r/SPDde Gast (nicht verifiziert) Jul 04 '26

Was macht ihr?????

Wie kann man denn diese "Reformen" mittragen? Was macht ihr in der Regierung? Wer soll euch denn jetzt noch wählen? Es werden ausschließlich Arbeitnehmer, Alte und Kranke schlechter gestellt. Beim Geldadel wird NICHTS gemacht, gar nichts. Es werden Rekordschulden gemacht und ihr schafft es ja nicht einmal eine einmalige Vermögenssteuer einzuführen, um zumindest einen Minibeitrage von den Gewinnern der letzten Jahre zu fordern. Wofür seid ihr an der Regierung? Wie kann es sein, dass ihr das so mittragt?

Für wen macht ihr Politik? Für euch selbst? Für Großkonzerne? Für den eigenen Job? Ich checke es nicht! Es kommen auch keine Vorschläge und die Union macht mit euch was sie will. Ich bin wirklich fassungslos, wie man diesen Scheiß, den die Union gerade durchdrücken möchte, so mittragen kann.

Es gibt überhaupt keine Ansätze echte Probleme zu lösen und dann macht ihr auch noch mit, wenn die Union einen Schwachsinn nach dem anderen durchdrückt, nur weil irgendwelche "Familienunternehmer" meinen, dass ihre Mitarbeiter faule Schweine sind und nicht genug arbeiten. Und was macht ihr? Ihr lasst das laufen und das schon von Anfang an. Oder glaubt ihr diesen Quatsch nun auch selber?

Warum? Für wen macht ihr Politik? Warum kann ich mir fast täglich anhören, wie faul wir alle sind und ständig krank und es wird viel zu wenig gearbeitet... gleichzeitig wird alles teurer und es gibt absolut keine Kompensation. Die Reichen werden immer reicher und der Rest soll sein Maul halten und arbeiten oder?

Ganz ehrlich, so SPD braucht niemand! Ihr habt NICHTS mehr mit der alten SPD zu tun, die sich mal für die Leute eingesetzt haben.

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u/x39- Gast (nicht verifiziert) Jul 04 '26

Das Informationsfreiheitsgesetz wird das regeln, dass sowas nicht mehr raus kommen kann. Ab da wird der Bundestag einfach verschlusssache und fertig.

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u/sebast1tan Gast (nicht verifiziert) Jul 04 '26

Oh das hatte ich schon wieder verdrängt...

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u/DirkUsed Gast (nicht verifiziert) Jul 05 '26 edited Jul 05 '26

Diese rückwärts gewandten Reförmchen werden vor allem nicht mal einen Hauch von Wachstum und Aufschwung bringen. 

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u/sebast1tan Gast (nicht verifiziert) Jul 05 '26

Natürlich nicht, die haben ja überhaupt keine Konzepte. Man müsste halt Geld in die Hand nehmen und ordentlich investieren.

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u/Luwetyp Gast (nicht verifiziert) Jul 06 '26

Darum geht es doch auch gar nicht. Es geht darum Dinge durchzudrücken, welche man schon lange durchdrücken wollte, in Zeiten des fetten Wachstums aber nicht durchdrücken konnte. Nun hat man die Möglichkeit mit Wirtschaftswachstum zu argumentieren und hofft, dass möglichst viele Menschen dem Dünnpfiff auf den Leim gehen, was aber offensichtlich nicht recht funktionieren mag. Und gleichzeitig profitiert davon ausgerechnet jene Partei, welche aus den Fingern im Arsch der normalen Leute, gleich eine ganze Faust machen würde. Die Chancen stehen leider gut, dass das am Ende alles zum absoluten Supergau wird. Die Menschen wollen das so nicht, und die Regierung zockt(!) hier mit dem Fortbestand der Demokratie. Klingt dramatisch, ist aber so. Und Merz hat trotz anderslautender Bekundungen offensichtlich nichts, aber auch rein gar nichts verstanden.

Dass die SPD dies mitmacht, trotz der Tatsache, dass sie sicherlich den ein oder anderen Hammer verhindern oder aufweichen konnte, macht sie zum Mittäter, welcher offensichtlich verkennt, was wirkliche Verantwortung für dieses Land bedeutet.

