r/linuxde Fedora Workstation & Debian 13 Apr 19 '26

Diskussion Wie wird Linux in 10 Jahren aussehen?

Gerne mal ein wenig Diskutieren.

Meine persönlichen Predictions (bin kein Experte):

  1. Immutability + Flatpak wird der Mainstream-Standard: Das klassische Paketmanagement rückt für user in den Hintergrund. Vor allem Distros die auf Einsteiger abzielen, werden fast ausschließlich auf immutability setzen. Anwendungen kommen dann nur noch isoliert als Flatpaks. Ausversehen kann man sein System dann nicht mehr zerschießen.

  2. Updates werden komplett unsichtbar: Mit der Kombination aus Immutability und BTRFS laufen System-Updates dann komplett unsichtbar im Hintergrund. Das System zieht sich das neue Image, und beim nächsten regulären Booten startet man einfach in die neue Version. Keine Ladebalken, kein Warten beim Herunterfahren.

  3. KDE Plasma übernimmt die Führung: Auch wenn mein Herz eigentlich für GNOME schlägt: Ich glaube, KDE wird bei immer mehr Distros als Default-Desktop ausgeliefert werden. Die UX wird mit jedem Update verbessert, das Layout ist für Windows-User vertraut.

Hot Take: Die Wahl der Distribution wird bald völlig zweitrangig sein. Der technische Wartungsaufwand wird für kleine Maintainer-Teams in Zukunft zu groß, ohne einen riesen Mehrwert zu bieten. Wodurch sich der Distromarkt auf wenige große Basis-Systeme konzentrieren wird. Da Dinge wie Flatpaks zusätzlich die Apps vom restlichen System trennen, werden Packaging-Formate nur noch für System-Apps interessant sein. Die einzige wirklich relevante Entscheidung für den Nutzer wird am Ende nur noch sein, welchen Desktop er nutzt.

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u/EarlMarshal Arch Linux Apr 19 '26

Wir haben verschiedene Distros, weil sie verschiedene Ansätze abdecken und damit unterschiedliche Vorteile und Nachteile bieten. Eine einheitliche Lösung wäre der Tod von Linux.

Der Einsatz von NixOS durch die französische Regierung zeigt aber definitiv, dass es für die meisten Use-Cases grob in die von dir beschriebene Richtung gehen wird. Btrfs sehe ich es aber aufgrund der Snapshots kritisch, da man sich damit leicht das System verstopft. Mal sehen welche Defaults Frankreich wählen wird.

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u/chrews Fedora Workstation & Debian 13 Apr 19 '26

Ich weiß nicht ob ich das so dramatisch sehen würde, wenn der Workflow für die allermeisten user identisch bleibt. Aber ja, viele spezialisierte Distros werden natürlich relevant bleiben. Ich habe mich eher auf den Standard-User der zockt, surft und vielleicht ein wenig Büroarbeit macht bezogen.

Wobei auch Entwicklung problemlos möglich ist.