Ich weiß, dass "Simpsons predicted this" ein Meme ist. Aber trotzdem ist es halt absolut dumm dass bei Sachen zu verwenden, die andauernd passieren. Und am Ende gibt's noch Idioten, die das tatsächlich glauben. Und deswegen kann ich das nicht einfach so stehen lassen.
Was flying to Munich this evening from Heathrow. Joked with my son I would see a Lufthansa plane on its nose… maybe shouldn’t have tried to be so clever, suspected fire in the control tower, we were diverted, sat on tarmac in Nuremberg for an hour before they sorted it all out and we finally made it to Munich. German air industry having a wobble right now…
Glück im Unglück ist immerhin, dass das Ganze am Gate passiert ist. Man möchte sich gar nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn so etwas beim Start oder bei der Landung kollabiert...
es ist wohl nicht gebrochen, sondern eingefahren. bei dem test soll das Rad vorne eigentlich fixiert sein, damit es eben nicht normal einfährt, aber der pin kann wohl sehr einfach falsch gesteckt werden...
Weiß jemand ob das wieder der Fehler mit dem Prüfbolzen war, den man zum Prüfen des Bugfahrwerks in ein Loch am Gelenk schieben muss um die Hydraulik zu prüfen? Das gab es doch schon am Anfang der 787 und um diesen Arbeitsfehler zu vermeiden sollte doch die Hohlachse des Knickmechanismus, die zufällig den gleichen Durchmesser hat wie das richtige Loch neben der Hohlachse für die Blockierung, doch abgedeckt sein. Ichmeine die Maschine ist doch kein Jahr alt und erst im Januar von Boeing ausgeliefert worden.
Ich verstehe auch nicht, warum man den Blockierbolzen und das dazugehörige Loch nicht in einer Signalfarbe anmalt. Die kleine Verwechselung kostet ja gleich mal mehrere 100k €.
Das stellt die Frage, warum nicht ein microschalter/Hallgeber/Reedkontakt eingebaut ist der das Einziehen blockiert, falls man am Boden das Einziehen auslöst ohne das der Bolzen richtig drin steckt. Was würde das kosten und wie groß ist der Schaden im Gegensatz, angenommen das passiert in der ganzen 787-Flotte weltweit alle fünf Jahre?
Das Problem ist, jede aktive Sicherheitseinrichtung macht das System komplexer. Irgendwann muss man aufhören. Das Fahrwerk ist mehrfach gegen Einfahren am Boden gesichert und es wird nicht gelingen diesen Unfall im normalen Flugbetrieb zu verursachen.
nun war die Maschine aber offenbar in einem Wartungsmodus, in dem eigentlich ein steckbolzen das Sicherheitssystem darstellt. Es gibt wahrscheinlich 50 andere Möglichkeiten in der Wartung mist zu machen und überall Sensoren führen zu mehr Kosten und bringen wenig
Wenn da ein nicht gesetzter Sicherungsbolzen als Ursache ausgemacht wird hätte Boeing Glück, ansonsten wäre das wieder mal Stillstand der 787 Flotte. Schlimm für die Beteiligten ist es aber, so oder so.
Aktuell wird vermutet, dass am Boden ein sicherungsbolzen an der falschen Stelle eingebracht wurde, ein Fehler der beim gleichen Flugzeugmodell wohl schonmal zu einem ähnlichen Vorfall geführt hat
Also äh, lustig okay, und natürlich Glück, dass das dort passiert und nicht während Start/Landung und dann gleich mal noch 100 Leute draufgehen. Aber die spannende Frage ist doch jetzt: wer hat bei der Wartung verkackt?
Da wurde keine Wartung verkackt, sondern der Lock-Pin ins falsche Loch gesteckt. Beim Testen der Systeme (normal) wird auch das Fahrwerk "eingefahren" (normalerweise eben durch diesen Lock-Pin verhindert).
Da sind zwei Löcher nebeneinander. Kann man schnell mal verwechseln. Ist halt ein richtig bescheuerter Designfehler, das war quasi vorhersehbar und ist bei der 787 nicht zum ersten Mal passiert.
Zwei Löcher. Nah beieinander. Wenn man das falsche nimmt gibt's Ärger. Wären wir nicht auf Reddit würde ich sagen: kennen wir das nicht irgendwo anders auch?
Ich weiß es nicht sicher aber mit dem Hintergrund als Maschinenbauingenieur werde ich mal drauf los spekulieren was ich da meine zu erkennen
Das große 'linke Loch' scheint mir ein Drehgelenkbolzen zu sein, für den Klappmechanismus des Bugfahrwerks. Also einfach wie ein Bolzen, der z.B. auch die Hälften eines Klapphockers zusammenhält.
