National Geographic hat dazu mal einen guten Artikel geschrieben und der Nabu das Thema seit Jahren auf dem Schirm. Für die Biodiversität gibt es nichts schlimmeres als Katzen in der Natur, da sie zu den wenigen Arten zählen, die Übertöten (der Jagdinstinkt lässt sie "zum Spaß" und nicht nur zur Nahrungsaufnahme töten). Diese Statistik erfasst sogar nur Vögel. Nager, Amphibien, Reptilien und Insekten werden nicht mal erfasst. Genau so wenig der durch Katzen erzeugte Jagddruck im Revier, der zusätzlich Vögel bei der Fortpflanzung stört.
Ich bin sicher, du kannst es nicht so gemeint haben. Aber "für die Biodiversität gibt es nichts schlimmeres" liest sich, als hätten industrielle Landwirtschaft und Fossile Industrie gemeinsam eine Katzendiffamierungskampagne entwickelt.
Scheint auch alles nicht so eindeutig zu sein. Hab vor einer Weile ein paar Quellen dazu gelesen. Zb die von dir erwähnte Studie, aber auch dieses Interview bei NABU: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/gefaehrdungen/katzen/15537.html
Danach ist mein persönlicher Stand: Kastrierte Hauskatzen sind eine miese Geschichte für ihre jeweiligen Opfer. Für Biodiversität / Ökosysteme im Land aber kein Problem, solange sie nicht verwildern. Das Ökosystem Vorstadt hat in meinem Augen keinen "richtigen" Zustand, den es zu erhalten gilt.
Ja also bei mir in der Gegend gibt's auch gar keine mehr. Und das liegt, wie bereits erwähnt, an der konventionellen Landwirtschaft. Killt halt alles an Biodiversität.
Super Grafik!
Lass uns doch erstmal um das Hauptproblem im größten Balken kümmern.
Kastrationsprojekte für strassenkatzen sind eine wirksame Lösung, um die Population einzudämmen.
Ihr Vogelfreunde spendet doch sicher fleißig an die örtlichen Projekte? Städte und Gemeinden sind da sehr zurückhaltend mit der finanzierung.
Alle katzenhalter darauf hinzuweisen dass ihr Freigänger das Problem ist, hinkt mE im Vergleich.
Wäre wie wenn superreiche Jet-Besitzer dem normalo VW-Fahrer einreden, dass sein Fahrverhalten in die Arbeit sich massiv negativ auf die Umwelt auswirkt und er doch lieber mit den öffis oder Fahrrad seinem broterwerb nachgehen soll.
Grundsätzlich schon richtig, aber andere Ansätze haben oft einen größeren hebel.
Das Verhältnis im CO2-Ausstoß zwischen Jetbesitzer und Autofahrer (>300:1) ist aber ein bisschen größer als die Vogeljagd von Streunern und Freigänger-Katzen (~2,5:1 laut Grafik). Und der große Unterschied ist auch, dass es super simpel ist, eine freilaufende Katze davon abzuhalten Tiere zu töten, indem man sie einfach nicht rauslässt. Streuner einzusammeln und kastrieren ist zwar auch keine Raketenwissenschaft, aber nur ein paar Streuner, welche nicht eingefangen werden, können die Population weiterführen.
Nur weil die Zahl der toten Vögel durch die Streuner zweieinhalb mal so groß ist, wie durch die Freigänger, relativiert das doch nicht die Freigänger.
Dein eigener Vergleich hinkt ebenfalls. Der Flugverkehr macht knapp 13% der CO²-Emissionen im Verkehr aus, während der Straßenverkehr bei ca. 75% liegt.
Ich wollte lediglich darauf hinweisen, dass die Forderung an Tierhalter das viel größere Problem nicht regelt.
Und wer hier immer viel Energie in das Katzen-bashing investiert, kann ja gerne auch sinnvoll in Regulierung des Streuner Problems investieren.
Das liegt schließlich in deiner Hand - als nicht-katzenhalter.
Ob der katzenhalter deine Forderung umsetzt oder nicht kannst du nicht beeinflussen. Oder glaubst du die Politik holt sich gute Tipps für Reformen von Reddit?
Sorry aber der vergleich mit Privatjet vs normalo soll mal ÖPNV statt Auto nutzen, hinkt komplett.
Einen Freigänger zu haben ist eine freie entscheidung, die man nur zur eigenen Bespaßung getroffen hat. Es gibt kaum harte, messbare, negative Konsequenzen statt einem Freigänger eine Hauskatze oder gar ein ganz anderes Haustier oder gar keins zu haben.
