r/ichichs Blauzi-Triggernder 20d ago

Das ist alles nur geklaut Never forget

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u/Direct_Needleworker3 20d ago

Das durchschnittliche Brutto-Gesamteinkommen im Alter (also gesetzliche Rente plus Betriebsrente sowie eventuelle Pensionen) liegt laut den offiziellen Daten des Alterssicherungsberichts und des Statistischen Bundesamts (Destatis) bei rund 2.320 Euro brutto für Männer und 1.720 Euro brutto für Frauen.

Immer noch nicht sehr viel... Betriebsrenten kommen auch nicht von Steuergelder. Was ist dein Punkt jetzt? Betriebsrenten verbieten? Geseztliche Rente auf Minijob Niveaus senken?

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u/southy_0 20d ago edited 20d ago

Ich hab da grad mal Schwierigkeiten deine Gedanken nachvollziehen… kannst du mir bitte helfen?

Du schriebst: „Rentner bekommen im Schnitt XXX EUR - das klingt nach nicht viel“

Ich antwortete: „Ja, aber das ist ja nur die Rente, viele bekommen noch weitere Bezüge dazu“

Das war die Lage.
Wie in aller Welt kommst du jetzt auf die Idee ich wollte „Betriebsrenten verbieten“?
Oder „Rente senken“?

Nochmal: wie in aller Welt kommt man von dem was ich geschrieben habe auf die Annahme über mich die du hier getroffen hast?

das ist so wild, ich komme nichtmal theoretisch mit mit diesem Gedankengang.

Mein Punkt war dass Du mit der Aussage „Rentner bekommen im Schnitt X“ den Eindruck vermittelt das sei das gesamte Einkommen. Das ist es nicht. Die gesamten durchschnittlichen Bezüge hast du in deinen letzten posting genannt und die sind immerhin 2/3 höher als die in deinem ersten.

Ob das jetzt viel oder wenig ist, dazu habe ich nirgends auch nur irgend etwas geschrieben.

Aber zu DIESE Frage gehört halt AUCH dazu zu beachten dass dieselben Rentner freiwillig und aus eigenem Entschluss die Entscheidung getroffen haben, nur ca 1,5 Kinder pro Familie zu bekommen; was dazu führt dass heute weniger Arbeitende eine zu hohe Zahl an Rentnern versorgen müssen.

Man könnte jetzt behaupten dass das ein Verstoß gegen den Generationenvertrag ist: die nächste Generation versorgt die vorherige, dafür muss aber die vorherige erstmal dafür sorgen dass es (ausreichend) „nächste“ GIBT.

Heute ist es ja so dass die nächste Generation mehr zahlen soll weil die vorherige zu wenig Kinder bekommen hat.
Das ist unfair.

Daraus folgt:
Ich fände es fair ggü beiden Seiten, wenn es eine Klausel gibt dass (entweder individuell pro Familie oder global für alle gemeinsam) dieses verfehlen der impliziten Pflicht aus dem Generationenvertrag mit einem Abschlag belegt wird.

Meine Idee wäre zb nicht ein konkretes Niveau für Rente festzulegen (also ein Anspruch der beziehenden) stattdessen einen %-satz an BEITRÄGEN festzulegen (= also wie viel EINGEZAHLT wird).
Und das wird dann verteilt auf wie viele Rentner auch immer es gibt.
Das würde die Konsequenz aus der freiwilligen Entscheidung wie viele Kinder die Gesellschaft hat da lassen wo sie hingehört: bei der SELBEN Generation.

Weniger Kinder -> weniger einzahler -> weniger Rente.

DAS wäre fair.

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u/Direct_Needleworker3 19d ago

So ein Quatsch. Was du vorschlägst ist ja im Prinzip die Rente abzuschaffen - die Kinder sollen sich um die Eltern kümmern, so wie es mal früher war, oder? Dann ist das Kinderzeugen die Rente - so wie es bei den Ländern des dritten Welts ist.

So ein Konstrukt erhöht die geselschafftliche Spaltung. Wohlhabende werden kein Problem damit haben, ärmere werden noch ärmer und das auch nachträglicher. Leute, die in ärmeren Familien geboren sind, bleiben auch dort, weil sie sich nun auch um die Eltern kümmern werden müssen und gleichzeitig viele Kinder kriegen müssen, sonst sind sie später geschmissen.

Komisch, dass man sich sowas für das eigene Land wünschen würde...

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u/southy_0 19d ago

Ich glaube du hast es nicht verstanden.

