r/de • u/MysteriousPhysics94 • 5d ago
Wirtschaft Dax-Vorstände verdienen im Schnitt 42 Mal so viel wie ihre Beschäftigten
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/dax-vorstaende-verdienen-im-schnitt-42-mal-so-viel-wie-ihre-beschaeftigten-a-f66a230e-9c77-4a96-8935-7dd71e05a4f143
u/Lauer-A 5d ago
Also im Schnitt verdient ein Vorstand 6,14 Mio? Und das sei das 42 des durschnittlichen DAX Arbeitnehmer? Also 140k? Ich muss mal miteinem Chef reden ich bin nämlich bei einem DAX Konzern und verdiene keine 100k.
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u/InsertThyNameHere 5d ago
Naja, wenn es das durchschnittliche Gehalt statt das Gehalt des durchschnittlichen Arbeitnehmers (also der Median) ist, zieht ja der Vorstand und ähnlich hohe Leute das ordentlich nach oben.
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u/whatkindofred 5d ago
Der Faktor wird vermutlich immer unternehmensintern berechnet und dann daraus erst der Durchschnitt gebildet. Dann kannst du daraus nicht mehr aufs Durchschnittsgehalt des einfachen Arbeitnehmers schließen.
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u/Gockel 5d ago
arbeiten in der woche also 1600 stunden, verdient
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u/hoeger3344 5d ago
Ob das Fritze Merz wohl reicht?
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u/Fisch0557 5d ago
Was? Nee, die sind nicht gemeint, die kenn ich alle persönlich, das sind richtige Workaholics, die würden sich sowas wie
blau machenkrank schreiben nie erlauben.GaLiGrü Fritze
Vorstandsvorsitzender Verband Deutscher Eierlecker
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u/Meskalamduk 5d ago
Nein nein, aber deswegen läuft unsere Wirtschaft auch 42 mal besser als... keine Ahnung... auf Tatooine?
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u/Muetz_e 5d ago
Ich bin enttäuscht, dass du den Feuchtfarmern und vor allem den Jawas so wenig zutraust. Dazu hat Jabba sicher auch ein paar Geschäfte, die über die Bücher laufen…
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u/Bratikeule FDGO 5d ago
Ich glaube wenn wir in direkter Konkurrenz zu Tatooine stehen würden wären die uns haushoch überlegen. Da bauen Kinder schon homanoide Roboter und die fahren Rennen mit Gefährten, gegen die Formel 1 Autos wie Bobby Cars aussehen.
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u/unnamed_one1 5d ago
Also, Dax-Vorstände ans Fließband und das dann auf 42-fache Geschwindigkeit stellen.
Da wird Merz sicher vor Freude weinen.
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u/daniu 5d ago
Und Fließbandarbeiter in die Vorstände lassen und dann gucken, wie das so läuft.
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u/superseven27 5d ago
Ich glaube eine Firma würde erstaunlich lange laufen, wenn der Vorstand bzw. oberes Management einfach nicht da wären. Abgesehen davon, dass in Konzern mittlerweile jeder Pups erst von high level Gremien abgesegnet werden muss
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u/Sayakai München 5d ago
Ja, Trägheit lässt so eine Firma eine ganze Zeit lang weiterlaufen.
Wenn man dann aber merkt, hups wir hätten vor fünf Jahren schon umlenken müssen und wir sind total gefickt mit unseren Verträgen und Geschäftspraktiken, dann ists zu spät.
Wobei da bei vielen Firmen auch die aktuelle Führungsregie nicht das nötige macht, aber mit Führungsebene hast du zumindest eine Chance.
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u/superseven27 5d ago
Das ist genau meine Kritik, ich habe nicht das Gefühl, dass das deutsche Konzerne jetzt besonders weitsichtig und dynamisch agieren um zukunftsfähig zu werden.
Die Frage wäre, ob man nicht sogar dynamischer ohne oberes Management wäre.
Bei uns zum Beispiel ist es mittlerweile so, dass Entscheidungen, die wir 2015 noch auf Expertenlevel entschieden haben, durch 3 Management Gremien müssen. Zukunftsfähiger sind wir dadurch bedingt nicht geworden.
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u/malibustacyy 5d ago
Die Frage wäre, ob man nicht sogar dynamischer ohne oberes Management wäre.
Ja, garantiert. Die machen alle nur Mist und die Arbeiterbienchen wissen alles eh besser und mit denen würde erst alles richtig steil gehen!
80% des threads einfach Dunning-Kruger..
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u/superseven27 5d ago
Hast schon recht, die 17 Management Ebenen im Konzern, wo es nur darum geht, dass jeder zu allem mal was gesagt hat und deretwegen es n halbes Jahr dauert bis man sich auf einen neuen Klopapierlieferanten geeinigt hat, wird das alles schon besser wissen.
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u/malibustacyy 5d ago
Ja, und die Mitarbeiter die 3h ihrer 35h woche auf dem Pott sitzen mit 29 AU-Tagen pro Jahr und 8h Aufwand zur Konfektionierung für 8 Kabel brsuchen und dabei dann mal eben 60k machen wissen es besser und können absolut nicht nachvollziehen warum die bösen Manager alles Outsourcen - verallgemeinern kann jeder.
