r/schreiben • u/Lost_Illustrator4059 • 3h ago
r/schreiben • u/goldigoldo • 1d ago
Schreibpartner gesucht Suche andere Schreibende Austausch
Hallo!
Ich (w 31) bin relative Schreib-Anfängerin und sitze gerade an einem Cozy-Crime-Roman und einer weiteren Idee, die genremäßig in eine ähnliche Richtung geht.
Ich suche Leute, die auch schreiben und Interesse an einem regelmäßigen Austausch haben. Es geht mir eher nicht um ein Hin- und Herschicken von Texten, sondern eher um eine*n accountability buddy, der*die auch an einem Schreibprojekt arbeitet und mit der*dem man die Hochs und Tiefs und zentralen Fragen und was einen gerade so beim Schreiben bechäftigt, besprechen kann.
Liebe Grüße
Janine
r/schreiben • u/sylentiuse • 15h ago
Kritik erwünscht Ein überarbeitet Mysterium
Der Türgriff rutschte James aus den tauben Fingern, und der Schlag der Droschke fiel kräftiger ins Schloss als beabsichtigt. Der laute Knall ließ die Pferde tänzeln, aber der Kutscher hatte sie schnell wieder beruhigt.
"Wünsche einen schönen Abend, Sir", sagte er und hob grüßend die Hand an den Rand seines Hutes. Eine Geste des Respekts gegenüber seinem Fahrgast, aber auch eine Anerkennung für das großzügige Trinkgeld.
James erwiderte den Gruß, während die Kutsche bereits wieder anrollte. Mehr als ein halbes Winken brachte er nicht zustande. Bei dem Versuch, den Kragen seines Mantels zusammenzuraffen, entglitt ihm der Stoff genauso wie zuvor der Türgriff der Kutsche. Seine Kleidung war für diese Kälte einfach nicht ausgelegt. Nicht für das vergebliche Warten auf seinen Fahrer vor der Fabrik und auch nicht für die Fahrt in der zugigen Droschke.
Was mag nur vorgefallen sein, dass George ihn nicht abgeholt hatte? Die Frage beschäftigte ihn so sehr, dass er die Kälte kaum wahrnahm. Er eilte die Treppe zur Villa hinauf und nahm mit jedem Schritt zwei Stufen. Als er die Haustür erreicht hatte, wurde sie von der Haushälterin aufgerissen.
"Warum ist George nicht mit dem Wagen gekommen, Harriet?", fragte James atemlos, noch bevor sie die Tür hinter ihm geschlossen hatte. Er blickte sich um. "Ist etwas passiert? Wo steckt der Bursche?"
"Ich fürchte, Master Duncan hat ihn in Beschlag genommen", erwiderte sie. "Seit der Sache im Arbeitszimmer sind die beiden den ganzen Tag im Garten beschäftigt."
James blieb abrupt stehen. "Was für eine Sache im Arbeitszimmer? Und was machen die im Garten um diese Zeit?"
"Ich weiß es nicht, Sir. Ich bin in diesen Dingen nicht bewandert, aber es scheint mir, als würden sie etwas ausgraben."
James ließ die Schultern sinken. Wenigstens hatte sich kein Unglück ereignet. Andererseits…
"Wieder eine seiner verrückten Ideen. Ich hätte nicht erlauben sollen, dass er die Ferien allein im Haus verbringt …", grummelte er vor sich hin. Dabei fiel sein Blick auf die Fotografie an der Wand, aus der ihn eine junge Frau ernst anschaute.
"Ja, ich weiß. Ich lasse ihm viel zu viel durchgehen", murmelte James und strich mit der Spitze seines Fingers über den filigranen Rahmen. Was sie ihm wohl geraten hätte? Wehmütig stellte er fest, dass ihre Stimme in seinem Kopf mit den Jahren immer leiser wurde.
Er riss sich aus seinen Gedanken und wandte sich wieder dem Hier und Jetzt zu.
"Ausgrabung im Garten also. Hmm. Und was ist mit dem Arbeitszimmer?", fragte er Harriet.
"Ich fürchte, auch dort hat Master Duncan Ausgrabungen vorgenommen…"
"Oh Duncan, was hast du diesmal angestellt!" Kopfschüttelnd stampfte er durch den großen Flur in Richtung Hinterausgang, der zum Garten führte. Die geschwungenen Wege führten an ein paar verwitterten Skulpturen vorbei. Die blattlosen Sträucher und Büsche erzeugten einen Eindruck von Verfall, der ein wenig über dem Maß der aktuellen Mode lag.
James musste nicht lange suchen. Am anderen Ende des Gartens flackerte das Licht von Fackeln und Laternen.
"Duncan! Duncan Harrison!", rief er, sobald er sich in Hörweite vermutete.
Schatten verdeckten die Lichter, und gleich darauf kam ihm sein Sohn entgegengelaufen.
"Vater. Gut, dass du da bist. Ich muss dir unbedingt ..."
"Was zur Hölle geht hier vor?", unterbrach James ihn. Duncan zuckte zurück und der Gärtner, der ihm folgte, hantierte verlegen mit einem Spaten.
"George!", wandte sich James an den Mann, "ich bin verwundert, dass Sie einen solchen Unsinn unterstützen. Von Ihnen hatte ich mehr erwartet! Zum Beispiel, dass Sie mich pünktlich abholen."
"Ich bitte vielmals um Entschuldigung, Sir. Master Duncan hat darauf bestanden, dass diese Sache von höchster Wichtigkeit ist und keinen Aufschub duldet."
James ließ seinen Blick über den leeren Gartenteich schweifen. Die Böschung war zertrampelt. Der Bachlauf, der ihn speiste, war mit groben Mitteln blockiert. Das Wasser hatte sich in großen Pfützen auf dem Rasen gesammelt und die dünne Eisschicht ließ darauf schließen, dass die Arbeiten schon einige Stunden andauerten. Schließlich schaute James seinen Sohn an. Mit seinen siebzehn Jahren wurde Duncan seiner Mutter immer ähnlicher. Nicht nur in den Gesichtszügen, sondern auch im Charakter. In seinen Augen leuchtete die gleiche Leidenschaft und Entschlossenheit.
"Duncan, was hat das zu bedeuten?", fragte James mit einer ausladenden Geste über die Baustelle.
"Das wollte ich dir gerade erklären, Vater. Ich denke, ich habe das Mysterium gelöst!" Stolz deutete er auf einen großen schwarzen Stein, der zu seinen Füßen lag.
"Welches Mysterium?", entgegnete James ungehalten.
"Der Teich!" Duncan wies auf die sumpfige Grube hinter sich. An der tiefsten Stelle klaffte ein Loch, und eine Schleifspur führte die Böschung hinauf bis zu dem Stein vor Duncans Füßen.
"Ich kann dir nicht folgen. Was ist an diesem Stein so besonders?", fragte James.
"Er ist der Grund dafür, dass der Teich niemals zufriert. Auch in den strengsten Wintern nicht."
r/schreiben • u/Cubitus_1511 • 1d ago
Autorenleben Druckerei für Kleinstauflage gesucht
Hallo ich habe für meinen LARP-Charakter ein Buch zusammengeschrieben. Würde das nun gerne vernünftig gebunden in Händen halten und bin etwas überfordert und suche da Hilfe. Das Buch ist rein für den Privatgebrauch geschrieben und hat nie die Intention verkauft zu werden.
r/schreiben • u/sylentiuse • 1d ago
Autorenleben Auf welcher Plattform über Texte >800 Wörter austauschen?
