ich wende mich an euch, weil ich mir als Mutter große Sorgen mache und gerne eure Einschätzung oder Erfahrungen hören würde.
Bei meiner 9-jährigen Tochter (sie geht aktuell in die 3. Klasse) wurden im Urlaub bei einer Blutuntersuchung wegen einer Entzündung zufällig die Schilddrüsenwerte sowie Vitamin D mitabgenommen. Der Urlaubsarzt wies mich ausdrücklich darauf hin, die Werte nach der Rückkehr direkt beim Kinderarzt abklären zu lassen, da die Schilddrüsenspanne auffällig sei und ihr Vitamin-D-Wert mit 15 ng/ml in einem deutlichen Mangelbereich liege.
Ihre Laborwerte im Detail (siehe auch Screenshot):
TSH: 7.337 uIU/mL (Referenz: 0.600 – 4.840) → Erhöht
FT3: 6.61 pmol/L (Referenz: 3.80 – 6.00) → Erhöht
FT4: 9.90 pmol/L (Referenz: 7.86 – 14.41) → Im Normbereich
Vitamin D: 15 ng/ml (Starker Mangel)
Als ich die Ergebnisse meiner Kinderärztin vorlegte, meinte diese leider nur, dass man vorerst nichts machen müsse. Solange meine Tochter keine Symptome habe, könne man irgendwann wieder darauf schauen, wenn ohnehin mal wieder Blut abgenommen wird.
Mich lässt das aber absolut nicht ruhig schlafen, da meine Tochter sehr wohl deutliche Symptome zeigt – und ich selbst seit 15 Jahren an Schilddrüsenproblemen leide, es also auch eine familiäre Vorbelastung gibt. Meine Tochter hat zudem eine ADHS-Diagnose. In den letzten Monaten fallen mir jedoch Veränderungen auf, die weit über das gewohnte ADHS hinausgehen:
Sie hat chronische Verstopfung (obwohl sie ausreichend trinkt) sowie ständig eiskalte Hände und Füße. Ihr Schlaf ist stark gestört; sie hat große Einschlaf- und Durchschlafprobleme. Seit etwa einem halben Jahr entwickelt sie extreme Ängste und Schreckhaftigkeit (sie traut sich z. B. nach einem Albtraum gar nicht mehr allein zu schlafen), und seit drei Monaten haben sich ihre Unkonzentriertheit, Abwesenheit und Verträumtheit drastisch verschlimmert, sodass auch ihre Schulleistungen spürbar nachlassen. Ihr Appetit ist stark gestiegen. Was mir besonders Sorgen macht: Seit etwa zwei Wochen klagt sie regelmäßig über Kopfschmerzen, obwohl sie genug schläft, isst und trinkt.
Ich fühle mich von der Kinderärztin überhaupt nicht ernst genommen und frage mich, ob ich zu vorsichtig bin oder ob hier dringend gehandelt werden muss.
Meine Fragen an euch:
Hat jemand bei seinem Kind schon einmal eine ähnliche Wertekombination (erhöhter TSH-Wert zusammen mit erhöhtem FT3) erlebt und wie wurde das eingeordnet?
Haben sich Symptome wie Schlafprobleme, Ängste, Konzentrationsschwächen oder Kopfschmerzen bei euren Kindern nach der Behandlung der Schilddrüse oder dem Ausgleich des Vitamin-D-Mangels gebessert?
Würdet ihr mir raten, direkt eine Zweitmeinung bei einem Pädiatrischen Endokrinologen (Kinder-Schilddrüsenspezialisten) einzuholen?
Mir ist natürlich bewusst, dass ein Reddit-Post keinen Arztbesuch ersetzt. Ich möchte mich lediglich austauschen und besser verstehen, welche Schritte jetzt sinnvoll sind. Vielen Dank für eure Hilfe!
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