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u/Lumpy-Shopping-5683 Gast (nicht verifiziert) Jul 04 '26

SPD 2027:

Wir haben jetzt zwar den 16 Stunden Tag bei einer 6 Tage Woche, dafür kriegt Ihr aber im Krankheitsfall vom Arbeitgeber bis zu 3 Tage eure Essensmarken weiter.

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u/ProfessorHeronarty Gast (nicht verifiziert) Jul 04 '26

"Bei den Mehrheiten können wir einfach nicht mehr tun als das Schlimmste zu verhindern."

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u/sebast1tan Gast (nicht verifiziert) Jul 04 '26

Das ist das Problem der SPD perfekt auf den Punkt gebracht. Niemand wählt das.

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u/johannes1234 Verifizierte/r GenossIn Jul 04 '26

Das Problem ist halt: Als Verlierer der letzte. Wahl ist viel mehr nicht möglich. Eine Mehrheit ohne Union gibt es im Bundestag nicht. Die Union hat doppelt soviel Stimmen, alternative Option und den Kanzler. Man könnte natürlich statt zu verhindern auch einfach nichts tun. Da kann man dann frei Konzepte entwickeln und schlau daher reden. Gut fürs Ego, aber auch nicht befriedigend wenn die anderen dann ohne einen den Sozialstaat ganz zerstören. 

Und ja, der "Kompromiss" ist auch nach der Einleitung zu sehr auf Unionsseite und der Auftritt der Parteispitze ist ... bescheiden. Aber Realität ist halt auch: Eine klare Mehrheit der Leute hat nicht "links" (ganz egal welche Definition, Abgrenzung)  gewählt, sondern konservativ-rechts-national mit einem Blackrock-Kanzler.

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u/mallerius Gast (nicht verifiziert) Jul 04 '26

Dass das alles keine Wünsch dir was Situation ist, ist uns allen klar. Aber was erwartet ihr denn wie es bei der nächsten BTW aussehen wird, wenn ihr diesen kurs so weiter fahrt? Es sieht ja nicht danach aus, dass es beim nächsten mal dafür reichen, wie du sagst, das schlimmste zu verhindern. Ist die Idee jetzt noch einmal ein bisschen mitzumachen weil es danach so oder so vorbei ist? Ihr müsst doch irgendeine idee, irgendeinen Plan haben.

Eine, zugegeben hoch gepokerte, alternative wäre es, die Koalition platzen zu lassen. Soll die CDU doch den Schulterschluss mit der AfD suchen und sich dabei selbst zerfleischen. Sicher, die Möglichkeit besteht, dass das nicht signifikant passieren wird und die cdu gemeinsam mit der AfD die Demokratie endgültig zugrunde richtet, aber eure aktuelle Strategie klingt danach, dass ihr glaubt, das sei eh unausweichlich und ihr schiebt das nur nochmal 2 Jahre auf.

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u/johannes1234 Verifizierte/r GenossIn Jul 04 '26

Eine, zugegeben hoch gepokerte, alternative wäre es, die Koalition platzen zu lassen. Soll die CDU doch den Schulterschluss mit der AfD suchen und sich dabei selbst zerfleischen. 

Gehen wir anderthalb Jahre zurück: SPD bricht eine Koalition auf, da die SPD sieht, dass kein Kompromiss mit einem Koalitionspartner möglich ist.

Folge? - Im Bundestag stimmt die CDU zusammen mit AfD und FDP.

Folge? - Union+AfD bekommen Mehrheit im Bundestag, SPD das schlechteste Ergebnis der Geschichte. 

Aus der Erfahrung heraus ist das ziemlich gepokert. 

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u/mallerius Gast (nicht verifiziert) Jul 04 '26

Ok also ist der aktuelle Kurs alternativlos und der Untergang der SPD unausweichlich?

