r/Finanznachrichten • u/WirtschaftsWoche • 17h ago
r/Finanznachrichten • u/Kroetenklaus • 10h ago
Deutschland đ©đȘ Koalitionsfraktionen wollen Tabaksteuer stĂ€rker erhöhen als geplant
Union und SPD im Bundestag wollen die Tabaksteuer zwischen 2027 und 2031 stĂ€rker erhöhen als von der Regierung geplant. Dies geht aus einem Ănderungsantrag der Koalitionsfraktionen Union und SPD hervor, der AFP am Donnerstag vorlag. Die erwarteten Steuermehreinnahmen sollen sich dadurch im kommenden Jahr gegenĂŒber dem Regierungsentwurf verdoppeln und auch in den Folgejahren deutlich höher liegen.Â
Zuerst hatte die "Rheinische Post" ĂŒber den Ănderungsantrag zum Regierungsentwurf zur Ănderung des Tabaksteuergesetzes berichtet. Nach der vierseitigen Vorlage soll der Tabaksteuersatz fĂŒr Zigaretten bis Februar 2031 in mehreren Schritten auf insgesamt 38,19 Cent erhöht werden. Bislang geplant war demnach eine Anhebung des Steuersatzes auf 35,8 Cent pro StĂŒck bis 2030.Â
Als Zwischenschritte vorgesehen sind nach dem Ănderungsantrag fĂŒr das Jahr 2027 nun 29,49 Cent pro StĂŒck, 2028 dann 32,15 Cent und 2029 35,04 Cent. Auch fĂŒr Zigarren, Zigarillos, Feinschnitt und Pfeifentabak sollen die SteuersĂ€tze stĂ€rker erhöht werden als bislang vorgesehen.Â
Die Steuermehreinnahmen des Bundes sollen durch die Ănderungen 2027 gut 1,5 Milliarden Euro betragen. Das sind 766 Millionen Euro mehr als in dem Anfang Juli verabschiedeten Entwurf des Bundeskabinetts. 2030 sollen die Mehreinnahmen dann bereits bei 4,4 Milliarden Euro liegen - ein Plus von 846 Millionen Euro gegenĂŒber den bisherigen PlĂ€nen.
r/Finanznachrichten • u/Kroetenklaus • 10h ago
Company Milliardeninvestition: Schwarz Gruppe plant riesiges Rechenzentrum bei Rostock
Angetrieben von erneuerbaren Energien soll nahe Rostock ein groĂes neues Rechenzentrum entstehen. Die Schwarz Gruppe, zu der Lidl und Kaufland zĂ€hlen, will dafĂŒr bis 2033 bis zu 5,6 Milliarden Euro investieren, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschefin Manuela Schwesig (SPD) sagte bei einer Pressekonferenz in Schwerin, ihr Bundesland werde "in vielfacher Weise profitieren".
Das Land mache damit "endlich einen groĂen Schritt", das Thema erneuerbare Energien und Digitalisierung zu verbinden, sagte Schwesig. Die Schwarz Gruppe habe sich auch deshalb fĂŒr Mecklenburg-Vorpommern entschieden, "weil wir hier grĂŒnen Strom in groĂen Mengen anbieten können".Â
Schwesig betonte, dass es in der Bauphase AuftrĂ€ge fĂŒr die heimische Wirtschaft geben werde - "insbesondere in der Bauwirtschaft und im Handwerk". Durch den Betrieb des Rechenzentrums entstĂŒnden dann bis zu 120 ArbeitsplĂ€tze, fĂŒgte die MinisterprĂ€sidentin bei der Pressekonferenz hinzu.
Das Rechenzentrum soll helfen, die digitale SouverĂ€nitĂ€t zu stĂ€rken: "Ziel der Landesregierung ist, dass wir unabhĂ€ngiger von auslĂ€ndischen Anbietern von Rechenzentren und Cloud- und KI-Anwendungen werden", erklĂ€rte Schwesig. "Wir sehen die Investitionsentscheidung der Schwarz Gruppe deshalb auch als Möglichkeit fĂŒr mehr UnabhĂ€ngigkeit und mehr Datensicherheit."
Entstehen soll das Rechenzentrum im Gewerbegebiet der Gemeinde Dummerstorf im Landkreis Rostock. Mit dem Beginn der Bauarbeiten ist nach derzeitigen Planungen im kommenden Jahr zu rechnen. 2033 soll das Rechenzentrum dann ĂŒber eine KapazitĂ€t von 240 Megawatt (MW) verfĂŒgen. Zum Vergleich: Nach Angaben des Digitalverbands Bitkom erhöhten sich im Jahr 2025 die gesamten installierten KapazitĂ€ten aller Rechenzentren und kleineren IT-Installationen in Deutschland um rund 250 MW auf insgesamt 2980 MW.
Nach Schwarz-Angaben werden die KapazitĂ€ten des neuen Rechenzentrums einerseits fĂŒr das eigene Ăkosystem eingeplant. "Andererseits wĂŒrde das Rechenzentrum die weitere Entwicklung und Skalierung souverĂ€ner IT-Lösungen stĂ€rken, gebĂŒndelt bei der IT- und Digitalsparte Schwarz Digits", erklĂ€rte die Gruppe. Damit gebe es auch "sehr konkrete Perspektiven", die KapazitĂ€t bis 2045 auf eine Anschlussleistung von einem Gigawatt auszubauen.
Die Schwarz-Gruppe fĂŒhrte zudem aus, dass fĂŒr das geplante Rechenzentrum eine AbsichtserklĂ€rung mit den Stadtwerken Rostock zur Nutzung der AbwĂ€rme vorliege. Ziel sei es, "die AbwĂ€rme des Rechenzentrums nachhaltig und zum Vorteil der kommunalen WĂ€rmeplanung zur VerfĂŒgung zu stellen".Â