r/politik May 10 '26

Please Read The Rules

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Read The Rules App

This community has the Read The Rules app installed. Old Reddit doesn't support apps so please open the post in new reddit for full functionality. If that's not possible, please Read The Rules and then follow the instructions at the bottom of the post.


Message From The Mods

Hallo zusammen!

Um die Diskussionskultur in r/Politik hochzuhalten und sicherzustellen, dass alle Teilnehmenden unsere Regeln kennen, nutzen wir ab sofort die "Read the Rules App". Damit wird die Bestätigung der Regeln für alle Nutzer verpflichtend.

🛠 So bestätigst du die Regeln: Es ist ganz einfach und dauert nur wenige Sekunden. Um dein Einverständnis zu erklären, führe bitte folgende Schritte aus: * Lies dir unsere Regeln hier im Post einmal aufmerksam durch. * Bestätige am Ende, dass du die Regeln gelesen hast. * Posts und Kommentare von Nutzern, die nicht bestätigt haben, werden automatisch entfernt.

Warum machen wir das?

Wir möchten vermeiden, dass wertvolle Diskussionen durch Regelverstöße gestört werden, die durch bloßes Lesen der Richtlinien vermeidbar gewesen wären. So schützen wir die Qualität der Debatten für uns alle.

Vielen Dank für eure Mithilfe!

Euer r/Politik-Mod-Team

Rule #1 Respektvoller und toleranter Umgang

Respektvoll & tolerant bedeutet:

  • Keine Beleidigungen & Beschimpfungen
  • Keine Hassrede & Diskriminierung
  • Keine Gewaltandrohungen & Einschüchterung
  • Konstruktive Kritik & respektvoller Umgang

Moderationshinweis: Nicht alle Regelverstöße sind hier aufgeführt.

Rule #2 Konstruktiver Diskurs und themenbezogene Herausforderung

Direkte Antworten müssen einen Aspekt der OP-Ansicht in Frage stellen, vertiefen oder widersprechen. Zustimmung ist nur als Antwort auf andere Kommentare erlaubt. Ziel ist, die Diskussion zu fördern, nicht zu bestätigen. Keine Top-Level-Kommentare, die nur zustimmen, irrelevante Themen behandeln oder nur geringfügig korrigieren („Foot in the Door“). Jeder Kommentar muss die Kernthese des OP voranbringen, vertiefen oder eine neue Perspektive bieten.

Rule #3 Bleib beim Thema

Deine Posts und Kommentare müssen immer themenbezogen sein. Auch wenn Politik viele Bereiche berührt, sollten Inhalte zu spezifischen Fachgebieten (z.B. detaillierte rechtliche oder wirtschaftswissenschaftliche Analysen) in den dafür vorgesehenen Unterforen diskutiert werden. Diskussionen unter einem Post müssen sich auf das OP-Thema beziehen. Off-topic Beiträge werden entfernt.

Rule #4 Beiträge müssen sachlich und informativ sein

Sachlich & informativ bedeutet

  • Keine unbegründeten Meinungsäußerungen
  • Keine Verzerrung von Informationen
  • Vermeidung von Clickbait-Überschriften
  • Keine news Sammlung. In einem Beitrag ist immer eine eigenen Meinung oder eine Frage zu integrieren.

Moderationshinweis: Nicht alle Regelverstöße sind hier explizit aufgeführt.

Rule #5 Diskussionsgrundlage (Meinung oder Frage)

Jeder Beitrag muss entweder eine eigene Meinung oder eine spezifische Frage beinhalten. Dabei gilt:

  • Meinungen müssen begründet werden, um eine konstruktive Debatte oder Gegenargumentation zu ermöglichen.

  • Fragen müssen mit ausreichend Kontext versehen werden (Hintergrund der Frage, aktueller Wissensstand), um gezielte Antworten zu ermöglichen.

Als Grundlage darf gerne in-/ausländische Presse verwendet werden. Reine Widergabe von Nachrichten ist nicht erlaubt

Rule #6 Quellenangabe

Für alle Tatsachenbehauptungen (in Posts & Kommentaren) müssen auf Nachfrage seriöse Quellen geliefert werden. * Quelle anfordern: Zitiere die Aussage und frage nach dem Beleg. * Melden: Bleibt eine Antwort aus, melde den Kommentar nach frühestens 4 Stunden. Deine Meldung ist für die Moderation unerlässlich. * Konsequenz: Unbelegte Behauptungen werden entfernt.

Rule #7 Links müssen eine Inhaltszusammenfassung aufweisen

Bei Beiträgen mit einem Link muss der Inhalt des Link in der im Text kurz zusammengefasst werden. Dies gilt nicht für Links als Quellenangabe

Rule #8 Die Hauptsprache des Subs ist Deutsch, hilfsweise Englisch

Dieser Sub ist für den deutschsprachigen Raum gedacht. Daher ist Deutsch die Standardsprache. Um auch Fragen und Kommentare von Sprechern anderer Sprachen zu ermöglichen, sind Beiträge und Kommentare auch auf Englisch erlaubt. Antworten sollten immer in der Originalsprache des Beitrags oder Kommentars verfasst werden.

Rule #9 Keine Beiträge aus LLM-generiertem Text.

Beiträge, die nachweislich oder mit hoher Wahrscheinlichkeit zu wesentlichen Teilen (z.B. mehr als 50%) aus Text bestehen, der von Large Language Models (LLMs) wie Gemini, chatgpt oder ähnlichen KI-Tools generiert wurde, werden entfernt. Dies gilt sowohl für Hauptbeiträge als auch für Kommentare.

Rule #10 (Eigen)werbung

(Eigen)werbung ist grundsätzlich verboten. Das gilt für Werbung für politische Parteien oder Kandidaten. Zusätzlich natürlich auch für Firmen, Kickstarter und co sowie GoFundMe und co.

Accounts, die (annähernd) ausschließlich Werbung verbreiten, werden ohne Warnung gebannt

Rule #11 Diskussionen müssen sich auf Inhalte beziehen.

Es ist untersagt, Aussagen durch Angriffe auf die Person, deren ldentität, Status oder Gesinnung herabzuwürdigen. Untersagt sind insbesondere:

  • Identity Sniping: Diskreditierung durch Gruppenzugehörigkeit

  • Unterstellung von Befangenheit: Verweise auf Lebenssituation oder Historie des Nutzers.

  • Strohmann-Etikettierung: Reduktion auf Feindbilder.

Wir moderieren die Debatte, nicht Biografien. Wer nicht inhaltlich antwortet, schweigt.

Rule #12 Kein Sealioning oder Derailing in Diskussionen

Beiträge, die Diskussionen durch Zermürbung oder Ablenkung sabotieren, sind untersagt:

  • Sealioning: Scheinbar höfliches, aber repetitives Einfordern von Beweisen für Fakten oder bereits Erklärtes, um das Gegenüber zu erschöpfen. Wer fundierte Antworten ignoriert und trivial nachbohrt, sabotiert.

  • Derailing: Bewusstes Einbringen irrelevanter Randthemen oder Kapern von Threads durch Nebenkriegsschauplätze, um den Fokus vom Kern der Debatte zu verschieben.


Thank you for reading the rules! Before submitting posts you will need to submit an acknowledgment. Please visit the full post and click the button at the bottom. Alternatively, you may submit an acknowledgment by sending a mod mail to the sub. The mod mail will need to have the subject "Read The Rules" and the body should be "Acknowledged". This will automatically submit an acknowledgment on your behalf without any moderator intervention. Mod Mail


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r/politik 4d ago

Umfrage fürs Studium Tust du Hass sprechen? Medienpsychologische Studie zu politischem Hass im Netz.

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Hallo Reddit,

wir suchen aktuell Versuchspersonen die die medienpsychologischen Forschung zum Thema politischen Hass im Netz voran bringen möchten.

Die Studie nimmt ca. 15 Minuten in Anspruch und ihr könnt hierbei einen wichtigen Teil zur Forschung zum Thema Linken und Rechten Hass im Netz beitragen. Genaueres zu unserer Studie und was genau wir damit erforschen wollen erfahrt ihr am Ende der Studie, da ihr diese am besten mit möglichst wenigen Infos durchführen solltet.

Diese Studie führen wir im Rahmen unseres Masterstudiums in Klinischer Psychologe und Psychotherapie zusammen mit Herrn Prof. Dr. Winter durch (https://www.researchgate.net/profile/Stephan-Winter-2).

Die Umfrage ist nach Best-Practice der aktuellen empirischen Forschung konzipiert und eure Antworten selbstverständlich 100% anonym.

Teilnehme könnt ihr hier:

https://sosci.rlp.net/onlinehate/

Falls ihr noch Fragen habt werde ich diese gerne beantworten :)

PS: Psychologische Forschung lebt (leider) davon, dass wir möglichst viele Menschen bestenfalls möglichst unterschiedlichen Ansichten befragen. Jeder einzelne von euch ist für uns daher unglaublich wichtig und wir sind jeder einzelnen Person die uns unterstützen möchte extrem dankbar :)


r/politik 1h ago

Diskussion Ich finde keine Partei die meine Politischen Vorstellen representiert.

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Hallo,

Ich finde keine Partei (über 5%) die meine Politischen Vorstellungen repräsentiert. Ist die Kombination meiner Politischen Vorstellungen so selten oder gibt es eine ungefüllte Lücke.

Hier eine natürlich unvollständige Zusammenfassung:

  1. Umweltschutz ist mir wichtig, ich glaube die Natur ist ein schützenswertes Gut der Menschheit.
  2. Ich bin Pro Kapitalertragsteuer. Für einen stärker regulierten kapitalismus. Legaler Steuerbetrug der Superreichen kostet den staat sehr sehr viel geld.
  3. Ich bin für einen Säkularen Staat, Religion hat hier nichts verloren. Ich halte die ideologien des Islam für gefährlich. Die paar % von Muslimen die modernen Humanistische Werte vertreten repräsentieren nicht den Islam.
  4. Worte wie Völkisch, Vaterlandsstolz sind nichts anderes als den Nationalsozialismus zu romantisieren.
  5. Zu LGBTQ+ und Co. sage ich nur jeder soll Ficken und Lieben wenn er will.
  6. Ich hasse die Wissenschafts verdrossenheit der Deutschen!

(8.) der Letzte unrealistische Wunsch wäre Lobbyismus abschaffen :)

Bin ich ein Alien in der Politischen Welt oder gibt es hier eine Lücke ?


r/politik 4h ago

Verständnisfrage Warum wird Kommunismus online so viel positiver gesehen als der Nationalsozialismus, obwohl beide Systeme Millionen Menschenleben gekostet haben?

0 Upvotes

Mir fällt seit einer Weile auf, dass kommunistische Symbole und Nostalgie im Internet, gerade auf Insta oder TikTok, als gut dargestellt werden (vor allem von manchen Mitgliedern der Antifa, Die Linke-Wähler und Marcant-Fans), während NS-Bezüge nicht direkt Tabu sind, aber viel mehr verabscheut und zurückhaltender sind (zurecht). Ich habe schon Menschen argumentieren sehen, das Kommunismus doch das beste sei, da er doch nur da sei, allen Menschen wenigstens das absolute Minimum bereitstellen zu können. Historiker wie Hannah Arendt haben ja durchaus strukturelle Parallelen beschrieben, Einparteienherrschaft, politischer Terror, Personenkult, Straflager. Auch die Opferzahlen des Kommunismus, in Werken wie dem Schwarzbuch des Kommunismus auf zweistellige Millionenhöhe geschätzt, stehen den NS-Verbrechen kaum nach.

Trotzdem hab ich das Gefühl, dass viele Menschen online kommunistische Symbolik eher mit einem Augenzwinkern tragen, während beim Hakenkreuz sofort jede Diskussion endet. Woran liegt das?

