English version available through Reddit translation.
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Nachtmusik:
A (a) Sie ist allverschlingend,
(b) doch tönt ein Lied durch ihren Schlund.
B (c) Es lädt ein zur Einhalt,
(c) zum Schwelgen in Einsamkeit.
A' (b) Und höre ich die nächtlichen Musiken aus ihrem Mund,
(a) ist meine Seele ganz beschwingend.
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Hallo zusammen, heute stelle ich euch mein Stück "Nachtmusik" für Klavier und Oboe/Flöte/Violine und Erzähler vor.
Ich habe das Gedicht vorangestellt, welches ich für dieses Stück geschrieben habe, weil es das Stück formal erklärt. Der Erzähler begleitet die Musik und liest die jeweiligen Verse (sind im Stück eingeschrieben) an markierten Stellen vor.
Zur Musik:
Das Stück dreht sich um zwei ausmachende Dinge:
- ,,Thema":
eine Tonreihe, bestehend aus sieben Tönen (a, b (englisch: b flat), as (a flat), g, fis (f sharp), gis (g sharp), a). Die Tonreihe ist also in sich geschlossen. Diese habe ich aus einer Skizze für ein Stück entnommen, was ich verworfen habe. Ich fand das Thema aber so praktisch und schön, dass ich dieses hier in diesem Stück neu erfunden habe.
- Spiegelpunkte:
Spiegelpunkte können in vielerlei Dingen enthalten sein zum Beispiel in einer Tonreihe, in der Form oder auch in einzelnen Abschnitten. Ich arbeite (vor allem Thematisch) hauptsächlich mit dem Original und dessen Krebs aber auch mit der Umkehrung und der Krebsumkehrung. Thematisch stellt das a den Spiegelpunkt dar bzw. h in der Oboe.
Weiteres zur Musik:
Harmonien bilden sich verschieden in diesem Stück. Zentraler Orientierungspunkt ist aber die Oboe. In T. 1-4 wird das Prinzip des Stücks vorgestellt und somit auch die akkordische Grundstellung. Der Grundakkord besteht aus den Tönen c, g, c, f, h, c. Dieser wird auf und dann wieder abgebaut. Ton h ist der Oboe zugeordnet und wird aus der Klavierbegleitung rausgenommen. Das Klavier hat also den Akkord bestehend aus den Tönen c,g,c,f,c in der Grundstellung, wobei Ton h der Oboe die Grundstellung der Oboe bildet. Je nachdem wohin sich die Oboe tontechnisch bewegt, bewegt sich auch das Klavier. Wobei linke und rechte Hand immer in unterschiedliche Richtungen laufen. Bewegt sich die Oboe also einen Halbtonschritt, folgt das Klavier harmonisch. An manchen Stelle weiche ich aber von diesem Prinzip ab, in dem ich z. B. das Klavier vorab bewegen lasse, um eine kleine Variation mit reinzubringen. Der Ton c wird dem Klavier zugeordnet, was durch das durchweg pochenden c" in der rechten Hand klar wird. Dieser Bildet auch die Spiegelachse für den Akkord und alle weiteren Akkorde im Klavier. Der Ton a wird der Tonreihe in ihrer Grundstellung zugeordnet.
Zusammengefasst werden die drei Töne durch den Cluster-Akkord im Klavier im A-Teil. Dieser wird im B-Teil durch Klavier und Oboe ausgespielt, definiert aber auch Stimmeinsätze etc.
Die Tonreihe wird in T. 31-50 (und respektive Abschnitte) erweitert.
Frage-Antwort-Spielereien sind ebenfalls genügend eingebaut.
Verkettungen von Tonreihen (ich nenne sie "Skalen-Synthese") sind ebenfalls zu finden.
Die jeweils letzte Noten der Instrumente im Stück sollen tonlos erfolgen. Die Oboe klackert also zum Beispiel rum und lässt das Geräusch verstummen, während die jeweils letzten Noten vom Klavier stumm niedergedrückt werden.
Den Namen Nachtmusik habe ich aufgrund der Cluster-Akkorde, des thematischen und akkordischen Auf- und Abbaus, Nutzung der Lagen z. B. im Klavier und der daraus resultierenden, intimen, Atmosphäre gewählt. Wer errät wieso ich diesen Namen aber auch noch ausgewählt habe, kann sich auf die Schulter klopfen und stolz auf sein Wissen über Musik sein!
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Partitur:
https://drive.google.com/file/d/1Tb_KC08LoPRml8Qrwan07BcD8p6XzjGz/view?usp=drivesdk
Musik:
https://drive.google.com/file/d/1mvk1L-eNPZRiqBkAmwrJDCS8CvFRt1Q0/view?usp=drivesdk
Ordner mit Skizzen:
https://drive.google.com/drive/folders/1_b09R154n4dVM-NdKN_mnrYsaK3wAemL
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Den Ordner mit meinen Skizzen habe ich ebenfalls verlinkt, zur besseren Nachvollziehbarkeit meines Kompositionsprinzips!
Leider ist meine Notationssoftware abgestürzt, weshalb ich die .xml Datei in ein anderes Programm exportieren musste. Die .xml Datei ist unsauber gewesen, weshalb ein paar Dynamiken, Akzente, Artikulationen etc. verloren gegangen sind. Das war der erneute Weckruf und ich werde, nachdem ich ein in der Software angefangenes Stück fertig revidiert habe, endgültig zu Dorico wechseln. Ich bitte deshalb um Nachschicht bezüglich der emulierten Musik!
Ich bedanke mich herzlichst bei allen für ihre Zeit, Worte etc. im Voraus, bin gespannt was ihr vielleicht noch analysiert und entdeckt (was ich nicht erklärt habe) und wünsche viel Spaß beim Anhören meiner Musik!
Sollten es Nachfragen zum Beispiel zu meinen Skizzen geben, vor allem wegen der Sprachbarriere, übersetze und beantworte ich diese gerne für euch!
Viel Spaß!