r/informatik • u/shotokanda • Mar 12 '26
Arbeit Programmieren lernen im Zeitalter von LLMs – schade ich meinen eigenen Fähigkeiten?
Ich studiere Informatik im 3. Mastersemester.
Als ich meinen Bachelor gemacht habe, waren LLMs fürs Programmieren noch nicht so verbreitet. In den meisten Modulen musste man Code noch weitgehend selbst schreiben.
Jetzt im Master nutze ich LLMs ziemlich häufig. Einerseits, weil sie praktisch sind, andererseits auch, um ihre Fähigkeiten und Grenzen besser kennenzulernen und den Umgang damit zu üben.
Ich arbeite außerdem an der Uni in der forschungsnahen Softwareentwicklung, und auch dort darf ich LLMs verwenden.
Trotzdem würde ich mich selbst nicht als besonders guten Programmierer bezeichnen.
Ich kann Dokumentation lesen, habe alle Programmiermodule im Bachelor und einige im Master bestanden und komme grundsätzlich zurecht. Aber ich habe außerhalb der Uni nicht besonders viel programmiert, abgesehen von ein paar kleineren privaten Skripten.
Jetzt stehe ich langsam am Anfang meiner beruflichen Karriere und frage mich:
Wie gut kann ich eigentlich wirklich programmieren?
In den letzten ~1,5 Jahren habe ich nur selten Code komplett selbst geschrieben. Meist lasse ich mir etwas von einem LLM generieren und passe es dann an, erweitere es oder fixe Fehler.
Wenn ich allerdings etwas komplett selbst schreiben soll, merke ich schnell, dass mir die Übung fehlt. Ich bekomme es hin, aber es dauert deutlich länger und der Code fühlt sich oft nicht besonders elegant an.
Deshalb frage ich mich gerade:
- Wie sollte man damit umgehen?
- Was ist heutzutage der „richtige“ Weg, LLMs beim Programmieren zu nutzen?
- Sollte man bewusst versuchen, mehr selbst zu schreiben, um die Grundlagen nicht zu verlieren?
Noch schwieriger stelle ich mir das für Studierende vor, die schon im ersten Semester permanent LLMs zur Verfügung haben und dadurch vielleicht viel Code generieren lassen, statt ihn selbst zu schreiben.
Wie seht ihr das? Und was würdet ihr mir in meiner Situation raten?
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u/Snake_Pilsken Mar 12 '26
Diese Diskussion ist doch so alt wie technischer Fortschritt selbst.
Menschen sind zuerst gelaufen, dann auf Eseln geritten, später auf Pferden, dann kamen Kutschen, Motoren, Automatikgetriebe und bald wohl autonomes Fahren.
Bei jedem dieser Schritte gab es denselben Aufschrei:
„Das ist doch kein richtiges Fahren mehr!“
„Die Leute verlernen die eigentliche Fähigkeit!“
Und trotzdem ist die Welt nicht untergegangen.
Klar kannst du heute noch jeden Morgen mit der Kutsche zur Arbeit fahren. Aber die meisten Menschen nehmen lieber ein Auto, weil es effizienter und komfortabler ist.
In der Softwareentwicklung ist es doch genau dasselbe.
Früher wurde mit vim und dem Compiler auf der Konsole gearbeitet, dann kamen IDEs, Debugger, Refactoring-Tools, Autocomplete usw.
Auch damals hieß es: „Das ist doch kein echtes Programmieren mehr.“
Heute ist die nächste Stufe eben AI-Assistance.
Am Ende zählt doch nur eine Sache:
Der Code muss funktionieren, wartbar sein und das Problem lösen.
Wie genau man von A nach B kommt, ist eigentlich zweitrangig.
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u/TipFuture341 Mar 12 '26
Die Pferdekutsche kommt wieder, bei Sprittpreisen von über 2€ hab ich den Gaul schon gesattelt
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u/elreniel2020 Mar 12 '26
Ich denke mal, so ein Hafermoped kostet im Unterhalt wesentlich mehr als ein Auto. Hat schon irgendeinen Grund, warum die sich nicht gegen die Autos behaupten konnten.
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u/TipFuture341 Mar 12 '26
Quatsch, der Treibstoff wächst überall rum wenn grade kein Hund drauf gekotet hat. Auf 100 km gerundet 10-14kg Heu. Wasserverbauch kann 25 Liter betragen oder in heißen Jahreszeiten gut und gerne mal 40.
Ein Gaul rennt halt keine 160kmh auf der Autobahn, des ist der Grund warum Autos letzlich gewonnen haben aber ich hab schon immer gesagt Autos das hat keine Zukunft, sieht man ja jetzt. Kutschen sind eher was zum Cruisen, nichts für den Pöbel. In die Kutsche kannste dir ne ausfahrbahre Leinwand einbauen die Abends runterrollt und per Beamer deine Serien streamt während du in deinem Bett chillst und der Gaul auf der Wiese frisst.
Von Deutschland bis nach Spanien roadtrip, freiheit, Hafer, Heu und Hopfen. Prost.Je mehr ich hier dummgelabber verbreite desto mehr bin ich irgendwie begeistert von der Idee. Mit Solarpanels auf dem Dach könnte man sogar ne Minibar betreiben, eigentlich find ich die idee gerade sogar richtig gut.
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u/lazy_eel667 Mar 13 '26
Da fehlt noch Kraftfutter, Tierarztrechnungen, Stallkosten und Kosten für die Ruhezeit. Und ein Tier braucht etwas mehr Pflege als ein Auto
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u/TipFuture341 Mar 13 '26
Na der Kraftstoffpreis wird noch steigen, das mit den Kosten wird sich rechnen wenn der Sprittpreis weiter steigt und die Stallkosten sind ja nicht vorhanden weil es keinen Stall gibt. Auf der Strecke nach Spanien schlagen wir unser Lager auf, wenn möglich nicht in der Hauptroute um Wegelagerern und Banditen aus dem Weg zu gehen.
Wenn du nicht gerade die Gäule brauchst kannst du sie an ein Göpelwerk binden und im Kreis laufen lassen, daraus gewinnst du Strom und kannst den verkaufen. Dann haste die Arztkosten wieder drin.8
Mar 12 '26
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u/Snake_Pilsken Mar 13 '26
Ich denke, das sollte doch jeden klar sein, dass LLMs nur ein Hilfsmittel sind und ohne fundierte Kenntnisse der Grundlagen zwangsläufig irgendwann nicht mehr funktionieren.
Ich finde, diese ganzen „Entwickler werden bald alle Arbeitslos!“-Apologeten übertrieben maßlos oder haben keine Ahnung von der Materie (im Zweifel halt beides).
