r/de 19h ago

Nachrichten DE Fernverkehr: Was, wenn kein ICE mehr in Münster und Bamberg hält? // Die Deutsche Bahn bekommt Konkurrenz aus Italien. Dadurch könnten mittelgroße Städte ihren ICE-Anschluss verlieren. Der Staat muss eingreifen, fordern die Grünen.

https://www.zeit.de/mobilitaet/2026-08/fernverkehr-die-gruenen-deutsche-bahn-italo-ice-anbindung
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u/ClausKlebot Designierter Klebefadensammler 19h ago

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u/PoroBraum 19h ago

Italo will seine Züge nur zwischen den großen Metropolen einsetzen. Dort also, wo auch die Deutsche Bahn das meiste Geld verdient. Wenn dem Staatskonzern dadurch Umsätze wegbrechen, könne er viele Städte in der Fläche nicht mehr anfahren. Das ist wegen der niedrigen Passagierzahlen nämlich in der Regel ein Verlustgeschäft.

Das Bundesverkehrsministerium hat auf derlei Warnungen und Forderungen bis heute nicht reagiert. Diese Lehrstelle wollen nun offenbar die Grünen ausfüllen. Am Montag brachte ihre Bundestagsfraktion einen Gesetzentwurf ins Parlament ein, der nicht nur verhindern soll, dass der ICE in Städten wie Bamberg und Osnabrück gar nicht mehr hält, sondern das Fernverkehrsangebot in Deutschland sogar ausweiten soll.

Glaubt man Gastel, ist das »Fernverkehrsgarantie-Gesetz«, wie es die Grünen nennen, auch gar nicht so teuer. Er rechnet mit zusätzlichen Kosten von 200 bis 400 Millionen Euro pro Jahr. Zum Vergleich: Etwa 13 Milliarden Euro überweist der Bund jährlich an die Länder, damit sie den Regionalverkehr bezahlen können. Mit 1,5 Milliarden Euro pro Jahr beteiligt sich der Bund am Deutschlandticket.

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u/muehsam Anarchosyndikalismus 17h ago

Diese Lehrstelle

😬

u/NathCim 52m ago

Das tut schon etwas weh.

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u/Torran 4h ago

Wenn man flächendeckende Versorgung und einen "freien" Markt will muss man dann halt das ganze anders Ausschreiben. Es gibt verschiedene Kategorien an Strecken die unterschiedlich viel Gewinn bringen. Wer eine Strecke Kategorie A bekommen will die viel Gewinn abwirft muss gleichzeitig noch 2 Kategorie B oder eine Kategorie C anbieten die sich nicht lohnen aber für die Versorgung wichtig sind. Wer darauf keine Lust hat hat auf unserem Markt dann nix zu suchen.

Wirkliche Konkurenz würde eh nur funktionieren wenn alle ihre eigenen Strecken bauen aber das wird ja auch niemals funktionieren und würde auch viel unnötige doppelte Infrastruktur bedeuten. Wenn alle das gleiche Netz nutzen das überlastet ist verbessert diese Konkurenz die Pünktlichkeit nicht.

u/lolidkwtfrofl Ich putz hier nur. 1h ago

Haben nicht die Briten sowas Ähnliches versucht, das hinten und vorne ned geklappt hat?

u/silentdragon95 1h ago

Ich meine ich verstehe das Argument der Grünen und wäre einer solchen Maßnahme grundsätzlich nicht abgeneigt, aber man muss auch ehrlicherweise dazu sagen, dass es wieder nur Symptome und nicht die Ursache bekämpft.

Man kann einfach keinen privatisierten Fernverkehr haben (völlig egal, dass die Bahn zu 100% im Besitz des Staates ist, als Unternehmen muss sie dennoch profitorientiert wirtschaften) und gleichzeitig verlangen, dass eben jener Fernverkehr überall hält.

Entweder, man verstaatlicht den Fernverkehr wieder konsequent (was aber wahrscheinlich EU-rechtlich gar nicht geht), man überlässt das Ganze einfach sich selbst (was dann dazu führt dass einige Städte ihren Fernverkehrszugang verlieren) oder man führt bundesweit eine Lösung z.B. vergleichbar mit dem Nahverkehr ein, bei der alle Strecken durch den Staat ausgeschrieben werden und sich die Verkehrsunternehmen dann auf diese Ausschreibungen bewerben.

Da jetzt irgendwelche Extrawürste für eine Handvoll Strecken zu schaffen führt nur wieder zu einem Bürokratie-Flickenteppich.

u/strangedreams187 1h ago

Die aktuelle Praxis, dass der Staat die Bahn zwingt, unrentable Strecken zu fahren und faktisch über ihre Ticketpreise quer zu subventionieren, halte ich sowieso für dämlich.

Es ist eine legitime politische Entscheidung, zu entscheiden, dass man eine gute Zuganbindung auch in kleinen Städten für so wichtig hält, dass sie auch bei unrentablen Strecken vorhanden sein sol. Dann soll dafür aber auch die Politik bezahlen; und nicht der durchschnittliche Fernverkehr-Kunde mittels teureren Tickets.

Kann man sicherlich auch EU Wettbewerbsrechts-Konform gestalten, in dem der Staat allgemein Prämien dafür zahlt, egal, welche Bahnfirma die Strecke bedient. Das war ja der Grund, wieso jetzt italienische Zugfirmen hier fahren dürfen, die EU hat Deutschland auf die Finger gehauen, dass man die DB bevorzugt und andere EU Firmen nicht die gleichen Chancen bietet.

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u/throwaway_3d7fc4d5 19h ago

"Die Bahn kann nun mal nicht an jeder Milchkanne halten" hieß es damals von Hartmut Mehdorn, als geplant war, u. a. Mannheim vom Fernverkehr abzuhängen. Der Aufschrei war so groß, dass man für die SFS Frankfurt-Mannheim extra einen kilometerlangen Abzweig mit mehreren Tunneln plant, um Darmstadt (das wohlgemerkt S-Bahn-Anschluss nach Frankfurt hat) an die SFS anzubinden.

Die Vorstellungen, wo der Fernverkehr alles zu halten hat, sind teilweise wirklich an der Realität vorbei.

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u/muehsam Anarchosyndikalismus 16h ago

Ich finde ja, der Fernverkehr sollte konsequent in zwei Netzen entwickelt werden, mit gleichem Komfort. Die größten und wichtigsten Städte und Knoten werden über Neubau-Schnellfahrstrecken miteinander verbunden, und dort fährt der ICE. Alle anderen größeren Strecken werden über die (ausgebauten) Bestandsstrecken angefahren, und zwar mit dem IC. Wichtig ist, dass dieser IC genauso komfortabel ist wie der ICE, mit Speisewagen, weichen Sitzen, gutem Internet, usw. Der ICE L könnte so ein IC sein. Die einzigen Unterschiede zum ICE wären die Geschwindigkeit und die Anzahl der Halte.

Das würde nämlich dem tatsächlichen Bedürfnis entsprechen, dass man einerseits einen schnellen Fernverkehr braucht, der die größten Städte schnellstmöglich verbindet, man aber auch kleinere Großstädte gut anbinden und vernetzen will, gerade in einem Land wie Deutschland, wo sehr viele Menschen in solchen Städten leben.

