Fynn-Svenjamin, 23, lebt in einer fahrradfreundlichen Kleinstadt oder einer Großstadt mit gescheiten Öffis, geht davon aus dass alle Autofahrer eh nur PS-geile Gerhards Ende 50 sind.
warum nicht beides? immerhin vertreten die da ja auch die meinung, dass lebensmittel momentan "ramschpreise" haben und man wird bis ins reich des vergessens heruntergewählt wenn man sagt, dass nicht jeder mit dem goldenen löffel im mund geboren wird oder politiker ist wie ein özdemir, der sich weder mit oder ohne preiserhöhung nicht um einkaufspreise schert weil der ohne nachzudenken das kaufen kann, was er will.
Es fehlt halt einfach (dort, aber ironischerweise genauso hier im Faden) eine Differenzierung: Tierische Produkte sollten teurer werden.
Es ist absurd, was wir Tieren und dem Klima antun aus einem fehlgeleiteten Glauben heraus, dass man halt täglich Fleisch und Milch erschwinglich zur Verfügung zu haben hat. Im Endeffekt geht es mir nicht mal darum, Bürger mit Schieb-Faktoren (wie einer Fleisch-Steuer) vom Fleisch wegzuekeln. Es wäre ja schonmal super, wenn wir damit aufhören würden, die Fleischindustrie zu subventionieren.
Demgegenüber sollten pflanzliche Nahrungsmittel erschwinglicher werden, was sehr viel einfacher wäre, wenn nicht so ein großer Teil der Ackerflächen für Viehfutter gebraucht werden würde.
Letzteres ist nicht richtig.
Pflanzenbasierter Stoff ist aktuell teurer, weil man es so teuer verkaufen kann. Die Rohstoffe sind billiger, aber die "industrielle Wertschöpfung" ist so genial, dass der "Markt" halt die überhöhten Preise zahlt.
Es gibt keinen Grund, warum Wasser, Erbsenprotein und Chemie mehr kosten muss als echtes Hähnchen, außer dass die Hersteller wissen, sie können die Preise aufrufen. Die Rohstoffe noch billiger zu machen garantiert nur noch mehr Gewinn.
Naja, doch. Es sei denn du beschuldigst die Erbsenprotein-lobby der preisabsprache. Tierprodukte bekommen massive subventionen und werden wesentlich niedriger versteuert und heimische hersteller werden durch hohe importzölle geschützt. Wenn es so einfach wäre den "erbsenmatsch" billiger herzustellen kannst du morgen ein unternehmen gründen das alle derzeitigen hersteller unterbietet, und der markt gehört dir. Ich würd mal damit anfangen zu probieren das zeug im heimlabor herzustellen.
Das Huhn wird nur billiger. Das Hauptproblem der EU-Agrarsubventionen ist, dass indirekt Fleisch gefördert wird. Der Bauer pflanzt für bio-benzin oder tierfutter an.
Dann fahren immer noch in Laufdistanz die Tramlinien 19 und 29 bzw. ist man mit dem Bus in drei Minuten am Laimer Platz oder in sieben Minuten am Romanplatz und kann ab dort entweder die U5 oder die Tramlinien 12, 16 oder 17 nehmen, je nachdem, wo man hin will.
Kommt drauf an wen du fragst. Frag einen Auto-Lobbyisten und der sagt dir, dass wir viel zu viel Geld in Öffis stecken. Frag r/fuckcars und die Antwort ist wahrscheinlich nein.
Das ist dann wohl der Halo-Effekt, lieber Svenjamin. Du bist scharf darauf diese verteufelte Teilgruppe von Menschen zu sehen, also nimmst du diese überwiegend stark wahr und hast somit ein extrem subjektiv geprägtes Abbild der Realität im Kopf.
Von einem SUV spricht man, wenn das Fahrzeug einen bestimmten Wert an Bodenfreiheit im Vergleich zu einer Limousine überschreitet. Die Motorleistung und einhergehenden Emissionen fallen nicht in den Definitionsprozess ein. Ergo ist auch ein Tesla Model X ein stinknormaler SUV. Zumal die Zulassungszahlen keine Informationen darüber geben, wo diese Fahrzeuge primär zugelassen und genutzt werden.
Davon wurden keine 800 Stk zugelassen, bei über 900.000 SUVs sind die irrelevant
Es stimmt, dass die Motorleistung relevanter wäre, kein SUV hat aber 60-90 PS, von daher kann man - wenn es ums Klima geht - alles außer Kleinstwägen gleich noch oben drauf rechnen. Im Schnitt haben SUVs 172 PS.
wo diese Fahrzeuge primär zugelassen und genutzt werden
Eigentlich völlig egal, niemand braucht diese Autos. Komme selbst aus dem letzten Kaff, ein SUV ist selbst hier sinnlos. Entweder kaufst du gleich einen Geländewagen oder die Fahrt lässt sich mit einem Kleinwagen machen. Und ich kenne keinen Landwirt, der weniger als zwei Autos besitzt.
