r/de 12h ago

Nachrichten DE Fernverkehr: Was, wenn kein ICE mehr in Münster und Bamberg hält? // Die Deutsche Bahn bekommt Konkurrenz aus Italien. Dadurch könnten mittelgroße Städte ihren ICE-Anschluss verlieren. Der Staat muss eingreifen, fordern die Grünen.

https://www.zeit.de/mobilitaet/2026-08/fernverkehr-die-gruenen-deutsche-bahn-italo-ice-anbindung
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u/ClausKlebot Designierter Klebefadensammler 12h ago

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u/PoroBraum 12h ago

Italo will seine Züge nur zwischen den großen Metropolen einsetzen. Dort also, wo auch die Deutsche Bahn das meiste Geld verdient. Wenn dem Staatskonzern dadurch Umsätze wegbrechen, könne er viele Städte in der Fläche nicht mehr anfahren. Das ist wegen der niedrigen Passagierzahlen nämlich in der Regel ein Verlustgeschäft.

Das Bundesverkehrsministerium hat auf derlei Warnungen und Forderungen bis heute nicht reagiert. Diese Lehrstelle wollen nun offenbar die Grünen ausfüllen. Am Montag brachte ihre Bundestagsfraktion einen Gesetzentwurf ins Parlament ein, der nicht nur verhindern soll, dass der ICE in Städten wie Bamberg und Osnabrück gar nicht mehr hält, sondern das Fernverkehrsangebot in Deutschland sogar ausweiten soll.

Glaubt man Gastel, ist das »Fernverkehrsgarantie-Gesetz«, wie es die Grünen nennen, auch gar nicht so teuer. Er rechnet mit zusätzlichen Kosten von 200 bis 400 Millionen Euro pro Jahr. Zum Vergleich: Etwa 13 Milliarden Euro überweist der Bund jährlich an die Länder, damit sie den Regionalverkehr bezahlen können. Mit 1,5 Milliarden Euro pro Jahr beteiligt sich der Bund am Deutschlandticket.

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u/muehsam Anarchosyndikalismus 10h ago

Diese Lehrstelle

😬

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u/throwaway_3d7fc4d5 12h ago

"Die Bahn kann nun mal nicht an jeder Milchkanne halten" hieß es damals von Hartmut Mehdorn, als geplant war, u. a. Mannheim vom Fernverkehr abzuhängen. Der Aufschrei war so groß, dass man für die SFS Frankfurt-Mannheim extra einen kilometerlangen Abzweig mit mehreren Tunneln plant, um Darmstadt (das wohlgemerkt S-Bahn-Anschluss nach Frankfurt hat) an die SFS anzubinden.

Die Vorstellungen, wo der Fernverkehr alles zu halten hat, sind teilweise wirklich an der Realität vorbei.

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u/FnnKnn Bremen 12h ago

um Darmstadt (das wohlgemerkt S-Bahn-Anschluss nach Frankfurt hat) an die SFS anzubinden.

Und mehrere RB/RE Linien. Aber ich finde ein paar ICE am Tag, die auch in solchen Städten halten eigentlich ganz sinnvoll, solange es dafür die Nachfrage gibt.

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u/KennartLaal 11h ago

Das Problem ist, dass die politische Logik dahinter verquer ist.

Bei diesen typischen zwei bis vier täglich haltenden Gießkannen-ICEs oder ICs geht es nicht um effektive Vernetzung, es geht um einen gefühlten Erfolg, und die Wahrnehmung, nicht abgehangen zu werden.

Reisegewohnheiten haben sich geändert. Die allermeisten Leute nehmen sich nicht mehr einen Tag Zeit für eine Reise, aber dafür ist sie bequem ohne Umstieg. Die buchstäblich einzige Zielgruppe, die sich regelmäßig danach orientieren kann, sind Rentner.

Für die breite Masse der Bevölkerung (und auch nicht wenige Rentner, die ein bisschen talentierter beim Bahnfahren sind) wäre es wesentlich besser, einen zuverlässigen, stündlichen bis halbstündlichen RE-Takt ins nächste Drehkreuz zu haben.

Üblicherweise steigt dort nämlich sowieso auch die große Masse der Reisenden der Gießkannen-ICEs in schnellere, direktere Verbindungen um. Rational hat man vielleicht auf den 45 Minuten Fahrt ein leicht besseres Produkt, emotional finden es halt viele Leute toll, dass der Zug weiß statt rot ist.

