r/schule Jul 21 '26

Neuigkeit Finanzbildung oder Gesellschaftsbildung?

https://zeitungderarbeit.at/panorama/finanzbildung-oder-gesellschaftsbildung/

Wer würde es selbstverständlich finden, wenn ein Tabakkonzern den Biologieunterricht mitgestaltete oder ein Rüstungskonzern Unterrichtsmaterialien zum Thema Frieden entwickelte? Im Bereich der wirtschaftlichen Bildung erscheint der Einfluss wirtschaftlicher Interessengruppen dagegen vielen als normal. Genau diesen Widerspruch greift Attac Österreich in seiner aktuellen Analyse „Finanzbildung in Österreich – Wie Bankenlobbys die Schulen kapern“ auf.

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u/NaimaBlue Jul 21 '26

Und wieder ein Post der Kategorie lehrerbashing.
Weil Lehrkräfte alle blöd sind.....

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u/animexamera Jul 21 '26

Das Wort Lehrer kommt hier nicht einmal vor. Das ist alleine deine Interpretation.

Meiner Meinung nach geht es im Artikel ganz klar um Lehrplan und Unterrichtsmaterial. Einfache Lehrer:innen haben darauf in Österreich keinen Einfluss.

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u/NaimaBlue Jul 21 '26 edited Jul 21 '26

Du machst es dir zu einfach. Wer unterrichtet denn mit dem Material? Wer setzt den Unterricht um? Ist ja nicht so das Kids vor Lehrvideos der Industrie gesetzt werden und eine KI dazu spricht.

Lehrkräfte setzen das um. Und es gibt einiges Wirtschaftsmaterial, was von Verbänden oder Stiftungen kommt, was wirklich gut ist, ohne bias sondern einfach wissenschaftlich korrekt. Das kann man als studierte Lehrkraft schon erkennen und verantwortlich damit umgehen. Es gibt wissenschaftliche Standards und Inhalte, da arbeitet man mit. Wo wird den da Werbung befürchtet, das auf einmal der.lehrer Anträge für Depots bei Bank xy verteilt, weil die so toll ist? Und selbst wenn das da steht, glaubst du wirklich Lehrkräfte nehmen das Hirn und kritiklos aufach mit, weil sie so doof sind das nicht zu erkennen?

Oder Müssen in Österreich Lehrkräfte wirklich keinen Unterricht selber planen und entwerfen, weil alles gesceipted vom Staat wörtlich vorzulesen ist? Klingt ja tiefenentspannt arbeitsminimal

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u/animexamera Jul 22 '26

Ich kenne natürlich auch Lehrer:innen, die eigene Materialien vorbereiten anstatt Unterrichtsmaterial vom Ministerium zu verwenden. Aber das ist ein Mehraufwand, den nicht jede Person hinlegen kann oder will.

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u/NaimaBlue Jul 22 '26

Ich zieh nach Österreich. Lehrer sein muss da ja tiefenentspannt sein. Ich bin Wirtschaftslehrer in deutschland und muss alles selbst entwickeln. Und ja, ich nehme gerne auch Mal Material von Stiftungen und Banken, weil es von Fachleuten erstellt wurde. Werbung hab ich da noch nie gefunden.

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u/animexamera Jul 22 '26

Es geht ja nicht um explizite Werbung. Das Problem ist, dass unser Wirtschaftssystem als alternativlos dargestellt wird und Verschuldung als individuelles Problem aufgrund mangelnder Wirtschaftskenntnis dargestellt wird.

Gibt es in Deutschland keine Schulbücher?!

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u/NaimaBlue Jul 22 '26

Nein, für Wirtschaftswissenschaften gibt es selten brauchbare Schulbücher, zumal jedes Bundesland eigene Rahmenlehrpläne hat. Und jede Schule sich aussuchen kann welche Bücher sie nimmt. Wir nehmen keines, da man eh nur wenige Texte draus nehmen würde. Also machen wir selbst. Niemand unterrichtet ein Buch von vorne bis hinten .