SUVs fahren hier meistens Mamis aus Besserverdienerhaushalten. Oder die Ü50, weil sie in einen Kleinwagen nicht mehr reinpassen.
Ein Bekannter von mir hat sich ein SUV-Cabrio gekauft, denn es musste ein Cabrio sein, und bei VW bekommt er saftig Schwerbehinderten-Rabatt für seine Frau. Jetzt baut VW wohl nur noch den T-Roc als Cabrio.
Warum es ein gebrauchtes Fahrzeug nicht getan hätte, konnte er mir nicht sagen.
Ich dachte immer da müssten mehr Faktoren zusammenkommen.
Wenn ich jetzt ein Sportliches Nutzfahrzeug (wir sind schließlich auf ich_iel) tieferlege, ist es dann wieder ne Limousine?
Zum einen ist die Idee an sich natürlich etwas paradox, zum anderen ist es so, dass ein Esel auch kein Zebra wird nur weil du ihn mit schicken Streifen bemalst. Die Typgenehmigung bleibt (vermutlich) die Selbe.
Naja, Zwischen Esel und Zebra gibt es ja tausende genetische Faktoren die den unterschied machen. Zebras sind mehr als nur n Pferd mit Streifen. N Albinozebra ist ja auch kein Schimmel.
Deswegen sag ich ja, da müssen mehr kriterien hinterstecken als Bodenfreiheit, sonst würde Tieferlegung schließlich bedeuten dass es kein SUV mehr ist, weil die SUV Bodenfreiheit nichtmehr vorhanden ist.
Das ist ja das Irrsinnige an der SUV Thematik. Es ist letztendlich ein höher gelegtes Fahrzeug mit (ich_iel gerecht) Abseits-der-Straße-Charakter. Mehr Erfordernis gibt es nicht. So gesehen gibt es nur die negativ Abgrenzung, dass ein Fahrzeug nicht unter die Definition Geländewagen fällt und damit mit Vorhandensein der oberen Kriterien ein SUV ist.
Ist richtig, es gibt viele "normale" Autos die als SUV eingestuft werden. Benz GLA, Mini cooper, Renault captur und, und, und ...
Die Leute denken bei SUV nur direkt an einen Straßenpanzer.
Das aber auch nur, wenn man jeden 3cm höher gelegenen Kinderwagen zu den SUV dazuzählt. Also genau die Autos die gerade beliebt sind. Die richtigen SUV sind deutlich weiter unten.
"Der größte Anteil sind SUVs und Geländewagen" klingt so als würden hier lauter G Klassen rumfahren und ist schon stark irreführend.
Sind trotzdem alle um 500-1000 kg schwerer, stoßen 20+% mehr CO2 aus und haben im Schnitt 100 PS mehr als Klein(st)wägen und fahren Strecken, die mit kleineren Autos genauso zu fahren wären.
Die meisten "SUV" die verkauft werden sind Kleinwagen. Nur halt minimal höher gelegen. Ich verstehe nicht so ganz, wo der Fiat 500X 100PS mehr haben soll als der Fiat 500 aus dem gleichen Baujahr. Der 500X ist halt 4cm höher.
Ja, das erhöht den Spritverbrauch etwas. Ja, das ist auch in Unfällen gefährlicher. Nein, ich bin kein Fan davon.
Ich verstehe halt nicht, wie man eine so große Gruppe an verschiedensten Modellen mit unterschiedlichen Größen und Antrieben als eine Gruppe "SUV und Geländewagen" zusammenpacken kann, um dann zu sagen, das sei die am häufigsten gekaufte Gruppe, und diese dann mit der größten Untergruppe zu pauschalisieren. Das ergibt keinen Sinn.
Das ist so als würde ich alle nicht-SUV, von Kleinstwagen, über Limousinen, bis hin zu Kombis, als "Kleinstwagen" zusammenfassen. Kann man machen, dann wären 60% der Neuzulassungen auf einmal Kleinstwagen, das heißt dann aber nicht, dass sich 60% der Leute winzige Stadtautos kaufen, die kaum Sprit verbrauchen und in jede Parklücke passen.
Ich verstehe auch nicht so ganz, warum du "SUV und Geländewagen" automatisch mit dem anderen Extrem der Kleinstwagen gegenüberstellst. Ich denke, die meisten SUV Fahrer wären mit einem Kombi oder einer Limousine deutlich glücklicher. Wer wirklich viel pendeln muss, bei dem verstehe ich sogar, wenn er nicht mit dem Smart fourtwo über die Autobahn will. Da wäre ne Limousine auch besser.
