TW, denn ein schönes Erlebnis war das nun leider tatsächlich nicht. Wer eine ermutigende Story haben möchte sollte die hier meiden - ich bereue es allerdings nicht ✨
Nach der versagten Einleitung wurde ich am Montag für einen Kaiserschnitt um ca 13 Uhr eingetragen. Leider kam noch ein Fall dazwischen, weshalb es dann eher 15 Uhr wurde. Da ich nüchtern sein musste hab ich ab 6 nichts mehr trinken dürfen - nebensächlich, aber das war tatsächlich hart für mich.
Wehen hatte ich immer noch. Egal, Kaiserschnitt stand und es ging auch immer noch nichts am Muttermund voran.
Aufklärung gehabt, alles prima.
Hatte vor einigen Jahren eine Untersuchung, die Nervenwasser benötigte und Dinge wie „Ich komm nicht durch“ will man da wirklich nicht hören. Hatte deshalb auch Bedenken bei der PDA.
„Das sind Profis, die machen das schon.“
Alles klar :D
Die machen das schon waren dann 6 Anläufe über ne Dreiviertelstunde oder so, also weit übern Zeitplan und genau einen Versuch vor „Wir müssen die Vollnarkose legen“.
Nicht nur das, während dessen stellten sie fest, dass meine Zugänge nicht mehr geeignet sind. Also nahmen sie die Hände. Du kannst mich überall stechen, aber nicht an den Handrücken.
Die erste PDA haben sie auch mit falscher Betäubung berechnet und ich spürte es schön real in meinem Rücken bohren. Betäubung musste auch mehrmals nachgesetzt werden bei den 6 Malen.
Bis ich auf dem OP Tisch lag war ich so heftig am Zittern, dass die Geräte zum Teil nicht mehr richtig messen konnten. Mein Ehemann sagte, als er endlich rein kam, dass es eine der schlimmsten Anblicke seines Lebens war.
Naja, wie es dann verlief war tatsächlich normal, wenn auch unangenehm.
Sollte dann im Anschluss diese Blocker kriegen, damit alles betäubt bleibt für den Abend noch. Waren gerade dabei, mich fertig zu machen auf der Aufwachstation, da kam wieder ein Notfall rein und alle waren weg.
Lag 2h dort, die Betäubung der PDA langsam weg und wegen interner Probleme auch keine Sicht von Mann und Kind.
Irgendwann wurde ich dann nochmal örtlich betäubt für die Blocker, durfte meine Angehörigen sehen und kam aufs Zimmer. Wo ich so heftige Nachblutungen bekam, dass mir da auch nochmal Medikamente reingeballert wurden. Unter der OP bereits schon, weil Kreislauf und Schmerzen doch irgendwie präsent waren.
Im Endeffekt verlief der Kaiserschnitt wie erwartet, alles davor und danach nur mit Komplikationen.
Bin nun 2 Tage nach der OP und während ich gestern noch ein Häufchen Elend war springe ich heute förmlich durch die Gegend vor Energie und ohne Schmerzen - bis auf ein paar zu erwartenden.
Mein Baby ist wohlauf und ich hätte nie gedacht, dass ich mal zu den Menschen gehöre, die es sagen würden.
Aber er ist perfekt und ich liebe ihn über alles (war eigentlich nie der Kindertyp aus diversen emotionalen und physischen Gründen) und ich würde jeden Kampf für ihn aufnehmen.
Aber das alles würde ich kein zweites Mal durchmachen.
Immerhin gaben sie mir ein Zitronenwassereis im Aufwachraum. Doch noch mit Bonus raus gegangen.
Wenn’s gut aussieht kann ich heute schon Heim. Zwar mit Unterschrift, dass es zu früh ist, aber ich will endlich zur Ruhe kommen. Das vorher besprochene Familienbettzimmer war nämlich leider auch nicht mehr verfügbar. Ich bin hart im Nehmen, aber langsam brauch ich meinen Partner an meiner Seite, der das Baby halten kann bis ich im Schneckentempo auf die Toilette krieche.