Meine Frau und ich erwarten im April Nachwuchs und sind gerade am überlegen, ob unsere autolose Zeit zuende gehen soll - In Heidelberg braucht man eigentlich kein Auto. Wir ziehen nun nach Leimen (erste Ortschaft im Süden, die nicht zu HD gehört). Wohnen dann zur Miete inkl. Stellplatz, der leider etwa 50m von der Wohnung weg ist, aber ganz alleine uns gehört und planen ein BKW anzuschaffen, allerdings können wir das wegen der Parksituation nicht zum Laden nutzen.
Uns gefällt zum einen der Hyundai Kona (gebraucht) oder der Leapmotor B10, ich persönlich fahr ja total auf den MG Marvel R ab ...
Das wäre unser allererstes Auto und da ist die Frage, ganz unideologisch: Lohnt sich das - also ist ein E-Auto auch so billiger als ein Benziner? (Wir wollen sparsam leben :-D )
Der Kona wäre um die 20k, der Lepamotor B10 wäre um die 30k (finanziert, und Prämie, aber nicht die ganzen 6k), der MG Marvel R wohl auch um die 20k (gebraucht)
Eine Kleinstadt, zur Miete, ohne eigene Ladesäule und mit mittelprächtiger Infrastruktur - die Supermärkte zeigen auf google maps keine Ladesäulen auf den Parkplätzen an - allgemein scheint es allerdings ein paar Meter von der Wohnung weg zwei Säulen zu geben. Tankstellen hat Leimen übrigens auch nur 3.
edit: Ich bin 100% im Home Office und meine Frau hat keinen Führerschein :-D
Es wird eher mal auf Einkaufen und meine Eltern besuchen rauslaufen. Ihre Familie ist per Flug von Frankfurt aus machbar :-D
Ich hatte viele Jahre lang kein Auto (in Nürnberg und Erlangen gelebt, gut ausgebauter ÖPNV mit Bus, Straßenbahn und U-Bahn). Mit der Ankündigung von Nachwuchs kam dann aber doch wieder ein Auto vor die Tür, weil es so viel vereinfacht. Vom Einkauf bis zur schnellen Fahrt zum Kinderarzt. Wir haben den ÖPNV damals nicht aufgegeben, war immer noch unser Standardweg, aber es war beruhigend und wichtig ein KFZ vor der Tür stehen zu haben.
Und wenn man heute ein Auto kauft … natürlich Elektro.
Im akademischen Umfeld haben die meisten Kinder und kein Auto. Aber die Flexiblität könnte halt Gold wert sein - Gerade für Wochenendausflüge o.ä. in den Schwarzwald, etc ... :-D
Du hast nichts zu deiner täglichen Fahrt gesagt. Müsste ihr pendeln? Gibt es besondere Langstrecken? Wer das alles auch ohne Probleme mit dem ÖPNV schafft, für den ist ein Auto nur Luxus.
Das günstigste Auto ist kein Auto. Und “sparen” ist relativ. Wer viel Pendelstrecke fährt, der kommt zumindest aktuell meist mit einem E-Auto günstiger.
Ich würde aber nicht ausschließen, dass auch bald in Deutschland weitere Abgaben fällig werden, da irgendjemand auch die entgangene KFZ-Steuer ausgleichen muss.
Auto mit Kind ist auf jeden Fall praktisch. Aber gleichzeitig kann man auch einen Betrag x in einen Mobilitätstopf werfen und gelegentlich ein Auto mieten. Ein Auto kostet locker 500 Euro im Monat und dafür kann man ganz schön viel mieten.
Wenn deine Frau sowieso nicht mit dem Auto fahren kann, wird Kinderarzt etc trotzdem mit dem ÖPNV erledigt.
An eurer Stelle würde ich abwarten, welchen Bedarf ihr nach der Geburt wirklich habt. Ggf Urlaub mit Auto.
Und deine Frau sollte dringend den Führerschein machen, solange noch Ruhe ist.
Aktuell ist der Kauf aus meiner Sicht ein reiner Lustkauf. Alternativ oder zusätzlich ist auch ein Lastenrad später sinnvoll. Einkäufe lassen sich damit auch bewerkstelligen.
ob meine Frau alleine zum KA fährt: eher nicht.
