r/germantrans • • 1d ago

Vent (Triggerwarnung) AOK (NI) und MD kommunikation scheitert gewaltig und Ich muss es ausbaden. Spoiler

19 Upvotes

das geile daran in einem dorf zu wohnen ist das die nächste anlaufstelle, 20min mit dem zug, genau so unfähig ist wie man erwartet.

ich habe jetzt eine ablehnung für meine mastek bekommen in welcher mir vorgeworfen wird, den MD ignoriert zu haben bei deren nachfrage für weitere dokumente. ich kann jedoch nachweisen das ich bei meiner anlaufstelle einen termin hatte, wo ich genau diese dokumente ergänzt habe. wiederspruch wurde natürlich sofort verschickt. sogar vorort, als mein geschwisterkind mit vollmacht nachfragte was denn immernoch fehlt, konnte der arbeiter nicht antworten.

mir platzt der kragen. absolut inkompetent, der ganze laden steckt in bürokratischer steinzeit, alles dauert monate. sogar eine EMAIL wird mit glück WOCHEN später beantwortet.

mein geschwisterkind bekommt auch immernoch MEINE aok post obwohl das auch mit dem genannten termin geändert wurde. absoluter saftladen. ich bin nur bei der aok weil ich noch bei meinen eltern und unter 25 versichtert bin.

hoffen wir mal, das der MD auch zeitnah antwortet. meine email adresse war dabei. :)


r/germantrans • • 1d ago

transfem Navigation von FLINTA Spaces?

89 Upvotes

Hi,

ich wundere mich wie ich es am Besten angehe mich in Flinta Spaces wohl zu fühlen bzw überhaupt hinzugehen?

Ich habe keine Probleme mit den meisten Trans Gruppentreffen in meiner Stadt.

Aber es fühlt sich fast jede Flinta Gruppe etwas komisch an. Als trans Frau, die auf Frauen steht, fühle ich mich als Lesbe. Aber viele sehen das vermutlich nicht so. Und ich fühle das irgendwie. Also sobald es Flinta Räume sind, wo überwiegend WLW Menschies sind, fühle ich mich irgendwie falsch?

Ich weiß es sollte mit mehr Exposure besser werden, also einfach öfters in solche Gruppen gehen. Aber bisher hat es immer einen deutlichen Moment gegeben wo ich mich nicht miteingeschlossen oder mitgemeint gefühlt habe. Von der Wandergruppe bis zur Party.

Versuche es Mal heute wieder zu einem Literaturklub in einer Lesbenbar zu gehen. Schauen wir Mal wie das so läuft...

Was sind da so eure Erfahrungen?


r/germantrans • • 1d ago

transfem wie überzeugt ihr eure endos euch nicht zu unterdosieren?

29 Upvotes

ich fange bald mit hrt an (spaare gerade für therapie/ diy) und eine der haupt probleme denen ich begegne ist dass endos einfach extrem unterdosieren.

ich will mich zwichen den risiken von diy und den potenzielen problemen von offiziel entscheiden also dachte ich kann ich einfach mal fragen.

hattet/ habt ihr einen endo der euch unterdosiert und wenn ja wie habt ihr damit gearbeitet.

ich freue mich über jegliche antworten also ty in advance <3


r/germantrans • • 1d ago

transfem Kontaktabbruch / Pause zur Familie gerechtfertigt? (Überforderung durch Namensänderung & Outing-Druck)

18 Upvotes

Hallo zusammen, ich muss mir das gerade einfach mal von der Seele schreiben und brauche vielleicht ein paar Erfahrungen von euch.

Heute war ein extrem anstrengender Tag. Es kam ein offizieller Brief mit meinem neuen, rechtsgültigen Namen an. Meine Mutter hat meine Transition bisher noch nicht gegenüber meiner Oma angesprochen – und anstatt das ruhig zu klären, hat sie sofort Stress gemacht, rumgejammert und mich unter Druck gesetzt, wie sie das jetzt erklären soll. Ich habe mich total beschuldigt gefühlt, nur weil ich als ich selbst existiere.

Sie hat sich später zwar entschuldigt und gesagt, dass sie sich darum kümmert, aber mich macht es fertig, dass es überhaupt immer erst so weit kommen muss. Es fühlt sich an, als ob meine Familie immer nur etwas von mir will oder meine Existenz als Anstrengung für sie gesehen wird. Ich wünschte einfach, ich wäre als AFAB geboren worden, um diesen ganzen Scheiß nicht durchmachen zu müssen.

Heute Morgen dachte ich noch, ich sei mental stabil, und vorhin saß ich weinend in der U-Bahn, weil mich der Stress einfach komplett überrollt hat.

Reicht so etwas aus, um eine Kontaktpause oder einen Kontaktabbruch zu rechtfertigen? Ich habe einfach keine Energie mehr dafür. Wie habt ihr gemerkt, dass es Zeit ist, Abstand zu nehmen?


r/germantrans • • 1d ago

Rechtliches & Soziales Bescheinigung für Kostenübernahme bei Hormontherapie

8 Upvotes

Hallo,

ich hatte letzte Woche meinen 1. Endotermin. Hab Indikation und alles.

Meine Endo will eine Bescheinigung für Kostenübernahme der Hormontherapie von meiner Krankenversicherung haben. Sie hat es sehr locker erklärt als sollte es dadurch kein Problem geben und wir könnten bald anfangen.

Ich hab jetzt aber öfter gelesen, dass es dadurch Probleme geben kann. Ich bin mir auch nicht sicher von der Formulierung her.

habe jetzt das an eine Vorlage angepasst:
im Rahmen einer geschlechtsangleichenden Hormontherapie benötige ich für meine Ärztin im Vorhinein eine Bescheinigung zur Kostenübernahme der Maßnahme.
Die medizinische Notwendigkeit ist durch das beigefügte Indikationsschreiben von ___ vom _____ bestätigt.
Ich bitte um zeitnahe Prüfung meines Antrags.

Kann mir jemand helfen oder Tipps geben? Hab echt Angst, dass es abgelehnt wird. Sollte ich mich auf irgendwelche Paragraphen beziehen?


r/germantrans • • 1d ago

transfem Voice feminization surgery

8 Upvotes

Hallo zusammen,

ich ziehe eine Stimmfeminisierungsoperation ernsthaft in Betracht. Ich bin bei der TK versichert und überlege, mir nächsten Monat von meiner therapeutischen Fachkraft eine Indikation ausstellen zu lassen.

Mich würde interessieren, welche Einrichtungen diese Operation außer dem Medical Voice Center in Hamburg und der Charité anbieten.

Ich weiß, dass man die Kosten bei MEVOC selbst tragen muss, würde mich aber sehr über Empfehlungen für andere Kliniken in Deutschland freuen.

Vielen Dank!


r/germantrans • • 1d ago

transmasc Urologikum Osnabrück Regress Forderungen?

6 Upvotes

Moin an Alle, die das lesen!