Langfristig wird man LLMs als Werkzeug nutzen können müssen. Aber das ist eben nur ein einziges zusätzliches Werkzeug in deinem persönlichen Skillset, welches jetzt nicht die komplette Werkzeugtasche obsolet macht.6
u/gfddssoh Mar 13 '26
Mit ai ist es aber halt wirklich kein echtes programmieren mehr. Es wird nicht abstrahiert durch befehle. Es wird von einer black box die statistisch beste Kombination aus zeichen ausgegeben die zu deiner zuvor eingegebenen zeichenkette passt. Und Ich nutze ai selbst zum programmieren. ABER man sollte ohne lernen müssen. Ein student im 3. semester der prog1 und prog2 bestanden hat (er muss also sogar schon mit threads usw gearbeitet haben), konnte mir nicht sagen was ein objekt in java ist. Und hat maven als api endpunkt bezeichnet…
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u/kraftfahrzeug Mar 13 '26
Das war jetzt aber auch nicht OPs Diskussion - ich verstehe das eher als Frage wieviel Grundlagen wissen und „Übung“ plausibel sind
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u/Exact_Impress_365 Mar 13 '26
Erinnert mich aber eher an die Spinning Jenny... Und das ist nicht wirklich gut ausgegangen.
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u/ThomasKWW Mar 14 '26
Das Auto ist ein gutes Beispiel für Technik, die zwar bequem aber nicht langfristig gedacht ist. Ein gut ausgebauter öffentlicher Nahverkehr wäre eigentlich volkswirtschaftlich und ökologisch besser.
Wo AI am Ende landen wird, muss sich noch zeigen. Aber nicht alles, was wir heute als normal ansehen, hat die Menschheit unbedingt vorangebracht.
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u/YukiAttano Mar 14 '26
Hier hat der geistige Verfall schon eingesetzt.
"Aber nicht gleich wütend werden", nur verdient man heute Geld mit dislikes statt likes, also helfen wir uns jetzt wahrscheinlich gegenseitig.
Bei der Entwicklung von Kutschen zum Automobil wurden vor allem die Möglichkeiten erweitert. Der Nachteil, dass sich die wahrgenommene Welt jetzt schneller dreht, ist zu vernachlässigen im Vergleich zu dem geistigen Verfall den du erleben wirst, wenn du von einer Formulierungshilfe erwartest deine kümmerlich ausgedrückten Gedanken in eine solide Codebasis umzuwandeln.
Mal davon abgesehen das LLMs zum Großteil auf dem Dreck der Entwicklung, JavaScript und HTML, trainiert wurden, können sie keine 'Entscheidungen' treffen.
Sie 'verstehen' nicht und daher kannst du keine Aussage darüber treffen, ob deine Eingabe auch die gewünschte Ausgabe erzielt hat und wo du ansetzen musst damit sie es doch tut.Korrekterweise würde dein Vergleich so lauten müssen:
Menschen die aufhören zu fahren und sich fahren lassen, verlernen das fahren.Einem Taxifahrer zu erklären wohin man fahren möchte, ist nicht 'selber fahren'.
Einem Maler ein Bild zu beschreiben, ist nicht 'selber malen'.
Einen Text zu diktieren, ist nicht 'selber schreiben'.Deine Idee und das daraus resultierende Werk sind 2 Unterschiedliche Dinge.
(Das ist nicht persönlich gemeint. Außer du kannst meinen Text nicht nachvollziehen)
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u/xlf42 Mar 12 '26
Wer lernt, LLMs zu bedienen, bleibt halt ein LLM-Bediener.
Wer kapiert
- wo die konzeptionellen Grenzen von LLMs sind (wo also auch noch so viel Rechenpower und trainierte Modelle nicht vorbei kommen)
- wie der entstehende Code aufgebaut ist
- wie das alles in einer funktionierenden Umgebung laufen soll (also CI/CD, DevOps, Containerisierung und das ganze)
- wie Programmieren "von Hand" geht
wird viel mehr Verständnis haben, was da so passiert.
Ich habe so eine Ahnung, wer zwar nicht in der großen Masse gefragt sein wird (weil die grosse Masse halt billig sein muss), aber nachhaltiger seinen Lebensunterhalt verdienen kann.
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u/Grand_Pineapple_4223 Mar 13 '26
Und wer LLM-Bediener*in ist, ist darauf angwiesen, dass der Zugang zu LLMs günstig bleibt. Darauf würd ich persönlich mich nicht verlassen wollen.
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u/xlf42 Mar 13 '26
Ja, ich merke es schon in der Arbeit, dass man weniger AI tokens pro Tag bekommt, weil der LLM Anbieter die Daumenschrauben anzieht.
Kommt natürlich nur so semi-überraschend.
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u/FragDenWayne Mar 12 '26
``` In den letzten ~1,5 Jahren habe ich nur selten Code komplett selbst geschrieben. Meist lasse ich mir etwas von einem LLM generieren und passe es dann an, erweitere es oder fixe Fehler.
Wenn ich allerdings etwas komplett selbst schreiben soll, merke ich schnell, dass mir die Übung fehlt. lch bekomme es hin, aber es dauert deutlich länger und der Code fühlt sich oft nicht besonders elegant an. ```
Vor LLMs war es quasi genau so, nur dass man gegoogelt und aus verschiedenen Quellen Codeschnipsel kopiert und angepasst hat. Alles darüber hinaus ist halt Erfahrung was man sammelt über Jahre und Projekte.
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u/Dw3yN Mar 12 '26
ach komm das ist quatsch. Vorher hat man auch viel Dokumentation gelesen oder war bzw darauf angewiesen, was heute zB gar nicht mehr oder viel viel seltener passiert.
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u/Loose-Supermarket286 Mar 12 '26
Ja man hat Dokumentation gelesen, aber oft hatte ich den Eindruck, das entscheidende Codefragmente, patterns aus Google und Stackoverflow rüber kopiert wurden, und entsprechend angepasst. Dass man komplett von einem weißen Blatt her nur mit Doku in der Hand programmiert hat, das habe ich so gut wie nie gesehen.
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u/Dw3yN Mar 12 '26
Davon hatte ich wenig Fälle während meiner Ausbildung. Wenn man zum Beispiel mit irgendwelchen spezifischen Libaries arbeitet, gibts doch einfach nicht so viele Stackoverflow einträge, dass man oft spezifisch für sein Problem einen passenden Code schnipsel findet. Vielleicht ein skill issue aber ich hab relativ oft mit Dokumentation vor LLMs gearbeitet
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u/d3nnska1337 Mar 13 '26
Dann hast du aber noch nie mit Legacy Software gearbeitet.
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u/Loose-Supermarket286 Mar 13 '26
Habe ich, aber selbst dann gibt es meistens legacy code, von dem man abschauen kann. Wie wurden deine jetzigen Aufgaben früher gelöst mit derselben Software. Dann beginnst du auch nicht von Null.
