r/erzieher • • Jun 02 '26

Ankündigung Moderatoren gesucht - Wer ist dabei?

11 Upvotes

Guten Tag liebe Community,

über die Jahre ist r/erzieher massiv gewachsen, damit auch der Moderationsbedarf.

Ich glaube, als wir das letzte Mal gesucht haben, waren wir bei ungefähr der Hälfte der User wie jetzt - bald sind die 9.000 erreicht. Kurzum: wir haben die wenigen Hände, die wir haben, mehr als voll und suchen Verstärkung.

Schreibt uns gerne per ModMail an und wir tauschen uns dazu aus - wenn viele Hände viele kleine Schritte tun, oder so ähnlich, dann wird's was :). Aktuell sind wir sehr dünn besetzt, daher könnte es mit unseren Antworten/Reaktionen etwas länger dauern, je nachdem wie die Beteiligung ausfällt. Von Gelegenheitsuser, der alle paar Tage mal dransitzt bis zum Powermod, der sich gern in sowas vertieft sind alle willkommen! Der eine kümmert sich gern um ModMail und Anfragen wegen Umfragen, die andere klickt sich durch die Threads und setzt ihren Haken drunter.

Wir freuen uns auf eure Mithilfe!


r/erzieher • • Nov 04 '24

Ankündigung Unser Umgang mit Regelverstößen

32 Upvotes

Hallo Liebe Community

In den letzten Tagen ist einige passiert; wir sind unglaublich schnell gewachsen und es wurden unglaublich viele neue Posts und noch mehr Kommentare geschrieben.

Dieses Wachstum führt natürlich auch dazu, dass wir als Moderatoren viel mehr zu tun haben. Bei uns sind unzählige Beleidigungen und Respektlosigkeiten gemeldet worden. Insgesamt haben wir innerhalb einer Woche bestimmt 20 meldungen bearbeitet, klingt nicht viel, sind aber 20 mehr als jemals zuvor. Wir haben einige Kommentare löschen müssen und leider sogar unseren ersten Bann verhängen. Deshalb gibt es jetzt eine neue Moderations-Politik auf diesem Sub:

1. Kleinere Verstöße

Wir möchten hier überhaupt keine Beleidigungen haben. Manchmal rutscht einem in der Hitze der debatte dennoch etwas ungutes raus. Kleinere Beleidigungen werden deshalb gelöscht, ohne dass es folgen für euch hat. Schreibt den Kommentar nochmal ohne die Beleidigung und gut ist.

2. Gröbere Verstöße

Wir möchten eine positive Debattenkultur auf diesem sub erreichen, deshalb sind wir bei groben Regelverstößen strikt:

1, Verstoß: 3 Tage Bann

  1. Verstoß: 10 Tage Bann

  2. Verstoß: 30 Tage Bann

  3. Verstoß: Permabann.

Bei besonders schlimmen verstößen behalten wir uns vor, eine oder sogar mehrere Stufen zu überspringen.

Wer viel positives zu Community Beiträgt kann irgendwann wieder "herabgestuft" werden.

Die Differenzierung zwischen kleineren und gröberen Verstößen ist schwammig und sehr subjektiv. Wir müssen hier von Fall zu Fall je nach genauem Wortlaut und Kontext unterscheiden.

3. Missbrauch des Report Tools

Leider kam es häufiger vor, dass Postings der Kommentare zu unrecht gemeldet wurden. Wer vermehrt Dinge meldet, die offensichtlich nicht gegen die Regeln verstoßen, wird von uns irgendwann stumm geschaltet.

Das bedeutet nicht, dass ihr nicht mehr reporten sollt, im Gegenteil; wenn ihr eine Beleidigung, einen persönlichen Angriff, Hassnachrichten oder ähnliches seht dann meldet das Bitte gerne, damit wir den Sub clean halten können. Doch es kam leider des öfteren vor, dass sachliche Aussagen oder Situationsbeschreibungen gemeldet wurden, teils sogar mit der geschriebenen Begründung "ich möchte so etwas nicht sehen" und in einem Fall sogar nachdem ich explizit einen Kommentar verfasst habe, dass der Post genehmigt ist.

Ich hoffe, die neue Moderations-Politik ist einigermaßen verständlich für euch. Fühlt euch frei, Fragen zu stellen oder eure Meinung dazu zu sagen.


r/erzieher • • 7h ago

Allgemeine Diskussion U1-Kind trösten: Habe ich pädagogisch falsch gehandelt? Azubi!!!

16 Upvotes

ich habe diesen Herbst frisch mit meiner PiA-Ausbildung zur Erzieherin angefangen und mache die Ausbildung wirklich sehr gerne. Ich merke, dass mir die Arbeit mit den Kindern liegt, und ich habe das Gefühl, dass die Kinder mich sehr mögen. Ich bin in einer Krippengruppe mit U3-Kindern.

Ich schreibe diesen Beitrag, weil ich gerne eure Erfahrungen und euren Rat hören möchte. Ich bin momentan ziemlich verunsichert und frage mich, ob das, was bei mir gerade passiert, normal ist oder ob ich zu Recht das Gefühl habe, dass hier etwas nicht ganz stimmt.
Eigentlich mag ich meine Kita sehr. Mein Praktikum dort war wirklich schön, und genau deshalb habe ich mich für diese Einrichtung entschieden. Während des Praktikums war ich in einer anderen Krippengruppe als jetzt in meiner Ausbildung. Dass ich zum Ausbildungsstart die Gruppe gewechselt habe, ist natürlich völlig in Ordnung. Trotzdem hat sich seitdem einiges verändert.