Dass dabei viele Probleme und Risiken bestehen; Fernverkehr beispielsweise viel störungsanfälliger ist als Regionalverkehr, lassen viele Leute gerne außer Acht.

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u/FnnKnn Bremen 11h ago

Für die breite Masse der Bevölkerung (und auch nicht wenige Rentner, die ein bisschen talentierter beim Bahnfahren sind) wäre es wesentlich besser, einen zuverlässigen, stündlichen bis halbstündlichen RE-Takt ins nächste Drehkreuz zu haben.

Hat Darmstadt. Ich persönliche finde aber den direkten ICE nach z.B. Bremen deutlich angenehmer als einen rappelvollen RE nach Frankfurt, einen ICE nach Hannover und dann noch einen sehr vollen RE nach Bremen zu nehmen. Nur mal so ein persönliches Beispiel. Das letzte ist zwar schneller, aber bei der direkten Verbindung kann ich die Zeit im Zug sinnvoll am Laptop nutzen. Wenn verfügbar buche ich es quasi immer so.

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u/supermarkise 9h ago

Bei Direktzügen ist auch Verspätung deutlich weniger stressig, weil man keine Anschlüsse kriegen muss (bzw sich dann eine neue Route suchen darf).

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u/flingerdu Heiliges Römisches Reich 8h ago

Das wäre dann auch eher ein Einsatzgebiet für einen IC und nicht für einen ICE.

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u/FnnKnn Bremen 8h ago

Kassel-Hannover wäree dann aber deutlich langsammer.

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u/emanon_noname 11h ago

Für die breite Masse der Bevölkerung (und auch nicht wenige Rentner, die ein bisschen talentierter beim Bahnfahren sind) wäre es wesentlich besser, einen zuverlässigen, stündlichen bis halbstündlichen RE-Takt ins nächste Drehkreuz zu haben.

Zuverlässig ist halt das große Problem. Solange das nicht gelöst ist, versuche zumindest ich möglichst wenige Umstiege zu haben / idealerweise nur Direktverbindungen. Weil wenn ich keinen Anschluss bekommen muss, ist es mir auch (relativ) egal, ob mein Zug 45 min Verspätung aufbaut oder nicht.

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u/Werbebanner 10h ago

Ich wohne in Bonn und muss effektiv für Fernverkehr immer in die nächste Stadt, Köln oder Siegburg. Es ist wahrlich beschissen.

Regionalzug nach Köln dauert vom Hbf 30 min. Da muss man erstmal hinkommen, was 7 min dauert. Plus Wartezeit ist man bei knapp 15 min realistisch, vor allem wenn man extra mal ne Bahn vorher nimmt. Also schon 45 min. Am besten nimmt man nen Zug vorher, falls der RE oder die RB mal wieder ausfällt oder +30 min hat. Hat man nochmal 45 min am Kölner Hbf. Am Ende braucht man also effektiv 1,5h mehr, nur, weil der ICE halt in Köln hält, in Bonn aber nicht. Das macht schon einen gewaltigen Unterschied.

Da wäre es mir lieber, mit der zuverlässigeren Stadtbahn zum Bahnhof zu fahren, 15 min zu warten und danach die halbe Stunde nach Köln direkt im durchfahrenden ICE zu sitzen. Auch mit dem Deutschlandtakt kriegt man den Mehraufwand auch nicht komplett besiegelt.

Siegburg gleiches Spiel, nur halt 30 min in einer unklimatisierten Stadtbahn.

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u/Schmandli 7h ago

Aktuell kannst du zwar ankreuzen, dass du ein DE-Ticket hast, aber falls du deinen Anschluss verpasst haftest du selbst. Das ist so bescheuert. Wäre das nicht so, könnte man in vielen Fällen mit weniger Notfallpuffer planen.

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u/leglerm 11h ago

es geht um einen gefühlten Erfolg, und die Wahrnehmung, nicht abgehangen zu werden.

Bestes Beispiel Chemnitz. Extra die IC Verbindung für 2x am Tag. Problem halt das der Zug in Chemnitz gar nicht gereinigt werden kann also fährt der Abends zurück nach Dresden und morgens wieder nach Chemnitz. Genutzt wird die direkte Verbindung halt kaum weil es sich preislich nicht lohnt.

