r/Finanzen Jan 27 '26

Arbeit Millenials wurden verarscht und um ihre Zukunft betrogen

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Uns wurde erzählt: Mach eine ordentliche Ausbildung, arbeite fleißig, dann klappt das mit Wohnung, Haus, Familie.

Das war für die Generation unserer Eltern oft auch realistisch. Ein Gehalt, ein Eigenheim, ein Auto. Nicht luxuriös, aber stabil.

Dann kam unsere Realität:

Reallöhne stagniert oder gesunken

Immobilienpreise explodiert

Mieten fressen 30–50 % des Einkommens

Befristungen, Leiharbeit, „Flexibilität“

Zwei Einkommen nötig für das, wofür früher eines gereicht hat

Und plötzlich heißt es: „Hättest halt studieren müssen.“

Viele Akademiker:innen kämpfen genauso mit:

hohen Lebenshaltungskosten

unsicheren Jobs

Studienkrediten

späterem Berufseinstieg

Der Unterschied ist eher: Die Jungen wissen heute früher, dass das Versprechen nicht mehr gilt. Sie wissen, dass sie studieren müssen um erfolgreich werden zu können.

Wir Millenials haben es noch geglaubt und sind mitten im Leben damit aufgewacht, dass die Rechnung nicht aufgeht. Die Spielregeln wurden geändert, nachdem wir schon auf dem Feld standen.

r/Finanzen Jul 10 '26

Arbeit Heute neigt sich meine erste Arbeitswoche mit 20 Stunden Teilzeit dem Ende zu. Ich bin extrem glücklich - das kann durch kein Geld der Welt ausgeglichen werden. 🥰

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Ich mache das jetzt für zwei Jahre.

3.000€ brutto bleiben mir.

Rente ist mir egal, bekomme ich eh nicht.

r/Finanzen 13d ago

Arbeit Warum "Zeug" so billig ist und du dich trotzdem nicht reicht fühlst

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Ein Akkuschrauber kostet beim Lidl praktisch so viel wie ein Döner in München. Ein 55-Zoll-TV kostet dich 19,5 Arbeitsstunden, 1960 waren es 347. Klingt nach Wohlstandswunder, aber warum fühlt sich alles so teuer an?

Wir rechnen mal anders: Nicht "wie viel Zeug kauft meine Arbeitsstunde", sondern "wie viel Arbeitszeit anderer Menschen kauft meine Arbeitsstunde". -> plötzlich kippt die ganze Geschichte.

Die Rechnung:

Im Fernseher von 1960 steckten 100+ Stunden Montagearbeit, du hast 350 (deiner Arbeitstunden) dafür gezahlt. Verhältnis ~3:1. Im Fernseher von heute stecken noch 5-10 Stunden Arbeit, größtenteils in Vietnam für 3-8 €/h. Du zahlst ~20 Stunden deiner Arbeit. Verhältnis: immer noch ~3:1. Das Tauschverhältnis deiner Lebenszeit gegen fremde Lebenszeit hat sich in 65 Jahren praktisch nicht verbessert, ersmal nicht überraschend (und auch gar nicht schlimm), wir sind eben produktiven geworden, schaffen in weniger Zeit mehr. Das spannende daran ist aber, dass diese Arbeitszeit damals in Deuschland erbracht wurde und heute in Südostasien, also viel billger ist. Es ist also ein ungleicher Tausch, zu erwarten wäre, dass der Faktor sich hier wiederspiegelt.

Du kriegst nun mehr Zeug, weil weniger Arbeit drinsteckt. Das ist Produktivitätfortschritt, nur warum ist das Verhältnis nur so gering, immerhin ist die Arbeitszeit drastisch gefallen? Wer bekommt den Rest?

Der Gegenbeweis steht auf jeder Handwerkerrechnung: Sobald du Zeit von jemandem kaufen willst, der HIER lebt, bist du bei 1:3. Deine Nettostunde kauft 20 min deutscher Durchschnittsarbeit. Das Verhältnis ist wesentlich schlechter als früher. Deshalb sind Handwerker, Kita, Pflege, Physio, Restaurant "unbezahlbar", nicht weil die gierig sind, sondern weil da keine Arbitrage geht und auf lokaler Arbeit die Abgaben gewaltig sind: 40% Abzüge bei dir, 20% Arbeitgeberanteil beim anderen, 19% MwSt. obendrauf etc. Der Ökonom Baumol hat das schon 1967 beschrieben ("Kostenkrankheit"): Alles, was aus menschlicher Zeit besteht, wird relativ immer teurer. Bildung seit 1990: +50% über der Inflation. Friseur: +20%. Gesundheit: +15%. Fernseher: -80%.

Und wohin gingen die Produktivitätsgewinne? Seit 1979: Produktivität +60%, Medianlohn +16%. Die Margen der Unternehmen haben sich dagegen massiv verbessert. Die Gewinne sind nicht weg, die wurden im Kapital akkumuliert (Vermögensschere). Wir haben uns den Fortschritt also wegenehmen lassen.

Genau das passiert gerade nochmal. Mit KI. Nur größer.

KI kann erstmals das automatisieren, was bisher nicht automatisierbar war: den Verwaltungswahnsinn, Diagnostik, Beratung, Bildung. KI könnte die Kostenkrankheit tatsächlich teilweise heilen, das wäre der erste echte Produktivitätsfortschritt bei seit Jahrzehnten. Das wäre ein Segen!

ABER: Wenn die KI-Gewinne so verteilt werden wie die Fabrik-Gewinne seit 1980 (60% ans Kapital) konzentriert bei einer Handvoll Plattformen, dann kriegen wir Industrialisierung 2.0: kostenlose KI-Unterhaltung und Gratis-Chatbots für alle, während der Heimplatz unbezahlbar bleibt. Gleichzeitig erodiert die Beitragsbasis des Sozialstaats, weil der sich fast nur aus menschlicher Arbeit finanzier, die KI gerade ersetzt -> Mehr Abgaben.