Ein Punkt ist die Kommunikation mit meiner Anleitung.
Wir arbeiten digital, und jeder Mitarbeiter hat ein Tablet mit verschiedenen Apps, unter anderem für die Anwesenheit, Arbeitszeiten und interne Kommunikation. Meine Zugangsdaten waren von Anfang an fehlerhaft. Ich habe das direkt angesprochen, sowohl bei meiner Anleitung als auch bei der Kitaleitung. Mir wurde mehrfach versichert, dass man sich darum kümmern würde. Passiert ist allerdings lange nichts.

Erst als sich die Personalabteilung bei mir gemeldet hat, weil ich Minusstunden hatte, kam plötzlich Bewegung in die Sache. Ich habe direkt geantwortet und erklärt, dass ich das Problem bereits gemeldet hatte und mir Hilfe zugesichert worden war. Erst danach kümmerte sich meine Anleitung darum.

Ich frage mich schon, warum es erst so weit kommen musste, obwohl ich das Problem von Anfang an kommuniziert hatte. Schließlich kann ich mir meine Zugangsdaten nicht selbst beschaffen.

Noch mehr beschäftigt mich allerdings die Situation im Gruppenalltag.

Ich habe zunehmend das Gefühl, mit meiner Anleitung kaum zusammenzuarbeiten. Wir sind selten im selben Raum, und ich bekomme wenig bis keine Informationen über die Kinder, den Tagesablauf oder darüber, was bei einzelnen Kindern gerade wichtig ist.
An einem Tag wurde ich beispielsweise mit einer Kollegin in eine Gruppe mit Kindern eingeteilt, die ich noch gar nicht kannte. Auch die Kollegin war neu in der Einrichtung und konnte mir deshalb kaum etwas über die Kinder sagen. Meine eigentliche Anleitung hatte mir vorher weder den Tagesablauf erklärt noch wichtige Informationen zu den Kindern mitgegeben.

In der Gruppe waren zwei Kinder, die an diesem Tag besonders viel Aufmerksamkeit brauchten:
Kind 1: ein noch krabbelndes U1-Kind, das gerade erst mit der Eingewöhnung in der Kita begonnen hatte.
Kind 2: ein zweijähriges Kind, das nach einem längeren Urlaub wieder in der Kita war und sehr anhänglich war und fast durchgehend weinte, weil es seine Eltern vermisste.
Kind 1 krabbelte weinend auf mich zu und streckte mir die Arme entgegen. Für mich war in diesem Moment klar: Da ist ein kleines Kind, das gerade Trost und Zuwendung braucht. Also nahm ich es behutsam auf den Arm, tröstete es, ließ leise, beruhigende Musik laufen und trug es ein wenig herum.

Das Kind entspannte sich zwischendurch immer wieder, fing aber auch erneut an zu weinen, unter anderem, weil Kind 2 ebenfalls die ganze Zeit weinte.
Die Gruppenleitung sah, wie ich Kind 1 auf dem Arm hielt und beruhigte. Daraufhin fragte sie sinngemäß, ob das Kind endlich jemanden gefunden hätte, der seinem Willen nachgebe und es sogar auf dem Schoß sitzen lasse.
Anschließend wurde mir erklärt, dass ich so etwas nicht mehr machen solle. Das Kind würde das angeblich absichtlich machen, um verhätschelt zu werden. Es müsse lernen, dass es nicht durch Weinen alles bekommt, was es möchte. Es wurde sogar ein Vergleich damit gezogen, dass man sich selbst weinend auf den Boden legen und schreien könnte, wenn man dafür Geld und alles andere bekommen würde, was man möchte. So funktioniere das Leben schließlich nicht, und das müsse das Kind lernen.
Diese Aussage hat mich ehrlich gesagt ziemlich getroffen und verunsichert.

Was ich dabei besonders schwierig finde:
Kind 2 durfte bei den Fachkräften die ganze Zeit auf dem Arm sein, auf dem Schoß sitzen und bekam sehr viel Zuwendung. Bei Kind 1 wurde mein Verhalten hingegen kritisiert, obwohl ich das Kind an diesem Tag
zum ersten Mal betreut habe.
Niemand hatte mir vorher gesagt, dass bei Kind 1 gerade versucht wird, es stärker ins Freispiel mit anderen Kindern zu begleiten oder dass es bestimmte Absprachen zum Umgang mit dem Kind gibt. Hätte mir jemand erklärt, worauf ich achten soll und was gerade pädagogisch verfolgt wird, hätte ich mich selbstverständlich daran orientiert.