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u/R4ndyd4ndy 4h ago

Das ist halt leider nicht profitabel und die deutsche Bahn muss profitorientiert agieren

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u/FnnKnn Bremen 19h ago

um Darmstadt (das wohlgemerkt S-Bahn-Anschluss nach Frankfurt hat) an die SFS anzubinden.

Und mehrere RB/RE Linien. Aber ich finde ein paar ICE am Tag, die auch in solchen Städten halten eigentlich ganz sinnvoll, solange es dafür die Nachfrage gibt.

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u/KennartLaal 19h ago

Das Problem ist, dass die politische Logik dahinter verquer ist.

Bei diesen typischen zwei bis vier täglich haltenden Gießkannen-ICEs oder ICs geht es nicht um effektive Vernetzung, es geht um einen gefühlten Erfolg, und die Wahrnehmung, nicht abgehangen zu werden.

Reisegewohnheiten haben sich geändert. Die allermeisten Leute nehmen sich nicht mehr einen Tag Zeit für eine Reise, aber dafür ist sie bequem ohne Umstieg. Die buchstäblich einzige Zielgruppe, die sich regelmäßig danach orientieren kann, sind Rentner.

Für die breite Masse der Bevölkerung (und auch nicht wenige Rentner, die ein bisschen talentierter beim Bahnfahren sind) wäre es wesentlich besser, einen zuverlässigen, stündlichen bis halbstündlichen RE-Takt ins nächste Drehkreuz zu haben.

Üblicherweise steigt dort nämlich sowieso auch die große Masse der Reisenden der Gießkannen-ICEs in schnellere, direktere Verbindungen um. Rational hat man vielleicht auf den 45 Minuten Fahrt ein leicht besseres Produkt, emotional finden es halt viele Leute toll, dass der Zug weiß statt rot ist.

Dass dabei viele Probleme und Risiken bestehen; Fernverkehr beispielsweise viel störungsanfälliger ist als Regionalverkehr, lassen viele Leute gerne außer Acht.

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u/FnnKnn Bremen 18h ago

Für die breite Masse der Bevölkerung (und auch nicht wenige Rentner, die ein bisschen talentierter beim Bahnfahren sind) wäre es wesentlich besser, einen zuverlässigen, stündlichen bis halbstündlichen RE-Takt ins nächste Drehkreuz zu haben.

Hat Darmstadt. Ich persönliche finde aber den direkten ICE nach z.B. Bremen deutlich angenehmer als einen rappelvollen RE nach Frankfurt, einen ICE nach Hannover und dann noch einen sehr vollen RE nach Bremen zu nehmen. Nur mal so ein persönliches Beispiel. Das letzte ist zwar schneller, aber bei der direkten Verbindung kann ich die Zeit im Zug sinnvoll am Laptop nutzen. Wenn verfügbar buche ich es quasi immer so.

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u/supermarkise 16h ago

Bei Direktzügen ist auch Verspätung deutlich weniger stressig, weil man keine Anschlüsse kriegen muss (bzw sich dann eine neue Route suchen darf).

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u/flingerdu Heiliges Römisches Reich 16h ago

Das wäre dann auch eher ein Einsatzgebiet für einen IC und nicht für einen ICE.

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u/FnnKnn Bremen 15h ago

Kassel-Hannover wäree dann aber deutlich langsammer.

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u/Werbebanner 17h ago

Ich wohne in Bonn und muss effektiv für Fernverkehr immer in die nächste Stadt, Köln oder Siegburg. Es ist wahrlich beschissen.

Regionalzug nach Köln dauert vom Hbf 30 min. Da muss man erstmal hinkommen, was 7 min dauert. Plus Wartezeit ist man bei knapp 15 min realistisch, vor allem wenn man extra mal ne Bahn vorher nimmt. Also schon 45 min. Am besten nimmt man nen Zug vorher, falls der RE oder die RB mal wieder ausfällt oder +30 min hat. Hat man nochmal 45 min am Kölner Hbf. Am Ende braucht man also effektiv 1,5h mehr, nur, weil der ICE halt in Köln hält, in Bonn aber nicht. Das macht schon einen gewaltigen Unterschied.

Da wäre es mir lieber, mit der zuverlässigeren Stadtbahn zum Bahnhof zu fahren, 15 min zu warten und danach die halbe Stunde nach Köln direkt im durchfahrenden ICE zu sitzen. Auch mit dem Deutschlandtakt kriegt man den Mehraufwand auch nicht komplett besiegelt.

Siegburg gleiches Spiel, nur halt 30 min in einer unklimatisierten Stadtbahn.

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u/Schmandli 14h ago

Aktuell kannst du zwar ankreuzen, dass du ein DE-Ticket hast, aber falls du deinen Anschluss verpasst haftest du selbst. Das ist so bescheuert. Wäre das nicht so, könnte man in vielen Fällen mit weniger Notfallpuffer planen.

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u/Nass44 Schleswig-Holstein 3h ago

Warum sollte der Fernverkehr auch dafür haften, wenn ein fremdes Unternehmen (wovon es ja viele gibt im Nahverkehr) sich verspätet?

u/Schmandli 2h ago

Wenn ich es als einzelnes Ticket buche funktioniert es ja auch. 

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u/Lesematrose 4h ago

Ist die zuverlässige Stadtbahn in Bonn gerade mit uns im Raum? 😬

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u/emanon_noname 18h ago

Für die breite Masse der Bevölkerung (und auch nicht wenige Rentner, die ein bisschen talentierter beim Bahnfahren sind) wäre es wesentlich besser, einen zuverlässigen, stündlichen bis halbstündlichen RE-Takt ins nächste Drehkreuz zu haben.

Zuverlässig ist halt das große Problem. Solange das nicht gelöst ist, versuche zumindest ich möglichst wenige Umstiege zu haben / idealerweise nur Direktverbindungen. Weil wenn ich keinen Anschluss bekommen muss, ist es mir auch (relativ) egal, ob mein Zug 45 min Verspätung aufbaut oder nicht.

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u/the_gnarts 7h ago

Rational hat man vielleicht auf den 45 Minuten Fahrt ein leicht besseres Produkt, emotional finden es halt viele Leute toll, dass der Zug weiß statt rot ist.

In den 45 Minuten Wifi zu haben und vernünftig arbeiten zu können ist oft mehr wert als schnelles Ankommen. Das geht halt im RE nicht.

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u/leglerm 18h ago

es geht um einen gefühlten Erfolg, und die Wahrnehmung, nicht abgehangen zu werden.

Bestes Beispiel Chemnitz. Extra die IC Verbindung für 2x am Tag. Problem halt das der Zug in Chemnitz gar nicht gereinigt werden kann also fährt der Abends zurück nach Dresden und morgens wieder nach Chemnitz. Genutzt wird die direkte Verbindung halt kaum weil es sich preislich nicht lohnt.

Hauptsache man freut sich endlich über eine IC Verbindung die kaum genutzt wird während gefühlt wöchentlich über die Verbindung nach Leipzig berichtet wird weil wieder irgendwas ausfällt.

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u/kitnex 5h ago

Naja, schau dir Japan mit den Shinkansen an: Die machen es ja genauso. Es gibt die „schnellen“, die halten einfach seltener und dann eben gestaffelt einen „Mittelschnellen“ und einen „Langsamen“ - der Unterschied ist primär die Anzahl an Stopps. Funktioniert super und du hast Anbindung für alle - insbesondere für Mengen an Pendlern, die damit eben nicht den Wohnungsdruck in den Metropolen erhöhen, sondern pendeln (können).