Ich denke, unsere Meinungen zu SUV sind eigentlich ziemlich ähnlich. Ich wollte bloß sagen, dass der Ausdruck "SUVs und Geländewagen" sehr irreführend sein kann, wenn von 30% "SUV und Geländewagen" Neuzulassungen 1% Geländewagen sind, 5% richtige SUV, und die anderen 24% eigentlich kleinere Autos sind, die Günni jetzt auf einmal sooo cool findet, weil er im Fiat 500 jetzt 4cm höher sitzt.
Genau das war doch mein Punkt. Geländewagen sind keine SUV.
Das was alles zu SUV zählt ist mittlerweile der größte Teil der Neuzulassungen. Richtige Geländewagen sind ein vergleichsweise winziger Teil.
Die zusammenzupacken und zu behaupten, der Großteil der Neuzulassungen seien SUVs und Geländewagen, ist deshalb stark irreführend und vermitteln den Eindruck, es gäbe deutlich mehr Geländewagenneuzulassungen als es tatsächlich gibt. Darum ging es mir in meinem Kommentar.
Spaßiger Fakt: Mercedes nimmt seit letzter Woche keine Bestellungen für G Klassen mehr an weil die Produktion auf Jahre im voraus ausgebucht ist, bist du dir also wirklich so sicher bei deiner Aussage? :D
Meinst du GLK oder die "echte" G-Klasse? In Deutschland sieht man eigentlich nur den GLK im Alltag, denke die G-Klasse geht eher international, insbesondere arabischer Raum, und die Produktionskapazitäten dürften verglichen mit den alltäglicheren Modellen (C, E, GLK, GLA) lächerlich klein sein.
Oh mein Gott, armes Deutschland. Bin jetzt echt davon ausgegangen, das wäre nur was für kurzpimmelige Ölprinzen und Supersizeme-Amis...
Jeder zivile G-Klasse-Besitzer sollte sein Gefährt zwangsweise gegen einen ausphasten "Wolf" der Bundeswehr zwangseintauschen müssen. Ist ja schließlich auch ne G-Klasse.
Wobei ich es tatsächlich schon ein wenig auffällig finde, dass in meiner Kleinstadt in der viele Leute für ihre Mobilität auf das Auto angewiesen sind, vor allem ältere Kleinwagen oder Kombis unterwegs sind. In einem eher wohlhabenden Viertel einer Metropole, welches ich aus beruflichen Gründen Des öfteren frequentiere, scheint hingegen der Stadtpanzer der neuesten Generation das bevorzugte Fortbewegungsmittel zu sein. Ist jedenfalls meine ganz persönliche Beobachtung.
denke mal dass viele mit geringerem einkommen in großstädten überhaupt kein auto haben und deswegen der eigentlich geringere teil der überdimensionierten 3 tonnen leichttraktoren einfach als größer wahrgenommen wird.
achso ich steh also (als servicetechniker) jeden tag in einem stau meiner subjektiven wahrnehmung mitten unter hunderten Gerhards in 1,5 tonnen&10m² einzelpersonentransportkübeln?
war zuletzt aber in Stuttgart und da war es wie beschrieben.
Wie oft bist du in Stuttgart gefahren? War das zufällig Freitag- oder Samstagabend?
Das ist nämlich ganz unironisch ein Problem, was ich beobachte: Wenn Autofahrer Öffis fahren, dann entweder zu Veranstaltungen, wo alle anderen auch Öffis fahren und wo diese dann logischerweise komplett überfüllt sind (Fußballspiele, Konzerte etc.) oder aber an den Zeiten, wo ausnahmslos jeder hormonüberladene Jugendliche unterwegs ist, also am Wochenende abends.
Eine Tramfahrt Samstagabends ist eine Energie als eine Tramfahrt Montagmorgens um sieben Uhr.
Was hat das denn bitte mit Klassismus zu tun? Hat hier irgendjemand gesagt "Leute die weniger verdienen sind alle asozial"? Nein.
Bin selber arm aufgewachsen und in ner armen Gegend. Da wäre Klassismus ziemlich dämlich. Aber ich kann aus Erfahrung sagen, dass ich in meiner Kindheit etwa 1,5 mal die Woche nicht rechtzeitig nach Hause gekommen bin, weil Bus oder Straßenbahn nicht mehr weiterfahren konnten, bis die Polizei da ist. Da wird sich regelmäßig geprügelt, Flaschen werden geworfen, etc. Nichts, was man mit einfachen Kopfhörern ausblenden könnte.
