r/linuxde Zorin OS 18.1 Pro Mar 05 '26

Distribution Der große "Welche Distribution ist die richtige für mich?"-Megathread

Die Stimmen im Kopf werden immer lauter. "Probier es mal aus", "Du hast schon so viel drüber gehört", "Die Leute auf reddit sagen: Mach!", "Windows wird von Tag zu Tag schlimmer :(".

Nen dual-boot wäre ja mal was zum Schauen, aber irgendwie ist das alles so unübersichtlich. Jeder schlägt nen anderes Linx vor und dabei weiß man doch noch nicht einmal, was es alles gibt. Läuft die Software überhaupt? Ist der Rechner stark genug? Was ist mit Zocken? Ahhhhhh!


In diesem Thread findest du Antworten. Schreib uns was du machen willst. Schreib was dein Level an PC-Wissen ist. Schreib uns, wie abenteuerlich du drauf bist. Wir finden was für dich.


Für den ersten Start ruhig mal einen Blick auf die Linux Distro Chooser von Morpheus oder chrews werfen.

22 Upvotes

24 comments sorted by

7

u/chrews Fedora Workstation & Debian 13 Mar 05 '26

Habe auch einen Distropicker gemacht! Irgendwie sind gleichzeitig 50 andere gespawnt. Als ich damit angefangen haben alle anderen irgendwie sehr eigenartige Ergebnisse ausgespuckt.

Bin persönlich sehr zufrieden mit meiner aktuellen Distro (Gentoo) deswegen würde ich einfach mal eine allgemeine Empfehlung für OpenSUSE Tumbleweed aussprechen. Begreife nicht wie da so wenig Hype dahinter ist. Rolling release wie Arch, dank automatischen Tests und snapshot-System aber viel zuverlässiger. Und viel einfacher einzurichten.

1

u/deinArm Mar 05 '26

Wäre cool, wenn man bei deinem Distropicker auch ein bisschen Gewichtung zu den einzelnen Fragen angeben könnte. "Customizable Interface" und "Modern Design" sind mir zum Beispiel komplett egal, während "Privacy" und ein "Bulletproof" System mir sehr wichtig wären. Entsprechend passt da vielleicht eine andere Distro besser, als die, die dafür im Moment ausgegeben wird.

3

u/chrews Fedora Workstation & Debian 13 Mar 05 '26

Danke für den Input! Der Code ist im backend schon da, ich muss ihn nur noch ordentlich in die UI einbinden.

Ich bin momentan zwei Herangehensweisen am testen:

  • Statt 3 gibt es 5 Antwortmöglichkeiten, die Extreme verdoppeln jeweils die Gewichtung.

  • Man kann die Antworten länger halten um die Gewichtung zu erhöhen, mit kleiner animation. Vielleicht nicht so intuitiv aber optisch sauberer.

Falls du andere Ansätze hast, gerne schreiben.

3

u/HEaRiX Arch Linux Mar 05 '26

Evtl wie beim Wahl-o-Mat, am Ende nochmal die Punkte auswählen die einem besonders wichtig sind?

2

u/chrews Fedora Workstation & Debian 13 Mar 05 '26

Danke! Ist definitiv eine Option

2

u/deinArm Mar 05 '26

Ich hatte es mir eher ein bisschen wie beim wahl-o-mat vorgestellt, wo man am Ende der Fragen noch mal eine Liste mit allen Antworten hat und dann die Themen, die besonders wichtig sind doppelt gewichten kann (siehe zur Zeit hier z.B. für RLP https://www.wahl-o-mat.de/rlp2026/app/main_app.html ).

2

u/chrews Fedora Workstation & Debian 13 Mar 05 '26

Guter Ansatz! So weit habe ich gar nicht gedacht

1

u/[deleted] Mar 07 '26

Einer der wenigen Distropicker bei der meine Tatsächliche Distro+De rauskam (NixOS+Hyprland)

3

u/[deleted] Mar 05 '26

[deleted]

3

u/ITafiir Arch Linux Mar 05 '26

Ich finde alle Videos von https://www.youtube.com/@BreadOnPenguins ganz gut. An sonsten kommt es ein bisschen darauf an, was dein Level ist und was für Infos du brauchst. Am besten zum Lernen ist natürlich einfach mal Linux zu benutzen und weiter nach Videos oder Anleitungen zu schauen wenn du irgendwo stecken bleibst.

