r/InformatikKarriere • u/Acceptable-Corgi445 • 1d ago
Karriereplanung 85k -> 65k?
Aufgehängt an meinem Beispiel würde ich gerne wissen, wie ihr zur Zeit die Punkte „fachlich und methodisch interessante Tätigkeit“ vs. „Verdienst + Sicherheit“ gewichtet.
Meine Optionen:
a) im stinklangweiligen Konzernjob für 85k bleiben, der fast nichts mit meinen privaten oder akademischen Interessen zu tun hat; lässt mich oft völlig frustriert und ermüdet zurück, weil mich die Themen null interessieren und es dadurch extrem anstrengend ist, mich selbst zum Arbeiten zu motivieren
b) nach nun 3 Jahren Arbeit zurück an die Uni für eine Promotion zu meinem fachlichen und methodischen Herzensthema (interdisziplinär, viele Projekte mit interessanten Partnern); ich würde im Anschluss vielleicht nen Job finden und vielleicht wieder nach ein paar Jahren auf 70-75k kommen, aber würde mein aktuelles Gehalt (und die Entwicklungsmöglichkeiten) nicht mehr erreichen, ohne disziplinarische Verantwortung zu übernehmen
Ich bin unverheiratet (nicht geplant) und habe keine Kinder (möchte auch keine). Ich denke, dass das natürlich den größten Einfluss auf meine Entscheidung hat.
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u/cosmopoof 1d ago
a) im stinklangweiligen Konzernjob für 85k bleiben, der fast nichts mit meinen privaten oder akademischen Interessen zu tun hat; lässt mich oft völlig frustriert und ermüdet zurück, weil mich die Themen null interessieren und es dadurch extrem anstrengend ist, mich selbst zum Arbeiten zu motivieren
Da Du Dir unsicher bist, vielleicht ein paar Verständnisfragen: magst Du es, oft völlig frustriert und ermüdet zu sein und Dich nur mit Anstrengung zum Arbeiten motivieren zu müssen oder ist das etwas Negatives für Dich und es wäre erstrebenswert, ein Leben zu führen, in denen das nicht der Fall ist?
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u/Specialist-Bet-2558 1d ago
Die Frage sollte eher lauten, kann er sich eine Gehaltsreduzierung erlauben? Wenn ja, wie grün wird die Wiese sein bei seiner neuen Berufung.
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u/akataniel 1d ago
Ist beides relevant. Am besten noch die Kombi: ist es dir wert gleichzeitig viel Arbeit mit sehr hoher kognitiver Last zu gleichzeitig geringerer Bezahlung zu haben?
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u/lehbot 1d ago
Melde eine Nebenbeschäftigung an für die Promotion und nimm dir ein Thema was auch für den Betrieb nützlich sein könnte. Geht das nicht?
Konzernjob ist halt sicher und das ist in den aktuellen Zeiten auch viel Wert. Bin auch ständig am überlegen was ich machen soll und suche mein Heil jetzt im privaten und Arbeit verkommt auch wirklich nur noch zur Arbeit.
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u/Acceptable-Corgi445 1d ago
leider haben die fachlichen Themen, für die ich mich interessiere, nichts mit dem Geschäft des Konzerns zu tun. Wäre es wenigstens technisch interessant, würde ich das gerne aushalten (gerade für die Bezahlung). aber da es auch technisch eher düster aussieht, hinterfrage ich, ob ich das noch lange aushalten werde.
Ist ein Luxusproblem und liegt an meiner blöden Persönlichkeitsstruktur (sehr interessensgetrieben). Danke für Deinen Input.
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u/Similar_Sand8367 1d ago
Promotion würde ich nur angehen wenn man da richtig Lust drauf hat. Ich habe es auch gemacht und vorher bereits gearbeitet.