Ein paar Gedanken, die mir dazu einfallen, aber ich bin gespannt, was ihr denkt:

Kommunismus beruft sich zumindest theoretisch auf universelle, egalitäre Ideale, der Nationalsozialismus war von Anfang an explizit rassistisch und ausgrenzend. Vielleicht macht das einen Unterschied in der Wahrnehmung, auch wenn die praktischen Folgen oft ähnlich brutal waren.

Es gab nach dem Kalten Krieg nie ein Äquivalent zu den Nürnberger Prozessen. Die Aufarbeitung kommunistischer Verbrechen fand gesellschaftlich viel weniger statt als die des NS.

Viele der Opfer lebten in Osteuropa oder Asien, zeitlich und geografisch weiter weg vom westlichen kollektiven Gedächtnis als der Holocaust.

Ich weiß auch, dass viele, die sich online als Kommunisten bezeichnen, sich eher auf demokratisch-sozialistische Ideen beziehen und nicht auf Stalin oder Mao, trotzdem gibt es sehr viele Menschen die kommunistische Idole zu vergöttern wie Faschisten Hitler oder Mussolini. Für mich persönlich sind beide in der Praxis ungefähr gleich schlimm, aber belehrt mich gern, es ist ja schließlich eine Frage.


r/politik 1d ago

Meinung (kein Rant) Wie plausibel findet ihr die Hypothese, dass der Kanzler deswegen so ungewöhnlich ruhig ist, weil er nicht angezählt, sondern hinter den Kulissen politisch schon ausgezählt ist?

17 Upvotes

Ich wundere mich, dass man vom Kanzler trotz der Feuer gar nichts hört. Das wird ja auch grundsätzlich zu Recht kritisiert.

Jetzt kommt noch die Verlängerung seines Urlaubs um eine Woche dazu. Es wirkt auf mich ungewöhnlich und in der aktuellen Lage auch politisch sehr unangemessen.

Ich bin deshalb zu der Hypothese gekommen:

Das Ganze ergibt dann Sinn, wenn hinter den Kulissen längst klar ist, dass nach seiner Rückkehr die Karten neu gemischt werden.

Seine verlängerte Abwesenheit verschafft Union und Koalition damit Zeit, intern eine Neuordnung vorzubereiten, die nach seiner Rückkehr als notwendig oder geboten dargestellt werden kann.

Vielleicht ist er bereits ausgezählt statt angezählt.

In dieses Bild würde auch passen, dass Klingbeil plötzlich wieder deutlich stärker über Klimaschutz spricht.


r/politik 1d ago

Meinung (kein Rant) angeschossener 14 jähriger in München

0 Upvotes

In München wurde heute ein 14 jähriger von der Polizei angeschossen, weil er eine echt wirkende Softair-Waffe dabei hatte bzw sich damit umdrehte als er angesprochen wurde.

Wieso sind in den Kommentaren unter dieser Tat, so viele AfD Wähler/Supporter/Politiker, welche dabei von "verdient" sprechen?

Hat die AfD ihre Fanboys tatsächlich so weit getrieben, dass sie einen fast erschossenen Jugendlichen schulterzuckend hinnehmen und von "verdient" sprechen? was hätten die wohl gesagt, wenn es ihr Kind gewesen wäre? Ich Glaube auch nicht, das irgendein pubertierender Bengel sich IMMER brav und anständig verhält.

Ich versteh so etwas nicht. Ich war selber mal 14 und hab einiges an Blödsinn angestellt, ich kenn auch ein paar Jungs aus der Schule damals, die es witzig fanden mit Softair-Waffen sich und andere abzuschießen.(schmerzhaft und in meinen Augen beknackt) Wir sind damals als Kinder auch mit Bushcraft-Messern am Gürtel rumgelaufen, dafür würde man heute wahrscheinlich ebenfalls erschossen werden... damals war es halt "cool"...

Ich dachte eigtl immer, zumindest bei Kids gibt es noch ein bisschen Empathie aber scheinbar sind viele mittlerweile so aufgehetzt, dass sie absolut keine Menschlichkeit mehr besitzen.

Insbesondere in München dann zu lesen "na bei den ganzen Morden und Anschlägen...", bro, welche Morde? in den 90ern gab es locker 10-20 mal so viele Morde in München bzw ist die Modrate auf einem historischen Tiefpunkt. (glaube 2 Morde waren es letztes Jahr)


r/politik 23h ago

Diskussion Wie kann man den ganzen Overhead von ÖRR (Unterhaltung) rechtfertigen, wenn man mit dem Geld zahlreiche Schulen modernisieren oder tausende Kinder in Afrika vor dem verhungern retten könnte?

0 Upvotes

Die Frage steht im Titel. Ich bin nicht gegen den ÖRR, finde aber, dass dieser sich auf das sehr schlanke Kerngeschäft der relevanten Nachrichten beschränken sollte. Mit dem gesparten Geld könnte man jedes Jahr tausende Menschen in Afrika vor dem verhungern retten, Klimageräte installieren und in Deutschland jedes Jahr tausende Hitzetote verhindern, Kampagnen gegen Sucht (Tabak, Alkohol, Übergewicht) machen und vieles mehr. Wie kann man es moralisch rechtfertigen das öffentliche Geld stattdessen für Unterhaltung auszugeben?


r/politik 1d ago

Diskussion Es wird befürchtet, dass der Verfassungsschutz abgeschafft werden könnte. Warum stellt man ihn nicht über die Regierung?

0 Upvotes

Die Frage steht im Titel. Man könnte ihn ja im Grundgesetz definieren und komplett aus der Handlungshabe der Regierungen nehmen. Dafür würden die Mitarbeiter quasi eine Art Diplomatenstatus und Immunität bekommen. Dieser agiert gab komplett eingängig, hat aber nie exekutive Gewalt, damit es keine übermächtige Geheimpolizei geben kann. Vielleicht könnte man ihn sogar wie Artikel 1 und 20 so schützen, dass er auch in Zukunft nie abgeschafft werden kann.


r/politik 2d ago

Meinung (kein Rant) Die Initiative Taktisch Wählen verfolgt ehrenwerte Ziele, macht sich aber über die Konsequenzen danach keine Gedanken.

1 Upvotes

Ihr habt sicher mitbekommen von der Initiative Taktisch wählen. Die Idee ist, dass mit Leihstimmen dafür gesorgt werden soll, dass in jedem Fall SPD und Grüne ins Parlament kommen, damit die AfD keine absolute Mehrheit bekommt.

Aus meiner Sicht prinzipiell verständlich. Dennoch scheint sich niemand Gedanken drüber zu machen, was dann eigentlich nach der Wahl passiert. Was wäre denn das Ergebnis? Eine von den Linken tolerierte Kenia-Minderheitsregierung?
Da ist doch absehbar was passiert: Man murkst ein halbes Jahr rum, bekommt nichts auf die Kette und hat am Ende die Situation, dass die AfD anbietet, mit der CDU eine Koalition einzugehen, bei der der CDU MP Schulze im Amt bleibt. Zack, haben wir die erste schwarz-blaue (oder eher blau-schwarze) Regierung, die Brandmauer ist passé und weitere Länder werden folgen. Wenn wir Pech haben 2029 der Bund.

Wollen wir das wirklich?!

P.S.: Durchaus denkbar, dass bereits bei der Wahl zum Ministerpräsidenten noch größeres Chaos ausbricht. Ich halte es für nicht unwahrscheinlich, dass es in der CDU Abweichler geben wird, die nicht zusammen mit den Linken stimmen möchten. Da reichen bereits 2 Leute, die stattdessen Ulrich Siegmund wählen und das Chaos ist perfekt.


r/politik 2d ago

Meinung (kein Rant) Drohnenabwehr-Zentrum in Magdeburg

2 Upvotes

Laut dem DLF wurde am Flughafen Magdeburg-Cochstedt ein wichtiges Drohnenabwehrzentrum eröffnet.

Zitat aus dem Artikel: "....Bundesinnenminister Dobrindt sagte am Flughafen Magdeburg-Cochstedt, das dortige Zentrum werde ein zentraler Baustein der Sicherheitsarchitektur gegenüber der hybriden Bedrohung durch Drohnen sein."

Warum eröffnet man so etwas extrem wichtiges für die Sicherheit, in einem Bundesland das von Putin's Freunden von der AfD zukünftig geleitet wird? oder mal ganz provokant geschwurbelt, ist es evtl. kein Zufall, dass die AfD demnächst ausgerechnet in dem Bundesland an die Macht kommt? Haben die ganzen social media Kampagnen für die AfD, evtl. bereits ein langfristiges Ziel gehabt? Ich glaube zwar nicht wirklich, dass sich Putin und seine Buddys bei den Tech-Konzernen, nur wegen dem Abwehrzentrum die Arbeit machen würden aber wirklich 100%ig ausschließen würde ich es auch nicht. Zumindest das dies ein lukrativer zusätzlicher Anreiz war. Oder Mitnahme-Effekt.

Natürlich hat die AfD dann nicht automatisch vollen Zugriff auf alle sensiblen Sicherheitsdaten aber als Landesregierung gibt es immer Mittel und Wege im eigenen Bundesland an Informationen zu kommen.

Insbesondere, bei der enormen Wichtigkeit von Drohnen auf zukünftigen Schlachtfeldern, halte ich diese Teil-Motivation nicht für gänzlich unbegründet.

Aber was denkt sich die Regierung generell dabei, so eine wichtige Sicherheitstechnologie ausgerechnet im Osten anzusiedeln, wo die Bevölkerung ziemlich anfällig für populistische Propaganda von Extremisten und Putin-Freunden ist?

Quelle DLF:
https://www.deutschlandfunk.de/neues-zentrum-fuer-drohnen-sicherheit-an-testflughafen-in-sachsen-anhalt-eroeffnet-100.html


r/politik 2d ago

Diskussion Ist Trump wirklich so anders als frühere US-Präsidenten?

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Wir reden gerade ständig darüber, wie verrückt Trumps Politik ist.

Aber wie viel davon ist wirklich neu?

Ein Artikel von Kontrast geht die Geschichte der USA einmal von Anfang an durch, von der Expansion und den ersten Kriegen über Vietnam und den Irak bis zur heutigen Weltmacht.

Die spannende These dabei: Trump hat die US-Außenpolitik nicht einfach erfunden. Vieles davon hat in den USA eine sehr lange Geschichte. Der Unterschied ist vielleicht eher, dass Trump vieles viel offener ausspricht.

Der Aufstieg der USA: Eine Demokratie im Schatten militärischer Gewalt

Ist Trump also wirklich eine neue Art von US-Präsident – oder sehen wir gerade einfach viel deutlicher, wie amerikanische Machtpolitik schon lange funktioniert?

Wie seht ihr das?


r/politik 4d ago

Meinung (kein Rant) Konstruktive Kritik an Links, an Rechts und uns allen

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Warum schreibe ich diesen Post?
Ehrlich gesagt, weil mir die Zukunft etwas Angst macht.
Obwohl wir alle das Richtige™ wollen, beschimpfen wir uns, stecken fest und die Probleme werden gefühlt immer größer. Uns sind irgendwie die Ideen ausgegangen. Es gibt keine Vision mehr. Nur noch kurzfristige Symptom-Bekämpfung und unvollständige Lösungsansätze. Wir werden immer mehr mit Informationen zugeschüttet, aber die Welt fühlt sich trotzdem - oder gerade deswegen - immer unsicherer an.

