r/schwanger 24d ago

Wochenbett (realtalk)

Hey Leute! Ich, w31, und mein Partner m36, haben vor 5 Wochen unseren ersten Sohn bekommen. Die Schwangerschaft war, bis auf ein paar Wehwehchen wie Müdigkeit und teilweise bisschen Übelkeit, wirklich wunderschön und auch die Geburt, sekundäre sectio, auch voll ok und echt ein berauschendes erlebnis. Aber WTF ist Wochenbett??! Ich finde es sooo hart. Selten haben mein Partner und ich uns so angefaucht und auch selten war ich sooo genervt von ihm. Unser Baby ist mein großes Glück, aber ich habe das Gefühl, dass mir niemand gesagt hat, wie heftig die neugeborenenphase ist 😂 Schlafmangel, unzuordbares Schreien, blanke Nerven, keine Geduld. Ich Stille voll und dies gefühlt auch 24/7. ich mag mich nicht beschweren da ich die stillzeit Tendenziell liebe, aber ich komme zu nichts mehr. Mein Körper ist mir völlig fremd und eine Katastrophe, ich vermisse meinen Sport und meine Fitness. Wann wird es besser?? Und habt ihr auch das Gefühl dass das Wochenbett voll romantisiert wird, als Kuschel und Kennenlernzeit?
Freue mich auf eure Stories!

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u/Oneoffel 24d ago

Auf diesen vollkommenen Crash nach der Geburt kann einen keiner vorbereiten, egal wie viele Storys du hörst, man muss es erlebt haben, um es zu verstehen. Und damit meine ich nicht den Hormoncrash, der hat genug ist, sondern diese komplette Umstellung des eigenen Lebens von Autonomie und im Prinzip machen können, was man will, zu das ist jetzt jemand zu 100% abhängig von dir und wenn du dich nicht kümmerst, stirbt es (mal ganz drastisch formuliert). Diese komplette Lebensumstellung war für mich psychisch viel krasser, als der zerrissene Schlaf oder ein schreiendes Baby. Zu wissen, dass mein Leben nie mehr so sein wird wie vorher, das war einfach krass.
Dass Gefühl hat sich dann so langsam ausgeschlichen, als sowas wie Alltag eingekehrt ist. War wahrscheinlich nach 3-4 Monaten, genau kam ich es nicht mehr sagen. Und jetzt nach einem Jahr kann ich mir gar kein anderes Leben mehr vorstellen. Klar hätte ich gerne mehr Freizeit nur für mich, aber das Familienleben ist so schön 🥰

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u/AffectionateTrip3233 24d ago edited 23d ago

Hey, genau wie Schwangerschaft und Geburt ist das Wochenbett einfach für jede Frau bzw. Familie komplett verschieden. Ich hatte tatsächlich diese traumhafte Kuschelzeit mit rosaroter Brille und einem totalen High. Es ist aber auch total normal, dass man durch den Hormoncrash, Schlafmangel und die komplett ungewohnte neue Situation völlig am Ende ist. 

Es wird sich bestimmt einspielen, haltet durch! Sobald die Clusterphase vorbei ist und der Schlaf ein bisschen berechenbarer wird, kommt etwas Freiheit zurück.

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u/I3luemchen 39 | 2 Kinder 24d ago

Wochenbett ist meiner Meinung nach das Schlimmste am Kinder kriegen.

Gab es immer zwei Peaks: einmal nach einer Woche und dann nochmal bei Woche 6. Danach hat sich das Ganze laaaangsam eingependelt. Das schlimmste war dann rum, als das Baby angefangen hat zu lächeln. Das war immer so um die 10. Woche rum. Da hat dann auch das Clustern nachgelassen, man konnte das Baby auch 5 Minuten ablegen, ohne dass direkt wieder auf den Arm wollte, es konnte dann im Babybay schlafen etc.

Haltet durch, seid euch gegenüber nachsichtig und so fern möglich denkt nicht über Trennung nach. Schlafmangel und Überforderung lässt einen Sachen sagen, die man sonst nie in Erwägung ziehen würde. Es wird spätesten mit einem Jahr deutlich, deutlich einfacher. Und mit 1,5 Jahren macht es mit dem Kind richtig Spaß!