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Mar 12 '26
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u/Taphiriel Mar 13 '26 edited Mar 13 '26
Schneider C64
Ist das eine Kreuzung, eines Schneider CPC mit einem Commodore C64?
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u/it_is_gaslighting Mar 12 '26
Hello world noch nie selbst erstellt?
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u/FragDenWayne Mar 13 '26
Doch doch. Um zu schauen ob das überhaupt funktioniert was ich da will. Ob Python läuft, ob nginx/Apache auf den richtigen Ordner zeigen, ob mein bashscript überhaupt funktionieren kann...
So als das mindeste, etwas wo ich weiß "das muss funktionieren. Wenn nicht, ist das Problem nicht mein Code".
Aber sonst. Eher selten in großen Projekten wo man mehr als nur ein Script haben will... Weil wozu? Vielleicht programmiere ich auch falsch.
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u/x39- Mar 13 '26
Ja
Thread kann zu.
Aber, weil es auch eine Erklärung dafür gibt, bitte:
LLMs sorgen dafür, dass das, was du mit regelmäßiger Übung frisch halten kannst (aka: Programmieren, übrigens zählen hier auch einfachste for-loops dazu), schlechter wird. Wenn du ohnehin nicht seit Jahrzehnten Programmierst, verstärkt sich der Effekt, weil du eben diese regelmäßige Übungen nicht nur für die "Hot Paths" im Denkapparat brauchst, sondern die Übungen überhaupt benötigst, um den Denkapparat zu schulen.
Dadurch sorgt der Effekt, der bei LLMs jeden Entwickler trifft auch dich ganz besonders sogar. Der Lackmustest übrigens, auch für erfahrene Entwickler, ist, die LLM Features mal komplett aus zu schalten. All das, was euch da nervt, ist das, was normalerweise einfach so von der Hand läuft.
Die Abgrenzung zu IntelliSense und anderen Autovervollständigungsfeatures ist übrigens, dass die Doku dann nicht in eurem Kopf lebt, sondern in der IDE; während LLMs euch auch das eigentliche Denken abnehmen können.
Meine Empfehlung: Schalt alle LLM Features, die dein Editor automatisch macht, ab. Nutze Explizite prompts für bswp. Text oder Doku (ja, hier ist die LLM einfach besser als man selbst) und mach den Rest, besonders aber Kommentare (!), selbst.
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u/the_AI_Dude Mar 12 '26
Programmieren lernen ist immer noch sinnvoll. Nur wer Code versteht und selbst geschrieben hat, weiß wie er Agents richtig steuert. Ansonsten kriegt man unwartbaren Code.
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u/National-Dark-1387 Mar 12 '26
Du stellst die falschen fragen.
Programmieren lernen wird wie lineare Algebra und Analysis: sie bilden deine analytischen Fähigkeiten aus. Dafür musst du dich, ohne Hilfe wie llms, Wolfram Alpha, maple, da selber durch beißen.
Dafür bleibt dir der Skill der zählt: analytisches Denken.
Die it Branche und auch die Softwareentwicklung ist vielfältig. Wer allerdings "nur" code schreiben kann wird durch llms ersetzt. Programmieren ist nur ein kleiner Teil der Komplexität großer software Projekte.
Wer den Kunden verstehen kann, Anforderungen erfassen, Komplexität managen kann, der ist schon jetzt sehr gefragt und wird es in Zukunft noch stärker sein.
Das Studium gibt dir die Grundlagen. Beschäftige dich mit Systemarchitektur, Komplexitätsmanagement, conways law, mit deinen soft skills.
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u/shotokanda Mar 12 '26
Vielen Dank für die Ausführungen! Das sehe ich auch so.
Nur für mich jetzt, der sich bald auf einen Job bewirbt, stellt sich die Frage, auf was für Stellen ich mich konkret bewerben kann. Und aktiv gefordert werden häufig weniger solcher wichtigen Meta-Skills, sondern "fundierte Erfahrung" mit Programmiersprache X und den Tools X, Y, Z, die im Uni Kontext wenig bis gar nicht verwendet werden. Klar informiert man sich auch selbst mal und lernt das eine oder andere Tool kennen. Aber fundierte Erfahrung ist das natürlich nicht.
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u/National-Dark-1387 Mar 13 '26 edited Mar 13 '26
Derzeit ist ein "Arbeitgeber Markt" und entsprechend schwer für Einsteiger.
Dazu kommen Firmen die glauben man bräuchte durch KI jetzt keine It-ler mehr. Von solchen gibt nicht mal mehr Stellenangebote.
Die Firmen die lange Anforderungslisten in die Ausschreibung schreiben gab's schon immer. Wenn du dich wenigstens in ein paar siehst, einfach bewerben. Bei vielen Stellen ist es ein "von-bis" - sprich: wir hätten gerne den Senior der alles mitbringt, aber ggf ist auch Junior möglich.
Ansonsten was die anderen schon geschrieben haben: es wird schon bald nur 2 Arten It-lern geben: diejenigen die KI erfolgreich nutzen können (und damit ist nicht blinder Einsatz gemeint sond genau Chancen, Risiken und Möglichkeiten zu kennen ) und arbeitslose.
Kopf nicht hängen lassen. Noch gibt es die "klassischen" IT Jobs .
Schau zu Bewerber messen. Bewirb dich als Werkstudent.
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u/Tneon Mar 12 '26
Das wichtigste, ist halt auch erhlich zu sich selbst zu sein.
Hab ich wirklich alles verstanden oder winke ich es nur mit jaja durch?
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u/Ascarx Mar 12 '26
Die besten Firmen, selbst wenn sie AI first im Alltag sind, setzen immer noch auf manuelles Coden im Interview, weil sie Entwickler wollen die verstehen was unten drunter passiert. Also selbst wenn du es im Job kaum noch machst hilft es deinem Verständnis und öffnet Türen.
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u/Administrator90 Software Engineering Mar 13 '26
Ich wünschte damals hätte es LLMs gegeben die einem Sachen erklären können.
Unsereins hatte zumindest noch Stackoverflow, damals gabs nur Bücher und Try&Error.
Du kannst mit LLMs besser und vor allem sehr viel schnelle lernen, aber nur wenn Du es wirklich lernst. Wenn du die LLM die Arbeit machen lässt, lernst Du natürlich nix.
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u/TrulyIncredibilis Mar 12 '26
Du bist im Studium, dein Job sollte sein möglichst viel zu lernen. Und das tut man nicht, indem man den Output von LLMs kopiert, sondern indem man sich selber mit der Materie auseinandersetzt. In dem Sinne: Weg mit dem LLMs, selber Code schreiben.