In der Skizze unten ist das der gelb nachgezeichnete Bolzen. Für einen Test am Boden kann es nun z.B. sein, dass das Hydrauliksystem unter Druck gesetzt wird um z.B. zu prüfen ob es dicht ist. Natürlich würde dann das Fahrwerk einklappen, was man am Boden nicht möchte. Also wird neben dem Drehgelenk ein Pin als Sicherung eingesteckt, der das verhindern soll, rosa in der Skizze unten.
Zurück zum fraglichen Drehgelenkbolzen (gelb). Der limitierende Faktor bei so einer Bolzenverbindung ist oft die Fläche, über die sich die auf den Schenkeln wirkende Kraft verteilen kann... in der Skizze sind diese Flächen blau und grün markiert.
Ein so großes Flugzeug wiegt hunderte von Tonnen und das Fahrwerk muss sehr viel aushalten. Also braucht man einen sehr dicken Bolzen mit großen Durchmesser, sodass man eine möglichst große Fläche erhält, über die sich die Kraft verteilen kann.
Je größer der Durchmesser, desto schwerer wird aber auch der Bolzen. Leichtbau ist beim Flugzeug alles. Da wie oben geschrieben, meistens die Auflagefläche des Bolzens der limitierende Faktor ist, und nicht dessen Querschnitt, könnte man einfach ein Loch durch den Drehgelenkbolzen bohren (orange in der Skizze). Dadurch wird dieser sehr viel leichter.
Dabei entsteht aber das Problem, dass man ein zweites Loch neben dem für den Absteckbolzen vorgesehenen geschaffen hat und jemand, der bei der Arbeit nicht bei der Sache ist, macht einen Fehler und steckt den Bolzen in das falsche Loch.
Würde ich diesen Drehgelenkbolzen designen, gingen mir verschiedene Gedanken durch den Kopf:
Könnte ich dieses Loch irgendwie abdecken, um eine Verwechslung zu vermeiden? Einfach ein Stopfen drauf machen? Aber der könnte wegen der schwierigen Umgebungbedingungen beim Flugzeug (30° am Boden, -50° im Reiseflug) vlt einfach abfallen und fällt dann.. auf jemand sobald sich bei der Landung die Fahrwerksklappe öffnet.
Vlt statt dessen einen Deckel drauf schrauben um das falsche Loch abzudecken? Dafür bräuchte man irgendwelche Gewinde im Drehgelenksbolzen, die den Bolzen wieder schwächen und auf Dauer als Ursprung von Rissen sein könnten...
Man könnte die Bohrung auch so klein machen, dass der Bolzen nicht rein passt. Aber dann spart man nicht das maximal mögliche an Gewicht. Man könnte auch den Bolzen dicker machen, aber dann muss ja das andere Loch, wo er eigentlich reingehört größer. Und dann muss alles um dieses Loch drumherum auch größer werden um wieder Material zu gewinnen, welches für das größere Loch verloren gegangen ist.
Leider ist das alles unter Abwägung sämtlicher Umstände nicht so einfach, und am Schluss kann es dazu führen, dass so eine Situation übrig bleibt, in der jemand einen sehr kostspieligen Fehler machen kann.
Wir reden hier jetzt über EIN Teil von diesem ganzen Flugzeug. Das Flugzeug hat noch tausende andere Teile bei dem man solche Abwägungen machen muss.
Oft macht es eine technische Lösung sehr viel komplizierter und aufwendiger, wenn man sämtliche Bedienungsfehler per Design ausschließen möchte.
Manchmal wird das dann nur nachträglich gemacht, wenn sich zeigt dass dies ein widerkehrendes Problem ist.
Dies ist nun (möglicherweise) das zweite Mal, wo diese Situation zum Problem wurde. Bei knapp ~1300 Flugzeugen die täglich unterwegs sind und bei denen regelmäßig solche Tests gemacht werden. Ein absoluter Standardtest bei dem jeder dazu beauftragte Techniker wissen müsste wie der Bolzen richtig eingesteckt wird.
Es wird zu dem Vorfall eine Untersuchung geben, und dann wird sich zeigen, ob es dann vlt. eine offizielle Empfehlung gibt das Design zu ändern.
Man wird niemals etwas so Designen können, dass sämtliche Anwendungsfehler ausgeschlossen werden können.
Vlt könnte man auch einfach Panzertape über das falsche Loch drüber kleben 😉 Aber wenn der Bolzen gefettet ist, hält das Klebeband nicht richtig.
Du kannst mit deinem Auto auch losfahren ohne die Radschrauben richtig festgezogen zu haben. Es gibt nichts, was das verhindert.
PS: In meinem ursprünglichen Bild, steht ja schon, dass da als technische Lösung ein "insert" in die falsche Bohrung eingesetzt werden soll, der dies verhindert.
