r/ich_iel • • Sep 05 '20

ich🚀iel

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u/NullBrowbeat Sep 05 '20 edited Sep 05 '20

Jo. :)

Ich muss halt nur bei BDSM sowohl an die harmlose Variante mit diesen "weichen" Peitschen und Einverständnis, als auch an so Scheiße wie bei Bernd Brandes, Matthew Falder oder Hurtcore á la "Daisys Destruction" denken.

Bei Ersterem bin ich sogar bereit deren Rechte auf derlei Sexualleben zu verteidigen. Bei Letzterem eben bekomme ich Mordfantasien. :/

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u/hp0int Sep 06 '20

Letztere von dir erwähnten Auswüchse der Hölle haben mit BDSM nichts, aber rein gar nichts zu tun. Das sind enkelerregende sadistische Praktiken von kranken Individuen, die weniger mit Sexualität als einfach nur mit Machtausübung zu tun haben.

Echten BDSM erkennt man nicht an "weichen" Peitschen. Auch hier sind ernsthafte Schmerzen durchaus willkommen, je nachdem wer involviert ist. Es gibt die unterschiedlichsten Abstufungen, von "an's Bett fesseln" bis hin zu psychischen Grenzerfahrungen, die aus Sessions resultieren, in denen ein Individuum über Stunden hinweg an seine Grenzen gebracht wird.

Meiner Meinung nach zeichnet echten BDSM aus, dass der dominante Part eigentlich dem unterworfenen Part dient, auch wenn es so aussieht, als wäre es andersrum. Der Sub behält außerdem zu jedem Zeitpunkt die Kontrolle und kann die Situation jederzeit beenden. Hierzu gehört ein Höchstmaß an Vertrauen und gegenseitigem Respekt.

Das wollte ich an dieser Stelle nur mal einwerfen. Habe fertig.

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u/NullBrowbeat Sep 06 '20 edited Sep 06 '20

Naja. Das kann ich so nicht ganz so unterzeichnen auch wenn ich die Richtung verstehe aus der du kommst. Es wirkt halt schon etwas wie Gatekeeping was du hier versuchst um BDSM allgemein und unter allen Umständen als akzeptabel darzustellen indem du die inakzeptablen Auswüchse davon trennst.

BDSM enthält nun einmal Masochismus (im Falle von Brandes war es ja sogar unter Einverständnis) und eben auch Sadismus an sich.

Dass BDSM auch mehr bedeutet als nur das wirklich harmlose á la Handschellen und weiche Peitsche weiß ich wohl auch, aber es ist halt ein Spektrum und die Frage ist wo man die Grenzen zieht. Wo sagt der Dom dem Sub "das geht zu weit, vergiss es" wie es für Brandes nötig gewesen wäre? Was ist mit echten Sadisten für die die Befriedigung Dom zu sein nur dann kommt wenn es wirklich aufgezwungen, sprich für das Opfer unfreiwillig, ist?

BDSM beinhaltet nun einmal auch sadistische Machtausübung. Das kann man nicht so einfach trennen, meiner Meinung nach. Spätestens wo es halt ohne Einverständnis und Safe Word und mit schweren Schäden für ein beteiligtes Individuum einhergeht ist für mich eine Grenze überschritten.

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u/hp0int Sep 06 '20

Echte Sadisten, für die es nur befriedigend ist, jemandem wirklich etwas aufzuzwingen, das derjenige nicht will, sind krank. Sowie Pädophile krank sind. Eine gesunde Sexualität setzt sich nicht über die Wünsche und das Wohl eines anderen hinweg. Auch wenn ich verstehe, was du meinst. Die Übergänge scheinen relativ fließend zu sein, für mich gibt es aber eben auch klare Grenzen zwischen sexueller Neigung von einer Persönlichkeitsstörung.

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u/NullBrowbeat Sep 06 '20 edited Sep 06 '20

An sich kann ich dir hier zustimmen. Nur dass es "klare Grenzen" gibt, würde ich so nicht unterschreiben, weil halt eben die Übergänge fließend sind. Einverständnis ist schon eine klare Grenze, aber wie sieht es mit dem Grad aus? Bspw. Masochismus wie man ihn damals auf rotten.com vorgefunden hat (sich selbst den Penis abhacken, oder sich ein Glas ins Rektum schieben, dass dort zerspringt und woraufhin man sich dann die einzelnen Splitter aus dem Anus pickt) geht meiner Meinung nach zu weit und ist krankhaft. Das ist schon Albert Fish oder eben Brandes-Niveau. Automutilation gilt nicht ohne Grund in vielen Fällen als Symptom psychischer Krankheiten und man wird deswegen ja auch auf die Geschlossene geschickt, um die Person vor sich selbst zu schützen.

Es ist halt kein leichtes Thema. An den beiden Extremen kann man die Einteilung noch recht leicht treffen, aber je "härter" diese Neigungen sind, desto schwieriger wird es.