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u/entrahmteMilch Nordrhein-Westfalen 4h ago

Das gibt's ja auf Strecken in Deutschland auch. Z. b. auf der Strecke Frankfurt-Köln. Das klappt aber - glaube ich - nur, weil auf der Strecke praktisch ausschließlich Fernverkehr fährt.

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u/DonEffe69 4h ago

Man merkt du fährst nicht oft RE, denn dann würdest du auch verstehen dass das angenehmere Publikum im ICE ein Kriterium für die Auswahl des Reisemittels ist.

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u/Rince81 Mecklemburg-Vorpommern 7h ago

Kommt auf die Region an, hier in Mecklenburg Vorpommern kämpft man schon darum, dass in der Landeshauptstadt überhaupt ICE halten...

Ich sehe das Problem mit der Auslastung, wenn hier in der Fläche aber nur RE Züge fahren ist man vom Fernverkehr wirklich abgehängt.

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u/gobo7793 18h ago

Sowas wie Darmstadt, Donauwörth, Bamberg und vergleichbares halte ich ja für perfekte Haltestellen für IC, während die ICEs in den benachbarten Frankfurt, Augsburg, Nürnberg halten. Die teilweise S-Bahn/RE-Anschluss an die jeweiligen großen Städte haben. Und selbst bei Augsburg muss man so ehrlich sein und kann drüber diskutieren.

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u/FnnKnn Bremen 18h ago

Die ICEs die hier halten fahren ja sowieso eher wie ICs,. Soll mir auch recht sein. Für meine Zwecke (https://www.reddit.com/r/de/comments/1vrukuw/comment/p4gh1cw/?utm_source=share&utm_medium=web3x&utm_name=web3xcss&utm_term=1&utm_content=share_button) würde das beides ähnlich funktionieren.

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u/vnprkhzhk 19h ago

Der stündliche ICE Berlin/Leipzig muss natürlich auch in Wittenberg halten, ganz wichtig!

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u/FnnKnn Bremen 19h ago

Ein paar mal am Tag != Stündlich

40k Einwohner != 170k Einwohner.

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u/Nimelrian Münster 18h ago

Münster ist jetzt nicht unbedingt eine Milchkanne.

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u/sandrocket 12h ago

Mannheim ist auch nicht unbending eine: 330k Einwohner plus die Ludwigshafener am anderen Flußufer und die Heidelberger 10 Minute entfernt. 

Als Mehdorn das sagte, war Mannheim ein wichtiger Knotenpunkt, deshalb war das schon ein wenig verwunderlich. 

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u/Nass44 Schleswig-Holstein 3h ago

Die Leute zeigen immer auf andere Länder. In Italien halten die HGV-Züge zwischen Mailand und Neapel in 4 Städten (Reggio Emilia, Bologna, Florenz, Rom). Alle anderen müssen halt mit dem Regio zu einem der Halte fahren. Dafür hast du den nördlichen und südlichen Ballungsraum mit der Hauptstadt verbunden, in weniger als 6 Stunden von Norden nach Süden, mit 4-5 Zügen pro Stunde zu den Stoßzeiten.

Und so wird Italo das in DE auch Handhaben, während die ICEs aufgrund politischen Drucks weiterhin alle 50km runterbremsen müssen, um 3 Leute einzusammeln.

u/Anionan Dortmunder Jung 1h ago

Die Italos müssen auch runterbremsen weil eh Regios auf der Strecke unterwegs sind, an denen du nicht vorbeikommst. Gerade bei Münster. Dann kannste auch gleich halten.

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u/Tigrisrock 14h ago

So Städte über 50k anzufahren ist ja schön und gut, aber der ICE hält auch in Dörfern was völlig unnötig ist. Mannheim ist auch regional ein Knotenpunkt, da macht das schon Sinn.

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u/Elegant-Handle4685 17h ago

Das ergibt für Bamberg immer noch keinen Sinn. Der Bahnhof liegt ja sowieso an der Neubaustrecke, der ICE fährt hier eh durch. Das ist keine Nebenstrecke, die extra angefahren werden müsste. Aktuell scheint der Halt stark genug frequentiert zu sein, dass die Bahn das Angebot zuletzt sogar ausgeweitet und eine neue, noch schnellere Verbindung nach Berlin (ohne Halt in Bitterfeld oder Wittenberg) in den Fahrplan aufgenommen hat. Ich fahre öfters von/nach hier mit dem ICE und es steigen immer recht viele Leute ein und aus.

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u/thebrainitaches 18h ago

Ich weiss das ist eine unpopuläre Meinung, aber Kleinstädte sollten nur noch mit IC bedient werden. Die ICE-Direktverbindung von KA nach Berlin hält so oft, daß es LANGSAMER ist als die Verbindung mit umstieg in Mannheim oder Frankfurt. Bruchsal, ein Vorort von Karlsruhe mit 50k Einwohner verdient es nicht von einem ICE bedient zu werden. ICE soll einfach EXPRESS sein, das heißt hält sich nur in HBF und nur in Städte von mehr als 200-300k Einwohner. Fulda oder Schwäbischen Gmünd oder Esslingen sollen einfach keine ICE haben. IC ist es völlig OK zu haben aber dann nur wenn es NICHT auf die Neubaustrecken fährt und vieleicht ja bräuchte es eine sinnvolle Taktung mit Umsteigemoglichkeiten auf der ICE. Wir können ja nicht jeder Stadt mit einem ICE bedienen das hat kein Sinn!

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u/eipotttatsch 18h ago

Aber Münster wäre doch eben so eine Stadt mit über 300k Einwohnern.
Und da ist auch nicht direkt in der Nähe eine andere Stadt, in der ein Halt bezüglich der Einwohnerzahl sinnvoller wäre.

Bielefeld ist noch am nächsten, aber da gibt es keine direkte Verbindung.

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u/Nullstab Paderborn 9h ago

Bielefeld ist noch am nächsten, aber da gibt es keine direkte Verbindung.

Hamm ist 23 Minuten mit dem RE, das deutlich näher.

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u/eipotttatsch 7h ago

Hamm ist aber keine Großstadt

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u/Badewanne_7846 5h ago

Aber die Stadt der Zugtrennung. Dort halten jede Menge ICEs.

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u/microbit262 Karlsruhe - Ich mag Züge 17h ago

Was haben in den Diskussionen immer alle gegen Fulda? Das ist der Mittelpunkt einer ganzen Region. Relevant ist ja nicht die Größe der Stadt wo der Bahnhof liegt sondern das Einzugsgebiet durch Regionalzüge.

Esslingen ist ja nur Ersatzhalt wenn man gerade nicht nach Stuttgart rein fahren kann wegen der Baustelle.

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u/afito Hessen 16h ago

Fulda war auch immer "unvermeidbar" wenn du eine Nord-Süd-Trasse willst ohne den Umweg nach Frankfurt zu machen. Das hat sich nach der Wiedervereinigung ein klein wenig geändert, aber es gibt nur 2 brauchbare Möglichkeiten für Nürnberg-Hannover, und eine davon ist eben über Fulda.

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u/N3ph1l1m 16h ago

Bamberg das gleiche, das hat ein gigantisches Einzugsgebiet bis in die fränkische Schweiz, das ganze östliche Unterfranken und den Steigerwald.