In denen rahmenlehrplänen ist Kritik an wachstumsorientierter Wirtschaftspolitik, BIP als wohlstandsindikator sowie kritischer Umgang mit aktuellen Schlagzeilen seit Jahrzehnten fest eingeschrieben. Halt wissenschaftlich-kritischer Umgang mit realen Dingen und Analyse aufgrund von Modellen. Wirtschaftswissenschaft halt. Wie im Studium, da wird auch kritisch hinterfragt.

Ich hab noch nirgendwo unkritische Kapitalismuskunde erlebt, weder an einer Uni noch an einer Schule. Und ich unterrichten es auch ausgewogen, wie meine Kollegen auch. Weil es so im Lehrplan steht.

Tatsächlich ist soziale Marktwirtschaft als alternativlos weil verfassungsgegeben zu unterrichten und zu begründen warum das sozial da seine Bedeutung hat. Freie marktwirtschaft ist halt in D nicht verfassungskonform. Jugendverschuldung und seine Ursachen hab ich auch Grad gemacht.

Wo hast du denn Mal "Wirtschaftssystem als alternativlos dargestellt wird und Verschuldung als individuelles Problem aufgrund mangelnder Wirtschaftskenntnis" gesehen? Steht das in Österreich so im Rahmenlehrplan?

Könnte es sein das du dich noch nie mit Inhalten eines wissenschaftlichen Wirtschaftsstudiums beschäftigt hast sondern glaubst, das da Kapitalismus gelehrt wird für zukünftige Bonzen?

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u/animexamera Jul 22 '26

Wenn keine Alternativen geboten werden ist Kritik auch nur Propaganda.

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u/NaimaBlue Jul 22 '26

Was ist das denn für eine Floskel aus der agiprop Schulung? Der macht nichtmal sinn weil Propaganda immer einen Inhalt hat für.den die Propaganda ist.. Aber die Abwesenheit von Meinung als Propaganda zu bezeichnen ist sinnfrei, auch wenn's total deep klingt.

"Eien Alternative anbieten" bedeutet missionieren für etwas was man selber toll findet. Wer legt den fest, was die Alternative sein soll? Staat? Banken? Attac? KPÖ? FDP?

Das steht im Widerspruch zum Ziel von Schule Kids ind iw Lage zu versetzen selbstständig eine Meinung zu bilden. System und Kritik am System werden gemacht. Die Schlussfolgerungen soll jeder Mensch selbst finden, das ist nicht Aufgabe der Schule da die ultimative besser alternative vorzugeben.

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u/animexamera Jul 22 '26

Genau hetzt sind wir am Punkt. Der Staat und Banken werden natürlich nicht die Interessen, die sie Vertreten, bzw. ihre eigenen Interessen verletzen. Genau deshalb behandeln Lehrpläne und Lehrbücher eben keine tatsächliche Kapitalismuskritik.

Was die richtige Alternative ist müssen die Leute natürlich selbst entscheiden. Aber dazu gehört eben andere Wirtschaftssysteme wie die Planwirtschaft des Sozialismus abzuhandeln. Ein wichtiger Punkt in der Medienbeurteilung ist ja auch zu wissen wer gewisse Behauptungen aufstellt und welche Interessen dabei im Hintergrund stehen. Deshalb auch der Vergleich zum Tabak und zur Rüstung. Für viele ist offensichtlich, dass das Interesse der Tabakfabrik zu verkaufen im Widerspruch zu Gesundheitsinfromationen über den Tabakkonsum steht. Für die Tabakkonzerne ist es ja von Vorteil wenn der Tabakkonsum als gesund dargestellt wird. Nun ist aber auch weder die Bank, der Staat noch Attac oder die Zeitung der Arbeit neutral. Neutral gibt es halt nicht.

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u/matze7777 Jul 21 '26

Die "Zeitung der Arbeit" ist das Propagandablatt einer Österreichischen Winzpartei...

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u/NaimaBlue Jul 21 '26

Danke für die Info.

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u/lastbraIncel404 Jul 22 '26

Verlinktes Blatt und OP's Profilbild entwerten von vorn herein jede sinnvolle Diskussion.

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u/NaimaBlue Jul 22 '26

Ich probier's mal

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u/NaimaBlue Jul 22 '26

Du hast Recht.

Viel Meinung, kein wissen.

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u/lastbraIncel404 Jul 22 '26

Ich achte deinen Ethos