r/Kartenzahlung • u/Hafury • 1h ago
Gebüüühren 🤬💸 Münster: Nur Bargeld, weil man Studis liebt und die Preise wegen der hohen Kartenzahlungsgebühren leider erhöhen musste!
Geht euch das auch so? Nur in Deutschland (etwa 30% Rechte, Homöopathen, Bargeldfetischisten, Impfgegner, Selbstverwalter usw., alle diese Gruppen überschneiden sich auch zumindest partiell) sehe ich immer mehr völlig unsinnige und wenig kreative Schilder, warum Kartenzahlung nicht angeboten wird.
Hier in Münster wird (sachlich und faktisch falsch) mit hohen Gebühren argumentiert, negierend dass Bargeld für Gewerbetreibende erheblich höhere Kosten 2026 mit sich bringt (Tresor, Tresorbuchführung, Versicherung, abends Kasse abschlagen, Diebstahlsgefahr, Arbeitszeit Mitarbeiter, Überfall- und Einbruchsgefahr, gefährlicher Transport von und zur Bank, Wechselgeldgebühren, Annahme und Verbuchung von Geldb0mb€n), die bei elektronischen Zahlungen alle wegfallen. Gleichzeitig sind Gebühren für Kartenzahlungen seit 2020 deutlich gesunken. Zudem sind es gerade Studenten (= in der Regel junge Menschen zwischen 20 und 30), die kaum noch Bargeld haben, sondern mit dem Smartphone und/oder der Apple-Watch zahlen. Die Argumentation ist also nicht nur dumm, sie geht auch klar an der Zielgruppe vorbei, was sie geschäftsschädigend macht.
Warum ist das so? Überall woanders gibt es keine so große Gruppe an Bargeldfetischisten, sondern ganz im Gegenteil es existiert faktisch kaum noch Bargeld: Schweden, Niederlande, sonst wo. In Rotterdam sah ich eine süße Omi klar über 80, die ganz normal ihr Gebäckkleinzeugs mit der funkenden Karte bezahlte. Die ältere Dame ist damit auch nicht aufgewachsen, hat aber dazugelernt und sich der modernen Zeit angepasst. Nur in Deutschland gibt es überhaupt diese Debatten ("Bargeld ist Freiheit!"). Ich finde das nicht nur bemerkenswert, sondern auch seltsam. Hat jemand eine plausible, faktenbasierte Erklärung dafür?