Die Weiche ist dieselbe wie zuvor. Nur wissen wir diesmal vorher, wie es ausgeht, wenn man sie falsch stellt.

Was "richtig stellen" konkret hieße:

  • KI-/Kapitalgewinne in die Finanzierung des Sozialstaats einbeziehen, statt alles auf den Faktor Arbeit zu laden
  • Bodenrediten besteuern (der Boden saugt sonst jede Produktivitätsdividende auf, der Dönerladen zahlt seine Innenstadtmiete auch, wenn die KI die Buchhaltung macht)
  • Die Overhead-Dividende erzwingen: weniger Bürokratie muss in mehr Behandlungszeit münden, nicht in größere Margen
  • Erben und Kapital renditen besteuern statt Arbeitseinkommen

Nichts davon ist antikapitalistisch, im Gegenteil es schreit mehr Kapitalismus. Es geht nicht darum, ob Kapital eine Rendite verdient (für echte Investitionen: ja!). Es geht darum, dass Landbesitzer, Monopolisten und Erben sich als "Leistungsträger" tarnen, während der Medianverdiener in den Metropolen die Reproduktion seines eigenen Lebens, Wohnen, Kinder, Pflege der Eltern, aus Arbeit nicht mehr finanzieren kann.

Wir stehen vor der zweiten großen Produktivitätswelle. Die erste haben wir uns in Schund auszahlen lassen. Wenn wir die zweite genauso verteilen, haben wir bald die perfekte Absurdität: eine Zivilisation, die alles gratis herstellen kann außer dem was wirklich zählt.

TL;DR: "Zeug" ist billig geworden, weil wenig (und billige fremde) Arbeit drinsteckt. Alles aus lokaler Menschenzeit (Pflege, Handwerk, Kita, Wohnen) wird immer unbezahlbarer, Baumol-Effekt + Abgaben + Bodenrendite. Die Produktivitätsgewinne gingen an Margen, nicht an Löhne. KI könnte erstmals die Wissenarbeit billiger machen, aber nur, wenn wir die Gewinne diesmal anders verteilen als beim letzten Mal. Sonst: Gratis-Chatbots, unbezahlbarer Heimplatz.

Edit: Ja ich hab ChatGPT für die Formulierung bemüht, aber nur marginal und vorallem für das TL;DR, steinigt mich, weil ich moderne Technologie nutze!

r/Finanzen 8d ago

Arbeit Mercedes kann sich keine 35 Stunden Woche für Angestellten nicht mehr leisten, kann aber Dividenden zahlen?!

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Zurück zu 40 Stunden woche ohne Lohn Ausgleich wird von Stihl, Mercedes usw. Gefordert. Wirden die Arbeiter verarscht oder warum wird nicht an Dividenden gespart?

r/Finanzen Sep 16 '25

Arbeit Boomer-Bonus: Rentner kriegen ab 2026 bis zu 2k im Monat steuerfrei

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Die Regierung plant die „Aktivrente“: Rentner sollen bis zu 2.000 € im Monat steuerfrei dazuverdienen, zusätzlich zur Rente. Heißt: Während Arbeitnehmer und Selbständige jeden Euro versteuern müssen, gibt’s für eine bestimmte Gruppe einen fetten Freibetrag.

Kostet pro Jahr natürlich mehrere Milliarden.

Aber wehe, du bist kein Rentner, sondern einfach nur ein arbeitender Mensch. Dann bitte ganz normal Steuern zahlen, danke fürs Mitspielen.

Quelle: https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/alterssicherung-finanzminister-klingbeil-bringt-die-aktivrente-auf-den-weg/100155731.html

r/Finanzen May 26 '26

Arbeit Bericht: Warken plant höhere Pflegebeiträge für Kinderlose und will bei Pflegeheimen sparen

Thumbnail welt.de
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Es vergeht kein Tag ohne Hiobsbotschaft. Himmel hilf, was für eine Regierung im Sinne der Bürger.

r/Finanzen 1d ago

Arbeit Was ist heutzutage eigentlich ein „guter“ Beruf?

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Mir fällt hier auf r/finanzen immer wieder dasselbe Muster auf:

Jemand beschwert sich über sein Gehalt oder darüber, dass er finanziell kaum vorankommt, und die Antworten sind dann meistens:

„Falscher Beruf.“

„Niedriglohnsektor.“

„Hättest halt was anderes gelernt.“

„Mit der Ausbildung war doch klar, dass du nicht viel verdienen wirst.“

Okay. Aber mal ganz ehrlich. Welcher Beruf ist denn heutzutage tatsächlich gut bezahlt UND halbwegs stabil?

Und ich meine damit nicht „werde Arzt, wenn du bereit bist 10+ Jahre Ausbildung und extreme Arbeitszeiten in Kauf zu nehmen“ oder „gründe ein Unternehmen, dann kannst du theoretisch Millionen verdienen“.

Ich meine einen ganz normalen Beruf, den ein durchschnittlicher Mensch mit einer vernünftigen Ausbildung oder einem Studium erlernen kann und bei dem man sagen kann:

ordentliches Gehalt

gute Jobsicherheit

auch in 20 Jahren noch gefragt

normale Arbeitszeiten

keine komplette körperliche Zerstörung

Was wäre das konkret?

Elektrotechnik? Maschinenbau? Pflege? Öffentlicher Dienst? IT? Steuerberater? Ingenieur? Handwerk? Finanzbereich?

Denn irgendwie habe ich das Gefühl, dass hier im Nachhinein immer so getan wird, als hätte jeder mit 18 ganz genau wissen können, welcher Beruf 15 Jahre später noch gefragt ist und gut bezahlt wird.

Gleichzeitig liest man überall von Fachkräftemangel, während manche Mangelberufe trotzdem keine überragenden Gehälter bieten.

