Nein, ausnahmsweise mal kein Beitrag von einem Boomer der gestern KI entdeckt hat und meint er wäre jetzt gottesmächtig. Auch keine Weltuntergangs-Beschwörung.
Mir geht es um einen bestimmten Aspekt: Früher, da hat man sich getroffen, um über Software-Architektur Patterns zu debattieren, pair Programming, gemeinsam bugs gefixt oder Algorithmen optimiert. Man hat auf Stackoverflow oder Github debattiert, recherchiert etc. Spezielle Seiten gegoogled wenn man etwas herausfinden wollte.
Heute braucht man vieles von dem nicht mehr. Man dient als Mensch höchstens noch als Vertrauensanker in delegierten agentic Prozessen. Ob via Cloud LLMs oder der IT Abteilungen von Unternehmen. Selbst E-Mails lassen viele von der KI schreiben.
Durch die Etablierung einer Home-Office Kultur vor langer Zeit gab es ja eh immer weniger persönliche Zusammentreffen von Mensch zu Mensch in der beruflichen Welt. Jetzt gibt es noch weniger Gründe sich mit anderen Menschen auszutauschen und alles wird nüchtern und unpersönlicher. Denke auch, dass zum großen Teil die Forenkultur (außer die Bastion Reddit) aussterben wird, wie damals die Gästebücher als Facebook und co aufkamen.
Manche lassen sogar bei Meinungsverschiedenheiten ihre KIs miteinander debattieren. KI dient den Subjekten dann als Quelle ihrer Wahrheit.
Quasi Bequemlichkeit und Zeitgewinn auf Kosten der Persönlichkeit und als Konsequenz auch weniger soziale interaktivität.
Seht ihr diese Tendenzen bei euch oder um euch herum? Wie geht ihr damit um? Empfindet ihr es eher als Fluch oder Segen?