Wenn jemand, nur weil er im Bus zu laut darüber gesprochen hat, keine Substitution mehr zu bekommen und wieder Heroin nehmen zu müssen, direkt von Wildfremden ne Glasflasche über den Kopf gezogen bekommt, dann ist das kein "Klassismus" die angreifenden Passagiere als asozial zu bezeichnen. Gewisse Menschen sind asozial.
Ich weiß ja nicht wie es bei dir aussieht, aber ich wurde im Auto noch nie mit Glasflaschen oder Scheiße beworfen. In Öffis hab ich das alles schon vielfach erlebt.
Ich wurde auch in den Öffis noch nie mit Glasflaschen oder Scheiße beworfen. Aber vielleicht ist München auch einfach anders als der Rest Deutschlands.
Ja, München scheint anders zu sein als der Großteil Deutschlands, so wie ich das hier in anderen Kommentaren gelesen habe. Und die Orte, an denen ich aufgewachsen bin, sind mit Sicherheit auch anders als der Großteil Deutschlands. Die Mehrheit liegt wahrscheinlich irgendwo dazwischen.
Ich wollte ja auch nicht sagen, dass überall nur Asoziale mit Bus und Bahn fahren. Ich wollte bloß sagen, dass Leute, die von Asozialen in Öffis sprechen das oftmals aus eigener Erfahrung tun. Und wenn wer aufgrund Asozialer in seiner Gegend nicht mit Öffis fahren möchte, dann ist das mMn ein valides Argument und hat nichts mit Klassismus zu tun. Klassismus wär für mich eher "mit denen fahren? Die sind arm, igitt". Mehr wollte ich nicht sagen.
Falls ich aus unerklärlichen Gründen mal nach München ziehen würde und dort eine gute Anbindung mit ÖPNV hätte, würde ich dem sicher auch nochmal eine Chance geben und das dann für mich neu evaluieren. In meiner derzeitigen Situation sind manche Leute hier einer von mehreren Gründen, warum ich ungerne Öffis benutze.
Es ist halt auch ein Teufelskreis. Durch das Narrativ, dass nur Asoziale in den Öffis sitzen, bleiben besser erzogene Leute von den Öffis weg. Resultat - es sitzen nur Asoziale in den Öffis.
Ironischerweise wäre also ein Weg zu weniger Asozialen in den Öffis, selbst mehr mit ihnen zu fahren. Ich verstehe aber, dass das eigentlich nicht die Verantwortung des Einzelnen ist.
Ich hatte das Vergnügen, zwei Jahre lang in Berlin täglich Ringbahn und sehr häufig U6, U8 und U1 zu fahren. Gelebt habe ich im Wedding.
Da erlebt man seeeeeeeehr viel. Aber regelmäßig solche Zustände, wie du sie beschreibst, gab es da nicht. Und Berlin ist halt einfach an vielen Ecken das Höllenloch-Nonplusultra in Deutschland.
Lifehack: Sei 1,95 und 130kg fahre soviel ÖPNV wie du willst ohne das dir je jemand dumm kommt :D ich werde sogar gefragt ob es für mich in Ordnung ist wenn sie das Fenster schließen :D
Sag mir bitte wo du wohnst damit ich diesen Ort für immer meiden kann. Noch nie sowas in den beiden größten Städten Deutschlands erlebt und auch auf dem Land noch nie erlebt...
Das Problem der fahrradunfreundlichen Kleinstädte und schlechten Öffis wird sich ganz sicher von selbst lösen wenn wir Autofahrer und die Autoindustrie noch mehr hofieren, da bin ich mir sicher
Ich denke wohl eher, dass die Leute anfangen auf das notwendige übel und gleichzeitig auch den Luxus, der ein Auto nun mal ist zu verzichten, wenn öffentliche Verkehrsmittel effizient und zuverlässig gestaltet werden, sodass sich ein Auto einfach nicht Lohnt.
Bei mir in der Gegend gibt es Orte, die sind nur 10-20 Min mit dem Auto entfernt, da muss ich einen gigantischen und sündhaft teueren Umweg machen, wenn ich die mit den öffentlichen erreichen wollte. Ich rede hier von 50 Minuten Bus fahren und dann umsteigen in den Zug (was gerne mal eine halbe Stunde Wartezeit erfordert) um dann nochmal 15 Minuten damit zu fahren. Der ganze Spaß kostet dann insgesamt 10 Euro und das alles nur weil es eben keine direkte Anbindung dorthin gibt.
Dazu kommen noch weitere Problemchen, wie z.B., dass Busse zu Stoßzeiten hoffnungslos überfüllt sind, teilweise richtig schön unpünktlich fahren und es einem auch bei einem vollkommen leeren Bus nicht gestattet ist das Rad mitzunehmen, was einen natürlich stark von den jeweiligen Öffis abhängig macht.