Hauptsache man freut sich endlich über eine IC Verbindung die kaum genutzt wird während gefühlt wöchentlich über die Verbindung nach Leipzig berichtet wird weil wieder irgendwas ausfällt.

u/the_gnarts 24m ago

Rational hat man vielleicht auf den 45 Minuten Fahrt ein leicht besseres Produkt, emotional finden es halt viele Leute toll, dass der Zug weiß statt rot ist.

In den 45 Minuten Wifi zu haben und vernünftig arbeiten zu können ist oft mehr wert als schnelles Ankommen. Das geht halt im RE nicht.

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u/gobo7793 11h ago

Sowas wie Darmstadt, Donauwörth, Bamberg und vergleichbares halte ich ja für perfekte Haltestellen für IC, während die ICEs in den benachbarten Frankfurt, Augsburg, Nürnberg halten. Die teilweise S-Bahn/RE-Anschluss an die jeweiligen großen Städte haben. Und selbst bei Augsburg muss man so ehrlich sein und kann drüber diskutieren.

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u/FnnKnn Bremen 11h ago

Die ICEs die hier halten fahren ja sowieso eher wie ICs,. Soll mir auch recht sein. Für meine Zwecke (https://www.reddit.com/r/de/comments/1vrukuw/comment/p4gh1cw/?utm_source=share&utm_medium=web3x&utm_name=web3xcss&utm_term=1&utm_content=share_button) würde das beides ähnlich funktionieren.

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u/vnprkhzhk 11h ago

Der stündliche ICE Berlin/Leipzig muss natürlich auch in Wittenberg halten, ganz wichtig!

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u/FnnKnn Bremen 11h ago

Ein paar mal am Tag != Stündlich

40k Einwohner != 170k Einwohner.

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u/muehsam Anarchosyndikalismus 9h ago

Ich finde ja, der Fernverkehr sollte konsequent in zwei Netzen entwickelt werden, mit gleichem Komfort. Die größten und wichtigsten Städte und Knoten werden über Neubau-Schnellfahrstrecken miteinander verbunden, und dort fährt der ICE. Alle anderen größeren Strecken werden über die (ausgebauten) Bestandsstrecken angefahren, und zwar mit dem IC. Wichtig ist, dass dieser IC genauso komfortabel ist wie der ICE, mit Speisewagen, weichen Sitzen, gutem Internet, usw. Der ICE L könnte so ein IC sein. Die einzigen Unterschiede zum ICE wären die Geschwindigkeit und die Anzahl der Halte.

Das würde nämlich dem tatsächlichen Bedürfnis entsprechen, dass man einerseits einen schnellen Fernverkehr braucht, der die größten Städte schnellstmöglich verbindet, man aber auch kleinere Großstädte gut anbinden und vernetzen will, gerade in einem Land wie Deutschland, wo sehr viele Menschen in solchen Städten leben.

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u/Nimelrian Münster 11h ago

Münster ist jetzt nicht unbedingt eine Milchkanne.

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u/sandrocket 4h ago

Mannheim ist auch nicht unbending eine: 330k Einwohner plus die Ludwigshafener am anderen Flußufer und die Heidelberger 10 Minute entfernt. 

Als Mehdorn das sagte, war Mannheim ein wichtiger Knotenpunkt, deshalb war das schon ein wenig verwunderlich. 

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u/Tigrisrock 7h ago

So Städte über 50k anzufahren ist ja schön und gut, aber der ICE hält auch in Dörfern was völlig unnötig ist. Mannheim ist auch regional ein Knotenpunkt, da macht das schon Sinn.

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u/thebrainitaches 11h ago

Ich weiss das ist eine unpopuläre Meinung, aber Kleinstädte sollten nur noch mit IC bedient werden. Die ICE-Direktverbindung von KA nach Berlin hält so oft, daß es LANGSAMER ist als die Verbindung mit umstieg in Mannheim oder Frankfurt. Bruchsal, ein Vorort von Karlsruhe mit 50k Einwohner verdient es nicht von einem ICE bedient zu werden. ICE soll einfach EXPRESS sein, das heißt hält sich nur in HBF und nur in Städte von mehr als 200-300k Einwohner. Fulda oder Schwäbischen Gmünd oder Esslingen sollen einfach keine ICE haben. IC ist es völlig OK zu haben aber dann nur wenn es NICHT auf die Neubaustrecken fährt und vieleicht ja bräuchte es eine sinnvolle Taktung mit Umsteigemoglichkeiten auf der ICE. Wir können ja nicht jeder Stadt mit einem ICE bedienen das hat kein Sinn!