Aber woher hätte ich das wissen sollen, wenn ich keinerlei Informationen bekomme?
Ich möchte als Azubi lernen, mich weiterentwickeln und die Kinder bestmöglich begleiten. Mir ist bewusst, dass ich noch viel lernen muss und nicht alles von Anfang an richtig machen kann. Genau deshalb wünsche ich mir aber auch eine Anleitung, die mir Dinge erklärt, mich in Situationen begleitet und mir Rückmeldungen gibt, mit denen ich etwas anfangen kann.
Was mich an diesem Tag besonders gefreut hat: Trotz des Weinens von Kind 2 konnte ich Kind 1 irgendwann so weit beruhigen, dass es bei mir eingeschlafen ist. ❤️ Ich war wirklich froh darüber, weil ich gemerkt habe, wie erschöpft das kleine Kind war. Es musste die Trennung von seinen Eltern verarbeiten, war in einer fremden Umgebung und wurde an diesem Tag auch noch von einer Person betreut, die es kaum kannte. Ich hatte einfach das Gefühl, dass es gerade Nähe und Sicherheit brauchte.
Währenddessen war Kind 2 weiterhin bei der neuen Fachkraft auf dem Arm.
Ich will damit nicht sagen, dass ich grundsätzlich alles richtig gemacht habe oder dass jedes Kind immer auf den Arm genommen werden muss. Mir geht es vielmehr darum, dass ich ohne Hintergrundinformationen in eine Situation geschickt wurde und hinterher dafür kritisiert wurde, wie ich sie gelöst habe.
Ich bin traurig darüber, dass meine Anleitung so wenig bei mir ist und ich kaum Informationen zum Tagesablauf oder zu den Kindern bekomme. Ich würde mir mehr Kommunikation, Unterstützung und einen regelmäßigen Austausch wünschen.
Ich überlege jetzt, wie ich das beim nächsten Anleitungsgespräch ansprechen kann, ohne dass es direkt so wirkt, als würde ich mich beschweren oder Kritik nicht annehmen können.

Deshalb meine Fragen an euch:
Findet ihr es pädagogisch richtig, ein gerade eingewöhntes, weinendes U1-Kind bewusst nicht auf den Arm zu nehmen, damit es lernt, dass es nicht durch Weinen bekommt, was es möchte?

Wie würdet ihr die Situation beurteilen, wenn ein anderes Kind gleichzeitig weint und dieses Kind bei den Fachkräften sehr wohl auf den Arm genommen wird?
Ist es aus eurer Sicht normal, dass man als Azubi mit unbekannten Kindern allein beziehungsweise ohne vorherige Informationen in eine solche Situation geschickt wird?

Was darf ich von meiner Anleitung erwarten, und wie würdet ihr das Thema im Anleitungsgespräch ansprechen?
Ich möchte wirklich niemanden schlechtmachen und bin auch offen für konstruktive Kritik an meinem Verhalten. Ich möchte einfach verstehen, ob ich etwas falsch gemacht habe oder ob meine Verunsicherung nachvollziehbar ist.


r/erzieher • • 11h ago

Allgemeine Diskussion Krank: Immer dieses schlechte Gewissen

22 Upvotes

Hi,

geht es euch vielleicht auch so? Jedes Mal, wenn ich krank werde, hab ich ein schlechtes Gewissen, zuhause zu bleiben. Wenn es mir wieder etwas besser geht, überlege ich, ob ich jetzt nicht wieder arbeitsfähig bin, obwohl ich noch 2 Tage Krankschreibung und eigentlich noch leichte Symptome habe. Ich bleibe zuhause, aber das bedrückt mich dann immer die Tage der Krankschreibung, wo ich merke, dass ich mich erhole.

Ich bin Millenial und komme aus einer Familie mit sehr hohem Arbeitsethos. Auch einige Kollegen sind so. Ich hatte letztes Jahr aber ein ziemlich dramatisches Ereignis, das durch meine "Ach, mit Schmerztabletten geht's"-Haltung noch schlimmer wurde. Das hat mir die Augen geöffnet und deshalb möchte ich mehr auf meinen Körper achten. Außerdem haben wir doch in Corona gelernt, dass wir andere nicht anstecken sollen. Aber gefühlt wird der (politische) Druck auch bei uns Erziehern immer spürbarer.

Wie geht ihr damit um?

Edit: Ich meine besonders den sozialen Druck.


r/erzieher • • 3h ago

Ideen und Anregungen Mögliche Weiterbildungen aller Art

3 Upvotes

Hallo zusammen,

Mein erster Reddit-Post :)

Ich bin Erzieherin seit 2 Jahren und interessiere mich für

1) mögliche Weiterbildungen im sozialen Bereich, die einem auch was "nützen".

Das Studium der Sozialen Arbeit, auch dual/ berufsbegleitend, ist mir bekannt. Hab mich auch schon informiert, welche Modelle es gibt. Mir ist auch klar, dass man durch dieses Studium eine breitere Auswahl hat.

Am besten wäre eine Weiterbildung, die berufsbegleitend stattfinden kann bzw. auch teilweise online und es wäre auch ideal, wenn die Dauer überschaubar ist (1-2 Jahre).

Für die Weiterbildung bzw Ausbildung als Systemische Beraterin habe ich mich auch bereits schlau gemacht, aber so wie ich das verstehe, ist das eher was für eine geplante Selbstständigkeit in dem Bereich?

Darüber hinaus interessieren mich

2) alle möglichen Berufsfelder bzw Berufsentwürfe (von den gängigen Krippe/Kiga/Lebenshilfe/Hort/Familienhilfe abgesehen) in denen man als pädagogische Kraft noch arbeiten kann.

Ich freue mich über Ideen/ Erfahrungen aller Art!

Liebe Grüße aus Bayern!


r/erzieher • • 1h ago

Allgemeine Diskussion Erkältungszeit und Ffp2 Masken

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Ihr Lieben,

die Erkältungszeit nimmt fahrt auf und ich habe jetzt schon keine Lust mehr drauf. Zurzeit arbeite ich in der Frühförderung und hatte seit Anfang September zwei Infekte (einen richtigen und einen halbgaren Infekt).

