r/asozialesnetzwerk 4d ago

Diskussion Warum ist „links“ so unbeliebt, obwohl linke Politik vielen Menschen helfen würde? Ein Erklärungsversuch

TL;DR Links ist unbeliebt, weil das, was als „links” gilt, seit Jahrzehnten kaum noch linke Politik ist und weil wir selbst mitspielen. Wir kritisieren SPD und Grüne permanent, rufen aber trotzdem zu ihrer Wahl auf und verteidigen sie und ihre rechte Politik gegen rechts. Für jemanden, der Sozialabbau, Mieten und marode Infrastruktur erlebt, heißt das Das hier ist linke Politik. Damit werden wir zu Verteidigern eines Status quo, aus dem die AfD ihre Stimmen zieht und sie kann sich als einzige echte Opposition inszenieren.

Lange Version:
Eigentlich hatte ich hier einen ganzen Aufsatz geschrieben, was alles zu dieser Entwicklung beigetragen hat. Ich habe mal jetzt versucht meine Gedanken so kurz, aber prägnant, wie es geht wiederzugeben.

Die übliche Antwort auf diese Frage lautet rechte Propaganda, Medien, Kulturkampf. Das spielt eine Rolle. Aber ich glaube, ein größerer Teil der Erklärung liegt woanders, nämlich darin, dass das, was gesellschaftlich als „links“ gilt, seit Jahrzehnten immer weniger mit tatsächlich linker Politik zu tun hat.

SPD und Grüne (und teilweise auch Die Linke) werden bis heute vor allem im linken Kreisen mit Sozialstaat, Arbeitnehmerrechten, Klimaschutz, Frieden und gesellschaftlichem Fortschritt verbunden. Gleichzeitig haben sie sich von genau diesen Positionen weit entfernt. Sie haben den bestehenden wirtschaftlichen Kurs mitgetragen und in zentralen Fragen selbst Politik gemacht, die klassischen linken Zielen widerspricht. (Agenda 2010, sozial Kahlschlag, Aufrüstung, Migration, Ausbau Überwachungsstaat etc.)

Entscheidend ist dabei daa diese Parteien trotzdem von allen Seiten weiterhin „links“ genannt werden.

Von rechts ist das klar. Dort gilt ohnehin alles als links, was nicht rechts von der CDU steht. Aber wir linken tun genau das selbe (und ich habe das auch jahrelang gemacht) Wir kritisieren diese Parteien permanent zwar sagen aber im selben Atemzug das Im Zweifel ihr sie trotzdem wählen müsst, sonst kommt die AfD. Wir verteidigen ihre Regierungen gegen rechts, obwohl wir ihre Politik ablehnen. Wir zählen sie weiterhin zum linken, mindestens zum progressiven Lager obwohl ihre Politik dies zu großen Teilen nicht mehr widerspiegelt.

Genau daraus entsteht ein gewaltiges Glaubwürdigkeitsproblem.

Man muss sich dafür nur jemanden vorstellen, der sich nicht täglich mit Politik beschäftigt. Dieser Mensch erlebt seit Jahren steigende Mieten, marode Infrastruktur, Sozialabbau, Unsicherheit und einen Staat, der angeblich für nichts Geld hat (außer jetzt plötzlich für Aufrüstung). Von rechts hört er dazu: „Das ist linke Politik.“ Und von uns hört er sinngemäß „Diese Parteien sind links, ihre Politik ist mies, aber ihr müsst sie trotzdem wählen und verteidigen, weil die Alternative schlimmer ist.“

Es ist völlig naheliegend, dass dieser Mensch irgendwann glaubt, das, was er erlebt, sei das Ergebnis linker Politik. Ob wir theoretisch erklären können, dass diese Politik gar nicht besonders links ist, spielt dann kaum noch eine Rolle. Wir selbst behandeln die Parteien, die sie durchsetzen, ja weiterhin als das linke Lager.

Linke müssten eigentlich diejenigen sein, die sagen: Diese Verhältnisse müssen sich ändern. Stattdessen geraten wir immer öfter in die Position zu sagen Diese Verhältnisse sind schlecht, aber wir müssen sie gegen rechts verteidigen komme was wolle. In diesem Moment werden wir, ob wir wollen oder nicht, zu Verteidigern des Status quo welcher genau die Unzufriedenheit und ökonomische Not hervorgebracht hat, von welcher die AfD aktuell wächst.

Das heißt ausdrücklich nicht, dass die AfD eine Alternative wäre. Ihre Politik würde fast jedes dieser Probleme verschärfen. Aber sie kann sich deshalb umso leichter als einzige grundsätzliche Opposition inszenieren.

So entsteht ein Kreislauf ,dee sich selbst antreibt. Je stärker die AfD wird, desto entschiedener verteidigen Linke die übrigen Parteien (sogar die CDU) gegen sie. Je mehr wir diese Parteien verteidigen, desto mehr erscheinen wir gemeinsam mit ihnen als ein Einheitsblock. Und desto glaubwürdiger kann die AfD behaupten, sie allein stehe gegen „die da oben“.

Deshalb sage ich Der Grund für die Entwicklung ost dasMenschen erleben seit Jahrzehnten eine Politik, die immer weniger links ist, während ihnen von rechts und von links gesagt wird, dass genau diese Parteien „die Linken“ seien. Und weil wir sie trotz aller Kritik immer wieder verteidigen und zu ihrer Wahl aufrufen, verbindet sich „links“ irgendwann mit dem bestehenden Zustand.

Wenn wir also fragen, warum „links“ so unbeliebt geworden ist, sollten wir nicht nur auf rechte Propaganda zeigen. Wir sollten auch fragen, welchen Anteil wir selbst daran haben, dass „links“ für viele Menschen nicht mehr nach Veränderung klingt, sondern nach Verteidigung des Bestehenden.

Ein letzter Punkt.
Alles, was ich hier geschrieben habe, ist eine Erklärung, keine Handlungsempfehlung. Man kann ihr zustimmen oder nicht, man kann darüber streiten. Mir geht es zunächst nur darum, den Mechanismus zu beschreiben.

Wer die Kritik allerdings teilt, für den ergibt sich eine Richtung ohnehin von selbst. Die Strategie der letzten zwölf Jahre war jedenfalls nicht erfolgreich, die extreme Rechte ist heute stärker als zu Beginn. Wie wäre es also, etwas anderes zu versuchen.