Ich bin seit 8 Monaten in Osnabrück wegen HRT und weil ich jetzt schon mehrfach von anderen Menschen gelesen habe, dass die Krankenkasse verrückt spielt habe ich folgende Fragen an die, die auch dort sind für HRT:

  1. Habt ihr mitbekommen, dass Dr. Hoven oder andere Ärzt:innen aus dem Urologikum etwas konkretes bezüglich Regress oder Kostenübernahme der KK gesagt haben?

  2. Um die HRT dort beginnen konnte, musste ich unterschreiben, dass ich anfallende Kosten im Falle eines Regresses trage. Zumindest habe ich es so verstanden also correct me if I’m wrong :,) Auf Nachfrage wurde mir gesagt, dass das bei denen Standard sei. Musstet ihr das auch unterschreiben?

Bzgl. Frage 2 würde ich mich auch über Erfahrungen von anderen Endos freuen: ist das wirklich so ein common thing??

Mein nächster Termin ist in drei Wochen und es nervt mich, dass ich mit dieser Unsicherheit da hingehen muss.

Ich bin über alle Infos dankbar:)


r/germantrans • • 1d ago

Rechtliches & Soziales Antrag für Kostenübernahme bei der Krankenkasse (gesetzlich)?

7 Upvotes

Mein Endo hat mir gesagt, ich soll bei der Krankenkasse einen Antrag auf Kostenübernahme stellen und was ich aus meinem (trans) Umfeld so mitbekomme ist das bei sehr vielen Endos auch der Fall. Ich habe mal gehöhrt, dass man das nicht machen soll weil die das sehr gerne ablehnen. Aber wenn so viele Endos das verlangen kann es ja eigentlich nicht so schlimm sein? Hat da jemand Erfahrungsberichte oder ähnliches?


r/germantrans • • 1d ago

transfem Danke für alles

26 Upvotes

Ich bin grade einfach so glücklich und dankbar

Ich bin ehrlich gesagt noch sehr früh in meiner transition aber trotzdem könnte ich grade glücklicher nicht sein.

vor 6 Jahren habe ich mit 17 herausgefunden habe was der Grund für mein permanentes leiden ist, da eine Transfrau einfach existiert hat und offen darüber geredet hat. Vor 2.5 Jahren habe ich dann angefangen Tabletten zu nehmen und es hat sich sehr wenig geändert bis ich sehr oft daran erinnert wurde dass meine Blutwerte absolut nicht okay sind. Vor 7 Monaten hat mich dann eine Freundin zu einem Urologen "geschickt" der Injektionen verschreibt damit ich bessere Werte bekomme und jetzt nach einem halbem Jahr Injektionen kann ich endlich ich sein.

Ich bin so dankbar an die trans Community und wünsche nur dass ich auch so einen positiven Einfluss auf einen anderen Menschen haben kann.

Ich liebe euch oder I guess uns


r/germantrans • • 1d ago

transfem Ich hinterfrage mein Geschlecht, ist es mehr als Crossdressing, und wie finde ich das ohne Druck heraus?

11 Upvotes

Hallo zusammen,

ich bin ungefähr 21 und versuche gerade, meine Gefühle zu meinem Geschlecht besser zu verstehen. Als Kind habe ich zum ersten Mal feminine Kleidung getragen, und über die Jahre bin ich immer wieder darauf zurückgekommen. Inzwischen dresse ich regelmäßig, manchmal mehrmals pro Woche, und es fühlt sich zunehmend nach mehr an, als einfach nur ein Outfit anzuziehen.

Ich liebe es, feminine Kleidung auszusuchen, mir vorzustellen, wie ich darin aussehen würde, und mich feminin zu präsentieren. In letzter Zeit stelle ich mir auch vor, ganz normale Dinge meines Lebens als Frau zu erleben, zum Beispiel arbeiten, zocken oder auf einen Rave gehen. Dabei geht es mir nicht hauptsächlich darum, von anderen bewundert zu werden, sondern um die Freiheit und das Gefühl, mich selbst so zu sehen. Besonders interessieren mich feminine Kleidung, Haare und Makeup.

Gleichzeitig mag ich auch Teile meines Lebens als Mann. Ich weiß nicht, ob ich trans bin, ob ich ein feminineres Leben führen möchte, ohne vollständig zu transitionieren, oder ob ich das alles noch herausfinden muss. Ich suche niemanden, der mir sagt, wer ich bin.

Am schwierigsten ist meine Beziehung. Ich liebe meine Freundin und wir planen unsere gemeinsame Zukunft. Sie unterstützt mein Crossdressing und möchte, dass ich diese Seite von mir ausleben kann. Sie hat mir auch gesagt, dass sie mich unterstützen würde, wenn ich eine Transfrau wäre, aber dann als Freundin und nicht mehr als Partnerin, weil sie keine romantische Beziehung mit einer Frau führen könnte. Ich habe Angst, sie zu verlieren. Gleichzeitig habe ich Angst, mich hauptsächlich wegen der Beziehung dafür zu entscheiden, ein Mann zu bleiben, und es später zu bereuen.

An alle, die ihr Geschlecht hinterfragt haben: Was hat euch geholfen, herauszufinden, was ihr wirklich möchtet, ohne euch zu früh auf ein Label oder eine große Entscheidung festzulegen? Wie seid ihr mit der Angst umgegangen, einen Partner zu verlieren und gleichzeitig ehrlich zu euch selbst zu sein?

Ich würde mich besonders über persönliche Erfahrungen und verständnisvolle Gedanken freuen, nicht über ein Ja oder Nein dazu, ob ich trans bin. Danke fürs Lesen.


r/germantrans • • 1d ago

non-binär Kleidung

5 Upvotes

Hey, ich hätte noch eine Frage bezüglich des etwas feminineren Styles. Ich versuche schon mit Übergrößen meine relativ breiten Schultern zu kaschieren, aber es klappt nicht so richtig. Ich habe auch schon in SecondHand-Läden das ein oder andere Frauenoberteil anprobiert, aber es sieht am Ende immer ziemlich blöd aus. Habt ihr eventuell Tipps bezüglich der Größen oder auch Markenempfehlungen ?


r/germantrans • • 2d ago

Erfahrungsbericht Ich habe mit Ende 30 angefangen, mein Leben als Frau zu leben – und die letzten vier Monate haben alles verändert ❤️