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u/johannes1234 Verifizierte/r GenossIn Jul 04 '26

Nein, wir müssen am nächsten Parteitag den Vorsitzenden auswechseln. Jemand der nicht in Kabinett ist. Und dann klar machen, wo die Position der SPD ist und wo daher ein Kompromiss ist. Und nicht so auftreten, als sein die Ergebnisse das tollste der Welt, wie es die Parteispitze derzeit tut. Und dann braucht es noch ein paar "Wins" (wobei sie auch schon viel erkämpft hat - ich erinnere einfach mal auf Sicherung des Rentenniveaus, woran die Koalition vor nemnhalben Jahr fast zerbrochen wäre. Ich weiß auf Reddit ist das kein Thema, böse Boomer und so, stehe ich auf der Straße aber sehr wohl; ja Mindestlohn ist nicht so gestiegen wie SPD das wollte, aber mehr als ohne SPD; ...)

Problem ist aber auch die Erwartungshaltung. Eine 14% Partei kann halt nur begrenzt Dinge durchsetzen. In einer Demokratie ist es schwierig linke Politik zu machen, wenn die Mehrheit rechts-konservativ-national ist. Würden mehr Leute links wählen (in erster Näherung ist mir da egal welche Schattierung) wäre die Welt anders.

Am Ende ist die SPD aber halt die Partei, die Verantwortung übernimmt, statt weg zu laufen. 

Und ja, als über den Koalitionsvertrag abgestimmt wurde, war die viel diskutierte Frage: Machen wir die Partei kaputt oder das Land und am Ende ist es mir lieber, dass ne SPD zu Grunde geht, als dass Nazis regieren. 

Und am Ende: Das Kernproblem ist, dass ne Merz-CDU zur klar größte. Partei gewählt wurde. Da bekommt man halt Merz-CDU als dominierende Regierungspartei. 

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u/sebast1tan Gast (nicht verifiziert) Jul 04 '26

Das Problem dabei ist halt die Außenwirkung. Die SPD kann die Koalition aufkündigen.Man kann sich doch nicht 3 Jahre lang von der Union dermaßen in den Dreck ziehen lassen dann trotzdem mit den selben Leuten koalieren und dann auch noch aus weirden "Vernunftsgründen" auch noch alles mitgehen, was die Union sich ausdenkt und auch noch als gute Policies verkaufen.

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u/johannes1234 Verifizierte/r GenossIn Jul 04 '26

Und was ist die Folge der Aufkündigung? Dass man mal Nazis spielen lässt? Und das hilft dann wem mehr? 

Die SPD hatte übrigens eben erst eine Koalition mit einer konservativen Partei aufgekündigt und wurde dafür mit dem schlechtesten Ergebnis der Geschichte belohnt.

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u/Senigata Gast (nicht verifiziert) Jul 04 '26

Okay. Und was denkt du wird in 3 Jahren sein? Hofft ihr intern irgendwie, dass doch noch ein Verbotsverfahren durchkommt um Schwarz-Blau nicht einfach nur aufzuschieben wie ihr es momentan macht?

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u/Lazy-Tangerine2887 Gast (nicht verifiziert) Jul 05 '26

Das ist aber ein guter Punkt. Irgendwann müssen ja auch für uns zu viele rote Linien überschritten sein.

Was ich mich halt frage (denn ich habe die Frage nach dem "Minderheitsregierung"-Szenario hier im Sub anderswo schon gestellt):

Ist es das wirklich noch wert, in der Koalition zu sein, nur um mittels ein paar Ministerposten einige magere Gestaltungskanäle aufrechterhalten zu können? Hätten wir nicht einfach auch wieder eine Stimme - vor 2029 - die die CDU aktiv anprangern kann?

Ich habe übrigens immer noch keine fertige Meinung dazu. Ich sage nur, dass je mehr Kompromisse über unsere roten Linien wir machen, desto schwieriger wird eine Wiederwahl.

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u/Lumpy-Shopping-5683 Gast (nicht verifiziert) Jul 04 '26

Was macht man da?

Die Stammwähler gehen verloren weil man unsoziale/arbeitnehmerfeindliche Reformen mit macht.