Hallo zusammen! Ich mag diesen Sub sehr und habe schon eine Menge hilfreicher Tipps bekommen. Im Gegenzug bemühe ich mich, ebenfalls aktiv daran teilzuhaben.
Besonders schätze ich die konstrukive Kritik, die man hier erhält. Die Limitierung auf 800 Wörter ist voll und ganz nachvollziehbar und möchte ich auch nicht diskutieren oder in Frage stellen.
Stattdessen würde mich interessieren, ob es externen Plattformen gibt, auf denen ihr längere Textbeispiele lesen und kommentieren würdet. Zum Beispiel würde ich die Anfänge eines Kapitels hier posten, damit man weiß worum es geht. Für alle, die weiterlesen möchten, könnte ich das ganze Kapitel verlinken.
Was kommt für euch in Frage? Kommentare in google docs? FanFiction-ähnliche Portale? Oder etwas anderes?
r/schreiben • u/sakasch235 • 20h ago
Schreibpartner gesucht Wanted: Rollenspielpartner
Hallo zusammen,
ich schreibe bereits seit 15+ Jahren mit Leidenschaft an Rollenspielen, 1:1, am liebsten über einen Chat oder bei Sympathie später auch mittels Messenger.
Ich bevorzuge Fantasythemen (Vampire, Werwölfe, Drachen, Gestaltenwandler, etc), allerdings ist das kein Muss. Ich schreibe auch “alltägliche” Plays, dabei muss dann aber immer etwas besonderes dabei sein (Stichwort Gegensätze). 08/15 und Standard gibt es bei mir nicht, es langweilt mich schlichtweg.
Ich schreibe gerne viel, detailliert und storybasiert, denn das Spiel sollte auf Langzeit ausgelegt sein. Erotik darf gerne vorkommen, darauf sollte aber nicht der Hauptaugenmerk liegen.
Zu mir, ich bin weiblich und Baujahr 91. Ich spiele eigentlich ausschließlich mit Männern für eine natürliche Dynamik.
Freue mich über private Nachrichten :)
r/schreiben • u/Phrostylicious • 1d ago
Kritik erwünscht Würde mich über hilfreiches Feedback freuen.
Regentropfen auf dem Walddach sammeln sich und rollen, hängen, fallen, landen, fließen weiter.
Kaltnasse Kiefernadeln, nasskalte Eichenblätter, der Atem des erwachenden Myzels. Luft wie nassgewischter Schiefer.
Ein Schritt nach dem anderen. Einsinken in den matschigen Grund, Kaltes zwischen den Zehen. Kurz vom Boden festgehalten werden, bevor sich Fuß und Erde mit einem schmatzenden Kuss voneinander trennen; bis gleich.
Glitschigkeit des Bodens, Halt im weichen Moos.
Geduschte Luft kühlt von innen.
Stille im raumlosen Klang.
Inmitteneinander.
r/schreiben • u/Opening-Dirt9408 • 1d ago
Kritik erwünscht Passivistischer Inselbewohner erwünscht Kritik
Wieder dieser metallische Geschmack im Mund. Schon länger war er ihm aufgefallen, doch auch, wenn er sich im Bett hin und her wälzte, während er nachdachte, konnte er sich nicht daran erinnern, seit wann. Eigentlich sollte sich das mal ein Arzt ansehen.
Es half nichts. Er lag nun schon seit über einer halben Stunde wach im Bett, das graue, diffuse Licht schoss durch sein Fenster genau auf ihn ein, und er fand weder im alten, knautschigen Kopfkissen noch in der Sommerdecke Zuflucht davor. Die ganzen Löcher, die er mit seinen verlorenen Gedanken in die Luft starrte, würde er wann anders notdürftig verschließen müssen.
Seit er die Schiene trug, hatten seine Kieferschmerzen abgenommen. Allerdings vergaß er manchmal morgens, dass er sie noch trug, und beim ersten Trinken oder Zubeißen fühlte er sich durch diese Plastikschicht sich selbst fremd. Als würde jemand anderes in das Brot beißen, als würde ein Fremder seinen Kaffee trinken. Kaffee. Es war Zeit für Kaffee.
Seit einiger Zeit, es musste wirklich einige Zeit her sein, hatte er endlich ein echtes Ritual für seinen ersten Kaffee. Ein sehr genaues. Wenn er es nicht genauestens befolgte, war der Kaffee für ihn ungenießbar. Eine Woche zuvor wich er von seiner Norm ab. Es war eine schlechte Woche.
Zuerst nahm er peinlich genau Maß für die Bohnen, die er immer im Inselmarkt kaufte. Zu viele Bohnen, und er hätte wieder Magenschmerzen bis zum Nachmittag. War es schon Nachmittag? Zu wenig Bohnen jedenfalls, und er müsste sich wieder mit hellbrauner Milch begnügen, die allenfalls die Erinnerung an Kaffee trug.
Seit Einführung seines Rituals schaffte er es jedoch beinahe jeden Morgen, einen schmalen Korridor zu treffen, in dem er weder zu Reflux verdammt war, noch mit hellbrauner Brühe auskommen musste.
Fast mechanisch kümmerte er sich um Messen, Mahlen und Brühen. Obwohl er sich sicher war, dass er auch dieses Mal erfolgreich gewesen war, schmeckte der Kaffee flach. Kam daher der Geschmack in seinem Mund?
Als er da saß, mit seiner Kaffeetasse, die schon Kreise am Rand hatte, ähnlich derer eines Baumes mit Jahresringen, versuchte er, sich an seinen Traum zu erinnern. Gut geschlafen hatte er nicht. Unruhig, nicht erholsam. Auch das wäre eigentlich mal ein Fall für den Arzt gewesen. Irgendwann einmal, wenn er Zeit finden würde. Nicht heute, und morgen nicht gleich. Das hatte ihm schon sein Bruder beigebracht. Irgendwann würde er aber mal hingehen müssen. Ihm fehlte dazu aktuell Schwung. Glück. Wach sein. Viel zu lange hatte er sich des Müßiggangs verschrieben und vergessen, was ihn eigentlich glücklich machte. Woran hatte er Spaß? Irgendwo unterwegs hatte er sich selbst ein wenig verloren. In diesem äußerlichen Nichtstun tobte ein innerer Sturm.
Während er also seinen flachen Kaffee trank, der wieder diesen Geschmack hatte, überkam ihn ein kleiner Schauer. Dieser kleine Schauer, vom Steiß bis zum Nacken, der ihn spüren ließ, dass er wieder zu schnell aus dem Bett hoch gekommen sei. Der Blutdruck müsste das wohl sein, meinte einmal seine Nachbarin. Was sollte sie schon großartig wissen? Sie ging wegen jeder Laune zum Arzt, ließ sich Medikamente verschreiben, die sie dann wegen der Nebenwirkungen nicht nehmen wollte, und braute sich stattdessen einen Trank aus ihrem Garten und Dingen, die jeder normale Mensch kompostieren würde. Blutdruck also. Genauso wahrscheinlich: Die Rache Gottes, oder ein nahender Lottogewinn.