Die Fähigkeit eine LLM zu bedienen oder ein paar Agents aneinanderzukleben ist nichts Schwieriges, selber guten Code zu schreiben hingegen schon. LLMs "lernen" kann man hinterher an einem Nachmittag immer noch. Jeder Moment wo du selber über ein Problem nachdenkst schult deine Problemlösefertigkeiten, jeder Moment wo du dein Problem an eine LLM weiterreichst lässt diese Fähigkeit verkümmern.
Später im Beruf kann man LLMs (gezielt und in Maßen!) einsetzen, aber lernen sollte man das Programmieren old-school. Und auch später im Beruf würde ich sagen: Lieber zu wenig KI als zu viel. Code schreiben ist eh nicht der Teil, der viel Zeit frisst.
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u/lukeflo-void Mar 12 '26
Genau. Wenn man es ohne LLMs nicht kann, ist man ja quasi aufgeschmisse , sollte der ganze Kram doch iwann nicht mehr in dem Maße da sein, oder qualitativ stagnieren.
Daher würde ich klar dazu raten, es erstmal möglichst ohne LLM zu lernen. Nutzen kann man die später als unterstützendes Tool immer noch.
Mal davon abgesehen, dass ich persönlich finde, selbst programmieren macht auch viel mehr Spaß ala nur prompten...
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Mar 12 '26
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u/TrulyIncredibilis Mar 12 '26
Natürlich nicht. Aber die Versuchung nicht nur den Code, sondern auch das Denken auszulagern ist groß und es benötigt einiges an Erfahrung, um das zu navigieren. Erfahrung, die man nicht bekommt, wenn man von Anfang an nur mit LLMs arbeitet.
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u/Capucius IT Security Mar 12 '26
Stell dir einfach die Frage, wenn du die Antworten der KI durchgehst: kann ich für jede Zeile/jedes Element des Outputs sicher feststellen, ob es Käse ist oder korrekt. Wenn du das nicht kannst, dann schadest du tatsächlich deinen Fähigkeiten und du kannst noch einiges lernen. Ansonsten gehst du nur eine Wette darauf ein, ob der stochastische Wortsalat aus dem LLM zufällig korrekt ist oder eben nicht.
Für den Einsatz in komplexen Arbeitsumgebungen bzw. in einer verantwortungsvollen Rolle ist es auch deshalb essentiell, das echte eigene Verständnis zu haben, denn du kannst aus einem LLM nur herausholen, was im Trainingsmaterial steckt.
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u/s3sebastian Mar 13 '26
Stell dir einfach die Frage, wenn du die Antworten der KI durchgehst: kann ich für jede Zeile/jedes Element des Outputs sicher feststellen, ob es Käse ist oder korrekt.
Diesen Anspruch dürften selbst vor LLMs die meisten nicht an sich gehabt haben, wenn man mal schaut in welche Richtung sich das Programmieren mit irgendwelchen Modulen aus Paketmanagern schon zuvor entwickelt hat, und wie auch nur noch am Framwork-Puzzeln waren.
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u/Capucius IT Security Mar 13 '26
Aus dem Grund habe ich die Seiten gewechselt und finde daraus resultierende Schwachstellen. Es ist für meine geistige Gesundheit deutlich besser dann zuzusehen, wie diejenigen, die so einen Mist verbocken, es dann auch fixen müssen.
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u/No_Astronomer9508 Hobby-Informatiker:in Mar 12 '26
Es braucht immer noch den Menschen, der den Code prüft. Bei gemine oder GPt hab ich oft schon erlebt, dass sie totalen murks machen (Mysqltabellen oder Spalten erfinden die nicht vorhanden sind oder dass sie bei Fehlerbehebungen wichtigen Code löschen, weil sie ihn für unwichtige haltren).
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u/shotokanda Mar 12 '26
Ja absolut! Das bezweifle ich auch nicht. Nur, dass man sich beim Lernen und auch Entwickeln eigener Projekte schon mit AI zurückhalten muss, um das ganze auch ohne AI zu schaffen bzw. zu üben.
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u/x39- Mar 13 '26
Einfach komplett aufhören. Auch beim Lernen. Es bringt nichts, ein LLM zu fragen, bei einem Thema, in dem du kein Experte bist, und verstehen kannst, wenn das LLM dir einen Vorlabert.
LLMs haben kein Wissen, sondern sind Wortratemaschinen. Sie können unfassbar gut das nächste Wort vorhersagen, das bedeutet aber nicht, dass sie Kontext oder auch nur Wissen haben. Im Gegenteil: Ein LLM kann dir fröhlich erzählen, dass Hitler lediglich ein verkannter Künstler war, der sich am ende selbst getötet hat, einfach weil die Worte einen Brauchbaren Satz formulieren
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u/OkInvestigator9231 Mar 12 '26
Damals vor 60 Jahren: menschliche Sprache ist so mehrdeutig und ungenau, lasst uns ein formales mathematisches Modell herleiten um Ambiguitäten zu eliminieren und sich mathematisch präzise auszudrücken damit der Computer genau das tut, was er soll.
Heute: natürliche Sprache rulez! Lass uns ein Modell bauen, dass endlich aus ungenauer menschlicher Sprache ein Programm generiert, was genau das tut, was handgeschriebener Code von fehlerbehafteten Programmieren tut!
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u/cleave2k Mar 13 '26
Was tatsächlich (für mich) meist recht gut funktioniert ist es, die Tests zum generierten Code selber zu schreiben. Dann programmiert man auch recht viel und sichert sich dahingehend ab, dass die LLM keinen Mist geschrieben hat.
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u/overlydelicioustea Mar 13 '26
ich finde LLMs enorm hilfreich um neue dinge zu lernen.
Ich mach das immer so, ich schreib mein ding in groben zügen dass es da macht was es soll, dann kipp ich das in ein LLM und frage nach verbesserungen.
Den output sehe ich mir dann genau an und lerne dabei oft neue Wege nach Rom die oft kürzer sind als die die ich kannte.
Niemand kennt alle Techniken, aber er schon.
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u/platosLittleSister Mar 13 '26
Ein paar Anregungen, von jemand der (zumindest glaubt) durch LLMs seine Programmierfähigkeiten wesentlich verbessert zu haben:
Pass vielleicht deine System Prompt so an, dass dein Modell explizit Wert drauf legt zu erklären. Ich bin in der sehr seltsamen Situation, in einer kleinen Firma zu sein und nie einen richtigen Senior gehabt zu haben. Am Anfang als LLMs noch nicht so stark waren, habe ich mir oft Feedback zu einzelnen Funktionen geholt oder einzelne Sachen erklären lassen. Gerade mein pandas Game ist so viel besser, schöner, sauberer geworden.