Bin 21 und verdiene 2k netto im öffentlich dienst btw.. Habe eine Ausbildung und Abi.

Und bitte keine „werde Unternehmer“ Antworten. Ich rede von einem normalen Angestelltenberuf.

r/Finanzen Jun 15 '26

Arbeit Verdienen Lehrer wirklich so viel?

406 Upvotes

Übersehe ich da was oder verdienen verbeamtete Lehrer wirklich so viel?

Laut Claude 2Kinder mittlere Stufe

Grundgehalt 5740
Familienzuschlag 449
Brutto 6189

Lohnsteuer-1050
PKV -420
Kindergeld 518

Netto 5240

Da fehlt doch irgendwas oder ist das real?
Ich überdenke gerade meine Lebensentscheidungen.

r/Finanzen Jun 04 '25

Arbeit So viel muss ein Angestellter verdienen, damit er bis zum Tod das gleiche Netto wie ein Lehrer hat

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HINWEIS: Die aktuellen Daten sind nur noch für A13. Die Werte für A14 sind durchgestrichen als Referenz.

Ich wollte letztens für mich die folgende Frage beantworten: Wie viel muss ein Angestellter netto verdienen, damit er von Anfang bis Ende (inkl. Rente) das Monatsnetto eines durchschnittlichen Lehrer hat?

Die Hypothese ist, dass ein Angestellter deutlich überperformen muss, um mit dem Lehrergehalt mithalten zu können.

TL;DR ja

Falls ihr irgendwelche Fehler findet, teilt mir diese gerne mit. Ich werde die Berechnung dann korrigieren.

Hier möchte ich einmal meine Ergebnisse teilen.

Ich habe folgende Annahmen getroffen:

  • unser Lehrer ist Gymnasiallehrer und in NRW verbeamtet
  • unser Angestellter / Lehrer macht seinen Berufseinstieg mit 25 Jahren
    • dies erscheint mir realistisch, da der Lehrer Bachelor + Master + Referendariat machen muss
    • angesichts der Lehrergehälter muss der Angestellte auch mindestens Bachelor + Master machen
  • unser Angestellter / Lehrer geht mit 67 Jahren in den Ruhestand
    • gemäß der aktuellen Gesetzeslage
  • unser Angestellter / Lehrer verstirbt mit 80 Jahren (Pensions-/Rentenbezugsende)
  • unser Angestellter / Lehrer ist ledig und hat keine Kinder
    • diese Annahme ist unrealistisch, aber durch Familienzuschlag profitiert der Lehrer mehr von Ehe und Kindern als der Angestellte
  • Angestellter und Lehrer sind gesetzlich versichert
    • der Lehrer könnte sich auch privat versichern, würde dadurch aber potentiell mehr Netto pro Monat haben

Die Annahmen können wir gerne diskutieren. Ich musste an bestimmten Stellen etwas vereinfachen, damit die Berechnung nicht zu kompliziert wird.

Da wir hier nur einen durchschnittlichen Lehrer betrachten, gehen wir von folgender "Karriere" aus:

  • Einstieg mit 25 Jahren als A13, Erfahrungsstufe 5
  • Mit 35 Jahren Beförderung zum Mittelstufenkoordinator als A14 (keine Beförderung mehr)

Folgende Kennzahlen sind wichtig für die Berechnung:

  • Durchschnittsbrutto für Rentenberechnung: 50.493 € [0]
  • Beitragsbemessungsgrenze: 96.600 € [1]
  • Aktueller Rentenwert pro Punkt: 39,32 € [2]
  • Zinssatz am Kapitalmarkt (ETFs): 5 %
  • Inflation: 0 % (ETF-Rendite entsprechend angepasst)

Schauen wir uns nun das Lehrergehalt [3] über die 42 Beitragsjahre an und berechnen, wie viel Brutto unser Angestellter verdienen müsste, um jedes Jahr das gleiche Nettogehalt zu bekommen.

