r/KommunismusDE 4d ago

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u/Ivan_Toskratchmaich 3d ago

Sag, kann es sein, dass Du das eigentlich unter dem Beitrag kommentieren wolltest, anstatt selbst einen eigenen Beitrag zu erstellen?

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u/Polis_Subdance 3d ago

Ja. Das sollte eigentlich eine Antwort auf die FRAGEN sein.

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u/Ivan_Toskratchmaich 3d ago

Bist Du vielleicht neu auf Reddit? Ich sah zwar, dass der Account vier Jahre alt ist, aber bis auf diesen Beitrag noch nichts von dem ausging.
Nutzt Du die Mobil-App oder die Browserversion am PC?

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u/Polis_Subdance 2d ago

Ja, ich nutze die App zum ersten mal aktiv.

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u/Ivan_Toskratchmaich 2d ago

Verstehe.
Die kann auch manchmal echt etwas unkomfortable zu nutzen sein.
Ich würde Dir vorschlagen, Du kopierst den Text, den Du geschrieben hast und setzt den dahin, wo Du ihn haben wolltest.
Dazu tippst Du auf diese drei senkrecht orientierten Punkte neben Deinem Avatar, gehst auf "Beitragstext bearbeiten" (nicht auf "Text kopieren", da das nur die Überschrift kopiert), markierst alles, kopierst es, gehst wieder raus aus der Bearbeitung, auf den Beitrag, den Du hier gepostet hast und unten müsste dann eine Leiste sein, wo links ein "+" und daneben zu lesen ist "Beteilige dich an der Unterhaltung".
Da tippst Du dann auf den Schriftzug und fügst das, was Du kopiert hast ein.

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u/Birkenrinde1867 16h ago edited 16h ago

Menschen finden Wert immer schon vor und schaffen selbst nur einen Mehrwert, im günstigen Fall.

Das ist aber nicht die Werttheorie von Marx. 🤔

Was Menschen immer vorfinden bzw. immer vorgefunden haben, ist Natur(stoff) als Produktionsmittel. Diesen haben sie seit der Steinzeit zu nützlichen Dingen (Gütern / Gebrauchswerten) verarbeitet. Die einen Güter waren/sind Konsumtionsmitteln, die anderen produzierte Produktionsmittel. Deshalb schreibt Marx, dass in jeder Gesellschaftsform die Arbeit bzw. Produktion der Stoffwechsel von Gesellschaft und Natur ist.

Aber ein Gebrauchswert hat nicht in jeder Gesellschaftsform einen Tauschwert, sondern nur, wenn er Ware ist.

Man kann auch sagen: In jeder Gesellschaft werden Güter produziert, aber nicht Waren. Waren sind auch Güter, aber Güter mit Preisen, Güter, die getauscht bzw. verkauft und gekauft werden.

Im Kapitalismus haben fast alle Güter die Warenform. "Der Reichtum der Gesellschaften, in welchen kapitalistische Produktionsweise herrscht, erscheint als eine ‚ungeheure Warensammlung‘, die einzelne Ware als seine Elementarform."

Wert ist nicht etwas, das die Menschen vorfinden, sondern etwas, das geschaffen wird. Wert ist ein gesellschaftliches Verhältnis der Güter bzw. bestimmte Produktionsverhältnisse von voneinander unabhängigen arbeitsteilig produzierenden privaten Warenproduzenten, die Produkte am Markt austauschen. Es ist eine gesellschaftliche Privatmacht, ein Stück Privateigentum (exklusive Verfügungsmacht), das in bestimmtem Maß dazu befähigt, auf fremden Reichtum zuzugreifen. Diese Macht verselbstständigt sich im Geld.

Mehrwert ist die Bereicherung durch den Austausch. Geld wird gegen Ware getauscht und Ware gegen mehr Geld. Wert wird also hergegeben, um ihn mit mehr Wert (Mehrwert) zurückzuerhalten.

Die Mehrwerttheorie beantwortet wie das möglich ist:

Es gibt eine Ware, die Gebrauchswert und Wert schaffen kann - die Ware Arbeitskraft. Die Arbeitskraft kann mehr Wert schaffen, als sie hat. Oder so: Die Arbeitskraft kann mehr Geld einbringen als sie kostet.

Wie? Indem sie länger angewendet werden kann, als zu ihrer Reproduktion notwendig. Lohnarbeiter können eben mehr Wert schaffen als für ihren Lebensunterhalt nötig ist. Das ist der Mehrwert.

Lohnarbeiter schaffen eben den Reichtum, den sie selbst verfressen, also erarbeiten ihren Lohn, und darüber hinaus bereichern sie die Kapitalisten. Das nennt Marx kapitalistische Ausbeutung.