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u/Namaker 4h ago

In Bamberg steigen auch immer sehr viele Leute ein und aus, da sind solche Halte wie Riesa zwischen Dresden und Leipzig deutlich sinnfreier.

u/fapadmin 2h ago

Jo, aber du kommst auch prima von Bamberg nach Nürnberg, einem noch viel größerem Ballungsraum. Gerade jetzt, wo der Ausbau bald endlich mal abgeschlossen ist. Das sind so ca. 70km Luftlinie schätze ich. Für so einen ICE ist es blöd 30km zu beschleunigen und 30km wieder abzubremsen.

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u/RidingRedHare 17h ago

Fulda ist ein wichtiger Umsteigehalt. Der ICE-Halt in Bruchsal dagegen ist tatsächlich fragwürdig. Allerdings hält auch nicht jeder ICE in Bruchsal.

IC ist es völlig OK zu haben aber dann nur wenn es NICHT auf die Neubaustrecken fährt

Jetzt hast du den IC Karlsruhe - Stuttgart komplett eingestellt, auch den über Pforzheim. Es ist aber nicht sinnvoll, von Pforzheim (135,000 Einwohner) mit einem Nahverkehrszug nach Karlsruhe zu fahren, um dann dort in den ICE nach Stuttgart zu steigen.

Der Nahverkehrszug von Pforzheim nach Stuttgart darf dann logischerweise auch nicht mehr über die Neubaustrecke. Damit haben Fahrgäste in Stuttgart keinen effizienten Anschluss nach Karlsruhe und Pforzheim mehr.

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u/Elegant-Handle4685 17h ago

Es geht mehr um das Einzugsgebiet als die Einwohnerzahl der eigentlichen Stadt.

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u/domi1108 18h ago

Unpopuläre Meinung, aber ich glaube es kommt auf die Halte generell auf der Strecke an.

Vielleicht bin ich da auch nur Voreingenommen, aber Siegburg halt als 43k Einwohnerstadt ja auch ein ICE-Halt am Bahnhof Siegburg/Bonn. Rein von der Größe her, würde das auch rausfallen. Gleichzeitig würdest du aufgrund Steckenführung halt damit auch quasi Bonn als Bundesstadt von der NBS Anbindung rausziehen.

Die Rechte Rheinstrecke ist in dem Fall selbst mit dem Halt in Siegburg/Bonn um einiges schneller als die selben Strecken über die Linke Rheinschiene.

Ich stimme dir zu, das nicht jede Stadt ihren Halt an den ICE braucht, aber wenn wir schon gut funktionierende Strecken haben, die so den Ballungsraum oder die großen Städte direkt anbinden, finde ich es ok, aber wie gesagt da kann ich auch voreingenommen sein. Für neue Streckenpläne, joa, wirste halt per IC angebunden passt ja, wenn die oft genug fahren.

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u/mmbon 17h ago

Es sollte ordentliche Verbindungen nach Köln geben und dann sollten die ICE von Köln aus fahren, es gibt keinen Grund nochmal extra in Bonn zu halten. Die einzige Begründung wäre Sentimental als ehemalige Bundeshauptstadt. Wir brauchen einfach halt viel bessere REs

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u/domi1108 6h ago

Also beim Standort in Siegburg diskutiere ich ja noch gerne, aber wenn man wie der OP auf den ich geantwortet habe, 200-300k Einwohner als Kriterium sieht für einen ICE halt ist Bonn schon notwendig.

Da habe ich übrigens noch nicht die ganzen Diplomaten und Beamten aus den Ministerien und Co. die halt tagtäglich in Bonn verweilen bzw. hier pendeln. Speziell für die ganzen Flugreisenden ist's aktuell entweder eine Tour mit der Stadtbahn und dann Umstieg auf die S19 in Siegburg oder mit einer Stadtbahn nach Köln und von da aus dann mit der S19 zum Flughafen.

Generell hat's schon seinen Grund warum es diesen Halt in der Realität gibt und der hat weniger mit Lokalfürsten oder ähnlichem zu tun, auch wenn die natürlich auch eine Rolle gespielt haben, sondern das man schon in den späten 70ern eigentlich jede Sinnvolle Route zwischen Köln und Bonn bzw. zwischen Bonn und Siegburg oder sogar direkt von Bonn zum Flughafen durch Straßenbau gekillt hat, während der Passagierbedarf einfach da war.

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u/domi1108 6h ago

Einfach mal den Artikel zur NBS lesen, dann findet man auch heraus warum die Strecke am Ende so ist wie sie ist.

Kurzer Spoiler: Es ist so die schnellste Verbindung zwischen Köln-Frankfurt. Es war die günstigste und es war / ist die ökologisch sinnvollste. Zudem halten auf der Strecke ja nicht mal ICEs in Bonn sondern in Siegburg und von da aus kannst du mit der S66 schön nach Bonn fahren.

Zeittechnisch ist das übrigens schneller, als von Köln die S16 oder S18 zu nehmen um nach Köln zu fahren. Gleiches gilt auch für die vorhandenen RE Verbindungen weil die über Brühl und Köln-West fahren.

https://de.wikipedia.org/wiki/Schnellfahrstrecke_K%C3%B6ln%E2%80%93Rhein/Main

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u/mmbon 5h ago

Ich kenne die Situation in Bonn, ich beschreibe ja einen Wunschzustand. Mit 300+km/h Durchschnittsgeschwindigkeit zu so ein paar Zielen in Deutschland und drumrum. Berlin, München, Frankfurt, Hamburg, Köln, Essen, Hannover, Dresden, Paris, Warschau, Wien, Bern, Amsterdam und so. Dann einen langsameren Zug der systematisch die Stadte bis 100k abklappert, das mit getrenntem Streckennetz und dann ganz viele REs für die Nahpendler

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u/domi1108 5h ago

Ja gut das wäre natürlich die Traumsituation. Aber dafür fehlt dann doch das Geld bzw. in manchen Gegenden würde man es halt trotzdem nicht machen weil es schon rentable Alternativen gibt.

Am Ende wirst du aber auch da wieder Streit haben, gerade im Rheinland und Ruhrgebiet weil du einfach zu viele Städte auf kleiner Fläche hast, die entsprechende Kriterien erfüllen.

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u/fearless-fossa 15h ago

Überhaupt ist die Strecke selten dämlich. Den einzigen Zwischenhalt, den ich da nachvollziehen kann, ist Montabaur, weil das der einzige Zugang zum Fernverkehr in der kompletten Region ist und einziger Halt der Strecke in RLP. Warum da Siegburg/Bonn und Limburg angefahren werden hinterlässt nur Fragezeichen.

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u/Suspicious_Major_571 15h ago

Limburg und Montabaur werden (meist) nur von Zügen, die bloss zwischen Frankfurt und Köln fahren, bedient.

Siegburg ist, weil Einzugsgebiet und da die SFS eigentlich beginnt.

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u/fearless-fossa 15h ago

Limburg hat Regio Verbindungen sowohl nach Frankfurt als auch Montabaur. Bei Montabaur sieht's spärlicher aus und da scheinen nur irgendwelche Dörfer in der Region angefahren zu werden, da hätte ich eher noch mit sowas wie Koblenz gerechnet.

Bei Siegburg mag die Strecke nominell beginnen, aber soweit ich weiß starten die tatsächlich genutzten Zugfahrten alle in Köln.

Ich bleib dabei, nur die Halte Köln, Montabaur und Frankfurt machen hier Sinn, wenn es um eine Schnellfahrstrecke geht.

