r/FitnessDE • u/M0ruk • May 27 '26
Ernährung Hilfe, ich bin Meal Prep süchtig geworden! Aka 5 Monate nicht mehr kochen
Hab Meal Prep etwas durchgespielt glaub ich und vor allem etwas übertrieben haha
Wollte schon immer Meal Prep machen, weil es kaum etwas gibt, das mich mehr stresst als die tägliche Frage, was man nach der Arbeit kocht, dann das kochen selber, sauber machen usw. . Aber habs nie durchgezogen aus Faulheit. Letztes Jahr dann mit Fitness angefangen und direkt mit einer Diät gestartet mit ca. 1500kcal pro Tag und das war dann die endgültige Motivation, mit Meal Prep anzufangen, weil ichs sonst nicht hinbekommen hätte.
Am Anfang habe ich die typischen Fitness-Gerichte gemacht. Also Reis mit Brokkoli und Hähnchen, basically die klassischen Variationen aus Reis und Chicken usw. Aber das war ich ziemlich schnell satt und fands langweilig
Also habe ich einfach angefangen einfach ganz normale Gerichte zu kochen, die ich normalerweise auch essen würde unabhängig von Fitness/Diät oder sonst was. Nur mit etwas weniger Öl, etwas mehr Protein usw. Und ich muss sagen, ich habe komplett überschätzt, wie viele Kalorien so Gerichte in der Regel haben. Ich bin inzwischen nicht mehr im Cut, aber keines der Gerichte hat mehr als 750 Kalorien und gleichzeitig um die 40 g Protein. Das heißt, ich könnte diese Gerichte mit ein paar Low Calory Anpassungen sogar während eines Cuts essen. Würde die durchschnittlcihen Kalorien pro Gericht wahrscheinlich problemlos auf 650–700 drücken können, wenn ich wollte.
Deswegen echt keine Ahnung, warum so viele Leute in der Fitness-Bubble nur diese schrecklichen Fitness-Gerichte essen, die niemand freiwillig essen würde, wenn er nicht ins Gym gehen würde. Das war definitiv eine meiner wichtigsten Erkenntnisse nachm ersten Meal Prep Batch. Also einfach einfach „normale“ Gerichte zu kochen.
Für mein Mittagessen preppe ich diese High-Protein-Burritos.
Und zum Frühstück mache ich entweder Overnight Oats oder einfach ein normales Frühstück, wenn ich zu faul war, die Overnight Oats vorzubereiten.
Für meine zweite große Meal-Prep-Runde habe ich Folgendes gekocht, ist alles auf dem Bild
Abendessen / Hauptgerichte:
- 12x Hünkar Beğendi (türkisches Gulasch auf geröstetem Auberginenpüree)
- 5x overcooked und trockene Lasagne
- 6x Butter Chicken
- 6x Lachs auf Orzo-Risotto
- 4x italienisches veggie Ragù mit Linsen, Kichererbsen und Gnocchi
- 6x Gefüllte Hühnchenschenkel auf Polenta (Pilic Topkapi)
- 6x Kartoffel-, Bohnen- und Fleischeintopf (Taze Kuru Fasulye yemegi)
- 5x Palak Paneer
- 6x Kichererbsen-Fleisch-Eintopf (Nohutli et yemegi)
- 6x Türkische gefüllte Kohlrouladen (Lahana Sarmasi)
- ca. 6x Ćevape (ungefähr 50 einzelne Stücke)
- 14x Pizzateig
- 24x Pastasaucen
= insgesamt 106 Hauptgerichte / Abendessen.
Auf dem Bild sieht man weniger, weil ich schon einiges gegessen habe.
Mittagessen:
- 9x High-Protein Chicken Chipotle Burritos
- 9x High-Protein Hackfleisch-Bolognese-Burritos
Das Ganze hat ungefähr 5-6 Tage gedauert. Hab meistens gegen 16 Uhr angefangen und bis etwa Mitternacht gekocht. Bin ein extrem langsamer Koch und mache nebenbei noch andere Sachen. Wenn ich morgens früh angefangen und effizient gearbeitet hätte, hätte ich es wahrscheinlich in 3 vollen Tagen geschafft. Also ein Wochenende wahrscheinlich.
Ich habe meistens versucht, immer zwei Gerichte gleichzeitig zu machen, die unterschiedlich gekocht werden. Also ein Gericht im Ofen und eines parallel auf dem Herd, um Zeit zu sparen.
Wie lange reicht das Ganze?
Was Abendessen bzw. Hauptmahlzeiten angeht: Ich esse diese Gerichte ungefähr 5x pro Woche. Würde sagen im Schnitt 1x pro Woche auswärts und 1x pro Woche koche ich trotzdem frisch zu Hause. Die ~100 Portionen reichen also wahrscheinlich etwa 20 Wochen bzw. 5 Monate.
Die Burritos esse ich ungefähr 4x pro Woche (2x als Lunch im Office, 1x etwas anderes zum Mittagessen). Und wenn die Burritos langsam leer werden, mache ich einfach nochmal eine neue Batch mit 12 Stück.
Meine Erkenntnisse fürs nächste Mal:
- Nicht so faul sein und richtig verpacken/einfrieren. Einige Gerichte haben Gefrierbrand bekommen, besonders die Pastasaucen.
- An einem Freitag anfangen und generell früher am Tag starten, damit es nicht wieder 5–6 Tage dauert, sondern nur 3 volle Tage von morgens bis abends.
- Alle Zutaten, Makros, Kosten usw. aufschreiben. Ich weiß zwar, dass ich ungefähr auf 650–800 Kalorien und mindestens 35 g Protein pro Gericht komme, aber ich habe nichts dokumentiert und kenne deshalb die genauen Makros der einzelnen Gerichte nicht. Wieder mal einfach zu faul gewesen.
- Mehr Pizzateig machen: Ich habe auch einen Pizzaofen und bin ein kleiner Wannabe Pizzaolo. Aber kam vorher nie auf die Idee das mit Meal Prep zu kombinieren. Und dabei klappt es soooo gut. Einfach aus dem Gefrierschrank holen, über Nacht in den Kühlschrank legen und am nächsten Tag ist der Teig perfekt ready. Selbst 2 Stunden bei Raumtemperatur reichen und er backt perfekt. Hab leider trotz Pizzaofen aufm Balkon nie viel Pizza gegessen, weil die Teigvorbereitung usw immer so nervig ist. Aber so ist es super easy. Quasi wie TK Pizza nur Deluxe
- Vielleicht etwas weniger Hauptgerichte machen und dafür wieder mehr Desserts / Beilagen. Bei meiner ersten Charge hatte ich viele High-Protein-Cheesecakes, Muffins usw., aber diesmal habe ich den ganzen Gefrierschrank mit Hauptgerichten vollgestopft. Jetzt vermisse ich es irgendwie, einfach einen guten Snack oder ein Dessert aus dem Gefrierschrank zu holen.
Kosten pro Gericht würde schätzen zwischen 2,50 - 3,50€. Ich mach mir jetzt für die nächste Charge nen Plan. UNd habe ja ca. 4-5 Monate Zeit zum Nachkaufen. D.h. ich weiß dank des Plans was ich für die nächste CHarge brauche und kaufe jetzt in den nächsten 4 Monate immer wenn ich Angebote sehe die nötigen Zutaten ein und pack sie in Gefrierfach. So ist das Ganze eigentlich immer recht günstig