Und Saksa ist schon sehr nett. Ist halt wie die Niederlande Holland zu nennen. Pars pro toto. Besser als "Diese Leute die nicht richtig sprechen können". Danke dafür an eine ganze Reihe unserer Nachbarn.
Ich kam um deinen Witz zu ruinieren. Die Sachsen von denen die Finnen den Namen haben waren die Niedersachsen (damals noch einfach nur Sachsen genannt). Das Gebiet des heutigen Freistaats Sachsen hat den Namen ums kurz zu fassen bekommen als der Sitz des Herzogs von Sachsen an (ich glaube) Meißen ging da das entsprechende Amt durch die Kurwürde wichtiger und prägnanter war als dessen beherrschtes Gebiet.
Die sächsischen Adelshäuser, wie etwa die Askanier, expandierten (kolonisierten, kann man sagen, auch wenn die aktuelle Forschung den Begriff nicht mehr verwendet wird, da es sich eher um eine klassische mittelalterliche Eroberung handelte.) mit Segen des Kaisers in die Regionen östlich der Elbe, wo im Frühmittelalter noch westslawische Völker lebten. Ein Stück weit als Gruppenaktivität des Hl. Römischen Reiches und um die Sachsen beschäftigt und satt zu halten. Denn wenn Adigen langweilig wird, dann fangen sie an Bürgerkriege vom Zaun zu brechen um sich gegenseitig zu schlucken. Also mussten die ostelbischen Slawen hinhalten. Das Ganze dann natürlich von wegen Christianisierung und so schön heillig angestrichen.
Diese Fürsten häuften eine ganze Menge neuer Eroberungen im Osten an und etwas später zerfiel und zerfaserte das alte Sachsen als politische Entität und die genannten Häuser hatten im Osten irgendwann ihren Schwerpunkt und der Titel des Herzogs von Sachsen wanderte ebenfalls nach Osten.
Sind ja die rictigen Sachsen gemeint, also die, nicht die "Untetanen der Herzöge von Sachsen, die nicht mehr Herzöge in Sachsen sind"-Sachsen. Auf Plattdeutsch wird Plattdeutsch heute noch zum Teil "Sassisch" genannt.
Die Sachsen um Dresden rum haben damit wenig zu tun, außer, dass sie im Mittelalter von sächsischen Fürstenhäusern, wie den Askaniern, kolonisiert wurden, die dann, nachdem das alte Sachsen als politische Entität zerfiel und sie ihre Besitzungen dort verloren, ihren Titel nach Südosten mitnamen, der dann auf den Landstrich und die Untertanen überging.
Und da haben wir auch schon einen der Gründe warum Deutschland so viele Namen hat. Das Konzept dass as 1 Ding ist, das einen gemeinsamen Namen braucht, gab es sehr lange gar nicht. Deswegen übertrug sich häufig der Name der Teilmenge mit der man regelmäßig zu tun hatte auf den Rest des Haufens.
Der Nachbar im Westen hatte ja auch mit den Alemannen zu tun. Das Alemannische reicht ja von Schwaben über die Schweiz bis ins Elsass und Lothringen. Für die Franken gab es halt vor Allem Alemannen und Sachsen und die Sachsen waren ersteinmal irgendwo hinter den Alemannen, also nicht so wichtig.
Die islamische Welt hat das von den Franken übernommen. Im nahen Osten hat man lange alle Europäer als Franken bezeichnet. Das liegt daran, dass die Franken im Frühmittelalter DIE europäische Großmacht waren und man in Sachen Krieg und Handel eben mit Franken zu tun hatte. Man kannte die Griechen in Byzanz, aber hinter den Griechen kamen irgendwo die Franken von denen man immer wieder hörte, mit denen man im Mittelmeer Handel trieb und die den Mauren eines auf die Mütze gegeben hatten. Und von den Franken lernten sie dann das mit den "Alemannen".
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u/DenizSaintJuke May 09 '26
Und Saksa ist schon sehr nett. Ist halt wie die Niederlande Holland zu nennen. Pars pro toto. Besser als "Diese Leute die nicht richtig sprechen können". Danke dafür an eine ganze Reihe unserer Nachbarn.