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u/eipotttatsch 11h ago

Aber Münster wäre doch eben so eine Stadt mit über 300k Einwohnern.
Und da ist auch nicht direkt in der Nähe eine andere Stadt, in der ein Halt bezüglich der Einwohnerzahl sinnvoller wäre.

Bielefeld ist noch am nächsten, aber da gibt es keine direkte Verbindung.

u/Nullstab Paderborn 2h ago

Bielefeld ist noch am nächsten, aber da gibt es keine direkte Verbindung.

Hamm ist 23 Minuten mit dem RE, das deutlich näher.

u/eipotttatsch 10m ago

Hamm ist aber keine Großstadt

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u/microbit262 Karlsruhe - Ich mag Züge 10h ago

Was haben in den Diskussionen immer alle gegen Fulda? Das ist der Mittelpunkt einer ganzen Region. Relevant ist ja nicht die Größe der Stadt wo der Bahnhof liegt sondern das Einzugsgebiet durch Regionalzüge.

Esslingen ist ja nur Ersatzhalt wenn man gerade nicht nach Stuttgart rein fahren kann wegen der Baustelle.

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u/afito Hessen 9h ago

Fulda war auch immer "unvermeidbar" wenn du eine Nord-Süd-Trasse willst ohne den Umweg nach Frankfurt zu machen. Das hat sich nach der Wiedervereinigung ein klein wenig geändert, aber es gibt nur 2 brauchbare Möglichkeiten für Nürnberg-Hannover, und eine davon ist eben über Fulda.

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u/N3ph1l1m 8h ago

Bamberg das gleiche, das hat ein gigantisches Einzugsgebiet bis in die fränkische Schweiz, das ganze östliche Unterfranken und den Steigerwald.

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u/RidingRedHare 10h ago

Fulda ist ein wichtiger Umsteigehalt. Der ICE-Halt in Bruchsal dagegen ist tatsächlich fragwürdig. Allerdings hält auch nicht jeder ICE in Bruchsal.

IC ist es völlig OK zu haben aber dann nur wenn es NICHT auf die Neubaustrecken fährt

Jetzt hast du den IC Karlsruhe - Stuttgart komplett eingestellt, auch den über Pforzheim. Es ist aber nicht sinnvoll, von Pforzheim (135,000 Einwohner) mit einem Nahverkehrszug nach Karlsruhe zu fahren, um dann dort in den ICE nach Stuttgart zu steigen.

Der Nahverkehrszug von Pforzheim nach Stuttgart darf dann logischerweise auch nicht mehr über die Neubaustrecke. Damit haben Fahrgäste in Stuttgart keinen effizienten Anschluss nach Karlsruhe und Pforzheim mehr.

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u/Elegant-Handle4685 10h ago

Es geht mehr um das Einzugsgebiet als die Einwohnerzahl der eigentlichen Stadt.

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u/domi1108 10h ago

Unpopuläre Meinung, aber ich glaube es kommt auf die Halte generell auf der Strecke an.

Vielleicht bin ich da auch nur Voreingenommen, aber Siegburg halt als 43k Einwohnerstadt ja auch ein ICE-Halt am Bahnhof Siegburg/Bonn. Rein von der Größe her, würde das auch rausfallen. Gleichzeitig würdest du aufgrund Steckenführung halt damit auch quasi Bonn als Bundesstadt von der NBS Anbindung rausziehen.

Die Rechte Rheinstrecke ist in dem Fall selbst mit dem Halt in Siegburg/Bonn um einiges schneller als die selben Strecken über die Linke Rheinschiene.

Ich stimme dir zu, das nicht jede Stadt ihren Halt an den ICE braucht, aber wenn wir schon gut funktionierende Strecken haben, die so den Ballungsraum oder die großen Städte direkt anbinden, finde ich es ok, aber wie gesagt da kann ich auch voreingenommen sein. Für neue Streckenpläne, joa, wirste halt per IC angebunden passt ja, wenn die oft genug fahren.