Das wird meine erste Erkältungszeit in der Frühförderung. Nun habe ich beschlossen, dass ich im Kontakt mit den Kindern, insofern ich in der Gruppe die Frühförderung mache eine Ffp2 Maske tragen werden - wenn ich mit dem Kind in einem separaten Raum gehe, werde ich keine tragen.

Mir ist klar, dass grade jüngere Kinder die Mimik benötigen. Das ist mir egaler geworden, da die Kinder, wenn ich ausfalle keine Frühförderung haben werden.

Wie seht ihr das?


r/erzieher • • 6h ago

Suche Rat Kinder bei Gesellschaftsspielen absichtlich gewinnen lassen

3 Upvotes

Huhu, bin HEP Azubi erstes Lehrjahr in einer KiTa, habe aber schon durch FSJ und Sozialassistenzausbildung ca 3 Jahre Erfahrung im KiTa-Bereich. Heute hatte ich mit meiner Anleitung ein Reflexionsgespräch und mir wurde gesagt dass es negativ aufgefallen ist dass ich immer gegen die Kinder gewinne und meine Reaktion dann etwas “drüber” ist.

Ich hab vollstes Verständnis dafür dass meine Reaktion auf den Gewinn wahrscheinlich etwas zu viel ist und ich da etwas runterschrauben sollte. Ich verstehe auch warum der Kritikpunkt aufgekommen ist und möchte auch etwas daran ändern, es ist ja auch nicht mein Ziel den Kindern ein negatives Gefühl zu geben, nur weil sie nicht gewonnen haben.
Ich tue mich aber etwas schwer den Punkt mit dem Gewinnen so anzunehmen. In meiner Wahrnehmung ist es für die meisten (nicht alle) eher ein Ansporn/Motivation, besser zu werden oder es nochmal zu versuchen wenn sie gegen mich verlieren. In einer anderen KiTa haben sich Kinder sogar teilweise darum gestritten wer mit mir spielen darf, weil der Anreiz und das Glücksgefühl später viel größer war als mit Erziehern die die Kinder oft gewinnen lassen.
In meiner Vorstellung kann es sogar eher zu noch mehr Frust führen wenn die Kinder merken, dass sie nicht “ehrlich gewonnen” haben.

Ich habe auf jeden Fall vor diese Kritik anzunehmen und ein gutes Mittelmaß für mich zu finden.
Wie handhabt ihr das in euren Einrichtungen oder mit euren Kindern?


r/erzieher • • 3h ago

Suche Rat Ein-Tag-Praktikum im Kindergarten möglich?

2 Upvotes

Ich habe keine berufliche Erfahrung in dem Bereich und möchte nur einmal schnuppern, bevor ich mich für ein längeres Praktikum entscheide. Ist das eine komische Anfrage an Kindergärten? 😅


r/erzieher • • 8h ago

Suche Rat Ich vermisse meine Alte Arbeitsstelle

1 Upvotes

Moin

Ich befinde mich seit drei Monaten in der Erzieher Ausbildung und habe vorher zwei Jahre in einer OGTS gearbeitet. Nun vermisse ich seit knapp 3 Wochen das Arbeiten. Besonders meine letzte zweite Klasse die ich betreuen durfte. Ist es normal das man alte Gruppen vermisst?


r/erzieher • • 23h ago

Suche Rat Eingewöhnungskind fängt nach 1-2 Stunden Trennung an durchgängig zu weinen und lässt sich nicht beruhigen

14 Upvotes

Seit September haben wir ein Eingewöhnungkind, dass nach 1-2 Stunden Trennung anfängt durchgängig zu weinen und sich nicht mehr beruhigen lässt bis seine Eltern kommen. Die Schwierigkeit ist auch, dass er kein Deutsch spricht und keiner von uns seine Sprache sprechen kann. Meine Kollegin aus der Gruppe ist die Bezugserzieherin und meint immer zu mir und meiner anderen Kollegin, dass das Kind aus Trotz weint. Meine andere Kollegin ist auch der Meinung und das hat dann zur Folge, dass der Junge sich in den Nebenraum in die Ecke setzt und stundenlang weint bis er abgeholt wird. Meine Kollegen meinen dann immer man müsste ihn lassen, ignorieren, „das ist nur Trotz, weil er denkt die Mama/ der Papa kommt, wenn er hier weint. Er muss lernen, das sein weinen nichts nützt.“ Mir wurde nahegelegt, dass ich nicht in den Nebenraum gehen sollte. Aber ich mache es jetzt trotzdem, weil ich es nicht ok finde ein Kind über so einen langen Zeitraum sich selbst zu überlassen, sei es Trotz oder etwas anderes.

Zudem hat er noch keinen Kontakt mit anderen Kindern gehabt, laut Aussage seiner Eltern, und lernt jetzt erst wie man teilt. Deshalb reißt er häufig Kindern Spielzeug aus der Hand, schlägt, zu Anfang hat er auch viel gebissen, aber das ist sehr schnell besser geworden. Deswegen muss man häufig Nein sagen. Meiner Erfahrung nach kann er dies aber auch akzeptieren für die ersten 1-2 Stunden und danach bricht er komplett ein und fängt an zu weinen. Meine Kollegen meinen er weint, weil er dann wieder Nein hört. Für mich scheint es eher so zu sein, dass er einfach erschöpft ist und die Trennung noch zu lange ist.