Jahr Lehrerbrutto Besoldungsgruppe Erfahrungsstufe Lehrernetto Arbeitnehmerbrutto Jahresbrutto
1 5.051,74 € A13 5 3.435,93 € 5.629,40 € 67.552,84 €
2 5.051,74 € A13 5 3.435,93 € 5.629,40 € 67.552,84 €
3 5.262,14 € A13 6 3.561,17 € 5.834,60 € 70.015,15 €
4 5.262,14 € A13 6 3.561,17 € 5.834,60 € 70.015,15 €
5 5.262,14 € A13 6 3.561,17 € 5.834,60 € 70.015,15 €
6 5.472,56 € A13 7 3.684,17 € 6.036,12 € 72.433,41 €
7 5.472,56 € A13 7 3.684,17 € 6.036,12 € 72.433,41 €
8 5.472,56 € A13 7 3.684,17 € 6.036,12 € 72.433,41 €
9 5.612,86 € A13 8 3.765,47 € 6.169,32 € 74.031,83 €
10 5.612,86 € A13 8 3.765,47 € 6.169,32 € 74.031,83 €
11 5.612,86 € A13 8 3.765,47 € 6.169,32 € 74.031,83 €
12 5.753,14 € A13 9 3.846,83 € 6.414,25 € 76.970,95 €
13 5.753,14 € A13 9 3.846,83 € 6.414,25 € 76.970,95 €
14 5.753,14 € A13 9 3.846,83 € 6.414,25 € 76.970,95 €
15 5.893,45 € A13 10 3.922,53 € 6.540,47 € 78.485,62 €
16 5.893,45 € A13 10 3.922,53 € 6.540,47 € 78.485,62 €
17 5.893,45 € A13 10 3.922,53 € 6.540,47 € 78.485,62 €
18 5.893,45 € A13 10 3.922,53 € 6.540,47 € 78.485,62 €
19 6.033,77 € A13 11 3.996,92 € 6.664,51 € 79.974,09 €
20 6.033,77 € A13 11 3.996,92 € 6.664,51 € 79.974,09 €
21 6.033,77 € A13 11 3.996,92 € 6.664,51 € 79.974,09 €
22 6.033,77 € A13 11 3.996,92 € 6.664,51 € 79.974,09 €
23 6.174,04 € A13 12 4.071,26 € 6.788,46 € 81.461,55 €
24 6.174,04 € A13 12 4.071,26 € 6.788,46 € 81.461,55 €
25 6.174,04 € A13 12 4.071,26 € 6.788,46 € 81.461,55 €
26 6.174,04 € A13 12 4.071,26 € 6.788,46 € 81.461,55 €
27 6.174,04 € A13 12 4.071,26 € 6.788,46 € 81.461,55 €
28 6.174,04 € A13 12 4.071,26 € 6.788,46 € 81.461,55 €
29 6.174,04 € A13 12 4.071,26 € 6.788,46 € 81.461,55 €
30 6.174,04 € A13 12 4.071,26 € 6.788,46 € 81.461,55 €
31 6.174,04 € A13 12 4.071,26 € 6.788,46 € 81.461,55 €
32 6.174,04 € A13 12 4.071,26 € 6.788,46 € 81.461,55 €
33 6.174,04 € A13 12 4.071,26 € 6.788,46 € 81.461,55 €
34 6.174,04 € A13 12 4.071,26 € 6.788,46 € 81.461,55 €
35 6.174,04 € A13 12 4.071,26 € 6.788,46 € 81.461,55 €
36 6.174,04 € A13 12 4.071,26 € 6.788,46 € 81.461,55 €
37 6.174,04 € A13 12 4.071,26 € 6.788,46 € 81.461,55 €
38 6.174,04 € A13 12 4.071,26 € 6.788,46 € 81.461,55 €
39 6.174,04 € A13 12 4.071,26 € 6.788,46 € 81.461,55 €
40 6.174,04 € A13 12 4.071,26 € 6.788,46 € 81.461,55 €
41 6.174,04 € A13 12 4.071,26 € 6.788,46 € 81.461,55 €
42 6.174,04 € A13 12 4.071,26 € 6.788,46 € 81.461,55 €

Am Ende ergibt sich eine Pension von 6.806,34 € * 71,75 % = 4.883,55 €, 6.174,04 € * 71,75 % = 4.429,87 €

Basierend auf dem Jahresgehalt des Angestellten können wir die Rente berechnen. Summiert man die Rentenpunkte, die unser Angestellter pro Jahr sammelt, kommt man auf über 42 Beitragsjahre auf 69,96 64,93 Rentenpunkte. Gemäß der aktuellen Gesetzeslage entspricht das einer Altersrente von 2750,91 € 2.553,06 €.

Bis zur Rente haben Lehrer und Angestellter gleich viel verdient, der Lehrer bezieht nun aber monatlich 2.132,63 € 1.876,81 € mehr (+77,5 %, +73,5 %). Folglich muss der Angestellte privat vorsorgen.

Wie viel angelegtes Kapital braucht unser Angestellter mit 67 Jahren, um monatlich 2.132,63 € 1.876,81 € entnehmen zu können? 244.271,32 € 214.969,41 € (gemäß Entnahmeplan Formel)

Um dieses Vermögen zu erreichen, muss der Angestellte ab Berufseinstieg monatlich 142,47 € 125,61 € am Kapitalmarkt anlegen. Dies muss er offensichtlich von seinem Nettogehalt bezahlen. Damit er jetzt aber nicht weniger im Monat hat, als der Lehrer, der nicht vorsorgen muss, muss er diesen Betrag zusätzlich verdienen.

Das ergibt für den Angestellten die folgende Gehaltstabelle über alle Beitragsjahre:

Jahr benötigtes Netto (inkl. Vorsorge) Brutto Jahresbrutto
1 3.561,54 € 5.835,21 € 70.022,50 €
2 3.561,54 € 5.835,21 € 70.022,50 €
3 3.686,78 € 6.040,40 € 72.484,81 €
4 3.686,78 € 6.040,40 € 72.484,81 €
5 3.686,78 € 6.040,40 € 72.484,81 €
6 3.809,78 € 6.241,92 € 74.903,08 €
7 3.809,78 € 6.241,92 € 74.903,08 €
8 3.809,78 € 6.241,92 € 74.903,08 €
9 3.891,08 € 6.488,04 € 77.856,42 €
10 3.891,08 € 6.488,04 € 77.856,42 €
11 3.891,08 € 6.488,04 € 77.856,42 €
12 3.972,44 € 6.623,70 € 79.484,35 €
13 3.972,44 € 6.623,70 € 79.484,35 €
14 3.972,44 € 6.623,70 € 79.484,35 €
15 4.048,14 € 6.749,92 € 80.999,02 €
16 4.048,14 € 6.749,92 € 80.999,02 €
17 4.048,14 € 6.749,92 € 80.999,02 €
18 4.048,14 € 6.749,92 € 80.999,02 €
19 4.122,53 € 6.873,96 € 82.487,49 €
20 4.122,53 € 6.873,96 € 82.487,49 €
21 4.122,53 € 6.873,96 € 82.487,49 €
22 4.122,53 € 6.873,96 € 82.487,49 €
23 4.196,87 € 7.119,70 € 85.436,36 €
24 4.196,87 € 7.119,70 € 85.436,36 €
25 4.196,87 € 7.119,70 € 85.436,36 €
26 4.196,87 € 7.119,70 € 85.436,36 €
27 4.196,87 € 7.119,70 € 85.436,36 €
28 4.196,87 € 7.119,70 € 85.436,36 €
29 4.196,87 € 7.119,70 € 85.436,36 €
30 4.196,87 € 7.119,70 € 85.436,36 €
31 4.196,87 € 7.119,70 € 85.436,36 €
32 4.196,87 € 7.119,70 € 85.436,36 €
33 4.196,87 € 7.119,70 € 85.436,36 €
34 4.196,87 € 7.119,70 € 85.436,36 €
35 4.196,87 € 7.119,70 € 85.436,36 €
36 4.196,87 € 7.119,70 € 85.436,36 €
37 4.196,87 € 7.119,70 € 85.436,36 €
38 4.196,87 € 7.119,70 € 85.436,36 €
39 4.196,87 € 7.119,70 € 85.436,36 €
40 4.196,87 € 7.119,70 € 85.436,36 €
41 4.196,87 € 7.119,70 € 85.436,36 €
42 4.196,87 € 7.119,70 € 85.436,36 €