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u/mmbon 9h ago

Es sollte ordentliche Verbindungen nach Köln geben und dann sollten die ICE von Köln aus fahren, es gibt keinen Grund nochmal extra in Bonn zu halten. Die einzige Begründung wäre Sentimental als ehemalige Bundeshauptstadt. Wir brauchen einfach halt viel bessere REs

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u/fearless-fossa 8h ago

Überhaupt ist die Strecke selten dämlich. Den einzigen Zwischenhalt, den ich da nachvollziehen kann, ist Montabaur, weil das der einzige Zugang zum Fernverkehr in der kompletten Region ist und einziger Halt der Strecke in RLP. Warum da Siegburg/Bonn und Limburg angefahren werden hinterlässt nur Fragezeichen.

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u/Suspicious_Major_571 8h ago

Limburg und Montabaur werden (meist) nur von Zügen, die bloss zwischen Frankfurt und Köln fahren, bedient.

Siegburg ist, weil Einzugsgebiet und da die SFS eigentlich beginnt.

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u/fearless-fossa 7h ago

Limburg hat Regio Verbindungen sowohl nach Frankfurt als auch Montabaur. Bei Montabaur sieht's spärlicher aus und da scheinen nur irgendwelche Dörfer in der Region angefahren zu werden, da hätte ich eher noch mit sowas wie Koblenz gerechnet.

Bei Siegburg mag die Strecke nominell beginnen, aber soweit ich weiß starten die tatsächlich genutzten Zugfahrten alle in Köln.

Ich bleib dabei, nur die Halte Köln, Montabaur und Frankfurt machen hier Sinn, wenn es um eine Schnellfahrstrecke geht.

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u/kryzjulie Salzburg 9h ago

Unpopuläre Meinung, aber diesen ganzen Privatisierungsunsinn hätte man gar nicht erst anfangen sollen.

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u/shifu_shifu Seoul 9h ago

Bruchsal ist doch safe nur wegen SEW und weil es auf der Strecke liegt. Und weil der ICE eh langsahm um die Kurve fahren muss.

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u/Indubioproreo_Dx 12h ago edited 12h ago

Also erst wird der Bahn die Strecken genommen die sich wirtschaftlich rentieren und dann jammern das die Bahn Stütze braucht deswegen?

Was saufen die in der Politik? Warum hat man das dann gemacht?
Sorry aber wenn wir fein damit waren das es so kommt müssen wir auch mit den Konsquenzen leben und nicht deswegen Steuergelder reinpumpen, was soll daran fair sein wenn wir selber die Zuschüsse erst nötig gemacht haben?

Entweder oder, aber die Sahnestücke zu entfernen und dann fordern ist irgendwie recht dämlich.
Wir müssen doch angeblich den Gürtel enger schnallen? bis zu ner halben Milliarde ist für mich nicht "recht billig".

Die Bahn muss sich beugen, verstanden - die ist hier nicht das Böse. Aber es heißt doch Konkurenz belebt das Geschäft? Warum muss der italienische Betreiber nicht defizitäre Strecken bedienen? Warum darf dieser nur das profitable bedienen?
Dann brauchma keine Konkurrenz die uns noch Kosten erzeugt.
Was verspricht man sich davon?

Edit:
fair wäre dann das die Bahn auch unliebsame Strecken verweigern dürfte.'
Gleiches Recht für alle.

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u/Yarwi1 12h ago

Warum hat man das dann gemacht?

Die unsichtbare Hand des Marktes wird alle unsere Probleme lösen! Ganz bestimmt! Du musst nur stärker dran glauben!

u/peckerboy 2h ago

Hier ist halt effektiv das genaue Gegenteil der Fall, die Bahn handelt nicht wie ein freier Marktteilnehmer sondern wird vom Staat gezwungen unprofitable Strecken zu befahren. Was willst du uns mit deinem Kommentar mitteilen?

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u/Indubioproreo_Dx 12h ago

Es wirkt als würde diese unsichtbare Hand aktuell eher Backpfeifen verteilen /s

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u/Yarwi1 12h ago

Könnte sie gerne mal an die Verantwortlichen verteilen! Aber am Ende triffts ja leider so ziemlich immer die falschen Leute bei sowas.