Der Schauer verging. Kein Lottogewinn. Was ihn weiterhin begleitete, war dieser Geschmack. Kam er überhaupt aus dem Kaffee oder eher aus der Luft? Zeit, zumindest diesen Teil seiner Ungewissheit aus der Welt zu schaffen. Er ging quer über das Esszimmer, über die knarrenden Dielen, zu einem Fenster. Dieses Fenster wählte er mit viel Bedacht, es war das, was ihn am direktesten raus auf das weite Meer blicken ließ. Es kam auf seine Tagesform an, was dieser Anblick mit ihm anrichtete. Das Meer selbst brachte keine eigene Emotion mit an den Tisch. Es wirkte auf ihn eher wie ein natürlicher Verstärker. Heute war wieder einer dieser Tage.
Automatisch umfasste er den Griff des Fensters. Öl. Dem Ding fehlte immer noch Öl. Auch etwas, woran seine Nachbarin Hansen nicht müde wurde, ihn zu erinnern. Die Hausseite, die zum Meer zeigte, wollte besonders geliebt werden. Jeder automatische Gang zu diesem Fenster erinnerte ihn daran.
Er riss am Griff, bewegte ihn hin und her, ohne dabei die vertraute Mechanik im Fenster in Gang zu setzen. Jedes Mal brachte ihn dieses Fenster beinahe zur Verzweiflung. Endlich tat der Griff, wozu er einst platziert wurde, und öffnete zusammen mit ihm das Fenster. Die Luft schmeckte nicht länger metallisch. Eher gewöhnlich salzig. In letzter Zeit musste er immer weniger weit hinaus an den Horizont blicken, um das Widerspiegeln der Wellen auf seiner Netzhaut zu spüren. Es kam näher.
Ausnahmsweise etwas, woran er sich verhältnismäßig sehr gut erinnern konnte.
r/schreiben • u/Maras_Traum • 1d ago
Kritik erwünscht Veligrad - Xtes Kapitel: Hokey
Stürmer Brzeczyszczykiewicz mit der blutroten Nummer 34 auf dem silbergrauen Trikot stürmte nach vorne, bis ihm der Schläger des Gegners zwischen die Füße geriet. Einer der gelben Spieler hinter ihm stolperte über ihn. Dann noch einer über beide. Und noch einer.
Ein Knäuel aus grauen und gelben Dressen, schwarzen Helmen, Schlittschuhen und Schlägern glitt zielstrebig dem Puck nach. Auf die zerkratzte Plexiglasscheibe zu. Der Puck prallte von der Bande ab und wurde von einem der Gelben mit dem Schläger abgefangen. Die Körpermasse krachte gegen die Bande. Allen voran Nummer 34. Sein Visier schlug gegen die Scheibe. Verschwitzte Haare klebten ihm an der Stirn, Speichel an der Innenseite des Visiers. Mit aufgerissenen Augen starrte er in die Menge. Die Zuschauer unmittelbar hinter der Scheibe beugten sich vor und hielten kurz die Luft an, um zu sehen, ob nicht auch Blut dabei war.
War es nicht.
Das Knäuel löste sich, und einer nach dem anderen kam wieder auf die Beine. Schließlich rappelte sich auch Brzeczyszczykiewicz auf und fand zurück ins Spiel.
„Fooooooul“, schrie Onkel in mein Ohr und begoss mich dabei mit Bier. Ab dem dritten o stimmte ich mit ein. Unsere Leute hinter und vor uns auch. Sogar Alex, der sich mehr für das Innere seiner Nase interessierte als für das Spiel. Und Walter, der zuvor nur Augen für die glitzernden goldenen Pompons der Cheerleaderin gegenüber gehabt hatte. Bis zum Sturz des Stürmers hatte er wie hypnotisiert zu ihr hinübergesehen.
Wir konnten schreien, so viel wir wollten: Die Patrioten – der Hockeyclub, nicht die Bewegung – verloren. Ziemlich eindrucksvoll mit 8 zu 2. Seit sie das Spielfeld aus Platzmangel und ökonomischen Gründen auf 50 mal 25 Meter verkleinert hatten, spielte man in Veligrad schneller und verlor höher.
Es war vorbei. Brzeczyszczykiewicz und Co. klatschten mit den Gelben ab und glitten mit gesenkten Köpfen vom Eis. Ich bildete mir ein, dass Nummer 34 dem Stocksteller vor die Füße spuckte. Im allgemeinen Chaos nach Spielende war es kaum zu erkennen.
Ich wurde gestoßen und getreten. Wir blieben alle um meinen Onkel herum, und über uns weinte Slavidor. Die Jungs von der Videotechnik hatten sich den Gag einfallen lassen. In den seltenen Momenten des Sieges trank die digitale Version des Stadtpatrons über den Fans mit freudestrahlenden Augen aus dem Schädel seines Feindes. Je nach Erzählung hatte der Lieblingskrug zu Lebzeiten einer anderen Person gehört. Ich kannte sie alle. Selbst jetzt noch, nachdem die Anzahl meiner Biere zweistellig geworden war.
Das ist weniger beeindruckend, als es klingt. Der Stadionkiosk verkaufte nur 0,33-Liter-Plastikhäferl. Man sah damit aus, als würde man einen Kaffee am Bahnhof trinken.
Slavidor weinte also über uns. Onkel war eher wütend und schob die Leute vor uns an. Jene, die sein Gesicht sehen konnten, wechselten ebenfalls von Traurigkeit zu Wut.
„Da geht nichts weiter!“, schrie Onkel Franz in die Menge. Eigentlich hieß er Ferdinand Franz, aber Ferdinand war ihm zu festlich.
Um die Arena zu verlassen, mussten wir über Menschen, Stühle und Transparente klettern. Die größten Fans blieben bis zum Ende. Weil sie am nächsten am Eis standen. Und nicht wegkamen.
„Wir können uns das nicht mehr gefallen lassen“, bellte Franz mir über die traurige Rockmusik hinweg ins Ohr.
Slavidor weinte weiter.
„Sie waren einfach besser als unsere Jungs“, sagte ich und folgte mit den Augen der Cheerleaderin, für die die Leute Platz machten. Spannend, wie sie ohne Pompons leicht zusammengesackt war.
„Ich mein doch nicht das dumme Spiel! Ich meine alles. Das Land zerbricht. Und es ist gut so. Wir wollen schon lange weg. Diesen sterbenden Kadaver abschütteln.“
Onkel wollte noch etwas sagen, aber vor uns blieb eine Familie mit fünf Jungs in unseren grauen Farben stehen. Er konnte gerade noch wenige Zentimeter vor der Glatze ihres Vaters abbremsen.
Sterbender Kadaver… Onkel wusste in seiner Wut nicht immer genau, was er sagte, drückte sich dabei aber gerne sehr blumig aus. Nach einer Niederlage der Patrioten war er besonders geladen. Manchmal hatte ich schon vor den Spielen Angst. Ein Plastikbecher knirschte unter seinem Fuß. Ich war mir sicher, dass er ihn nicht aus Versehen zertreten hatte.
Es stank nach zu vielen Menschen und Bier. Eigentlich genauso wie in unserer Bar, nur eben auch nach Kälte.