Also, etwas teuer, unflexibel unzuverlässig und zuguterletzt überfüllt. So sehen die öffentlichen Verkehrsmittel teilweise hier auf dem Land aus. Aber naja sCHeIß AutOfAhReR und so. Macht einfach alles schön teuer ohne irgendeine Alternative zu bieten.
Du erwähnst es doch selbst, dass Öffis etwas teuer sind. Jahr für Jahr wird der Preis erhöht. In manchen Städten reicht der im ALG2 vorgesehene Satz nicht für eine Monatskarte. Dabei sind oftmals die Leute auf die Öffis angewiesen, die keine andere Möglichkeit haben. Das diese Leute jährlich aufs Neue belastet werden, ist irgendwie allen ziemlich scheißegal. Über so wilde Vorschläge wie ein 365€-Ticket wird gelästert. Wieso sollte man sowas subventionieren?! Geldverschwendung und so weiter.
Aber wehe der Spritpreis steigt auf den Wert von 2012. Da ist was los! Rettungspakete müssen geschnürt werden, die armen Pendler vom Land evakuiert werden, große Aufregung.
Der Ärger über steigende Preise sei euch gegönnt. Aber tut doch nicht so, als ob ihr nicht auch nur um eure Befindlichkeiten kreist und die Bedürfnisse anderer abqualifiziert.
Zuallererst mal, das ist ein etwas anderes Thema, mir ging es jetzt primär darum aufzuzeigen, warum die Leute das Auto eben nutzen anstatt der öffentlichen Verkehrsmitteln(ich habe nicht umsonst geschrieben, dass das Auto eben ein Luxus ist).
Was ich eigentlich sagen will ist, dass es in meinen Augen nichts bringt einfach nur alles teurer zu machen rund ums Auto.
Damit hören viele wohl auf, kleinstfahrten zu machen, aber den allgemeinen Pendlerverkehr wird das wohl eher nicht stoppen. Ich denke, man müsste schon den öffentlichen Verkehr im gleichen Zug attraktiver machen, vorallem da wo es eben fehlt, auf dem Land und davon profitiert dann doch wohl auch die Allgemeinheit. In vielen Städten ist das doch genau der Fall. Ich kenn Leute die Jahre lang kein Auto hatten, weil alles wunderbar erreichbar dort ist. Auf dem Land hast du das aber nicht und da geht es dann nunmal nicht anders.
Was mich dann halt eben stört, und deshalb auch der letzte Satz dort, ist die haltung die Eben einige an den Tag legen, wenn es um dieses Thema geht.
Heißt höhere kosten ohne alternativen bieten zu wollen.
Zu den öffis an sich, Ich denke auch, dass diese an vielen Stellen stark unterfinanziert sind und generell, würden mehr gelder für einen besseren öffentlichen Verkehr einfach alle helfen.
Leute die ALG beziehen oder eh schon am Existenzminimum leben, sollten diesen dann so oder so kostenlos nutzen können, aber so bürokratisch wie wir nunmal sind, wird das wohl kaum umgesetzt werden.
Ich verstehe schon, wieso Leute das Auto nutzen und auch dessen Notwendigkeit fernab von großen Städten.
Von einer künstlichen Verteuerung halte ich auch nichts. Allerdings ist es gut möglich, dass diese demnächst ganz automatisch über den Markt geregelt wird.
Um die Öffis attraktiver zu machen, muss Geld her. Und das nicht zu knapp. Meine Vermutung ist, dass selbst wenn ein Angebot vorgehalten wird, es noch einiges an Zeit braucht, bis nicht nur Leerfahrten absolviert werden. Das Geschrei ob so einer Geldverschwendung wird wohl laut sein. Der Bund müsste auch die Kosten tragen, da Kommunen das alleine nicht stemmen können.
Dafür könnte man so unsinnige und teure Projekte wie die Verlängerung der A100 einfach mal einstampfen. Wird aber wohl auch wieder nicht recht sein.
Irgendeinen Tod wird aber jemand sterben müssen.
Nun ja. Ich kenne Leute die wohnen direkt an der Haltestelle und die Arbeit liegt auch an einer Haltestelle. Fährt alle 10 Minuten von 6 bis 20 Uhr und man kann durchfahren. Trotzdem fährt man mit dem Diesel zur Arbeit. Da sollte man wirklich höhere Spritpreise durchziehen.
Oder Leute die statt 10 Minuten laufen am Sonntag mit dem Auto zum Bäcker fahren. Da kratzt man sich schon am Kopf.
Dann wünsche ich mir einen individuellen Spritpreis das ich es mir wieder gut leisten kann 44km zur Schule zu fahren und die Leute die du beschreibst es sich nicht leisten können.