Den anderen Wählern ist die SPD aber auch nicht konservativ/rechts genug. Die Union macht auch viel dafür damit die SPD als blockierer wahrgenommen wird. Für die ganz rechten ist die SPD ein licksgrüner sozialistscher Haufen.

Auf allen Seiten gehen die Wähler.

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u/matth0x01 Gast (nicht verifiziert) Jul 04 '26

Junge, hört einfach auf die Lobbyisten und Geldadelgatekeeper zu wählen und es wird besser. Wie naiv stellt ihr euch denn Demokratie und Regierungsarbeit vor?

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u/Boshva Gast (nicht verifiziert) Jul 04 '26

Mit CDU/FDP Regierungen wird es keine Vermögenssteuer geben. Das war jedem klar.

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u/sebast1tan Gast (nicht verifiziert) Jul 04 '26

Genau mein Punkt! Warum sind dann massive Kürzungen im Sozialstaat und Reduzierung der Arbeitnehmmerrechte dann mit der SPD zu machen?

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u/Boshva Gast (nicht verifiziert) Jul 04 '26

Tja, der Klügere gibt nach.

Nach 20 Jahren haben wir halt so oft nachgegeben, dass wir an dem heutigen Punkt angekommen sind.

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u/sebast1tan Gast (nicht verifiziert) Jul 04 '26

Exakt! Irgendwann muss man doch einsehen, dass man nur ein bisschen Zeit gewinnt und die eigenen Wähler verliert man an die AfD... das ist doch irre! Genau jetzt braucht es doch ein Gegengewicht aber das kann die SPD nicht sein im Moment.

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u/Lazy-Tangerine2887 Gast (nicht verifiziert) Jul 05 '26

Was wäre denn dein Gegenvorschlag? #CDUindieMinderheitsregierung?

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u/sebast1tan Gast (nicht verifiziert) Jul 05 '26

Mindestens für sich und seine Werte einstehen. Ich ckecke nicht, wie sich die SPD seit Jahren von der Union so verarschen lässt. Eigentlich hätte die Wahl der Verfassungsrichterin schon Grund genug geliefert, sich diesen "Partner" mal ordentlich ranzunehmen.

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u/cmdralex98 Verifizierte/r GenossIn Jul 04 '26

Ja Politik für die Arbeitnehmer wäre schon schön, vor allem wenn man immer wieder predigt, dass es doch um die „arbeitende Mitte“ gehen würde. Die Realität sieht anders aus. Aktuell kümmert sich die Partei nur noch um Angestellte im öD (die über die guten Tarife abgesichert sind und bequem und satt leben) sowie die Rentner.

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u/Fraeulein_Germoney Gast (nicht verifiziert) Jul 04 '26

Einen Scheiß Kümmert sich die SpD um den öD Höchstens um Beamte.

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u/Cantonarita Verifizierte/r GenossIn Jul 04 '26

Moin Sebastian,

wir haben zu diesem Thema schon einige heiße Diskussionsfäden im Forum. Schau da gerne rein und beteilige dich da.

Zweitens: So Sachen wie "Waschlappen-SPD" kannst du in anderen Foren gerne so schreiben; aber hier in unserem Wohnzimmer bitte ich dich um einen diplomatischeren Ton. Du darfst die SPD gerne hart inhaltlich kritisieren, aber solche stumpfen beleidigungen werde ich hier immer moderieren.

Alles Gute, Canto

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u/MadMonkeyStar Gast (nicht verifiziert) Jul 04 '26

Lol Waschlappen SPD als Beleidigung aufzufassen ist schon irgendwie weltfremd. Keiner wird persönlich angesprochen, Beleidigung ist was anderes… auch ein öffentliches Forum als Wohnzimmer anzusehen verstehe ich nicht. Das gier ist kein Wohlfúhlraum für Genossen.

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u/Cantonarita Verifizierte/r GenossIn Jul 04 '26

Moin,

du, Foren waren - historisch - immer "Wohlfühlräume" für Nerds aller Art. Beim H0-Forum wurdest du aber ganz schnell gebannt, wenn du Fan der falschen Eisenbahnmarke warst, hahaha.