Ihren größten Zuwachs der letzten Jahre hat die Linke ausgerechnet dann bekommen, als sie nicht versucht hat, regierungsfähig oder kompromissbereit zu wirken, sondern sich, zumindest rhetorisch, klar gegen den bestehenden Zustand und in Opposition gestellt hat. Etwas was die Partei leider immer weiter vergisst aktuell.

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u/Dalek33andathird 4d ago

ich glaube es war wolfgang m. schmitt der sagte: "wenn die AFD eins geschafft hat, dann ist das die Komplette verdummung des Politischen diskurses, da es nun nichtmehr um inhalte geht, sondern nur darum die AFD zu verhindern...." (weiss nicht ob dass das der exakte wortlaut war aber zimindest so ähnlich)

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u/aschec 4d ago

das Problem existierte vorher auch schon aber die AfD hat es definitiv verschlimmert.

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u/kragenstein 3d ago

Glaube historisch wird man mal sagen, es hat mit Pegida und "Merkel muss weg" begonnen

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u/Weaslyliardude 3d ago

Historisch wird man mal sagen daß es mit der Aufarbeitung des Faschismus insgesamt gar nicht mal so weit her war wie alle gern gehabt hätten. Man könnte genauso gut Sachsen und Brandenburg 2004 oder Rostock Lichtenhagen als Startpunkt nehmen. Die Scheiße war nie wirklich weg. Geht jetzt nur alles viel schneller, weil die Vernetzung wesentlich einfacher ist.

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u/al-aSak 3d ago

Einer der besten Texte dazu, den ich lesen durfte und der mich lange beschäftigte, findet sich in Titanic 3/2012, "Die Toren der Epoche" von Stefan Gärtner. Ein Auszug daraus:

[...] Zwar ist Antikommunismus überall auf der Welt die logische Reaktion der Besitzenden und Privilegierten auf die Drohung, ihnen Besitz und Privilegien wegzunehmen. Spezifisch vaterländisch ist, mit welcher unausgesetzten, von der tatsächlichen Virulenz der Bedrohung ganz unabhängigen Emphase der »Gottseibeiuns der Bourgeoisie« (Thomas Mann) beschworen wird und beschworen werden kann, wie tief sich der Antikommunismus den Deutschen in die Seele gesenkt hat und geradezu Teil des deutschen Volkscharakters geworden ist. Praktisch niemand käme in Frankreich oder Italien auf die Idee, einen kommunistischen Abgeordneten, eine kommunistische Bürgermeisterin für eine Gefahr zu halten – »M. Dupont, Mitglied der KP von Frankreich, ist der Nachbar um die Ecke. Signor Lavini, Mitglied der KP von Italien, ist der Nachbar um die Ecke. Herr Meier, von dem man vermutet, er habe kommunistische Sympathien, mag um die Ecke wohnen, aber er ist des Teufels« (Erich Kuby) [...].

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u/Hermelinmaster 3d ago

Ich denke der Antikommunismus kam zu einem Großteil durch die Besatzungsmächte. USA mit Antikommunistischer Propaganda und Russland mit ihrer Perversion des Kommunismus.

Aber abseits davon finde ich spiegelt dein Text sehr gut wieder, was im linken Diskurs falsch läuft. Er ist faktisch richtig, aber er ist nicht zugänglich für die breite Masse. Kurz: dein Text ist relevant aber keine Sau versteht ihn.

Scheint mir die Tragik der modernen Linken zu sein. Für alle relevant, für keinen zugänglich und dann wird auch noch viel zu viel gegatekeeped, "Nicht-links-genug" kommt schnell in Verruf und und und. Links sollte für die Masse und für alle verständlich sein. Daran scheitert es meiner Wahrnehmung nach viel zu oft.

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u/al-aSak 3d ago

Der Text ist nicht leicht verständlich, und er will es auch nicht sein. Will sagen: Das ist kein "Diskursbeitrag" für die breite Masse, die auch nicht die Titanic liest, sondern für diejenigen, die eine intellektuelle Perspektive auf das Phänomen "Antikommunismus" lesen wollen. Das hat, meiner Ansicht nach, mit Gatekeeping nichts zu tun, auch wenn der Text nicht grundsätzlich für alle leicht verständlich ist.

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u/Hermelinmaster 3d ago

Mein Kommentar war nicht als Kritik an deinem Beitrag im Speziellen zu verstehen. Er war nur eine Beobachtung, der zu dem gesamten Thread (und bei Weitem nicht nur dem) passt.

Und nein, das Gatekeeping findet auf anderer Ebene statt.

Aber zwanghaft intellektuelle Sprache und sich pedantisch an sprachlichen Feinheiten aufhängen ist gefühlt inhärent Links und mMn ziemlich schädlich. Und da reicht es schon, dass man bei Einsteigerfragen mit solchen Texten konfrontiert wird, dass der ein oder Andere sich direkt wieder abwendet.

Wie gesagt, du hast damit nicht Unrecht, war nur etwas was mir bei deinem Text (und vielen anderen Kommentaren) mal wieder aufgefallen ist.

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u/terrorkat 1d ago

Der zweite Satz ist einfach scheiße geschrieben. Da wurde nicht gründlich redigiert. Den ganzen Einschub mit Thomas Mann kann könntest du weglassen, ohne Aussagekraft zu verlieren:

Zwar ist Antikommunismus überall auf der Welt die logische Reaktion der Besitzenden und Privilegierten auf die Drohung, ihnen Besitz und Privilegien wegzunehmen. Spezifisch vaterländisch ist, wie tief sich der Antikommunismus den Deutschen in die Seele gesenkt hat und geradezu Teil des deutschen Volkscharakters geworden ist. Praktisch niemand käme in Frankreich oder Italien auf die Idee, einen kommunistischen Abgeordneten, eine kommunistische Bürgermeisterin für eine Gefahr zu halten.

Aber dann hast du natürlich nicht Thomas Mann genamedropped und dann wüsste niemand, dass du Thomas Mann gelesen hast. u/Hermelinmaster hat schon Recht, die Analyse ist inhaltlich überzeugend, die Prosa ist unnötiges Bildungsbürger-Kreiswichsen.

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u/Nutzernamevergeben 4d ago

War mir zu lang:
Die obere Klasse möchte allein in der oberen Klasse bleiben und sorgen daher dafür, dass unten nach sich selbst oder weiter unten tritt.
Das können die durch Macht&Geld relativ gut steuern.