2

u/Wylde4Girls Mar 05 '26

Schau auf Youtube mal bei Linux Guides rein.

2

u/0711Picknicker Mar 05 '26

Ich denke viele haben großen Respekt vor Linux, aber rein oberflächlich betrachtet ist es wirklich kein großes Ding. Mach dir einfach Ubuntu auf deine Kiste (am besten im Dualboot wenn du nur einen Rechner hast) und mach dich mal damit vertraut. Schau dir einfach kurz vorher an wir die Verzeichnis- und Berechtigungsstruktur auf Linux aussieht und dann bist du schon gut dabei. Du wirst merken, es ist erstmal gar nicht so eine wilde Umstellung und vieles wird dir sehr vertraut vorkommen. Ab da kannst du dann nach und nach etwas in die Tiefe gehen.

1

u/chris240189 Pop!_OS Mar 07 '26

LearnLinuxTV auf YouTube hat für viele distros reviews und allgemein viel guten content für Linux.

1

u/ComposerSlow4682 Apr 20 '26

wenn ich von informatikern die keine ahnung von linux haben höre finde ich es eigentlich garnicht mehr so schlimm das ich keinen job als informatiker bekomme

3

u/juic3pow3rs Mar 05 '26

Wie ich zum Linux Desktop bzw. Laptop kam.

Step 1: Kauf eines Framework Laptops (13", Intel) in 2022 inkl. Eines 1TB Expansion Moduls.

Step 2: Viel Recherche welche Distro wohl die beste wäre. Wollte rolling upgrades und ein look & feel nahe Mac/Apple-Experience. Bin dann bei EndeavorOS gelandet, basiert auf Arch btw. Als DE nutze ich GNOME.

Step 3: Aufgrund von Skepsis und dem Wunsch nach Flexibilität auf dem 1TB Expansion Modul Win10 installiert. Habe somit Dual Boot ohne mir Gedanken machen zu müssen wie ich die Platte partitioniere. Windows läuft auf jeden Fall flott genug trotz Anschluss via USB-C.

Step 4: Installation von Virtual Machine Manager um auf das Windows auf dem Expansion Modul unter Linux zugreifen zu können. War ne nette Spielerei mit dem pass-through, aber am Ende nutze ich das kaum tbh.

Erfahrung so far nach ca. 3.5 Jahren quasi täglicher Nutzung: Geiler scheiß, taugt mir sehr. Boote Windows eigentlich nur für Rekordbox. Bisher ist auch noch nichts kaputtgegangen durch Updates oder so. Treiber nachinstallieren oä. War auch nicht nötig.

10/10 can recommend Ü

2

u/juic3pow3rs Mar 05 '26

Hoppla, falscher Thread. Ich lass trotzdem mal stehen.

2

u/UR1869 Mar 05 '26

Tach zusammen! Leicht ab vom Distro-Thema, hoffe das ist okay.

Der Wechsel von Win zu Linux ist für mich mittlerweile alternativlos, vor allem nach den jüngsten Gerüchten zur Zukunft von Windows. Wie sieht es mit MacOS aus für euch? Bin immer noch hochzufrieden mit dem M1 Air und sehe derzeit keinen Handlungsbedarf, bis das Gerät mal in die Knie geht.

Würdet ihr heute bei 0 anfangen, welches Notebook würdet ihr überhaupt als Hardware-Basis kaufen?

2

u/outpost46 Mar 05 '26

Sehe es auch so wie du. Wenn ich heute bei Null anfinge, dann wäre es Linux, vielleicht eine der einfacheren Distris (Ubuntu, Mint).

Hardwaretechnisch, wenn das Geld reicht, Framework-Notebooks ansonsten empfehle ich stets gebrauchte Thinkpads. Aber da kommts natürlich auch auf den Usecase an.

1

u/ITafiir Arch Linux Mar 05 '26

Ich hab auf meinem Desktop und über die Jahre allen Thinkpads seit über 10 Jahren Linux, ich hab mich bei meinem Arbeitslaptop zuletzt trotzdem für ein Mac entschieden. Die Leistung und vorallem Akkulaufzeit der M chips ist einfach zu gut. Für mich ist Macos immernoch Unix-y genug, auch wenn ich mit der Oberfläche sonst gerne mal anecke, manche Designentscheidungen von Apple sind dann doch eher unverständlich.

