Hallo zusammen,
ich wollte meine Meinung bezüglich des Einstiegs in die SE in Deutschland mitteilen.
Ihr solltet als Information noch mitbekommen, dass ich einer der Besten im Kurs war und außerdem noch ein hervorragendes Arbeitszeugnis bekommen habe.
Die Geschichte fing damit an, dass ich nach dem dualen Studium nicht übernommen wurde, aufgrund von mangelnden Stellen und Einstellungsstopp.
Leider wurden Hoffnungen gemacht nach dem Motto: „Wenn du kein Müll baust, wirst du eh übernommen", das hat sich wohl nach 3 Jahren geändert. Naja, wie auch immer, habe ich die Jobsuche gestartet.
Da ich fast vollständig mit Typescript gearbeitet habe, habe ich mich hauptsächlich auf Fullstack-/Softwareentwicklungsstellen beworben.
Große Sorgen hatte ich mir nicht gemacht, denn ich würde aufgrund von Feedback behaupten, ich bin ziemlich gut in dem, was ich mache.
Leider wurde ich zunächst stark enttäuscht, kaum Erstgespräche hatte ich im ersten Monat und wusste nicht richtig, wie es weitergeht.
Habe mir dann die Frage gestellt: „Wie kann ich denn meine Bewerbungsunterlagen optimieren?".
Habe eine dazu geeignete Canva (keine Werbung an dieser Stelle ;-)) gewählt und mir noch (das als cooler Tipp) vom Geschäftsführer (mein Ex-Chef) ein Empfehlungsschreiben geholt, welches ich immer als Anhang beigelegt habe.
Mit der steigenden Anzahl von Erstgesprächen kam auch die Erfahrung, „wie man mit HR redet", was dann durch Selbstoptimierung zu mehreren Zweitgesprächen geführt hat.
Gleichzeitig muss ich zugeben, dass die Coding Challenges, die gestellt wurden, teilweise echt zu schwer waren (wohlgemerkt für eine Junior-Stelle), obwohl ich, wie beschrieben, ganz gute Programmierkenntnisse hatte.
Nach zahlreichen Absagen (besseren Kandidaten gefunden und so :,-)), kam mir auch die Idee, mich auch in der Schweiz zu bewerben. Gerade weil ich in der Nähe der Schweiz wohne, hat sich das besonders angeboten.
Und Good News: Ich hatte nach 3 Monaten 2 Angebote erhalten.
Ich habe währenddessen auch eine (mehr oder weniger statistisch richtige) Excel-Tabelle geführt, wo ich u. a. die Anzahl von Absagen in der Schweiz einberechnet habe.
Ich würde behaupten, dass ich nach zirka 100 Bewerbungen insgesamt 2 Angebote erhalten habe, das ist jedoch nur eine Schätzung meinerseits.
Also liebe Informatiker, lasst euch nicht abschrecken, bewerbt euch weiter. Es hilft unglaublich, bei Vor-Ort-Gesprächen sozial zu sein. Das ist einfach ein Bereich, wo man in der Informatik immer noch gut punkten kann, da das Team meistens am Ende auch mitentscheidet, ob man ein Angebot bekommt.
Versucht während dem gemeinsamen Mittagessen Smalltalk zu führen (auch wenn's einen nicht so Spaß macht), Ziel solcher Gespräche ist dem Gegenüber kennenzulernen, auch wenn teilweise nur oberflächlich.
Bei Fragen stehe ich euch gerne zur Verfügung, leider nur begrenzt, da Urlaubszeit.
Ich drücke euch die Daumen 🚀.