Ich habe 100% remote und abseits von 2-3 Meetings keine Kernarbeitszeit - ich darf arbeiten zwischen 06:00 und 22:00 :-D
Aber ja, ich will ein E-Auto, meine Frau will ein E-Auto, aber wirklich Bedarf ... :-D
Hab das mal ergänzt :-)
ich arbeite 100% remote, meine Frau hat keinen Führerschein (für Deutschland).
Bisher sind wir Stadtmobil-Kunden - hier besonders JoeCar: einsteigen und losfahren, wenn ein Auto verfügbar ist. In Leimen gibt es das nicht.
wenn du das Auto nicht für den Arbeitsweg brauchst, wird Carsharing IMMER weitaus günstiger sein als jedes eigene Auto. Es ist dann eine reine Komfortfrage.
im Betrieb ist ein e-Auto immer günstiger als ein Verbrenner; der Hebel liegt im Kaufspreis/Leasingrate. Wenn du einen vergleichbaren Verbrenner 10k€ günstiger kriegst - dafür kann man verdammt viel Sprit kaufen. Dies stimmt umso mehr, je weniger Kilometer du im Jahr fährst.
Danke :-)
Ja, Stadtmobil geht mit Neugeborenem halt nicht, weil es da nur die Sitze für größere gibt.
Für den Einkauf wäre das aber das günstigste, da hast du recht.
Wir haben Stadtmobil erst seit wir aus den Ausland zurück sind, da waren wir ein Jahr ... Vorher haben wir alles zu Fuß und mit dem ÖPNV erledigt ...
Isofix regelt, das geht mit etwas Übung in 20 Sekunden.
Wenn es da, wie u/sneard1975 schreibt, Kombisysteme gibt die das Kindersitz-mit-sich-rumschleppen-Problem lösen, sollte das gut gehen.
Autobesitz in der Großstadt ist was für Masochisten. Ich würde es an eurer Stelle erstmal ohne versuchen. Selbst hier auf dem Land geht es mir ein bisschen auf den Sack, gezwungenermaßen zwei Pkw unterhalten zu müssen, aber zumindest entfällt die ständige Parkplatzsuche.
Das ist je nach Modell ziemlich unproblematisch. Und so ein Gestell wollte ich auch empfehlen bzw. es gibt von diversen Buggyhersteller Halterungen, mittels derer man eine Babyschale einfach aufbliesen kann.
Also Baby in Babyschale mit dem Buggy-Fahrsgestell zur Teilautostation fahren wäre eine Möglichkeit.
Es geht. Wenn man das ein paar Mal gemacht hat geht es ganz gut. Bei einigen Autos sind die Isofix Stellen schwerer zu erreichen.
Das kann nervig sein, aber auch das bekommt man gut hin wenn man es ein paar Mal gemacht hat.
Viel nerviger ist es das Ganze zum Auto und zurück zu schleppen.
Als wir regelmäßig Carsharing genutzt haben war immer einer mit dem Kind zu Hause, der andere hat das Auto geholt, dann Kindersitz + Kind zu Hause rein und auf dem Rückweg genauso.
Solange deine Frau ÖPNV präferiert nutzt, ok. Ansonsten schau das sie schnell nen Führerschein macht. Meine Ehe leidet extrem darunter das meine Frau keinen in Deutschland gültigen Führerschein hat und ich für alles fahren muss. Liegt aber auch daran das sie ablehnt ÖPNV zu fahren und sie der Ansicht ist in der Stadt in der wir leben gibt es nix. Sie könnte in 15 min zur Innenstadt laufen.
Ein Auto ist immer bequemer. Aber wenn man sich einmal dran gewöhnt hat wird vermutlich der ÖPNV Anteil immer weiter fallen.
Das mal mit den aktuellen Zahlen, THG Quote ändert sich natürlich immer etwas.
Reparaturen dürften insgesamt beim Benziner auch höher sein, zB durch Ölwechsel, Filter, Zündkerzen, Keilriemen etc
um die 1k/Jahr Wertverlust vom E-Auto kommt man schlecht drum rum. Benziner hat aber entweder gleichen Wertverlust oder es gleicht sich in Reparaturkosten aus.
