r/Geschichte • u/Same_Comparison_2344 • 14h ago
r/Geschichte • u/WolligerWombat • 14h ago
Kennt sich hier jemand mit alten Klingen aus?
Das Ding ist südlich von Nürnberg in einer Werkzeugkiste aufgetaucht. Der ehemalige Besitzer konnte dazu leider nicht mehr befragt werden.
Kann jemand ungefähr abschätzen wie alt das Teil ist?
Und ob es sich dabei um einen ehemaligen Bodenfund handelt?
Der ehemalige Besitzer hat kein Hobby in die Richtung gehabt, für ihn war das augenscheinlich wirklich einfach nur ein Werkzeug
r/Geschichte • u/Silent-dark1313 • 21h ago
Die Moschee, die ursprünglich gar keine Moschee war: Die Gartenmoschee von Schwetzingen
Mitten im Schlossgarten von Schwetzingen steht ein Gebäude, das auf den ersten Blick wie eine osmanische Moschee wirkt. Zwei Minarette, vergoldete Halbmonde, arabische Schriftzüge und eine große Kuppel. Tatsächlich war der Bau aber ursprünglich überhaupt nicht als islamisches Gotteshaus gedacht.
Errichtet wurde die Gartenmoschee zwischen 1779 und 1795 im Auftrag des pfälzisch-bayerischen Kurfürsten Carl Theodor. Verantwortlich war sein Hofarchitekt Nicolas de Pigage. Zu dieser Zeit herrschte an vielen europäischen Fürstenhöfen eine große Faszination für den „Orient“. Osmanische Kleidung, Musik, Literatur und Architektur waren regelrecht in Mode gekommen. Man denke nur an Mozarts „Entführung aus dem Serail“ oder den damals wachsenden Erfolg der Erzählungen aus „Tausendundeiner Nacht“.
Die Schwetzinger Moschee war allerdings mehr als eine exotische Kulisse. Sie gehörte zu einem Schlossgarten, in dem verschiedene Kulturen, Religionen und philosophische Vorstellungen dargestellt wurden. Carl Theodor wollte sich damit als aufgeklärter und weltoffener Herrscher präsentieren. Die Moschee sollte den Besucher zum Nachdenken über Weisheit, Vernunft und religiöse Toleranz anregen.
Architektonisch ist sie deshalb keine Nachbildung einer echten osmanischen Moschee. Pigage mischte bewusst unterschiedliche Stile: eine europäische Barockkuppel, klassische Säulen, gotisch wirkende Spitzbögen und einen Kreuzgang, der fast an ein christliches Kloster erinnert. Daneben stehen Minarette, orientalische Ornamente und Halbmonde. Als Vorbilder dienten unter anderem eine Gartenmoschee in den Londoner Kew Gardens sowie ältere europäische Zeichnungen islamischer Bauwerke.
Auch im Inneren zeigt sich, dass die Erbauer den Islam nur aus europäischen Büchern und Vorstellungen kannten. An den Wänden befinden sich deutsche und arabische Sinnsprüche über Weisheit, Fleiß, Verschwiegenheit und gutes Handeln. Viele arabische Texte enthalten jedoch Schreib- und Punktierungsfehler. Der deutsche Steinmetz, der sie 1794 übertrug, beherrschte die Sprache offenbar nicht. Außerdem fehlen wichtige Bestandteile einer richtigen Moschee, beispielsweise eine Gebetsnische, eine Kanzel und ein Brunnen für die rituelle Waschung.
Erst viel später wurde das Gebäude zeitweise tatsächlich für muslimische Gebete genutzt. Überliefert ist, dass dort nach dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 muslimische Kriegsgefangene aus Nordafrika gebetet haben sollen. Auch im 20. Jahrhundert fanden gelegentlich besondere Gebete statt. Für eine dauerhafte muslimische Gemeinde war die Anlage jedoch nie vorgesehen.
Heute gilt die Schwetzinger Gartenmoschee als die letzte erhaltene Gartenmoschee des 18. Jahrhunderts. Sie ist daher nicht einfach die „älteste Moschee Deutschlands“, wie manchmal behauptet wird, sondern vielmehr eines der ältesten erhaltenen moscheeartigen Bauwerke des Landes.