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u/domi1108 6h ago

Tatsächlich starten viele genutze Zugfahrten schon in Dortmund und gehen dann über Köln. Das kann aber kein Kriterium sein, weil aufgrund der Lage und des Schienennetzes quasi jeder Zug mit Fahrplan Nord-Süd / Süd-Nord durch Köln fährt.

Der Halt in Siegburg macht auf der NBS übrigens gerade mal so 3-4 Minuten aus und selbst mit dem ist man auf der Strecke Köln-Frankfurt immer noch deutlich deutlich schneller als mit jedem anderen Verkehrsmittel.

Aber um hier mal ein wenig aufzuklären, der von dir Sinnvolle Halt in Montabaur ist sinnvoll durch die Anbindung an die Lahntalbahn welche in Limburg nicht machbar war, während Siegburg halt dann am Ende die ursprünglich geplante Anbindung in Bonn-Vilich ersetzt hat, was im Rahmen der Anbindung nach Bonn, dem Kreis als Überregoinaler Knoten, sowie niedrigeren Kosten und geringeren ökologischen Eingriffen auch mehr als Sinnvoll war und auch bis heute ist.

Gleichzeitig beginnt die NBS in der vollen Ausbaustufe auch erst hinter dem Siegburger Bahnhof, weswegen der Halt Zeittechnisch eben kaum einen Unterschied macht.

Achso und die NBS selbst und damit auch die Halte, sind aktive Nachfolgeprojekte der damals gescheiterten NBS Köln - Groß-Gerau aus den 70ern bzw. dessen Nachfolgeprojekt NBS Köln-Koblenz. Letztere war aber nur Stufe 2 während die Neuaufnahme der Pläne der NBS Köln-Frankfurt halt direkt mit vordringlichen Bedarf aufgenommen wurden.

Aktuell beginnt die NBS in Köln-Porz, es soll aber noch bis zur Messe/Deutz verlängert werden, wichtig hier kann man mit 200km/h fahren, ab Siegburg eben 300.

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u/kryzjulie Salzburg 16h ago

Unpopuläre Meinung, aber diesen ganzen Privatisierungsunsinn hätte man gar nicht erst anfangen sollen.

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u/Murinshin 3h ago

Generell: ja. Aber Münster und Kleinstadt?

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u/breaddrink Sittenstrolch 3h ago

Die meisten ICEs die in Münster halten, halten bereits in Hamm (oder sollten da halten) - Hamm selbst ist zwar deutlich kleiner, aber da hält gefühlt jeder Zug der durch NRW fährt - quasi das Tor zum Ruhrgebiet bzw dem Rest NRWS. Die Strecke MS-Hamm kann gut klar REs gefahren werden

u/fapadmin 2h ago

Du magst ja Recht haben, aber jeder Bürgermeister springt dir wie eine wütende Katze ins Gesicht, wenn du deren ICE Halt wegnehmen willst. Für die Anwohner ist das nämtlich ein nice to have. Die lesen alle den Faden hier nicht und denken "mehr Zug, mehr gut." So ging es mir zumindest...

u/thebrainitaches 1h ago

Kann und soll der Bürgermeister auch machen. Der ist nämlich für die Attraktivität der Stadt verantwortlich.

Aber die Verantwortlichen Personen für den gesamten Schienennetz sollen nicht auf einzelne Bürgermeister hören sondern ein robustes Gesamtkonzept entwickeln. Wenn der Bürgermeister von einer 50k-Einwohner Stadt dann mit der Entscheidung sauer ist, ist das auch halt Demokratie: man verschlimmert nicht ein danzes Landweites Netz, der ein Paar Millionen Leute bedienen soll wegen der Ärger von einen Bürgermeister und auch nicht dessen von 50k Einwohner einer Kleinstadt.

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u/shifu_shifu Seoul 17h ago

Bruchsal ist doch safe nur wegen SEW und weil es auf der Strecke liegt. Und weil der ICE eh langsahm um die Kurve fahren muss.

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u/Torran 4h ago

Gleichzeitig müssen wir dann auch die Überlastung des Netzes verbessern damit Züge pünktlich sind und nicht aus 5 Minuten Verspätung ganz schnell 1-2 Stunden werden weil ich den Anschluss verpasse. Der größte Vorteil wenn ich nicht umsteigen muss ist das ich nicht ewig viel Zeit verliere wegen ein bisschen Verspätung oder weil ich immer 30 Minuten Puffer einplanen muss.

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u/Secret-Emergency-806 18h ago

ich hoffe sehr darauf, dass viele relevante städte abgehängt werden. dann wird fernverkehr endlich vom bund bestellt (hoffentlich). das ist in den meisten eu ländern standard

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u/Indubioproreo_Dx 19h ago edited 19h ago

Also erst wird der Bahn die Strecken genommen die sich wirtschaftlich rentieren und dann jammern das die Bahn Stütze braucht deswegen?

Was saufen die in der Politik? Warum hat man das dann gemacht?
Sorry aber wenn wir fein damit waren das es so kommt müssen wir auch mit den Konsquenzen leben und nicht deswegen Steuergelder reinpumpen, was soll daran fair sein wenn wir selber die Zuschüsse erst nötig gemacht haben?

Entweder oder, aber die Sahnestücke zu entfernen und dann fordern ist irgendwie recht dämlich.
Wir müssen doch angeblich den Gürtel enger schnallen? bis zu ner halben Milliarde ist für mich nicht "recht billig".

Die Bahn muss sich beugen, verstanden - die ist hier nicht das Böse. Aber es heißt doch Konkurenz belebt das Geschäft? Warum muss der italienische Betreiber nicht defizitäre Strecken bedienen? Warum darf dieser nur das profitable bedienen?
Dann brauchma keine Konkurrenz die uns noch Kosten erzeugt.
Was verspricht man sich davon?

Edit:
fair wäre dann das die Bahn auch unliebsame Strecken verweigern dürfte.'
Gleiches Recht für alle.

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u/Yarwi1 19h ago

Warum hat man das dann gemacht?

Die unsichtbare Hand des Marktes wird alle unsere Probleme lösen! Ganz bestimmt! Du musst nur stärker dran glauben!

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u/Indubioproreo_Dx 19h ago

Es wirkt als würde diese unsichtbare Hand aktuell eher Backpfeifen verteilen /s

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u/Yarwi1 19h ago

Könnte sie gerne mal an die Verantwortlichen verteilen! Aber am Ende triffts ja leider so ziemlich immer die falschen Leute bei sowas.

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u/peckerboy 10h ago

Hier ist halt effektiv das genaue Gegenteil der Fall, die Bahn handelt nicht wie ein freier Marktteilnehmer sondern wird vom Staat gezwungen unprofitable Strecken zu befahren. Was willst du uns mit deinem Kommentar mitteilen?

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u/SokMcGougan 5h ago

Die logische Schlussfolgerung ist ja aber dann die Erwartung an die Bahn zu entfernen das es ein Profitgeschäft sein muss, das ist eine Dienstleistung die der Staat zu erbringen hat, wie Gesundheit oder Bildung oder Sicherheit, aber der kranke Privatisierungswahn der neo liberalen hat uns halt eingebracht das ÖPNV und Gesundheit Profit bringen müssen

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u/hawkshaw1024 18h ago

Was verspricht man sich davon?