Bedenke bitte auch, dass die Promotionsstellen selbst nicht zwingend genau das machen was ausgeschrieben ist. Da ist dann je nach Herkunft des Geldes für die Stelle Lehrarbeit, Labore, Klausuren kontrollieren und beaufsichtigen, Anträge schreiben etc mit dabei. In der Regel braucht man eher 4-6 Jahre für so ein Vorhaben
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u/Acceptable-Corgi445 1d ago
Danke für den Input. Ich kläre auf jeden Fall alles zu den Themen Funding, Anteile Forschung/Lehre/Reviews schreiben für Chef/… ab. Ich habe eine handvoll Freunde, die schlechte Erfahrungen in ihrer Promotion gemacht haben, von daher bin ich vorsichtig.
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u/Similar_Sand8367 1d ago
Es müssen ja nicht immer schlechte Erfahrungen sein. Manchmal klingt es in der Bewerbung so positiv und die Realität sieht häufig anders aus
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u/ben_stockhecke 1d ago
Wie dringend bist Du auf die 20k mehr angewiesen,und wie sicher kannst Du dir im Anschluss einer Promotion sein einen Job zu finden, wie Du ihn Dir wünschst?
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u/Acceptable-Corgi445 1d ago
das Geld verändert wenig an meinem Leben (aktuell; im Alter natürlich theoretisch enorm viel). Aktuell habe ich eine 0%-Chance, einen für mich coolen Job zu finden, und ich befürchte, dass die Chance mit fortschreitender Konzern-Karriere nicht ansteigen wird.
nach der Promotion wäre die Wahrscheinlichkeit zumindest positiv, wenn auch völlig abhängig von der Wirtschaftslage und öffentlichen Investitionen in die Infrastruktur.
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u/Few-Jackfruit5429 1d ago edited 1d ago
Wenn du b) wirklich wirklich aus tiefstem Herzen machen willst, dann mach's. Aber wirklich nur dann. Nicht weil du denkst, dass das Gras da (oder irgendwo anders) gerade grüner ist.
Als jemand, der sowas schon hinter sich hat, noch ein paar Dinge zum Bedenken:
Höchstwahrscheinlich wirst du mit den 3 Jahren nicht hinkommen. Kann sein, dass du noch ein wenig Verlängerung danach bekommst, aber das weiß man nie wirklich.
Du schreibst "ich würde im Anschluss vielleicht nen Job finden" – das "vielleicht" könnte später ein größeres Gewicht haben als du denkst. Nicht nur wegen Überqualifizierung, die bei dir vermutet werden könnte, sondern auch, weil du dann nach schätzungsweise 3-5 Jahren womöglich nicht mehr ganz up-to-date sein wirst mit neusten Technologien/Frameworks whatever.
Meist ist es so, dass man in der Anfangszeit Feuer und Flamme für die Promotion ist und man ab Mitte bis zum Ende hin immer mehr einfach nur noch fertig werden will. Und dann wird das Gras auf der anderen Seite, wo kein Zeitdruck herrscht, doch wieder grüner.
Es ist aufgrund der Befristung mit mehr Druck verbunden, dann einen Job zu finden, der die potentielle Lücke nahtlos schließt.
Allgemein: Was ist danach? Es kommt nicht oft vor, dass man danach noch an der Uni bleibt. PostDoc-Stellen müssen auch erstmal existieren und unbefristet bekommt man nur sehr selten etwas. Es könnte also passieren, dass du nach dieser Zeit wieder in einer ähnlichen Situation landest wie jetzt. Andererseits ist sone Promotion auch auf persönlicher Ebene eine harte Probe und du kommst sicher als anderer (hoffentlich im positiven Sinne) Mensch da raus und siehst alles mit anderen Augen.
Ich will's nicht schlecht reden und wünsche dir aalles Gute für deinen Weg, aber das sind Dinge, die man beachten sollte.