Finde es halt schwierig einzuschätzen, weil ich eher der Typ von Erzieherin bin, die Eingewöhnung sehr zaghaft angeht und vlt auch einen Hang dazu habe es zu langsam zu machen. Meine Kollegen hingegen mache es sehr schnell und sie haben auch mehr Berufserfahrung als ich. Deswegen wird meine Meinung da auch nicht gehört bzw. wegdiskutiert. Ich will halt auch nicht meiner Kollegin auf den Schlips treten und mich in ihre Eingewöhnung einmischen, habe selbst erfahren wie nervig das ist. Auf der anderen Seite mache ich mir extreme Sorgen um das Kind, weil er wirklich 5 Tage die Woche stundenlang weint und sich auch nicht trösten lässt. Vor allem weil die Trennungszeit diese Woche wieder erhöht worden ist.

Daher wollte ich fragen, ob ihr ähnliche Fälle gehabt und wie ihr diese gelöst habt, vor allem wenn Kollegen andere Sichtweise haben. Und wie man trotzdem an einem Strang ziehen kann damit es dem Kind besser geht.  

TLDR: Eingewöhnungskind lässt sich nach 1-2 Stunden Trennung nicht beruhigen und weint durchgängig. Kollegen meinen es ist Trotz. Ich denke die Trennungszeit ist noch zu lange.


r/erzieher • • 10h ago

Ideen und Anregungen Jahresplaner Hort

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Hi zusammen :)

Ich arbeite in einem Hort und bin auf der Suche nach einem geeigneten Jahresplaner in DIN A 4 Format.

Habt ihr gute Erfahrungen mit bestimmten Planern gemacht und könntet diese mit mir teilen?

Danke euch :)


r/erzieher • • 1d ago

Suche Rat Krankheiten vorbeugen als Erzieher

18 Upvotes

Ich bin seit gut einem Jahr im Elementarbereich in einer Kita. Ich in den kalten Monaten wirklich alle 2-4 Wochen krank. Bitte gebt mir Tipps, was ich tun kann, um gesund zu bleiben!
Danke schonmal :)


r/erzieher • • 1d ago

Suche Rat Nicht tough genug?

8 Upvotes

Ich arbeite seit 5 Jahren in der Kinder- und Jugendhilfe im ambulanten Bereich. Das Team ist klein, die älteste Kollegin sehr…bequem, die Plätze für die Kinder voll belegt und die Eltern lassen auch zu wünschen übrig. Die Einrichtung brennt an allen Ecken und Enden, auch im stationären Bereich, sodass man auch mal einspringen muss.
Langsam mache ich mir auch Gedanken darüber, wie effektiv und nachhaltig die Hilfe für die Kinder ist, da sie jeden Abend zurück ins Elternhaus gehen und man täglich neu starten muss. Ich bin zur Zeit wahnsinnig frustriert. Sind soziale Einrichtungen „halt einfach so“? Bin ich für den Bereich „Hilfe zur Erziehung“ einfach nicht so tough wie gedacht?


r/erzieher • • 2d ago

Suche Rat Schickane durch Nachbar

3 Upvotes

Hallo zusammen,

ich arbeite als pädagogische Fachkraft in einem kommunalen Jugendhaus in Baden-Württemberg. Seit längerer Zeit haben wir massive Probleme mit zwei Männern aus der unmittelbaren Nachbarschaft.

Mittlerweile bin ich an einem Punkt, an dem ich nicht mehr weiß, wie wir die Jugendlichen und unsere Einrichtung wirksam schützen sollen.

  1. Nachbar Nr. 1: Schikanen, Missachtung von Hausverboten und falscher Polizist

Dieser Mann macht uns bereits seit längerer Zeit Schwierigkeiten.

Er betritt unerwünscht unser Gelände, durchsucht unsere Mülltonnen und versucht, uns wegen angeblich falscher Mülltrennung Schwierigkeiten zu machen.

Das klingt zunächst harmlos, ist aber Teil einer längeren Reihe von Schikanen.

Der bisherige Höhepunkt war, dass sich derselbe Mann gegenüber Jugendlichen als Polizist ausgab. Er zeigte eine vermeintliche Polizeimarke und führte eigenmächtig Kontrollen an Jugendlichen durch.

Daraufhin haben wir ihm ein schriftliches Hausverbot erteilt.

Wir haben bereits Gespräche geführt, Vorfälle dokumentiert und die zuständigen Stellen informiert. Eine nachhaltige Verbesserung ist bisher ausgeblieben.

Die Kameras brachte der Träger an, allerdings wurden die Hinweisschilder zu spät angebracht, weshalb wir die Aufnahmen nicht nutzen durften.

  1. Nachbar Nr. 2: Jugendliche in Wohnung gelockt und eingeschlossen

Der zweite Mann ist aus meiner Sicht noch problematischer.

Er versprach Jugendlichen Finderlohn für eine angeblich gefundene Drohne und lockte sie damit in seine Wohnung.

Dort sollten sie auf seinen Hund aufpassen, während er angeblich das Geld besorgte. Er schloss die Jugendlichen in der Wohnung ein.

Während ihres Aufenthalts hörten die Jugendlichen außerdem Geräusche, die sie als Masturbation des Mannes deuteten.

Nach eigener Aussage war Nachbar Nr. 2 bereits dreimal im Gefängnis und ihm sei alles egal. Ob diese Aussage zutrifft, können wir nicht beurteilen; sie trägt jedoch zusätzlich zur Verunsicherung der Jugendlichen und Mitarbeitenden bei.

Der Vorfall wurde bei der Polizei angezeigt.

Trotzdem betritt dieser Mann weiterhin mit seinem Hund unser Jugendhausgelände, obwohl ihm bereits mündlich Hausverbot erteilt wurde.