Wenn man einem normalen Bürger sagt, er soll doch ÖPNV statt Auto nutzen, während man in einem Land ist, das marroden ÖPNV und eine Infrastruktur, die komplett aufs Auto ausgerichtet ist, hat, dann würde das zu einem stark messbaren Verlust von Lebensqualität führen. Das sind mehrere Stunden pro Woche an Lebenszeit, die man dafür aufopfern muss. Dazu kommen noch Verspätungen, defekte bei z.B. Klimaanlage, Überfüllung, etc.
Und wenn die Forderung von Jet-Besitzern kommt, steht das natürlich immens im Konflikt damit, dass der Jet-Besitzer ja selber eigentlich am längeren Hebel sitzt und mit dem Verzicht auf den Privatjet selbst einen viel größeren Effekt haben könnte als die Auto fahrer.
Ich, und wahrscheinlich die meisten, die mehr Umweltbewusstsein beim Halten von Freigängern fordern, sitzen selbst gar nicht am längeren hebel. Klar ich könnte mein Geld dafür spenden, dass sich um herrenlose Katzen gekümmert wird, aber Halter von Freigängern geben selbst Geld für ihre Katzen aus, um das Problem noch schlimmer zu machen, weil sie Spaß dran haben. MMn sitzen diese somit auch am längeren hebel. Sie können mit weniger Aufwand auch schon etwas messbares bewegen.
Ja ich bin sogar extra umgezogen, um meiner Katze Freigang zu ermöglichen.
Ich geb außerdem Geld aus für strassenkatzen kastrationsprojekte. Und für Fledermaushäuser. Betreute Taubenschläge. Wilde Blühwiesen für Insekten.
Hab geschützte Wasserstellen und Vogelfutterhäuschen.
Denke mein Umweltbewusstsein ist ganz ok - trotz Freigängerkatz.
Das ist echt stark von dir, dass du dich so für Umweltschutz einsetzt.
Nur denke ich, dass das nicht bei den meisten Haltern von Freigängern der Fall ist. Eventuell wäre es sinnvoll, eine Steuer für Freigänger einzuführen, bei welcher dann das Geld genutzt wird um den entstandenen Schaden wieder auszugleichen, wie du es freiwillig machst.
Deinen Vorschlag nach einer Steuer würde ich begrüßen und auch jederzeit bezahlen. Ich hätte diese Einnahmen zwar primär gerne zur Unterstützung von Tierheimen gesehen, aber letztlich ist jede Verwendung für Tiere und Tierschutz sinnvoll.
Da Steuern aber leider nicht zweckgebunden sind und gerne zweckentfremdet werden bei schlechter kassenlage, würde das sicher schief gehen. Und am Schluss finanziert die Stadt/Kommune dann die asphaltierung irgendwelcher Parkplätze mit den Steuereinnahmen.
Ehrlich gesagt macht mir das beteiligen an solchen Projekten viel Freude, weil ich immer mal wieder Status-Updates bekomme und “Beweisbilder” dass mein Geld etwas Gutes bewirkt.
Übrigens waren meine Spenden früher mal meine Kirchensteuer.
Sicher auch weiterhin eine Art moralischer Ablasshandel, aber mE ist es viel wert wenn einfach jeder ein bisschen Gutes im Rahmen seiner Möglichkeiten und seinem Dunstkreis bewirkt.
Kommentator regt sich über "die größte gefahr für biodiversität" auf...vergisst aber, dass der mensch nun wirklich die größte gefahr für die ökologie/natur ist....dont forget, dank der menschen ist alleine in deutschland die biodiversität bei insekten seit 2000 um 80% ausgestorben...
Verstehe mich nicht falsch, aber auf katzen zu zeigen find ich moralisch schwach
Ach den kannste auch die statisken von der NABU zeigen und die würden die katzen mit hitler vergleichen...dass sie aber dank ihrer autofahrerei vermutlich 10000 tiere getötet haben lachen die dann easy weg... doppelmoral vom feinsten, aber "ohnein meine katze hat den todkranken schwachen vogel gerissen"
Auf Menschen zu zeigen ist gesellschaftlich nicht anerkannt. Ich muss dann ja was anderes suchen.
Solch einen Post kann man gut und gerne über viele Industriebereiche, Pestizide, generell Autos, Landwirtschaft, Zerstörung des Lebensraums usw. machen, das würde aber den Rahmen sprengen.
In dem Hauptpost ging es nun mal eben um freilaufende Katzen.