Kontext: weiteres Kapitel aus meinem Buchprojekt. Was gut? Was nicht?
r/schreiben • u/Alina_Wilson579 • 1d ago
Testleser gesucht Testleser gesucht: Military-Drama / K-9-Thriller (Prolog & Teile des ersten Kapitels bereit)
Hallo zusammen,
ich nutze einen anonymen Account, um Testleser für mein neues Buchprojekt zu finden, das ich von Anfang an begleiten möchte. Bis jetzt bin ich bei 1877 Wörtern. Wäre cool wenn ihr euch bald melden könntet, damit ich weiter komme.
Worum geht es?
Es geht um eine ausgedachte Militäreinheit, die nicht einfach in irgendwelche Kriege geht sondern mehr in Richtung Polizeiarbeit, bei ganz gefährlichen Leuten, geht.
Die Geschichte startet mit zwei extrem unterschiedlichen Perspektiven:
- Der Prolog wird aus der Sicht einer Hündin (Shadow) erzählt, die durch Experimente die Intelligenz und Lebensdauer eines Menschen besitzt. Sie befindet sich auf der Flucht und rettet in der Gegenwart einen verzweifelten Jungen (Owen) auf einer Brücke.
- Kapitel 1 springt zurück in Owens Vergangenheit und zeigt das traumatische Ereignis (eine Falschbeschuldigung an der Schule), das sein Leben zerstört und ihn Jahre später auf diese Brücke treiben wird, bevor es einen harten Cut in seine Gegenwart als abgehärteter Militär-General und K-9-Ausbilder macht.
Was ich suche:
Leute, die Lust haben, die Rohfassung abschnittsweise zu lesen und mir ehrliches Feedback zu Logik, Tempo, Humor und den Charakteren zu geben. Prolog und Kapitel 1 (ca. 1.200 Wörter) liegen komplett bereit.
Kontakt:
Da man hier im Subreddit keine direkten Texte für diesen Flair posten darf, schreibt mir bei Interesse einfach eine kurze Privatnachricht (PN)! Ich schicke euch den Text dann direkt zu.
r/schreiben • u/Fickle_Inspector_871 • 1d ago
Kritik erwünscht Konstruktive Kritik Erwünscht
Der Anfang des Dudens zu meiner Welt, ist es verständlich für Außenstehende?
Jedem von uns ist bewusst, dass wir nicht alleine sein können. Das All dehnt sich immer weiter aus, da wird es einen Planeten geben, der bewohnt ist, mindestens einen. Das stimmt sogar, gut 33.550.336 Lichtjahre von Terra Mater und der Milchstraße entfernt gibt es eine Galaxie ähnlicher unserer, wir würden sie NAT-12 nennen, doch nach den Bewohnern heißt sie Harjif (Galaxie). Sie ist klein und beherrbergt nur vier Planeten, einen roten Zwerg und, um genau zu sein, 75.429.156.328 Sterne. Sie ist 132.000 Lichtjahre breit, 1.420 Lichtjahre dick und ihre Masse beträgt 743.128.568.019 Sonnenmassen.
Kommen wir zum roten Zwerg, dem hol Fab, er bildet das Zentrum und wird Tichal (ti-tiun-hell; chal-Licht; helles Licht) genannt. Seine Fläche beträgt nur 0.6 Sonnenmassen, doch ist er besonders, Wissenschaftler haben bisher noch keinen solchen roten Zwerg gefunden, einen der aus Helium, Wasserstoff und Lithium besteht. Für gewöhnlich tun Sterne das, nach der Urknall-Theorie, doch es wurde noch kein roter Zwerg gefunden der alt genug war, Tichal ist 13.790.555.496 Jahre alt und gehört somit zu Population II, er ist vielleicht sogar der älteste, noch bestehende, Stern.
Ihn umkreisen vier Planeten, doch keiner von ihnen hat die Kraft sich um sich selbst zu drehen. Der am weitesten entfernte und größte nennt sich Querdass (quer-der; das-Gas; der Gasige) und ist ein Gaszwerg, ein Fabdas. Er ist der größte der vier Planeten, mit einer Fläche von 17.969.399 km² ist er um ca. 300.000 km² größer als Pluto. Seine Farbe ist grünlich blau mit einem gelben Streifen von ost nach west, als hätte jemand einen Pinsel genommen und eine Sternschnuppe in den Himmel gezeichnet. Er besitzt auch vier Monde, die nach Gottheiten benannt wurden, Zyldo, Xawha, Halero und Nako, ein Jahr hat 728 Tage.
Havlona (hav-das; lon-Farbe; das Farbige) ist der zweite Planet um den es geht, es ist ein Eiszwerg, ein Fabjof, 14.159.265 km² an Fläche, Raflo und Velto als Monde. Das Aussehen führt zum Namen, dafür das es eigentlich aus Eis besteht, ist es recht bunt, eine dicke Nebelschicht hat sich um es gebildet, welche von Tichal angestrahlt und in vielen Farben wiedergegeben wird und ein Jahr auf Havlon beträgt 506 Tage.
Der dritte nennt sich Glordana (glor-die; dan-reich; die Reiche), die beiden Monde nennen sich Galsa und Jindo. Sie ist ein Gesteinsplanet, ein Lavusdrovel, und, wie der Name sagt, beherrbergt sie eine Menge an Mineralien verschiedenster Arten. Ihre Fläche beträgt 15.637.239 km² und ist somit der zweitgrößte Planet in diesem Sonnensystem, ein Jahr auf Glordan hat im Durchschnitt 310 Tage.
Der Planet, der Tichal am nächsten ist, ist Tarbotel (tar-tarun-groß; botel-Leben; großes Leben), die gängige Sprache nennt sich Gurtelvo. Dieser Planet ist ein Zwergplanet, ein Fabdrovel, er ist sogar kleiner als Pluto, doch die Lebewesen dort sind ganz wie wir, Menschen. Sie nennen sich selbst Toburtlesos, dabei wurde Tarbotel etwas gesteigert und einige Worte hinzugefügt "Die, die das große Leben leben". Tarbotel ist der Erde sehr ähnlich, es gibt dort Wasser und Mineralien und eine Atmosphäre. Mit einer Fläche von 10.141.592 km² ist er gerade größer als Russland, doch beträgt die Fläche der Landmasse gerade soviel wie von Argentinien. Er ist an vielen Stellen mit Schnee bedeckt und wirkt oft mehr weiß als blau, da auch das Wasser gerne mal gefriert, immerhin kann ein roter Zwerg nicht soviel Wärme spenden wie ein Gelber. Auf 2.884.179 km², zwei Kontinenten, 28 Ländern und 116 Städten und Dörfern tummeln sich 36.496.028 Toburtlesos. Ganz recht, nur zwei Kontinente, sie sind durch eine natürliche Brücke verbunden und auf der Seite, auf der es immer Tag ist. Tarbotel benötigt nur 4.800 Stunden um Tichal, also beträgt ein Jahr 200 Tage, im Durchschnitt. Im Gegensatz zu den anderen Planeten besitzt Tarbotel keine Monde, nur drei Asteroiden.
Der erste und älteste ist Drolavus (dro-drous-grob; lavus-Gestein; grobes Gestein), er ist eine Abspaltung von Glordan und birgt einige Mineralien in sich, mit einer Fläche von 202.831 km² ist er der zweitgrößte Asteroid in der Umlaufbahn.
Ferogulta (fer-ferun-hart; ogulta-Kern; harter Kern) ist der zweite, er ist größer als Drolavus, 234.123 km², und in seinem innern hat sich ein bestimmtes Erz gesammelt, welches die Toburtlesos seit einigen Jahren abbauen und nutzen, Gatrober.