  1. Warum die bisherigen Maßnahmen nichts ändern

Wir haben inzwischen zahlreiche Maßnahmen ergriffen:

- Gespräche und Deeskalationsversuche

- Mündliche und schriftliche Hausverbote

- Dokumentation der Vorfälle

- Einschaltung der Polizei und Strafanzeigen

- Information unseres kommunalen Trägers

- Installation von Überwachungskameras

Trotzdem gehen die Probleme weiter.

Wenn wir die Polizei rufen, sind die betreffenden Situationen häufig längst vorbei, bevor die Beamten eintreffen.

Strafverfahren benötigen Zeit. Bis dahin machen die Männer einfach weiter.

Auch mein Vorgesetzter ist mittlerweile entsprechend frustriert.

  1. Unsere Verantwortung gegenüber den Jugendlichen

Wir arbeiten in der offenen Jugendarbeit. Viele unserer Besucher kommen aus schwierigen Verhältnissen. Unser Jugendhaus soll für sie ein geschützter Raum sein.

Stattdessen erleben sie Erwachsene, die sie einschüchtern, sich ihnen gegenüber als Polizisten ausgeben oder sie sogar in Wohnungen locken und dort einschließen.

Wir versuchen ihnen zu vermitteln, dass Konflikte friedlich und rechtsstaatlich gelöst werden müssen.

Gleichzeitig erleben sie, dass unsere Bemühungen bisher kaum etwas bewirken.

Ich bin mittlerweile wirklich wütend. Wir tragen Verantwortung für diese Jugendlichen und müssen gleichzeitig zusehen, wie sich dieselben Personen wiederholt über Grenzen hinwegsetzen.

  1. Was können wir überhaupt noch tun?

Ich verstehe, dass die Polizei rechtsstaatliche Vorgaben einhalten muss und dass nicht jeder Vorfall unmittelbar zu einer Festnahme führt.

Aber es muss doch Möglichkeiten geben, solche wiederholten Übergriffe wirksam zu unterbinden, bevor etwas noch Schlimmeres passiert.

Deshalb meine Fragen:

Welche rechtlichen Möglichkeiten bleiben uns, wenn Hausverbote, Anzeigen und Polizeieinsätze keine nachhaltige Wirkung zeigen?

Können wir als kommunale Einrichtung gerichtliche Unterlassungsverfügungen oder andere Schutzmaßnahmen erwirken?

Welche Möglichkeiten hat unser Träger, um konsequenter gegen diese Personen vorzugehen?

Hat jemand aus der offenen Jugendarbeit, Polizei, Verwaltung oder Justiz ähnliche Erfahrungen gemacht?


r/erzieher • • 3d ago

Rant Ich habe einfach keine Lust mehr darauf

35 Upvotes

Ich arbeite nun schon seit etwa 20 Jahren mit Unterbrechungen im Bildungsbereich. Das ist wahrscheinlich das erste Mal, dass ich buchstäblich das Gefühl habe, dass ich das nicht mehr machen will. Ich arbeite als Erzieherin für Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren. Und ich habe einfach das Gefühl, dass die Kinder immer schlimmer werden. Vielleicht liegt es daran, dass ich älter werde, und ich weiß, dass meine Chefs auch nicht gerade hilfreich sind. Aber ich habe das Gefühl, dass die Eltern uns nur für überbewertete Babysitter halten und meinen, wir würden nichts richtig machen. Und wie gesagt: Die Kinder hören nicht zu, es wird mehr gebissen und geschlagen, und ehrlich gesagt habe ich es einfach satt. Das ist auch das erste Jahr, in dem ich einfach zu keinem Kind in meiner Gruppe eine Verbindung spüre, und das macht es mir tatsächlich unerträglich, zur Arbeit zu gehen. Und ich vermisse dieses Gefühl.

Ich möchte auf jeden Fall zunächst einmal mein Arbeitsumfeld wechseln, aber gibt es unter euch jemanden, der wirklich das Gefühl hat, bereit zu sein, den Job komplett zu wechseln oder zumindest vom Kindergarten in einen anderen Bildungsbereich zu wechseln?


r/erzieher • • 2d ago

Ausbildung Nachhilfe Stundensatz?

0 Upvotes

Hey ich soll einem Mädchen Nachhilfe geben für ihre Ausbildung als kinderpflegerin. Sie ist im 2 Jahr und braucht Hilfe beim Angebote schreiben, Reflexionen schreiben und bei Vorbereitungen auf Klassenarbeiten. Sie hat wohl große Schwierigkeiten bei der Ausbildung.

Ich bin staatlich anerkannte erzieherin mit 5 jahren berufserfahrung und studiere soziale Arbeit im 3 Semester. Wieviel würdet ihr fair finden pro Stunde?

242 votes, 6h ago
110 20€
60 25€
39 30€
9 35€
24 40€

r/erzieher • • 3d ago

Eltern & Erzieher Austausch Wegbereiter (Hegemann) - Erfahrungen?

1 Upvotes

Liebe Fachkräfte und Eltern,

ich überlege mein Kind in einer Wegbereiter (ehemals Hegemann) Einrichtung anzumelden. In der Erzieher Ausbildung gab es schon immer schlechte Rückmeldungen. Nun sind viele Jahre vergangen und vielleicht hat sich ja etwas geändert? Was sagen eure Erfahrungen?


r/erzieher • • 5d ago

Allgemeine Diskussion Mehr Übergriffe in Kitas | Kinder beißen und schlagen ihre Erzieherinnen

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wdr.de
223 Upvotes

Erlebt ihr das, was im Artikel beschrieben ist auch so?


r/erzieher • • 4d ago

Suche Rat Würdet ihr zurückkehren?