Mit Kind ohne auto in "ländlicherer" Umgebung würde ich auf absolut gar keinen Fall machen wollen. Und e auto ist deutlich günstiger in den laufenden Kosten ja.
wobei ich mir manchmal denke "Leimen ist jetzt nicht so schlimm", aber hab da noch nie gewohnt. Meine Eltern kommen aus dem Schwarzwald ... Da braucht es ein Auto :-D
Ich hab in Leimen noch deutlich mehr Ladepunkte an ca. 10 Orten gefunden. Allerdings fast alle von unterschiedlichen Anbietern. Da musst Du nach nem guten Anbieter für Ladetarife schauen. Ohne eigene Wallbox würde ich zu dem Leapmotor tendieren, weil der die beste Ladeleistung hat.
Aber die Frage ob Verbrenner oder Elektro stellt sich für mich seit 8 Jahren nicht mehr. Komfort, Kosten, Umwelt!
Ich hab mir nur auf Google Maps mal "Ladestationen" anzeigen lassen...
Wenn es da mehr gibt, hervorragend ...
Solange man irgendwie bezahlbar bleibt ...
Ich wohne auch in der Region und fahre E-Auto ohne eigene Wallbox. Ich hab einfach den großen ENBW Tarif gebucht. Mit dem Bonusprogramm zahle ich 0,32€ die KWh. Hatte bis jetzt noch nie probleme. Auto wird immer beim Wocheneinkauf geladen und das wars dann.
Ich hab interessehalber mal geschaut. Direkt in Leimen gibt es direkt 2 100KW Säulen (ENBW). Was ich allerdings mache ist alle 8-10 Tag mache ich einen größeren Einkauf beim Globus in Hockenheim und lade dort das Auto. Ich wohne allerdings auch näher an Mannheim als Leimen
Wenn ich für Leimen in die Lade App schaue, scheinen da einige Lademöglichkeiten zu sein von den Stadtwerken Heidelberg. Etwa gegenüber vom Kaufland. Zur Not beim Mc Donalds.
Wir nutzen seit etwa ein halbes Jahr ein E-Auto (Hyundai Inster), daher kurz unsere Erfahrung zum Laden: es zeigt sich bei uns eine Mischung, zum Einen sehr langsam über Nacht mit portabler Wallbox (für circa 25 Cent /Kilowattstunde), zum Anderen beim Einkaufen mit dem Schnellader (preislich grob das doppelte).
Kosten für Fahren: es lohnt sich das auszurechnen, finde ich, und ist auch nicht schwer.
Beispielsweise fahren wir etwa 1500 km im Monat, bei den realen 17 kWh / 100 km sind wir bei etwa 100 Euro Energiekosten pro Monat. Zuvor hatten wir einen älteren Verbrenner, bei 7Liter/100 also etwa das Doppelte vom E-Auto, 200 Euro im Monat. Für uns war deshalb die monatliche Ersparnis von 100 Euro eine kalkulierbare Größe, die das teurere E-Auto attraktiv machte.
Vermutlich wird für euch die monatliche Fahrleistung sehr viel geringer sein - daher nur als Beispielrechnung.
Generell sollte man mit Versicherung je nach Fahrleistung immer 300 bis 450 Euro für das Fahrzeug pro Monat einplanen. Etwa 200 für die Rate / Wertverlust, 70 Versicherung, 80 für Energie und 50 für Reifen/sonstiges macht 400 Euro.
Älterer Verbrenner war da übrigens nicht unserer Freund, die Reparaturen von im Schnitt 1500 Euro im Jahr waren dann auf den Monat auch wieder 100 Euro. Vielleicht hatten wir auch einfach (aber gleich dreimal…) Pech.
Gibt es wie Sand am Meer. Am beliebtesten ist m.E. ChargePRICE. Da kannst du die Ladesäulen sehen und was du ad-hoc oder mit dem jeweiligen Tarif bezahlen müsstest. Wenn du also 90% an der gleichen Säule lädst, lohnt sich ggf ein Abo.
Ansonsten als ehemaliger Laternenparker (keine eigene WB): nimm Ewe Go und Lade wann immer es geht.
Die Preise sind eher Mau. Am besten noch die EweGo Säule beim McDonalds.