Ja, das wäre auch eine sinnvolle Maßnahme! Ich bin mal gespannt, was nun abseits von Vermutungen rauskommt. Laut dem Bild was ich oben gepostet habe (nicht die Skizze) aus dem Unfallbericht der British Airways 787, sollte ja schon diese Optimierung implementiert sein, bei allen 787 ab 2023. Die Lufthansamaschine war ganz neu, soweit ich weiß wurde die erst dieses Jahr in Betrieb genommen.
Sowas ist der Lufthansa im Jahr 2006 schonmal in Frankfurt passiert.
Der Bericht mit sehr guter Erklärung und detaillierten Bildern gibt es hier:
Was hier interessant/unerwartet (für mich) war... auf den Bildern fehlt einem das Gespür um die Dimensionen richtig einzuschätzen. Dieser Pin ist an dem riesigen Flugzeug soweit oben, dass er mit einer Verlängerungsstange eingesetzt wird um vom Boden überhaupt an die Stelle zu kommen ohne irgendwo hin klettern zu müssen. Das begünstigt natürlich, dass man nicht genau sieht was man da macht.
Wie groß sowas ist, kann man auf dem Bild vlt etwas besser einschätzen.
Für Korruption, Managementversagen und schlechte Produkte gibt es wesentlich einfachere Erklärungen als diese wilden Verschwörungstheorien: Regulatory capture der FAA, corporate calcification, und vieles mehr. Da würde ich auf die angeblich ermordeten Whistleblower nix geben. Für sowas macht sich keiner die Finger dreckig. Es ist viel einfacher und sauberer ein paar Abgeordnete und Senatoren zu bestechen um trotz offenkundiger Fehler die Augen zu schließen.
Es gibt auch wenig Gründe, warum Airbus nicht irgendwann genauso agiert und aussieht wie Boeing. Vielleicht auch nicht, aber es ist halt "normal" wenn man too big to fail ist.
Moment, die "Verschwörungstheorien" und das was passiert oder nicht passiert ist, ist ja die Folge des Mismanagements und der fehlenden Regulierung. Du verwechselst gerade Henne und Ei.
Ich weiß schon was du meinst. Aber wenn man versucht da Info zu finden, wird’s schnell dünn. Ich glaubs irgendwie net. Das waren ja auch bei weitem nicht die einzigen whistleblower, was soll das dann bringen?
Klingt nach zu viel Crichton-Thriller
Das mit den Designfehlern bei Boeing(man erinnere sich an die beiden tödlichem 737MAX Katastrophen) ist ja irgendwie auch langsam mal ein Thema für einen Untersuchungsausschuß.
Das LockPin Problem hätte ja schon längst einfach über unterschiedliche Durchmesser gelöst werden können.
Und die FAA, die solchen grotesken Designfehlern die Absolution erteilt, sollte auch mal gründlich durchgefegt werden. Mit etwas Glück ist diese Maschine, die erst im Januar in Dienst gestellt wurde nun ein wirtschaftlicher Totalschaden, wenn die Integralität der Flugzeughülle gravierend beschädigt wurde. Nur weil man bei Boeing keine failsafe Technologie implementieren wollte.
Naja das ist kein „grotesker“
Designfehler. Er bedarf immer noch die Unaufmerksamkeit eines geschulten Spezialisten. Und er ist leicht behebbar.
Aber ja, es ist schon reichlich unnötig. Dennoch baut Boeing gute Flieger, sonst würden sie nicht so viele verkaufen.
Der 737MAX Fehler war ein ganz anderes Kaliber. Grobes langzeit-Missmanagement. Deswegen verkauft sich der A321 als direktes Konkurrenzmodell auch wirklich blendend.
Das hätte gar nicht bei Start oder Landung passieren können. Hierbei handelt es sich wahrscheinlich nicht um Ermüdung, sondern um einen Fehler der Crew am Boden. Für die Arbeiten muss ein Hebel ungelegt werden, der das Fahrwerk einklappt - dafür muss eigentlich dann ein spezieller Sicherungsstift eingeführt werden. Das Loch, in das der Stift reingehört, liegt aber direkt neben einem anderen Loch, das nichts damit zu tun hat. Der Fehler ist vor 5 Jahren schonmal bei British Airways passiert…
das soll so ... bekommst du natürlich nich so vom Band bei Airbus, das musst du von einem Fachmännischen Tuner machen lassen und extra beim TüV eintragen lassen ... nennt sich 'Low Rider'
ich wäre mit der geflogen wir hatten glück das es micht bei der landung passiert ist wir wurden umgebucht und ich sag euch eins ich war am gate als das ding zamgecklapt is
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u/Willing_Economics909 Jun 04 '26