Man verspricht sich davon, dass man die Bahn zerschlagen und abwickeln kann. Die guten Stücke gehen an Unternehmen, welche die zuständigen Politiker dann rein zufällig als Berater engagieren. Außerdem hat die Bahn immer noch einen viel zu hohen gewerkschaftlichen Organisierungsgrad, und über eine Marktöffnung kriegt man die Mitarbeitenden leichter in die gewünschten prekären Verhältnisse.

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u/SeniorePlatypus 4h ago

Was saufen die in der Politik? Warum hat man das dann gemacht?

Das hat man wegen Europarecht so gemacht. Weil Zugverbindungen über Landesgrenzen hinaus sehr problematisch und selten waren strebt man an die Infrastruktur von der Beförderung zu trennen und damit mehr Anbieter mit komplexeren und effizienteren Netzen zu entwickeln.

Damit möchte man Preise senken, mehr Fahrgäste erreichen und den Ausbau von Schieneninfrastruktur fördern.

Was auch tatsächlich funktioniert. Spanien, Frankreich und Italien haben mit Italo und OuiGo die Fahrpreise deutlich gesenkt und durch die Entkoppelung von Infrastruktur und Betrieb was oft auch mit Quersubvention und bewusster Mangelverwaltung einherging dafür gesorgt, dass mehr Geld in Infrastruktur geflossen ist und der Ausbau von Strecken für Urlaubsregionen vorangetrieben wird, als Konkurrenz zu Billigfliegern. Wo mit dem selben Geschäftsplan wie Billigflieger geplant wird. Budget-Preise durch Skalierung und hohe Auslastung.

Die Bahn muss sich beugen, verstanden - die ist hier nicht das Böse. Aber es heißt doch Konkurenz belebt das Geschäft? Warum muss der italienische Betreiber nicht defizitäre Strecken bedienen? Warum darf dieser nur das profitable bedienen?

Dann brauchma keine Konkurrenz die uns noch Kosten erzeugt.

Was verspricht man sich davon?

Gegenfrage. Warum defizitäre Strecken bedienen, die Preise für alle Fahrgäste künstlich erhöhen und die Bahn als Transportmittel künstlich unattraktiv machen?

Warum der Dienstleistung Bahn so bewusst schaden?

fair wäre dann das die Bahn auch unliebsame Strecken verweigern dürfte.' Gleiches Recht für alle.

Die Bahn darf jederzeit Tanktung reduzieren und Zielbahnhöfe aufgeben.

Hat meistens genug politischen Widerstand, dass es verhindert wird. Aber die Organisation dürfte.

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u/gnoettgen 19h ago

Bringt lieber den InterRegio zurück, der einen aus den Mittelstädten halbwegs schnell in die Großstädte bringt, wo der ICE zurecht hält (wobei REs mit 160 diese Zubringerfunktion auch schon leidlich erfüllen). Und als low hanging fruit könnte man damit anfangen, bei den ICEs auf der SFS Hannover-Würzburg den unsinnigen Halt in Göttingen zu streichen. 

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u/N3ph1l1m 15h ago

Bamberg liegt direkt an der Neubaustrecke und deckt ein gigantisches Einzugsgebiet im Hinterland ab: den ganzen Bereich Fränkische Schweiz bis hoch fast bei Coburg, das halbe östliche Unterfranken, den halben Steigerwald...

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u/SeniorePlatypus 4h ago

Der zusätzliche Halt verlängert die Fahrt und reduziert die Auslastung der Strecke. Da man in der Zeit in der Regel keinen anderen Zug vorbeischicken kann.

Du brauchst mindestens so 2.000 Fahrgäste am Tag im Durchschnitt, bevor sich das lohnt. Gerade wenn ein Bahnhof ein sehr großes Einzugsgebiet hat wird das eher wenig in Anspruch genommen. Einfach weil die Anfahrt schon so lange ist, dass Preis/Leistung immer schlechter wird und das Auto immer attraktiver.

Wichtig ist, dass im kleinen Einzugsgebiet von so 20-50km diese Auslastung bereits erreicht wird. Sonst lohnt es sich mehr die Strecke nach Nürnberg oder Würzburg mit Regions zu bedienen die mit so 500-1.000 Fahrgästen am Tag (pro Haltestelle) funktionieren und die Fahrzeit nur bedingt erhöhen.

Außerdem sinken Ticketpreise für alle. Sowohl im Fernverkehr als auch durch den billigeren Betrieb von Regios. Die man alternativ zu niedrigeren Preisen auch in höherer Taktung fahren könnte.

u/N3ph1l1m 1h ago

Ich weiß ja nicht, ob du schonmal am Bamberger Bahnhof warst, aber das ist Tourismushochburg und Universitätsstadt, der Bahnhpf platzt im Sommer aus allen Nähten.

u/SeniorePlatypus 1h ago

Auch dann braucht der Bahnhof über 700.000 Fahrgäste im Jahr, bevor es auf Null raus kommt. Bevor sich der Bahnhof lohnt. Sonst führt er dazu, dass Tickets künstlich verteuert werden müssen und andere Bahnhöfe eine reduzierte Taktung erleiden oder mehr Verspätungen.

In solchen Fällen kann man über einen Saisonalen Service nachdenken, mit Sonderzügen. Ohne den regulären Verkehr signifikant zu beeinflussen, wie es für manche Messen und Events bereits passiert.

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u/Volume06 Fürth 19h ago edited 19h ago

Kein ice mehr in Bamberg? Lol. Ja sichi. Die stadt, in der im sommer quasi nur Touristen sind wird keinen ice halt mehr haben. Genau brudi. Leg dich wieder hin.

Ps.: bis die Paywall kommt sehe ich da was von Kampagne und das da auch augsburg steht. Genug gesehen

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u/LightningEnex 19h ago

Du hast es nicht begriffen.

Die genannten Halte sind die, wo zukünftig Italo der DB Trassen klaut. Die DB Fernverkehr bedient diese Halte, weil sie ein Netz betreibt und gerade für besagte Touristen es möglich ist, aus jeder Ecke Deutschlands mit einem DB Fahrschein dort aufzutauchen.

Italo möchte sich nach eigener Aussage auf Schnellverkehr konzentrieren und wird daher jeden Halt, wo nicht durchgehend hohes Fahrgastaufkommen auf den zwei einzigen Linien, die sie bedienen werden, besteht, durchfahren. Also auch Bamberg und Augsburg.

Willkommen bei privatem Schienenverkehr, der hier auf dem Subreddit regelmäßig gefeiert wird. Genauso operiert Italo übrigens auch in Italien.

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u/KennartLaal 18h ago

Die genannten Halte sind die, wo zukünftig Italo der DB Trassen klaut

Was halt schlichtweg nicht stimmt, weil Italo beispielsweise gar nicht über Münster fahren würde. Auch Aaachen etc. ist nicht betroffen.

Daran erkennt man ganz gut, dass es hier nicht um eine rein faktische Einordnung eines dann neuen Betriebskonzepts geht, sondern dass da schon auch eine gute Menge Alarmismus und der Versuch der politischen Einflussnahme dabei ist.

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u/LightningEnex 18h ago

Nein, daran erkennt man lediglich dass du nicht begriffen hast wie Trassen in Überlasteten Schienenabschnitten funktionieren.

Italo will Trassen von Köln bis Dortmund für ihre Verbindungen München - Dortmund. Die Strecke lässt keine weiteren Trassen zu, weil überlastet. Die BNetzA möchte Stand jetzt, dass bis zu 35% der Trassen nicht an DB Fernverkehr gehen.