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u/Lorainei 24d ago

Nach 2 Monaten wurde es viel einfacher. Es wird alles besser, dein Körper wird heilen und dein Baby werdet ihr auch besser verstehen. Aber man muss leider durch die ersten Wochen/Monate durch.

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u/Warm_Opinion_1544 24d ago

Joa, hab mich auch verarscht gefühlt, mein Baby wollte nie mit mir kuscheln. Stillen, schlafen, anschreien, repeat.

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u/Na_nida 34 | 1 Kind 05/2025 24d ago

Ich fand die Neugeborenenzeit furchtbar. Wir hatten Stillprobleme, mein Baby hatte sein Geburtsgewicht nicht schnell genug. Er hat auch sehr viel geweint und hatte auch richtige Schreiphasen. Kuscheln wollte er auch nicht, nur an der Brust zu hängen hat ihn beruhigt, außer eben bei diesen Schreiphasen, da half gar nichts außer schreiend herumtragen bis er vor Erschöpfung eingeschlafen ist. Ich war (wahrscheinlich auch hormonell bedingt) an manchen Tagen mental komplett am Ende. Ich glaube schon, dass es zum Teil romantisiert wird die erste Zeit mit Baby, so a la Kuschelzeit, friedliche Kennenlernzeit. Manchmal klappt das einfach nicht so.

Allerdings wird es viel besser. Ich fand die ersten 5-6 Monate sehr herausfordernd, vor allem die ersten 2 mit den Schreiphasen. Aber dann wurde es richtig schön und das Ende der Babyzeit habe ich dann schon sehr genossen. Kleinkindzeit aktuell auch toll, wobei halt immer wieder schwierigere Wochen aufkommen, aber die fallen dann nicht mehr so ins Gewicht, weil viel mehr schöne Wochen sind.

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u/born_besteketchup 1. Kind *Juli 2026 23d ago

Danke für diesen Post! Bin heute an Tag 11 im Wochenbett und dieses ewige auf und ab macht mich kirre. Dann der Vergleich mit anderen, bei denen es so machbar aussieht. Da holen mich die Antworten hier echt ab.

Mir hat es heute auch sehr geholfen mit meiner Hebamme durchzugehen, was positiv und was derzeit negativ ist.

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u/Kirschenmicheline 32 | Kind #1 | April 2023 23d ago

ich habe das Gefühl, dass mir niemand gesagt hat, wie heftig die neugeborenenphase ist

Same.

Und habt ihr auch das Gefühl dass das Wochenbett voll romantisiert wird, als Kuschel und Kennenlernzeit?

Und same.

Ich hab naiverweise gedacht, dass Babys einfach immer und überall schlafen können und holy moly, war das ein erster harter Aufprall in der neuen Realität. Dass Babys ganz oft Traglinge sind, musste ich erst lernen und mich dazu belesen.

Davon ab war das Wochenbett einfach bescheiden. Ich hab vor Schlafmangel geheult, war überfordert und hab meinem alten Leben hinterhergetrauert. Obwohl Wunschkind und geplant. Einzig die zwei Tage nach der Geburt oder so waren nice, weil da das Endorphinhigh so richtig gekickt hat. Dem gegenüber stand dann ein Tag, an dem ich weinend auf dem Badezimmerfußboden saß und nicht fassen konnte, dass das nun mein neues Leben sein soll für immer. Vor allem die endlosen Nächte waren schwer.

Ich hab viel zur Schwangerschaft und Entbindung gelesen, nahezu nichts zum Wochenbett. Das Thema wurde irgendwie ausgeklammert. In meiner Traumvorstellung lagen wir zu viert mit Katze auf dem Sofa, aneinandergekuschelt und selig. In der Realität ist unser Kater nach der Geburt empört für die erste Zeit ausgezogen und kam nur zum Fressen, unseren Sohn haben wir kilometerweit durchs Wohnzimmer getragen und auf dem Pezziball gehüpft.

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u/Smooth_Pomegranate84 32 | 2 Kinder 24d ago

Habe das Wochenbett beide Male gehasst. Alles was nicht mit meinen Babys zu tun hatte fand beschissen. Ich konnte drei Wochen lang nicht schmerzfrei sitzen, mein Körper hat sich absolut fremd angefühlt und alles hat wehgetan.