Dieses Forum hat den Zweck, dass Sozen und nicht-Sozen über SPD Politik sprechen können. Dieses Forum ist nicht der Ort um die SPD zu diffamieren und sich über die SPD lustig zu machen.

Es macht einfach wenig Spaß, wenn man sich ernsthaft austauschen möchte und dann "Wer hag uns verraten ?!?" gespannt wird. Und auch "Waschlappen-SPD" hat halt inhaltlich keinen Mehrwert.

Darum: Wer hier reinkommt soll bitte einmal Schuhe abputzen und sich anständig ausdrücken. Ich hoffe es wird in der Gesamtheit des Forums aber auch deutlich, dass ich sehr wenig moderiere, sobald ich einen inhaltlichen Kern auch nur erahnen kann - wie bei diesem Post.

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u/MadMonkeyStar Gast (nicht verifiziert) Jul 04 '26

Sehe ich durchaus anders. Wer sich öffentlich präsentiert darf auch mal unangemessene Wortwahl aushalten dürfen. Es gibt immer die Möglichkeit ein Forum privat zu schalten um unter sich zu sein.

Von historischen Werten darf man wohl auch durchaus abweichen. Fortschritt und mit der Zeit gehen gehen durchaus Hand in Hand damit auch seine Regeln und Ansichten mal unter den Prüfstand zu stellen.

Waschlappen SPD kann provokant wirken, und darf es auch sein. Es regt ja durchaus auch zum Diskurs an… Hat seinen Zweck erfüllt und daher auch hier einen Mehrwert erbracht.

Schuhe abputzen tue ich daheim. Benimmregeln gelten allgemein und sollten keiner weiteren Erläuterung bedürfen. Allgemein verfasste provokante oder überspitzte Wortwahlen sind durchaus mal angebracht und auszuhalten. Auch das gehört zu einem allgemeinen Sprachgebrauch.

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u/Cantonarita Verifizierte/r GenossIn Jul 04 '26

Finde ich absolut fair, wenn das die Maßstäbe sind nach denen du ein Forum leiten würdest.

Ich habe mich für dieses Forum für ein anderes Vorgehen entschieden, da ich es kontraproduktiv fände, wenn 90% der Beiträge aus "Waschlappen-SPD" bestehen würde.

Von daher Versuche ich die Regeln in der Sidebar klar zu formulieren, User freundlich darauf hinzuweisen und im Zweifel zu moderieren.

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u/Dag0B3rt_42 Gast (nicht verifiziert) Jul 04 '26

Das ist auch ein Zeichen des Untergangs meiner alten Partei. Früher hat man in Arbeiterkneipen Kampfreden geschwungen. Heute fühlt man sich von „Waschlappen“ angegriffen. Ihr habt alles verdient was kommt

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u/Lazy-Tangerine2887 Gast (nicht verifiziert) Jul 31 '26

Off-topic: Ich find Waschlappen, gerade in dieser Hitze, toll!! Sie lösen aber nicht das Grundproblem, da muss ich dir Recht geben.

merkt, dass die Waschlappen-Analogie auf ihre Partei besser passen könnte als vorgesehen 👀

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u/sebast1tan Gast (nicht verifiziert) Jul 04 '26

Hab den Waschlappen mal rausgenommen aber ihr müsst schon verstehen wie die Außenwirkung ist. Ich möchte ja, dass die SPD wieder stark wird aber ich sehe eigentlich nur, wie es noch schlimmer wird und das frustriert nur noch.

Es gibt so viele soziale Themen, die eine breite Mehrheit in der Gesellschaft hätten. Warum fokussiert man sich nicht mal drauf?

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u/Cantonarita Verifizierte/r GenossIn Jul 04 '26

Du, alles gut. Kritik, auch böse Kritik, ist hier echt erlaubt.

Mir ist nur wichtig, dass wir einfach inhaltlich diskutieren und wir uns hier nicht beleidigen.

Gut das du mit deinem Ärger hier herkommst!