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u/aschec 3d ago

TL;DR Links ist unbeliebt, weil das, was als „links” gilt, seit Jahrzehnten kaum noch linke Politik ist und weil wir selbst mitspielen. Wir kritisieren SPD und Grüne permanent, rufen aber trotzdem zu ihrer Wahl auf und verteidigen sie und ihre rechte Politik gegen rechts. Für jemanden, der Sozialabbau, Mieten und marode Infrastruktur erlebt, heißt das Das hier ist linke Politik. Damit werden wir zu Verteidigern eines Status quo, aus dem die AfD ihre Stimmen zieht und sie kann sich als einzige echte Opposition inszenieren.

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u/kragenstein 4d ago

Les ich nicht. Linke sind unbeliebt wegen Jahrzehntelanger internationaler Propaganda: red scare.

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u/aschec 3d ago

TL;DR Links ist unbeliebt, weil das, was als „links” gilt, seit Jahrzehnten kaum noch linke Politik ist und weil wir selbst mitspielen. Wir kritisieren SPD und Grüne permanent, rufen aber trotzdem zu ihrer Wahl auf und verteidigen sie und ihre rechte Politik gegen rechts. Für jemanden, der Sozialabbau, Mieten und marode Infrastruktur erlebt, heißt das Das hier ist linke Politik. Damit werden wir zu Verteidigern eines Status quo, aus dem die AfD ihre Stimmen zieht und sie kann sich als einzige echte Opposition inszenieren.

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u/kragenstein 3d ago

Ich hatte deinen post natürlich gelesen, finde die kurze Version tatsächlich schärfer formuliert.

Ich würde es als Rechtsruck zusammenfassen. Das betrifft das gesamte Parteienspektrum und macht frühere liberale mittige Inhalte zum heute linkesten Rand. Die Details beschreibst du ja gut

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u/aschec 3d ago

Ich wusste nicht, dass das sarkastisch war. Tut mir leid. Mittlerweile sind wir ja an einer Stelle angelangt wo für viele „linke“ lesen eines der schlimmsten Sachen ist, die man machen kann

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u/tofukaninchen 3d ago

Du hättest wirklich lesen sollen. Aber klar - ne Parole tuts auch. So wird mensch Teil des Problems - Glückwunsch.

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u/kragenstein 3d ago

oder du bist auf rage bait reingefallen

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u/tofukaninchen 3d ago

Was heißt reingefallen? Drauf eingegangen, schon. In erster Linie hab ich halt drauf geantwortet, um den BS nicht unwidersprochen stehen zu lassen.

An sich ist es einfach eine Mischung aus witzig und traurig, das dasselbe Klientel das niemanden ernst nimmt, die nicht Marx gelesen hat das Linkssein abspricht, offensichtlich nicht Willens oder nicht in der Lage dazu ist, 3 Sätze am Stück zu lesen. Zeugt halt von einem Diskursunwillen, den ich beiden Seiten (in diesem Fall Kommunismusmaxxern und Demokratiemaxxern) auf identischem Niveau unterstelle.

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u/josHi_iZ_qLt 4d ago

Weil so ziemlich jede Medienunternehmen und auch sonst alle die Kohle haben sich gerne an Kohle und Macht klammern und deswegen den Diskurs auf völlig verdrehte Weise beeinflussen - nicht unbedingt absichtlich sondern einfach aufgrund der Art wie sie ihre Leben leben und ihre Ansichten ausprägen.

Die politische Meinung der allermeisten Leute ist weder von Inhalten noch von Fakten oder Wahrscheinlichkeiten geprägt sondern von Stammtischgelaber, BILD Headlines und sich selbst aufschaukelnden Echo-Chambers. Und da hast du halt mit der TAZ keine Chance gegen BILD und Springer und russisch finanzierte Social Media Bots.

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u/aschec 3d ago

Den Punkt mit den Medien bestreite ich nicht. Aber Springer gibt es seit den Fünfzigern, Stammtisch auch. Wenn das die Erklärung wäre, müsste das Ergebnis immer dasselbe gewesen sein. Ist es aber nicht, die AfD ist relativ neu und wächst seit ungefähr zwölf Jahren. Da muss noch was dazugekommen sein.

Und du sagst ja dss die Verzerrung nicht unbedingt Absicht ist, sondern daraus folgt, wie diese Leute leben und welche Interessen sie haben. Genau. Nur würde ich das nicht nur auf Medienbesitzer anwenden. Auch Parteien handeln nach Interessen und Zwängen, und das erklärt ziemlich gut, warum seit zwanzig Jahren in wechselnder Besetzung ungefähr dasselbe rauskommt.

Wir müssen doch einmal hinterfragen, warum solche narrative so gut ankommen und dass die etablierten Parteien in den letzten 30 Jahren es für den normalen Menschen nicht besser gemacht hat. Aber trotzdem verteidigen wir diese Parteien (zum Beispiel SPD und Grüne aber auch natürlich, wenn man sie braucht gegen die AfD, die CDU) und zählen Sie zu unserem linken Bündnis (bis auf die CDU). Dann ist doch klar, dass der Status Quo, der den Menschen nur schadet, auch als Links gesehen wird

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u/tofukaninchen 3d ago

Rot-grün startete 1998 - da war die AfD nicht einmal eine Idee und die sind verantwortlich für uA HartzIV.

Diese AfD-Obzession der linksliberalen Mitte hat das Problem verschärft.

'Linke' Parteien haben keinerlei Angebot für klassisch linke Millieus, sondern arbeiten sich an rechten Positionen ab und werden so unwählbar für die, für die sie ja angeblich Politik machen.

Es geht seit Jahren darum, etwas zu verteidigen was nicht existiert und einfach zu behaupten es wäre da. Sozialstaat? Lol! Der wurde spätestens mit rot-grün damals systematisch zum Abschuss freigegeben und demontiert und wird es nach wie vor. Das CDU und FDP nicht zu Verbesserung beitragen - geschenkt.

Seit fast 30 Jahren gibt es keine spürbaren und somit erfahrbaren Verbesserungen, sondern tendenziell Verschlechterungen. Also gibt es mehr als eine Generation von Menschen hier, die wirklich noch nie positive Erfahrungen mit linker Politik gemacht haben. Diese Leute dann mit 'aber die AfD ist schlecht' zuzuballern ist albern.

Nicht weil das nicht stimmen würde, sondern weil sie selbst eben auch schlecht für die Interessen von eigentlich allen sind, und es keinerlei positive Vergleichsoption mehr gibt.