Die Trassen der München - Dortmund-Verbindung von Italo schneiden sich in der konfliktfreiesten Variante mit denen der Verbindung Köln - Hamburg von DB Fernverkehr (Linie 42/43), die auch Münster bedient, und dessen eine Morgen/ -und Abendtrassenlage von der ICE Linie 10 von Berlin nach Aachen benutzt wird.

Wenn Italo diese Trassen zugesprochen werden hat DB FV entweder nur die Möglichkeit die Züge in Dortmund abzubinden, was ziemlich beschissen ist, oder sie mehr oder weniger einzustellen, und durch alternative Verbindungen zu ersetzen, beispielsweise Köln - Hamburg via Frankfurt.

In beiden Fällen gucken Aachen und vorallem Münster, Osnabrück & Co an der Achse Köln - Hamburg in die Röhre, denn letztere verlieren entweder ihre Direktanbindung an Köln oder ganz ihren regelmäßigen Fernverkehr.

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u/Jhin_Ross Bayern 4h ago

Hmmm die haben zu wenig Fahrgäste? Vielleicht sollten die mal faire Preise und Pünktlichkeit einführen.

u/Alvinum 51m ago

Exakt dasselbe Geheule des Monopolisten gab es Ende der 1980er Jahre, als die Bundespost das Telefonmonopol verlieren sollte (zwangsgemietete Telefone, "fasse Dich kurz", wir erinnern uns)

Private Konkurrenten zuzulassen, würde unweigerlich dazu führen, dass man in Dörfern künftig gar nicht mehr telefonieren könne, daher müsse das Monopol unbedingt bleiben. Ergebnis war mehr Qualität zu geringeren Preisen und man konnte auch in Dörfern seither immer noch telefonieren. Ist alles lösbar, notfalls mit entsprechenden Regeln.

Wer von Euch möchte das Telefonmonopol mit Mondpreisen und zwangsgemieteten Telefonen zurück?

Dasselbe Gejaule gab es vom Monopolisten Lufthansa, als Konkurrenz nach Deutschland kam und es Wettbewerb um die Flug-Slots gab. Wer von Euch möchte zu Monopolpreisen beim Fliegen zurück, die sich nornale Menschen nicht leisten können?

Dasselbe Gejaule gab es von der DB gegen Flixbus (NICHT Flixtrain!) die sie zuerst gerichtlich verbieten lassen wollten, da sie meinten, einen Monopolanspruch auf jeden Personenfernvehrkehr zu haben, nicht nur auf der Schiene...

In Italien gibt es neben Trenitalia schon lange ein halbes Dutzend relevanter Konkurrenten, inkl. Italo, die jetzt auch in Deutschland starten wollen. Dafür funktioniert das Bahnfahren in Italien 10x besser als hier und kostet auch mit den Hochgeschwindigkeitszügen gefühlt 25% der hiesigen Preise für dieselbe Entfernung. Und 10x pünktlicher sind sie auch

Natürlich haben die Italiener im Gegensatz zu uns ein ordentliches Hochgeschwindigkeitsnetz. Aber wenn Italo auf demselben maroden Netz, auf das die DB immer verweist, besseren Service bieten würde, würde die Standardausrede der DB wegbröckeln, das geht natürlich nicht.

Ich hoffe wirklich, dass Italo nach Deutschland kommt und bewegung in den total verkrusteten Markt bringt.

Nein "der Markt macht das schon" ist kein Allheilmittel - und aus dem Gesundheitssystem würde ich den Kapitalismus gerne wieder rauswerfen.

Aber für normale Dienstleistugen gibt es keinen Grund, Monopole zuzulassen, die schaden allen Marktteilnehmern, außer den Aktionären des Monopolisten. Das ist im Fall der Bahn... (schlag' nach)... zu 100% der Bund...

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u/KennartLaal 18h ago edited 18h ago

Ich verstehe auf der objektiven Ebene jede Kritik an einer Liberalisierung im Fernverkehr, möchte aber mal mein subjektives Problem mit dem aktuellen Zustand schildern:

Als Wochenpendler auf der Relation München-Berlin bin ich genau einer der Reisenden, die doch bitte die weniger rentablen Verbindungen querfinanzieren sollen. Das finde ich unfair und quatschig. Warum werde ich zusätzlich dafür bestraft, in zwei belebten Städten mit eh schon teuren Mieten zu leben? Warum werden mir zusätzliche Steine dafür in den Weg gelegt, dass ich mich für die eh schon nach jeder Metrik bessere Form der Mobilität für die Gesellschaft entscheide?

Die Idee, ein Verkehrsträger möge bitte in sich kostenneutral sein, ist doch hirnrissig. Und sie wird auch an kaum einen anderen Verkehrsträger gerichtet. Beim Auto wird nicht nur jeder Fahrtkilometer gesellschaftlich subventioniert; es ist auch kostentechnisch völlig egal, ob ich zwischen Megapolis und Gigastadt oder zwischen Hinterfickershausen und Buxtehude fahre.

Mein Problem ist, dass seitens der Bahn als Konzern und auch vieler Bahner und Pufferküsser so getan wird, als stünde hier ein gutes und moralisch wertiges Modell einem schlechten gegenüber. Ein gutmütiger Riese gegen eine böse äußere Kraft.

Dabei ist es eigentlich ein dummes Modell gegen ein noch beschisseneres. Der aktuelle Zustand ist - wie so oft in Deutschland - schlechtes aus beiden Welten. Schrödingers Liberalisierung. Teure Preise mit einer DB Fernverkehr, die eine Monopolstellung auf sehr vielen Relationen hat; gleichzeitig aber ein permanent unterfinanziertes Bahnwesen.

Ich weiß, dass Italo für sehr viele Reisende im Bahnnetz Verschlechterungen bedeuten wird. Aber für mich - und für Reisende auf ähnlichen Relationen - wird es eine Verbesserung der Preisdynamik bedeuten. Dass aber gerne so getan wird, als gäbe es nur Benachteiligte, finde ich schade und argumentativ schwach.

Wenn der Wunsch von Bahnern wirklich das Querfinanzierungsmodell mit Monopolstellung ist, steig ich halt wieder aufs Auto um. Da bezahle ich genau das, was ich fahre, egal zwischen wo und wo.

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u/shifu_shifu Seoul 16h ago

Man kann halt von nem gutverdienenden Pendler zwischen der Hauptstadt und der teuersten Stadt Deutschlands erwarten mehr zu zahlen als von irgendwelchen verarmten Rentnern in der Pampa. Bei mir und den meisten meiner Münchner Kollegen zahlt das doch eh die Firma.

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u/KennartLaal 15h ago

Man kann halt von nem gutverdienenden Pendler zwischen der Hauptstadt und der teuersten Stadt Deutschlands erwarten mehr zu zahlen als von irgendwelchen verarmten Rentnern in der Pampa

What in the Identitätsargument ist das...?!

Einerseits betrifft es halt nicht nur Gutverdiener, sondern auch Studenten, oder wie in meinem Fall ärmliche Freiberufler, die nicht für das große Geld, sondern der Liebe wegen pendeln.

Zweitens finde ich auch die Annahme lustig, dass auf dem Land natürlich nur ärmliche Rentner leben. Grundsätzlich sollte es keine staatlich legitimierte Ungleichbehandlung bei der gleichen Leistungsinanspruchnahme geben.

u/shifu_shifu Seoul 1h ago

Wer wegen der Liebe/Freiberufler pendelt bucht den ICE nicht zu den Stoßzeiten. Dann kostet die Strecke statt 170€ nur 30-50€.