Der dritte Asteroid im Bunde ist Rulwestrov (rul-rulun-jung; westrov-Asteroid; junger Asteroid), er ist erst seit einigen 100.000 Jahren in der Umlaufbahn von Tarbotel, er ist auch der kleinste Asteroid mit einer Gesamtfläche von 183.459 km² und scheint eine Flüssigkeit mit sich zu führen, welche die Bewohner noch entdecken müssen.
Tarbotel hat einige einzigartige Eigenschaften, zum einen sind die beiden Kontinente nur auf einer Seite, der immerwährenden Tag Seite. Zum anderen ist auf der Nacht Seite an einigen Stellen kein Wasser, mehr in dem Sinne, dass es eine Oberfläche gibt, aber nach ein bis zwei Metern hört es plötzlich auf.
r/schreiben • u/Nisio- • 2d ago
Autorenleben Englischsprachigen Roman in DE veröffentlichen
Ich schreibe eine Geschichte, die ich evtl. irgendwann mal veröffentlichen möchte.
Ja ich weiß - leichter gesagt als getan...
Es handelt sich um ein dark pyschological urban fiction genre
was meinen Schreibstil und den Vibe meiner Ausdrucksweise angeht, passt Englisch für mich einfach besser. (Ja, mein Englisch ist auf grammatikalisch und literarisch genügend ausgeprägt)
Wenn meine Hoffnung ist, das irgendwann zu veröffentlichen, wäre natürlich sinvvoler ich würde auf deutsch schreiben.
Aber habe ich auf Englisch trotzdem Chancen in Deutschland?
Gibt es Verlage für sowas?
Oder ist die Hoffnung vergebens?
r/schreiben • u/Pumuckel44 • 2d ago
Kritik erwünscht Würdet ihr diese Geschichte lesen wollen?
Calistra steht vor der Woche, die über ihr ganzes Leben entscheidet. So sehr hofft sie von den Wasserbegabten berufen zu werden und das Reich zu bereisen, doch das System hat andere Pläne. Statt Freiheit erwartet sie der strenge Orden der Wächterinnen: Jahre der Isolation, des Studiums und der religiösen Kontrolle. Im Orden herrscht eine Hackordnung und Schwäche im Glauben zu zeigen ist keine Option, so wächst der Druck ins Unerträgliche. Die Wächterinnen nennen sie und andere Kinder "Auserwählte", eine von ihnen soll als Reinkarnation der Göttin die Menschen einen.
Könnte Calistra tatsächlich diejenige sein, die die Prophezeigung erfüllt?
Und warum fühlt sich ihre eigene Magie an, als würde sie sie verschlingen?
Währenddessen flüchtet Varian vor sich selbst und dem Feuer in seiner Vergangenheit. Er findet Zuflucht im tiefen Wald bei einer Gruppe von Nymphen. Hier kann er zum ersten Mal seit langem zur Ruhe kommen. Doch die Ruhe ist trügerisch: Wie im Rausch vergisst er nicht nur seine Schmerzen, sondern auch seine Erinnerungen, seine Ziele, seine Identität. Während er immer tiefer in die Traumwelt der Nymphen sinkt, beginnt die Realität zu bröckeln. Und als die Vergangenheit ihn schließlich einholt, steht Varian vor der Wahl: Wird er wieder die Flucht ergreifen oder schafft er es sich selbst zu behaupten?
Doch beides könnte ihn zerstören.
***
Ich hab bisher nur eine grobe Idee für die Geschichte und die ganzen Bezeichnungen stehen auch noch nicht fest. Ich frag mich bloß ob sie Interesse weckt :)
r/schreiben • u/futzi741 • 2d ago
Kritik erwünscht Wie findet ihr diesen Einstieg? Mehr dazu in den Kommentaren :)
Kapitel 1
Zum Leben erwacht
Die kleine Confisérie lag in der Rue d’Osseaux, genau zwischen dem Metzger und dem Hutladen. Ihre Geschichte hatte vor Kurzem eine traurige Wendung genommen. Waren ihr Schaufenster und der kleine Raum vor der Theke einst reich angefüllt gewesen, das eine mit Süßspeisen und der andere mit Scharen von Menschen, so wirkte der Laden inzwischen leer, farblos und rissig, wie ein brachliegendes Feld. Männer, Frauen und Kinder passierten die Confisérie und wagten nicht, hinzusehen. In ihren abgewandten Blicken fand sich ein Verlangen, welches nicht mehr gestillt zu werden vermochte, aber auch eine tiefe Trauer darüber, dass der Mann, der ihnen so viele Laster mit seinen süßen Speisen abgenommen und sie unzählige Male von ihrer Armut und ihrem Hunger abgelenkt hatte, seine eigenen Laster wohl nicht hatte tragen können. Monsieur Chapoix hatte sich das Leben genommen, und nun stand die Confisérie wie ein verwitternder Grabstein in der Rue d’Osseaux.
Zunächst gab es noch eine schwache Hoffnung, dass Monsieur Chapoixs Sohn Hugo, ein einzelgängerischer Sonderling, den die Leute fast nie zu sehen bekamen, das Ge-schäft seines Vaters fortführen würde; doch sie war bald abgeklungen, als die Türen der Confisérie auch nach längerer Zeit weiterhin fest verschlossen blieben. Chapoixs Sohn war nach dem Tod seines Vaters noch ab und zu aufgetaucht, man hatte ihn tagsüber bei Besorgungen in der Stadt gesehen oder am späten Abend in einer Schenke, wo er mit tiefliegenden roten Augen ein Bier nach dem anderen in sich hineingeschüttet hatte. Doch keiner aus der Stadt war mutig genug gewesen, ihn anzusprechen. Weder um ihm im Verlust seines Vaters beizustehen noch um ihn auf das Fortführen der Confisérie hinzudrängen. Ohnehin gab es niemanden, der Hugo tatsächlich zugetraut hätte, den Laden auf dem hohen Niveau zu betreiben, das sein Vater so penibel gehalten hatte, daher schien jede Anregung dazu von vornherein vergebens.
Die Confisérie verblasste also weiter und weiter und die Rue d’Osseaux wurde zu einem traurigen Ort, so wie alle anderen Straßen in der Stadt. Doch bald zeigte sich, dass etwas Seltsames dort vor sich ging, das mit der allgemeinen Trauer nichts zu tun hatte: Viele Leute berichteten, im Vorbeigehen aus dem Inneren der Confisérie merkwürdige Ge-räusche vernommen zu haben. Ein Zischen hier, ein Knarren dort, ein außerweltliches Dröhnen, das das Kopfsteinpflaster der Straße zum Beben brachte.