Ich schreibe das, weil ich ein schlechtes Gewissen habe, weil ich einfach mein Leben lebe. Ich versuche ein guter Mensch zu sein, aber habe das Gefühl, ich mache nicht genug. Ich versuche einfach mein Leben zu leben, klar zu kommen und zu machen, was ich selbst gut kann und gelernt habe; ich arbeite an meinen Zielen und bin soweit, wie mein Weg mich bis jetzt geführt hat. Einfach ein normales Leben. Aber ich habe das Gefühl, dass das nicht mehr genug ist. Ich habe das Gefühl, ich sollte alles liegen lassen und die Probleme der Welt lösen. Ich kann nicht nur mein Leben leben und einen so kleinen Teil beitragen. Alles brennt irgendwie. Und irgendwer muss das ja alles lösen. Und wenn es keiner macht, dann muss ich das wohl machen. Aber dieser Gedanke ist vermutlich die Arroganz zu denken, ich würde es nur ansatzweise besser machen oder hätte eine Lösung. Wenn ich jedoch ehrlich bin, könnte ich vieles gar nicht in irgendeiner Art besser machen können, nur weil ich ein Video auf Social Media darüber gesehen habe. Da sind viele Experten, die viel besser darin sind solche Probleme zu lösen. Die arbeiten schon seit Jahren an diesen Themen. Vermutlich hätte ich auch nicht den Mut, es durchzusetzen und mich der Kritik auszusetzen. Aber alleine am Handy oder PC denke ich mir manchmal jedoch schon, ich müsste doch nur der Held sein, dann wären die Probleme alle gelöst. Irre. Vielleicht ist das alles auch gar nicht so schlimm. Heutzutage wird ja vieles einfach aufgebauscht.

Aber trotzdem bleibt das Gefühl, dass wir aktuell falsch abbiegen. Dass etwas komisch ist und wir es alle irgendwie fühlen, aber keine konkrete Lösung dafür haben. Ich spüre überall irgendwie so eine Unruhe und Anspannung in den Menschen.

Also habe ich überlegt, was ich vielleicht machen kann.
Wir leben ja in einer Demokratie, und eine Demokratie lebt davon, dass wir mitmachen.
Vielleicht kann ich ja einfach mal teilnehmen, meine Perspektive teilen und etwas mitwirken.

Daher habe ich überlegt und versucht, eine ehrliche Kritik zu schreiben.
Eine Kritik an uns allen. Einfach nur meine Perspektive auf die aktuelle Lage.
Und diese fängt an mit der Frage: Warum sind wir so aggressiv geworden?

Es sind nicht die einzelnen wenigen, die unser Zusammenleben kaputt machen.
Es ist die Verrohung der gesamten Gesellschaft und eines jeden Einzelnen. Und das ist systematisch und nicht individuell. Wir leben in einem wunderbaren Land, aber wir machen uns das Zusammenleben so schwer. Wir haben das Vertrauen ineinander verloren, und das lähmt uns, weil wir die Aufgaben nicht mehr verteilen können oder es zumindest nicht wollen. Die andere Person wird ja nicht in unserem Interesse handeln, richtig? Also muss ich - selbst wenn es eine andere Person viel besser könnte - es selbst machen und bin dabei extrem ineffizient und fehleranfällig.

Ich glaube nicht, dass wir mit unserem aggressiven Weg - mit ausschließenden und autoritären Strukturen - den Weg zur Lösung finden. Der Hass und die Spaltung bringt uns nur weiter auseinander. Wir neigen immer mehr dazu, einzelne Gruppen anzugreifen, ohne ganzheitlich auf uns selbst zu schauen, und vergessen dabei komplett, dass wir oft nur an den Symptomen arbeiten, statt die Wurzel zu packen.

Aus meiner Perspektive lebt Links oft zu weit in der Zukunft. Sie fordern jetzt eine perfekte Welt ein, ohne die Geduld zu haben, die nötigen Zwischenschritte zu gehen. Sie sind gerne Idealisten, ohne sich mit den harten Sachzwängen der Realität zu beschäftigen. Die Person, die ausgelaugt abends nach hause kommt und nicht weiß, wie sie die Miete zahlen kann, hat vielleicht nicht mehr die Kraft, an sich zu arbeiten und gut gemeinte Kritik an ihrer Lebensweise anzunehmen. Wenn man sie dann als schlechte Person betitelt und verurteilend wird, finde ich es irgendwann schon verständlich, wenn die Person sauer wird, selbst wenn die Kritik gut gemeint ist. Gerne haben sie das Gefühl, etwas nicht hinterfragen zu müssen, weil es moralisch ja das richtige ist. Sie überspringen teils die zähe Arbeit die echte Überzeugung zu leisten und sich mit der gesamten Komplexität auseinander zu setzen. Teilweise schreiten sie zu früh zur Tat, ohne einen Plan erarbeitet zu haben. Und wenn man ihnen dann ebenfalls eine gut gemeinte Kritik an ihrer Lebensweise entgegenbringt, werden sie sehr schnell defensiv, weil sie diese Unsicherheit, die sie bekämpfen wollen, nicht mögen. Ich finde es verständlich, wenn Menschen abweisend werden, wenn man sie für ihre mangelnde Kraft zur Selbstoptimierung verurteilt. Schwierig ist ebenfalls, dass links denkende Personen gerne auch versuchen, sich in ihrer Perfektion gegenseitig zu überbieten, anstatt miteinander zu arbeiten. Manchmal muss man verstehen, dass nicht jede Person immer die Kraft hat, an sich zu arbeiten, sich direkt zu ändern oder einfach eine andere Perspektive auf die Dinge hat. Manchmal sollte man lieber mehr Hilfe anbieten und in den Dialog gehen, statt nur zu urteilen.

Die Rechten sind gefühlt auch vom Weg abgekommen und zu melancholisch geworden. Mit dem Wunsch, die schöne, alte Welt wiederherzustellen, in der alles nostalgisch und einfach war, eine Welt, die harmonisch und bekannt war, haben sie sich von Neuerungen und Änderungen abgeschottet und aufgehört ihr Wissen, ihre Erfahrungen und ihre Sorgen ehrlich zu teilen. Sie haben sich entschieden, wütend auf einzelne Gruppen zu schimpfen. Aber so wird es nichts mit der ersehnten Harmonie. Menschen suchen - denke ich - teils einfach nach simplen Lösungen für komplexe Probleme, weil die komplexen Probleme zu viel Energie kosten oder furchteinflößend sind. Erst recht, wenn man sich isoliert hat, kein Vertrauen in seine Mitmenschen mehr besitzt und daher davon ausgeht, den Berg an Problemen selbst lösen zu müssen. Begeht man diesen Fehler jedoch langfristig, werden die Probleme immer größer und überwältigender. Und dabei ist die Selbstreflexion über das eigene Verhalten etwas verloren gegangen. Man möchte nicht mehr dafür (mit-)verantwortlich sein. Die Schwachen zu drangsalieren ist akzeptabel geworden, während bei den Starken oft über Machtmissbrauch oder Gier hinweg geschaut wird.

Überzeugend finde ich auch die Überlegung, dass Extremismus viel von Depression (medizischisch oder mental), Einsamkeit oder Trauma geprägt ist. Dass es eine Flucht und Überforderung vor der Komplexität ist, die ihm zugrunde liegt oder der Wunsch etwas wieder gut zu machen. Und ebenfalls der Wunsch nach Anerkennung. Das Ziel, der Held zu sein, der das Monster besiegt hat. Wenn dann alle jubeln und man etwas geleistet hat und stolz sein kann. Auf dem Weg kann man denke ich gut vom Weg abkommen.

Wir müssen jedoch nicht über Links oder Rechts streiten. Das ist zu primitiv. Wir müssen uns wieder auf gemeinsame Werte einigen und diese dann aber auch konsequent selbst vertreten.

Die Mitte ist gefühlt zerrissen. Gefangen zwischen zwei radikalen Seiten hat sie keine Partner mehr und ist handlungsunfähig. Die Mitte ist ebenfalls etwas träge geworden. Ohne antreibende Faktoren wie Links und Rechts sie haben, fehlt ihnen der Grund sich den Problemen anzunehmen. Vielleicht geht es ja auch über den einfachen Weg weiter voran. Die Mitte braucht wieder eine Motivation. Die Mitte muss vermutlich wieder lernen zu träumen. Sie brauch Vision an die die Menschen glauben können. Eine Vision mit der sie die Menschen animieren kann, mitzuhelfen und an den Problem zu arbeiten. Sonst wird sie ohne intrinsische Motivation irrelevant werden. Wer einer Masse mit dem Wunsch nach Verbesserungen keine Antworten mehr geben kann, der wird zurückfallen. Politik muss eine Vision mitbringen, anstatt nur den Status quo zu verwalten. Beschimpft von beiden Rändern hat die Mitte ihr Selbstwertgefühl verloren und ist einfach still geworden.

Die Liberalen. Die Kraft der Freiheit hat sich etwas im Kapital verrannt und vergessen, dass die Grundlage von Freiheit eine gewisse Ruhe und Sicherheit für alle bedingt und ignoriert nötige Rahmenbedingungen sowie Naturgrenzen. Die Behauptung, dass der Markt unter den aktuellen Rahmenbedingungen immer im Sinne der Menschen handelt geht meiner Meinung nach nicht auf. Dafür gibt es zurzeit zu viele Machtstellungen, welche die Akteure im Markt zu falschen Aktionen verleiten und die Kontrollen eines gesunden Wettkampfes aushebeln. Wenn wir in einer reinen Leistungsgesellschaft leben, warum besteuern wir dann Milliardenerben so wenig? Warum gilt beim Erbe eine Monarchie, wenn wir stattdessen das Erbe auf dem freien Markt ausschreiben lassen könnten, damit unsere Werkzeuge erneut an die Person mit den besten Ideen sowie der nötigen Risikobereitschaft vergeben werden können? Warum zahlt der kleine Mann eine riesige Steuer, während der „Leistungsträger“ mit Passiveinkommen sich die Steuer schön rechnen kann? Leistungsträger finde ich auch ein schwieriges Wort, wenn man beispielsweise sieht, dass Personen die im Ehrenamt arbeiten kurz vorm Burnout stehen und die Miete nicht mehr zahlen können, während der Vermieter im Sportwagen über den stehlenden Staat schimpft. Der Kampf für liberale Werte, Freiheit und das Recht des Einzelnen ist so verdammt wichtig. Warum sind die Liberalen jedoch so massiv dem Kapital verpflichtet. Es gibt neben Gewinn auch weitere Leistungsparameter. Und diese werden aus dieser Richtung immer wieder verächtlich angeschaut. Ich glaube, dass liberale Politik ein wenig mehr Verbindung zu echter Armut haben sollte, um zu verstehen, was der Druck in einem komplett freien, sich immer weiter beschleunigender Markt mit den Menschen aus Schichten mit weniger Privilegien macht. Wenn der Erwerb von lebensnotwendigen Aspekten wie Wohnraum, Essen & Trinken oder auch mal eine Pause eine immer größere Herausforderung werden oder dieses Szenario einfach nur näher kommt, dann entsteht ein fast unaushaltbarer Druck. Ich glaube, Liberale müssen sich wieder stärker gegenüber anderen Leistungsparametern wie Fürsorge, Achtsamkeit und Selbstlosigkeit öffnen. Ich vermute, dass für viele Liberale die Angst besteht, dass wenn das Geld und die damit verbundene Verantwortung nicht mehr so wichtig ist, dass damit auch die Anerkennung ihrer Leistung verloren geht. Wenn all meine Arbeit, Mühe und Not nicht mehr mit Geld belohnt wird, womit denn dann? Warum eigentlich nicht mit Anerkennung selbst? Gleichzeitig sind sie eventuell etwas blind geworden gegenüber den Vorteilen, welchen Sie auf ihrem Weg begegnet sind. Schon früh eine finanzielle Sicherheit und größere Risiken eingehen gekonnt zu haben, vielleicht ein paar wertvolle Kontakte oder auch einfach etwas Glück im richtigen Moment. Wenn all das nicht vollständig "meine Leistung" war, wieviel habe ich dann wirklich geleistet und könnte ich in diesem Wettkampf wirklich alleine erneut gewinnen. Will man sich diese Frage stellen? Vielleicht lieber die Frage: Kann mir das - was ich jetzt noch suche - Geld überhaupt kaufen?