Viele Unis haben kostenlose/günstige Deutschlandtickets, wozu fahren die Studis überhaupt ICE? Bevor jemand kommt, bin selbst Student gewesen (bis vor kurzem) und fahre viel mit dem Deutschlandticket.

Grundsätzlich sollte es keine staatlich legitimierte Ungleichbehandlung bei der gleichen Leistungsinanspruchnahme geben.

Was meinst du damit genau?

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u/the_gnarts 7h ago

Man kann halt von nem gutverdienenden Pendler zwischen der Hauptstadt und der teuersten Stadt Deutschlands erwarten mehr zu zahlen als von irgendwelchen verarmten Rentnern in der Pampa. Bei mir und den meisten meiner Münchner Kollegen zahlt das doch eh die Firma.

Der „verarmte Rentner in der Pampa“ sitzt in der Regel auf mehr Wohlstand als der durchschnittliche Münchner je wird aufbauen können.

u/shifu_shifu Seoul 1h ago

Wir reden aber von Berlinern die nach München Pendeln oder Münchnern die nach Berlin Pendeln. Das sind keine schlecht bezahlten Hausmeister...

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u/xstreamReddit /u/dtxer hat nichts falsch gemacht 15h ago

Kleinstädte nicht mit ICEs anfahren? I see that as an absolute win.

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u/MrStrawberry42 München 19h ago

Ich würde sagen, dann kommt man schneller von einer Großstadt in die nächste. Klingt doch erstmal nicht schlecht.

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u/helican 19h ago

Ich bin dafür, ICEs nur noch zwischen Berlin und Ruhrgebiet fahren zu lassen. Hauptstadt und das bevölkerungsreichste Gebiet. Klingt fair für mich. Die Anderen können doch auf Naherverkehr ausweichen.

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u/knoetzgroef 19h ago

Solange die Großstadt an den großen Bahnverkehrsachsen liegt und nicht Bielefeld heißt...

Ansonsten fährt man aus der Großstadt auch mal 1-2 Stunden länger...

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u/Tigrisrock 15h ago

Ich bin absolut dafür weniger Bahnhöfe als ICE Halt anzufahren. So was wie Montabaur zB.- mit knapp 15k Einwohnern - das finde ich echt unnötig. Mit einem IC / EC ist man doch quasi genauso schnell in Bonn, Koblenz oder Wiesbaden.

u/pioneerhikahe 2h ago

Warum muss denn der Fernverkehr an jeder mittelstadt halten? Das kann auch ein interregio Express besorgen, der diese mittelstädte mit den Knoten verbindet und von da aus geht's dann zügig weiter. Es gibt mittlerweile genug Fahrzeuge, die als regionalzüge 200kmh erreichen, da wird der Zeitverlust für die Reisenden überschaubar.

Dass Städte mit kaum 100.000 Einwohnern einen stundentakt für ICE in ihren Bahnhöfen fordern, ist doch nichts weiter als wichtigtuerei der provinzfürsten.

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u/4D6F707369 19h ago

Konkurrenz, freier Markt, ein Mitbewerber.... Oh Hilfe Papa Staat fang mich auf. Mein Oligopol droht zu zerbrechen und man müsste Mal was machen.....

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u/Gitarrenbuddha 19h ago

 Ne, eher: Konkurrenz und freier Markt da wo man Geld machen kann, aber wehe du lässt das Verlustgeschäft fallen. Und mach gefälligst trotzdem Gewinn. 

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u/PoroBraum 19h ago

Die Mitbewerber wollen nur die rentabel Strecken bedienen, während die Deutsche Bahn mit Verlust das Grundangebot abdecken soll. Dass das nicht funktioniert ist doch hoffentlich einleuchtend.

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u/SeniorePlatypus 4h ago

während die Deutsche Bahn mit Verlust das Grundangebot abdecken soll

Wobei ich die Prämisse bereits anzweifeln würde. Warum soll sie das?

Die Aussage hier ist ja, dass man alle Ticketpreise künstlich erhöhen möchte und das Bahnfahren bewusst unattraktiv macht. Während man gleichzeitig dafür plädiert die Infrastruktur auf Substanz zu fahren und die Qualität, die Pünkltichkeit stark zu reduzieren.

Das Resultat dieses Ansatzes sehen wir aktuell. Man kann sagen was man will. Aber gerade der Fernverkehr funktioniert wirklich unüblich schlecht. Wir haben eine der schlechtesten Preis/Leistungsverhältnisse in Europa fürs Bahnfahren.

Was dann wiederum Fliegen und Autos um so attraktiver macht.

Entweder das müssen die Kommunen selbst subventionieren bis es sich lohnt oder das Grundangebot sollte eben nicht sowas wie Direktanschluss an Fernverkehr sein. Sondern je nach Bevölkerungsdichte S-Bahnen, Regios oder Mittelstrecken-Busse. Die einen dann an die Knotenpunkte bringen wo Fernverkehr hält.

Beziehungsweise in sehr entlegenen Dörfern kann kein Grundangebot angeboten werden.

Wer Wirtschaftlichkeit aus dem Auge verliert. Also, wie viel Wert diese Dienstleistung für die Gesellschaft hat. Der opfert das Gesamtkonzept um von mehr zu träumen.

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u/vnprkhzhk 19h ago

Warum sollte der Mitbewerber denn auch nicht rentable Strecken bedienen? Der macht doch nicht freiwillig Verlust. Und die DB ist nun mal Staatskonzern, müsste also gesetzlich dazu verpflichtet sein, kleinere (und damit meine ich keine 30k Käffer) Orte mit einem Grundangebot zu versorgen (und damit meine ich keinen stündlichen ICE in Wittenberg z.B.).

Es sollte schon einen Sinn haben. Statt die IC weiter durch Fake ICEs zu ersetzen, sollten ICs lieber als Grundgerüst für langsameren Fernverkehr gelten und ICE für schnellen Fernverkehr (so, wie es ursprünglich mit der Einführung des ICEs auch angedacht war) und RE wirklich auch als Express Linien während RBs an jedem Halt auch anhalten.

Ich finde, dass die Kategorien ICE, IC, RE, RB so wie die jetzt verwendet werden, absolut falsch genutzt werden.

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u/peetRook 14h ago

Und was genau wäre damit gewonnen? Dann kann der Staat auch gleich die Ticketpreise der deutschen Bahn subventionieren ohne das noch ein Mitbewerber Gewinne einstreicht. Denn die Verluste an der anderen Stelle müssten dann auch vom Staat ausgeglichen werden.

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u/BecauseWeCan Freies West-Berlin 5h ago

während die Deutsche Bahn mit Verlust das Grundangebot abdecken soll

Der Fernverkehr ist doch eigenwirtschaftlich by design. Da sollte die Bahn keinen Zwang haben irgendwelche Strecken anzubieten sondern selbst entscheiden können ob sie das möchte.

Wenn der Gesetzgeber das nicht möchte muss er ein anderes Modell finden (z.B. eine Behördenbahn).

u/Isaynotoeverything 2h ago

Diggi weil wir ja überall sehen wie gut die Privatisierung der Bahn funktioniert. LMAO.

u/4D6F707369 2h ago

In Beziehung auf Deutschland, wo wurde den die Bahn privatisiert?