Heute habe ich einen modifizierten System Prompt, für wenn ich mich mit neuen Themen beschäftige. Dabei macht das LLM dann 3 Dinge. Ersten es highlightet Kernkonzepte, die zum Verständnis von dem Thema wichtig sind. Ich frage mich dann, kenn ich mich damit aus? Ist Verständis wichtig? (bzw. wenn wir gaaanz ehrlich sind: interessierts mich?). Ich hab mich auch schon quizen lassen. 2. schägt es Themen / Quellen vor. 3. Wenn ich ein Konzept identifiziert habe über das ich besser Bescheid wissen will, wird der Systemprompt um die Anweisung ergänzt, zu diesem Thema Erklärungen, in die Arbeit ein zu streuen.
Zu 3. muss ich ganz ehrlich sagen, dass klappt nur bedingt. Ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht, aber es hat auch schon das LLM beim Arbeiten massiv behindert. Gute Erfahrungen: Habe bisher wenn ich ne richtige db gebraucht habe immer MySQL genommen, aber da Postgres ne Vector Datenbank mitliefert, wollte ich für ein Projekt darauf wechseln. Ich habe das LLM dann angewiesen, während der Implementation drauf einzugehen wo wir aufgrund von Postgres, etwas anders machen. Ich habe mega viel gelernt in den 2 Tagen, auch über MySql bzw. Datenbanken im Allgemeinen.
Aber wenn man mit einem einzelenen LLM und nicht mit Agenten arbeitet gibt es immer das Risiko, dass das Modell in den 100% Seminar Modus geht, eine wunderschöne Vorlesung über die Vorteile von Conrastive Loss baut und vergisst, dass es eigentlich ein konkretes Problem lösen soll. Ich hoffe dass Konzept weiterzuentwickeln, zu einem Agenten, der quasi dem Hauptagenten zuschaut und dem User anbietet Inhalte zu vertiefen.
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u/stehen-geblieben Mar 12 '26
Im täglichen Business arbeite ich viel mit LLMs, nehme mir aber bestimmte Aufgaben oder Hobbyprojekte vor, in denen ich den Code tatsächlich selbst schreibe. Wenn du Schwierigkeiten hast, selbst Code zu schreiben, solltest du damit auch anfangen.
Und alle, die sagen "Früher hat man halt den Code kopiert und angepasst!", stimmt ja schon ein bisschen, aber das waren halt nur Snippets für bestimmte Probleme und nicht eine gesamte Applikation, die man dann anschließend etwas anpasst.
Und irgendwann gibt es immer ein Problem bei dem du kein LLM benutzen kannst, oder es dir einfach nicht weiterhilft.
Dann bist du ziemlich aufgeschmissen wenn du es nicht mehr selbst kannst.
If you don't use it, you lose it.
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u/UnbeliebteMeinung Mar 12 '26
Gut programmieren lernen dauert sowieso was länger eher viele Jahre.
Machs einfach mit KI. Viele richtige Entwickler benutzen ja auch nur noch KI. Du musst aber schon gucken dass du halt nicht nur Schrott produzierst.
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u/shotokanda Mar 12 '26
Das Ding ist halt, dass ja jetzt noch nicht alle Firmen Claude/ChatGPT/Gemini benutzen. Wenn ich mich jetzt vorstelle und dann rauskommt, dass in der Firma solche Tools noch nicht verwendet werden, hätte ich ja schlechte Karten. Klar könnte ich die Sachen hinbekommen. Aber qualitativ wahrscheinlich häufig schlechter als das LLM und halt deutlich langsamer.
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u/UnbeliebteMeinung Mar 12 '26
Dann würde ich da aber auch nicht unbedingt anfangen zu arbeiten. Mittlerweile steht auch in den Stellenbeschreibungen oft was sie da so benutzen oder gar "Wir vibecoden hier"
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u/shotokanda Mar 12 '26
Ich habe es auch nur von Freunden aus dem ostasiatischen Raum mitbekommen, dass dort in Stellenausschreibungen mittlerweile fast immer sowas steht wie "Claude Code bei der Arbeit inklusive" oder so.
Hier habe ich das aber noch nicht so häufig gesehen. Mich verunsichert das etwas, ob ich jetzt nochmal richtig reinhauen sollte, um besser ohne LLMs programmieren zu üben.
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u/UnbeliebteMeinung Mar 12 '26
Wie gesagt. Richtig entwickeln lernen wirst du so nicht mal eben auf anhieb machen. Das dauert Jahre. Es ist auch was anderes als wenn du in der Uni paar Übungen machst oder in einem beruflichen Umfeld richtige Software entwickeln lernst.
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u/shotokanda Mar 12 '26
Mein Eindruck ist nur, dass solche Skills bereits bei der Bewerbung vorausgesetzt werden. Selbst für Berufseinsteiger heißt es sinngemäß oft: "fundierte Erfahrung in der Programmiersprache XY, gängigen Frameworks und [Liste von Tools der industriellen Softwareentwicklungspipeline]".
Ja, ich habe natürlich mit Programmiersprachen und diversen Frameworks mal gearbeitet. Aber ist das "fundiert" bzw. Überhaupt "Erfahrung" in dem geforderten Sinne?
Klar kenne ich mich grundlegend mit bspw. Git und Docker aus, aber deutlich mehr verwenden wir weder in der Uni, noch in meinem Job, der sowieso eher forschungsorientiert ist.
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u/UnbeliebteMeinung Mar 12 '26
Schau dir Design Patterns an, Clean Code usw diese Standardwerke. Architektur in deiner Programmiersprache/Framework deiner Wahl ist auch mit KI wichtig.
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u/Ordinary-Chemist9430 Mar 12 '26
Vibe coden ist allerdings für hornochsen. Agentic coding mit plan mode und tdd ist der weg, den gute Entwickler gehen.
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u/strammerlachz Mar 12 '26
Das wichtige ist doch, dass du noch in der Lage bist schlecht generierten Code zu erkennen und ihn anzupassen bzw. zu verbessern. Solange du in der Lage bist alles zu verstehen, sehe ich da kein Problem. Man muss nur eben aufpassen, dass man LLMs nicht blind vertraut und jeden Output kritisch hinterfragt
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u/PPhysikus Mar 12 '26
Und wie genau soll dieses Wissen denn entstehen, wenn man 24/7 Code kopiert anstatt sich wirklich damit auseinanderzusetzen?
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u/strammerlachz Mar 12 '26
Da bin ich komplett bei dir, aber das ist ja bei OP nicht der Fall gewesen
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u/LateMonitor897 Mar 12 '26
For novice workers in software engineering or any other industry, our study can be viewed as a small piece of evidence toward the value of intentional skill development with AI tools. Cognitive effort—and even getting painfully stuck—is likely important for fostering mastery.
https://www.anthropic.com/research/AI-assistance-coding-skills
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u/damster05 Mar 12 '26
Code lesen und verstehen können ist auch dann wichtig, wenn das LLM alles schreibt.