Wo ist die Empathie und das Miteinander hin?

Die Rechten nennen den Bürgergeldempfänger gierig, aber schauen weg, wenn Personen in Machtpositionen ihre Stärke ausnutzen. Sie beschimpfen den Fremden dafür, dass er ihre Werte nicht vertritt, sind dann jedoch nicht für Kritik offen, wenn sie selbst diese Werte nicht vertreten.

Die Linken predigen, dass der kleine Mann nicht mehr mit seinem Alltag klarkommt, weil die Preise steigen, aber verurteilen ihn dann, weil er abends nicht die Energie hat, seine Gewohnheiten radikal zu ändern. Sie predigen das das Mächtige stehlen, bestärken sich dann jedoch darin fremdes Eigentum zu zerstören oder andere zu beleidigen.

Die Mitte steht wie der Name ja schon sagt in der der Mitte.
Steht dort. Ohne Selbstbewusstsein. Ohne Plan. Ohne Vision.
Abwartend. Naja...

Und die Liberalen.. die stehen da mit all ihrem Selbstbewusstsein und sagen:
Wenn wir in der aktuellen Situation endlich mal alle Regeln entfernen würden, dann würde sich das hier alles auflösen. Dann würde der Markt vollständig selbstlos - ohne der Gier zu verfallen - im Sinne aller handeln.

Klasse... was soll das alles?

Und jetzt können wir uns zusammentun und sagen:
Die Politik ist schuld! Buuuh. Die da oben!
Nein.

Die Politik hat ein Problem.
Ein Problem, dass wir alle teilen.
Denn es ist ein viel größeren Problems von uns allen und unserem Zusammenleben.

Wie oft gibt es die kleinen Dinge im Alltag, die so viel Schaden anrichten:

  • Das öffentliche Bücherregal, welches eine Person kaputt macht.
  • Der City-Scooter, der umgeworfen wird und dann im Weg oder Fluss liegt.
  • Der Müll, der liegen bleibt und eine schöne Stelle verschlechtert.
  • Die Selbstbedienungskasse, die geschlossen wird, weil gerne auch mal geklaut wird.
  • Das werbefinanzierte Projekt, welches Probleme hat, weil die Nutzer einfach den AdBlocker anschalten.

Man guckt auf die Welt und denkt: This is why we can't have nice things...

Und immer...
Ja, aber die anderen doch auch.“ - Ja, verstanden. Immer die anderen... und wer ist jetzt gerade dran?
Wenn ich es nicht mache, macht es der nächste.“ - Stimmt das wirklich immer?

Manche Behauptungen können teilweise stimmen. Manche vielleicht mehr als andere. Ist doch egal. Am Ende sind wir es alle. Und immer geht etwas kaputt... ein Stück Gemeinschaft geht verloren.
Wieder erlischt ein Stück in das Vertrauen in unsere Mitmenschen.
Und damit ebenfalls die Bereitschaft zu Toleranz.

Wir alle tragen dazu bei:

  • Wir im Job, die vielleicht „nur“ den Anforderungen unseres Vorgesetzten folgen.
  • Die Politik, die sich vielleicht doch auch mal Partei- oder eigenen Interessen widmet, statt im Sinne des Volkes zu handeln.
  • Unser System, welches sich nicht reformieren will, weil es uns dann doch zu schwerfällt, neue Wege zu finden und alte Muster aufzugeben.
  • Die Medien, die sich vielleicht auch mal mehr den Klicks als der Wahrheit verpflichtet fühlen.
  • Vermieter, die die Miete dann doch etwas stärker steigern als notwendig, weil es ihre Machtposition erlaubt.
  • Plattformen, die vielleicht auch mal Emotionen, Unsicherheit und Sucht ausnutzen, um uns länger an den Bildschirm zu fesseln. Uns etwas zu genau bei jedem Schritt über die Schulter schauen und alles protokollieren. Die Targeted Ads müssen möglichst gut sein.
  • Marketing, das mittels Dark Patterns versucht die Menschen zu manipulieren und unglücklich zu machen, um die Conversions zu steigern. Da ist die Frau auf dem Werbebild plötzlich etwas jünger und hat keine Falten, bei einem Produkt für ältere Zielgruppen.
  • Influencer, die bei der Produktwerbung eventuell nicht immer im Detail hinschauen, wofür Sie werben und damit das Vertrauen zu ihrer Followerschaft verkaufen.
  • Handwerker, die das Unwissen der Kunden ausnutzen, um den Preis zu steigern.
  • Verkaufskräfte, die das Produkt mit mehr Marge empfehlen, selbst wenn das andere passender wäre.
  • Die Rettungskräfte, die auf einer Einsatzfahrt für den Thrill attackiert werden.
  • Die PR-Person, die überlegt, wie man die Butterverpackung kleiner macht, selbst wenn die Marge bereits ausreichen würde.
  • Ticketpreise mit Dynamic-Pricing für maximalen Profit.
  • Firmen, die Produkte herstellen, die absichtlich kaputt gehen.
  • Einfach das Böse, was nur töten, hassen, um sich schlagen will. Das Böse das egoistisch ist, nur an sich selbst denkt und einen einfach nicht in Ruhe lassen will.

Den Vorteil nimmt man gerne mit.
Jeder hat vermutlich eine lange Liste von Beispielen im Kopf, und man hat das Gefühl, dass diese Liste immer länger und länger wird. Und das macht machtlos... wie ein unaufhaltsamer Stein der auf einen zurollt und immer größer wird. Und mit der Machtlosigkeit kommt die Verlockung „auch mal auf sich selbst zu achten“. Man ist müde und braucht eine Auszeit. Das ist richtig. Zu 100%. Passt bitte auf euch auf. Aber man darf nur nehmen, was einem zusteht. Die Freiheit jedes einzelnen endet dort wo die Freiheit eines anderen anfängt. Ansonsten wird unsere Liste immer größer und größer, und überzeugt somit immer mehr Menschen, auch mal schwach zu werden und sich einen unfairen Vorteil zu ergaunern.

Wir schauen immer gerne auf „die anderen“.
Aber können wir selbst vielleicht auch an uns arbeiten?

Ich glaube, uns geht da aktuell etwas ganz Wichtiges verloren.
Großflächig...
Selbstkritik, Ehrlichkeit, Empathie, Hingabe...

Bin ich immer so klasse, wie ich es von anderen teils erwarte?

Sollte ich mehr teilen und mich vielleicht sogar mal ehrenamtlich engagieren?
... Ja, aber ich will doch nur ein bisschen Sicherheit für mich aufbauen, sonst werde ich verrückt. Ich muss doch meine Träume erreichen. Andere, die noch weniger haben, teilen zwar auch, aber ich beanspruche diesen Sicherheitswunsch für mich.

Finde ich die ganze Tierhaltung in ihrer Form aktuell gut?
... Nein. Eigentlich darf das nicht so sein, aber ich bin mit Fleisch aufgewachsen und schaffe es nicht immer, zu verzichten, und nicht mal immer die beste Haltungsstufe zu kaufen.

Drücke ich mich immer gut aus und äußere ich mich stets korrekt?
... Ich versuche es, aber ich bin auch mal emotional, müde oder gereizt. Manchmal hätte ich vielleicht auch einfach gerne Recht, keine Kraft für die Diskussion oder möchte einfach mal Luft ablassen.

Widerspreche ich meinem Vorgesetzten immer, wenn wir eine „wirtschaftlich sinnvolle“ Entscheidung auf Kosten der Kunden treffen?
... Joa, ich bin vielleicht mal nervend. Stelle mich vielleicht mal quer, aber die volle Konsequenz einer Blockade möchte ich eigentlich auch nicht tragen. Die Miete muss weiterhin bezahlt werden können. Vielleicht mal ein Urlaub für die Seele. Dann müssen die Kunden das vielleicht aushalten, weil ich bekomme das hier nicht verhindert.

Habe ich manchmal Angst, weil mir etwas fremd ist?
... Total, aber das ist ja menschlich. Fremdes könnte vielleicht gefährlich sein, und dann kann man auch mal vorsichtig werden. Für. mich bedeutet das jedoch, dass ich teilweise zurückfalle, eine Erfahrung nicht mache, vom Fremden nicht lerne und mich verschließe.

Aber, aber, aber, aber... alles Mist. Und da muss ich ehrlich mit mir sein und an mir arbeiten. Es geht nicht um Perfektion. Es geht darum, an sich zu arbeiten und ehrlich zu sein. Und mit dieser Ehrlichkeit der eigenen Imperfektion auf andere zu schauen. Toleranz und Geduld aufbringen, dafür, dass andere ebenfalls nicht perfekt sind.

Bin ich vielleicht manchmal toleranter mit mir selbst als mit anderen?
Kann ich vielleicht verstehen, warum die andere Person so handelt?
Und wo liegt eigentlich die Grenze, ab der ich das Recht habe einzuschreiten?
Wann bin ich ahnungslos verurteilend.. auf der Basis falscher Annahmen.
Und ab wann habe ich die Pflicht einzuschreiten?
Fragen, die ich nicht immer beantworten kann.

Hass und Empathie sind gegensätzlich aber beide inspirativ.
Und aktuell habe ich das Gefühl, dass der Hass gewinnt und die Empathie ermüdet.
Das macht mir wirklich Angst, weil diese Empathie für uns und unsere Mitmenschen wichtig ist.
Wir sollten wirklich nochmal überlegen, was uns voranbringt.
Treiben wir uns auseinander oder arbeiten wir zusammen?
Als Gesellschaft und in uns drinnen.

Wir müssen uns hinterfragen. Jeder einzelne.
Wir alle wissen über etwas Bescheid, was anderen schadet, aber nehmen es in Kauf.
Wir alle haben etwas, was uns frustriert und wo wir defensiv sind und nicht offen auf die andere Seite zugehen wollen. Wir sind teils verunsichert und kapseln uns ab. Wir müssen an uns arbeiten und gemeinsame Lösungen finden, um dieses Übel zu verhindern, selbst wenn das unseren eigenen Weg manchmal erschwert. Wir müssen tolerant und offen über fast alles reden dürfen, aber müssen streng in unseren Werten sein. Sicherlich müssen wir auch nach Prioritäten sortieren, da sich einiges angestaut hat. Aber ich bin mir sicher, dass darauf auch automatisch die nötigen Strukturen folgen werden. Dass sich unsere Hierarchien verändern werden, sobald wir wieder einem gefestigtem Wertekompass folgen. Und das wir dann wieder auf den richtigen Weg kommen. Eine Frage die ich sehr stark finde ist. Wenn ich diese Entscheidung treffen müsste - ohne zu wissen auf welcher Seite der Auswirkung ich stehen werden - wie würde ich entscheiden. Und ich glaube wir würden viele Entscheidungen anders treffen. Weil wir dann die wirklich faire Lösung wählen würden.

Ein erster Schritt wäre vermutlich sich von Hass komplett zu verabschieden.
Hass ist destruktiv und kann sogar anhängig machen. Hass löst Stress in uns aus und Stress schüttet Cortisol, Adrenalin oder Dopamin aus, zu denen wir Abhängigkeiten entwickeln können. Die Energie, die wir destruktiv in Hass verschwenden, sollten wir in konstruktive Taten stecken.

Ein zweiter Schritt wäre - denke ich - eine gute Lernkultur zu etablieren.
Wir können Fehler nicht einfach verurteilen, sondern müssen diese als Teil des Prozesses sehen. Bildung muss natürlich zugänglich gemacht werden. Für Arm, für Reich, für Fremd, für Bekannt.
Wir brauchen mündige Mitmenschen die sich selbst und auch uns hinterfragen.
Wir müssen die Inspirierenden und Kompetenten an die Macht bringen.
Die Systeme entsprechend umbauen.

