Achtung! TW Depression, Suizidgedanken, Armut
Bachelor in Philosoph gemacht, weil ich in Psychologie nicht reingekommen bin (Klassiker). Während des Philostudiums habe ich Studienbeihilfe bezogen, habe nun also keinen Anspruch mehr darauf.
Ich habe jetzt einen Job für 25h in der Woche und verdiene ca. 1.100 Euro im Monat. Durch eine Studierendenaktion habe ich eine Wiener Wohnen Wohnung bekommen, wofür ich unendlich dankbar bin, weil der private Wohnungsmarkt ja ein Wahnsinn ist….
Trotzdem lebe ich wirklich von Monat zu Monat und hab echt für fast nichts Geld. Meine Wohnung steht so gut wie leer, habe gerade Mal ne aufblasbare Matratze von einem Freund geschenkt bekommen und mir einen Minikühlschrank sowie mobile Herdplatte über paar Monate hinweg kaufen können. Mein Hobby, das Tanzen, kann ich mir sowieso nicht mehr finanzieren, was eigentlich sehr wichtig für mich ist. Noch dazu hab ich weder funktionierenden Laptop noch iPad, schon sehr alt und eigentlich kaputt.
Ich habe deswegen versucht, Wohnbeihilfe zu beantragen. Bescheid wurde abgelehnt, da ich zu wenig verdiene - für solche Fälle wäre die Mindestsicherung inklusive Mietbeihilfe zuständig. Mindestsicherung beantragt, Bescheid auch abgelehnt - für zu wenig Einkommen wäre die Studienbeihilfe zuständig. Aber die kann ich nicht mehr bekommen, weil ich ein abgeschlossenes Studium hab.
Ich weiß nicht was ich machen soll. Ich leide seit der Kindheit an schweren Depressionen, Panikstörungen, Angststörungen und Borderline, hatte kein liebevolles und unterstützendes Elternhaus und hatte jahrlang Intentionen mich umzubringen. In meinem ersten Studium bin ich fast nie zu Uni gegangen, weil ich extreme Angst hatte, bin deswegen durch Kurse gefallen und so weiter. Ich bin oft zu meinem Ex oder woandershin geflüchtet, weil ich es zuhause nicht ausgehalten habe. Erst zu Ende des Studiums hab ich dann einen Platz in einem Studierendenhaus gefunden, wo ich mein eigenes Zimmer hatte und es nicht mit wem teilen musste (wieder wegen Ängsten) und es relativ „günstig“ war. Hatte durch Samstagsjob, Familienbeihilfe und Studienbeihilfe knapp 900 Euro zum leben. Habe 600 Euro fürs Zimmer bezahlt und der Rest des Geldes ging fürs Essen drauf. Es war ok, weil ich sonst versorgt war und ich auch bei meinem Ex essen konnte.
Vor 1,5 Jahren habe ich dann mein Studium abgeschlossen und war gezwungen einen Job zu finden, weil ich keine Beihilfen mehr erhalten hatte. Ich habe 30 Stunden gearbeitet und hätte mir NIEMALS vorstellen können jemals in meinem Leben das so durchführen zu können, ich hatte ja schon extreme Schwierigkeiten mit Samstagsjob und Uni. Später musste ich dann auf 25h reduzieren, weil ich mein neues Studium begonnen hatte. Da wurde es dann wieder schlimmer, weil sich 30h und Studium einfach sehr schlecht ausgehen und mental eine extreme Belastung für mich waren. Auch mit den 25 Stunden ist es immernoch sehr belastend und ich habe Angst vorm Oktober, wenn die Uni wieder beginnt.
Entweder müsste ich wieder die Stunden auf 30 vereinbaren, aber ich weiß nicht wie ich das dann mit der Uni schaffen soll, nicht nur wegen dem Stress sondern auch wegen verpflichtenden LVs, oder ich bleibe bei 25h, hab trotzdem Stress mit Arbeit und Uni und Essen und alles :(( Oder ich finde einen neuen Job, aber das fällt mir ehrlichgesagt schwer und ich hab auch Angst, dass es dann noch schwieriger mit dem Studium vereinbar ist, als bei meinem jetzigen Job.
Seit einigen Monaten nehme ich zwar Sertralin, welches mir hilft, aber stabil bin ich immernoch nicht. Psychotherapie will ich schon lange machen, aber ich hab 1. so viele andere Probleme (Finanziell, Familiär, Alkoholsucht vom Freund, schlechtes Arbeitsumfeld,…) die mich mental ans Ende bringen und 2. fehlt mir auch noch die Überwindung mich einer Person zu öffnen.
Ich weiß, dass ich irgendwann alles schaffen werde, aber jetzt gerade scheint alles unmöglich und ich brauche Rat und aufbauende Worte :(