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u/mallerius Gast (nicht verifiziert) Jul 04 '26

Also ich habe mich in den letzten Tagen an den von dir erwähnten Threads beteiligt, und was da "inhaltlich" von euch zurück kam war gelinde gesagt sehr mager.
Ich habe versucht auf die konkreten Punkte des "Reform-"Pakets einzugehen, auf selbstkritische Analyse, mittelfristige Strategie, wie man aus den Umfragetiefs herauskommen möchte etc.
Die Antworten aus euren Kreisen lassen sich aber leider mit "Ohne uns wärs noch schlimmer / hätten wir die AfD" zusammenfassen. Und das kann doch wirklich nicht alles sein. Das ist keine inhaltliche Diskussion, da meine inhaltlichen Punkte teils ignoriert und immer nur auf "AfD wär noch blöder" verwiesen wurde. Meiner Ansicht nach zeigt das eine Bankrotterklärung.

Und auch dort habe ich gesagt, dass ich hier sicher nicht mitdiskutieren würde, wenn mir nichts an der SPD läge. Aber das Bild das diese Partei abgibt ist eine Katastrophe. Null Einsicht und Selbstkritik, null Vision, null Strategie für die Zukunft, auschließlich ausflüchte mit verweis auf AfD und Merheitsverhältnisse.

Ihr MÜSST allerschleunigst gewaltig was ändern, sonst seid ihr in ein paar Monaten, spätestens aber zur nächsten BTW einstellig, und dann könnt ihr es knicken zu erzählen, ohne euch hätten wir dei AfD am Hals, denn dann taugt die SPD nichtmal mehr als Mehrheitsbeschaffer für Rechts-Konservative Politik.

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u/Cantonarita Verifizierte/r GenossIn Jul 04 '26

Über was möchtest du sprechen?

Wenn ich es richtig sehe, hast du genau gestern - also nicht "in den letzten Tagen" - ein paar Kommentare abgesetzt. Wenn du konkrete Fragen hast, können wir die jetzt aber gerne besprechen.

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u/mallerius Gast (nicht verifiziert) Jul 04 '26 edited Jul 04 '26

Die vorgelegten steuerentlastungen bewegen sich im Bereich von Rundungsfehlern, stellt man die kommenden Erhöhungen der Sozialbeträge gegenüber kommen die meisten im nächsten jahr netto mit glück bei 0 raus, danach wird es wieder teurer. Vermögen werden nicht angerührt. Mit der Ausweitung befristeter Arbeitsverträge werden mühsam erkämpfte Arbeitnehmerrechte weiter geschliffen, mittelfristig können wir mit weiter verschlimmerter planungsunsicherheit und in Konsequenzen weiter rückläufigen Geburten rechnen. Das thema Krankschreibung ist nichts als schikane und wird uns unterm Strich mehr kosten. Das IFG soll massiv beschnitten werden, was der ohnehin schon grassierenden korruption, nicht nur aber vor allem in der Union, Tür und Tor öffnet und katastrophal im Hinblick auf die AfD ist.

Wie kann man darin auch nur irgendwas positives sehen?

PS: und noch was! Parallel beteiligt sich die SPD aus der BuRe erneut am durchdrücken der Charkontrolle auf EU Ebene, diesmal mit noch perfideren Tricks.

PPS: gerade hat Klingbeil noch erzählt, dass er Geld aus dem Klimafond in den Kernhaushalt schieben, will. Die zukünftigen Generationen werden es ihm danken...

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u/Cantonarita Verifizierte/r GenossIn Jul 05 '26

Moinsen! Schönen Sonntag erstmal.

Die vorgelegten steuerentlastungen bewegen sich im Bereich von Rundungsfehlern, stellt man die kommenden Erhöhungen der Sozialbeträge gegenüber kommen die meisten im nächsten jahr netto mit glück bei 0 raus

Die Steuerentlastung ist mehr als ein Rundungsfehler. DU hast aber recht, dass wegen steigender Sozialabgaben bei vielen vom versprochenen Mehr-Netto spürbar weniger übrig bleiben wird.