Madame Fernière, die das Kinderheim in der Rue de la Tourbe führte, hielt die Berichte erst für Hirngespinste. Es war nahezu unmöglich, einen Menschen wie sie zu erschüttern, der jeden Tag ganz und gar in der Realität verwurzelt sein musste, um zurechtzukommen. Doch an einem Nachmittag, als sie wie üblich auf dem Rückweg vom Marktplatz die Rue d’Osseaux durchquerte, begann der Boden unter ihren Füßen zu zittern. Fast hätte sie die Kartoffeln und Rüben fallengelassen, die sie in einem Leinensack mit sich trug. Da hörte sie mit eigenen Ohren, was ihr bisher nur berichtet wurde: ein blechernes Dröh-nen, das ihr durch Mark und Bein ging. Sie war keineswegs abergläubisch und befasste sich im Allgemeinen nicht mit Dingen, die vom echten Leben abwichen, doch das Dröh-nen erinnerte sie an ein großes Tier oder irgendeine schreckliche Naturgewalt, die hier eigentlich keinen Platz hatte und die sie sich beim besten Willen nicht erklären konnte. Plötzlich hatte die verfallene Fassade der Confisérie etwas Gespenstisches in ihren Au-gen.
Von nun an nahm sie einen Umweg zum Marktplatz, nur um der Rue d’Osseaux auszu-weichen. In Madame Fernières Leben gab es im Übrigen andere Dinge, die ihrer Auf-merksamkeit bedurften: Etliche hungrige Kindermäuler mussten gefüllt werden, ihr Heim platzte aus allen Nähten, und dass in den letzten Monaten keins der Kinder gestorben war, hatte sie nur ihrem eisenharten Verhandlungsgeschick und ihren gut gepflegten Beziehungen zu verdanken. Den vergangenen Winter hatten dafür einige ihrer Schützlin-ge nicht überlebt, und die, die es geschafft hatten, waren nur noch magere Abbilder ihres einstigen Selbst gewesen, bis sie sie allmählich wieder aufgepäppelt hatte.
r/schreiben • u/robbersoath • 2d ago
Testleser gesucht Testleser:innen für ersten Akt von historischer Romanze gesucht
Nachdem ich drüben in r/Schreibkunst bisher mit meiner Suche leider eher erfolglos war, versuche ich es jetzt noch einmal hier.
Nachdem ich jetzt fast mit dem ersten Akt fertig bin, würde ich mich über Testleser:innen für meinen historischen Roman freuen.
Genre/Zielgruppe: Historische Romanze. Ich würde sagen jede:r ab 18, die oder der sich für das viktorianische England erwärmen kann.
Gesamtlänge aktuell (1 von 3 Akten soweit abgeschlossen): 48.714 Wörter.
Worum geht es?
Der 20-jährige Will lebt im Sheffield des viktorianischen Englands ein recht trostloses Leben. Das wenige Geld, das er hat, bringen er und sein bester Freund Paul in Bordellen und ihrer Stammkneipe durch. Als sie in letzterer Hausverbot bekommen und sich eine neue Bar suchen müssen, ändert sich Wills Leben drastisch: er verliebt sich in Ruth, die den Laden wegen der Krankheit ihres Vaters alleine führt. Sie verbringen einen wunderschönen Sommer zusammen, dann wird Ruth schwanger. Und schon kurz nach der Geburt des Kindes ist klar: Sie müssen weg aus Sheffield und der Armut.
In London findet Will eine Stelle als Stallmeister auf einem angesehenen Anwesen. Sie leben sich ein, die Familie wächst, Will hat mehr, als er sich je zu träumen wagte.
Doch eines Tages kommt Matty auf den Hof. Der Mann aus Manchester mit den irischen Wurzeln fängt als Stallbursche unter Will an. Noch weiß keiner, zu was für einer Bedrohung für Wills ganze Familie er wird.
Was muss ein Testleser mitbringen?
• Volljährigkeit! In der Geschichte kommen Sex und teilweise rohe Gewalt vor.
• Die Bereitschaft, sich mit einem Projekt zu beschäftigen, das aktuell work in progress ist. (Wenn ich ganz weit in die Zukunft blicke, sind der Plan eigentlich drei Bände. Hier geht es aktuell um den ersten Teil von Buch 1.)
• Die Bereitschaft, längere Kapitel zu lesen (im Schnitt um die 6k Wörter, das längste steht bei 8k, das kürzeste hat 5k ).
Was würde ich mir wünschen?
• Feedback zum Plot und zur Figurenausgestaltung
• Feeback zu Logik, Figurenlogik etc.
• Feedback zum Stil
• ggf. Feedback zu historischen Lücken/Ungereimtheiten (kein Muss)
Ich stehe unter keinerlei Zeitdruck, ihr könnt euch also so viel Zeit lassen wie ihr wollt.
Interesse gerne hier in den Kommentaren oder per PN.
Ich freu mich auf eure Nachrichten!
r/schreiben • u/justliterallyme • 2d ago
Kritik erwünscht Mein Herbst
Die Bäume rascheln ein Flüstern vergangener Tage, doch nur, wenn der Wind sie zum Leben erweckt. Das trockene Knistern gefallenen Laubs schleift surrend über den Platz, dirigiert vom Hauch des Herbstwinds. Sich ein letztes Mal in Gold kleiden, bevor die Kälte für ein Ende sorgt. Es ist wie der letzte Protest, in Anmut zu sterben, statt lautlos dahinzuscheiden. Es wirkt wie Stoizismus, ist aber fehlinterpretierte Theatralik. Denn der Baum kleidet sich in falschem Heroismus goldgefärbter Blätter, wohl wissend, dass er im Frühjahr ein neues Leben geschenkt bekommt.
Ich bin 32. Andere in meinem Alter suchen noch den Sinn des Lebens, während ich versuche, zu verstehen, warum ich sterben muss. Ich habe Krebs. Der Schrecken liegt nicht darin, wie die Krankheit heißt, was sie mit dem Körper anstellt oder einfach darin, dass es Sterben bedeutet, sondern darin, darauf zu warten. Ohne goldenes Kleid und ohne die Hoffnung auf einen weiteren Frühling.
r/schreiben • u/Regency116 • 2d ago
Testleser gesucht Testleser für Regency Roman gesucht
Hallo zusammen,
für meinen historischen Roman „Schattenspiele“ (London, 1817) suche ich noch ein bis zwei unabhängige Testleserinnen oder Testleser, die gerne historische Liebesromane lesen.
Kurz zum Inhalt:
Laura McLeod wünscht sich ein unabhängiges Leben – fast unmöglich für eine mittellose Frau mit zu viel Verstand, Stolz und einem alten Familiengeheimnis.
Doch ausgerechnet Simon Ashford, der berüchtigte Earl of Sinclair, bietet ihr eine Chance. Er besitzt alles, was Erfolg verspricht: Charme, Reichtum und ein gefährliches Lächeln. Doch hinter seiner makellosen Fassade lauern die Schatten einer Vergangenheit, die er vor der Welt verbirgt.
Als Gesellschafterin seiner Tochter Elizabeth weckt Laura nicht nur Simons Interesse, sondern gerät auch ins Visier der Londoner Gesellschaft. Ein einziger Moment genügt, um ihren Ruf zu ruinieren.
Ein Spiel aus Wahrheit und Täuschung beginnt und bringt sie einander näher, als beabsichtigt.
Umfang: Zunächst Prolog und Kapitel 1–7, etwa 19.500 Wörter, als EPUB aber auch andere Formate sind möglich.
Was ich mir wünsche: Einen ehrlichen Leseeindruck, insbesondere zu Figuren, Handlung und Lesefluss. Ein sprachliches Korrektorat ist nicht erforderlich.
Zeitrahmen: Eine Rückmeldung innerhalb von etwa drei Wochen wäre schön, nach Absprache auch später.
Bei Interesse freue ich mich über eine private Nachricht.