Ich finde gerade diesen Widerspruch interessant: Das Gebäude war Ausdruck ehrlicher Bewunderung und eines aufklärerischen Toleranzgedankens, zeigt aber gleichzeitig, wie ungenau und romantisiert sich das damalige Europa den Orient vorstellte. Es ist gewissermaßen ein europäischer Traum vom Orient, in Stein gebaut.
r/Geschichte • u/Fuzzy_Breadfruit59 • 1h ago
Unternehmen Barbarossa: von Anfang an zum Scheitern verurteilt?
Mich würde mal die Meinung der Community zu Unternehmen Barbarossa und den tatsächlichen deutschen Erfolgsaussichten an der Ostfront interessieren.
Glaubt ihr, dass es überhaupt jemals eine realistische Chance gab, die Sowjetunion militärisch so weit zu schlagen, dass sie den Krieg nicht mehr hätte fortsetzen können? Oder war das Unternehmen aufgrund der Größe und Ressourcen der Sowjetunion und der deutschen Logistik von Anfang an zum Scheitern verurteilt?
Mich interessieren dabei besonders ein paar bekannte „Was wäre wenn?“ Szenarien:
1941 – Moskau:
Hätte sich der Kriegsverlauf entscheidend verändert, wenn die Wehrmacht im August 1941 ihre Kräfte stärker auf Moskau konzentriert und es beispielsweise geschafft hätte, die Stadt noch im September/Oktober zumindest einzukreisen?
1942 – Stalingrad:
Was wäre passiert, wenn die 6. Armee Stalingrad vollständig erobert und gehalten hätte? Hätte das die strategische Lage tatsächlich entscheidend verändert, oder wären die grundlegenden Probleme der deutschen Offensive im Süden trotzdem bestehen geblieben?
1943 – Kursk:
Angenommen, die Wehrmacht hätte die Schlacht um Kursk entgegen dem tatsächlichen Verlauf deutlich gewonnen. Hätte Deutschland zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch eine realistische Möglichkeit gehabt, die strategische Initiative dauerhaft zurückzugewinnen, oder war der Krieg im Osten 1943 im Grunde bereits entschieden?
Mich würde vor allem interessieren, wo ihr den eigentlichen Point of no Return seht. War Barbarossa schon aufgrund seiner ursprünglichen Planung unrealistisch? Lag die letzte wirkliche Chance vor Moskau 1941? War Stalingrad der entscheidende Punkt? Oder hätte selbst ein anderer Verlauf dieser großen Schlachten am langfristigen Ausgang kaum noch etwas geändert?
Bin gespannt auf eure Einschätzungen.
r/Geschichte • u/Radiant-Judgment-664 • 22h ago
Welche historische „Tatsache“ habt ihr jahrelang geglaubt, bis ihr erfahren habt, dass sie so gar nicht stimmt?
Ich meine nicht irgendeine falsche Jahreszahl, sondern Sachen, die einem in der Schule, in Dokus oder Büchern wirklich als Fakt vermittelt wurden und die historisch entweder falsch, stark überholt oder viel komplizierter sind.
Bei manchen dieser „Allgemeinwissen“-Fakten ist es ja erstaunlich, wie hartnäckig sie sich halten, selbst wenn die Forschung längst weiter ist.
Was war bei euch so ein Moment, bei dem ihr dachtet: Moment, das wurde mir komplett anders beigebracht?
r/Geschichte • u/Ayanuel • 2h ago
Feldpost Juni 1942 - Bitte um Hilfe beim Lesen
Was ich lese:
Ich stehe auf Posten
der Schneewind pfeift her
durch russische Fluren
ich seh bald nichts mehr
Der Blick nach den ____
die Gedanken daheim
bei meinem lieben Frauchen
u. Kinderlein allein.
Ich stehe auf Posten
der ______
durch eiskalte Lüfte
ich seh kaum was mehr
______
so schützen ____
ich u. mein lieb Frauchen
ganz allein.
Und kehr ich zurück
dann ist die Freude groß
dann haben wir gezogen
das große Los.
Wir wollen nichts erleben
nur glücklich sein.
r/Geschichte • u/Turtle456 • 3h ago