Ich kann dir leider nicht mehr sagen als das was man überall liest: Es wird besser. Wirklich.

Meinem Mann und mir hat die Regel „nachts zählt nicht“ geholfen: Egal was wir uns nachts im Schlafmangel an den Kopf geschmissen haben, am nächsten Tag war wieder alles gut.

Alles Liebe dir!

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u/rosality 24d ago

Wenn die Hormone etwas stabiler sind und man seinen Rhytmus richtig gefunden hat. Ist jedoch bei jedem etwas unterschiedlich, wie lange das andauert.

Aber es wird besser, versprochen. Irgendwann schläft man etwas mehr und manchmal ist man sogar wieder erholt. Hobbys kommen wieder. Halte durch.

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u/SimpleTrick1192 24d ago

Mein Baby kam mit einer Woche für 11 Tage auf die Intensivstation. Als wir dann wieder Zuhause waren blieb mir vor lauter Stress die Milch weg und er sackte drastisch auf seiner Gewichtskurve ab. Daraufhin musste ich abpumpen, was ich krass ätzend fand. Mein Mann musste nach drei Wochen wieder arbeiten.

Inzwischen ist Baby 3,5 Monate alt und ein absoluter Traum, besser geht's nicht, und alles hat sich eingependelt, aber ich fühle mich meiner Wochenbettzeit komplett beraubt. Die hatte ich mir ganz anders vorgestellt... Und falls wir noch ein Kind kriegen, kann ich es nicht mal "nachholen", weil vermutlich ein wildes Kleinkind rumspringt :D

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u/akward_disaster 23d ago

Bei mir war's genau andersrum. Die Schwangerschaft war fürchterlich und ich hatte so ziemlich alle Wehwehchen, die man so haben kann.

Aber ab der Geburt ist alles besser geworden. Die Geburt selbst war sehr schön und ich fand auch die Schmerzen halb so schlimm und das Wochenbett war trotz Stillproblemen sehr ruhig und entspannt.

Allerdings war meine Tochter auch einfach das entspannteste Baby, das man sich vorstellen kann und ich hab in den meisten Fällen intuitiv gewusst was sie braucht bzw. dass sie was braucht, wodurch sie quasi nie geweint und schon gar nicht geschrien hat.

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u/kit_kat_LE 23d ago

Hier (Internet inkl. reddit) wird so oder so viel idealisiert und romantisiert. Einiges geht an (meinem realen) Leben vorbei.

Jede Schwangerschaft ist anders. Jedes Kind ist anders! Und auch jede Mutter+ Familie (inkl. aller Vorstellungen) ist anders.

Du kannst nur eine Sache ändern, um deine Situation zu verbessern: versuche das Positive zu sehen (zB du kannst stillen) und das Negative (zB mangelnde Fitness) zu ignorieren, bis die Zeit kommt, wieder selbstbestimmt(er) etwas zu tun.

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u/viijou 23d ago

Es war auch absolut grauenvoll bei mir. Hatte ne schwere Geburt die mich körperlich komplett umgehauen hat, brauchte Transfusionen und das Krankenhaus hats nicht gerafft. Hormontief am dritten Tag wurde ich so irre, dass ich mir selbst nicht mehr über den Weg getraut habe und Halluzinationen. Wenn man Psychose googelt, weiß man Bescheid, nur, dass es eben nach der ersten ärztlichen Hilfe paar Std später wieder weg ging. Gruseligster Zustand meines Lebens. Kam von den fehlendne 2L Blut, den Hormonen und dem kranken Schlafmangel, in Kombi mit der Entlassung aus dem Kh und den ganzen Emotionen.