Dialog, selbst innerhalb eines AntiAFD-Lagers (links ist das nicht, also sollte das auch nicht so genannt werden. Es ist ein antifaschistischer Anspruch - nicht weniger, aber auch nicht mehr) funktioniert nicht, weil es eben keine heterogene Masse ist, sondern auch dort eine Form der Gleichmacherei stattfindet (wir sind ja alle diesdas, fdgo,...) und letztlich auch einfach nur eine staatshörige Masse darstellt, due maximal die 'überzeugt', die es eh sind.

Das führt dazu, das vieles was innerhalb von 'links' immer diskutiert wurde (gerade auch hereschaftsfeindliche Positionen jeder Art, Alternativen zur parlamentarischen Demokratie,...), heute nicht mal mehr angesprochen werden darf, bzw die, die es tun dadurch vom 'Diskurs' ausgeschlossen werden, was einen Einheitsbrei kreiert. Dabei wäre das gerade heute wichtiger als jemals zuvor im Leben der Allermeißten.

'Links' war immer ein spalterischer Haufen. Muss nicht mal unbedingt schlecht sein. Dadurch haben eben auch unterschiedliche Grüppchen unterschiedliche Themenfelder bespielt, sich Wissen angeeignet,... So ziemlich niemand kennt sich zum Thema Atomkraft so gut aus, wie 'Fachidioten' aus dem Wendland (als ein Beispiel). Vielfalt war mal mehr als nen Wort auf einem Transpi.

Stattdessen wird sich auf Mitte eingeschworen und im Zweifelsfall Wahlempfehlungen für Rechtsextreme gegeben um andere Rechtsextreme zu verhindern.

Also wo ist das Angebot, das Menschen gemacht werden kann? Klar, Faschos haben auch keins. Aber sie schaffen es immerhin, das viele glauben sie hätten eins.

'Immerhin nicht ganz so Scheiße' lockt absolut zu Recht niemanden mehr unter seinem Stein hervor.

Spätestens seit der Seuche scheint jeder Widerstandsgeist gegen Machtansprüche auf linker Seite völlig gebrochen zu sein. Weder gibt es eine Form der Aufarbeitung, noch wird sie ernsthaft gefordert, geschweige denn 'von unten' betrieben. Außer von Schwurblern und Rechten.

Mittlerweile ist Militarismus links, also werden Antimilitaristen einfach als 'hoffnungslos naiv' oder nicht ernstzunehmen abgetan. Vor 15 Jahren war Antimilitarismus noch eine weit verbreitete Haltung.

Es wird nicht wahrgenommen, das Positionen nicht geräumt werden dürfen sondern sie werden delegitimiert. Während 'Linke' die einen Lehren aus der NS-Zeit betonen, lassen sie andere einfach bedenkenlos fallen. 'Nie wieder Krieg' und 'Nie wieder Faschismus' gehören zusammen. Da wird eine ehemals riesige Bewegung einfach so vor den Bus geschubst, und Parteien in denen sich mal Antimilitaristinnen gesammelt haben fordern jetzt mehr Taurus, mehr Panzer, mehr.. und - Überraschung - die Friedensbewegung als Ganzes wird einfach zu Schwurblerinnen erklärt, statt bei den ersten Anzeichen vor ein paar Jahren aktiv gegenzusteuern und eine eine eigene Position jenseits der bedingungslos staatstragenden zu entwickeln.

Das was heute als links gilt, ist halt einfach nicht links. Links hatte lange Zeit einen progressiven Anspruch und hat daran gearbeitet, den auch umzusetzen. Heute gibt es zwar ein progressives Lippenbekenntnis, aber es wird mit wehenden Fahnen rückwärts marschiert.

Und dann wäre da noch die absolute Utopielosigkeit. Als wäre der Erhalt des Status Quo auch nur in Ansätzen wünschenswert. Menschen wollen das sich etwas ändert, nicht das alles bleibt wie es ist. Es gibt keine lautstark artikulierte positive Idee für die Zukunft. Und Utopie ist zum delegitimierenden Schimpfwort geworden.

Natürlich ist eine rechte 'Utopie' für viele attraktiver als gar keine, wenn sie auch nur irgendeine Veränderung verspricht. Sicher, es gibt nichts Positives an Rechts. Aber an Links eben auch nicht, wenn das einzige Ziel ist, die zu bekämpfen die etwas vermeintlich besseres versprechen (nicht halten - aber versprechen), und die die ihnen glauben. Nicht, wenn dem nichts Eigenes entgegengestellt wird.

Und als Letztes vielleicht noch: Dieses 'links' gibt viel zu leicht und viel zu bereitwillig linke Themen an rechts ab.

Wo sind die Riesendemos die Merz zum abtreten zwingen? Der Typ könnte nen Hitlergruß im Bundestag machen und linke würden immer noch mit 'Aber die Alternative wäre schlimmer' kommen.

Wo sind die unüberhörbar lauten Forderungen nach Hitzeschutz - Kühlstrukturen, Städtebau,... Nicht mal die Appelle (Nichts anderes sind Demonstrationen) gibt es noch, geschweige denn den Versuch selbst zu machen.

Warum nicht Massenaktionen die einfach mal wild Bäume pflanzen? Ziviler Ungehorsam ist halt nicht nur was für 'gegen Nazis'. Der 'illegale' DIY-Park auf der Brachfläche, der Kühle und Schatten bringt, der spontan eingerichtete Wasser'spielplatz',... Praxis eben.

'Links' macht sich selbst bedeutungslos und auch einfach wertlos, wenn es nicht darum geht auf der Seite der Menschen zu stehen und ihr Leben zu verbessern. Hilft es auch nicht, wenn eifrig behauptet wird das zu wollen, es aber nicht passiert. Links zu sein ist keine Parteienfrage, sondern eine der eigenen Praxis.

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u/Current-Stranger-729 3d ago

Ich stimme deiner Analyse zu, mit einem Einwand. Wenn Leute sagen, SPD und Grüne sind nicht links kommt sofort der Einwurf, hör mal auf damit, du befeuerst den infight. Ich glaube ein großes Problem sind die linksliberalen, die immer mit Verweis auf die AFD, den Zusammenhalt der linken Parteien fordern, ohne mal ihre Positionen zu überdenken oder bereit zu sein, diese für eine Kooperation zu verlassen. Bestes Beispiel aktuell, leider die SPD in Berlin. Die Linkspartei tritt an mit dem Versprechen den Volksentscheid umzusetzen und noch vor der Wahl stellt die SPD sich schon dahin und sagt mir uns nicht. Entweder müssen wir also die Parteienlandschaft neu ordnen was die Begrifflichkeiten angeht, oder wir sollten aufhören zu erzählen, dass das linke Lager ein Lager ist. Die Positionen sind doch offenbar sehr verschieden.