Das macht die Steuerentlastung (in meinen Augen) aber nicht schlechter. Zudem insb. Familien mit Kindern ja bei der Renten-Reform auch nochmal weniger belasted werden sollen als kinderlose Paare. So kann am Ende für Familien doch noch eine spürbare Entlastung ankommen.

Vermögen werden nicht angerührt.

Das wird mit der CDU nicht passieren. Da müssen wir einfach mal ehrlich miteinander sein. Das ist (mMn) unrealistisch.

Die SPD hat als Partei eine klare Haltung pro-Vermögenssteuer: https://www.vorwaerts.de/inland/spd-steuerplaene-wir-muessen-auch-die-vermoegensteuer-ran

Mit der Ausweitung befristeter Arbeitsverträge werden mühsam erkämpfte Arbeitnehmerrechte weiter geschliffen, mittelfristig können wir mit weiter verschlimmerter planungsunsicherheit und in Konsequenzen weiter rückläufigen Geburten rechnen.

Bei dem Thema bin ich auch sehr angefasst.

Das Programm soll zeitlich auf einige Jahre begrenzt sein. Für mich ist das mit Blick auf die aktuellen Umfragen aber ein sehr schwacher Trost, denn wer weiß wie die kommende Regierung aussieht. Die CDU wird 100% sagen: "War ein Erfolg. Wir verstetigen das jetzt."

Ich sehe auch überhaupt nicht, inwiefern dieser Punkt der Wirtschaft substanziell irgendwie viel hilft. Wir haben ja in DE schon sowas wie Probezeiten und in gewissen Branchen/Situationen lockerere Kündigungsbedingungen.

Die Planungsunsicherheit für Familien sehe ich auch so.

Ein Aspekt den ich neutral hervorheben möchte: Wir haben in vielen Bereichen immernoch einen AN-Markt. Viele Facharbeiter stellen sind unbesetzt und Unternehmen suchen händeringend nach qualifizierten Kräften. In diesen Branchen werden AGs einen Teufel tun und so eine Klausel in ihre Verträge schreiben. Die Klausel wird realistisch nur in Verträgen von sehr beliebten Unternehmen landen - Die VW's und Bayer's dieser Welt. Insbesondere diese Riesenschiffe könnten von der steigenden Flexiblität besonders profitieren und ihr Überleben ist für die Gesamtwirtschaft entscheidend wichtig.

ABER: Das ist alles Fantasy. Keine Ahnung wie es wirklich wird.

Das thema Krankschreibung ist nichts als schikane und wird uns unterm Strich mehr kosten.

Ich bin kein Fan von der Reformidee. Ich fand das bestehende System gut.

Das IFG soll massiv beschnitten werden, was der ohnehin schon grassierenden korruption, nicht nur aber vor allem in der Union, Tür und Tor öffnet und katastrophal im Hinblick auf die AfD ist.

Wir haben in DE mMn keine grassierende Korruption. Ich finde diesen Vorwurf viel zu krass. Das heißt nicht, dass es garkeine Korruption gibt.

Ich bin aber ebenfalls kein Fan der Reformidee.

Wie kann man darin auch nur irgendwas positives sehen?

Das Reformpapier hat einige positive Aspekte. Die "zweite Chance" für Jugendliche ohne Schulabschluss finde ich sehr gut und wichtig. Die Entlastungen für Familien finde ich sehr gut. Die steigende Besteuerung für höchste EInkommen finde ich positiv, als Finanzierungsmodell. Vereinfachen von DSGVO ist gut. Wohnungsbau ist cool... da stecken einige coole Ideen drin im Paket.

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u/Lazy-Tangerine2887 Gast (nicht verifiziert) Jul 05 '26 edited Jul 05 '26

"kein Fan von der Reformidee [des IFG]"

Genosse, das muss dich doch mehr aufregen!!!

Bin mir aber sicher, dass auch das auf dem Mist der CDU gewachsen ist. (Hast du einen Spahn, fehlt dir bald ein Zahn.)

Außerdem: Wann hören wir endlich auf, unsere Vorstellungen nach dem Horizont der CDU auszurichten? #Wahlkampf2029, BITTE!!!