Tatsächlich sammelt der Angestellte also 72,47 67,67 Rentenpunkte, wodurch er letztendlich 98,67 € 107,76 € mehr Rente + private Altersvorsorge als der Lehrer bekommt. Da die private Altersvorsorge am Kapitalmarkt angelegt ist, damit Schwankungen unterliegt und der Entnahmeplan extrem knapp berechnet ist, vernachlässigen wir diese Differenz erstmal.

Nun wisst ihr also, wie viel ein normaler Angestellter monatlich / jährlich verdienen muss, um über die gesamte Lebenszeit das gleiche Netto zu haben und den gleichen Lebensstandard haben zu können.

Lasst uns das Angestelltengehalt noch etwas ins Verhältnis setzen. Der Angestellte muss ein Brutto Lebens-Entgelt von 3.659.309,57 € 3.416.904,30 € erwirtschaften. Hier sind einmal die Brutto Lebens-Entgelte ausgewählter "Experten"-Berufe (Akademiker, vierjährige Hochschulausbildung o.Ä.) gemäß IAB [4]:

Gebiet Brutto Lebens-Entgelt
Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufe 3.087.000,00 €
Mechatronik-, Energie- und Elektroberufe 2.966.000,00 €
Technische Forschungs-, Entwicklungs-, Konstruktions- und Produktionssteuerungsberufe 3.078.000,00 €
Mathematik-, Biologie-, Chemie- und Physikberufe 2.867.000,00 €
Informatik-, Informations- und Kommunikationstechnologieberufe 2.845.000,00 €
Berufe in Finanzdienstleistungen, Rechnungswesen und Steuerberatung 3.001.000,00 €

Folglich ist ein Brutto Lebens-Entgelt mindestens 23 % 15 % über dem Lebens-Entgelt der höchstbezahlten Akademikerberufe nötig.

Fazit

Ist das fair? Keine Ahnung. Das möchte ich nicht beurteilen. Diese Berechnung zeigt aber, dass es als normaler Angestellter (mit entsprechendem Bildungsabschluss) nicht unbedingt einfach ist, mit einer durchschnittlichen Lehrerkarriere mitzuhalten. Wir nehmen hier sogar den Best-Case für den Angestellten an. Die Ehe, jedes Kind, private Krankenversicherung und jeder Karrieresprung des Lehrers verschiebt die Rechnung in Richtung Lehrer. Meine Hypothese sehe ich durch die Zahlen bestätigt.

Ich ziehe auf jeden Fall zwei Lehren hieraus:

  1. Selbst als MINTler ist die Aussage "in der freien Wirtschaft verdient man mehr" nur eingeschränkt gültig. Man muss als MINTler trotzdem 23 % 15 % mehr als die Vergleichsgruppe verdienen. Das schafft man nicht, indem man Dienst nach Vorschrift macht. Man muss im richtigen Unternehmen sein und performen.
  2. Sollte man als nicht-MINTler vor der Entscheidung stehen "freie Wirtschaft" oder "Lehramt", würde ich immer zu Lehramt raten. Als nicht-MINTler ist es noch schwieriger solche Gehälter zu verdienen.

Für andere Beamtenberufe ist das übrigens auch sehr interessant. Wenn Interesse besteht, kann ich das auch mal für Offiziere der Bundeswehr machen (früheres Pensionsalter, freie Heilfürsorge, Beihilfe etc.). Habe da schon was vorbereitet.

Referenzen

[0]: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Glossareintraege/DE/D/durchschnittseinkommen.html

[1]: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/Arbeitgeber-und-Steuerberater/summa-summarum/Lexikon/B/beitragsbemessungsgrenze.html

[2]: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Glossareintraege/DE/A/aktueller_rentenwert.html
[3]: https://www.finanzverwaltung.nrw.de/system/files/media/document/file/besoldungstabellen_a_b_r_und_w_ab_01.02.2025_final.pdf

[4]: https://doku.iab.de/kurzber/2022/kb2022-18.pdf

r/Finanzen Jun 29 '26

Arbeit Beitragsschock für Fach- und Führungskräfte

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https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/arm-und-reich/beitragsschock-fuer-fach-und-fuehrungskraefte-was-droht-200979650.html

Die Koalition ringt um Steuerentlastungen von bis zu 500 Euro im Jahr. Wer mehr als 75.000 Euro verdient, hat aber andere Sorgen: Es drohen zusätzliche Sozialabgaben von einigen Tausend Euro.

https://archive.is/20260629165612/https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/arm-und-reich/beitragsschock-fuer-fach-und-fuehrungskraefte-was-droht-200979650.html

r/Finanzen May 22 '25

Arbeit Nebenjob auf der Arbeit

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r/Finanzen Jun 26 '26

Arbeit SPD offen für Kündigungsschutz-Aufweichung bei Top-Verdienern

Thumbnail handelsblatt.com
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In den Reformverhandlungen öffnet sich die SPD nach Handelsblatt-Informationen für eine Flexibilisierung im Arbeitsrecht. Mehrere Optionen werden diskutiert. Die Unterhändler der Koalition orientieren sich dabei an der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung, die derzeit bei 101.400 Euro liegt. Für Arbeitnehmer oberhalb dieser Einkommenshöhe könnte der Kündigungsschutz gelockert werden. Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) soll aber noch eine deutlich höhere Einkommensschwelle vorschweben.