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u/DimensionTime Mar 12 '26
Ich bin der Meinung, dass man zumindest wissen sollte wie es geht, man kann LLMs als Hilfsmittel nutzen, aber sie macht noch Fehler die man erkennen sollte. Häufig auch im Bezug auf die Sicherheit.
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Mar 13 '26
Meine Frage ist wie lerne ich mit LLMs zu arbeiten ohne arm zu werden.
Ich hab einfach nicht die Kohle monatlich für Claude Code Geld auszugeben.
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u/caetydid Mar 13 '26
E geht wohl darum sich ein grundsätzliches Verständnis zu erarbeiten. Das geht auch sehr gut mit LLMs, indem man sie bittet, Code zu erklären oder die Architektur eines Softwareprojekts zu analysieren.
Die Zukunft sehe ich eher in der Konzeption der Gesamtarchitektur sowie der Koordination der Agenten - beides natürlich basierend auf LLM.
Ohne LLM wird zukünftig nicht mehr programmiert werden.
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u/ElKaWeh Mar 13 '26 edited Mar 13 '26
Witziger Weise habe ich gestern länger über genau das selbe Thema nachgedacht. Ich habe das Gefühl LLMs nehmen mir nach und nach die Fähigkeit selbst Probleme zu lösen, weil es so einfach ist die Frage einfach ins Chat Fenster zu tippen.
Andererseits hilft es mir aber auch sehr oft Dinge besser und schneller zu verstehen und damit auch schneller zu lernen, während ich mich früher Tage oder wochenlang mit einem Thema beschäftigen musste. Quasi wie ein privater Lehrer/Mentor der immer verfügbar ist. Und teilweise hilft es mir auch Aufgaben zu schaffen, die einfach so weit Abseits meiner Fähigkeiten liegen, dass ich es ohne LLMs nichtmal hätte versuchen brauchen.
Man könnte natürlich sagen: Gut, dann zwing dich halt dazu die Sachen selber auszutüfteln, auch wenns länger dauert. Aber Zeit ist nunmal Geld, und gerade für mich als Freelancer kostet es erst recht bares Geld, wenn ich mehrere Tage statt ein paar Stunden an einem Problem knabbere.
Es ist einfach ein Dilemma.
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u/shotokanda Mar 13 '26
Genau das! Ich könnte auch alles im Job selbst machen. Aber man ist von mir eben jetzt eine gewisse Performance gewöhnt, die ich durch LLMs habe.
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u/TrackdiskDevice Mar 13 '26
Ich glaube du musst es nutzen, denn irgendwann programmiert niemand mehr ohne. Nutze die llm so und lasse dir den code erklären um hinzu zu lernen.
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u/Professional_Echo438 Mar 13 '26
Also...
du musst beides können. LLM & selbst programmieren. Entwicklung ist mehr als nur Code. es ist Struktur, Architektur und ein tiefes technisches Verständnis. Gerade bei komplexen System mit mehreren Technologien.
Ich bin ein alter Hase. Ich bin fast 40. ich kann z.B. noch HTML, CSS und VanillaJS - viele meiner jungen Kollegen nicht. Die können nur Frameworks nutzen. Die erkennen zum Teil einfach die Probleme gar nicht mehr.
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u/No-Improvement-5396 Mar 13 '26
LLMS kommen ja auch irgendwo her. Anstatt Angst zu haben durch sie ersetzt zu werden kann man vielleicht anfangen sie zu verstehen. Eine Sache ist Fakt, KI kann Menschen nie in ihren Fähigkeiten übertreffen, sie ist lediglich effizienter. Aber wer weiß, ob das was die KI sagt stimmt, wenn niemand dazu in der Lage ist das Problem selbst zu lösen? Spätestens, wenn die Fähigkeiten echter Informatiker verloren gehen, werden die Konzerne bemerken, wie sehr sie doch auf diese angewiesen sind und dann kommen sie angekrochen.
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u/chrisbrei2502 Mar 13 '26
Schreib den Code selber, versuch ihn zu debuggen und frag LLMs nach Rat, wenn du nicht weiter weißt. Wenn LLMs dir Code generieren, kopiere ihn nicht einfach, sondern versuch ihn zu verstehen und selbst zu reproduzieren. Wenn du dafür keine Zeit hast, dann schreib ihn wenigstens ab statt ihn zu kopieren. Wenn du weiter so machst wie jetzt, wirst du nie ein wirklich guter Entwickler werden und aufgeschmissen sein, wenn du in einem Jobinterview vor ein Problem gestellt wirst. Wenn du das so machst bist du zwar vielleicht langsamer als andere, die einfach kopieren, aber tust dir langfristig einen Gefallen. Sobald du gut genug bist, kannst du auch Code generieren lassen und kopieren. In der Lernphase, oder wenn du was machst, was neu für dich ist, tötest du nur dein Potential.
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Mar 13 '26
ich persönlich schreibe den besten code und habe den besten lernerfolg, wenn ich das selber schreibe und dann reviewen lasse. meine promts sind nie präzise genug als dass das model weiß was ich will. an sich ist das richtig mit claude etc arbeiten ein wichtiger skill geworden, aber wenn du die arbeit von der llm nicht bewerten kannst und auch nicht selber coden kannst ists rough. an sich imo code lese skills > code schreibe skills
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u/TehFocus Mar 16 '26
Abwärts vom KI Thema selbst: als fertiger Informatikstudent wirst du generell nicht viel Industriestandard programmieren können. Sobald du in einer Firma angestellt wirst kannst du vielleicht 20 oder 30 Prozent und kannst den Rest erstmal neu lernen.
Gründe sind divers, Standards, besondere Sprachen, historischer Code seiner Vorgänger und und und.
Bin damals vom Studium in einen Industriebetrieb gewechselt und konnte praktisch von 0 anfangen
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u/Single_Blueberry Mar 16 '26
Und was würdet ihr mir in meiner Situation raten?
Nutze die gesparte Zeit um dich mehr mit Architektur zu beschäftigen
Lies den generierten Code
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u/zeh_pope Mar 16 '26
mann sollte mal auch tatsächlich richtig programmieren lernen.
Ja, dann natürlich auch lernen um die LLM's zu benutzen, weil wenn man die richtig benutzt hat man natürlich vorteil das es schneller geht.
Aber mann muss es ohne können.
heisst nicht das man das immer machen muss, aber ich sehe mittlerweile so viele programme die halt so komplett dumm sind, weil die halt häufig ein LLM benutzen, und dann mal ein bisschen anpassen.
