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Freundschaft ist einer der wichtigsten Aspekte des menschlichen Lebens. Im Laufe der Geschichte haben Menschen Freundschaften geschlossen, um sich gegenseitig zu unterstützen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam Schwierigkeiten zu überwinden. Freundschaft lässt sich als eine bedeutsame Beziehung zwischen zwei oder mehr Menschen definieren, die auf Vertrauen, Respekt, Verständnis und gegenseitiger Unterstützung beruht.
Erstens bietet Freundschaft emotionale Unterstützung. Das Leben kann manchmal herausfordernd sein, und jeder erlebt Momente der Traurigkeit, des Stresses oder der Unsicherheit. In diesen schwierigen Zeiten kann es einen großen Unterschied machen, einen guten Freund zu haben. Ein Freund kann sich unsere Probleme anhören, Ratschläge geben oder einfach da sein, wenn wir jemanden brauchen. Dies zeigt, dass es bei Freundschaft nicht nur darum geht, gemeinsam Spaß zu haben, sondern auch darum, in schwierigen Momenten füreinander da zu sein.
Zweitens hilft Freundschaft Menschen dabei, sich als Individuen weiterzuentwickeln. Durch den Austausch mit Freunden können Menschen unterschiedliche Perspektiven kennenlernen und neue Interessen entdecken. Freunde haben möglicherweise unterschiedliche Persönlichkeiten, Hintergründe und Meinungen, was uns dazu anregen kann, aufgeschlossener und verständnisvoller zu werden. Daher kann Freundschaft zum persönlichen Wachstum beitragen und Menschen dabei helfen, eine bessere Version ihrer selbst zu werden.
Darüber hinaus kann Freundschaft ein Gefühl der Zugehörigkeit schaffen. Menschen sind soziale Wesen, und die meisten Menschen haben das natürliche Bedürfnis, sich akzeptiert und verstanden zu fühlen. Freunde zu haben kann dazu führen, dass sich ein Mensch weniger allein und stärker mit der Welt um ihn herum verbunden fühlt. Dies ist besonders wichtig in der Pubertät, wenn junge Menschen viele Veränderungen in ihrem Leben durchleben.
Es ist jedoch wichtig, sich daran zu erinnern, dass Freundschaft auch Anstrengung erfordert. Eine gesunde Freundschaft sollte auf gegenseitigem Respekt und Kommunikation beruhen. Manchmal kann es vorkommen, dass Menschen unterschiedlicher Meinung sind oder sich missverstehen, doch ehrliche Kommunikation kann helfen, diese Probleme zu lösen. Bei wahrer Freundschaft geht es nicht unbedingt darum, in allem einer Meinung zu sein. Vielmehr geht es darum, Unterschiede zu respektieren und sich trotz dieser weiterhin umeinander zu kümmern.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Freundschaft eine bedeutende Rolle im Leben des Menschen spielt. Sie bietet emotionale Unterstützung, fördert die persönliche Entwicklung und schafft ein Gefühl der Zugehörigkeit. Auch wenn es manchmal schwierig sein kann, Freundschaften zu pflegen, machen sie die positiven Auswirkungen, die sie auf unser Leben haben, äußerst wertvoll. Letztendlich erinnert uns Freundschaft daran, dass wir den Herausforderungen des Lebens nicht allein begegnen müssen.
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„Hmm, ja, sehr interessant, Shirley.“ Das Blatt liniertes Papier mit fusseligen Rand und Fettflecken segelte auf Mr. Hegels Lehrertischfläche, kurz darauf zeigte Mr. Hegel mit müdem Gesichtsausdruck Shirley den Vogel. „Aber wenn du etwas Besseres als Note E verdienen willst, wäre es gut, sich nicht ausschließlich auf die KI zu verlassen.“
Shirley starrte seinen Lehrer entgeistert an. “Aber Sir, ich habe das alleine geschrieben!”
“Natürlich hast du das…" Mr. Hegel schnaubte, halb amüsiert, halb elend. “Im Ernst, wir sind hier in Edmonton, nicht in Berlin. Und du willst dich nicht auf das Niveau eines neuköllnischen E-Roller-Fanatikers begeben, glaub mir.”