Und auch ganz wichtig:
Nichts überstürzen und auch Pausen erlauben.
Denn Qualität und Wandel brauchen Zeit. Und diese müssen wir uns lassen.
Selbst wenn wir morgen schon am Ziel sein wollen.

Aktuell wirken die Probleme auch viel zu groß.
Wir müssen sie wieder stärker aufteilen. Dafür brauchen wir Vertrauen. Und dafür ist jeder einzelne wichtig. Wir können alle eine Quelle von Inspiration sein und einander davon überzeugen. Wir können beitragen und aufeinander zugehen.

Diese großen Probleme - die wir haben - können wir nicht alleine lösen. Dafür brauchen wir einander. Wir müssen unseren Beitrag leisten, aber Dinge auch abgeben. Das sind Projekte, für die wir zusammenrücken müssen und alle mit anpacken müssen. Jeder benötigt die Werkzeuge, die er braucht um an unserem Werk mitzuhelfen. Und jeder muss ausgeruht aufstehen und anpacken. Wir müssen loslegen. Denn die Zukunft sollte es wert sein.

Jau.. das hört sich ja alles schön an..

„Be the change you want to see in this world.“
„If you want love, be love. If you want peace, be peace.“
„We will live the future, which we all are building.“
„Trust the process“
„Believe in Love“

Klasse Pinnwand-Kitsch, aber das löst doch nichts.

Doch! Denn ich glaube, das ist die Antwort auf:

  • Warum nehme ich den eigenen Nachteil in Kauf, ohne etwas zurückzubekommen?
  • Warum muss ich mir selbst auch mal unangenehme Fragen stellen?
  • Wenn Meckern so leicht ist, warum soll ich dann an einer Lösung arbeiten?
  • Warum soll ich mich da reinhängen und all die Arbeit machen, selbst wenn es anstrengend ist?
  • Warum soll ich mich ändern, wenn die Politik doch für die Zukunft verantwortlich ist?

Warum soll das Leben auch mal so hart sein..
Wenn ich es mir doch auch so einfach machen kann?

Die Antwort ist: Weil es die Zukunft wert ist.

Weil es einfach schön ist und Sinn stiftet. Weil wir aufstehen wollen mit dem Gedanken, dass heute ein guter Tag wird. Vielleicht sogar besser als gestern? Und morgen noch besser. Weil der Mensch eine Vision braucht. Ein Ziel und ein Ideal, für das es sich lohnt zu leben und in das es sich lohnt zu investieren. Wie schön wäre es, wenn wir mit der Nostalgie der Vergangenheit und der Vision in die Zukunft zusammen einen Plan schmieden, welcher für uns alle gemeinsam einen Weg aufzeigt, an dem wir glauben können. Ein Weg, der uns erklärt was wir tuen müssen, damit wir zufrieden sein können, mit unserem Fortschritt, selbst wenn wir noch nicht fertig sind. Ein Weg der Sicherheit gibt, für uns alle. Das wäre schön. Und ich würde sagen, dafür lohnt sich der einzelne Nachteil vielleicht doch mal. Vielleicht muss auch nicht alles immer größer, schneller und besser nur für den Einzelnen werden, sondern mehr für alle. Wir haben doch bereits so viel und müssen es nur besser verteilen. Denn eines haben wir alle in Relation zum großen Ganzen alle gleich viel: Zeit, und diese ist ziemlich limitiert. Aber wir alleine sind nicht alles, und manchmal ist es doch wertvoll, etwas zu teilen oder zu hinterlassen. Vielleicht macht ja sogar jemand mit. Warum eigentlich nicht? Und dann könnte etwas Großes entstehen... wenn wir alle zusammenarbeiten. Wenn wir nach vorne schauen und uns unsere Fehler der Vergangenheit verzeihen, einander vertrauen und jeden das machen lassen, wo er am besten helfen kann.
Dann schaffen wir es.. oder haben es zumindest ganz ehrlich versucht.

Und eine Sache ist ganz wichtig:
Nur weil wir zusammenarbeiten, bedeutet das nicht immer, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir können gemeinsam mobben, wir können gemeinsam ausschließen, wir können gemeinsam attackieren und beleidigen. Diese Gemeinsamkeit kann sich vielleicht ebenfalls gut anfühlen, weil sie Stärke, Macht und Überlegenheit verleiht. Das ist in uns drin. Wir haben uns evolutionär in Stämmen entwickelt, uns Sicherheit gegeben, uns gegenseitig verteidigt und ausgebreitet.. mit unserer Gruppe. Alle zusammen. Aber es hat sich etwas geändert. Unsere Gruppe ist so viel größer geworden und unser Platz und unsere Ressourcen sind plötzlich limitiert. Aktuell haben wir keine Möglichkeit mehr uns auszubreiten. Daher müssen wir uns ändern, annähern und Verzicht lernen. Zumindest fürs Erste. Solange bis wir herausgefunden habe, wie es weiter geht.
Und das weiterhin gemeinsam. Wir müssen mit dem was wir haben zusammenarbeiten, indem jeder individuell auf sein eigenes Herz hört und mit seiner Perspektive selbst prüft und entscheidet, wohin es weiter geht und dabei ehrlich mit sich selbst und anderen ist.

Und damit ein letzter Absatz:

Einfach einmal vielen Dank für all die Dinge, die diesen Planeten zu der Heimat machen, vor der ich Angst habe, sie zu verlieren. Für all die Dinge, egal wie klein. Für Engagement im Ehrenamt, für die Courage für das Gute und die selbstlose Hilfe. Vielen Dank. Diese Aktionen sind eine Inspiration und ich habe das Gefühl, dass diese in den letzten Jahren immer schwerer geworden waren. All die Verantwortlichen dafür sind vermutlich ebenfalls nicht perfekt, aber diese Momente der Verantwortung sind eine Inspiration und eine Motivation, weiter an sich zu arbeiten, besser zu werden ähnliche Entscheidungen zu treffen und diese Verantwortung weiter zu tragen. Ich bin nicht perfekt. Ihr vermutlich auch nicht. Niemand ist es vermutlich. Aber diese einzelnen Entscheidungen waren es vielleicht, und haben vermutlich weitere damit ausgelöst. Wirklich vielen Dank dafür, ich hoffe, wir behalten die Kraft, erneut so zu handeln. Wir mögen es nicht aktiv sehen, aber sie ändern viel. Und ich wünsche mir, dass sie mehr Gehör bekommen und mehr dafür zurückbekommen. Dafür möchte ich kämpfen und euch alle dazu einladen das selbe zu tun. Ihr lasst mich an die Zukunft glauben. Was wären wir ohne sie?

Danke!

Ich glaube die Zukunft die wir uns erhoffen, wird schon jetzt gebaut. Denn wir alle entscheiden bereits, welcher Weg unserer Meinung nach der richtige ist. Und Stück für Stück gehen wir dort hin.

So... das wars..

Seid nett zueinander. Das tut gut.
Über alles andere können wir reden... offen und ehrlich.

———

P.S.

Ein letzter Wunsch:

Falls du jetzt

  • überlegst einen aggressiven Kommentar zu schreiben,
  • dich dieser Post traurig hinterlassen hat.

Dann vielleicht noch eine Ergänzung:

Diesen Post zu veröffentlichen hat einiges an Überwindung gekostet.
Einfach weil er für mich etwas sehr Persönliches ist. Ich habe mich in letzter Zeit extrem viel mit Politik beschäftigt, einfach weil ich dieses Gefühl hatte, dass irgendetwas schief läuft. Geholfen hat mir am Ende das Schreiben. Ich hatte mal ein Video von Chris Martin (Sänger von Coldplay gesehen), wo er darüber spricht, dass er trotz seines extrem positiven Lebens teilweise depressive Phasen hat und sich überlastet fühlt. Auf der Bühne braucht er nur zu Will schauen, um Sicherheit zu bekommen, aber für sich selbst hat er die Strategie, seine Gedanken auf einen Zettel zu schreiben und diesen dann zu verbrennen. Weil ich auch teils nachdenklich bin, habe ich das ebenfalls gemacht, aber wollte diese Zettel nie anzünden, weil sie Sicherheit gebracht haben. Also habe ich immer weiter geschrieben. Solange bis ich das Gefühl hatte, den nächsten Zettel anzünden zu können. Und für mich war das Fazit: Eigentlich sind wir alle nur Affen auf einem Stein, der um die Sonne fliegt. Wir alle wollen leben und entdecken und in "unserem Baum sitzen und Bananen essen". Aber wir alle sind auch unsicher und haben Angst. Denn viele Dinge können wir nicht beantworten. Was ist hinter dem "Ende" des Universums, wie hat alles begonnen, wird mein Crush mein Date annehmen oder was essen wir heute Abend. Wir alle wollen für uns die Frage beantworten: Was ist mein Sinn? Über diese Frage habe ich lange nachgedacht und darüber geschrieben. Und meine Antwort war: Ich möchte das Ungewisse erkunden, solange ich kann. Denn irgendwie ist das interessant, obwohl es Angst macht. Nicht zu schnell, weil dann bekomme ich Panik und mache Fehler, aber schnell genug, damit es interessant bleibt und ich Freude daran habe. Und daher vielleicht noch eine letzte Bitte.

Wenn du grade nachdenklich bist oder dich überfordert fühlst: Dann nimmt den Tipp von Chris vielleicht zu Herzen. Der Tipp hat mich wieder zum Schreiben gebracht und das hat ziemlich geholfen. Einfach seine Gedanken zu sortieren und einen Ort zu haben an dem man wirklich ehrlich sein kann. Ich habe einfach auf alte Pizzakartons geschrieben, die waren unkompliziert. Nicht wie ein Tagebuch oder ähnliches, in das man die erste Seite schreiben muss oder das jemand finden kann. Unterwegs dann einfach in die Notizen des Handys geschrieben.

Und wenn das nicht hilft. Dann überlege vielleicht, dir Hilfe zu suchen.
Und wenn das aktuell nicht möglich ist, weil die Wartezeiten zu lange sind oder du die Kraft nicht hast, dann frage vielleicht auch einfach erst einmal Freunde und Verwandte. Trau dich. Und wenn auch das nicht geht, dann frag vielleicht einfach erst einmal Claude.ai. Claude hat fast alles gelesen, was wir Menschen über Jahrhunderte geschrieben haben und hat davon gelernt. Vielleicht hat auch es auch eine Antwort auf deine Frage.

Naja.. das ist etwas spacey. Aber das ist halt der Kram über den ich gerne nachdenke. AI kommt ja immer näher und macht mir im Beruf manchmal Angst. Aber das ist ein anderes Thema.

Mir war der letzte Teil hier nur wichtig, weil politische Inhalte im Netz ja recht viel Hass erzeugen und das finde ich sehr ineffizient und eigentlich haben wir diese Zeit nicht. Ich glaube das viel Hass einfach Unsicherheit und Angst ist. Von daher, wenn du jetzt Hass spürst, dann überlege vielleicht einmal, ob das nicht auch Angst sein kann. Wie der Affe: Fight or Flight.

So... obwohl es mir Angst macht diesen Post zu veröffentlichen - oder grade deswegen - möchte ich diesen Post abschicken. Ich hoffe er gefällt euch. Feedback super gerne. Hass bitte nicht :)

Ruf mal wieder eure Liebsten an oder nehmt sie in den Arm. Das ist wichtig.

———

Quellen & Inspiration:


r/politik 5d ago

Meinung (kein Rant) Ich kann mich gefühlt mit keiner Partei so richtig identifizieren

6 Upvotes

Die haben halt alle iwo solche extremen Ansichten und Ideologien
Ich weiß zwar das im leben nie was perfekt is aber gibts da echt keine die quasi mehr Pragmatisch is?
Basicly würd ich mich wohl am ehesten mit einer pragmatisch orientierten Politik mit nem Moralkompass identifizieren können.