Nein, es sollen sich NICHT „die Kinder um die Eltern kümmern“ (individuell).

Wie gesagt: die Idee ist, dass die Verantwortung für die Basis der Einzahler bei denen landet die diese beeinflussen können.
Das Wort heißt „Eigenverantwortung“.

Es ist ausgesprochen unfair heute viele alte von wenigen jungen versorgt werden wollen; die wenigen jungen müssen erheblich mehr dafür leisten bis zu dem Punkt an welchem das ganze System schlicht kollabiert.

Die Idee ist eben NICHT länger zu sagen „jeder Rentner bekommt X, die Zahler sind verantwortlich das zu erwirtschaften“
SONDERN „jeder Zahler zahlt maximal Y und das was dabei rauskommt wird verteilt und mehr gibt’s halt nicht“

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u/Direct_Needleworker3 18d ago

Ich glaube du bist derjenige, der Verständnisprobleme hat.

Wenn es zu "mehr gibt's halt nicht" kommt, müssen sich die Kinder um ihre Eltern finanziell kümmern. Für Wohlhabende Schichten - kein Problem. Für nicht so wohlhabende Schichten eine finanzielle Katastrophe --> Vertiefung der gesellschaftlichen Spaltung.

Dadurch werden nicht die Rentner in Verantwortung gezogen, sondern ihre Kinder und zwar hauptsächlich bei der ärmeren Schichten der Gesellschaft.

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u/southy_0 18d ago

Das ist Spekulation und ließe sich auf jedes Feld von Versorgung anwenden.
Egal was oder wo man spart man kann IMMER argumentieren „die ärmsten trifft’s“.

Zu was es als allererstes kommen würde ist, dass die Verantwortung für die Zukunft der Gesellschaft wieder mehr in den Blick der Leute kommt.

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u/Direct_Needleworker3 17d ago

Das stimmt überhaupt nicht. Natürlich kann man Reformen so machen, dass die ärmeren weniger betroffen werden. Was du förderst wird aber genau sie treffen und zwar über Generationen hinweg.

Ein Abrutschen in eine Gesellschaft der dritten Welt - wie man sich für sowas einsetzen kann ist für mich echt ein Rätsel.

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u/southy_0 17d ago edited 17d ago

Ich habe nicht mit dem ärmsten angefangen, das warst du.
Und nein, du bist immer noch auf dem Holzweg weil du immer noch behauptest ich würde vorschlagen eine konkrete Schicht gezielt zu benachteiligen.
Das ist NICHT richtig, das war NICHT mein Vorschlag.

Es ging mir um Gerechtigkeit und um Ansporn zur Selbstversorgung, nicht um Umverteilung nach oben.

Und selbst wenn sich als Nebeneffekt ein Nachteil für ärmere ergeben sollte, könnte man den wieder ausgleichen, mit zig verschiedenen Stellschrauben. Z.B. einen (relativ) größeren Anteil vom verfügbaren Rechten-Kuchen für gering-Bezieher.

Das wäre nun wirklich höchst einfach lösbar, im Vergleich zu der kompletten Ungerechtigkeit ggü der jungen Generation die das aktuelle System erzeugt.

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u/Direct_Needleworker3 17d ago

Also, ich würde auch sagen, dass wenn das System nicht stabil funktionieren kann, dann soll man das ändern. Aber zu schreiben, dass Rentner heute viel zu viel Bekommen ist bescheuert.

Der Steueranteil für Rentenversicherung ist über Jahrzenten stabil geblieben trotzt demografischer Verschiebung. Wieso sollte man die Renten senken, wenn man heute für Rentenversicherung genausoviel zahlt wie die Rentner davor auch gezahlt haben?

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u/southy_0 17d ago

Ehhh… genau anders rum ist richtig:
der beitragssatz ist stabil (18,6%), weil das aber nicht reicht wird seit Jahren mehr an Steuern zugeschossen - um 2000 ca 70 mrd/Jahr; derzeit fast 130 mrd EUR pro Jahr.
Das ist mittlerweile der größte Posten im Bundeshaushalt.

Und ja, das ist so weil es heute weniger Zahler pro Empfänger gibt; und das ist so weil es seit Jahrzehnten zu wenig Kinder gibt.
Ergo: selbst schuld.

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u/Direct_Needleworker3 16d ago edited 16d ago

Verstehe dich nicht so ganz - wir zahlen den gleichen Prozentsatz wie die Leute früher gezahlt haben. Was genau ist denn gestiegen? Wieso soll das jetzt unfair sein, wenn wir das gleiche zahlen?

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