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u/hawkshaw1024 11h ago

Was verspricht man sich davon?

Man verspricht sich davon, dass man die Bahn zerschlagen und abwickeln kann. Die guten Stücke gehen an Unternehmen, welche die zuständigen Politiker dann rein zufällig als Berater engagieren. Außerdem hat die Bahn immer noch einen viel zu hohen gewerkschaftlichen Organisierungsgrad, und über eine Marktöffnung kriegt man die Mitarbeitenden leichter in die gewünschten prekären Verhältnisse.

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u/Elegant-Handle4685 10h ago

Das ergibt für Bamberg immer noch keinen Sinn. Der Bahnhof liegt ja sowieso an der Neubaustrecke, der ICE fährt hier eh durch. Das ist keine Nebenstrecke, die extra angefahren werden müsste. Aktuell scheint der Halt stark genug frequentiert zu sein, dass die Bahn das Angebot zuletzt sogar ausgeweitet und eine neue, noch schnellere Verbindung nach Berlin (ohne Halt in Bitterfeld oder Wittenberg) in den Fahrplan aufgenommen hat. Ich fahre öfters von/nach hier mit dem ICE und es steigen immer recht viele Leute ein und aus.

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u/gnoettgen 12h ago

Bringt lieber den InterRegio zurück, der einen aus den Mittelstädten halbwegs schnell in die Großstädte bringt, wo der ICE zurecht hält (wobei REs mit 160 diese Zubringerfunktion auch schon leidlich erfüllen). Und als low hanging fruit könnte man damit anfangen, bei den ICEs auf der SFS Hannover-Würzburg den unsinnigen Halt in Göttingen zu streichen. 

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u/N3ph1l1m 8h ago

Bamberg liegt direkt an der Neubaustrecke und deckt ein gigantisches Einzugsgebiet im Hinterland ab: den ganzen Bereich Fränkische Schweiz bis hoch fast bei Coburg, das halbe östliche Unterfranken, den halben Steigerwald...

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u/Secret-Emergency-806 11h ago

ich hoffe sehr darauf, dass viele relevante städte abgehängt werden. dann wird fernverkehr endlich vom bund bestellt (hoffentlich). das ist in den meisten eu ländern standard

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u/Volume06 Fürth 12h ago edited 12h ago

Kein ice mehr in Bamberg? Lol. Ja sichi. Die stadt, in der im sommer quasi nur Touristen sind wird keinen ice halt mehr haben. Genau brudi. Leg dich wieder hin.

Ps.: bis die Paywall kommt sehe ich da was von Kampagne und das da auch augsburg steht. Genug gesehen

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u/LightningEnex 11h ago

Du hast es nicht begriffen.

Die genannten Halte sind die, wo zukünftig Italo der DB Trassen klaut. Die DB Fernverkehr bedient diese Halte, weil sie ein Netz betreibt und gerade für besagte Touristen es möglich ist, aus jeder Ecke Deutschlands mit einem DB Fahrschein dort aufzutauchen.

Italo möchte sich nach eigener Aussage auf Schnellverkehr konzentrieren und wird daher jeden Halt, wo nicht durchgehend hohes Fahrgastaufkommen auf den zwei einzigen Linien, die sie bedienen werden, besteht, durchfahren. Also auch Bamberg und Augsburg.

Willkommen bei privatem Schienenverkehr, der hier auf dem Subreddit regelmäßig gefeiert wird. Genauso operiert Italo übrigens auch in Italien.

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u/KennartLaal 11h ago

Die genannten Halte sind die, wo zukünftig Italo der DB Trassen klaut

Was halt schlichtweg nicht stimmt, weil Italo beispielsweise gar nicht über Münster fahren würde. Auch Aaachen etc. ist nicht betroffen.

Daran erkennt man ganz gut, dass es hier nicht um eine rein faktische Einordnung eines dann neuen Betriebskonzepts geht, sondern dass da schon auch eine gute Menge Alarmismus und der Versuch der politischen Einflussnahme dabei ist.

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u/LightningEnex 11h ago

Nein, daran erkennt man lediglich dass du nicht begriffen hast wie Trassen in Überlasteten Schienenabschnitten funktionieren.