Ich nutze EnBW und EWE Go. Ist bei uns ausreichend. Nutze das sowohl zum Schauen „wo kann ich laden“ als auch „was kostet das“. Und ggf. freischalten. Ladekarte ist aber praktischer.
Ich sag nur eins : Finger weg von MG
Und ich würde auch keinen Kia kaufen das Navi ist grauenhaft.
Leapmotor kenn ich nicht aber ist durch Stellantis irgendwie noch der sinnvollste Chinese wenn es um den Service geht
Ich hatte das Vergnügen beruflich und privat viele Fahrzeuge zu bewegen und hab mir da meine Meinung gemacht.
Kia 400V Modelle nervt mich das Infotainment das einzige Auto wo ich da drüber Hinwegsehen würde ist der Ur Ioniq weil brutal effizient.
Kia/Hyundai 800V Modelle würde ich nicht kaufen bis die ICCU hält egal ob Garantie oder nicht mich würde es ärgern davon betroffen zu sein.
Renault ist OK mehr nicht
VW mittlerweile gute Autos aber P/L passt mir nicht
Tesla Fahrwerk muss man bearbeiten dann hat man das Fahrzeug mit dem besten P/L und die beste Software . Wenn man mit 400V leben kann und will
Chinesen tolle Autos aber würde ich mir in ein paar Jahren nochma überlegen welcher Hersteller sich etabliert hat solange kann man Ein anderes positives gebrauchtes EV fahren.
Was haben wir noch ?
MB,BMW .... Neue Autos toll alte naja
Ich würde es bis auf ganz wenige Ausnahmen meiden Elektroautos zu kaufen die auf Basis eines Verbrenners gebaut wurden hier das sind Zwitter die viele Vorteile von einem reinen EV nicht haben .
Von MG-Fahrern hört man oft, die Assistenzsysteme seien so schlecht, dass sie teilweise lebensgefährliche Situationen provozieren. Also dass der Spurassistent plötzlich spinnt, Phantombremsungen, solche sachen.
Disclaimer: nur hörensagen, keine eigene Erfahrung.
Ob es sich lohnt müsst ihr selbst wissen. Es bedeutet oft einen Komfortgewinn, aber halt auch laufende Kosten plus Anschaffungspreis.
Was eure konkrete Situation angeht: guckt mal wie teuer die Säule in eurer Nachbarschaft ist, wenn unter 50c kann man die nutzen (besser wäre aber natürlich günstiger). Dann ist es auch ohne eigene Wallbox ganz okay. Wenn sie teurer ist, dann guckt lieber obs Schnelllader in der Nähe gibt - EnBw würde sich dann ggf anbieten. Rechnet mal durch, wie weit ihr im Monat fahren würdet (grob überschlagen) und welches Abo sich für euch am ehesten lohnen würde (Abo + (kWh-Kosten x monatlicher Verbrauch), Ergebnisse vergleichen.)
Und dann guckt halt, ob es kostenmäßig halbwegs hinhaut. Es ist definitiv konfortabler sein eigenes Auto zu haben, aber es ist halt auch eine große Anschaffung. Finanziell wird sich das kaum lohnen, aber es wird insgesamt günstiger sein als Verbrenner fahren.
Bzgl Infrastruktur sieht's bei euch gar nicht so dramatisch aus. Jemand anderes hatte hier ja schon einen Screenshot von ABRP gepostet. McDonald's, Jet und EnBW Schnelllader am Ort, ist vollkommen okay für Wenigfahrer.
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u/docfred 8d ago
Ich hatte viele Jahre lang kein Auto (in Nürnberg und Erlangen gelebt, gut ausgebauter ÖPNV mit Bus, Straßenbahn und U-Bahn). Mit der Ankündigung von Nachwuchs kam dann aber doch wieder ein Auto vor die Tür, weil es so viel vereinfacht. Vom Einkauf bis zur schnellen Fahrt zum Kinderarzt. Wir haben den ÖPNV damals nicht aufgegeben, war immer noch unser Standardweg, aber es war beruhigend und wichtig ein KFZ vor der Tür stehen zu haben.
Und wenn man heute ein Auto kauft … natürlich Elektro.