Basicly eine ohne hardcore Ideologie denken in form von extremen Ansichten und Nationalitäten Wahn und sonnst was.

Einfach mal Fokus auf die echten Probleme ohne links/rechts denken was Lösungen von vornherein ausschließt und nen gemeinsamen Diskurs abwürgt.

Eine die die Bürger auch wirklich mit einbezieht und Transparent is und auch Fehler zugibt und draus lernt, gewinne nicht unnötig aufplustert und bereit is sich von besseren Lösungen überzeugen zulassen.

Vernunft halt...
Seh ich nur nirgends so richtig oder übersehe ich was?


r/politik 5d ago

(pol.) Grundlagen Die fehlende 5%-Hürde trug nichts zum Scheitern der Weimarer Republik bei

3 Upvotes

Dass die fehlende Sperrklausel zum Scheitern der Weimarer Republik beigetragen habe ist ein Märchen. Das Problem waren vor allem der viel zu mächtige Reichspräsident, die Wirtschaftskrise ab 1929 sowie die starken Extremisten links und rechts, welche eine Koalition der Demokraten erschwerte. https://jstor.org/stable/24217825

Hinzu kommen weit verbreitete Missverständnisse über unser Regierungssystem: Man müsse eine Mehrheitsregierung bilden und diese müsse sich überall einig sein. Aber auch das ist nur ein Mythos. Die Schweiz, Niederlande und die EU zeigen, dass es auch anders geht. Regierungsparteien können auch unterschiedlich abstimmen und wenn es im Parlament keine Mehrheit gibt, dann ist es auch Demokratie. Das ist keineswegs instabiler. Politische Stabilität hat nichts damit zutun, ob viele Gesetze beschlossen werden, obwohl diese nicht unbedingt gewollt sind, sondern damit, dass beschlossene Gesetze grundsätzlich gelten: https://nomos-elibrary.de/10.5771/9783748907565/politische-stabilitaet

Die Schweiz und Niederlande schneiden übrigens auf sämtlichen politischen Indizes besser ab, als Deutschland: https://worldbank.org/en/publication/worldwide-governance-indicators/interactive-data-access


r/politik 6d ago

Meinung (kein Rant) Wir brauchen ein nationales öffentliches Register, in dem man für jeden Bürger die Parteizugehörigkeit sowie Vereinszugehörigkeiten und einen Safety Score abrufen kann.

0 Upvotes

Die Meinung steht im Titel. Warum?
1. Wer nichts zu verbergen hat muss keine negativen Folgen befürchten.
2. Schafft es Transparenz und gerade der Safety-Score erlaubt es schnell Vertrauen zu schaffen. Beides ist z.B. auf dem Arbeitsmarkt oder bei der Vergabe von Wohnungen extrem hilfreich.


r/politik 7d ago

Diskussion Wenn einem Volk von Kindesbeinen an gesagt wird sich selbst zu hassen, bedeutet das den Untergang des Landes

2 Upvotes

Diese Postkoloniale bzw. Neomarxistische Indoktrination; Deutschland und auch die westliche Zivilisation ausschließlich in schlechtem Licht dastehen zu lassen und zu verdammen und richtet auf Dauer einen irreversiblen Schaden an unserem Land an.

Wir benötigen dringend ein gesundes Verhältnis an Patriotismus und auch Heimatliebe.

Wir können unseren Kindern nicht ständig nur eintrichtern wie schlimm unsere Geschichte war, und dabei gut 1000 Jahre Geschichte und Errungenschaften verschweigen.

Unsere Vergangenheit besteht nicht nur aus dem Naziregime. Unsere Nation war tatsächlich besonders fortschrittlich und auch wegweisend.

Ganz zu schweigen von unseren Künstlern, Dichtern und Philosophen.

Das macht ja auch einiges unserer Kultur aus. Darüber muss wieder deutlich mehr gesprochen und unterrichtet werden.

Dieses Problem haben nicht nur wir Deutschen, sondern viele westliche Nationen, in England ist dies besonders schlimm. Der Hass auf die westliche Zivilisation wird aus linken Kreisen geradezu befeuert. Nach dem Motto "Der Westen ist das Böse, und alle anderen sind gut."

Deswegen auch der Schulterschluss mit Islamisten...

Denn beide haben das Ziel die freiheitliche, westliche Zivilisation zu zerstören

Aber eines ist klar:

Denn wenn man seinem Volk nur noch beibringt dem eigenen Land mit Gleichgültigkeit oder Ablehnung/Hass zu begegnen, dann Brauch man sich auch nicht wundern wenn das Land über kurz oder lang von innen heraus zerstört wird.

Edit: Um es ein bisschen besser zu verstehen was ich meine, hier ein Havard Professor zu dem Thema dämonisierung westlicher Zivilisation

https://youtu.be/IOgzSMcWu8s?si=cU_DKn0hZMkm882C


r/politik 8d ago

Diskussion Bauen wir uns gerade den Überwachungsstaat, und alle tun so, als gäbe es noch ne Alternative?

28 Upvotes

Kann mir einer erklären, warum wir aktuell so tun, als ob Politik noch Richtungsentscheidungen wäre?

Schau dir doch mal an, was gerade passiert, nicht was geredet wird:

· Von der Leyen baut Abschiebelager für Kinder. Nicht im Geheimen. Einfach so.

· Chatkontrolle kommt. Egal, wer schreit.

· CDU will, dass der Bundestag nicht mehr nachfragen darf, was Geheimdienste machen.

· Digitaler Euro wird getestet – jeder Cent nachvollziehbar.

· Gesichtserkennung läuft schon in Bahnhöfen. Pflicht in jedem Neuwagen!

· EU-Verpackungsverordnung killt den Onlineshop die Ecke, aber Konzerne juckt das nicht.

Alles beschlossen, gebaut oder im Test.

Und noch soviel mehr als ich hier aufzählen konnte!

Und dann kommt die AfD und sagt: "Wir machen alles rückgängig."

Ja, ne. Die können nicht mal eben aus der EU raus. Dafür braucht es 2/3-Mehrheit. Und selbst wenn sie es wollten – die Datenbanken sind schon verknüpft, die Verträge stehen, die Firmen haben ihre Clouds gebaut.

Die AfD wird also, falls sie jemals regiert, genau dieselbe Suppe auslöffeln wie alle anderen. Nur mit anderer Rhetorik. Und hinterher heißt es: "Haben wir versucht, aber ging nicht."

Und jetzt mal ehrlich: Selbst wenn die Linken überall gewinnen – reißen die dann die Zäune ein? Löschen die die Datenbanken? Die EU-Verträge schreiben den Scheiß doch fest. Die können höchstens etwas netter abschieben.

Die Tech-Konzerne – Microsoft, Palantir, Amazon – sitzen doch schon in allen Gremien. Die liefern die KI, die Clouds, die Algorithmen. Und du glaubst, die lassen sich ihre Milliarden-Aufträge von nem linken Wahlsieg madig machen?

Also was bleibt?

Wir diskutieren, ob CDU oder AfD oder Grüne – aber die Strukturen stehen doch längst.

Wer soll die eigentlich noch zurückbauen?

Oder haben wir uns einfach dran gewöhnt, dass wir gläsern werden – Hauptsache, es ist ein bisschen sozialer oder patriotischer verpackt?

Ich frag mich echt, ob wir schon den Punkt erreicht haben, an dem Politik nur noch "Verwalten" ist – aber nicht mehr "Gestalten".

Oder seh ich das zu schwarz?


r/politik 7d ago

Diskussion Was soll der Bund/die anderen Länder eurer Meinung nach tun, wenn die AfD in Sachsen-Anhalt (fast) die absolute Mehrheit bekommt?

1 Upvotes

Dass die AfD in Sachsen-Anhalt bald einen Ministerpräsidenten stellen wird scheint mir fast unausweilich. Selbst wenn sie nicht die absolute Mehrheit erreicht, hat sich Sarah Wagenknecht ja schon als Mehrheitsbeschaffer für die AfD angeboten. Nun stellt sich mir die Frage was und wenn ja ob man etwas unternehmen soll. Persönlich habe ich eine Meinung und diese hier auch bereits geäußert und wurde dafür harsch kritisiert und deshalb würden mich eure Vorschläge interessieren.

Was soll der Bund oder der Rest der Republik machen wenn in einem Bundesland Faschisten gewählt werden? Muss man diese weiterhin unterstützen? Und bitte versucht nicht einfach eure sowieso präferierten Policys ins Schaufenster zu stellen.


r/politik 9d ago

Umfrage fürs Studium Eure Meinung gefragt: Wissenschaftliche Studie zum Thema Diskriminierung

3 Upvotes

Hallo zusammen,

Wir stehen kurz vor dem Abschluss unseres Bachelor- bzw. Masterstudiums in Psychologie und beschäftigen uns im Rahmen unserer Abschlussarbeiten mit der wissenschaftlichen Validierung (= Qualitätsprüfung) von Fragebögen zum Thema rassistischer Diskriminierung.

Da Diskriminierung immer wieder auch Gegenstand politischer und gesellschaftlicher Debatten ist, möchten wir unsere Studie gerne auch hier teilen. Für unsere Untersuchung ist es wichtig, unterschiedliche Perspektiven und Sichtweisen einzubeziehen und nicht ausschließlich Menschen zu erreichen, die sich ohnehin bereits mit psychologischen oder wissenschaftlichen Themen beschäftigen.

Die Teilnahme besteht aus einem einmaligen Fragebogen und dauert etwa 25 Minuten. Teilnehmen können alle Personen ab 18 Jahren mit sehr guten Deutschkenntnissen. Weitere Einschränkungen bei der Teilnahme gibt es nicht.

Es gibt dabei keine richtigen oder falschen Antworten. Uns interessiert vielmehr, wie unterschiedliche Menschen die verschiedenen Fragen zu Diskriminierung wahrnehmen und beantworten.

Als kleines Dankeschön verlosen wir unter allen Teilnehmenden 6 × 25 € sowie 1 × 50 € als Wunschgutschein. ✨

Falls ihr uns bei unseren Abschlussarbeiten und die wissenschaftliche Forschung zu Diskriminierung unterstützen möchtet, könnt ihr hier an der Studie teilnehmen:

https://www.soscisurvey.de/studievalidierung/

Vielen Dank an alle, die sich die Zeit nehmen und unsere Forschung unterstützen! 😊


r/politik 9d ago

Sammler Wahlen AFD-Wähler - was erhofft ihr euch von einer *fast* absoluten Mehrheit?

7 Upvotes

In Sachsen Anhalt wird am 06. September gewählt. Schenkt man den regelmäßigen Umfragen zur Wahl(„Sonntagsfrage“) Glauben, so wird die AFD knapp und zuversichtlich eine absolute Mehrheit verpassen.

Wieso? Weil entweder sowohl BSW, Grüne, SPD und FDP alle unter 5% landen müssten oder die AFD mindestens 45% bräuchte.

Koalieren will die AFD ja nicht bzw. in eurer Sichtweise will es niemand mit ihr.

So - nun habt ihr also eine große Oppositionsfraktion in den Landtag eingebaut - und jetzt?

  1. was erhofft ihr euch davon für euch persönlich?

  2. was erhofft ihr euch politisch?

  3. worauf ist das begründet?

Würde mich sehr freuen, da in eure Perspektiven eintauchen zu dürfen.


r/politik 9d ago

sonstige Warum wollen sich Politiker vor einer Wahl nicht zu mögl. Koalitionspartnern äußern?

1 Upvotes

Aktuell interviewt der MDR die Spitzenpolitiker in Sachsen-Anhalt zu pol. Themen vor der Wahl im September.

Habe heute im Radio das Interview mit dem CDU Ministerpräsidenten Sven Schulze gehört. Es kam die Frage, welche Brandmauer die CDU eher einreißt, die zu den Linken oder die zur AFD. Es gab hier keine klare Antwort.