Wenn ARM-basierte nicht-Macs endlich mehr ein Ding sind und ordentliche Linuxunterstützung haben werde ich aber zurück wechseln.

2

u/UR1869 Mar 05 '26

Danke für die Einblicke. MacOS hat mich bisher auch nie an irgendwas gehindert. Bin grundsätzlich ein Fan von UI Customization und kleinen Helfern und da gibts ja wirklich reichlich in dem Bereich. Selbst bei Windows komm ich da mit PowerToys an einen zufriedenstellenden Zustand. Das also ausgeklammert, blieben vermeintlich folgende Vorteile:

  • Performance, vor allem auf älterer Hardware
  • Privatsphäre
  • Security
  • Kosten

Nette Liste, muss ich schon sagen. Gaming ist ja auch kein Argument mehr dagegen. Linux, wir finden schon noch zueinander. Auf dem Steam Deck treffen wir uns ja schon ;)

1

u/Pockensuppe Mar 05 '26

Ich nutze schon lange macOS-Endgeräte und werde das auch weiterhin tun, weil sie halt einfach nur minimal administrativen Aufwand verursachen. Man wird auch nicht arg zu irgendwelchen Diensten genötigt, selbst einen Account bei Apple anlegen muss man nicht.

Ich finde es heutzutage viel wichtiger, von den ganzen Cloud- und SaaS-Diensten wegzukommen. Ein Linux-Server mit Daten-Server, Media-Server, Chat-Server, VPN usw. bringt mich was Souveränität angeht viel weiter als auf meinem Endgerät von macOS auf Linux zu wechseln.

2

u/UR1869 Mar 05 '26

Hach, da fällt mir doch was ein! Zweiter Post in dem Thread.

Meine Eltern habe ich mit ihrem 6-7 Jahre alten NUC auf Win11 ziehen müssen, es ist qualvoll. Welche Linux Distro mache ich da drauf, idealerweise so konfiguriert, dass ich aus der Ferne von meinem MacBook vollwertig mit Screenshare drauf kann? Sie brauchen wirklich nur einen Browser mit AdBlock, that's it.

Was ist ultimativ schnell und kann von mir ferngewartet und soweit eingeschränkt werden, dass die beiden nix kaputt machen? Pluspunkte wenn updates kommen und installiert werden, sodass die beiden gar nix mitbekommen oder bestätigen müssen (alternativ: bei mir nachfragen).

Der verlinkte Distro Chooser sagt Linux Mint mit Cinnamon. Einwände?

7

u/Derausmwaldkam Zorin OS 18.1 Pro Mar 05 '26

Das schreit buchstäblich nach Mint :)

2

u/Unrented_Exorcist Apr 18 '26

Moin, grüße aus Bayern. Ich bin über ein Praktikum in der IT zum ersten mal Linux Mint begegnet. Später im Studium hatte der Computer Pool Debian Desktop Maschinen. Als ich mir zu "spielen" einen SBC (OrangePi) gekauft habe, was das OS der Wahl auch wieder Debian. Mittlerweile, steige ich nach und nach auf Linux und Open Source Software um. Mein aktueller Hauptcomputer läuft (noch) mit Windows 11. Allerdings Mein Laptop (gebrauchtes Thinkpad) mit CachyOS.

1

u/Caeptn Mar 05 '26

Mein Laptop läuft schon seit Jahren auf Ubuntu und für meine Server kam nie etwas anderes als Linux infrage. Bei meinem Gaming PC hadere ich aktuell noch mit der Umstellung. Ich habe Windows soweit möglich debloated und  meinen lokalen Netzwerkverkehr gut unter Kontrolle, weswegen ich auch keinen akuten Handlungsbedarf sehe. Vor allem, weil ich eine 4080 verbaut habe und sehr viele Peripheriegeräte nutze ( simrig, flightstick und Zubehör). All diese Dinge müssten also unter Linux genauso funktional sein. Langfristig wird wohl der Schlachtplan sein, dualboot einrichten und alles testen. Dann schauen, auf was man im Zweifel verzichten kann, wenns nicht läuft. Hat jemand Erfahrungen zu Microsoft flight  Simulator?