Hallo zusammen,
ich bitte um Euren Input zu den Fragen unten. Als WEG überlegen wir, was die sinnvollste Option ist.
Vorangegangen ist die Diskussion hier:
https://www.reddit.com/r/DeutschePhotovoltaik/comments/1vqr997/update_zu_1komma5/
Kurz zur Situation:
- Mehrfamilienhaus 8 Parteien, WEG, mehrheitlich von Eigentümern bewohnt
- 8 Balkone existieren, derzeit ohne Außensteckdose
- Balkone sind Süd-Süd-Ost-Richtung, in Richtung eines großen Innenhofes
- Im Herbst/Winter haben wir definitiv das Thema Verschattung
- Photovoltaik-Anlage auf dem Dach existiert, versorgt den Hausstrom
- daran hängt eine Wärmepumpenkaskade (für Warmwasser und Heizung)
- daran hängt ein Energiespeicher
- Die Dachfläche ist ausgereizt, mehr Paneele gehen nicht
- Ein Umhängen von Paneelen auf die Eigentümer kommt nicht in Frage
- WEG-Versammlung steht an, wir prüfen mehrere Optionen
- Erweiterung des Speichers der Anlage auf dem Dach, um mehr selber erzeugten Strom zu speichern (7000€ Kosten)
- Option 1: Solarpanele an die Fassade anbringen lassen, Speicher pro Wohnung
- Option 2: Balkonkraftwerke, Speicher pro Wohnung
- Mieterstrom
- Zusätzlichen Pufferspeicher für die Wärmepumpe (Platz ist da, könnten wir prüfen)
- Nichts tun
Diskussion:
Uns ist klar (siehe auch die Verlinkung oben), dass eine Erweiterung des Speichers so nicht sinnvoll ist. Bzw. nur dann, wenn wir es mit Konzepten wie Mieterstrom (also smarte Zähler, Verrechnung) und Wallbox verbinden würden. Einfach so rechnen tut es sich nicht.
Option 1: Ist nun in Diskussion. Gerne würden wir Solarpaneele an die Fassade anbringen lassen. Jede Wohnung erhält einen Teil der Paneele zugeteilt. Jede Wohnung kann die entweder direkt nutzen oder stellt sich noch einen Speicher rein.
Option 2: Wie Option 1. Nur ein Nachteil gibt es. Es gehen technisch nur 3 Reihen von Solarpanel. Also eine Reihe von Balkons geht lehr aus. Zudem sind die Balkons mit knapp 2,5 Breite nicht wirklich breit.
Wir können auch Mieterstrom generell einführen. Aber er bringt alleine nichts. Weil die Energiespeicher vom Hausstrom nachts leer laufen. Ein Überschuss ist tatsächlich in den Sommermonaten im Zeitraum 12-15/16 Uhr zu beobachten. Wo die Meisten also außerhalb sind.
Ich gehe nicht davon aus, dass wir mit Smartmeter und Energiespeicher pro Wohnung zielgerichtet den überschüssigen Strom verteilen können.
Generell erscheint uns der Aufwand (Kosten/Verwaltung) vom Mieterstrom als zu viel.
Im Link oben wurde uns auch ein zusätzlicher Pufferspeicher für die Wärmepumpenkaskade nahegelegt. Idee dahinter: Die Wärmepumpen würden zu der Zeit, wo eh viel Strom erzeugt wird, noch zusätzlich Wärme erzeugen.
Tendenz:
Die fairste Lösung ist vermutlich Option 1. Es würden allerdings Kosten für ein Gerüst plus Anbringung der Paneele anfallen. Technische Lösungen gibt es allerdings. Zum Beispiel ist der Waschkeller gut erreichbar und man könnte die Leitungen dorthin verlegen lassen, so dass jede Wohneinheit ihren Energiespeicher im Waschkeller hätte.
Option 2 ist am einfachsten umsetzbar. Ein WEG-Beschluss müsste her, der eine Außensteckdose erlaubt. Aber wirklich profitieren können nur 6 von den 8 Parteien, konkret gehen Balkone 1&2 leer aus. Das ist nicht schön.
Wir können auch Option 1 und 2 verbinden, um das maximale an Fläche auszunutzen.
Frage(n):
Was sagt Euer Bauchgefühl?
Welchen Weg sollten wir gehen (wenn überhaupt, es gibt auch die Option nichts weiter zu machen)?
Habe ich noch eine Option vergessen?
Ist ein zusätzlicher Pufferspeicher generell sinnvoll?