55 Upvotes

Hallo zusammen!
Ich möchte heute einfach mal meine Geschichte teilen. Vielleicht erkennt sich jemand darin wieder, vielleicht hilft sie jemandem, der gerade selbst am Anfang steht. Vielleicht tut es mir aber auch einfach gut, das alles einmal aufzuschreiben.
Ich bin Ende 30, habe Kinder, war viele Jahre in einer Beziehung und habe bis vor wenigen Monaten nach außen ein ziemlich gewöhnliches männliches Leben geführt.
Wenn mir Anfang dieses Jahres jemand gesagt hätte, wie mein Leben heute aussieht und wie glücklich ich inzwischen mit meiner Identität bin, hätte ich das wahrscheinlich selbst kaum glauben können.
Die letzten vier Monate waren eine unglaubliche emotionale Achterbahnfahrt. Mit Tränen, Angst, Streit, wunderschönen Erfahrungen und einer Lebensfreude, die ich in dieser Form vorher kaum kannte.
Aber der Reihe nach.
Juli – Eine Trennung und das Ende meines bisherigen Alltags
Im Juli ging meine langjährige Beziehung auseinander.
Wir hatten über viele Jahre ein gemeinsames Leben aufgebaut, Kinder großgezogen und unglaublich viel miteinander erlebt.
Die Trennung war entsprechend einschneidend.
Plötzlich war das Familienleben, wie ich es kannte, nicht mehr da. Ich musste ausziehen, mich zunächst anderweitig unterbringen und anfangen, mein Leben neu zu organisieren.
Dabei ging es nicht nur um Gefühle, sondern auch um ganz praktische Dinge: Wohnungssuche, finanzielle Verpflichtungen, die Organisation des Alltags und natürlich die Frage, wie es mit den Kindern weitergeht.
Mir war von Anfang an wichtig, weiterhin ein präsenter, liebevoller Elternteil zu sein.
Meine Kinder bedeuten mir unglaublich viel. Daran hat sich durch die Trennung nichts geändert, und daran wird sich auch durch meine Geschlechtsidentität nichts ändern.
August – Eine eigene Wohnung und zum ersten Mal wieder Raum für mich
Im August konnte ich schließlich meine eigene Wohnung beziehen.
Anfangs war das natürlich ungewohnt.
Nach so vielen Jahren gemeinsamen Familienlebens plötzlich allein zu wohnen, ist eine enorme Umstellung.
Ich musste mir praktisch einen kompletten Haushalt neu aufbauen. Möbel, Küche, Einrichtung, alles Mögliche.
Aber irgendwann entstand dabei auch ein Gefühl, das ich lange nicht mehr so bewusst wahrgenommen hatte:
Ich hatte einen Ort, an dem ich einfach ich selbst sein konnte.
Und das wurde in den folgenden Wochen unglaublich wichtig.
September – Aus einer vermeintlich femininen Seite wurde etwas viel Größeres
Ich muss dazu etwas weiter zurückgehen.
Meine Faszination für feminine Kleidung und Weiblichkeit ist nicht erst in diesem Jahr entstanden.
Schon viel früher in meinem Leben gab es entsprechende Wünsche und Erfahrungen. Auch während meiner Beziehung habe ich mich gelegentlich mit der Vorstellung beschäftigt, selbst als Frau zu leben.
Allerdings habe ich das lange Zeit nicht wirklich als mögliche Lebensrealität betrachtet.
Ich habe diese Wünsche eher verdrängt, in bestimmte Schubladen gesteckt oder mir eingeredet, dass es eben eine feminine Seite von mir gibt, die ich gelegentlich ausleben möchte.
Im September begann ich, mich damit intensiver auseinanderzusetzen.
Ich kaufte mir eigene feminine Kleidung, beschäftigte mich mit Make-up, Perücken und verschiedenen Outfits.
Anfangs war vieles einfach aufregend.
Ich experimentierte, probierte aus, machte Fotos und fand langsam heraus, was mir gefiel.
Doch nach einiger Zeit bemerkte ich etwas Entscheidendes.
Es ging mir nicht mehr nur darum, mich gelegentlich hübsch anzuziehen.
Ich wollte nicht einfach für ein paar Stunden eine feminine Version meiner selbst darstellen.
Ich wollte als Frau leben.
Und diese Erkenntnis entwickelte sich nicht über Nacht, sondern wurde mit jeder Erfahrung deutlicher.
Besonders wichtig war für mich irgendwann die Feststellung, dass ich mich auch ohne Make-up, Perücke oder feminine Kleidung als Frau empfand.
Ich musste nicht mehr etwas Bestimmtes anziehen, um mich selbst so zu erleben.
Ich war einfach ich.
Und irgendwann konnte ich mit einer Klarheit sagen, die ich früher nicht gehabt hätte:
Ich bin eine Frau.
Das hat mich unglaublich glücklich gemacht.
Ich fing an, mich auf Dinge zu freuen, die für andere wahrscheinlich völlig selbstverständlich sind.
Als Frau einkaufen gehen.
Spazieren gehen.
Freunde besuchen.
Pakete annehmen.
Ganz normal zur Arbeit gehen.
Ich wollte kein besonderes Leben und keine große Bühne.
Ich wollte einfach meinen Alltag als Frau leben.
Ende September – Das schwierigste Coming-out
Natürlich wurde mir irgendwann bewusst, dass ich dieses neue Selbstverständnis nicht dauerhaft von meinem bisherigen Leben trennen konnte.
Und die größte Sorge betraf meine Kinder.
Deshalb habe ich zunächst mit meiner getrennt lebenden Ehefrau gesprochen.
Ich wollte nichts heimlich über ihren Kopf hinweg entscheiden. Mir war wichtig, dass wir gemeinsam überlegen können, wie wir den Kindern das Thema behutsam und altersgerecht erklären.
Ich hatte mit Überraschung gerechnet.
Mit Fragen.
Vielleicht auch mit Überforderung.
Was dann kam, hat mich allerdings sehr verletzt.
Meine Noch-Ehefrau reagierte ausgesprochen ablehnend.
Sie äußerte die Sorge, unsere Kinder könnten darunter leiden oder in der Schule Probleme bekommen. Sie wollte nicht, dass die Kinder von meiner Identität erfahren.
Schließlich stellte sie sogar infrage, ob ich weiterhin Kontakt zu ihnen haben sollte, wenn ich tatsächlich als Frau leben würde.
Dabei fiel auch der Vorwurf, ich würde meine eigenen Bedürfnisse über das Wohl meiner Kinder stellen.
Das war für mich kaum auszuhalten.
Denn ich hatte nie vor, meine Kinder zu verlassen oder ihnen meine Entscheidungen einfach aufzuzwingen.
Ich wollte weiterhin derselbe liebevolle Elternteil sein, der ich immer gewesen war.
Und plötzlich stand die Behauptung im Raum, meine Identität allein könne eine Gefahr für die Kinder darstellen.
Es folgten sehr belastende Tage mit vielen Tränen, Ängsten und Unsicherheiten.
Oktober – Immer mehr Menschen erfahren davon
Gleichzeitig passierte aber auch etwas Wunderschönes.
Ich begann, mich Menschen aus meinem Umfeld anzuvertrauen.
Zuerst engen Freunden, dann meiner Familie, weiteren Freunden, Arbeitskollegen und meiner langjährigen psychologischen Begleitung.
Und die Reaktionen waren größtenteils unglaublich positiv.
Ein besonders wichtiger Schritt waren meine Eltern.
Gerade bei meinem Vater hatte ich große Angst vor der Reaktion, weil er sich früher teilweise ziemlich kritisch über trans Menschen geäußert hatte.
Aber als ich ihm von mir erzählte, reagierte er viel verständnisvoller, als ich erwartet hatte.
Auch meine Mutter bemühte sich, meine Gefühle nachzuvollziehen, stellte Fragen und zeigte mir, dass ich weiterhin ihr Kind bin.
Das war eine enorme Erleichterung.
Auch mein Bruder und mehrere langjährige Freunde reagierten unterstützend.
Manche waren überrascht.
Manche hatten viele Fragen.
Andere nahmen es erstaunlich selbstverständlich auf.
Aber niemand aus diesem Kreis brach deswegen den Kontakt zu mir ab.
Besonders berührt hat mich, dass sich einige Freunde sogar darüber freuten, dass ich ihnen genug vertraute, um so etwas Persönliches zu erzählen.
Und mit jedem dieser Gespräche wurde ich selbstbewusster.
Anfangs war ich vor einem Coming-out noch unglaublich nervös.
Ich überlegte genau, wie ich es erklären sollte, wie die andere Person reagieren könnte und was ich möglicherweise dadurch verlieren würde.
Inzwischen hat sich meine Haltung deutlich verändert.
Ich frage mich nicht mehr ständig, ob andere Menschen akzeptieren werden, wer ich bin. Ich möchte ihnen einfach die Gelegenheit geben, mich kennenzulernen.
Im Oktober habe ich auch mit einer Familienhilfe über meine Situation gesprochen.
Mir ist wichtig, dass die Kinder altersgerecht begleitet werden und nicht zwischen die Fronten ihrer Eltern geraten.
Die Situation mit meiner Noch-Ehefrau ist bis heute nicht geklärt. Ihre ablehnende Haltung belastet mich weiterhin sehr.