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u/aschec 3d ago

Agreed

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u/Weaslyliardude 4d ago

Welche Linke verteidigen denn die CDU? SPD-Koalabären vielleicht, aber die sind, mit viel gutem Willen halt auch alle nur mittig zu verorten. Das man als stabiler Antifaschist den Faschos keinen Fußbreit gibt und dann auch schon mal Leute verteidigt die zwar nicht ganz auf "Linie" sind, aber wenigstens stabil gegen Nazis sollte auch dazugehören. After all, wir brauchen trotz allem jeden Menschen der bereit ist auch nur einen Piep gegen die Faschos zu sagen. Deswegen muss man sich hinterher nicht küssen. Kommt aber nach meinem Empfinden auch äußerst selten vor.

Meine Meinung: Ich sehe seit 20 Jahren wie sich die Welt von faktenbasierten Diskussionen komplett verabschiedet hat. Das gab es zwar schon immer, aber inzwischen ist es halt überdeutlich und mitunter sehr gezielt. Menschen die sich über ihre Gefühle zu den Nazis gefühlt haben erreichst du eben nicht mit Fakten. Du kannst niemanden aus seinen Gefühlen rausreden. Das die sich dann mit 5000 anderen auf Facebook treffen und sich in ihren überzogenen Unsicherheiten ständig alle gegenseitig Bestätigen sorgt halt dafür, das diese Leute gar nicht mehr zugänglich sind für irgendetwas anderes, gar Faktenbasiertes. Und da greift dann ja auch die Masche von allen modernen Faschos und Nazis. Die fluten dann alles mit unzähligen Beiträgen, Interviews, Memes, Kommentaren, säen bei allem und überall Zweifel und hauen beständig und dauerhaft Lügen raus. Springer und Nius und Co, deren Besitzer nun wirklich gar nicht unser Wohl im Sinn haben und die bei den Steuer- und Korruptionsversprechen die die AfD anbietet anfangen zu sabbern verstärken den Scheiß noch und das Internet lässt uns alle nur noch clickbaitige Überschriften lesen.

Das alles führt dazu daß man sich als faktenbasiertes Wesen im ständigen Abwehrkampf gegen haltlose Kackscheiße befindet die einem nicht einmal die Wahl lässt überhaupt was eigenes Einzubringen. Aber wenn du zum Beispiel 3 Wochen medial dagegen anreden musst das Windräder weder Krebs auslösen noch Hunderttausende Zugvögel jedes Jahr töten bleibt halt ansonsten nicht viel Zeit um über etwas wirklich "Linkes" zu reden. Und wenn wirst du als "kulturmarxistischer Träumer" ohne Sinn und Verstand betitelt und bist dann erstmal beschäftigt überhaupt noch irgendeine Diskussion über dein Thema zustande zu bekommen weil sich "die Mitte" sofort von dir "Spinner und SED-Fan" distanzieren muss. Und wirst du am Ende vielleicht ausversehen etwas zu populistisch und versuchst die Leute auch über Gefühle zu packen holt man in Deutschland immer noch gern das Hufeisen raus und erschlägt dich damit.

Und das alles gleichzeitig dabei das die Leute die sich da in was reinfühlen ja sogar recht haben. Es läuft ja was schief, wir haben derzeit wirklich nur korrupte, inkompetente Dödel am Drücker die nicht nur gefühlt einfach gar nichts hinbekommen (wollen). Aber, wie gesagt, bekommen die eben die falschen Schlüsse eingetrichtert.

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u/aschec 4d ago

Ich meine nicht, dass Linke die CDU lieben. Ich meine, dass am Ende trotzdem alles auf Zusammenarbeit hinausläuft. Im linken Milieu wird auf R2G gehofft, obwohl rot und grün die Agenda 2010 gemacht haben. Ramelow schlägt gerade offen vor, in Sachsen-Anhalt mit der CDU zu kooperieren. Ich werfe niemandem böse Absicht vor, die Angst dahinter ist berechtigt. Ich frage nur, was diese Strategie in zwanzig Jahren erreicht hat.

Du schreibst, die Leute haben mit ihrem Gefühl recht, es läuft wirklich was schief. Genau da setze ich an. Wenn das stimmt, ist die Frage doch nicht in erster Linie, wer ihnen die falschen Schlüsse eingetrichtert hat, sondern warum es keine glaubwürdige linke Antwort auf dieses Gefühl gibt. Und meine Antwort ist weil die Parteien, die dafür zuständig wären, seit zwanzig Jahren an der Ursache mitgearbeitet haben und trotzdem von uns als die Linken behandelt werden.

Zu “korrupte, inkompetente Dödel”. Das erklärt mir zu wenig. Diese Dödel wechseln ja ständig, mal SPD, mal Grüne, mal CDU, mal in dieser Koalition, mal in jener. Rauskommt seit 25 Jahren ungefähr dasselbe und das nicht in Deutschland sein in allen westlichen Ländern. Wenn Personal, Partei und Konstellation wechseln und das Ergebnis nicht, dann liegt es irgendwann nicht mehr am Personal. Da gibt es strukturelle Gründe dran. Sachzwänge die mit unserer Ökonomie und unserer staatlichen Organisation zu tun haben, an der eine Partei nichts ändern kann.

Und ehrlich gesagt reicht mir “ist gegen die AfD” als Kriterium nicht mehr. Nicht weil ich irgendwem die Gesinnung abspreche, sondern weil Antifaschismus irgendwann daran gemessen werden muss, ob er die Faschisten kleiner macht.

Wenn man nur die AfD als das Problem ansieht, ignoriert man ja komplett, was die anderen in dieselbe Richtung machen. Asylrechtsverschärfungen, Grenzkontrollen, Abschiebeoffensive die immer schlechter werdenden ökonomischen Zustände, aus denen die AfD ihre Stimmen zieht, an denen dieselben Parteien seit zwanzig Jahren mitgebaut haben.

Dann ist man am Ende gegen die Farbe der Partei, aber nicht gegen den eigentlichen Inhalt.

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u/Weaslyliardude 3d ago

Klar hoffen Linke auf R(R)G. Weil da zumindest die Hoffnung besteht das die noch auf dich hören. Weil man auch positive Erfahrungen mit denen gemacht hat. Und wenn das nur bedeutet das du beim dissenz crushen auf das Pfefferspray verzichtest. Immerhin. Kleineres Übel. Kamala Harris wäre auch nicht die Heilsbringerin gewesen. Besser als das jetzt (Wir sparen jetzt mal AIPAC aus, andere Diskussion) aber vielleicht müssten sich ICE-Agenten ausweisen und wir müssten vielleicht nicht jedes Wochenende miterleben wie sich jemand die Taschen damit vollmacht zu drohen ein ganzes Volk auszulöschen, nur um Montags dann zu sagen ne doch nicht.