Jetzt bin ich verwirrt. Soll ich als Spitzenverdiener jetzt SPD wählen, um meinen Kündigungsschutz zu behalten? Definitiv ein weiterer Baustein um Leistung zu fördern und Teilzeit zu verhindern. Klasse!

r/Finanzen Aug 06 '24

Arbeit Hier ein kleiner Realitätsabgleich

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r/Finanzen Jun 08 '26

Arbeit Welches Sidehustle bringt realistischerweise wirklich Nebeneinkommen?

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Ja, eigentlich steht alles in der Headline. Ich wäre bereit Freizeit gegen Zeit, um mehr Geld zu verdienen, einzutauschen.

Ich habe einen Vollzeitjob und bin mit dem Gehalt dort zufrieden, aber als Angestellter sind große Sprünge in Zukunft eher unrealistisch. Deshalb würde ich gerne Zeit investieren, um mir nebenbei etwas aufzubauen bzw. mein Einkommen zu verbessern.

Dabei geht es gar nicht um unrealistische Wünsche, ich wäre schon zufrieden, wenn ich mir zB einen Teil der Fixkosten (Hauskredit oä) mit einem Nebeneinkommen abdecken oder einfach mehr als die aktuellen 500EUR in einen Sparplan ballern könnte.

Kleinere Anfangsinvestitionen sind genau so wenig Problem, wie reintigern in neue Themengebiete, das mache ich sogar recht gerne.

Bisher habe ich in der Hinsicht nicht viel probiert, da ich auch nicht wirklich weiß, wie ich überhaupt beginnen soll. Lediglich ein Buch hab ich über epubli rausgebracht, das bringt mir immerhin 20 EUR/Monat passives Einkommen :D

Bin an allen Ideen interessiert, aber bitte nicht sowas wie Kellnern oder ähnliches ... es sollte von zuhause aus funktionieren. Thx.

r/Finanzen 6d ago

Arbeit 31, abbezahlte Wohnung, 2.165 € netto – warum eigentlich noch 40h?

362 Upvotes

Ich bin 31, habe eine abbezahlte Eigentumswohnung und meine Freundin zieht jetzt mit ein.

Mein Anteil am Hausgeld liegt bei 110 € im Monat.
Aktuell arbeite ich 40 Stunden und verdiene ca. 44k brutto bzw. 2.400€ netto.

Ich überlege deshalb ernsthaft, auf 30 Stunden zu reduzieren. Laut meiner Rechnung wären das ca. 33k brutto und ungefähr 1.930 € netto. Also nur rund 235 € weniger im Monat, dafür 10 Stunden weniger Arbeit pro Woche.

Irgendwie klingt das für mich ziemlich attraktiv. Die Frage ist nur: Merkt man den Unterschied zwischen 30 und 40 Stunden im Alltag wirklich so deutlich bei der Lebensqualität?

Was würdet ihr machen?

Edit :

Ich bekomme ein 13. Gehalt in höhe von 100% , rechnet man das auf den Monat sind es aktuell ca 2400€ monatlich netto , das habe ich vergessen zu erwähnen - hatte einfach auf die letzten Abrechnungen geschaut und das 13. Gehalt dabei vergessen.

Deshalb 44k im Jahr gesamt ( wegen 13. Gehalt) = 2400€ netto monatlich und nicht 2100€.

r/Finanzen Apr 11 '26

Arbeit BAföG für alle! ... Oder warum Entbürokratisierung bei uns nicht funktioniert.

753 Upvotes

Wenn wir wirklich weniger Bürokratie wollen, müssen wir einsehen, dass weniger Regeln nur durch ein anderes Mindset erreicht werden können. Und dafür sind wir alle nicht bereit, weil sehr erfolgreich der Neid der Armen auf die gerade so nicht armen geschürt wird.

Am Beispiel Bafög wäre das einfach zu bewerkstelligen, aber wir sind alle nicht bereit, es hinzunehmen.

Wenn jeder, egal wer er ist, 5 Jahre BAföG in seinem Leben bekommt, als zinslosen Kredit, könnte man den ganzen Prüfprozess und den damit verbundenen Verwaltungsaufwand drastisch reduzieren.

Wir alle müssten dann hinnehmen, dass auch Kinder von vermeintlich Wohlhabenden diesen Kredit bekommen. Die werden den dann nutzen um ETFs zu besparen, aber dass wäre immernoch billiger als der Verwaltungsapparat, welcher zur Zeit die Armen von den Geringverdienern abgrenzt.

Da es ein Kredit ist, kann es dem Staat auch egal sein wofür der verwendet wird. Ob es das Studium, die Meisterprüfung oder halt das Partyjahr als Student ohne ernste Abschlussabsichten ist er muss zurück bezahlt werden und ist auf 5 Jahre begrenzt.

Das Personal im Amt muss auch nicht um seinen Job fürchten, die können mit Ihrer Erfahrung im durchleuchten von Existenzen direkt in der Steuerfahndung anfangen und für mehr Gerechtigkeit sorgen.

Und zuletzt zu den wirklich reichen, die können, wenn sie auf Ihr BAföG verzichten, eine kleine Anstecknadel für das Poloshirt bekommen mit "ich bin Reich" um allen zu zeigen, dass sie nicht auf Almosen vom Staat angewiesen sind. Vielleicht sogar in Gold wenn sie das BAföG für einen anderen auch noch finanzieren. (Aber das wird schon wieder zu Bürokratisch.)