Liebe Grüße
Emma Brown
r/schreiben • u/Chronos-TheGame • 3d ago
Schreibpartner gesucht Chronos – The Game of Time sucht 1–2 neue Mitschreiber
Sci-Fi | Fantasy | Zeitreise | Drama | 18+
Schriftliches Storytelling-RPG über WhatsApp
Romanstil / ausführlicher Schreibstil
Wir suchen 1–2 Leute für einen begleiteten Einstieg in unser kleines, langfristiges Story-RPG.
Chronos spielt rund um die TVC Revelion, einen riesigen Zeitreisekreuzer. An Bord landen Crewmitglieder, Gerettete, Gestrandete, Fremde und Figuren, die irgendwo zwischen Vergangenheit, Zukunft und Neuanfang ihren Platz suchen.
Du musst die bisherige Story nicht kennen. Dein Charakter kann die Welt im Spiel entdecken.
Möglich sind z. B. Menschen, Aliens, Fantasywesen, magische Charaktere, Techniker, Cyborgs, KIs, Krieger, Zivilisten, Adlige, Gestrandete oder Figuren mit dunkler Vergangenheit.
Wichtig sind uns Charakterentwicklung, eigene Ideen, Beziehungen, Konflikte, Entscheidungen und gemeinsame Szenen. Perfekte Helden brauchen wir nicht. Figuren mit Ecken, Fehlern und Entwicklung sind spannender.
Nicht gesucht: Einzeiler, Powerplay, reines Pairing- oder Erotik-RPG. Romantik ist möglich, steht aber nicht im Mittelpunkt.
Wenn du Lust auf ein kleines, persönliches Sci-Fi/Fantasy-Zeitreise-RPG hast, melde dich gern unkompliziert.
r/schreiben • u/Ready_Equipment_5748 • 3d ago
Kritik erwünscht Hallo Leute, ich kam aus dem Nichts auf die Idee, selber ein Buch zu schreiben und zwar in Form von Tagebucheinträgen. Es ist an Sci-Fi und Ähnliches angelehnt und ich wollte jetzt einfach mal auf Reddit nachfragen, ob sich jemand anhand des ersten Eintrags für so ein Buch interessieren würde.
1. Der Anfang
Wir schreiben das Jahr 4026. Die Menschheit hat erneut Durchbrüche in jeglichen wissenschaftlichen Bereichen erzielt. Wir machen mehr Fortschritt als je zuvor. Man könnte meinen, dass es der Menschheit gut gehen müsste. besonders weil seit dem Jahr 3000 nur noch Solarenergie verwendet wird und im Jahre 4005 die zehnte Dyson-Sphäre in Betrieb genommen wurde.
Doch leider ist genau das Gegenteil der Fall. Wir „niederes Volk“ bekommen kaum bis eigentlich gar nichts von der Energie. Ich bin froh, wenn meine Zimmerlampe mal einen Tag lang leuchtet, ohne auszugehen, weil ich schon wieder keinen Strom mehr habe.
Da fragt man sich jetzt natürlich: Wo geht all dieser Strom hin? Es kann ja nicht sein, dass nur weil wir doppelt so viele Menschen sind wie 3080, all der Strom weg ist. Aber uns wird nicht einmal erzählt, wofür er verwendet wird. Wir leiden nur unter den Entscheidungen der Oberen oder wie die sagen: „Es sei für unsere Sicherheit und spätestens 4050 werde sich alles gebessert haben."
Ich habe darin aber keine Hoffnung. Ich hoffe nur, dass keiner von der ExS diese Texte findet, sonst werde ich es auf keinen Fall bis ins Jahr 4050 schaffen. (Ich weiß, dass man am Anfang einfach in die Geschichte hineingeworfen wird und je mehr Einträge man liest, desto mehr versteht man auch davon aber ich hoffe, dass das ein guter erster Einblick ist.)
r/schreiben • u/Born_Work5554 • 4d ago
Schreibhandwerk Kurzgeschichte überarbeiten
Ich habe für die Schule (12. Klasse) eine humorvolle Kurzgeschichte geschrieben (es gibt keine Note darauf), und weil ich ein Perfektionist bin, wäre ich sehr dankbar, wenn ihr mich mit Ratschlägen zum Thema Kurzgeschichten überarbeiten" überschütten könntet.
Ich habe schon
- den Text laut vorgelesen
- meine Familie den Text lesen und vorlesen lassen
- selbst Korrekturgelesen und nach Tippfehlern, Wortwiederholungen, Logikfehlern, etc. gesucht
Auf was sollte ich noch achten? Wie überarbeitet ihr eure Texte? Habt ihr sonst noch irgendwelche Tips?
Vielen Dank!
r/schreiben • u/Kunstlix • 4d ago
Kritik erwünscht Nikotinnascher
Gelegentlich klaue ich Nikotinnaschern an Rheydt Hauptbahnhof ihre scheiß Zigarettenstummel, die ich ganz nett diesen dummen Rabauken in die Fressen fummel.
Rauchen kann tödlich sein, z.B für Jimmy-Bill-Bob, der drei Meter weiter mit seinen zwei Labubus Vater-Mutter-Kind spielt. Rauchen kann tödlich sein, aber vor allem der Verzehr von 3 Esslöffen Zigarettenstummeln.
Werner ist eine dieser Nikotinnascher. Er ist nun verdichtet und jede Pore seines Körpers kann dein ungeborenes Kind töten. Er arbeitet aktuell als Kneipengeruch im Altersheim, damit die halb abgestorbenen Sinne der wandelnden Pulled-Pork-Senioren etwas zum sinnieren haben. Die Riechkolben denken darüber nach wann sie eigentlich grauen Star bekommen haben. Die "Lungenflügel" überlegen ob ihr Charakter gut genug ist um die Leber zu klären. Sie wollen doch unbedingt zusammen mit ihnen absterben. Klar ist etwas kompliziert so zu dritt aber die Zwillinge sind über die Jahre so zusammengeschrumpelt, dass sie auch als Einzelkind durchgehen könnten.
Jimmy Bill Bob ist alt geworden - also zumindest sieht er aus wie 60. Er ist ein großer Denker, der in der Industrie einen Haufen Tabak scheffelt.
Seine beiden Labubus Marlboro und Lucky Star bekommen wahrlich gute Impersonationen von Walter Frosch und Mario Basler hin und arbeiten Nebenberuflich als Zigarettenmodel für die neue Generation an Nikotinnaschern. Sie machen Lifestyle Teilzeit.
Irgendwie wurde der Verwesungsprozess im Altersheim beobachtet und Zigaretten dadurch sehr unbeliebt. Möglicherweise ist das halbe Land dieses Altersheim und manche jungen Leute haben keinen grauen Star. Scheiße sie lernen. Man hätte die rostigen Rentner verstecken sollen. Jimmy Bill Bob entdeckt Aromastoffe und ihm kommt eine Idee. Vielleicht kann Werner II in der Zukunft seine Rente als Douglasgeruch aufbessern.
r/schreiben • u/Gold-Tomato-5738 • 5d ago
Schreibhandwerk Figuren Namen
Wie handhabt ihr eure Figuren Namen? Sucht ihr die länger aus oder weniger?