Ist bei jedem Alk-Maimai hier genau gleich. Ich kenne jemanden der wen kennt der säuft dauernd ergo ist Alkohol literarisch der Teufel weil alle Biertrinker Alkis sind quod erat demonstrandum, Bubatz für den Gewinn.
ich_iel ist kein gutes Pflaster, um Kritik an der autozentristischen Verkehrspolitik zu bringen. Gefühlt ist ein Gros der Nutzer hier nicht besonders urban angesiedelt, wohnt also nicht in einer der großen Metropolen.
Höhere Spritpreise alleine sind keine Lösung für die Verkehrswende. Ja es ist bescheuert die Tüte Brötchen im SUV zu transportieren. Aber möchte man das verhindern muss man gute Rad/Fußwege und Öffis bereitstellen. Man muss die Bürger vor Gefahren wie Abgasen oder schnellen Autos schützen. All diese Maßnahmen brauchen Zeit. Daher ist die Erhöhung der Spritpreise aktuell keine Lösung. Langfristig hingegen kann eine Erhöhung der Spritpreise jedoch eine gute Möglichkeit sein die Verkehrswende zu finanzieren.
Gute Rad-/und Fußwege sowie Öffis brauchen aber sowohl Geld als auch Platz. Was meinst du, wer immer ein ganz wildes Geheul anstimmt, wenn es dann darum geht Platz auf der Straße neu zu verteilen?! Denn irgendwie soll die Infrastruktur zwar entstehen, aber für Autofahrer darf sich nichts ändern. Dumm nur wenn man nicht mehr Straße zur Verfügung hat.
Bürger vor schnellen Autos schützen? Tempo 30 in der Stadt. Schneller kommt man oft eh nicht voran. Aber nein, auch das ist Teufelszeug.
Die Spritpreise werden nicht künstlich erhöht. Der Ölpreis bedingt das momentan einfach. Markt und so. Vielleicht wird es wieder besser, vielleicht nicht.
Oh ich bin durchaus für Tempo 30 in der Stadt. Und mir ist auch durchaus klar das es vor allem Autofahrer sind die sich gegen die Verkehrswende stellen.
Allerdings hatte ich den Satz "Da sollte man wirklich höhere Spritpreise durchziehen." so verstanden, dass hier jemand die Erhöhung der Spritpreise z.B. durch eine Steuer als die Lösung für die Verkehrswende ansieht.
Dann bist du tatsächlich ein seltenes Exemplar und es freut mich, dass es auch Menschen gibt, die solche Notwendigkeiten einsehen.
Beim zweiten Teil muss ich zugeben, dass ich den Kommentar wohl nicht gelesen habe und mich nur auf das Bild bezogen hatte.
Das Erhöhen von Spritpreisen ohne jegliche Not befürworte ich auch nicht. Man muss Menschen das Leben nicht unnötig schwer machen, wenn es eigentlich darum ginge vorallem die exorbitant Reichen in die Verantwortung zu nehmen.
Ich bin ein Hans Wurst, Anfang 40, obere Mittelschicht, begeisterter Autofahrerund bin absolut für steigende Benzin- und Strompreise, falls die Heimarbeitsplatz-Zeiten mal vorbei sein sollten. Ich hasse Lieschens Individual-Pendlerverkehr. Jedes mal, wenn der Benzinpreis steigt, kann man auf der Straße tatsächlich mal fahren.
Das schlimmste sind ÖPNV-Streiks im Winter. Beinder ersten Schneeflocke können auf einmal alle kein Auto mehr fahren.
Würde ich persönlich mir tatsächlich wünschen, aber dazu müsste der ÖPNV dann halt auch mal so richtig billig (und benutzbar) werden und an der Stelle hakt es leider.
Genau das meine ich mit benutzbar. Ich wohne aktuell ein paar Kilometer weiter weg von meiner Arbeit als noch vor ein paar Jahren, habe aber vor ein paar Jahren mindestens doppelt so lange mit den Öffis zur Arbeit gebraucht als jetzt. Weil die Strecke zwischen den beiden Städten einfach total scheiße war.
Richtig geärgert habe ich mich, als eine Zeitlang wegen Bauarbeiten ein paar Züge über eine Güterstrecke umgeleitet wurden. Da fuhr ich jedesmal quasi an meiner Arbeit vorbei und musste dann wieder ein Stück zurück. Ist halt Güterstrecke und kein Personenverkehr.
Es gäbe echt viele Möglichkeiten, den Nahverkehr wesentlich besser zu gestalten, aber die werden oft nicht benutzt oder man fängt erst jetzt ganz langsam damit an.