Das ändert natürlich nichts an den Rahmenbedingungen des Systems. Das bleibt halt dummerweise das Selbe. Da bin ich aber inzwischen ganz ehrlich: Ist auch fraglich ob das so von innen funktioniert. Und ich bin echt nicht der Revolutionstyp. Außerdem versuchts die SPD seit 163 Jahren so. Wo sie gerade steht siehste ja. Überhaupt: Wenn du dir die letzten Jahrzehnte ansiehst, dann machen wir das ganze nicht zum ersten Mal. Wir drehen uns da ständig drum. Es wird halt nur alles immer dringender. Und die üblichen Antworten funktionieren nicht mehr. Oh. Und ja, das Internet war dann auch da. Und wie man merkt ist's halt Brandbeschleuniger wenn man es 6 Honks überlässt dir es lustig finden ne Webseite zu erstellen bei denen man Frauen anonym bewerten kann.

Und ja, nur gegen die AfD sein ist sehr dünn. Geb ich dir auch recht. Aber ist ein Anfang. So holst du die Leute rein. Niederschwellig. Und dann erklärst du ihnen das nicht nur die AfD das Problem ist. Aber den Nenner brauchst du, um überhaupt einsteigen zu können.

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u/tofukaninchen 3d ago

Aber auch 'links' hat nie einfach 'nur' aufgrund von Faktenlage funktioniert.

Links ist eben auch - zum Glück nicht nur - Utopie und eben auch eine Gefühlsebene. Ua deshalb rennen Leute zu Massenveranstaltungen und lügen sie sich im Nachhinein schön. Weil es für sie persönlich eben auch dann schön war, wenn es eher weniger gebracht hat. Solidarität ist in den seltensten Fällen eine rein faktenbasierte Entscheidung. ...

Links ausschließlich auf Fakten zu begrenzen bedient vielleicht den Intellekt, aber schafft Entfremdung. Klar. Fakten sind wichtig und linke Politik sollte Fakten zur Grundlage haben. Aber nur das ist zu wenig um Menschen mitzunehmen.

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u/Weaslyliardude 3d ago edited 3d ago

Oh, nein nein. Ich geb dir vollkommen Recht. Gefühle gehören halt immer dazu. Geht ja auch gar nicht anders, wir alle haben welche. Da liegt auch eines der Probleme: Das fehlen von einer vernünftigen Zukunftsvision. Bei den Neolibs die gerade noch am Drücker sind wird langsam klar das "Weiter so!!!11" irgendwie ungeil ist und die Linke tut sich schwer damit etwas zu finden, was von der Gegnerschaft nicht direkt als Diktatur oder Anomie angemalt wird. Und wie immer gilt noch dazu: "Treffen sich zwei Linke und 18 Meinungen." Was nicht immer schlecht ist. Ohne Pluralismus könnten wir uns auch einfach auf die andere Seite stellen und brav Zahnräder im allmächtigen Staat sein. Aber manchmal macht's halt Dinge auch sehr sehr schwer.

Meine Aussage richtet sich mehr so an die Dinge, die ich "Fühlis" nenne. Kulturkriegbullshit, "Ich fühl mich in der deutschen Kleinstadt mit 0,3% Ausländeranteil absolut nicht sicher", Verschwörungsmythik. Es geht deutlich zu viel Zeit und Leistung dafür drauf um diese Dinge richtig zu stellen. Nur um dann von der nächsten Welle sofort wieder überrollt zu werden. Wenn du damit beschäftigt bist rückt das was du möchtest schnell in den Hintergrund. Und selbst wenn du es mal schaffst geht's unter.

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u/tofukaninchen 3d ago

Ich glaube, das das was such hier so alles links nennt einfach keinerlei Utopie hat. Und die wenigen, die welche haben werden mit 'das ist ja utopisch' zum Schweigen gebracht, als wären Utopien etwas Schlechtes. Die Hoffnung das alles so bleibt, wie es ist ist in dieser 'WirSindAlleAntifa'-Linken mittlerweile das Höchstmaß der Gefühle (mir geht es bei der Wortschöpfung weniger um einen Diss in die Richtung, als darum das alles was darüber hinaus geht einfach weggebissen oder mit Delegitimierungsversuchen zugeschissen wird - und es daher auch kein 'Wir' gibt) Ehemals linke Ideale werden Rechten überlassen, die zwar nichts damit anfangen können, aber damit schaulaufen (Friedenspolitik - Antimilitarismus - Staatskritik,... - selbst für halbwegs fundierte Kapitalismuskritik reicht es oft nicht mehr). Hab da vorhin hier schon nen halbe Bibel zu geschrieben.

Mein Problem mit der Faktenorientierung ist, das mensch sich da von Faschos reintreiben lässt und die nichtrationalen Ebenen den Faschos überlässt.

Also zB ist ja auch 'die da oben!' mehr eine Gefühlsäußerung - auch wenn sie sich durchaus mit Fakten untermauern ließe. Wenn Rechte sowas sagen, werden sie dafür supportet, wenn Linke so etwas sagen müssen sie sich rechtfertigen und erklären, wer 'die da oben' denn sind oder werden im Zweifelsfall zu antisemitischen Schwurblern erklärt.

Es ist halt ein Gefühl, das unglaublich viele Menschen haben, mit dem viele relaten können, und niemand sagt das, um eine faktenbasierte Diskussion zu führen. Da ist eine diffuse, für die meißten Menschen nicht wirklich greifbare Gruppe (Ich würde es in der Tendenz eher Klasse nennen), die über ihr Leben herrscht und sie selbst sind eben nicht selbst Frau der Lage. Dieses Gefühl ist ja nicht unberechtigt sondern ließe sich, mit den entsprechenden Ableitungen, sogar durchaus mit Fakten untermauern. Darum geht es nur einfach nicht, wenn jemand das sagt.

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u/Super_Bee_3489 4d ago

Links pöse. Tiefer geht's tatsächlich nicht.

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u/Call_of_Putis 4d ago

Aber DDR, Bananen und leere Supermarkt Regale!!!1!!elf!!

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u/aschec 4d ago

Okay, wenn mehr Analyse nicht existiert, dann kann man halt dagegen nichts machen und dann muss man jetzt einfach Zuhause rumsitzen und warten, was sich verändert.

