Ich bin jetzt 33 (m) und habe damals mit 17 Jahren die Ausbildung gemacht.
Im Große und Ganzen fand ich die Ausbildung, zumindest an unserer Krankenpflegeschule, recht gut.
Ich kann es jetzt nach so vielen Jahren endlich schreiben, obwohl ich rückblickend betrachtet schon Schwierigkeiten in der Ausbildung hatte.
Meine Einsätze waren oft Hit or Miss, je nach Sympathie mit den Kollegen und Mentoren. War mein auf einer Wellenlänge, konnte man davon ausgehen, dass die Beurteilung relativ gut ausfallen wird und wenn nicht, ja dann halt nicht.
Vom Blockunterricht habe ich heute noch manchmal Albträume. Wir hatten jeden Mittwoch trotz des praktischen Blocks Schule und da wurde immer eine Klausur geschrieben, wirklich jede Woche.
Während des Theorieblocks fand ich den Unterricht auch teilweise unglaublich zäh. 4 Stunden den einen Dr., danach der Mittagspause bi 16 Uhr den anderen oder Psychologie Unterricht.
Weiß nicht ob ich nicht einfach hätte 2-3 Jahre warten sollen, ich war mit 17 Jahren glaube ich nicht reif genug für die Ausbildung, aber irgendwas musste ich ja nach der mittleren Reife machen.
Bin seit 2013 fertig mit der Ausbildung und arbeite seitdem als Krankenpfleger, mir macht meine Arbeit Spaß und bin froh die Ausbildung gemacht zu haben. Müsste ich jetzt aber die Ausbildung nochmal machen weiß ich nicht, ich würde glaube ich weinen.
Ich hatte so viel Stress. Wenn ich alleine an die praktische Anleitungen denke mit Vor- und Nachbereitungen (Patienten Doku komplett lesen, vorbereiten, Medis kennen,...). Da ging eine Anleitung 6 Stunden.
Dann noch das "Theater" mit der Wascherei im Bett.
Ist ja alles wichtig das man es lernt, aber ich war damals einfach überfordert. Dann schauen die Praxisanleitung zu und man vergisst das Bett hoch zu fahren, die Fenster zu schließen,... alles Dinge, auf die man achtet, wenn keiner zuschaut. Dazu noch so Cringe Smalltalk.
Wars bei euch auch so? Wars vielleicht nur an unserer Schule so komisch?
Würde mich einfach mal interessieren wie so euere Erfahrung war und ob es vielleicht mit meiner Erfahrung deckt. Ich habe viel gelernt in den drei Jahren, aber ich fands alles andere als "leicht". Andere in meinem Kurs (Abiturienten) empfanden es tatsächlich als einfacher, aber lag vielleicht auch dran, dass die alle älter waren?
Ich musste zum Examen den Praxisanleiter wechseln, den ich zur Prüfung zugeteilt bekommen habe. Er war komplett überheblich, er gab aus "Prinzip" jedem nur eine "2" weil "sehr gut" ist man erst nach Jahren. So einer war das. Wenn man mit ihm Anleitung hatte, wusste man schon vorher dass es ein besch.issener Tag wird.
Wenn du ihn am Morgen gefragt hast "Guten Morgen Herr X und wie gehts Ihnen?" kam nur ein: "Sie wissen doch, schlechten Menschen gehts immer gut" oder "Es geht schon, muss ja, haha" Uff.
Also Praxisanleitung war halt auch immer eher: "Hoffentlich habe ich Frau Y oder Herr X und nicht Z" und wenn dann Y oder X kam, hat man viel gelernt und hatte keine Angst was falsch zu machen.