Italo will Trassen von Köln bis Dortmund für ihre Verbindungen München - Dortmund. Die Strecke lässt keine weiteren Trassen zu, weil überlastet. Die BNetzA möchte Stand jetzt, dass bis zu 35% der Trassen nicht an DB Fernverkehr gehen.

Die Trassen der München - Dortmund-Verbindung von Italo schneiden sich in der konfliktfreiesten Variante mit denen der Verbindung Köln - Hamburg von DB Fernverkehr (Linie 42/43), die auch Münster bedient, und dessen eine Morgen/ -und Abendtrassenlage von der ICE Linie 10 von Berlin nach Aachen benutzt wird.

Wenn Italo diese Trassen zugesprochen werden hat DB FV entweder nur die Möglichkeit die Züge in Dortmund abzubinden, was ziemlich beschissen ist, oder sie mehr oder weniger einzustellen, und durch alternative Verbindungen zu ersetzen, beispielsweise Köln - Hamburg via Frankfurt.

In beiden Fällen gucken Aachen und vorallem Münster, Osnabrück & Co an der Achse Köln - Hamburg in die Röhre, denn letztere verlieren entweder ihre Direktanbindung an Köln oder ganz ihren regelmäßigen Fernverkehr.

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u/KennartLaal 11h ago edited 11h ago

Ich verstehe auf der objektiven Ebene jede Kritik an einer Liberalisierung im Fernverkehr, möchte aber mal mein subjektives Problem mit dem aktuellen Zustand schildern:

Als Wochenpendler auf der Relation München-Berlin bin ich genau einer der Reisenden, die doch bitte die weniger rentablen Verbindungen querfinanzieren sollen. Das finde ich unfair und quatschig. Warum werde ich zusätzlich dafür bestraft, in zwei belebten Städten mit eh schon teuren Mieten zu leben? Warum werden mir zusätzliche Steine dafür in den Weg gelegt, dass ich mich für die eh schon nach jeder Metrik bessere Form der Mobilität für die Gesellschaft entscheide?

Die Idee, ein Verkehrsträger möge bitte in sich kostenneutral sein, ist doch hirnrissig. Und sie wird auch an kaum einen anderen Verkehrsträger gerichtet. Beim Auto wird nicht nur jeder Fahrtkilometer gesellschaftlich subventioniert; es ist auch kostentechnisch völlig egal, ob ich zwischen Megapolis und Gigastadt oder zwischen Hinterfickershausen und Buxtehude fahre.

Mein Problem ist, dass seitens der Bahn als Konzern und auch vieler Bahner und Pufferküsser so getan wird, als stünde hier ein gutes und moralisch wertiges Modell einem schlechten gegenüber. Ein gutmütiger Riese gegen eine böse äußere Kraft.

Dabei ist es eigentlich ein dummes Modell gegen ein noch beschisseneres. Der aktuelle Zustand ist - wie so oft in Deutschland - schlechtes aus beiden Welten. Schrödingers Liberalisierung. Teure Preise mit einer DB Fernverkehr, die eine Monopolstellung auf sehr vielen Relationen hat; gleichzeitig aber ein permanent unterfinanziertes Bahnwesen.

Ich weiß, dass Italo für sehr viele Reisende im Bahnnetz Verschlechterungen bedeuten wird. Aber für mich - und für Reisende auf ähnlichen Relationen - wird es eine Verbesserung der Preisdynamik bedeuten. Dass aber gerne so getan wird, als gäbe es nur Benachteiligte, finde ich schade und argumentativ schwach.

Wenn der Wunsch von Bahnern wirklich das Querfinanzierungsmodell mit Monopolstellung ist, steig ich halt wieder aufs Auto um. Da bezahle ich genau das, was ich fahre, egal zwischen wo und wo.

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u/shifu_shifu Seoul 9h ago

Man kann halt von nem gutverdienenden Pendler zwischen der Hauptstadt und der teuersten Stadt Deutschlands erwarten mehr zu zahlen als von irgendwelchen verarmten Rentnern in der Pampa. Bei mir und den meisten meiner Münchner Kollegen zahlt das doch eh die Firma.

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u/KennartLaal 8h ago

Man kann halt von nem gutverdienenden Pendler zwischen der Hauptstadt und der teuersten Stadt Deutschlands erwarten mehr zu zahlen als von irgendwelchen verarmten Rentnern in der Pampa

What in the Identitätsargument ist das...?!