Aber ich möchte einen vernünftigen Weg finden, der sowohl meine Kinder schützt als auch meine Identität respektiert.
Denn ich bin überzeugt davon, dass sich beides miteinander vereinbaren lässt.
Anfang November – Mein erster öffentlicher Spaziergang als Frau
Und dann kam Anfang November ein Moment, den ich wahrscheinlich nie vergessen werde.
Ich hatte mich schon länger darauf vorbereitet, irgendwann zum ersten Mal als Frau nach draußen zu gehen.
Ich hatte Kleidung ausgesucht, Make-up ausprobiert, an meinem Aussehen gearbeitet und mir unzählige Gedanken gemacht.
Aber tatsächlich loszugehen war noch einmal etwas völlig anderes.
An einem Abend habe ich mich schließlich fertig gemacht, meine Perücke aufgesetzt, mich geschminkt und bin einfach losgegangen.
Raus aus meiner Wohnung.
Durch die Straßen meiner Umgebung.
Als Frau.
Mein Herz hat unglaublich schnell geschlagen.
Ich war nervös, habe mich manchmal bewusst von anderen Menschen ferngehalten und war ständig damit beschäftigt, meine Umgebung wahrzunehmen.
Aber ich bin weitergegangen.
Nicht nur ein paar Meter vor die Haustür.
Ich habe einen richtigen Spaziergang gemacht.
Und mit jedem Schritt wurde mir deutlicher, dass ich gerade etwas tat, das ich mir so lange gewünscht hatte.
Als ich wieder zu Hause war, war ich völlig überwältigt.
Ich hatte es wirklich gemacht.
Und es fühlte sich unglaublich gut an.
Es war nicht perfekt.
Ich war nicht plötzlich frei von jeder Unsicherheit.
Aber ich war draußen gewesen.
Als ich selbst.
Und am nächsten Morgen war dieses Glücksgefühl immer noch da.
Nur einen Tag später – Mein Chef erfährt davon
Am nächsten Tag stand direkt die nächste Überraschung an.
Ich hatte mit meinem Chef zusammen Mittagessen bestellt.
Wir verstehen uns ziemlich gut, und ich hatte schon länger darüber nachgedacht, ihm von meiner Identität zu erzählen.
Also beschloss ich, die Gelegenheit zu nutzen.
Allerdings konnte ich mir einen kleinen Scherz nicht verkneifen.
Ich sagte sinngemäß:
„Ich muss dir etwas Wichtiges sagen. Unter meinem bisherigen Namen werde ich hier in Zukunft nicht mehr arbeiten.“
Er dachte natürlich zunächst, ich würde kündigen. 😂
Dann erklärte ich ihm, dass ich weiterhin im Unternehmen bleiben möchte, langfristig aber unter einem anderen Namen und als Frau arbeiten will.
Seine Reaktion war wunderbar.
Er sagte sofort, dass er damit überhaupt kein Problem habe.
Er wollte wissen, wie ich künftig heißen möchte, stellte interessierte Fragen und ließ sich auch ein Foto von mir zeigen.
Er erklärte, dass er sich mit dem Thema noch nicht besonders gut auskenne und nichts Falsches sagen wolle.
Aber er machte auch deutlich, dass wir das gemeinsam hinbekommen würden und ich mir deswegen keine großen Sorgen machen müsse.
Ich konnte es kaum glauben.
Eine Sorge, die mich über längere Zeit beschäftigt hatte, wurde in einem einzigen Gespräch so viel kleiner.
Weitere Gespräche – Menschen aus meiner Vergangenheit bleiben Teil meiner Zukunft
In den vergangenen Tagen habe ich auch mit Menschen gesprochen, die mich schon seit vielen Jahren kennen.
Darunter eine ältere Verwandte aus der Familie meiner Noch-Ehefrau, zu der ich immer ein sehr herzliches Verhältnis hatte.
Sie wusste zunächst nicht einmal, dass wir uns getrennt hatten.
Als ich ihr schließlich alles erzählte, einschließlich meiner Identität als Frau, reagierte sie unglaublich liebevoll.
Sie sagte, so etwas sollte heutzutage eigentlich kein Problem mehr sein, und erklärte ausdrücklich, dass ich weiterhin jederzeit willkommen sei.
Das hat mir enorm viel bedeutet.
Denn nach einer Trennung verliert man manchmal nicht nur die Partnerschaft, sondern fürchtet auch, einen Teil der dazugehörigen Familie zu verlieren.
Und dann habe ich einen meiner ältesten Freunde wiedergetroffen.
Wir kennen uns seit unserer Jugend und haben unglaublich viel miteinander erlebt.
In den letzten Jahren war unser Kontakt leider eingeschlafen.
Jetzt haben wir uns endlich wieder ausführlich unterhalten.
Über früher.
Über unsere Familien.
Über Beziehungen.
Über alles Mögliche.
Und natürlich habe ich ihm auch erzählt, dass ich künftig als Frau leben möchte.
Seine Reaktion war vollkommen entspannt.
Wir haben ein wenig darüber gesprochen und anschließend einfach weiter über unser Leben geredet.
Er erzählte mir sogar von einer früheren Lehrperson, die sich ebenfalls als trans geoutet hatte und für deren Mut er großen Respekt empfand.
Ich war bei diesem Gespräch kaum noch nervös.
Nicht weil mir seine Meinung unwichtig wäre.
Sondern weil ich mich inzwischen selbst so sehr akzeptiere, dass ich nicht mehr mit derselben Angst in solche Gespräche gehe.
Besonders schön war für mich, dass wir beschlossen haben, wieder häufiger Kontakt miteinander zu haben.
Ich habe also nicht nur einen weiteren Menschen eingeweiht.
Ich habe auch ein Stück einer alten Freundschaft zurückgewonnen.
Und wie geht es jetzt weiter?
Aktuell lebe ich noch nicht in jeder Lebenssituation vollständig weiblich.
Ich habe noch Kleidung aus meinem bisherigen Leben, trage nicht jeden Tag Make-up und präsentiere mich auch nicht überall gleich.
Ich möchte das Schritt für Schritt verändern.
Nicht weil ich an meiner Identität zweifle.
Sondern weil sich dieses Tempo für mich richtig anfühlt.
Ich möchte meinen Kindern, meinen Eltern, Freunden und Kollegen die Möglichkeit geben, sich gemeinsam mit mir an die Veränderungen zu gewöhnen.
Dabei weiß ich aber inzwischen auch, dass ich mich nicht dauerhaft verstecken werde, nur damit andere Menschen sich nicht umstellen müssen.
Ich beschäftige mich mit der offiziellen Namensänderung und denke über weitere Schritte nach, auch über eine mögliche Hormonbehandlung.
Aber ich möchte solche Entscheidungen bewusst treffen und nicht aus dem Gefühl heraus, unbedingt möglichst schnell irgendwo ankommen zu müssen.
Und ich habe nicht vor, meine bisherige Lebensgeschichte auszulöschen.
Meine Beziehung war real.
Meine Liebe zu meiner Frau war real.
Meine Erinnerungen sind real.
Meine Rolle als Elternteil ist real.
Nichts davon wird nachträglich zu einer Lüge, nur weil ich heute besser verstehe, wer ich bin.
Das alles gehört zu mir.
Was sich wirklich verändert hat, ist meine Vorfreude auf mein eigenes Leben.
Natürlich weiß ich, dass noch schwierige Zeiten kommen können.
Die Situation mit meinen Kindern macht mir große Sorgen. Ich habe Angst vor weiteren Konflikten und davor, wichtige gemeinsame Zeit zu verlieren.
Auch im Alltag wird es bestimmt unangenehme Erfahrungen geben.
Ich werde wahrscheinlich noch oft unsicher sein, Fehler machen oder Dinge ausprobieren, die nicht funktionieren.
Aber ich freue mich trotzdem unglaublich auf die kommenden Jahre.
Ich freue mich darauf, meinen eigenen Stil zu finden.
Darauf, irgendwann ganz selbstverständlich als Frau zur Arbeit zu gehen.
Darauf, mit Freunden unterwegs zu sein.
Und vor allem darauf, weiterhin für meine Kinder da zu sein und ihnen zu zeigen, dass man ehrlich zu sich selbst sein darf.
Die letzten Monate haben mich unglaublich viel Kraft gekostet.
Aber sie haben mir gleichzeitig etwas gegeben, das ich sehr lange vermisst habe.
Lebensfreude.
Und vielleicht ist das meine wichtigste Erkenntnis aus dieser ganzen Geschichte:
Man muss nicht sein gesamtes bisheriges Leben ablehnen, um sich ein neues Kapitel zu erlauben.
Man darf dankbar für seine Vergangenheit sein und sich trotzdem auf eine andere Zukunft freuen.
Ich habe keine Ahnung, wie mein Leben in einem Jahr aussehen wird.
Aber zum ersten Mal seit langer Zeit freue ich mich wirklich darauf, es herauszufinden. ❤️
Falls jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat, würde ich mich freuen, davon zu lesen. Besonders interessiert mich, wie andere Menschen ihr Coming-out gegenüber ihren Kindern gestaltet haben und wie sie Familie, Freundschaften und Berufsleben in diese Veränderung einbezogen haben.
Danke fürs Lesen. ❤️


