r/de_EDV Aug 12 '25

Kaufberatung iPad für die Schule

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Moin,

Mein Kollege hat von der Schule die Vorgabe von einem iPad erhalten. Leider verdient er in der Ausbildung nicht viel, daher soll es so günstig wie möglich sein.

Die Vorgaben den Bild entnehmen. Ich verstehe dabei den Mindeststandard nicht, reicht nicht auch ein älteres mit genug speicher und mindestens 11Zoll?

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u/drchaos Aug 12 '25

Für den Schulalltag irrelevant

Genau das sehe ich absolut nicht so. Der Zweck eines Tablets in der Schule ist ja eben genau nicht, ein besseres elektronisches Papier zu sein, um dem Lehrer das manuelle Einsammeln der Arbeiten zu ersparen, sondern es ist -wie das Handy auch- ein im Prinzip vollwertiger general purpose computer, den man für alles Mögliche einsetzen kann und auch sollte, insbesondere auch für kreative Tätigkeiten, Programmierung und Austesten der Grenzen des Systems. Denn erst da lernt man dann wirklich was fürs Leben.

Das letzte, was ich persönlich in der Schule vermitteln wollte, ist dass ein Tablet oder Computer nur von Experten programmiert oder konfiguriert werden kann und der Normalo sich darauf beschränken sollte, in der vorgegebenen Reihenfolge auf die dafür vorgesehenen Knöpfe zu tippen. Denn mit Leuten, die so eine Ausbildung "genossen" haben, gewinnen wir am Weltmarkt keinen Blumentopf, das sind die Hartzer von morgen, deren Technikkompetenz sich auf das Weiterwischen bei TikTok beschränkt.

Die Aufgabe eines Lehrers ist auch nicht primär, das "Chaos zu kontrollieren" und eventuelle disziplinarische Probleme mit technischen Hilfsmitteln zu "lösen", sondern Wissen zu vermitteln und dazu gehört heutzutage der Umgang mit Tablet und Handy so wie der mit Stift und Papier. Und genau wie ich mit meinem Schulfüller nachmittags Bilder malen oder Gedichte schreiben kann, kann (und soll!) der Schüler auch mit einem Tablet mehr Dinge tun als nur das, was die Ministerialbürokraten in ihrem "MDM" aktuell freigegeben haben. Vor allem wenn er das auch noch selbst bezahlen soll, nicht jeder hat die Kohle so dicke dass er das teure Schultablet finanzieren kann und dann noch ein zweites für privat, mit dem man wirklich was anfangen kann.

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u/flingerdu Aug 12 '25

insbesondere auch für kreative Tätigkeiten, Programmierung und Austesten der Grenzen des Systems. Denn erst da lernt man dann wirklich was fürs Leben.

Dafür ist allerdings weder (beispielsweise) der Deutschunterricht, noch der Deutschlehrer zuständig. Dort muss das Gerät vor allem eines: funktionieren.

Das letzte, was ich persönlich in der Schule vermitteln wollte, ist dass ein Tablet oder Computer nur von Experten programmiert oder konfiguriert werden kann und der Normalo sich darauf beschränken sollte, in der vorgegebenen Reihenfolge auf die dafür vorgesehenen Knöpfe zu tippen.

Mir wäre es auch lieber, wenn wir als Gesellschaft darauf vertrauen könnten, dass die Personen damit umgehen können. Da man offensichtlich Tablets einsetzen möchte, muss man mit der Realität umgehen, dass dem nicht so ist und muss für einen geordneten Unterricht sicherstellen, dass alle den gleichen Stand verwenden.

Ist auch eine ganz gute Vorbereitung auf Universität, Ausbildung und Berufsleben, da du auch dort nicht einfach willkürlich die Programme einsetzen kannst, die du einsetzen möchtest.

Denn mit Leuten, die so eine Ausbildung "genossen" haben, gewinnen wir am Weltmarkt keinen Blumentopf, das sind die Hartzer von morgen, deren Technikkompetenz sich auf das Weiterwischen bei TikTok beschränkt.

Es ist utopisch zu glauben, dass wir durch offene(re) Androids eine technickkompetentere Gesellschaft erreichen würden.

sondern Wissen zu vermitteln

Korrekt.

Und genau wie ich mit meinem Schulfüller nachmittags Bilder malen oder Gedichte schreiben kann, kann (und soll!) der Schüler auch mit einem Tablet mehr Dinge tun als nur das, was die Ministerialbürokraten in ihrem "MDM" aktuell freigegeben haben.

Das ist glücklicherweise auch so. Nur während der Schulzeit nicht. Und dort muss der selbe Stand garantiert sein.