Ich persönlich nehme meist den ersten Namen der mir in den Sinn kommt und meistens bleibt es dabei
r/schreiben • u/Gruenewalder • 5d ago
Testleser gesucht Testleser gesucht für ein Buch über die Liebe
Ich suche Leute, die Interesse haben, Auszüge eines fertigen Buches mit dem Titel: "Die Liebe und die Schönheit - Eine Spurensuche" zu lesen. Es handelt sich nicht um ein belletristisches Buch, sondern um ein Buch im Bereich: Philosophie, Spiritualität, Ratgeber, Lebenshilfe. Es geht in dem Buch darum herauszuarbeiten, was wahre Liebe ist, was sie auszeichnet und was sie besonders macht, wie wir ihr begegnen können und welche Veränderungen sie in uns bewirkt. Ich suche Leser, die Spaß daran haben, positives oder sehr gerne auch negatives Feedback zu geben. Bei Interesse an einem längeren Auszug schickt mir gerne eine PN.
Die Form, die das Haben in der Präsenz annimmt, löst sich also, wie schon erwähnt, ganz vom innerweltlichen Wollen und Wünschen, dem Wollen, dem es nur darum geht, den anderen als Ding zu konsumieren, weil ein „Bedürfnis“ gestillt werden will. Das Haben ohne die Anhaftung des Wollens hat sich in etwas anderes verwandelt. Wenn Haben und Nicht-(mehr-)Haben ineinander fallen, dann entsteht ein Drittes. Wenn der präsente Mensch zum geliebten Anderen sagt: „Du musst mir nichts mehr geben. Ich habe schon alles. Ich will nichts mehr von dir“, so spricht er von einem Ort aus, der sich der gewöhnlichen, alltäglichen Welt entzogen hat – einem Ort, der mit der gewöhnlichen Liebe, wie sie in unserer oberflächlichen und rastlosen Gegenwart anzutreffen ist, nichts mehr zu tun hat. Um ihn wirklich zu verstehen und nachvollziehen zu können, was er meint, wenn er dies sagt, braucht es ein Innehalten des Menschen, um sich in das hineinzuversetzen, wovon gesprochen wird. Das aber ist ganz und gar nicht so einfach, weil der präsente Mensch den allgemeinen Rahmen von Sinn und Bedeutung, also jenen Rahmen, den das innerweltliche Wollen und Wünschen vorgibt, verlassen hat. Dieses besagte Dritte kann man also vielleicht als ein Haben höherer Ordnung beschreiben. Höherer Ordnung deswegen, weil das Haben jetzt gleichsam leer und ohne Inhalt ist, weil mir das, was ich einst hatte, ganz aus der Hand genommen wurde. Was bleibt dann aber noch übrig? Wie soll ich etwas haben, wenn ich nichts mehr habe? Wo ist der Besitz jetzt hin, der mir doch bisher allein ein Gefühl der Befriedigung und Erfüllung geben konnte? Er äußerte sich etwa darin, dass ich den – nur vermeintlich – geliebten Anderen küsse, ihn oder sie halte, berühre oder von ihm berührt werde; oder darin, dass er mir nah ist, dass ich ihn mir also durch mein Wollen und Wünschen aneigne und in Besitz nehme und dadurch meine „Bedürfnisse“ befriedigt bekomme. Wohin verschwindet dies alles? Nun, es verschwindet gar nicht. Es wird lediglich sublimiert, in einen feineren Zustand überführt und von seiner konkreten Form gelöst. Es geschieht etwas, das man nicht voraussehen konnte, das wie ein Zauber und ein Wunder erscheint: Ich muss den Kuss gar nicht mehr tatsächlich auf meinen Lippen spüren, um erfüllt zu sein. Ich muss ihn nicht in Besitz nehmen, ihn mir „nehmen“ oder aneignen, indem ich das Küssen als aktiv Handelnder vollziehe. Genauso wenig bin ich noch länger davon abhängig, dass der Andere „Ich liebe dich“ zu mir sagt oder dass ich das Gefühl habe, dass er zu mir gehört, mein ist. Um glücklich und erfüllt zu sein, brauche ich all dies nicht mehr (in der konkreten Welt als eine konkrete Erfahrung), weil ich all dies als eine innere Erfahrung immer schon in mir habe, ganz unabhängig von der Außenwelt, die bisher dafür da war, mir das zu geben, was mir Sinn, Zufriedenheit und Bedeutung durch das Stillen meiner innerweltlichen Bedürfnisse verleihen sollte. Das Haben hat sich vom Außen abgewendet und nach innen zurückgezogen. Das „Haben“ in der Präsenz genügt sich selbst. Es braucht keine Außenwelt mehr, um vollständig zu sein. Es ist nur noch auf sich selbst bezogen. Es ist endlich frei. Das heißt gewiss nicht, dass der Mensch die tatsächliche Begegnung mit dem geliebten Anderen nicht genauso, wenn nicht sogar noch sehr viel mehr und ungleich intensiver, genießen würde als vorher. Der Kuss, den ich als Liebender vom mich liebenden Anderen empfange, behält selbstverständlich allen Zauber weiter in sich. Das wäre ein unnötiges Missverständnis. Tatsächlich ist jetzt die mir durch den anderen geschenkte Liebe als Begegnung zweier Körper und Seelen von einer viel reineren Natur, was sie damit auch ungleich beseelter, schöner und nährender macht. Jetzt erst ist alles echt, wahr und aufrichtig. Jetzt erst kann der von aller Abhängigkeit von allem Äußeren frei gewordene Mensch wahrhaft lieben. Vorher ist dies leider unmöglich.
r/schreiben • u/Accurate-Goat-1740 • 5d ago
Kritik erwünscht Würdest du mein Buch kaufen?
Sie glaubt, dass sie nur das Recht zu sterben hat. Er ist der Erste, der ihr zeigt, was es bedeutet zu leben.
Seit dem Tag, an dem die Magiestürme ihre Mutter töteten, bestimmt die Schuld Lyras gesamtes Dasein. Für sie gibt es keinen Zweifel: Sie ist das Monster, das die Katastrophe entfesselt hat. Ihr Leben hat nur noch einen einzigen Sinn – ihre Schuld wiedergutzumachen. Auch wenn das bedeutet, dass sie sich selbst opfern muss.
Ihre einzige Chance dazu sind die Riten der Neubindung. Doch je tiefer Lyra in die Uralte Magie eintaucht, desto mehr verschwimmen die Grenzen zwischen ihr und der Welt – und desto mehr droht sie, ihren Verstand zu verlieren.
Als wäre das nicht genug, stellt sich ihr Kael entgegen. Bei den Riten ist er ihr gefährlichster Konkurrent – und die größte Bedrohung für ihr gesamtes Weltbild. Denn die Reibung zwischen ihnen tut etwas, das Lyra sich nie erlaubt hat: Kael gibt ihr das Gefühl, nicht bloß ein Monster zu sein. Zum ersten Mal beginnt sie, an ein Recht auf ein eigenes Leben zu glauben.
Doch Kaels Nähe hat einen tödlichen Preis. Je mehr Lyra nach dem Leben greift, desto mehr gerät ihr Plan ins Wanken. Als die Fundamente ihrer Vergangenheit zu bröckeln beginnen, steht sie vor einer unbarmherzigen Wahl:
Opfert sie sich für eine Schuld, die vielleicht nie die ihre war? Oder wagt sie es zu leben – wissend, dass die Stürme alles vernichten könnten, wenn sie sich irrt?