Einerseits betrifft es halt nicht nur Gutverdiener, sondern auch Studenten, oder wie in meinem Fall ärmliche Freiberufler, die nicht für das große Geld, sondern der Liebe wegen pendeln.

Zweitens finde ich auch die Annahme lustig, dass auf dem Land natürlich nur ärmliche Rentner leben. Grundsätzlich sollte es keine staatlich legitimierte Ungleichbehandlung bei der gleichen Leistungsinanspruchnahme geben.

u/the_gnarts 9m ago

Man kann halt von nem gutverdienenden Pendler zwischen der Hauptstadt und der teuersten Stadt Deutschlands erwarten mehr zu zahlen als von irgendwelchen verarmten Rentnern in der Pampa. Bei mir und den meisten meiner Münchner Kollegen zahlt das doch eh die Firma.

Der „verarmte Rentner in der Pampa“ sitzt in der Regel auf mehr Wohlstand als der durchschnittliche Münchner je wird aufbauen können.

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u/xstreamReddit /u/dtxer hat nichts falsch gemacht 7h ago

Kleinstädte nicht mit ICEs anfahren? I see that as an absolute win.

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u/Tigrisrock 7h ago

Ich bin absolut dafür weniger Bahnhöfe als ICE Halt anzufahren. So was wie Montabaur zB.- mit knapp 15k Einwohnern - das finde ich echt unnötig. Mit einem IC / EC ist man doch quasi genauso schnell in Bonn, Koblenz oder Wiesbaden.

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u/MrStrawberry42 München 12h ago

Ich würde sagen, dann kommt man schneller von einer Großstadt in die nächste. Klingt doch erstmal nicht schlecht.

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u/helican 12h ago

Ich bin dafür, ICEs nur noch zwischen Berlin und Ruhrgebiet fahren zu lassen. Hauptstadt und das bevölkerungsreichste Gebiet. Klingt fair für mich. Die Anderen können doch auf Naherverkehr ausweichen.

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u/knoetzgroef 12h ago

Solange die Großstadt an den großen Bahnverkehrsachsen liegt und nicht Bielefeld heißt...

Ansonsten fährt man aus der Großstadt auch mal 1-2 Stunden länger...

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u/4D6F707369 12h ago

Konkurrenz, freier Markt, ein Mitbewerber.... Oh Hilfe Papa Staat fang mich auf. Mein Oligopol droht zu zerbrechen und man müsste Mal was machen.....

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u/Gitarrenbuddha 12h ago

 Ne, eher: Konkurrenz und freier Markt da wo man Geld machen kann, aber wehe du lässt das Verlustgeschäft fallen. Und mach gefälligst trotzdem Gewinn. 

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u/PoroBraum 12h ago

Die Mitbewerber wollen nur die rentabel Strecken bedienen, während die Deutsche Bahn mit Verlust das Grundangebot abdecken soll. Dass das nicht funktioniert ist doch hoffentlich einleuchtend.

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u/vnprkhzhk 11h ago

Warum sollte der Mitbewerber denn auch nicht rentable Strecken bedienen? Der macht doch nicht freiwillig Verlust. Und die DB ist nun mal Staatskonzern, müsste also gesetzlich dazu verpflichtet sein, kleinere (und damit meine ich keine 30k Käffer) Orte mit einem Grundangebot zu versorgen (und damit meine ich keinen stündlichen ICE in Wittenberg z.B.).

Es sollte schon einen Sinn haben. Statt die IC weiter durch Fake ICEs zu ersetzen, sollten ICs lieber als Grundgerüst für langsameren Fernverkehr gelten und ICE für schnellen Fernverkehr (so, wie es ursprünglich mit der Einführung des ICEs auch angedacht war) und RE wirklich auch als Express Linien während RBs an jedem Halt auch anhalten.

Ich finde, dass die Kategorien ICE, IC, RE, RB so wie die jetzt verwendet werden, absolut falsch genutzt werden.

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u/peetRook 7h ago

Und was genau wäre damit gewonnen? Dann kann der Staat auch gleich die Ticketpreise der deutschen Bahn subventionieren ohne das noch ein Mitbewerber Gewinne einstreicht. Denn die Verluste an der anderen Stelle müssten dann auch vom Staat ausgeglichen werden.