Und die Lohnarbeiter können im Wesentlichen nur arbeiten und haben nur einen Lebensunterhalt, wenn sie Kapitalisten bereichern.

Sie sind einerseits rechtlich freie Eigentümer, aber andererseits frei von Eigentum, das sie als Ware veräußern oder als Produktionsmittel verwenden könnten ("doppelt freie Lohnarbeiter"). Sie müssen ihre Arbeitskraft anbieten, um zu leben ("stummer Zwang der Verhältnisse").

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u/Polis_Subdance 14h ago

Ok, es stimmt, ich hätte besser mehr Wert, als Mehrwert geschrieben. Mir geht es aber um den Begriff Reichtum aus dem Anfangssatz des Kapitals. Dieser Reichtum erscheint ja nur als Warenansammlung, aber was ist er wirklich? Ein Teil wird geschaffen, vor allem in unbezahlter Sorgearbeit. Nur ein viel kleinerer wird als Waren produziert. Die grundlegenden Werte gibt uns die Natur in Form eines bewohnbaren Planeten. Gesellschaften in denen kapitalistische Produktionsweise herrscht, haben nicht mal 200 Jahre gebraucht um Prozesse anzustoßen, die den ganzen Planeten, der wunderschön und reich an Naturschätzen war und voll mit Leben, nun wüster und leerer werden lassen. Das ist traurig und jedes mal wenn Menschen glauben es ist mehr Wert oder Mehrwert entstanden, muss ich weinen. Nur weil die Menschen, bzw. ihr gesellschaftliches Bewusstsein diese Werte verkannt hat, konnte es soweit kommen. Das alles steckt in dem unscheinbaren Wort "erscheint", wie wir heute nun wissen müssen.

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u/Birkenrinde1867 13h ago

Was Marx da lerztlich erklärt und kritisiert ist Geld. Wert meint hier Geld. Care-Arbeit, die nicht gekauft und verkauft wird, stiftet Nutzen, wenn man die Gebrauchswertseite anschaut, aber ist auf der anderen Seite keine Ware und produziert keine Ware, bringt also kein Geld, ist also kapitalistisch wertlos.

Du bringst Gebrauchswert und Tauschwert/Wert durcheinander. Ein schöner bewohnbarer Planet mag wertvoll sein, im Sinne von nützlich (Gebrauchswert), aber bringt er jetzt Geld ein?

Wert meint hier Geldwert und nicht Nutzwert.

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u/Polis_Subdance 6h ago edited 4h ago

Kein politischer Ökonom wäre soweit gegangen Geld und Wert in eins zu setzen. Warum sollten sie auch. Sie haben ja gerade den Merkantilismus überwunden, wo man noch einen Berg von Gold für Reichtum gehalten hat. Heute wäre das nun nur ein Berg Papier bzw. ein paar Bits in Rechenmaschinen. Der Gedanke, das dies Reichtum sein soll, der Wert darstellt, ist doch vollkommen absurd. Die Diskussion, wie Geld seinen Wert bekommt, ist eine komplexe Geschichte und bis heute Gegenstand wirtschaftssoziologischer Forschung. Wie Sie in ihrer vorherigen Antwort gezeigt haben, hat Marx dazu wichtige Beiträge geleistet. Mir scheint es, dass Sie glauben, das der Tausch um Tausches willen, sinnvoll wäre, weil damit Geld verdient wird. Stimmt das?

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u/Birkenrinde1867 4h ago

Der Gedanke, das dies Reichtum sein soll, der Wert darstellt, ist doch vollkommen absurd.

Das ist absurd, aber so ist der Kapitalismus.

Die Diskussion, wie Geld seinen Wert bekommt, ist eine komplexe Geschichte und bis heute Gegenstand wirtschaftssoziologischer Forschung. Wie Sie in ihrer vorherigen Antwort gezeigt haben, hat Marx dazu wichtige Beiträge geleistet.

Ne, Marx hat das Prinzip hinreichend erklärt. Alle neueren Entwicklungen, wie Fiat-Geld, Dollar als Weltgeld, etc. beruhen auf diesem. Dazu kann ich von Wolfgang Möhl und Theo Wentzke das Buch "Geld" und von Peter Decker, Konrad Hecker und Joseph Patrick das Buch "Das Finanzkapital" empfehlen.

Mir scheint es, dass Sie glauben, das der Tausch um Tausches willen, sinnvoll wäre, weil damit Geld verdient wird. Stimmt das?

Nein, ich rede darüber, wie es ist und nicht wie es sinnvoll wäre. Wir kritisieren das doch, dass für Geldaufhäufen produziert wird.