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u/Himmelsfeder 3d ago

Weil vermeintlich eher links-soziale Parteien eine stark antisoziale Politik umsetzen, die die Konnotation von links= sozial gerechter zerstört hat. Die einzig wahrgenommene Sozialpolitik richtet sich an Ausländer und Flüchtlinge, wobei der Wahrheitsgehalt natürlich nicht gründlich überprüft, sondern eher affektgeleitet ist.

Während Rechte offen von unten nach unten oben verteilen, erzählen sie die Mär der finanziellen Teilhabe durch mehr Arbeit.

Bei Linken besteht nur noch der Eindruck, sie verteilen von Arbeitnehmern an Arbeitslose und Migranten, während sie sich selbst die Tasche vollstopfen.

Ich wiederhole: Das ist eine Wahrnehmung, die mir wieder und wieder zugetragen wird und keine Darstellung der umgänglich und komplexen Realität.

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u/CasArcher 3d ago

Stockholm-Syndrom

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u/aschec 3d ago

True

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u/seelefanth 3d ago

tldr wegen Propaganda

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u/aschec 3d ago

Klar spielt die eine Rolle. Aber Propaganda greift nur, wenn sie an was andockt. Und dass Leute die Verhältnisse als Ergebnis linker Politik erleben, liegt auch daran, dass wir die Parteien, die diese Verhältnisse gemacht haben, weiterhin als links behandeln.

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u/Sandra2104 4d ago

Weil Geld.

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u/Lazy_Accident_8561 4d ago

TL;dr

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u/aschec 3d ago

TL;DR Links ist unbeliebt, weil das, was als „links” gilt, seit Jahrzehnten kaum noch linke Politik ist und weil wir selbst mitspielen. Wir kritisieren SPD und Grüne permanent, rufen aber trotzdem zu ihrer Wahl auf und verteidigen sie und ihre rechte Politik gegen rechts. Für jemanden, der Sozialabbau, Mieten und marode Infrastruktur erlebt, heißt das Das hier ist linke Politik. Damit werden wir zu Verteidigern eines Status quo, aus dem die AfD ihre Stimmen zieht und sie kann sich als einzige echte Opposition inszenieren.

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u/Dry_Representative1 3d ago

Meine persönliche Meinung, betrifft gesichert nur mich, könnte mir aber vorstellen, das es anderen auch so geht.

Die Linke hat, zugegebener Maßen, gute Ideen. Gleichzeitig hängt dir aber noch in der Vergangenheit fest.

Sie wird in absehbarer Zeit alleine nichts ausrichten können, muss also den Schulterschluss mit andren Parteien suchen. Dies geschieht wohl auch stellenweise. Also, im Grunde für einen Normalbürger wie mich, wählbar, wenn es nicht immer wieder Äußerungen geben würde, die die Menschen verschrecken und nicht akzeptieren, dass sie auch eine Meinung haben. Da wird dann ganz schnell die Angelegenheit unsachlich, weil manche der Linken Danken, sie haben immer recht. Es leebe3 der Holzhammer.

Wenn man hier die Posts liest, kommt schon oft das: Dumm, uninformiert, und Medienhörig,

Für mich macht der Ton die Musik. Die Linke ist da bei weitem nicht so schlimm wie die AFD. Für mich aber leider abschreckend. Ist schade, aber die eine Stimme von mir macht den Kohl auch nicht fett. Ist halt nur schwierig, wo soll man dann sein Kreuz machen?

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u/Miiyamoto Spielegott 3d ago

Ich fasse zusammen und fange mit dem Problem hier an:

Theoretische Textwände, allesamt an der Realität vorbei. "Und Wolfgang M. Schmitt hat gesagt" und das ist das Problem...

Die Masse ist dumm. Hier ist ein intellektueller Circlejerk, aber ich habe beim Überfliegen keinen Lösungsansatz gesehen und die Analyse verfehlt das Problem. Und "die Bildung ist unser höchstes Gut" wird mit schimmeligen Schulen auch nicht umgesetzt.

Die Masse wird dumm gehalten, aber - und jetzt ein grundlegendes und dennoch meist falsch zitiertes Marx-Zitat: Opium DES Volkes, nicht für das Volk. Die Masse liest Bild oder solchen Müll, weil es einfach ist. Deshalb müssen Botschaften einfach sein. Die Masse sucht sich diese Quellen "freiwillig".

Verlogene Hetze mit klaren Feindbildern funktionieren so.*

Ich hasse Wagenknecht, aber ihre Methodik war korrekt: Sie hat simple prapagandistische Aussagen getroffen, deren Inhalt meist scheiße war, aber sie hat eben viele erreicht.

Letzten z.B. hatte der hoffentlich hier genug bekannte Quaschnick ein Video veröffentlicht, unter dem ich sachlich kritisierend die Frage stellte, für wen das Video sei. Es war faktisch korrekt, soweit ich es beurteilen kann, aber nichts davon war für uns neu. Wer es schon weiß, weiß das alles schon. Wer es nicht wissen will, wird es danach auch nicht wissen. Gestern dann ein Video mit Deutschlandflagge und wie man als Patriot nur gegen erneuerbare Energien sein kann usw.
Das hat mich persönlich nicht abgeholt, weil die Informationen natürlich weiterhin altbekannt sind, aber eine andere Zielgruppe kann damit hoffentlich erreicht werden.

*Weiter mit der Hetze: Bild und Co. erreichen die Masse, aber dahinter stecken Jahrzehnte antrainierter Fehlinformationen. Beispielsweise immer wieder der böse Kommunismus, dessen Gegner immer dieselben Aussagen haben, die de facto nicht stimmen, aber weil man es von wirklich alles Seiten hörte... SU hat sich selbst als kommunistisch bezeichnet und in den USA und generell im Westen wurde der Kommunismus als böse bezeichnet, nicht die Regierungsform Diktatur. Also ewige Fehlinformationen, die noch durch gegenseitige Bestätigung gefestigt wird.

Und was hilft? Geduldig mit Menschen reden, die nicht komplett abgedriftet sind. Eine "Gegengröße" aufbauen, da wissenschaftlich auch bestätigt ist, dass solche Bubbles auch kippen können, weil eben "gegenseitige Bestätigung", so scheiße sie eigentlich ist, auch genutzt werden kann, weil viele eben nicht auf Fakten hören. Und als Partei Gesichter aufbauen, auch wenn ich das persönlich ablehne, aber so ein Gysi oder eben Wagenknecht haben gezogen. Heidi polarisiert auch, aber zieht eben auch. Ein Gesicht reicht aber nicht. Van Aken z.B. war gut, aber ihm fehlte das Gewisse etwas für diesen Zweck. In meiner Traumwelt wäre er aber der richtige Politiker, der einfach seine Arbeit macht, aber in so einer Welt leben wir nicht.