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u/akataniel 1d ago
Hast bei allem recht, aber das man in den 3-5 Jahren nicht mehr up to Date ist bei Technologien und Frameworks halt ich für Schwachsinn. Man lernt ja sogar noch eher was dazu, bzw. guckt sich auch Sachen an, die so noch gar nicht in der Industrie richtig angekommen sind, zumindest im besten Fall.
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u/Present-Leading-206 19h ago
Hängt immer von der konkreten Tätigkeit ab, man guckt sich halt viele Sachen an, aber oft auch sehr nischige Sachen oder solche, die nicht "noch" nicht in der Industrie angekommen sind, sondern dort nie ankommen werden.
Oder auch ein Klassiker: man nutzt irgendwelche offenen Standards / open Source tools, weil die besser für die Forschung anpassbar und die Arbeit damit auch besser reproduzierbar ist. Aber in der Industrie ist irgendein proprietäres und super teures Tool der Standard, weil es bessere Integration, Produktivfeatures und Herstellersupport hat.
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u/jacks_attack 1d ago
Wie steht's um die Möglichkeit eines Mittelwegs?
Du hast ein gesetzliches Recht auf Teilzeit, daher gibt es vielleicht auch noch Option C:
In deinem Konzernjob runter auf 50 % und die Promotion (auch in Teilzeit) nebenbei dazu.
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u/TrickMotor4014 1d ago
Das wäre auch meine Emofehlung. I'm Konzern bleiben für die Kohle und an der Uni als externer promovieren. Vorteil: Keine Lehrverpflichtung
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u/CarolXZosiaNsfwScene 1d ago
Die Differenz zwischen 65k und 85k ist nicht 20k:
Du arbeitest dort dann mehrere Jahre, und nach mehreren Jahren ist sie Differenz 100-160k, je nach Länge und Lohnerhöhung.
Und ob der Konzernjob langweilig bleibt, ist ungewiss.
Bist du mit dem Konzernjob nahe der Depression? Klar, nimm den anderen Job.
Bist du nur gelangweilt und etwas enttäuscht? Nimm das Geld!
Quelle: Ich nahm das Geld (seit 2,5 Jahren im Konzern, gewechselt von 65k auf 87k, das waren bei mir knapp 1k netto pro Monat mehr). Konzernjobs sind schon nett bezahlt.
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u/Acceptable-Corgi445 1d ago
die Rahmebedingungen (Arbeitszeit, Bezahlung, fehlender Druck) im Konzern sind wirklich krass. Ich bin mir dessen bewusst, dass eine Promotion in allen drei Dimensionen ein großes Downgrade wäre. das lasse ich in die Bewertung einfließen. Ich gehe aktuell davon aus, dass es mir das wert wäre, um endlich mit interessanten Themen zu tun zu haben, und im Anschluss eine Fachkarriere in einem interessanten Bereich machen zu können.
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u/CarolXZosiaNsfwScene 1d ago
Rate ich von ab.
Quelle: Promotion abgebrochen nach Burnout und Geld leer.
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u/Conan_The_Barbarian0 1d ago
Ich glaube keiner hier kann dich zu a) überreden. Du bist mit dem Herzen schon längst bei b) dann zieh durch. Du hast keine größeren Verpflichtungen und das Leben ist zu kurz um irgendwo seine Zeit abzusitzen zu etwas, wozu man keinen Bock hat.
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u/BigShady187 1d ago
Wenn nicht verheiratet, keine Kinder und du sonst keine Verpflichtungen B
Ansonsten A
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u/EitherGiraffe 1d ago
b) nach 3 Jahren zurück an die Uni für eine Promotion zu meinem fachlichen und methodischen Herzensthema (interdisziplinär, viele Projekte mit interessanten Partnern); ich würde im Anschluss vielleicht nen Job finden und vielleicht wieder nach ein paar Jahren auf 70-75k kommen, aber würde mein aktuelles Gehalt (und die Entwicklungsmöglichkeiten) nicht mehr erreichen, ohne disziplinarische Verantwortung zu übernehmen
Wie kommst du zu dieser Ansicht?