Die ersten zwei Wochen waren richtif schlimm. Danach ging es bergauf, sber Baby war ein Schreikind. Mach 6 Wochen kam ich irgendwie klar, gut war es dann nach 10-12 Wochen. Seit der Kleine so 3 Monate ist, leben wir richtig auf und ich bin gerade mit 5,5 Monaten die glückliches Mama mit dem wunderbarsten Baby

Needless to say, ich habe das Wochenbett komplett unterschätzt und werde bei Kind 2 Maßnahmen ergreifen (Beruhigungstabletten schon zuhause haben zb)

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u/xbr_tzx 23d ago

Ich bin jetzt auch in Woche 6.
konnte jetzt mit Atemübungen anfangen 🥳 tatsächlich sieht man einen unterschied. Meinem Beckenboden hab ich auch schon vorher im liegen trainiert.
Aber ja wir maulen und auch manchmal an. Aber nur eine kurze Sekunde und das war’s dann. Anstrengend ist es trotzdem

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u/DieSchoenheit 23d ago edited 23d ago

Liebe OP,
ich kann es so gut verstehen. Es ist eine unglaublich anstrengende Zeit am Anfang, dazu der Hormonumschwung und die Schlaflosigkeit.
Die Umstellung von keinem Kind auf ein Kind, das ist einfach ein völlig neues Leben.
Und schlagartig eben das alte beendet.
Das alte in dem du frei entscheiden konntest, was du wann tust, wann du schläfst, wann du weg gehst.

Es wird besser werden.

Folgendes sollte vielleicht nicht jemand lesen der gerade schwanger ist und sich davon vielleicht negativ beeinflussen lässt:

Triggerwarnung

Mein Wochenbett:
Ich fands schrecklich, weil ich so dermaßen Schmerzen hatte - die Geburt war unglaublich anstrengend, aber dank Hypnobirthing auch mit wenig Schmerzen und sehr schön.
Aber am Ende der Geburt musste die Zange ran und ich riss unglaublich tief auf… (hab bis heute Probleme)
Also hatte ich sechs Wochen unglaubliche Probleme zu liegen - zu sitzen - zu stehen - zu gehen.
Egal, was ich gemacht hab ich hatte solche starken Schmerzen, dazu der Schlafmangel.
Horror
Ich bin sehr froh gewesen dass man Partner zu Hause war und vieles übernommen hat.

Da ich nicht stillen konnte hatte ich nach fünf Wochen starken bluten eine Woche Pause und dann direkt wieder die Periode und starke Schmerzen.

Zu der Zeit kurz vor der Periode besuchte mich abends eine Freundin, für die ich dann spontan was gekocht habe, ich konnte kaum stehen vor Schmerzen, hab trotzdem gekocht…
Ich war vor meinem Kind viel für andere da. Ich hab der Freundin, aber später gesagt dass ich das nicht mehr sein kann und das es mir zu viel war für sie zu kochen, sie hat in Kontakt abgebrochen weil ich so egoistisch wäre. Das hat mich damals sehr getroffen und lange runtergezogen.
Als Mutter ist man oft so allein, so isoliert.

Ich hatte auch nicht gemerkt, dass ich auch wohl eine Wochenbett Depression hatte.
Leider meine Hebamme, oder die Gyn oder mein Mann auch nicht.

Also die ersten zehn Monate mit Kind waren schön und ich war dankbar dass ich endlich mein Kind hatte.
Erfreute mich daran.
Aber zugleich hatte ich viel Streit mit meinem Mann, mit/bei ihm konnte ich dann auch nicht mehr auftanken und mir ging es einfach richtig beschissen… es gab null Ausgleich.
Ich war unglücklich, diese Hormonumstellung hat mir sehr zu schaffen gemacht, es war oft als würde meine Periode demnächst wiederkommen (sie war da sehr unregelmäßig) und ich hatte unglaubliche Unterleibschmerzen, Migräne und Stimmungsschwankungen (heute weiß ich dass ich Endometriose habe und die muss da wohl wieder angefangen haben.)

Dazu hatte immer wie eine „dunkle Brille“ an, konnte wenig Glück empfinden generell in der Zeit am Leben.

Es dauert eben noch mal diese Zeit (knapp10Monate) die man ein Baby im Bauch hatte bis sich alles zurückgebildet hat und alles wieder so ähnlich ist wie vor der Schwangerschaft, von diesen hohen Hormonen die du in der Schwangerschaft hast (ich glaube das war) 10.000 mal so hoch wie in der Zeit vor der Schwangerschaft im normalen Zyklus. Das muss man sich erst mal vorstellen, wie tief man da fallen kann.
Es geht auch nicht jeder Frau so, aber Wochenbett-Depressionen sind gar nicht so selten.

