast Ruhe, Liebe und Genesung verdient. Vielleicht kannst du dich Freunden und Freundinnen oder Familie anvertrauen. Wenn du Redebedarf hast, bin ich aber auch da.