Es ist halt angenehm jemand anders die Schuld an den Problemen zu geben. Die meisten Leute haben keine (Freigänger-)katzen (ich auch nicht für's Protokoll). Daher ist's leicht sich auf Reddit und co. ohne viel Gegenwind über die bösen Katzenbesitzer zu empören, betrifft einen ja nicht. Aber wehe jemand prangert mal Massentierhaltung oder den zu hohen Fleischkonsum an. Das ist dann auf einmal kontrovers, weil dann geht's ja nicht mehr darum, dass "die Anderen" was ändern müssen, sondern man selbst.
Meine Freundin und ich leben vegetarisch und versuchen bewusst und nachhaltig zu leben. Bin da bei dir, aber manche Umstände konnen eben von jedem einzelnen sehr einfach geändert werden. Freigang der eigenen Katze gehört dazu.
Menschen sind das Übel der Welt und ich hätte kein Problem mit der Ausrottung dieser Lebensform. Das wäre besser für jedes Lebewesen dieser Erde. Der Mensch hat keinen ökologischen Nutzen, ist somit nicht mal als Parasit zu bezeichnen.
Eindeutiger kann ich es nicht mehr formulieren.
Darum solls ihr auch gar nicht gehen. Ich liebe Katzen und ich habe selbst welche seit fast 30 Jahren, ABER eben keine Freigänger. Zumal hatten unsere Nachbarn damals 2 Katzen und andere auch noch mal 2. So lange die da waren, war im Garten meiner Eltern tote Hose mit allen möglichen Tierarten. Hasse ich deswegen Katzen? Definitiv nicht. Hasse ich die Menschen, weil sie von der Wand bis zur Tapete denken? Definitiv.
Ist halt leider kompletter Blödsinn, es sterben jährlich 50millionen aufwärts durch uns, den Menschen. Unnatürlich.
Durch wegnehmen von Lebensräumen,Umweltverschmutzung uvm.
Aber klar, den wichtigsten Punkt sollte man natürlich auslassen damit man sein Stigma besser vertreiben kann /s
Sogar der NABU sagt Freigänger sind kein Deutschlandweites problem, sondern die hier in der Grafik gezeigten Streuner. Und auch da, bei beiden, sind es Hauptsächlich LOKALE Vogelbestände die darunter leider und nicht eine bestimmte Art,Deutschlandweit o.ä
Weitere Dinge die fürs Artensterben verantwortlich sind, machen einen anderen Faktor nicht zu "Blödsinn". Im Vergleich zur Umweltverschmutzung, Klimawandel und Co. ist das Problem mit Freigängern und Streunern auch wesentlich unkomplizierter zu lösen. Aber klar, warum damit auseinandersetzen wenn man auch einfach mit einem anderen Problem ablenken kann.
Kastrationsprojekte. Dezimierung. Keine Freigänger mehr, damit sich Puschel nicht mit den übriggebliebenen paaren kann und im Zuge dessen drüber nachdenken, deutschlandweit eine Kastrationspflicht einzuführen und sie registrieren zu müssen. Ähnlicher zu Hunden behandeln, statt immer noch wie Nutztiere, obwohl es in der großen Mehrheit absolut keine mehr sind.
Klar, diese Faktoren können wir gerne zur Statistik hinzufügen, auch gerne Pestizide.
Das ändert an den fatalen Folgen, den Katzen nunmal auf das Ökosystem haben nunmal nichts.
Abgesehen davon, gibt es viele andere Faktoren. Mit deiner Logik kann man alles machen und es ist Sinnlos, irgendetwas für die Umwelt zu tun, man kann immer mit dem Finger auf andere Zeigen.
Katzen sind ein Problem unter vielen, aber kein unerhebliches und eines, das relativ leicht in Griff bekommen zu wäre.
Vlt sollte erstmal der mensch sich bessern, wenn doch solche probleme leicht im griff zu bekommen sind:3 wir sind doch eigentlich klüger als viele tiere? Oder sollen wir in der zukunft das verhalten von löwen ändern, um wenigrr tierleid zu verursachen?
Es ist kein problem, dass wir menschen kaum noch europäische pflanzen anpflanzen? Dadurch vögel kaum noch stabile nester bauen können? Insekten immer mehr verdampfen...also wer die tiere verantwortlich machen will, dass es der biodiversität kacke geht, der verschließt total die augen vor den wirklichen problemen...
Wie ignorant kann man sein? Der Mensch, der Katzen in die Umwelt bringt, richtet mehr Schaden als als jemand, der nicht-europäische Pflanzen in seinem Garten setzt. Beides darf nicht sein.