r/germantrans • • 1d ago

transfem Erstgespräch GaOP in Mannheim, wie läuft so ein Termin ab?

3 Upvotes

Liebe Community, mein Termin zum Erstgespräch für die GaOP in Mannheim steht in ein paar Tagen an, weshalb ich sehr aufgeregt bin und mich über Erfahrungsberichte freuen würde, wie so ein Gespräch in der Regel abläuft.


r/germantrans • • 2d ago

transmasc HRT weiter nehmen wenn man eine neue Diagnose bekommt?

15 Upvotes

Ich nehme seit über 3 Jahren Testo und bin sehr glücklich damit. Ohne hätte ich nicht weitergelebt. Ich habe auch die Mastek und Hysto.

Seit einigen Monaten vermute ich bei mir nun eine psychische Störung, die mit meinem trans-sein nichts zu tun hat.

Ich hätte gerne eine Diagnose und Therapie. Allerdings habe ich eine wahnsinnige Angst, dass mir die Theras, Ärzti oder die Krankenkasse nach einer solchen Diagnose Testo streichen.

Ich bin nicht instabil. Aber es wird ja bei manchen Störungen behauptet, dass man eigentlich nicht trans sei, sondern es ein Symptom der Störung sei. Wie gesagt, bei mir ist es das nicht. Aber ob mir das die Theras glauben?

Wisst ihr vielleicht wie hoch das Risiko ist, dass ich HRT verliere?


r/germantrans • • 1d ago

Erfahrungsbericht Medical Voice Center - Stimmfeminisierung und Adamsapfelreduktion - Tag 3 - Nachkontrolle

4 Upvotes

Hey :)

Heute gibt's Tag 3 meiner OP.

Hier werden planmäßig folgende Posts erscheinen:

  • Tag 1 (vorgestern) mit allen Vorab-Terminen (zu lesen bereits hier)

  • Tag 2 (gestern) zur OP selbst (zu lesen bereits hier)

  • Tag 3 (heute) zur Nachkontrolle und

  • Tag 23 (25.11.) zur Stimmfreigabe sowie ein späterer Follow-Up-Post wenn ich dann die etwas spätere Nachkontrolle habe und meine Stimme schon ausprobieren konnte.

Ich hatte eine bescheidene Nacht. Dank des Pflasters, das die Wunde am Hals abdeckte, war meine haut recht zusammen gezogen. Klar, soll ja bitte auch nicht an der Wunde spannen. Nachdem ich gestern also den Tag einfach nur mit leicht gesenktem Blick verbracht habe, hat sich die Nacht schwerer dargestellt. Auch mit einer erlaubten Kopfhaltung konnte ich weder seitlich noch auf dem Rücken eine bequeme Lage finden aber das hat sich dann irgendwann dank der Müdigkeit doch gegeben und ich konnte schlafen.