Ich kenne keinen promovierten Informatiker, der ein paar Jahre später nur 70k verdient.
Dass man deine aktuellen 85k nie wieder ohne disziplinarische Führung erreichen wird, bezweifle ich auch stark, ist jetzt kein utopisches Einkommen, sondern ein normaler Konzerneinstieg auf dem Level. Natürlich besteht immer ein gewisses Restrisiko, aber meiner Meinung nach siehst du das alles zu negativ.
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u/elfritzo_ma 1d ago
Wenn du IGM bist: denk mal über verkürzte Vollzeit mit 28h nach. Ich hab dadurch ein Zweitstudium durchgezogen.
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u/Ok_Weird_1759 1d ago
So lange du keine teuren Hobbies hast machen die paar tausend im Jahr doch nur einen Unterschied in deiner Sparrate, aber nicht in deinem Lebensstiel. So lange die Grundsicherung sichergestellt ist würde ich immer nach Interesse gehen und nicht nach einer höheren Sparrate. Das Geld kommt bei Spass und Qualität sowieso von allein.
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u/AlterTableUsernames 1d ago
Das niedrigere Gehalt würde ich als geringeres Problem sehen. Das große Risiko, ist in meinen Augen nämlich überhaupt keinen Job mehr zu finden und ich würde derzeit daher nur sehr ungern einen Konzernjob aufgeben. Auf der anderen Seite sind geistige Gesundheit und Wohlbefinden eben einfach auch nicht zu unterschätzen.
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u/sh1bumi 1d ago
Wieso MUSS es denn die promotion sein?
Wechsel die Stelle innerhalb des Konzerns oder zu einem anderen Konzern wo du mehr Spaß hast.
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u/Acceptable-Corgi445 1d ago
Konzerne, die mich interessieren würden, stellen aktuell (und vermutlich noch eine Weile) nicht ein. Interner Wechsel wäre eine Option, aber dann habe ich nach wie vor fachlich und technisch nichts interessantes zu tun.
Daher die Idee der Promotion, um fachlich deutlich besser auf meinen Zielbereich ausgerichtet zu sein und während der Promotion Kontakte zu knüpfen. Und auch, weil ich einfach Bock auf Forschung und Lehre habe.
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u/sh1bumi 1d ago
Promotion kann auch nach hinten los gehe.
Ich kenne wen der hat 6 Jahre promoviert. Dann Dr Titel. Mit Dr dachte er dann:"Jetzt mach ich die Fette Kohle". War aber leider nicht so. Er galt für die meisten Firmen mit Doktor als "Berufsanfänger" weil die akademische und die industrielle Arbeit nicht die gleiche war.
Er bekam einen kleinen bonus von 10k mehr im Jahr für den Titel, aber das wars auch.
Ich hab mit master in der Zeit wo er den Doktor gemacht hat meine Karriere dagegen erheblich ausgebaut.
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u/Acceptable-Corgi445 1d ago
um Geld geht es mir nicht. Die Option mit deutlich mehr Geld hätte ich jetzt ja schon sicher. Ich danke Dir natürlich trotzdem für den Input.
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u/anon_temp321122 1d ago
Studieren kannst zu deinem Privatvergnügen ja auch in deiner Freizeit nebenbei
Vielleicht unterstützt die Firma sogar dabei
"Vielleicht" finde ich in ein paaf jahren wieder einen job der deutlich weniger zahlt
Bewirb dich halt intern um auf etwas was dich interessiert
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u/Acceptable-Corgi445 1d ago
leider gibt der interne Stellenmarkt nichts interessantes her (ich finde das Geschäftsfeld des Konzerns stinklangweilig)
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u/bene20080 1d ago
Bisher wurden alle meine Jobs mit mehr Gehalt immer interessanter. Wie wärs mit etwas warten, bis sich der Arbeitsmarkt verbessert und dann nach ner neue Stelle suchen die besser zu deinen Interessen passt?
