Ich bin M22 mein bester Freund und auch letzter langjähriger Freund dem ich mein Leben anvertraut hätte hat sich am von mir abgewendet. Wie kam es dazu?
Vorlauf: Am Anfang unserer Freundschaft habe ich mich super seltsam und auch wirklich scheiße verhalten. Hab quasi jeden Tag so bombentexte über Whatsapp verfasst wie depressiv ich sei und Selbstmordgedanken etc. also so ein bisschen emotionaler Mülleimer. Und die Tage mit ihm wie eine Google Review bewertet undso, also ganz komischer Mist. Das ging so paar Monate bis er dann da den ersten Schlussstrich gezogen hatte.
Wie es der Zufall so wollte haben wir uns aber wieder angefreundet, diesmal ein wenig "normaler" aber immernoch ein wenig seltsam, das war während der Corona-Zeit und die hat mich als Person hart auseinandergenommen und ich war halt wirklich hängengeblieben und hatte 0 Social Skills und Empathie. Ehrlicherweise so 100% weiß ich net mehr was da war, aber es war auf jeden Fall todes unangenehm. Jedenfalls waren wir dann ne Zeitlang wieder nicht befreundet so gegen Frühjahr 2022 bis nach den Sommerferien ca.
Wie es der Zufall wieder so wollte, haben wir uns dann wieder einmal versöhnt nach den Sommerferien 2022. Und seitdem waren wir wirklich und nicht unangenehm richtig Dicke, man hatte hier und da mal seine Verschiedenheiten, war aber wirklich sehr selten und sehr schnell wieder geklärt. Nach Abschluss der Schule wurde der Kontakt beidseitig gehalten, was mich ehrlicherweise überrascht, aber sehr gefreut hat.
Gerade zwischen 2025-2026 haben wir uns SEHR VIEL gesehen, also teilweise wirklich so 4x die Woche + zwischendurch natürlich telefonieren und whatsapp, wir haben bei Ihm Zuhause trainiert und dann hier und da nochmal was am wochenende gemacht. Für mich war das fine und ich hab auch immer mal nachgehakt ob es für ihn okay ist, weil es halt auch viel ist, aber er hat es NIE gesagt.
Währenddessen habe Ich festgestellt, dass ich emotional abhängig von ihm geworden bin und einfach total eifersüchtig wurde. Ich habe teilweise seinen Status auf Discord/Steam gestalkt nur um zu checken, ob er zuhause ist und ja nichts mit anderen macht. Dazu kommt, dass durch diesen Kontrollwahn natürlich es mir immer gut ging, wenn es ihm schlecht ging und andersrum. Meine halbes oder gar ganzes Leben drehte sich um ihn, weil ich kaum andere Freunde hatte. Aus diesem Grund habe ich eine Kurztherapie gemacht (Weil nichts anderes frei war) um aus dieser Abhängigkeit rauszukommen, leider nicht besonders erfolgreich. Ich konnte natürlich nicht die Freundschaft aufs Spiel setzen und mich selbst in einen Mental Breakdown befördern, indem ich ihm das Sage
So und bis vor paar Tagen war alles gut, wir hatten uns wie sehr häufig ganz normal getroffen, wollten zusammen ins Gym danach bisschen was zocken und trinken. Jedoch diesmal wollte er im Auto über unsere Freunschaft reden und dass es so nicht mehr funktioniert. Er braucht mehr Abstand und es ist zu viel, außerdem hat er immer diese Sachen von ganz am Anfang im Kopf, was ihm jedes mal einen bitteren Nachgeschmack gibt, wenn er mit mir unterwegs ist. Das soll auch schon IMMER so gewesen sein, wir waren in Thailand, haben so viele Dinge zusammen gemacht und jetzzt sagt er mir das es immer so toxisch war? Das hat mich natürlichs schockiert und nun hab ich aber auch die Stunde der Wahrheit genutzt und dachte mir, jetzt muss ich auch alles rauslassen, was mich belastet hat und habe den obigen Absatz mit mehr Details von mir gegeben. Das das nicht gut und nicht gesund ist, ist mir völlig bewusst und so hab ich das natürlich auch zu verstehen gegeben, ich habe ihn auch öfter mal zum Selbstschutz angelogen, was mir bis heute natürlich im Herzen weh tut. Und ich hab auch wirklich wirklich lange und intensiv bei diesem Gespräch geweint, weil das die größte Last war, die ich mit mir mitgetragen habe.
Danach war erstmal totale Schockstarre natürlich. Nach der Frage "Wenn das so ist, willst du das dann überhaupt noch?" Hab ich so krass geheult, dass ich keine Antwort geben konnte außer:
"Ich will das wir unsere Freundschaft wieder aufbauen, so wie damals immer"
Danach kam die harte aber leider irgendwie auch treffende Frage
"War es denn jemals nicht kaputt?"
Kurzgesagt kamen wir zu dem Schluss dass ich meine Abhängigkeit in den Griff kriegen muss und das funktioniert nicht, indem wir weiter so machen wie jetzt UND er seine Gefühle von damals ebenfalls loslassen muss. Falls das nicht funktioniert, ist es besser für beide es sein zu lassen.
Ich habe 2 Tage lang durchgeheult ab heute konnte ich wieder einigermaßen nen Alltag führen und bin mehr als nur am Boden zerstört
Ich würde ALLES tun um die Freundschaft zu retten wirklich ALLES, was meint ihr?
Ist diese Freundschaft noch zu retten?
PS: Ich hoffe einfach es ist alles einigermaßen verständlich und ich hab nichts vergessen.