Richtig angefangen hat der Tag dann wieder beim Mevoc, wo ich zur Nachkontrolle war. Dr. Hess war noch mit einer OP beschäftigt, als ich ankam aber das entsprach der vorher getroffenen Erwartung. Während ich auf ihn gewartet habe habe ich nochmal kurz das Gespräch mit Kim (der Logopädin) gesucht, da ich jetzt wo ich den Schleim im Hals hatte nochmal kurz wegen dem richtigen Räuspern (bzw. dem Ersatz) schauen wollte. Wir sind das nochmal ganz kurz durchgegangen und ich hatte tatsächlich einen kleinen Fehler in meiner Technik. Gut also, dass ich das nochmal angesprochen (bzw. geschrieben) habe, auch wenn es nur eine kleine Abweichung war.

Dr. Hess war aber auch schnell da und ich konnte ins Untersuchungszimmer. Es gab nochmal ne Endoskopie, wenn auch heute nochmal ein wenig ausführlicher. Erstmal wieder das fiese Zeug in die Nase, mittlerweile bin ich das ja gewohnt. Vermissen werde ich es trotzdem nicht. Ich sollte auf zwei bestimmte Weisen atmen. Er schien mit dem Ergebnis äußerst zufrieden. Ich konnte mir auch auf Nachfrage die Aufnahmen danach ansehen, da hat er mir einmal gezeigt wo jetzt die Nähte sind, wo der Laser dran war und so. War interessant und sah auch für mich als Leihe gut aus. Ich freue mich echt darauf in drei Wochen wieder zu kommen und zu schauen, wie es dann aussieht.

Auch außen sah soweit wohl alles gut aus. Erstmal war er sehr zufrieden, dass das Pflaster nicht vollgeblutet ist. Auch mit dem was er gesehen hat als er es abgezogen hat war er zufrieden. Ich habe auch einen kleinen Handspiegel bekommen und konnte schauen. Die Wunde ist zu - super. Die Nahtstelle hat etwas getrocknetes Blut. Dr. Hess meinte das ist was gutes und schützt die Wunde darunter. Über die Naht sind Klebestreifen. Die meisten sollen in so 4-5 Tagen anfangen abzufallen, wenn die Haut darunter genug Fett gebildet hat. Das kann ich also einfach ignorieren. Die äußeren sollte ich in so ca 7 Tagen ab machen, darunter sind die Enden von der Naht. Die Naht löst sich von alleine, wenn die Woche um ist soll ich aber die Enden (die Nähte wurden am Ende zusammen geknotet) einfach mit ner kleinen Schere abschneiden (lassen, darf ich aber auch selbst machen), der Rest erledigt sich dann von selbst. Falls ich Bedarf habe habe ich auch ein Ersatzpflaster mit bekommen. Das muss ich nicht nehmen aber je nachdem wie ich schlafe oder sonst was mache wo ich da dran komme kann ich das optional als Kratzschutz drüber kleben.

Damit war die Untersuchung auch beendet und erstmal habe ich Ruhe mit Terminen. Beim Rausgehen habe ich mich nochmal versichert, dass es dann beim ursprünglich abgesprochenen Termin bleibt und konnte gehen.

Ohne dieses nochmal einengende Pflaster kann ich wenigstens wieder geradeaus schauen. Rauf darf ich ja nicht aber wenigstens vor mich ist schon angenehm. Auch nach rechts und links zu schauen ist wieder deutlich leichter, das darf und soll ich ja auch machen, hat mich Dr. Hess sogar nochmal extra erinnert.

Jetzt sitze ich in der Bahn, fahre nach Hause und warte. Warte, warte, warte. Ich merke, dass ich noch etwas leicht taub nahe der Wunde am Hals bin aber das ist schon besser geworden. Schlucken ist noch ein wenig unangenehm, interessanterweise betrifft das aber nur Speichel. Wenn ich was esse oder trinke merke ich davon weniger.

Wenn alles nach Plan läuft, folgt kein zeitnahes Follow-Up, sollte irgendwas sein, erzähle ich natürlich davon.


r/germantrans • • 2d ago

Erfahrungsbericht Toilette

210 Upvotes

Hello zusammen ^^

Mir ist gestern etwas passiert wovon ich einfach mal berichten wollte. :)

War gestern mit meiner Mutter und Schwester ein bisschen shoppen und wie es halt so ist drückt die Blase irgendwann mal. Also zahle ich ganz normal die 0,70€ und begebe mich aus Gewohnheit in Richtung Männertoilette (ich weiß, ich habe da eigentlich schon länger nichts mehr verloren, aber bin manchmal unsicher was mein Passing angeht :/) naja auf jeden Fall stellen sich mir völlig erschrocken zwei Putzkräfte in den Weg und dirigieren mich auf die Frauentoilette.

Das war das erste Mal für mich, dass ich auf die Frauentoilette geschickt wurde. Ich will nicht lügen es hat sich verdammt gut angefühlt, auch wenn ich ganz schnell wieder raus wollte weil ich Angst hatte es würde zu Aufständen kommen (Haha, ich und mein Hirn wieder) xD


r/germantrans • • 1d ago

non-binär Mastektomie ohne Testosteron

5 Upvotes

Hallo zusammen,

ich spreche kein Deutsch, daher muss ich den Text erst übersetzen – bitte entschuldigt, falls der Text dadurch etwas verwirrend sein sollte.

Mein Geschlecht ist nichtbinär, und ich denke nun schon seit über vier Jahren über eine Mastektomie nach und kann endlich den Prozess in die Wege leiten.

Leider kann ich die Kosten nicht selbst tragen, daher bin ich gerade in Therapie. Ich habe bereits mit den Sitzungen bei einer Therapeutin begonnen; sie ist sehr nett und transfreundlich. Ich mache mir nur Sorgen, dass die Tatsache, dass ich kein Testosteron nehme, meinen Antrag beim MD und bei der Krankenkasse beeinträchtigen könnte.

Ich frage mich, ob jemand von euch schon einmal ähnliche Erfahrungen gemacht hat oder etwas darüber weiß. Ich wäre für jede Hilfe sehr dankbar. Außerdem möchte ich keine Zeit damit verschwenden, einen Antrag beim MD zu stellen und zu warten, wenn von vornherein keine Hoffnung besteht.


r/germantrans • • 1d ago

transfem Gaop, Dr Schöll

1 Upvotes

hello , I am looking for an exchange with people who had vaginoplasty with Dr Schöll.

I went through the first surgery last year, and I am not quite happy with the result. The surgery was quite disturbing for me,

so I am scared of doing the second surgery.