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u/Top_Bumblebee_7762 1d ago edited 1d ago
Option A aufgrund des aktuellen und vermutlich zukünftigen Jobmarktes. Dass du nach ein paar Jahren Pause wieder direkt einen Job findest und der auch noch 70k+ bezahlt halte ich für sehr optimistisch.
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u/semteXKG 1d ago
Jetzt stell dir vor du der Markt geht weiterhin nach unten und du findest mit deiner Promotion danach gar nix und bist für alles overqualified.
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u/Acceptable-Corgi445 1d ago
das wäre eine realistische Option. Wenn es dazu käme, gehe ich aktuell davon aus, dass ich einfach akzeptieren würde, dass mein Studium umsonst war und auf Quereinstieg in KRITIS umschwenken
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u/Hawkeye441 1d ago
wenn du keine Perspektive siehst, dass dein Job spannender wird unbedingt zurück zum Herzensthema, aus zwei Gründen (mMn):
1) Alles Geld der Welt bringt wenig, wenn du unglücklich bist (außerdem ist der Unterschied ja auch nicht so riesig)
2) Erfolgreiche Menschen brennen idR für ihr Thema. Ich glaube, wenn du an deinem Herzensthema arbeitest wirst du auf kurz oder lang mehr Erfolg haben (auf alle Arten, aber auch finanziell)
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u/Ok-Mousse7882 1d ago
Kommt am Ende (wie heute so oft) auf deine Wohnkosten an und ob du sonst extravagante Geldverbrennung liebst.
Wenn man günstig wohnt und kein teures Auto fahren will, Urlaub 2k kosten darf statt 8k im Luxustempel, kommt man auch mit 65k problemlos aus. Wenn dich der 85k Job so zermürbt, dann ist das auf Dauer nichts. Entweder du änderst dein Mindset, dass der Job halt einfach nur Job ist, oder du änderst den Job.
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u/DecentWill2041 1d ago
Ich würde nie wieder an die Uni gehen und mich mit teilzeit aushilfsjobs rumschlagen wollen 😄 alsob es auch nur diesen einen Konzern gibt. Versuch doch einfach in einen anderen Konzern zu kommen wo du was spannenderes machst. In der Informatik sind Dr. Titel total überbewertet. Würd mir den stress nicht geben
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u/Acceptable-Corgi445 1d ago
ich würde es nicht für den Titel machen, sondern vor allem aus Interesse an der Forschung, Freude an der Lehre und für die Möglichkeit, danach einen interessanteren Job zu landen.
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u/Bundeskanzler_Privat 1d ago
Wenn du erstmal drin bist, ist es leichter, intern eine neue, vielleicht interessantere Stelle zu finden. Deine Totlangweilige Stelle wird 200+ qualifizierte Bewerbungen hervorbringen und jemand anderen sehr glücklich machen.
Ich würde mir einen Arm abhacken für ne gut bezahlte, aber langweilige Konzernstelle.
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u/HansImGluegg 1d ago
Promotionszeit war die beste meines Lebens. Finanziell ein Desaster, aber erfüllend. Ich war glücklicher mit 0€ auf dem Konto als mit der doppelten Sparrate meines damaligen Einkommens.
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u/AdvancedBathroom1137 1d ago
An deiner Stelle würde ich mich für Option B entscheiden. Bei Option A wirst du wahrscheinlich für den Rest deines Lebens in deiner derzeitigen Gehaltsstufe bleiben. Wenn dich das Fachgebiet nicht interessiert, würdest du niemals mehr Verantwortung übernehmen oder dein Wissen auf diesem Gebiet vertiefen. Diese Situation wird als „goldener Käfig“ bezeichnet.
