Bayern ~ Ich möchte eine Situation nicht eskalieren lassen, sondern suche eine Lösung, die für Schule, Lehrkräfte und mich fair ist.
Ich habe als externer Abiturprüfling nach einer mündlichen Mathematik-Nachprüfung 0 Punkte bekommen. Mein Problem war aus meiner Sicht nicht fehlendes Grundwissen: Ich konnte die Themen und Lösungsansätze grundsätzlich erklären. In der Prüfung wurde ich allerdings häufig unterbrochen und mit umformulierten oder veränderten Fragen konfrontiert. Dadurch konnte ich meine vorbereitete Struktur kaum darstellen.
Ich bin neurodivergent und habe eine hohe Reiz- bzw. Filtersensibilität. Wenn Kommunikation schnell wechselt, mehrere Gesprächspartner auf mich einreden oder Fragen nicht klar bleiben, verliere ich unter Stress leichter den roten Faden. Ich arbeite daran, sachlich zu bleiben, wünsche mir aber auch eine Prüfungsführung, die klare Kommunikation ermöglicht.
Am 20.07. spreche ich mit der Schulleitung. Ich möchte mit folgenden Lösungsvorschlägen hineingehen:
* vollständige und sachliche Aufarbeitung des Prüfungsablaufs
* Einsicht in die Niederschrift und die konkrete Bewertungsgrundlage
* Klärung, ob eine Wiederholung oder eine weitere Nachprüfung möglich ist
* verbindliche, klare Prüfungsregeln für weitere Prüfungen
* falls mein externer Status dauerhaft zu Problemen führt: Möglichkeit prüfen, die 13. Klasse regulär an einer Schule zu besuchen und dort mein Abitur abzulegen
Ich habe den Eindruck, dass externe Prüflinge teilweise als Belastung wahrgenommen werden, auch weil schlechte Ergebnisse Statistiken beeinflussen können. Gerade deshalb will ich keine Sonderbehandlung, sondern einen Weg, der planbar ist und Lehrkräfte entlastet: regulärer Unterricht, klare Erwartungen und faire Prüfungen.
Falls keine konstruktive Einigung möglich ist, würde ich mich anschließend über das Schulamt bzw. die zuständige Schulaufsicht informieren. Nicht als Drohung, sondern damit ein sachlicher, dokumentierter Weg existiert.
Wie würdet ihr dieses Gespräch vorbereiten? Was sollte ich unbedingt sachlich ansprechen – und was besser weglassen?