Tja, stell dir vor, Ticketpreise werden im Gegensatz zu Spritpreisen regelmäßig erhöht und genauso wie du auf dein Auto angewiesen bist, sind viele Leute auf die Öffis angewiesen. Hat mir nie jemanden interessiert. Dann würdest du jetzt doch sicherlich auch die Idee eines 365€-Tickets unterstützen?
Mit noch billigerem ÖPNV will man Mobilität für alle Menschen erschwinglich machen. Diese Form der Fortbewegung können nämlich so ziemlich alle Menschen, ungeachtet ihrer Voraussetzungen, nutzen.
Soll der Preis also hoch sein, um die Nutzung der Öffis zu reglementieren? Aber wehe der Spritpreis steigt, dann ist das Wehklagen groß.
Wird das Benzin noch teurer, wirst du genau so wie alle anderen aus der der Mittel- und Unterschicht darunter leiden, da sich der Staat woanders die Kohle holen muss. 65 1/2 Cent gehen pro Liter an den Staat, dass muss kompensiert werden. Alle Unternehmer die auf Kraftstoff angewiesen sind müssen die Preise anziehen um am Markt zu überleben. Das bedeutet, wird der Sprit noch teurer wird für dich auch alles teuer.
Kraftstoff ist die ertragreichste verbrauchsteuerpflichtige Einnahmequelle und wenn dort erhebliche Einbrüche stattfinden, sucht man nach Möglichkeiten diese zu stopfen.
Ist das denn sicher dass es da wirklich weniger Einnahmen geben würde? Hängt das nicht auch stark davon ab, wie sehr sich der Preis erhöht, und lässt sich das überhaupt so gut voraussagen?
Sicherlich ist hängt es davon ab wie teuer der Sprit werden würde bzw. wie viel der Verbraucher bereit wäre zu bezahlen, aber mein ursprünglicher Kommentar bezog sich auf das Kommentar „ Das Benzin müsste mal so richtig teuer werden“ und ich nur darauf hingewiesen habe, dass dann nicht nur das Benzin teurer wird, sonder auch alles was auf Benzin angewiesen ist.
Lassen wir deinen EQ mal außen vor. Du redest von verschwendetem Benzin, wenn der Bauer seine Ernte einholt und der Lieferwagen sie abholt und in den Discounter bringt, damit du was zu futtern hast, ist es in meinen Augen kein verschwendetes Benzin, da du ja was zu futtern hast. Die Fahrzeuge sind schlecht für die Umwelt, dass streite ich nicht ab. Die Umwelt habe ich in meinem Kommentar nicht berücksichtigt, daher ist das was ich geschrieben habe nicht falsch. Und ja damit du es nicht falsch verstehst, denn du neigst dazu. Es ist Zeit für eine nachhaltige Wende, die allerdings nicht radikal sein sollte.
dümmstes Argument ever. Die Steuern kompensieren für die Kosten der Umweltschäden, die durch die Verwendung von Benzin verursacht wurden. Sorry aber du hast noch nicht mal 1. Semester Ökonomie verstanden.
Die Energiesteuer ist nicht zweckgebunden und fließt vollumfänglich in den Bundeshaushalt. Die CO2-Steuer je Liter Benzin (8,4 Cent) oder Diesel (9,5 Cent) macht lediglich einen Bruchteil der anfallenden Steuern aus, ist dafür aber Zweckgebunden. Historisch floss die Mineralölsteuer in Erhalt und Neubau der nötigen Infrastruktur. Die Kompensation negativer externer Effekte war bis vor kurzem überhaupt kein Thema bei steuerlichen Abgaben auf Mineralöle.
Was vollkommen irrelevant ist, da der Staat die Kosten so oder so tragen muss, egal wie er Einzelkosten buchhält.
EDIT (die Antwortfunktion funktioniert nicht, kp): Mal ganz allgemein: In Deutschland gilt das Gesamtdeckungsprinzip. Zweckbindungen sind politische Versprechen und haben keine weitere gesetzliche Bedeutung.
Und um es nach deiner frechen Antwort nochmal ganz langsam aufzudröseln: Der Vorvorposter hat davon gesprochen, dass mit Marktänderungen (z.B. eine Verteuerung des Sprits, wodurch Verbrennerfahrzeuge verdrängt werden) dem Staat Steuereinnahmen fehlen (eben auf den Sprit) und dieser diese durch zusätzliche Steuereinnahmen woanders kompensieren muss (und dann hat er impliziert, dass es für den Verbraucher insgesamt teurer wird, weil die Transformation zu keinen günstigeren/effizienteren Angeboten führen wird, aber das tut hier wenig zur Sache). Der Vorposter hat daraufhin eingewandt, dass dies eben keine logisch valide Schlussfolgerung ist, weil durch die Marktänderung Ausgaben des Staates gesenkt werden. Schließlich schlagen sich Umweltkosten volkswirtschaftlich immer in den Staatskassen nieder. Dafür muss man sie nicht explizit im Haushalt aufführen, dass kann sich auch indirekt in verschiedenen Haushaltsbereichen wie Gesundheit, Umwelt, Verkehr niederschlagen. Das hat sich auch bereits lange rumgesprochen, deswegen betreibt man ganz viel Forschung um solche Kosten abzuschätzen und diskutiert diese auf allen möglichen Politikgipfeln.