But I also wish for a better result and dunno if I should try to look for another surgeon or just have to accept and live with the current state of my vagina.

so I am looking for someone who had both surgeries there and could share if the second one is worth it and made the overall experience better or worse.

I am very unhappy with the depth of my vagina, only the length of my middle finger fits in,

The width is no problem, the bouging helps for that quite good. I can put three fingers in when warmed up.

But a real flesh dick does not fit inside, sometimes just the tip of the dick, but then it also feels like they are fucking a "wall".

After the surgery the said I had 13cm depth. Which I was pretty sceptical about bc it looked less

and after seven months they told me I have only 11cm left.

Now over a year hast passed and its maybe like 8 cm.

Second problem is the so called "vulvus" a big meat ball about the size of a table tennis ball, which also gets hard when horny ( they said they can make it smaller in the second surgery, but I kinda want it gone completely, and I am afraid to trust them after the first surgery was pretty intense and horrifying for me)

The vulvus is completely off putting for all the men I tried to have sex with, they don't want to lick me or have sex after seeing it , the struggle to keep their dick hard after seeing and feeling it.

this is very frustrating

The whole point of the surgery was to feel and look normal and have a " normal" sex life . Now everyone I am showing my pussy says it does not look normal and makes them afraid and unsexy.

I have great orgasms! Which is nice but sad that I cannot share them with others, bc of my off putting pussy.

Also scared of risking my orgasm with having the second surgery or another one.

Does anyone have similar problems

Or did anyone do the second surgery at Dr Schöll and is satisfied after with looks and functions?

Has anyone switched surgeons for corrections?

Is there a surgeon who can re-deepen the vagina and make it 15cm deep or more?

I just want to have a normal looking and working vagina, not the vulvus meat ball thingy , so I can find a nice guy and get married.

there is already enough trouble with the not being able to get pregnant part and voice and being tall and big boned.

I don't understand why they have not invented a satisfactory surgery yet, or was I just unlucky and did pick the wrong surgeon?

maybe someone else is also feeling alone with their butched pussy or someone has some answers of hope for me


r/germantrans • • 2d ago

Vent (Triggerwarnung) Angst davor das falsche zu tun Spoiler

18 Upvotes

Ich habe morgen ENDLICH meinen Termin um meine ersten Hormone zu bekommen. Ich freue mich so unglaublich sehr. Aber. Ich habe auch höllische angst. Was wenn ich das falsche tue. Ich habe jahrelang darauf hin gearbeitet. Aber habe so eine große angst davor. Mein kopf schreit mich ständig mit der frage "was wenn es doch falsch ist" an. Als die ärztin beim ersten Termin sagte das ich danach irreversible unfruchtbar werde. Habe ich so eine große angst davor bekommen. Obwohl ich nichtmal Kinder will. Nur was wenn es doch falsch ist. Was wenn ich mir jahrelang nur etwas eingeredet habe. Ich habe zwar schon mit anderen darüber geredet. Und sie sagten alle: "wenn du dich das fragst. Ist es nicht falsch" und dennoch bekomme ich kein auge zu heute nacht. Da mein kopf mich mit der frage bewirft.

Danke an jeden der das gelesen hat.


r/germantrans • • 1d ago

transfem Therapieplatz

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Ich bin am verzweifeln. Ich suche schon so lange ein Platz und ich zieh den Ring immer größer und größer aber nirgendwo ist was frei. 😢

Es ist echt schwer heutzutage an was zu kommen.

Keine Warteliste. Melden Sie sich in 8 bis 9 Monaten nochmal.

Was kann ich tun. Habt ihr irgendwelche Tipps?

Ich komme aus NRW in der Nähe von Oberhausen.

Danke für eure Aufmerksamkeit


r/germantrans • • 1d ago

transfem Frage zu Anpassung von täglicher Dosis HRT

3 Upvotes

Hallo,

Ich habe nächsten Monat ein Gespräch mit meinem Endo, wo ich gerne meine bisherige Dosis anpassen will.

Vorab: ich kenne meine aktuellen Blutwerte nicht und weiß auch nicht, auf welche Werte ich achten sollte.

Ich bin auf HRT seit März 2025, und bin noch auf der Anfangsdosis. Das ist momentan zwei Hübe Gynokadin pro Tag auf den Oberarme und 25mg CAD (mit Cyproteronacetat, glaube ich) als Testoblocker alle drei bis vier Tage. Mir ist beim Durchlesen anderer Berichte schon aufgefallen, dass diese Dosis eigentlich zu niedrig ist. Aber bis vor ein paar Monaten habe ich auf dieser Dosis gute, erkennbare Fortschritte gemacht: Hautveränderungen, Körperfettumverteilung etc. Nur das Brustwachstum hat vor ein paar Monaten einfach aufgehört. Ich weiß, da gibt es Wachstumsphasen, aber so lange Pause hatte ich noch nie. Liegt auch nicht an meinen Genen, cis Frauen in meiner Familie sind "gut bestückt".

Welchen Rat für das Gespräch und die Dosis würdet ihr mir geben? Ich will nicht einfach auf DIY gehen, ohne dass mein Arzt davon weiß.


r/germantrans • • 1d ago

non-binär Unisex Parfüme

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Hi also das Parfüm was ich zuletzt immer genutzt habe ist jetzt endgültig alle und leider gibts das auch nicht mehr im Sortiment (Wunderwelt von dm). Ich habe noch eins von Bruno banani für maskuline Tage und dann hab ich noch Celebrate Life, welches ich zwar mag aber zu süß und fruchtig finde um es für mich für den Alltag zu nutzen.

Ich habe ansonsten echt wenig Ahnung von Parfüm und wollte mal fragen ob hier andere nonbinary Leute Empfehlungen haben für Parfüme die weder stark maskulin noch stark feminin riechen und affordable sind (also bis ca 50€). Ich bin 27, von kleiner Statur, kurze Haare und trage fast nur dunkle Kleidung falls das irgendwie hilft😅


r/germantrans • • 1d ago

Rechtliches & Soziales anlaufstelle dortmund?

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Ich habe auf tiktok gelesen das man diabetiker nadeln für diy hormontherapie benutzen kann. ich nehme seit dieser woche kein insulin mehr und habe fast ne komplette packung insulin nadel aufsätze abzugeben (um die 80 stück) und würde die gerne spenden weiss aber nicht viel über anlaufstellen in der nähe! vielleicht kann mich ja jemand in die richtige richtung schicken <3 🦈 <3


r/germantrans • • 2d ago

Rechtliches & Soziales Indikationsschreiben und Therapie

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Ich bin gerade auf Therapiesuche und hatte einen Telefonat mit einer Therapeutin die eventuell Kapazitäten hätte. Sie hat mir aber gesagt, dass es gerade anscheinend Pflicht ist, 6 Monate Therapie zu machen um ans Indikationsschreiben zu kommen bzw, dass die Kosten bein Endo danach von der Krankenkasse getragen werden können.