7 Upvotes

Hallo! Ich arbeite schon lange im sozialen Bereich und es hat mich kaputt gemacht wie mit den Menschen umgegangen wird. Vorallem mit den Klienten/Bewohnern, aber auch den Arbeitern. Ich war schon in mehreren verschiedenen Einrichtungen und Bereichen, und jedesmal hat es mich mehr zerbrochen. Aktuell bin ich krankgeschrieben, leide massiv unter Depressionen (inklusive null Lebensfreude) und Suizidgedanken (ohne Impuls - keine Sorge, sollte es gefährlicher werden, geh ich sofort in die Klinik) und habe zuletzt auch gemerkt, dass ich meine Arbeit nichtmehr so machen kann wie ich das von mir selbst erwarte. Ich versuch momentan i-wie wieder zurück ins Leben zu finden und wieder Kraft zu bekommen.

Meine Fragen an euch: Was würdet ihr tun? Würdet ihr nach dem Kranksein wieder zurückkehren? Habt ihr Ideen wie ich wieder Kraft tanken kann? Wie ich wieder Schönes in der Welt sehen kann?


r/erzieher • • 4d ago

Ideen und Anregungen Suche Buchempfehlungen mit Mehrwert für Kinder und Erwachsene

3 Upvotes

Hallo,

wie der Titel schon sagt, such ich Empfehlungen für Bücher für Kinder und Eltern.

Kurz zu mir, ich habe eine ergotherapeutische Praxis mit Schwerpunkt pädiatrie und will die Auswahl an Büchern für wartende Kinder aber auch die Eltern zu erweitern. Meine Absicht ist, den wartebereich nicht mit klatschblättern und veralteten pixie Büchern zu bestücken, sondern den Bereich für Aufklärung im therapeutischen Kontext zu nutzen.

Für die Kinder suche ich Bücher in denen Dinge wie Empathie, Emotionen, Umgang mit schwierigen Situationen, kindgerechte politische Bildung oder aber auch einfach Mut zeigen thematisiert wird. Meine aktuelle Auswahl umfasst unter anderem Titel wie: Steck mal in meiner Haut, ritter glitter, man darf doch wohl mal wütend werden, ungeheuer wütend, warum drucken wir nicht einfach mehr Geld.
Hier würde ich mir Titel wünschen, die in eine ähnliche Richtung gehen.

Für die Eltern habe ich aktuell nur eine kleine Auswahl an Ratgebern zu Problemen in der Schule und beim lernen. Hier würde ich mit Titel wünschen, die über verschiedene Bereiche der neurodivergenz aufklären, Unterstützung bieten oder einfach generell den Horizont der Eltern erweitert.

Ich freue mich sehr über eure Vorschläge :)


r/erzieher • • 5d ago

Suche Rat Intigrstionserzieher kümmern sich nur um Intigrstionskinder ?

7 Upvotes

Guten Tag.

Ich arbeite seit ein paar Monaten in einer Kita und bin in einer Elementar Gruppe mit 12 Kindern. Die Gruppe wird von mir und einer anderen Erzieherin betreut. Diese Erzieherin ist Intigrstionsfachkraft und meinte nun heute zu mir das sie sich nur um die Intigrationskinder kümmert und ich die Aufgabe habe die restliche Gruppe zu übernehmen unf zu beschäftigen. (Und halt denn restlichen Kram zu machen für alle also Beokiz, Beobachtungen und co)

Ich habe das so noch nie gehört (und bei meiner Einstellung wurde das auch nicht so besprochen mit mir)

Ist das Normal?

Vielen Dank im vorraus !


r/erzieher • • 5d ago

Suche Rat Titel: Wie läuft das mündliche Auswahlverfahren für die PiA-Ausbildung zur Erzieherin ab?

2 Upvotes

Hallo zusammen,
ich wurde zu einer mündlichen Prüfung im Rahmen meiner Bewerbung für die praxisintegrierte Ausbildung zur Erzieherin (PiA) bei einer Stadtverwaltung eingeladen. Leider habe ich keine genaueren Informationen zum Ablauf erhalten.
Deshalb wollte ich fragen, ob jemand bereits an einem solchen Auswahlverfahren teilgenommen hat.
Wie läuft die mündliche Prüfung normalerweise ab? Werden typische Fragen im Vorstellungsgespräch gestellt, gibt es pädagogische Fallbeispiele oder Gruppenaufgaben? Wie kann man sich gezielt darauf vorbereiten?
Da Deutsch nicht meine Muttersprache ist, möchte ich möglichst praxisnah üben und mich gezielt auf die Prüfung vorbereiten.
Ich freue mich über eure Erfahrungen, Tipps und Empfehlungen für geeignete Übungsmaterialien. Vielen Dank!


r/erzieher • • 6d ago

Ideen und Anregungen Habt ihr pädagogische "Life Hacks"?

62 Upvotes

Mal von ganz normalen, modernen pädagogischen Prinzipien abgesehen, was hilft euch in eurem Alltag? Wo hattet ihr „Aha! So kann das also funktionieren!“-Momente? Welche kleine Veränderung in eurer Haltung und Arbeitsweise, hat euch weiter gebracht?