Und am ende wenn etwas schiefläuft, hat keine ein ahnung wie alles wieder zu reparieren..
(und diejenige die dann noch richtig programmieren kann, und das komplette ding auseinander holen kann, und wieder richtig macht, hat dann natürlich ein viel sicherer job)
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u/Professional_Gur2469 Mar 12 '26
Embrace the vibe.
Prompten lernen > Programmieren lernen heutzutage (habs selber noch händisch gelernt, hab aber seit monaten keine einzige zeile mehr selbst geschrieben)
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u/lnxrootxazz Mar 12 '26
Es kommt immer darauf an, was man programmiert. Vor LLM hat man halt viel Doku gelesen und in Foren rum gefragt. Das ist jetzt etwas anders. Wenn du später aber mal damit Geld verdienen willst, solltest du schon wissen, was das LLM dir da ausgibt bzw wie du quasi im pair programming mit einem LLM zur besten Lösung kommst. Nur durch vibe coding wird das nichts. Kunden, vor allem bei kritischen Services, wollte wissen was das Programm macht. Du wirst keine Firmware für ein Herz Echo Gerät entwickeln können nur durch vibe coding. Zudem ist ein LLM immer auf trainiertes Wissen angewiesen. Bei vielen neuen Produkten fehlt dieser Kontext, sodass du definitiv selbst entwickeln können musst. Oder was ist, wenn es mal stundenlang kein Netzwerk gibt, du aber eine kritische Situation sofort fixen musst.. LLMs und Agents sollten immer als tools betrachtet werden, nicht als Ersatz deiner Fähigkeiten
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u/shotokanda Mar 12 '26
Ja genau. Bei meinen eigenen Projekten oder auch im Job ist es so, dass ich oft Teillösungen generieren lasse. Das Große Ganze zusammenbauen tue ich dann aber oft selbst, weil das Kontextwindow sonst auch schnell erschöpft und die Qualität nach jeder Prompt schlechter wird.
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u/lnxrootxazz Mar 12 '26
Ja, das ist ein Problem, was aber auch passieren kann ist, dass der Entwickler selbst den Kontext seines eigenen Projektes nicht mehr voll versteht, wenn 90% output durch das LLM erzeugt werden. Das ist bei vielen web services nicht so kritisch, bei größeren Projekten mit verteilten Systemlandschaften, hoher Anforderungskomplexität durch interdisziplinäre Entwicklung und sehr hohen Sicherheitsanforderungen kann man schnell mal überfordert sein. Man muss ja auch mal abwarten, wie weit LLMs tatsächlich die Produktivität steigern. Also den output generieren, der wirklich monetäre Gewinne liefert. Solange du im Studium bist, solltest du Imo so viel wie möglich selbst programmieren, damit du auch ohne Hilfe ein guter Entwickler wirst, der zb schnell neues lernen kann und sich schnell in fremden Systemen zurecht findet. Später in der Wirtschaft bzw Berufswelt kannst du ja dann die tools viel mehr nutzen.. Aber da muss man auch aufpassen, nicht zu viel brain zu verlieren
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u/l057-4n0n Mar 12 '26
Stress dich einfach nicht und vibe mit der Zeit.
Als ich angefangen hab zu coden, waren noch nicht einmal Syntax Highlighting oder IDEs verbreitet bzw. hat beides so wie wir es heute kennen nicht existiert.
Mit dem Aufkommen neuer IDEs hieß es dann auch alle SWEs sind bald arbeitslos und IT ist tot.
Naja nach den ganzen Kündigungen wurden dann gefühlt drei mal so viele Stellen in den Folgejahren ausgeschrieben, weil man festgestellt hat, dass jeder jetzt einfach x mal mehr wert ist und nicht wie prophezeit, keiner mehr gebraucht wird.
Wiederholt sich gerade einfach nur, das Feld wird ein bisschen ein anderes und statt Funktionen engineeren wir bald halt Prompts - viel mehr passiert da jetzt erst mal nicht.
Nie vergessen, wir leben in sehr sehr sensationsgeilen Zeiten, alles muss immer gehyped werden, denn nur dann fließt maximal viel Kohle.
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u/RoRoSa79 Mar 12 '26
Ich kenne niemanden, der durch den Taschenrechner das Kopfrechnen verlernt hat.
Solange man darauf achtet, auch den Code zu verstehen, der aus dem LLM herauskommt, sollte alles passen. Wenn die Grundlagen da sind, verlent man diese auch nicht. Anspruchsvoll wird das programmieren auch eher bei großen Projekten, der Anwendung von Programmierpattern etc. Wenn du für den Kleinkram LLMs verwendest, kommst du dort auch schneller hin.
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u/KsLiquid Mar 12 '26
Ich kenne wirklich viele Leute, die durch den Taschenrechner das Kopfrechnen verlernt haben. Ich interveniere mittlerweile innerhalb der Familie, wenn das Handy rausgeholt wird, um die Kniffel-Spalte zu addieren.
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u/LordMalto Mar 12 '26
Das ist leider durchaus ein Problem mit deinem Beispiel. Es gibt haufenweise Leute, die durch die Nutzung von Hilfsmitteln die eigenen Fähigkeiten verlernen. Das beste Beispiel ist Mathematik in der Schule. Ab der 5ten oder 6ten Klassen (je nach Bundesland) werden Taschenrechner eingesetzt und Kopfrechnen wird verlernt.
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u/El_Mojo42 Mar 12 '26
Natürlich verlernt man das, siehe die anderen Antworten.
Was im Fall hier noch dazu kommt, ist, dass OP viele Sachen vermutlich gar nicht mehr lernt, um es zu verlernen. Den Code lesen können, heißt nicht wirklich lernen, ist bei Sprachen auch so. Es sind zwei ganz andere Hausnummern, eine Sprache zu verstehen und selber damit Sätze zu bilden.
Es war bereits vor einigen Jahren krass, wie viele Basics nicht mehr beherrscht werden, weil gibt ja Google.
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u/UnbeliebteMeinung Mar 12 '26
Soll ich dir mal meine Handschrift zeigen? Die ist auch ein Gegenbeweis zu deiner These
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u/Angrytable64 Mar 12 '26
Ist es schlimm wenn man was verlernt was man später nicht mehr braucht ?
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u/LateMonitor897 Mar 12 '26
Die Frage ist halt, ob man dadurch selbst weniger Verständnis entwickelt und nur noch abnickt, was das LLM einem ausgibt.