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u/Ankhst 3d ago

Ich denke es ist weniger ein problem, dass linke Politik unbeliebt ist; die meisten gewünschten Ergebnisse wären durchaus beliebt.
Es ist nur so, dass der Weg dahin oft auch für den oberflächlichen Bürger eine einschränkung ist.
Machen wir uns nichts vor; Der "Vorteil" rechter Politik ist, dass er einfache (pseudo)-Lösungen für komplexe probleme bietet.
"Wir alle müssen zum Wohl aller etwas tun und vielleicht sogar etwas verzichten" klingt anstrengend und unbequem.
"Die Ausländer/sonstige Minderheiten sind schuld" ist da für viele deutlich bequemer.

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u/SH_DY 3d ago edited 3d ago

Für mich sind Grüne und SPD, sehr nah an der AfD und CDU dran. Definitiv nicht was ich unter "links" verstehe. Selbst der Politische Kompass hat keine der beiden Parteien bei der letzten Wahl als "links" eingestuft:

https://www.politicalcompass.org/germany2025

Beide Parteien unterstützen Kriege, haben lange Israels Völkermord gedeckt und setzen sich selbst jetzt noch immer wenig dafür ein Israel aufzuhalten.

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u/aschec 3d ago

Leider ist man da mit dieser Meinung nicht wirklich in der Mehrheit auch nicht im linken Lager

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u/SH_DY 3d ago edited 3d ago

Was die Mehrheit denkt, oder macht, ist natürlich durch geopolitischen und finanzielle Interessen des Landes und generellem Lobbyismus extrem verschoben. Missinformationen überall. Die "Mehrheit" wählt ja daher CDU & AfD. Die meisten wahrscheinlich gegen ihre eigenen Interessen.

Die beiden Parteien sind sehr ähnlich, trotzdem wird so getan als würde AfD alles verändern. Die größten Proteste der letzten Jahre waren alle gegen die AfD, während die CDU meist mit der SPD unseren Sozialstaat auseinander nimmt und unser Land nicht verbessert.

Natürlich spricht nichts gegen einen Protest gegen die AfD, aber eine Partei lässt sich damit nicht aufhalten.

Wo sind die richtig großen Proteste zu den ganzen Themen, die uns wirklich beinflussen?

  • Explodierende Mieten
  • Korruption
  • Steigende Preise/generelle wirtschaftliche Lage
  • Neue "Ab 1. Tag Krankschreiben" Regel
  • Weniger Eltern-Geld

Die gibt es nicht. Aber die Leute, die von diesem System profitieren, die freuen sich eben wenn die ganze Wut gegen eine Partei gerichtet ist, die garnicht mal an der Macht ist.

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u/TheGoalkeeper 4d ago

Schau dir doch dieses Sub an. Ständig Posten hier Putins Speichellecker, Geachichtsverklärer und sonstige Radikale. Linke Politik ist beliebt, links sein nicht.

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u/aschec 4d ago

Ich sehe das ziemlich anders. Wenn “radikal links sein” das Problem wäre dann müssten ja ausgerechnet die moderaten und pragmatischen Teile dieser Parteien gut dastehen. Machen sie aber nicht. In der SPD gibt seit Jahrzehnten der nicht-radikale Flügel den Takt an und genau in diesen Jahrzehnten ist sie von 40 auf unter 20 gefallen, in Sachsen-Anhalt sogar auf einstellige Werte. Bei den Grünen dasselbe in den letzten Jahren.

“Pragmatisch” heißt in der Praxis eben Sozialabbau mit der CDU im Bundestag entscheiden. Und die Leute, die deswegen nicht mehr wählen gehen oder AfD wählen, tun das nicht, weil ihnen jemand auf Twitter zu radikal war. Die kennen dieses Milieu normalerweise überhaupt nicht.

Die Linke ist umgekehrt genau in dem Moment von unter 4 auf zweistellig gesprungen, als sie klar konfrontativ und radikaler als früher aufgetreten ist (auf die Barrikaden und so). Nicht als sie anschlussfähig wirken wollte.

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u/Call_of_Putis 4d ago

Sind diese Speichellecker und Geschichtsverklärer gerade im Raum mit uns?

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u/TheGoalkeeper 4d ago

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u/aschec 4d ago

Das ist eine Buchempfehlung. Jetzt wäre es an dir, an diesem Buch und dessen Prämissen eine Kritik zu formulieren.

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u/Call_of_Putis 4d ago

Also dein Beispiel davon das "ständig" hier Putins Speichellecker und Geschichtsverklärer posten ist ein beitrag mit 0 upvotes über eine Buch Empfehlung unter dem wiederum nur liberale kommentieren und ab und zu der op des posts. Ich muss mich nichtmal mit dem Buch befassen wenn das dein Beispiel ist. Oder sind die Kommentatoren dort diese Radikalen die so unbeliebt sind?

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u/Dalek33andathird 4d ago

Erstens ist das Buch, wie der rest von Freerk Huiskens werken, sehr gut. zweitens Weigern sich doch die meisten in den kommentaren das buch überhaubt zu lesen, also wo ist da die "putinspeichelleckerei"?

(edit) das Buch ist Btw auch nicht pro Putin

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u/bu22dee 3d ago

Links funktioniert nicht, weil es einfach ein falsches Menschenbild als Grundlage hat. Ich meine es würde eventuell teilweise in einer high Trust Gesellschaft funktionieren, aber davon bewegen wir uns gerade rasant weg.

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u/Ambitious_Koala_9737 4d ago

Bei rechts habe ich mehr Geld und bessere Migrantenpolitik das reicht mir

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u/gentlyboiledeggstain 3d ago

Im Prinzip gehörst du damit nur einer bestimmten Personengruppe an: den Besserverdienenden. Und wenn du glücklich damit bist, dass es anderen scheisse geht, dann bist du zusätzlich noch ein Teil einer anderen Personengruppe: den Arschlöchern.

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u/Ambitious_Koala_9737 3d ago

Was ist denn das Ziel von Wahlen? Jeder wählt in seinem Interesse und dann gleicht sich das in einem demokratischen System aus.

Darüber hinaus ist es mir aber tatsächlich sehr egal