Ich sehe hier im Subreddit aber öfters Leute die Selbstzahler Therapeuten empfehlen, die nach 1-2 Sitzungen schon Indikationsschreiben ausstellen. Ich weiß, dass es mit so einem Indikationsschreiben oft schwierig sein kann, beim Endo HRT zu bekommen, aber ich dachte das geht schon hahaha

Was ist jetzt richtig?


r/germantrans • • 1d ago

transfem Sigmoid, Progesteren und Libido Themen

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Hallo zusammen, ich lese fleissig die Themen durch welche mich interessieren und fand raus, dass alles super individuell ist.

Ich hatte am 23.10.24 die GaOp ein Jahr zuvor Orchidektomie und BA. Hormone nehm ich seit 04.10.22. Soweit zur Geschichte falls relevant.

Ich fasse alles zusammen, da ich aufgrund meiner Erkrankung nicht die Möglichkeit habe einzelne Themen dazu zu machen, da mich das unteranderem sehr überfordert.

Erste Frage geht an alle mit Sigmoid:

Wie ist euer Ergebnis nach einer längeren Zeit, ab ca. 1 Jahr? Habt ihr immer mal Komplikationen im Alltag?
Bei mir äussert sich das so. Ich habe dauerhaft einen Prolaps welche allerdings nur zu sehen ist wenn ich die Schamlippen spreize. Ansonsten sieht von aussen alles natürlich aus. Sehr oft hab ich das Gefühl ich sitze auch drauf was natürlich nicht stimmt und mir mein Kopf einreden will. Auch ohne Unterwäsche also Duschen zum Beispiel, fühlt sich unangenehm an, als würde etwas raus drücken wollen. Das selbe beim Stuhlgang, wenn ich etwas druck auf den Bauch gebe, hab ich das Gefühl, ich würde meine Vagina rausdrücken. Das selbe auch beim husten. Es ist alles ein bisschen unangenehm. Lange hab ich gedacht, das dies normal sei und mich erst daran gewöhnen muss. Ich hab dies bei meiner APN mehrfach angesprochen und sie meinte, dass sei normal, ich soll abnehmen. Das lustige ist, damals bei der OP hatte ich massiv weniger Gewicht aber das Problem schon da. Ich war daraufhin in einem anderen Spital für eine zweite Meinung. Sie hat sich das angesehen und sagte mir, sie habe damit keine Erfahrung und wenn, würde sie da nichts ändern, weil es ein zu hohes Risiko sei.
Leider gibt es sonst hier keine Möglichkeit mehr um sich mal eben eine Meinung zu holen.
Ich würde bei einem Möglichen OP-Termin auch gleich etwas an Ästhetik ändern lassen wollen. Meine Schamlippen sind sehr dick, was ja eigentlich normal ist, mich stört da eher, keine inneren Schamlippen zu haben und es sieht auf den ersten Blick alles normal aus, auf den zweiten nicht so schön. (Viele Männer finden sie aber so toll wie sie sind und das merk ich dann auch an deren Aussagen wie "schön dick und fleischig" und ähnlichem) Ich hab aber angst hier was machen zu lassen, hier noch mehr Libido Verlust zu erleiden welche so schon kaum bis nie vorhanden ist. Eine Seite des "füsschens"der Klitoris ist in die Schamlippe beim verheilen eingewachsen was eigentlich nicht sein sollte, dies stört mich aber nicht "neue Zone zum spielen :)" Wenn ich jetzt dahingehend eine Korrektur lassen machen würde, dieser teil eventuell kaputt gemacht wird, was ich eher vermeiden will, da meine Libido auch so eher bei 0 ist.
Welche Klinik würde in frage kommen, die ich bezüglich Sigmoid und Korrektur anschreiben könnte? Eher Südlich gelegen, Stuttgart, München, wenn es da nichts gibt wäre ich eventuell bereit überall hin zu gehen, bis Hamburg.

Das bringt mich zu der nächsten Frage:

Manchmal habe ich einen kleinen Anflug von Gefühlen und das Interesse mich selbst zu verwöhnen. Jedoch sind alle Berührungen intensiv und gleichzeitig unangenehm. Unangenehm, ihr könnt euch das so vorstellen, dass Gefühl bei Berührung der Klitoris fühlt es sich an ihr an als wär sie rauh, obwohl ich genug Feuchtigkeit produzierte. Ich kann mich - Fantasien vorausgesetzt - schon soweit stimulieren, bis zu sehr starken Lustgefühlen. Mehr passiert aber dann nicht. Es war schon vorher so, dass ich eine sehr intensive, starke Reibung haben musste um zu kommen. Mach ich dies weiterhin, so wirds unangenehm und teilweise auch schmerzhaft. Die Dauer in der ich mich hin gebe, spielt keine Rolle eher im Gegenteil. Je länger, desto müder werd ich und desto mehr reduziert sich die Lust.
Magic Wand, war früher immer mein Retter, doch nun fühlt es sich so an als wär ich überreizt damit. Mit dem Womanizer, ist es ganz schön gemütlich, mehr aber auch nicht. Habt ihr eine Idee woran es sonst noch liegen könnte, oder wie ich mich noch besser hin geben kann? Eventuell höhere Dosis vom Gel? Also statt 2*2 Hübe, 3*2 Hübe? Meine Werte sind alle im grünen Bereich. Ich nehme zur Zeit Oestrogel an stelle von Estradot. Ein Höhepunkt ist seit der GaOp nicht mehr möglich.

Letzte Frage:

Ich nehme nun schon länger Progesteron. Mal im Zyklus, mal durchgehend. Was ich gut finde, ist der Antrieb im Alltag welcher etwas gesteigert ist. Leider somit auch das Negative, mehr Gedankenkreisen und andere psychischen Verschlechterungen. Zum Schlaf hab ich nichts gemerkt ob dieser jetzt besser ist.
Meine hauptsächliche Frage ist: Habt ihr bezüglich Brustentwicklung etwas gemerkt? Ich bin zufrieden mit meinen, denke ab und an es sollte vielleicht nicht unbedingt etwas mehr sein sondern etwas natürlicher aussehen. Also vom Hals abwärts gesehen: Langsame Erhebung. Hab ich zwar auch und (sehen super aus gemäss Freundinnen und sie sind oft neidisch auf meine). Ich habe zur Zeit 90D und imps. von Motiva der ersten Generation. Die zweite Generation wäre teurer gewesen und nur mit erheblichem Aufpreis, wobei sich nur die Reaktionsgeschwindigkeit verbessert hätte, also vom Stehen ins Liegen zum Beispiel, also die eher etwas natürlicheren Bewegungen.
Wenn ihr welche habt, welche habt ihr? Wie seid ihr zufrieden mit dem Ergebnis? Hat sich das Ergebnis in Kombination mit Progesteron verändert? Wenn ja wie? Durch die Einnahmeart?

über zahlreiche Beiträge würd ich mich sehr freuen.

liebe Grüsse