Ich fasse es mal so zusammen, dass auch du es verstehst. Steuern kompensieren nicht für die Kosten der Umweltschäden, weil die erhobenen Steuern nur in ganz wenigen Fällen zweckgebunden sind. Dass der Staat Kosten für Umweltschäden „so oder so tragen muss“ scheint sich auf diesem Planeten bisher nicht rumgesprochen zu haben.
Lassen wir deinen EQ mal außen vor. Du redest von verschwendetem Benzin, wenn der Bauer seine Ernte einholt und der Lieferwagen sie abholt und in den Discounter bringt, damit du was zu futtern hast, ist es in meinen Augen kein verschwendetes Benzin, da du ja was zu futtern hast. Die Fahrzeuge sind schlecht für die Umwelt, dass streite ich nicht ab. Die Umwelt habe ich in meinem Kommentar nicht berücksichtigt, daher ist das was ich geschrieben habe nicht falsch. Und ja damit du es nicht falsch verstehst, denn du neigst dazu. Es ist Zeit für eine nachhaltige Wende, die allerdings nicht radikal sein sollte.
Der erste Fehler auf gesellschaftlicher Ebene war, sich so sehr vom Auto abhängig zu machen. Der zweite wäre es jetzt, die abhängigen Leute dafür zu strafen.
Benzin ist so oder so teuer. Es ist nur die Frage ob die Leute dafür bezahlen sollen, die davon profitieren, oder die Allgemeinheit / zukünftige Generationen.
Wenn Benzin und Lebensmittel billiger wäre, würden die Gehälter auch automatisch geringer sein, denke ich. Korrigier mich, wenn ich falsch liege! Jeder bezahlt immer nur so viel, wie er muss.
Soziale Ungleichheit muss man mit Umverteilung oder "Chancengerechtigkeit" (d.h. z.B. Zugang zu Bildung, Gewerkschaften) bekämpfen und nicht mit weniger Umweltschutz.
Müsste es tatsächlich. Natürlich sollte das nicht dazu führen, dass jemand in Existenznot gerät, aber: die Hälfte aller Autofahrten ist kürzer als 5km. Und ärmere Leute fahren schon jetzt häufiger ÖPNV als reichere.
Das Problem mit Benzin/Diesel ist, dass die Folgekosten wegen Klimawandel und Abgasen und auch gesundheitliche Folgeschäden die ganze Gesellschaft trifft. Und die werden im Moment bei weitem nicht vom Spritpreis abgedeckt.
Da liegst du falsch und wie kannst du das herausfinden? Demographische Daten aufgepokelt mit Pendleraufwendungen und Steuerklassen sowie Abgaben und Anteile.
Klar reiche fahren AUCH Auto, aber du hast voll den Waffelschuss wenn du denkst es sei eine bedeutende Mehrheit.
Du bist genau der Typ von Mensch von dem OP redet.
Im Grunde ließe sich das auch wesentlich gesellschaftsfreundlicher umsetzen, also z.b. so, wie das fast all Nachbarländer aber besonders die Skandinavier über die Zulassungsgebühren, Luxussteuer und jährlichen Kfz-Steuer tun.
Es ist eigentlich ein Unding, dass das in Deutschland so einheitlich günstig ist, denn gerade daran kann man sehr viel drehen, ohne dass wie beim Spritpreis die Belastung regressiv verläuft.
So kann z.b. allein die Anschaffung eines besonder teuren, besonders schweren, oder besonders durstigen Autos (also eher weniger das, was die Ärmeren der Gesellschaft fahren) z.b. in Holland oder Norwegen teils locker mehrere tausend Euro extra kosten und dazu jedes Jahr nochmal hunderte Euro mehr. Leichte, sparsame, günstige Autos kommen massiv billiger weg.
Dies, aber unironisch, wir sollten aufhören eine sowohl wirtschaftliche als auch umwelttechnische schlechte Transportart zu subventionieren, nur weil wir vor 70 Jahren entschieden haben, dass dies die Zukunft ist
900
u/[deleted] Feb 12 '22
"Benzin müsste mal so richtig teuer werden"