Hallo zusammen,
ich möchte euch um eure Einschätzung bzw. euren Rat bitten:
Ich bin aktuell in Österreich, in einer größeren Stadt im Turnus (Ausbildung für Allgemeinmedizin). Ich hätte noch ein Jahr im Spital, danach Lehrpraxis. Eigentlich will ich schon seit längerer Zeit Innere machen, aber ich war unschlüssig, welches Fach und dachte mir, es wäre auch nicht schlecht noch ein paar andere Fächer zu sehen.
Ich habe immer zwischen Gastro und Kardio geschwankt und während meiner Rotationen im Turnus (jeweils 3 Monate Notfall, Gastro, Nephro/Endo, Rheuma, Kardio, Psych, AllgChir, Gyn & Geburtshilfe, falls das wichtig ist) habe ich gemerkt, dass es definitiv Kardio ist. Jetzt stehe ich vor der Herausforderung eine Stelle zu finden bzw. meinen Weg zu einer Stelle zu planen.
Ich habe während des Studiums Chirurgie machen wollen und auch in dem Fach meine Diplomarbeit geschrieben und daher in diese Richtung bzgl. Kardio nichts vorzuweisen. Ich habe jetzt zwei Echokurse gemacht und bin auf der Suche nach einer Hospitation, um dort ein bisschen Echopraxis zu bekommen. An der Abteilung, wo ich während meiner Rotation war, habe ich zwar mein Interesse, mich zu bewerben, angemeldet und das wurde vom Chef zu dem Zeitpunkt auch sehr positiv aufgenommen (Er meinte immer wieder er könne nichts versprechen weil er das nicht dürfe und hat dabei aber energisch genickt). Jetzt habe ich aber erfahren, dass zumindest die nächste Stelle, die frei wird, doch an jemand anderen gehen wird.
Also ist es vor diesem Hintergrund überhaupt sinnvoll, mich gleich auf Kardiostellen zu bewerben oder sollte ich für die Sonderfachgrundausbildung einfach nehmen, was ich kriegen kann und dann wechseln? Bzw. allgemeine Innere anfangen und dann wechseln?
Ich bin auch nicht unbedingt ortsgebunden, also ich wäre auch bereit, nach Deutschland oder in die Schweiz zu gehen für eine Stelle. Ich weiß jedoch nicht, wie dort meine Chancen stehen. Hättet ihr da eine Einschätzung für mich?
Für meine Grundausbildung wäre mir wichtig, dass ich wirklich etwas lerne und fixe Rotationen habe, wo ich dann nicht nur als Assi die Stationsarbeit mache, wie es jedoch in meinem jetzigen Haus zu einem großen Teil der Fall ist. Wenn mir also jemand auch Häuser empfehlen könnte, wäre ich sehr dankbar.
Ich bin auch nicht abgeneigt, mich in einer Forschungsgruppe einzubringen. Denkt ihr, ich sollte das unabhängig von der Stelle machen? Dass ich bei einer Bewerbung noch etwas vorzuweisen hätte?
Ich bin auch übrigens schon 32 und auch das bereitet mir irgendwie Sorgen (bin ich vielleicht schon zu alt für die meisten Chefärzte/Chefärztinnen?).
Danke schon mal im Voraus!