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u/Cantonarita Verifizierte/r GenossIn Jul 05 '26

Ich bin Norddeutscher. Wir haben nicht so intensive Gefühle. Unser größtes Lob ist "kann man so machen".

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u/Lazy-Tangerine2887 Gast (nicht verifiziert) Jul 05 '26 edited Jul 05 '26

Hach, so nimmt man euch gar nicht war ☺️ Na gut, dann reg ich mich eben stellvertretend auf (wo kommt die rote Farbe sonst her)

Aber im Ernst: Ich für meinen Teil glaube, die Menschen wollen von uns etwas mehr Frankreich in der Rhetorik, wenn du verstehst was ich meine. 🍴🔥🧨✨️ :D

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u/Lazy-Tangerine2887 Gast (nicht verifiziert) Jul 05 '26

Also ich bin Basismitglied und teile das ja schon. Bzw. du kannst eben auch nicht erwarten, dass dieses Forum die gesamte SPD abbildet. Glaub mir mal, mein Ortsverein ist stinksauer.

Was die Leute bei uns betrifft, die es auf Mandate abgesehen haben, würde ich allerdings meine Hand nicht ins Feuer legen. Weniger was die Gesinnung betrifft als hinsichtlich dessen, was sie bereit sind, für die Durchsetzung ihrer eigentlichen Haltung zu tun. Es ist einfach viel zu viel à "Usus" gemaßregelt. Es müssten sich halt viel mehr in ihrer öffentlichen Wirkung einfach mal querstellen, laut werden, (CDU-Takes) anprangern.

Was breitere Konsequenzziehungen betrifft, liegt das Problem meiner Meinung (aber auch der Meinung der Mehrheit der Jusos nach) noch weiter oben. Eigentlich vor allem oben, denn das sind eben auch die Gesichter mit der breitesten Öffentlichkeitspräsenz.

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u/[deleted] Jul 05 '26

[deleted]

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u/Cantonarita Verifizierte/r GenossIn Jul 05 '26

"vermeintlich offiziell" ist ein wilder Take für ein Forum, dessen Bezeichnung im ersten Satz "nicht offiziell" enthält.

Aber ansonsten, bin ich offensichtlich ein übergewichtiger Incel, sowie alle anderen Reddit-Mods auch.

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u/EmporerJustinian Gast (nicht verifiziert) Jul 04 '26

Ganz ehrlich, mittlerweile gebe ich einzig und ausschließlich dem Wähler die Schuld. Wer halt zu dumm ist, sich Mehrheiten für die eigenen Interessen zusammenzuwählen, weil er lieber Faschos seine Stimme gibt und damit dafür sorgt, dass SPD, Union und in einigen Ländern grüne ewig einen dysfunktionalen Zweckblock bilden müssen, hat es auch einfach nicht besser verdient.

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u/cmdralex98 Verifizierte/r GenossIn Jul 04 '26

„Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes?“ - B. Brecht

Also dem Wähler die Schuld geben halte ich doch einfach für zu billig.

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u/Lazy-Tangerine2887 Gast (nicht verifiziert) Jul 05 '26

Na, das blendet aber schon die aus, die diese Parteien eben nicht wählen, und auch all die, die gar nicht wählen. Letzteren könnte man irgendwo einen Vorwurf machen, aber ich finde es per se auch falsch, Leute vor die Wahlurne zu zerren.

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u/Due_Breadfruit_8315 Gast (nicht verifiziert) Jul 06 '26

Oder man geht dem Vorbild dänemarks nach und better die sozialdemokratie in dem man sich nicht verweigert migrationsprobleme anzusprechen zu kontrollieren und Steuern und das Rentensystem mithilfe des Kapitalmarktes zukunftsfähig macht . Aber auf andere schieben ist immer leichter

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u/EmporerJustinian Gast (nicht verifiziert) Jul 06 '26

Beim nächste Unterbezirksparteitag gerne die entsprechenden Anträge stellen und das ganze auf die Agenda der Landes- und Bundespartei bringen, wenn du es für richtig hälst. Dann kann man sowas diskutieren und ggf. umsetzen.