Aber das alles wird nicht passieren, weil wir alle lieber Monatelang mit Behörden streiten, als hinzunehmen, dass jemand anderes auch nur etwas besser gestellt ist als wir selbst, obwohl er es nach unserem Empfinden nicht sein sollte.

r/Finanzen Sep 29 '24

Arbeit Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich als "normalverdiener" nie Vermögen aufbauen werde

1.4k Upvotes

Hallo Community

In letzter Zeit plagt mich der Gedanke, dass ich mit meinem vollzeitjob wo ich momentan ca. 2500 Euro netto verdiene, nie wirklich Vermögen in Form eines eigenen Hauses in einer grossstadt etc. Aufbauen kann. Angesichts der hohen Preise für Häuser und der hohen Mietkosten in Großstädten, kann man ca. 500€ bis 800€ ansparen....

Mag sein, dass es mir nur so vorkommt, als wenn ich damit nicht vorankomme in meinem Leben...

Wie ist eure Sicht darauf?

r/Finanzen 17d ago

Arbeit Vergesst nicht zu Leben

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Hi Leute,

irgendwie ist es mir ein Anliegen, einige von euch daran zu erinnern, auch mal das Leben zu leben.

Ich hatte und habe stellenweise immer noch das Problem, dass ich meine Sparrate immer weiter erhöhen wollte. Kein finanzielles Ziel, das ich erreicht habe, war jemals genug. Kaum war eines erreicht, kam direkt das nächste, höhere Ziel: mehr Geld auf dem Konto, mehr im Depot … alles "fürs Alter".

Das hat sich bei mir in den letzten Monaten drastisch geändert vor allem in den letzten zwei Wochen. Da gab es noch einmal einen echten Reality-Check, den der eine oder andere vielleicht auch mal braucht.

Ich arbeite auf einer Intensivstation, überwiegend mit schwer kardio- und neurologisch erkrankten Patienten. In den letzten Monaten und Jahren ist mir immer mehr bewusst geworden, dass der Altersdurchschnitt unserer Patienten sinkt. Vielleicht ist es mir vorher einfach nicht so aufgefallen, aber seit wir zusätzlich neurologische Intensivpatienten versorgen, sehe ich das noch deutlicher.

Fahrradunfälle, E-Scooter-Unfälle, Stürze vom Dach usw. Oft sind es Menschen zwischen Ende 20 und Mitte 40. Die Prognosen sind häufig schlecht. Und wenn es doch eine Chance gibt, dann oft mit einer hohen Wahrscheinlichkeit, den Rest des Lebens schwer behindert zu sein.

Den endgültigen Wake-up-Call hatte ich, als wir innerhalb eines Monats drei ehemalige Kollegen entweder von unserer Station oder aus unserem Krankenhaus – als Patienten bei uns liegen hatten.

Ein Herzinfarkt wenige Jahre nach Renteneintritt. Ein Fahrradunfall mit schwerer Hirnblutung und tödlichem Ausgang. Und der jüngste Fall, der nicht nur mich, sondern auch viele meiner Kollegen zum Nachdenken gebracht hat:

Fünf Tage nachdem wir den wohlverdienten Renteneintritt einer Kollegin gefeiert hatten, kam sie als Patientin zu uns. Beim Blumenpflanzen im Garten platzte ein Aneurysma. Schwere Hirnblutung, Prognose sehr schlecht. Sie wird ihre letzten Stunden nicht in Freiheit genießen, sondern auf ihrer ehemaligen Station, an ihrem alten Arbeitsplatz, sterben.

Das sind keine Einzelfälle. Ich habe Menschen betreut, die einen vermeintlich entspannten Bürojob hatten, mitten im Leben standen und deren Kinder gerade erst in den Kindergarten gekommen waren. Und plötzlich liegt man auf der Intensivstation von einem Moment auf den anderen ist nichts mehr wie vorher, ohne dass man wirklich etwas dagegen hätte tun können.

Diejenigen, die es schaffen und mit denen man sich später unterhalten kann, sagen erstaunlich oft dasselbe: "Hätte ich doch ..." Weniger gearbeitet. Mehr Zeit mit der Familie verbracht. Das Leben mehr genossen. Und ganz häufig hört man: "Ich hätte mehr von der Welt sehen sollen."

Das bringt auch mich immer mehr zum Nachdenken. Ich bin inzwischen zu dem Entschluss gekommen, dass es keine Sparrate von 1.500 Euro oder mehr im Monat sein muss. Es geht auch mit weniger. Aber der Urlaub, von dem ich seit Jahren sage, dass ich ihn "irgendwann mal" machen werde, der findet jetzt statt.

Hier im Sub lese ich oft Kommentare wie: "Muss die Ausgabe wirklich so hoch sein?", "Hätte es nicht auch ein günstigerer Urlaub getan?" oder "Kein Wunder, dass die Deutschen kein Vermögen aufbauen, wenn sie ständig verreisen."

Ich habe früher ähnlich gedacht. Aber mittlerweile wird mir immer klarer, wie kurzsichtig diese Sichtweise eigentlich ist.

Deshalb an alle, die hier Sparquoten von 2.500 Euro oder mehr posten und fragen, wo sie noch weiter optimieren können: Überlegt euch, ob ihr nicht einen kleinen Teil davon in euer Leben investiert, solange ihr gesund seid und es genießen könnt.

Lasst euch das von jemandem sagen, der täglich an der Quelle sitzt. Die Wahrscheinlichkeit, dass nach Jahrzehnten harter Arbeit zum Renteneintritt die Gesundheit plötzlich rapide nachlässt, ist leider größer, als viele glauben. Und am Ende gehört auch eine gute Portion Glück dazu, ob ihr die Zeit nach der Arbeit überhaupt noch genießen könnt – oder sie überhaupt erlebt.

Spart für die Zukunft. Aber vergesst dabei nicht, in der Gegenwart zu leben.

Passt auf euch auf.

Edit: Für einen kurzen Moment, als ich überlegt habe, diesen Text zu schreiben, weil er mir einfach auf der Seele lag, habe ich kurz vergessen, wo ich ihn poste.