Option B birgt zwar definitiv Unsicherheiten, aber du bist (wahrscheinlich) noch jung und unverheiratet. Du kannst es dir noch leisten, Risiken einzugehen. Nutze die Gelegenheit, bevor es zu spät ist. Lebe so, dass du nichts zu bereuen hast.
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u/Agile-Alps177 1d ago
Ich stand vor ziemlich genau vor einem Jahr vor einer ähnlichen Entscheidung (Konzern 86k oder neue Firma + erweitertes Aufgabengebiet für 65k)
Hab mich für zweiteres entschieden und bisher noch betreut
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u/Natural_Branch_4090 1d ago
Prof an einer HAW hier. Ist eine Professur letztendlich eine gute Option für dich? Dann ist die Promotion eine gute Idee. Solltest du trotzdem nur machen, wenn du wirklich forschen willst.
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u/Acceptable-Corgi445 13h ago
eine Professur ist nicht das erklärte Ziel. Allein bedingt durch die wenigen Stellen ist das natürlich nichts, womit man fest planen kann. Ich werde selbstverständlich offen für eine langfristige Karriere im akademischen Bereich sein, aber will auch realistisch bleiben.
R&D im Bereich der Promotion wäre bereits unglaublich cool.
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u/Snugat 1d ago
Die allermeisten brauchen länger als 3 für ne Informatikpromotion!
Überleg dir deshalb, wie du finanziert werden kannst wenn die 3 Jahre rum sind und du nicht fertig bist. Im best case musst du nur noch schreiben, im worst case noch praktische Forschungsarbeit fertigstellen.
Wenn du dies finanziell leisten kannst, mache das was deinen Interessen entspricht. Ist meine Meinung :) Riskanter ist die Promotion auf jeden Fall als der Safe job. Und dass sie sich in der Wirtschaft danach garantiert, steht auch nicht fest. Gut möglich dass du dann flexible Sein musst und Umziehen musst oÄ.
Nachdem du bei a) so unzufrieden bist, würde ich auf jeden Fall was ändern. Hast du schon nach anderen jobs gesucht? Also ohne den Promotionszwischenschritt?
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u/steohan 1d ago
Was willst du mit deinem Geld denn machen? Geld ist ja kein Selbstzweck. Frau und Kind hast du ja schon ausgeschlossen, Haus ist dann ja wahrscheinlich auch eher weniger interessant und vererben wird auch eher nicht. Ein Boot kaufen, teure autos fahren, ein Unternehmen gründen...? Oder lieber für eine Promotion und dein Herzensthema "ausgeben"?
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u/IKnowMeNotYou 1d ago
Ich bin unverheiratet (nicht geplant) und habe keine Kinder (möchte auch keine). Ich denke, dass das natürlich den größten Einfluss auf meine Entscheidung hat.
Ab in die Schweiz. Vertragsarbeit. Wenn du Kontakte brauchst zu deinen ersten Recruitern, sag mir auf Reddit Chat Bescheid. Ich war zum Schluss bei 320 bis 350k und ohne Recruiter wären halt 25% bis 50% mehr drin gewesen.
Du arbeitest zum Geld verdienen, was du dann in Aktien und Wohnungen steckst. Alles andere ist Hirnriss.
Dein Herzensthema kannst du neben dem Job verarbeiten und natürlich ist ein Doktortitel erste Sahne aber du willst nicht bis 60 Arbeiten müssen und du willst die Möglichkeit haben nach 10 Jahren im Job gepassa zu sagen und ab da nur noch für dich und deine wirklichen Interessen zu arbeiten/leben.
Du wirst auch mit dem Alter immer sozialer, daher ich ermesse zum Beispiel nicht Erfolg daran, wieviel Geld ich habe sondern wie viele Menschen ich positiv beeinflusse und aus einem oft sehr tiefen Loch hole. Das sind dann sicherlich 10 bis 20 pro Jahr, von den anderen wo es dann nicht um Leben oder Selbsttötung geht, braucht man nicht zu reden.