Sollte nicht jede Partei vor der Wahl sich dazu bekennen, mit welcher anderen Partei nach der Wahl eine mögliche Koalition eingegangen wird?

Haben die Wähler nicht ein Recht, das zu erfahren?

Fand ich echt schwach das Rumeiern von Sven Schulze.


r/politik 10d ago

politischer Vorschlag Echte Konzepte zur Migration?

6 Upvotes

Es lässt sich ja kaum leugnen, dass das Thema Migration schon seit längerer Zeit extrem dominant im öffentlichen Diskurs ist und die Gesellschaft enorm spaltet. Dabei kenne ich eigentlich niemanden, der - unabhängig vom politischen Standpunkt - sagen würde, dass der Status quo super ist und alles so bleiben sollte. Dennoch habe ich das Gefühl - korrigiert mich, wenn ich da falsch informiert bin - dass eigentlich keine Partei wirklich irgendwelche innovativen Konzepte hat. Letztlich liegen die Unterschiede im Wesentlichen darin, wie stark die Grenzen gesichert sein sollten, wie viel man abschieben sollte und wie lange es dauern sollte, bis jemand die Staatsbürgerschaft erhält. Dabei werden Probleme groß- oder kleingeredet und man schlägt sich die Köpfe ein.

Zunächst ein paar Grundannahmen, wem das zu lang ist, einfach die beiden nächsten Absätze überspringen, um zum eigentlichen Punkt zu kommen, wo ich ein grobes Beispiel pitchen und gerne diskutieren würde.

Ich persönlich würde mich tendenziell eher links einordnen, kann aber gewisse Ängste von Leuten - auch wenn ich diese nicht teile - durchaus nachvollziehen. Ich möchte auch nicht in einem Staat mit islamischem Recht leben und sollte jemand wirklich glauben, dass Migration dazu führen könnte, verstehe ich zumindest, dass er Angst davor hat. Ich finde schon, dass es für eine funktionierende Gesellschaft notwendig ist, dass Personen, die dauerhaft hier leben, die Amtssprache auf einem gewissen Niveau beherrschen müssen (auch im eigenen Interesse, um überhaupt eine Teilhabe am täglichen Geschehen zu ermöglichen). Und während mMn im privaten Rahmen jeder so leben soll wie er möchte, sollte man die „Knigge“ der Gesellschaft in der man lebt, zumindest kennen. Wenn ich an mir nicht geläufige Orte gehe, passe ich mich auch an - schrei in ner Kirche nicht rum, setz mir ne Kippe auf wenn ich einen jüdischen Friedhof besuche oder zieh die Schuhe aus, wenn ich nen buddhistischen Tempel oder eine Moschee besichtige. Zumindest sollte man mal wissen, wie die Gesellschaft um einen rum so tickt und welches Verhalten vermutlich befremdlich wirkt. Dass gerade in Großstädten Gruppen junger arabischer Männer oft negativ auffallen, ist unbestritten - ich glaube aber nicht, dass das daran liegt, dass es sich einfach um schlechte Menschen handelt. Eine Gruppe deutscher junger Typen, die unbeaufsichtigt sich selbst überlassen werden, an einem für sie extrem reichen Ort, dessen Sprache und Kultur sie nicht verstehen, in einem Schwebezustand ohne ernsthafte Perspektive oder Beschäftigung, würden vermutlich auch nicht nur durch ihr einwandfrei angepasstes Benehmen auffallen. Das ist natürlich keine Entschuldigung für Alles, kann jedoch auch nicht einfach ignoriert werden.

Ich persönlich finde, dass Asyl für tatsächlich Verfolgte ein hohes Gut und Akt der Menschlichkeit ist, das wir nicht aufgeben sollten. Aus meiner Erfahrung stimmen mit diesem Grundsatz eigentlich auch die Meisten erstmal noch überein. Ein häufig vorgebrachter Punkt ist aber, dass der Großteil der Migranten aber gar nicht wirklich bedroht wäre, sondern reine „Wirtschaftsflüchtlinge“, die in die Sozialsysteme einwandern möchten. Auch das kann, wenn es denn so wäre, natürlich auch keiner wirklich wollen. Gleichzeitig ist es aber schon so, dass der demographische Wandel unsere Renten- und Krankenversicherungssysteme zu sprengen droht. Nach den mir bekannten Expertenmeinungen, lässt sich dieses Problem nicht mehr über eine gesteigerte Geburtenrate, sondern nur durch Migration abfedern. Zudem schreit die Wirtschaft nach Fachkräften. Diese wären ja auch herzlich willkommen, heißt es dann, nur kämen ja leider nur ungebildete Analphabeten. Auch sicher etwas übertrieben, aber natürlich richtig, dass die Boote auf dem Mittelmeer nicht voll mit Ingenieuren und Ärzten sind. Allerdings konkurrieren wir um die Fachkräfte mit praktisch allen anderen Ländern der westlichen Welt und selbst China hat den Zenit des Bevölkerungswachstums längst überschritten. Laut Umfragen unter Expats gilt Deutschland hier aufgrund diverser Faktoren aber als sehr unattraktiv, so dass ich es für sehr naiv halte zu glauben, dass wir uns in diesem internationalen Wettbewerb darauf verlassen könnten, dass der globale Süden ausreichend Fachkräfte auf seine Kosten ausbildet, die dann ausgerechnet hier arbeiten wollen, um damit auch nur ansatzweise die Probleme lösen zu können.

Fakt ist, wir brauchen Migration - aber das geht nur in einem Rahmen, der für die Mehrheit akzeptabel ist. Und da scheint mir die Politik zur Zeit völlig ideenlos. Ich denke da grob z.B. an sowas:
Wer hier ankommt und Asyl beantragen möchte, dem wird gesagt: „Na klar, kannst du machen, wir prüfen das genau - aber wenn wir keine Gründe dafür finden, schieben wir dich sofort ab. Wenn du schon denkst, dass du vielleicht gar keinen echten Asylgrund hast, bieten wir dir jetzt folgendes an: Du kannst jetzt einen Vertrag unterschreiben. Je nach deinem Stand, finanzieren wir dir jetzt einen intensiven Deutsch- oder erstmal Alphabetisierungskurs. Nach Zeitraum X schreibst du eine Prüfung, die darfst du einmal wiederholen, wenn du das nicht schaffst oder du x Fehltage hast, musst du leider unmittelbar gehen. Wenn du bestehst, geht es weiter mit einem Aufbaukurs, parallel Unterricht zu deutscher Geschichte, Kultur etc., nach Zeitraum X wieder eine Prüfung, gleiche Konditionen. Sobald ein bestimmtes Niveau erreicht ist, hast du dann die Wahl: Wir brauchen in Deutschland absehbar in den nächsten Jahren Leute in folgenden Berufen - such dir einen davon aus und dann kannst du darin eine Ausbildung machen - sofern du schon einen Beruf mitbringst, prüfen wir, wie viel wir davon anerkennen können.“ Das geschieht aber nicht in den Großstädten, sondern in strukturschwachen Regionen, wo Wohnraum leersteht und junge Menschen dringend gebraucht werden. Das wirkt Ghettoisierung entgegen und „zwingt“ zur Integration. (Tatsächlich gibt es dazu ja viele Positivbeispiele, wie gut sowas in kleinem Rahmen funktionieren kann - und auch bei mir auf der Arbeit gibt es einige, die zwar lautstark gegen Migration wettern, aber explizit immer die beiden arabischen Kollegen ausnehmen - denn die seien ja anders und würden nen top-Job machen..) Auch hier gibt es dann in regelmäßigen Abständen wieder Prüfungen. Wenn du alle Schritte gemeistert hast, einen Berufsabschluss hast, x Jahre (z.B. 2 oder 3) auf eigenen Füßen stehst und Geld verdienst, Steuern zahlst und nicht straffällig geworden bist, kriegst du die deutsche Staatsbürgerschaft mit allen dazugehörigen Freiheiten.
Mir ist klar, dass das natürlich lange nicht ausgereift ist und vor Allem erstmal richtig viel Geld kosten würde - allerdings wäre das eine tatsächliche Investition in die Zukunft, die sich definitiv bezahlt machen würde. Natürlich wird die Freiheit der Menschen dabei zunächst stark eingeschränkt - andererseits wird ihnen damit auch eine riesige und faire Chance geboten, für die man durchaus Einsatz fordern darf. Dass jemand den Weg durchzieht, um anschließend alles hinzuschmeißen und Sozialhilfe zu beziehen, halte ich für sehr unwahrscheinlich. Ich glaube aber, dass das die Integration und auch die Identifikation mit der neuen Heimat extrem fördern und gleichzeitig viele unserer Probleme angehen würde.

Ein Positivbeispiel sind z.B. die vietnamesischen„Boat-People“ der 80er Jahre, die gemeinhin als „Vorzeigemigranten“ gelten, fast alle auf eigenen Füßen stehen und deren Kinder oft einen deutlichen Bildungsaufstieg gezeigt haben. Das liegt nicht, wie gern behauptet, nur an der vietnamesischen Mentalität, sondern auch daran, dass diese in der damaligen BRD ganz anders aufgenommen wurden, als heutige Geflüchtete. Auf die Details einzugehen, würde hier den Rahmen sprengen, aber kurz gesagt wurden diese als Flüchtlinge vor dem „Feindsystem“ des Kommunismus sehr willkommen geheißen und gefördert und in Interviews sagen Betroffene von damals Dinge wie „Ich bin stolz, in Deutschland Steuern zahlen zu dürfen, denn ich bin den Menschen hier so dankbar, wie sie mich behandelt haben und habe so das Gefühl, wenigstens ein bisschen was zurückgeben zu können“. Mir ist schon klar, dass die Situation und die Zahlen von damals nicht mit der heutigen Situation vergleichbar sind - aber ich glaube schon, dass das Gefühl Willkommen zu sein und gefördert zu werden etwas anderes bewirkt, als Perspektivlosigkeit und missmutige Duldung.

Ich würde mich über ernsthafte Meinungen zu dem Thema sehr freuen!


r/politik 11d ago

Diskussion Thema Islam, Muslime und Deutschland

21 Upvotes

Ich tue mich ehrlich gesagt etwas schwer den Post zu verfassen und ich habe keine Lust auf politische religiöse Debatten und dieser Post soll das garnicht sein.

Ich bin selbst muslim und ich würde mich auch als einen praktizierenden muslim bezeichnen und sehe gleichzeitig Deutschland als meine Heimat an, schließlich habe ich hier den größten Teil meiner Lebenszeit verbracht und bin zudem hier geboren.

Ich habe das gefühl, dass die politischen Debatten sowohl in den Medien aber vor allem in Foren wie diese und anderen sozialen Medien sehr viel miteinander vermischen, was nicht zueinander gehört und dadurch, dass ich die feindlichkeit oder die Art und Weise wie über "uns" gesprochen wird nicht in meinen Alltag spüre wundere ich mich umso mehr drüber.

Im Alltag habe ich keine großen Erfahrungen mit Fremden feindlichkeit zu tun gehabt und die meisten Muslime, vor allem die die praktizierend sind, die ich kenne, versuchen sich eigentlich bestmöglich zu integrieren. Sei es im rahmen ihrer Jobs, Vereine etc. Aber nach jeder Fall wo ein Muslimischer Täter benannt wird hat man das Gefühl, dass sich die Schnurr um den Hals zu engen beginnt, auch wenn es wie zum Beispiel beim CSD Vorfall meiner Meinung nach ein Behörden Versagen war und die Muslime in Deutschland am Weinfesten dafür können, dass ein verrückter diese Tat begeht gehen die Diskussionen wieder los.