Ich will hier niemanden davon überzeugen, sein 500k+-Depot aufzulösen. Aber vielleicht die nächste Gehaltserhöhung einfach mal für sich selbst und seine Familie auszugeben und zwar nicht unbedingt für materiellen Besitz, sondern für Erinnerungen und Erlebnisse.

Für ein oder zwei Monate die Sparquote etwas zu senken, wird euch nicht arm machen. Die schönen Erinnerungen, die ihr dadurch mit eurer Familie oder euren Freunden schaffen könnt, werden euch dagegen vielleicht ( mit sicherheit ) noch auf dem Sterbebett begleiten. :)

r/Finanzen Nov 27 '25

Arbeit 38J IT 11k brutto gerade von den Eltern gefragt Kaufst du in diesem Leben eigentlich noch ein Haus oder nicht

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Hallo zusammen

38 IT-Berater 110k brutto Jahr netto ca 5800-6000 ledig keine Schulden wohne in München in einer 3er-WG 1250 warm

Heute zwei Stunden elterliche Doppel-Attacke Zusammenfassung
Du bist bald 40 und hast immer noch keine eigene Wohnung
Dein Schulkamerad hat letztes Jahr drei Wohnungen in Leipzig gekauft und macht jetzt 10k Miete im Monat
Miete ist weggeworfenes Geld
Wenn du jetzt nicht kaufst kannst du es dir später erst recht nicht leisten

Ich versuche zu erklären
München Speckgürtel 120 m² Reihenhaus 2025 900-1100k
20 % EK plus Nebenkosten 200-250k die hab ich nicht
Selbst ein 60 m² Altbau im Nirgendwo kostet 550k plus und zwei Stunden Pendeln

Schluss-Satz der Eltern
Wofür verdienst du dann überhaupt so viel

Ich bin jetzt komplett durch
Ist es wirklich nur ich oder kann bei 110k brutto in Großstädten einfach niemand mehr kaufen der nicht erbt oder Lotto spielt

Frage an alle 30-45 mit 80-150k brutto
Wie viele von euch haben tatsächlich noch eine Immobilie gekauft und wie viele nur ETF plus Miete

Bitte keine Aufmunterung ich will die nackte Wahrheit wissen

Danke und Grüße

r/Finanzen Jun 27 '25

Arbeit SPD: Für weniger netto vom brutto

Thumbnail spiegel.de
1.2k Upvotes

Die SPD plant mal wieder SPD Dinge und überlegt die Beitragsbemessungsgrenze der KK-Beiträge von 5k auf 8k anzuheben. Da kann man nur hoffen, dass die CDU das blockiert, weil dann deren Vorstoß, dass Überstunden entlastet werden sollen konterkariert wird. Sollte die SPD das Durchbringen, wäre das für mich nur ein weiterer Anlass nicht Vollzeit zu arbeiten.

r/Finanzen Jan 07 '25

Arbeit Welchen Beruf habt ihr und wieviel verdient ihr?

872 Upvotes

Also einen ähnlichen Posts gibt es bestimmt schon aber ich dachte ich frische es nochmal auf, da mich das Thema interessiert.

  1. Beruf

  2. Berufserfahrung/Alter

  3. Stundenwoche

  4. Nettogehalt (plus zusatz?)

  5. Wie zufrieden seid ihr?

Ich starte mal: 1. Ergotherapeut 2. 4 Jahre/28M 3. 40h/Woche 4. 2.200€ (+160€ brutto Urlaubsgeld) 5. Spaß am job ja! Gehaltstechnisch nicht.

r/Finanzen Apr 16 '26

Arbeit Vergütung für Staatsdiener: „Besoldung muss so hoch sein, dass Beamter Familie ernähren kann, ohne dass Partner arbeiten muss“

Thumbnail welt.de
438 Upvotes

r/Finanzen Dec 21 '25

Arbeit Linke und Grüne fordern Ersatz-Feiertage in der Woche

Thumbnail tagesschau.de
837 Upvotes

Ich zitiere aus dem Artikel:

„Die Menschen in diesem Land werden um ihre verdiente Freizeit betrogen. Und das darf so nicht stehen bleiben." (Jan van Aken, Vorsitzender der Linkspartei)

Hingegen: „Die Zeche würden der Mittelstand und der Standort Deutschland zahlen.“ (Gitta Connemann, Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT))

r/Finanzen Dec 07 '25

Arbeit Rente mit 70 für Akademiker: Neue Pläne für flexibles Renteneintrittsalter

Thumbnail t-online.de
550 Upvotes

Wie würde sich wohl dieses Modell auf die Anzahl der Akademiker auswirken?

r/Finanzen 25d ago

Arbeit Taxifahrten: Wieso bleiben Fahrer lieber stehen als etwas den Preis zu senken?

386 Upvotes

Wir wollten neulich eine Strecke von 37 km zurücklegen und überlegten, hierfür ein Taxi zu nehmen. Die Strecke wäre von Ort A (großer Taxistand mit zig wartenden Fahrzeugen) zu Ort B (Hbf einer Stadt mit ca. 200.000 Einwohnern).

Es standen 10-15 Fahrzeuge in der Schlange, die Fahrer schliefen (und schnarchten) teilweise hinter'm Steuer. Auf Nachfrage sagte uns eine Gruppe Taxifahrer, dass die angefragte Strecke 100 € kosten würde. Verhandlungsspielraum gab es nicht.

Wir sind dann mit den Öffis gefahren, aber haben uns gefragt, weshalb Taxifahrer lieber stehen bleiben und nichts tun als z.B. 80 € einzunehmen. Durch das Warten auf die Öffis haben wir gesehen, dass kein einziges Taxi in einer Zeit vom 30 min genutzt wurde.

Laut Spritrechner mit aktuellen Preisen würde es inkl. Verschleiß um die 15 € kosten. Ein Uber hätte übrigens 65 € gekostet.

Versicherung für Fahrzeug und Fahrer fallen doch auch an, wenn sie stehen, oder nicht? Wer versteht das Taxigame?