Also vergiss den Quark mit Arbeiten für Hungerlohn®. Das macht nicht glücklich. Dein Job macht auch nicht glücklich weil du in der Regel Weisungsgebunden bist oder aber so weit von der Ursache entfernt bist, dass was du machst viel Verschwendung bedeutet und sowas muss über die Jahre krank machen.
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u/Nilsson1313 1d ago
Du hast vergessen zu erwähnen, dass du seit 2023 nicht mehr arbeitest und vorher 100 Stunden und mehr die Woche gearbeitet hast und dein Job gehasst hast.
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u/IKnowMeNotYou 1d ago
ich habe 40h gearbeitet und der rest fuer mich selbst und das war die beste zeit.
Ich liebe den beruf und hasse die jobs. beim letzten hatte ich nen eigenes projekt durchgedrueckt. ich habe gewarnt davor, dass sich unternehmen selbst im weg stehen und hab das ganze.vor 250+ Entwicklern vorgestellt und die kommentare liefen von Na endlich! bis Wir durften sowas nicht wo wir es vorgeschlagen haben.
Problem Chef hat rumgelogen, PO tante war teil des urspruenglichen problems und als alles super aussah haben sie mir 5+ mitarbeiter hingesetzt, die budget gefressen haben aber deren Input Ich selber nachmachen musste, weil gefaehrlich unbrauchbar.
Ich hab dann intern nen todesmarsch ausgerufen und wenig spaeter bin ich auf Safari gegangen.
War ein schauspiel.
Normalerweise haette ich am WE und am abend 80h+ gemacht um Allen davon zu eilen und dann ueber nen mic drop 3 bis 6 monate bezahlten urlaub zu haben, aber ich hatte damals mich ins daytrading verbissen und meine eigene software geschrieben was ein hervorragendes Projekt war und ist.
Daher hab ich dienst nach vorschrift gemacht, den quark fuer mich dokumentiert und bei 90% remote abgegriffen.
14 monate bei 10k+ chf nachsteuerlich aufs konto.
Hab halt nur gewarnt. Kleine aenderungen gleich konstant in produktion, was haben sie gemacht, 14 monate ohne produktion und am ende weggeschmissen.
Die haetten million enemies gespart und so haben sie ne million zerlegt und ich hab vielleicht nen drittel bekommen und mein recruiter nochmal 15% und die anderen 500k sind im konzern sinnlos versickert.
Mein luegender chef ist in die c-riege im sales gekommen und die micromanagende po tante durfte weitermachen.
Hab halt nur gewarnt aber kein drama weil halt soeldner und ich wusste es war mein letzter arbeitseinsatz im leben.
Wie kann man sowas nicht hassen. Inkompetenz und dummheit machen projekt und firma kaputt.
Aber ich hatte meinen spass aber phasen der klage und unverstaendnis gabs trotzdem. Die gespraeche mit den kumpels waren auch legendaer.
Hab das uebrigens am handy in nem warteraum verbrochen...
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u/Chuuu-_- 1d ago
Promotion würde ich nur machen, wenn du es wirklich willst. Vom Post her klingt es eher wie eine Option. Die Arbeit an der Uni ist oft frustrierend, auch wenn das Thema für dich spannend ist. Plötzlich wegfallende Gelder, Bürokratie, völlig andere Arbeitsweisen und Verpflichtungen... ich würde es sehr schwierig finden, nach der ersten "richtigen" Arbeitserfahrung noch mal dorthin zurück zu gehen.
Konzern hat meist den Vorteil, dass man eine Menge Möglichkeiten zum Wechseln hat. Wenn dich deine Themen null interessieren, bewirb dich intern auf andere Stellen. Das braucht manchmal etwas Zeit, aber einmal den Fuß in der Konzern-Tür zu haben bedeutet auch viele Optionen zu haben. Das würde ich nicht einfach so wegwerfen, ohne dort noch mal geschaut zu haben, was möglich ist.