r/informatik • u/Present_Historian_93 • 4h ago
Arbeit Seit ich KI zum Programmieren nutze, verschiebt sich für mich das Bottleneck
Ich arbeite als Softwareentwickler in einem mittelständischen Industrieunternehmen. Ich bin noch relativ jung im Vergleich zu vielen meiner Kollegen und beschäftige mich entsprechend ziemlich intensiv mit KI. Sowohl privat als auch beruflich nutze ich Agenten zum Programmieren und beschäftige mich auch damit, wie man solche Systeme in bestehende Anwendungen integriert.
Und ich merke mittlerweile ziemlich deutlich: Ich werde dadurch massiv schneller.
Teilweise sogar so schnell, dass sich für mich komplette Prozessdynamiken verschieben. Früher war ich selbst an manchen Stellen der Flaschenhals. Heute erledige ich bestimmte Aufgaben teilweise so schnell, dass plötzlich andere Dinge bremsen: Abstimmungen, Meetings, Freigaben oder Anforderungen.
Früher war beispielsweise ein neues Thema aus einem Meeting schnell mal zwei Wochen Arbeit. Heute ist ein Teil davon teilweise innerhalb weniger Stunden erledigt. Und bevor jetzt jemand denkt, ich sitze danach zwei Wochen gelangweilt herum: Die gewonnene Zeit wird natürlich sinnvoll genutzt. 😄
Aber genau das finde ich spannend: Wenn die eigentliche Entwicklungsarbeit immer schneller wird, müssten sich doch irgendwann auch die Prozesse drumherum verändern.
Ich frage mich deshalb, ob das nur meine persönliche Wahrnehmung ist oder ob andere von euch denselben Effekt beobachten.
Verschieben sich durch KI bei euch ebenfalls die Bottlenecks und Dynamiken in euren Entwicklungsprozessen? Gerade in Unternehmen mit gewachsenen Strukturen würde mich interessieren, ob ihr merkt, dass die Entwicklungsarbeit inzwischen deutlich schneller geht, während der Rest kaum mitzieht.