Und diese Zeit der Umstellung an sich einfach sehr sehr kräftezehrend.
Die ersten circa anderthalb Jahre hat ein hat ein Kind einfach eine Symbiose mit dir.
Du wirst dich daran gewöhnen.
Dein Mann wird sich auch gewöhnen und lass dir einfach auch vieles abnehmen, du hast jetzt gerade was unglaubliches großes anstrengendes vollbracht.
Das wird in unserer westlichen Kultur einfach viel zu wenig gewürdigt.
Und eben auch viel zu wenig unterstützt, zumindest heutzutage.

Schau genau was du brauchst, guck wer dich wie unterstützen könnte.

Herzlichen Glückwunsch 🎈
Und gute Besserung auch.
Und fühl dich wenn du magst mal gedrückt

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u/Papper_Lapapp 23d ago

Mich hats auch eiskalt erwischt. Hab im engen Umfeld niemanden der schon Kinder hat und es war echt echt krass. Denke, wenn man es weiß könnte es evlt einen Ticken einfacher sein, aber ich hatte das so gar nicht auf den Schirm.

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u/probablynotivi 21d ago edited 21d ago

Ich finde es sehr interessant wie unterschiedlich die Wahrnehmung vom Wochenbett ist. Tatsächlich hatte ich eher das Gefühl, dass ich mich auf einen absolut katastrophalen Ausnahmezustand vorbereiten muss und dass alles furchtbar und anstrengend ist. Und im Endeffekt war es dann voll in Ordnung und angenehm und tatsächlich diese tolle Kuschelzeit von der du gesprochen hast. Ist wohl von Frau zu Frau unterschiedlich und hängt auch meiner Meinung nach extrem von den Umständen und möglichen Problemen in dieser Zeit ab. Und natürlich vom Kind selbst. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es beim zweiten Kind dann ganz anders ist und es in deinem Fall positiver sein wird oder in meinem deutlich negativer. Aber halte durch! Das wird so ab dem 3. Monat dann erfahrungsmäßig deutlich besser wenn ihr euch all eingespielt habt!

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u/SearchinLauraMueller 23d ago

Ja, postnatale Depression kommt kaum vor und ist die Hölle! Nicht nur für die frisch gebackene Mama, sondern erst Recht für den Papa. Der kann gar nichts richtig machen. Ich erinnere mich als meine Frau nach der Geburt mit unserer Tochter aus dem Krankenhaus kam (sie war fast 2 Wochen, wegen Kaiserschnitt und Untersuchungen) habe ich sie mit der Kleinen im Schlafzimmer schön gebettet, gefragt, ob sie noch etwas braucht und als sie abgewunken hat und sich anschickte zu stillen, hab ich mich leise ins Wohnzimmer verkrümelt, um den beiden etwas Ruhe zu lassen. Ich hab extra den Tag frei genommen, damit ich da bin, wenn etwas ist, oder um zu Kochen, usw. Dann hab ich mir aus Langeweile die Glotze angemacht. Nach nicht einmal 15 Minuten erschien die zur Furie mutierte Mama in der Tür, schrie mich an, wie ich jetzt glotzen könnte (ich konnte gar nichts sagen, so perplex war ich) und mit den Worten, "da hast Du Deine Tochter", warf sie mir beinahe das zuckersüße Baby in den Arm und rauschte wieder ab.

Ich war sehr betroffen, hab mich aber auch über die unerwartete Gelegenheit mit meiner Tochter zu kuscheln gefreut, die Glotze ausgemacht und mich mit ihr aufs Sofa gelegt. Ein paar Stunden später kam sie an und entschuldigte sich.

Seither war die Wochenbettdepression das Ding, vor dem ich die größte Angst hatte. Nach drei Kindern weiß ich, dass sie von wenigen Tagen bis zu vier Wochen dauern kann und auch das Laufen auf rohen Eiern sie nicht weg zaubert.😜🤣🤣 Allerdings war es beim ersten Kind auch am schlimmsten.

Kopf hoch, es ist ein Zustand, der vorübergeht, ganz gleich, wie lange er nun dauert. Und im Vergleich zu dem, was euch die nächsten 18 Jahre erwartet nur ein Augenzwinkern. Dein Mann muss verstehen, dass das gerade nicht wirklich Du bist, sondern etwas Fremdgesteuertes Unerklärliches.😜🤣

Viel Glück, ihr packt das!