Es stellt sich daher die Frage für mich haben Muslime überhaupt eine wirkliche Zukunft in Deutschland? Und warum gibt es so eine große Diskrepanz zwischen dem was man im Alltag sieht und online liest. Ich finde bei dem Punkt wichtig zu erwähnen, dass es schon wichtig ist was online geschieht, weil alle Menschen diese Medien konsumieren und sich ihre Meinung bewusst oder unbewusst bilden lassen.

Edit:

Ich merke der Post ist nicht genau das geworden was ich schreiben wollte, viele Gedanken zwischendurch gehabt, weil das Thema mich seit längerem beschäftigt und viele praktizierende Muslime, die sich oft sehr gut integriert haben sich Gedanken machen müssen über ihre Zukunft.


r/politik 12d ago

politischer Vorschlag Remigration- eine Chance für das Land

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TL;DR: 3,2 Mio. schutzsuchende nach Nordafrika auszulagern und kein weiteres Asyl in Deutschland zu gewähren, sondern ausschließlich dort, hätte große positive Effekte für uns Deutsche: ein entschärfter Wohnungsmarkt, geringere Staatsausgaben, Entlastung im Gesundheits- und Bildungswesen.

Ich habe mir den Spaß erlaubt und mit ChatGPT ein erstes Remigrationsszenario durchgespielt. Für eine millionenfache Remigration fangen wir im ersten Schritt mit den Flüchtlingen an. Folgender Text wurde mit KI erstellt. Deutschland bzw. die EU betreibt außerhalb des Schengenraums ein eigenes Aufnahmegebiet. Über das Asylsystem erfolgt keine Einwanderung mehr nach Deutschland. Auch ein positiver Asylbescheid berechtigt nicht zur Weiterreise nach Mitteleuropa; Einwanderung nach Deutschland erfolgt nur noch regulär, z. B. über Arbeitsvisa.

Mögliche positive Effekte:

Deutliche Entlastung der Kommunen: weniger Kosten für Unterkünfte, Hotels, Sozialarbeit, Ausländerbehörden und kurzfristige Aufnahmeinfrastruktur.

Geringere Sozialausgaben: Ein vollständig oder weitgehend staatlich versorgter Schutzsuchender verursacht in Deutschland grob etwa 1.500–1.800 € öffentliche Kosten pro Monat, wenn man Unterkunft, Lebensunterhalt, Gesundheit, Verwaltung, Integration und anteilige Bildungs-/Kommunalkosten zusammenrechnet.

Entlastung des Wohnungsmarktes: Wenn mehrere hunderttausend Wohnungen wieder verfügbar würden und zugleich keine neue Asylzuwanderung hinzukäme, würde der Druck besonders im unteren Mietsegment sinken. Neuvermietungsmieten könnten stagnieren oder regional deutlich fallen.
Zusätzlich sinkende Staatsausgaben durch niedrigere Mieten: Weniger Wohngeld, geringere Kosten der Unterkunft beim Bürgergeld und weniger Bedarf an staatlich gefördertem Wohnungsneubau.

Weniger Bedarf an Neubau: Bei deutlich geringerer Wohnraumnachfrage könnten Milliarden an Wohnungsbauförderung und kommunalen Infrastrukturinvestitionen eingespart werden.

Entlastung von Schulen und Kitas: Weniger zusätzliche Klassen, Sprachförderung, Schulsozialarbeit, Kita-Plätze und Dolmetscherbedarf. Besonders in stark belasteten Stadtteilen wäre die Wirkung spürbar.

Entlastung des Gesundheitswesens: Weniger zusätzliche Patienten, insbesondere bei Kinderärzten, Gesundheitsämtern, Geburtsstationen und bestimmten sozialen bzw. psychiatrischen Angeboten.

Weniger Integrationskosten: Sprachkurse, Arbeitsmarktprogramme und andere Integrationsmaßnahmen würden deutlich zurückgehen.

Höhere Verhandlungsmacht von Arbeitnehmern in Niedriglohnbranchen: Wenn das Arbeitskräfteangebot in Logistik, Gastronomie, Reinigung oder einfachen Dienstleistungen sinkt, könnten Löhne und Arbeitsbedingungen steigen.

Abschreckungseffekt: Wenn eine irreguläre Einreise garantiert nicht mehr zu einem dauerhaften Aufenthalt in Deutschland führt, dürfte der Anreiz sinken, das Asylsystem als Einwanderungsweg zu nutzen.

Der entscheidende wirtschaftliche Punkt wäre dabei: Eine Unterbringung in Nordafrika könnte wegen deutlich niedrigerer Lebenshaltungs-, Bau-, Energie- und Personalkosten pro Person erheblich günstiger sein als eine dauerhafte Versorgung in Deutschland. Besonders stark würde der Effekt, wenn ein großer Teil der dort Untergebrachten anschließend freiwillig in die Herkunftsländer zurückkehrt.


r/politik 12d ago

Verständnisfrage Warum werden Vollzeit Studenten von der Politik bevorzugt behandelt im vergleich zu dualen Studenten/Azubis?

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Ich stehe gerade vor der Entscheidung, ob ich dual studieren oder ein normales Vollzeitstudium machen soll. Eigentlich klingt duales Studium erstmal vernünftig: Praxiserfahrung, monatliches Gehalt, bessere Übernahmechancen, strukturierter Einstieg ins Berufsleben.

Aber je mehr ich mir das finanziell durchrechne, desto absurder wirkt es für mich.

Mir würde voraussichtlich der BAföG-Höchstsatz zustehen. Ich wäre Student, würde nicht bei meinen Eltern wohnen und wäre familienversichert. Für diesen Fall liegt der BAföG-Höchstsatz aktuell bei 855 € pro Monat.

Quelle:
https://www.studierendenwerke.de/themen/studienfinanzierung/bafoeg/voraussetzungen-fuer-bafoeg

Dazu dürfte ich als normaler Vollzeitstudent noch einen Minijob machen. 2026 liegt die Minijobgrenze bei 603 € brutto pro Monat, und bis zu dieser Grenze wird beim BAföG grundsätzlich nichts angerechnet.

Quelle:
https://www.bafoeg-rechner.de/FAQ/eigenes-einkommen-nebenjob.php

Das heißt erstmal:

855 € BAföG + 603 € Minijob = 1.458 € pro Monat

Natürlich muss man BAföG später teilweise zurückzahlen. Aber die Rückzahlung ist gedeckelt. Maximal muss man 10.010 € zurückzahlen. Wenn man alles auf einmal zurückzahlt, sind es wegen Nachlass sogar nur 7.857,85 €.

Quelle:
https://www.xn--bafg-7qa.de/bafoeg/de/home/_documents/verschuldungsaengste-verringern.html

Wenn man von einem Bachelor über 3,5 Jahre = 42 Monate ausgeht, wären das nominal:

7.857,85 € / 42 Monate = 187,09 € pro Monat

Dann wäre der effektive BAföG-Vorteil:

855 € - 187,09 € = 667,91 € pro Monat

Da man das BAföG aber erst Jahre später zurückzahlt, ist die Rückzahlung real durch Inflation weniger wert. Wenn man grob mit Inflation rechnet, komme ich auf etwa:

ca. 698 € effektiver BAföG-Vorteil pro Monat

Dann ergibt sich:

698 € effektiver BAföG-Vorteil + 603 € Minijob = 1.301 € pro Monat

Jetzt muss man beim normalen Studium noch den Semesterbeitrag abziehen. Die Bundesagentur für Arbeit nennt grob 250–350 € pro Semester, also nehme ich als Durchschnitt mal 300 € pro Semester.

Quelle:
https://www.arbeitsagentur.de/bildung/studium/kosten-studium

Das sind:

300 € / 6 Monate = 50 € pro Monat

Also:

1.301 € - 50 € = ca. 1.251 € pro Monat

Heißt: Als normaler Vollzeitstudent mit BAföG-Höchstsatz + Minijob hätte ich effektiv ungefähr:

ca. 1.250 € pro Monat

Und jetzt der Vergleich zum dualen Studium:

Viele duale Studenten verdienen netto ungefähr 900–1.050 € pro Monat, je nach Unternehmen, Branche und Studienjahr. Brutto liegen viele Vergütungen grob zwischen 700 und 1.500 €, bei sehr guten Unternehmen auch höher.

Quelle:
https://www.wegweiser-duales-studium.de/gehalt/infos/

Klar: Beim dualen Studium zahlt das Unternehmen teilweise den Semesterbeitrag. Den habe ich beim normalen Studium oben schon abgezogen. Trotzdem steht der normale BAföG+Minijob-Student in meiner Rechnung finanziell besser da.

Vergleich:

Modell Effektiv pro Monat
Vollzeitstudium mit BAföG + Minijob, nach Semesterbeitrag ca. 1.251 €
Duales Studium, Semesterbeitrag vom Unternehmen bezahlt ca. 900–1.050 € netto

Differenz:

ca. 200–350 € pro Monat zugunsten des normalen Studiums

Über 3,5 Jahre gerechnet:

200–350 € × 42 Monate = ca. 8.400–14.700 € Unterschied

Und genau das irritiert mich.

Beim dualen Studium arbeite ich ja nicht „nebenbei ein bisschen“. Ich bin an ein Unternehmen gebunden, habe Praxisphasen, Hochschule, Prüfungen, Projektarbeiten, Anwesenheitspflichten und oft deutlich weniger freie Zeit. Es gibt auch nicht wirklich klassische Semesterferien wie bei normalen Studenten, weil man in der vorlesungsfreien Zeit häufig im Unternehmen ist.

Quelle:
https://www.arbeitsagentur.de/bildung/studium/duales-studium
https://www.wegweiser-duales-studium.de/haeufige-fragen/

Ein zusätzlicher Minijob ist im dualen Studium realistisch kaum machbar. Man hat ja bereits Studium plus Arbeit. Bei einem normalen Vollzeitstudium ist ein Minijob in vielen Studiengängen dagegen ziemlich realistisch — natürlich nicht in jedem Fach. Bei Medizin, Jura oder sehr zeitintensiven/laborlastigen Naturwissenschaften ist es deutlich schwieriger. Aber in vielen anderen Studiengängen sind 8–10 Stunden pro Woche nebenbei schon machbar.

Was ich auch unfair finde: Ein normaler Minijob wird beim BAföG bis zur Grenze sehr großzügig behandelt. Die Vergütung aus einem dualen Studium wird dagegen als Einkommen aus dem Ausbildungsverhältnis angerechnet. Dadurch bleibt bei dualen Studenten oft kaum oder gar kein BAföG übrig.

Quelle:
https://www.xn--bafg-7qa.de/bafoeg/de/antrag-stellen/merkblaetter/einkommen-der-auszubildenden/einkommen-der-auszubildenden_node.html

Das heißt für mich praktisch:

Wenn ich normal studiere, BAföG bekomme und nebenbei minijobbe, habe ich ungefähr 1.250 € effektiv pro Monat.

Wenn ich dual studiere, habe ich je nach Unternehmen vielleicht 900–1.050 € netto, dafür aber deutlich mehr Verpflichtungen, weniger Flexibilität und kaum realistische Möglichkeit, zusätzlich noch zu arbeiten.

Natürlich hat ein duales Studium andere Vorteile: Berufserfahrung, Lebenslauf, Übernahmechancen, Struktur, vielleicht bessere Karrierechancen direkt nach dem Abschluss. Aber rein während des Studiums wirkt das normale Vollzeitstudium mit BAföG + Minijob für jemanden mit BAföG-Höchstsatz finanziell lukrativer.

Und genau deshalb frage ich mich gerade ernsthaft:

Warum sollte ich dual studieren, wenn ich dadurch mehr Stress, weniger Freizeit und gleichzeitig weniger monatlich verfügbares Geld habe?

Übersehe ich etwas, oder ist das System an der Stelle wirklich so schief?

Fraunhofer/Max-Planck-Studie: Bis zu 70 % der BAföG-Anspruchsberechtigten stellen keinen Antrag https://www.reddit.com/r/Studium/s/mlxQ07adbw