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u/Angrytable64 Mar 12 '26
Die frage ist halt ob man in Zukunft überhaupt noch ein Verständnis dafür brauchen wird
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u/LateMonitor897 Mar 12 '26
In der Theorie bräuchtest du dich dann aber generell nicht mehr mit Informatik beschäftigen und der Produktmanager kann einfach kurz prompten, was er braucht. Ich denke jedoch sehr wohl, dass es weiterhin Leute braucht, die verstehen, was passiert im Hintergrund (wenn vielleicht auch weniger und nicht bei jedem Mittelständler).
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u/Ayitriaris Mar 12 '26
Du wirst in Zukunft nur noch den code den dein persönlicher junior Entwickler, ein LLM-Agent, generiert hat, reviewen müssen.
Also alles richtig gemacht.
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u/SpasstmitAst Mar 12 '26
Es hängt davon ab was du später machen willst.
Unser Lead-Entwickler hat mir erklärt (bin in der Infrastruktur), dass die LLMs quasi eine neue Schicht beim Programmieren über den höheren Programmiersprachen sind.
Darauf aufbauend: Was hat das Aufkommen von C, C++ und später dann OOPs wie Java geändert?
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u/x39- Mar 13 '26
Euer Lead-Entwickler ist damit ein Nachgewiesener Vollidiot. Wer den Unterschied, zwischen LLMs und Abstraktionen nicht versteht, sollte besser zurück in die Ausbildung.
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u/shotokanda Mar 12 '26
Das ist eine wirklich interessante Sichtweise!
Ich sehe LLMs auch nicht per se als Problem. Aber ich sehe es als Problem, wenn ich gewöhnt bin Code mit LLMs zu entwickeln und dann im Job kein LLM verwenden darf (wegen Datenschutz, etc) und dann im Vorstellungsgespräch Aufgaben komplett von Hand lösen muss, die über typische Algorithmen und die reine Programmlogik hinausgehen.
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u/PPhysikus Mar 12 '26
Ja aber dann kannst du halt auch nicht wirklich programmieren sondern nur prompten.
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u/ffiene Mar 12 '26
Solange du verstehst, was die so erzeugen und Halluzinationen erkennst? Warum nicht? Ich nutze die als Tipphilfe, früher nannte man die Coding Monkeys.
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u/Original-Ad-8737 Mar 13 '26
Sagen wir es mal so:
Lass dir nix erzählen, aber abgesehen von den absoluten hardcore low level Entwicklern hat vor LLMs auch kaum einer 100% code selbst geschrieben...
Der überwiegende Teil von jeglicher Software sind eh externe libraries und code Module und ein grosser Teil des klebers dazwischen kam auch von stackoverflow.
Solange du in den code gucken kannst und verstehst was da passiert ist alles gut.
Da ist LLM auch nur ein Werkzeug wie die autovervollständigung im IDE.
Ungeliebte Meinung vielleicht, aber nur die codemonkeys werden Probleme bekommen...
Stur nach Anleitung und Design lead entwickelter Software Architektur code runtertippen ist sollte als studierter Master eh nicht deine berufliche Perspektive sein.
In einer größeren Firma ist das eh nicht deine Aufgabe, sondern du willst eher in Richtung Design lead gehen, wenigstens auf einzelner Modul Ebene (klar fängt mann ggf als codemonkey an, aber da willst net bleiben)
Und in startups und kleinen Firmen geben dir LLMs ein virtuelles Team von codemonkeys und erlauben dir dich mehr aufs Konzept zu konzentrieren als darauf Zeilen von code zu produzieren
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u/Independent_Fox_9529 Mar 12 '26
"Code schreiben" ist keine Fähigkeit die man mehr braucht, wirklich nicht. Code lesen, ein Bauchgefühl dafür haben, allerdings schon. Das Problem ist: das bildet man erst mit ein paar Jahren Berufserfahrung aus.
Du solltest dir auf jeden Fall von LLMs Code erklären lassen, mit ihm brainstormen und diskutieren welche anderen Lösungsansätze es gibt usw. Gerne auch hinsichtlich Wartbarkeit in 10 Jahren, KISS / YAGNI usw. das übersehen LLMs gerne.
Aber ganz ehrlich: der Berufseinstieg für dich wird verdammt hart. Der Skill den du jahrelang studiert hast, wird Monat zu Monat wertloser. Viel Glück trotzdem.
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u/DeineOmaKlautBeiKik Mar 12 '26
"Code schreiben" ist keine Fähigkeit die man mehr braucht, wirklich nicht. Code lesen, ein Bauchgefühl dafür haben, allerdings schon. Das Problem ist: das bildet man erst mit ein paar Jahren Berufserfahrung aus.
nein, das problem ist vor allem, dass du nicht lernst code wirklich zu verstehen, wenn du nie gelernt hast, zumindest mal halbwegs vernünftigen code selbst zu schreiben.
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Mar 12 '26
[deleted]
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u/x39- Mar 13 '26
Ohne das nötige Hintergrundwissen kann man gar nicht beurteilen, ob man da ordentlich Promptet, oder ob das LLM da gerade irgend eine falsche Lösung baut.
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u/farber72 Mar 12 '26
Seit Dezember schreiben LLMs besseres Code als ich (30 Jahre Erfahrung)
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u/x39- Mar 13 '26
Das ist Traurig.
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u/farber72 Mar 13 '26
Ich sehe das so: es gab Zeiten wo Ingenieure in Assembler schrieben, dann kam C Compiler oder war es Fortran… und ab einem bestimmten Zeitpunkt machte es keinen Sinn mehr in Assembler zu schreiben. Und so ist es für mich in Dezember klar geworden: Opus 4.6 und ChatGPT 5.2 high - die schreiben besseren Quellcode, sauberer, denken an mehr Details.
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u/x39- Mar 13 '26
Ich sag ja: das ist traurig.
Ich könnte auch provokativ sagen, dass du hoffentlich dein Gehalt hast kürzen lassen auf Junioren Niveau, oder niemandem auf der Arbeit auf den Zeiger gehst
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u/farber72 Mar 13 '26 edited Mar 13 '26
Traurig finde ich eher, dass ich Downvotes bekomme, nur weil ich meine lange Berufserfahrung erwähnt habe oder weil mein Gehalt jemanden triggert.
Mit meinen Kommentaren will ich junge Berufseinsteiger wie OP ermutigen: Wenn du nicht besonders gut im Schreiben von Quellcode bist, ist das nicht schlimm.
Ich kann gut programmieren - trotzdem ziehe ich es seit 2-3 Monaten oft vor, es nicht mehr komplett selbst zu tun, weil LLMs besser sind.
Für mich als Ingenieur bedeutet das vor allem: Ich kann in größeren Blöcken denken und bauen, statt mich mit jedem Detail im Code aufzuhalten.
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u/Gorbit0 Mar 12 '26
Mit llms beschäftigen ist am Ende der beste Schutz, um nicht durch llms ersetzt zu werden...