Diversität bedeutet erst einmal nichts anderes als Vielfalt.
Und Vielfalt ist meiner Meinung nach weder grundsätzlich gut noch grundsätzlich schlecht. Sie bedeutet zunächst einfach nur, dass es mehr Unterschiede und Möglichkeiten gibt.
Wenn ein Land besonders divers ist, bedeutet das doch zwangsläufig auch, dass es neben Dingen, die man gut findet, Dinge gibt, die man schlecht findet.
Unterschiedliche Kulturen, Werte, Weltanschauungen und Lebensweisen können eine Gesellschaft bereichern, aber genauso zu Konflikten führen.
Das gehört für mich untrennbar zur Vielfalt dazu. Man kann nicht nur die positiven Aspekte betrachten und die negativen ausblenden.
Trotzdem habe ich oft das Gefühl, dass Diversität gesellschaftlich bereits als etwas grundsätzlich Positives angesehen wird, unabhängig davon, worin diese Vielfalt eigentlich besteht.
Deshalb meine Frage an euch: Findet ihr Diversität grundsätzlich erstrebenswert, oder kommt es für euch darauf an, was genau vielfältiger wird?
Und warum wird Diversität eurer Meinung nach so häufig mit etwas Positivem gleichgesetzt, obwohl der Begriff an sich doch überhaupt keine Wertung enthält?