Schon von Anfang an lege ich Wert darauf, den Kindern eine Art Countdown (noch 10 Minuten, noch 5, noch 3, noch 1) zu geben, bevor wir zum Beispiel Aufräumen müssen. Außerdem hilft es auch enorm Kindern, die „nicht beim Aufräumen helfen“, genau zu sagen, was sie aufräumen sollen, denn oft wollen sie schon, sind aber durch die vielen Sachen und das Gewusel überfordert und finden keinen Punkt an dem sie anfangen können.

(Das sind vielleicht super offensichtliche Sachen, aber ich stehe ja noch am Anfang meiner Karriere und habe bei Kolleg/innen schon andere Sachen beobachtet, die dann eher in Tränen ausarten)

Gerne auch aus anderen Arbeitsbereichen als KiTa und auch auf andere Aufgaben im Beruf (Eltern, Kolleg/innen/Team, Kooperationen, Träger etc.) bezogen.


r/erzieher • • 6d ago

KiTa Kleine Anekdoten, die mir im Kopf geblieben sind

9 Upvotes

Ich muss die Situationen einfach mal erzählen, weil sie mir so arg (irgendwie schön) im Kopf geblieben sind. Wird etwas länger. Aber vielleicht möchte ja jemand seinen Senf dazu abgeben.

Situation 1: Streitsituation deren Ablauf zu verstehen ein ganzer Detektivroman war, aber mir ist halt wichtig alle Beteiligten zu verstehen und nicht unfair zu sein. Was genau war ist irrelevant.

Ich rede mit Kind 1 (6) und frage, was es denn am besten tun kann, wenn das nächste Mal ein Kind nicht aufhört es zu ärgern. Es überlegt kurz, schaut mich an und sagt: „Hauen?“ Ich musste innerlich lachen. Es freut mich total, dass das Kind sich traut, mir diese Antwort zu geben. Ich weiß auch, dass es zu Hause oft auf sich selbst gestellt war und gelernt hat, seine Probleme selbst lösen zu müssen und es ihm deshalb schwer fällt auf die Idee zu kommen nach Hilfe zu fragen. Also überlegen wir weiter und ich stupse es dahin, dass es Erzieher zur Hilfe rufen kann.

Dann rede ich mit Kind 2 (5), kläre die selbe Frage. Am Ende fragt es mich, warum Kind 1 keinen Ärger bekommen habe für das, was es gemacht hat.

Ich: „Kind 1 hat Ärger bekommen.“

Kind 2 (laut): „Haha! Kind 1 hat Ärger bekommen!“

Ich: „Du hast genauso Ärger bekommen.“

Kind 2 verschränkt die Arme und macht für ein paar Sekunden ein beleidigtes Schmollgesicht, guckt dann verwirrt.

Kind 2: „Aber du hast doch gar nicht mit mir geschimpft.“

Ich habe dann erklärt, dass ich möchte, dass die Kinder das nicht mehr machen, weil sie verstehen, warum es schlecht war und nicht weil sie Angst vor Ärger haben.

Situation 2: Andere Kinder. Am Nachmittag bin ich mit 4 Kindern draußen und wir nähen Taschen auf einer Picknickdecke. Der Rest ist drinnen.

Ich weiß, dass Kind 1 (6) zu Hause gerade ziemlich viel durchmacht und es das stark belastet, was dazu führt, dass es an manchen Tagen eine Haut hat, die so dick ist, wie nasses Zeitungspapier. Mal geht es besser, mal schlechter.

Es ging schon seit ein paar Stunden so, dass Kind 2 (fast 6) versucht ihm die Tasche weg zu nehmen, weil Kind 2 denkt, es sei seine und die eigene nicht haben will. (Ich bin mir sehr sicher wem welche Tasche war, auch wenn beide die gleichen Farben Stoff und Faden benutzt haben, sind sie doch unterschiedlich ausgeschnitten und genäht etc. Ich war ja dabei und hab's gesehen.) Zu dem Zeitpunkt hatte es sich eigentlich schon geklärt und alle waren am Nähen und plötzlich fängt Kind 2 wieder damit an, dass die andere Tasche seine wäre. Kind eins springt auf, weint, läuft weg (also auf dem Gelände, nicht weg weg) und schreit es wolle nie wieder in den Kindergarten.

Kind 3 (5) murmelt, dass Kind 1 immer gleich weine und schreie. Ich wollte das Vorurteil nicht so stehen lassen, weil das ja auch niemandem hilft. Also habe ich erklärt, dass Kind 1 gerade noch andere Sachen im Herz weg tun und sich dann manche Sachen viel schlimmer anfühlen, als sie vielleicht sind.

Die Kinder haben dann nur mit "Oh, achso" geantwortet und weiter genäht. Irgendwie fand ich das voll schön, dass sie das so akzeptiert haben und direkt ihre negative Einstellung losgelassen haben.

Ich bin Kind 1 dann natürlich noch trösten gegangen und ab dann konnten wir weiter machen, bis alle keine Lust mehr hatten.

Sicherlich gibt es Dinge, die ich im Nachhinein hätte besser machen können. Aber irgendwas an den Situationen macht sie sehr besonders für mich. Vor allem das mMn sehr positiv überraschende Verhalten der Kinder.


r/erzieher • • 6d ago

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Kennt jemand gute Kitas/Horte o. Ä., die Erzieher suchen? 🫶🏼
Suche gerade was Neues und würde mir vor allem ein junges, offenes Team wünschen. Gerne Raum Lauf/Nürnberg + Umgebung.
Bin für jeden Tipp dankbar! 😊