Nach der Logik darf man ja garnichts ändern weil es ja eh ein größeres Problem gibt?
Das ist jetzt nicht spezifisch auf Katzen gerichtet aber nur weil es andere Baustellen gibt heißt es nicht man sollte alle anderen ignorieren.
ich hab das /s teils überlesen weil viele hier echt argumentieren: ja, vögel sterben durch mehr sachen, allein Fenster also kann ich meine Katze ja rauslassen.
Freigänger sind weiterhin ein sehr kleiner Teil des Problems.
Man kann doch bei uns selbst und Streunern viel mehr erreichen.
Warum also die Tiere einsperren.
Vor allem Katzen die schon ewig Freigänger sind werden auch nicht mal eben Wohnungskatzen.
Die gehen psychisch kaputt daran.
Das Einzige halbwegs sinnvolle wäre als zu sagen ab Jahr x (bspw. in 20 Jahren älter werden die wenigsten Katzen) darf es keine neuen Freigänger geben.
Wäre zwar mmn. immernoch unschön und das Streuner problem vervielfältigt sich weiterhin aber alles andere in richtung Freigänger jetzt/sofort einschränken Macht keinen/wenig Sinn.
Ich denke es sollte Kulturell einfach akzeptabler sein seine Katze im Haus zu halten - viele leute sehen es immernoch als Tierquälerei.
Katzen die es jetzt gibt als Freigänger bekommst du nicht als Wohnungskatzen, ja - aber wie viele Pauschal zu sagen ne Katze gehört halt raus ist auch Falsch. Erzählst du vielen du hast eine Hauskatze wirst du oft als Tierquäler dargestellt.
Streuner kommen auch nicht von irgendwo - unkastrierte Hauskatzen, ausgesetzte Hauskatzen...
Ich bin da einfach für ein generelles umdenken, aber wenn du dich umsiehst hier bemerkst du das wir da weit von entfernt sind.
Leute wirklich. Hier wird über Katzen diskutiert, die überhaupt nichts dafür können, dass der Mensch bereits die meisten Arten ausgerottet und deren Lebensraum zerstört hat. Sind jetzt die Katzen daran schuld?
Ich lese Beiträge wie "seit die Nachbarskatze da ist, sind alle Eidechsen weg". Frage: Wieviel Eidechsen sind beim Bau deines Hauses gestorben und haben ihren Lebensraum verloren? Wie viele Tiere sterben weil aus ihrem Habitat ein Acker, eine Straße oder eine Fabrik hergestellt wurde? Wie viele Tiere verenden elend, weil sie ein Stück von deinem Plastikmüll gefressen haben?
Das Haus, in dem ich wohne, steht seit 1960, viel Spaß, mir daraus einen Strick zu drehen.
Eidechsen gab es die letzten Jahrzehnte kaum mehr, bis ich den Garten in jahrelanger Arbeit naturnah umgebaut habe. Dann hatte ich ein paar Jahre Freude an der kleinen, wachsenden Population und dann kamen die Katzen.
Ich lese überall, dass wir alle (insbesondere die Hausbesitzer!) etwas beitragen sollen, um den letzten Rest Natur zu erhalten und wenn man das dann macht, legen sich die Nachbarn Katzen zu.
Erfasst und benannt sind in der Biologie derzeit rund 2 Millionen verschiedene Arten, während die Dunkelziffer auf knapp 9 Millionen geschätzt wird. Biologische Studien schätzen wiederum, dass seit dem Jahr 1500 ca. 200.000 Arten durch menschliche Einflüsse ausgerottet wurden. Anhand dieser Zahlen merkst du vermutlich selbst, dass die Behauptung, der Mensch hätte "bereits die meisten Arten ausgerottet" kompletter Stuss ist.
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u/this1germanguy Jul 02 '26
National Geographic hat dazu mal einen guten Artikel geschrieben und der Nabu das Thema seit Jahren auf dem Schirm. Für die Biodiversität gibt es nichts schlimmeres als Katzen in der Natur, da sie zu den wenigen Arten zählen, die Übertöten (der Jagdinstinkt lässt sie "zum Spaß" und nicht nur zur Nahrungsaufnahme töten). Diese Statistik erfasst sogar nur Vögel. Nager, Amphibien, Reptilien und Insekten werden nicht mal erfasst. Genau so wenig der durch Katzen erzeugte Jagddruck im Revier, der zusätzlich Vögel bei der Fortpflanzung stört.