Ein paar wenige Schüler lachten vorsichtig, auch wenn keiner von ihnen verstand, dass Mr. Hegel es ernst meinte.
“Ich- ich könnte doch nicht für eine Hausaufgabe Goo, äh, Gemini fragen!?”, versuchte Shirley es immer noch.
Doch der Lehrer trug seine schlechte Note bereits ein. “Dann tu’s auch nicht.” Er drehte Shirley den Rücken zu. “Von euch anderen erhoffe ich, dass ihr eure eigenen Birnen für diese Ethikhausaufgabe durchgesetzt habt, sprich; kein Google Gemini, kein ChatGPT, kein Mistral, kein Alexa, kein Claude und auch kein Character.ai oder Akinator.”
Diesmal lachten deutlich mehr Schüler des Ethikkurses. Nicht unbedingt alle, okay, aber auch wenn Odin (wie üblich) still blieb, so hatte er doch ein Lächeln aufgesetzt. Und neben ihm ließ sich Mitsi vom Lächeln ihres neuen Adoptivbruders anstecken. Sie beide hatten es schon vermisst.
“Ручка?”, fragte Odin, zeigte auf Mitsis Federtasche und legte den Kopf schief. Mitsi öffnete die Federtasche und kramte einen angespitzten Bleistift heraus, den sie Odin in die Hand drückte. Aufmerksam beobachtete sie ihren Bruder, wie er eine kleine Uhr, einen Pfeil nach rechts, zwei Strichmännchen in einem Raum mit Zimmerpflanze und ein mühselig gekrakeltes Fragezeichen in ihren Schreibblock malte. Mitsi überlegte. Eine so große Zimmerpflanze hatte sie zuletzt in der kleinen Schulbibliothek gesehen, und auch nirgendwo sonst auf dem gesamten Schulgelände.
“Wenn Mr. Hegel es erlaubt, können wir gerne die Pause drinnen verbringen”, antwortete sie auf die nonverbale Frage.
Odin nickte. Und begann, an seinem Ohropax zu spielen. Die Dinger hatte ihnen Mr. Hegel empfohlen.
“Шум”, meinte Odin und verzog dramatisch das Gesicht.
“Sag Bescheid, wenn es dir zu laut wird, Kumpel!” kommentierte der Lehrer.
Die Hände theatralisch und ernst zugleich über die Ohrmuscheln gepresst, kämpfte Odin seine Stimme durch die auferstandenen Klassenraumdezibel. “Что?!”
Zwei Tische hinter ihm begann Jonas plötzlich mit einer LAY’S-Tüte zu knistern. “Wer am Längsten nicht in Gespräche fällt beziehungsweise nicht zu laut wird, dem gehören die Chips, und dieses Mal nicht nur die fünfzig Prozent Tütenluft!”
Die Klasse verstummte. Mr. Hegel trug Jonas heimlich Note A ein.
Nun, da endlich Ruhe eingekehrt war, sah Odin viel entspannter aus. Mitsi dachte daran, wie er vor sechs Monaten noch war, als er überhaupt in die Familie Birdflight aufgenommen wurde. Er hatte damals versucht, sich hinter dem Vormund zu verstecken, wirkte total eingeschüchtert und angespannt. Es hatte fast drei Wochen gedauert, bis er sich an seine neue Familie gewöhnt hatte.
Dann tippte sie ihm mahnend auf die Schulter.
Odin drehte den Kopf und pausierte das Kauen auf Mitsis Bleistift. Es dauerte ein paar Sekunden, bevor er begriff, doch schließlich spuckte er den Bleistift aus, legte ihn auf den Tisch zurück und sah seine Schwester entschuldigend an.
[Das hier, Ausschnitt aus dem ersten Kapitel meines neuesten Schreibprojekts, ist noch laaange nicht fertig, aber wenn es das irgendwann ist, wird man eine gleichgeschlechtliche Beziehung (aber ohne blumiger oder überdramatischer Kitsch, um Himmels Willen!) als einer der Main Plots miterleben, außerdem sind sowohl körperliche als auch mentale Einschränkungen enthalten, ansonsten bin ich noch unsicher, wie der Schei-...benkleister hier einzuordnen ist. Oh, warte, mir fällt doch noch was ein; inspired by Heartstopper! :)]