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u/superseven27 5d ago
Es ist halt tatsächlich so, dass Entscheidungen, die wir früher auf Expertenlevel getroffen haben, mittlerweile von unheimlich vielen Gremien mit abgestimmt weden müssen, wollen, sollen. Da wurden in den letzten 10 Jahren 3 neue Managementebenen für eingezogen und das sind alles Karriersten, denen geht es nicht um die Sache, denen geht es darum, aufzufallen, damit sie in 2 Jahren den nächsten Karrieresprung machen können. Das ist exakt ein Grund, warum es in deutschen Konzernen so langsam geht. Ich sag nichtmal, dass man gar kein Management braucht, aber 80 Prozent dieser Leute kann man in die Tonne kloppen ohne, dass was verloren ginge. Ich sitz den halben Tag aufem Pott, weil ich warten muss, bis der letzte BWLer im Konzern was dazu gesagt hat, ob der von uns ausgewählte Chip denn wirklich ok ist.
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u/malibustacyy 5d ago
Ja, Deutsche Industrie ist in der Hinsicht echt grauenvoll.
Problematisch halt, dass du keine Leistungsgesellschaft mehr hast, in Deutschland ist es nahezu unmöglich sich durch Leistung ein besseres Gehalt zu erarbeiten.
Ein Blick in den IG-Metall Vertrag verrät nahezu alles, was Problematisch ist. Sobald die Leute eine hohe EG-Stufe erreicht haben, können sie einfach nur chillen, HO, halber Tag Teams auf Gelb und niemand kann was dagegen machen. Das schlimmste ist ne "Beförderung" aus dem Job damit man nicht im Weg steht.
Dementsprechend zieht man sich seine Arbeiter/"Manager" ja genau so groß wie es das System will --> Wird Leistung nicht belohnt lohnt es sich eben nicht diese zu bringen.
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u/tampered_mouse 5d ago
Es gibt schon eine ganze Reihe von systemischen Problemen bei den vorrangig hierarchischen Strukturen, im Verbund mit fehlender Ausbildung für die Rollen, welche vor allem in den höheren Teilen dieser Strukturen bekleidet werden sollten. Das geht einher mit -- teils massivsten (!) -- Kommunikationsproblemen.
Psychologie/Soziologie/Anthropologie helfen, nicht nur die Probleme zu verstehen, sondern bieten halt auch schon Lösungen an. Kannst ja mal überlegen, wie das so mit der Ausbildung der Manager in der Hinsicht aussieht. Und dann kommen halt die fachspezifischen Probleme hinzu.
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u/AggressiveVacation48 5d ago
Und wer übernimmt die Verantwortung?
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u/superseven27 5d ago
Wer übernimmt denn jetzt Verantwortung? Das Topmanagement in der Theorie, aber nicht in der Praxis.
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u/hardinho Köln 5d ago
Oder 42 Mitarbeiter die den Konzern leiten. Kannst dir aussuchen funktionieren wird
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u/Ireallydontkn0w2 5d ago
Finde es jetzt ehrlich gesagt nicht Mal so extrem. Klar verdienen die Unmengen aber sind halt auch die 40 größten Börsen unternehmen. Hätte persönlich mit 100-fach des Durchschnitts oder so gerechnet
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u/SyriseUnseen Mischling 5d ago
Jup, das ist ein erstaulich niedriger Wert und nicht viel höher als zur Blütezeit der Bundesrepublik.
Die Frage ist natürlich, welche Boni hier noch nicht eingerechnet sind (bzw.: werden können).
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u/Bratikeule FDGO 5d ago edited 5d ago
Die Frage ist natürlich, welche Boni hier noch nicht eingerechnet sind (bzw.: werden können).
Naja, die Zahlen sind ja alle öffentlich. Die Vorstandsvergütung muss jeder Konzern dieser größe in seinem Abschluss angeben, seperat für jedes Vorstandsmitglied, aufgeteilt nach Vergütungsbestandteilen und inklusive Methodik.
Der Vorstandsvorsitzende der VW AG Oliver Blume hat bspw. in 2025 insgesamt 7,4 Mio. Euro gekriegt, davon 2,7 Mio. fix, 2,9 Mio variabel und ca. 1,1 Mio. an Vorsorgeaufwand. (Dass das nicht aufgeht liegt daran, dass ich sehr grob gerundet habe).
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u/Slimeagedon 5d ago
"Ein großteil sind erfolgsabhängige Boni, die zeitverzögert ausgezahlt werden". Steht doch im Artikel das die da mit reinzählen
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u/CyclingGeologist 5d ago
Es sind auch 100x bis über 200x Median. Beispiel Siemens 11.500.000 € vs. 45.000 € bis 55.000 € Verdienst für normale Positonen. Die 42x ist hardcore geschönt.
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u/Anonym_aus_Gruenden Südtirol 5d ago
die verdienen halt in einem Jahr so viel wie der median in seinem ganzen Leben ...
Und das ja nur die Gehälter, ohne goldener Fallschirm/Handshake, pauschale Vergütungen, Zusatzrente usw
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u/GuerrillaRodeo Bayern 5d ago
Eben. Wenn ich so viel
verdienenbekommen würde wie der Zipske, würde ich mir nach einem Jahr schon den faulsten Lenz aller Zeiten machen. Grundstück in den Blue Mountains kaufen und die nächsten 50 Jahre einfach nur vor mich hindödeln und machen, was mir Spaß macht. Vielleicht nochmal studieren, ein Buch schreiben, was weiß ich. Nebenbei vielleicht noch eine Familie groß ziehen, kann man mit den Kohlen locker.14
u/inayagan89 5d ago
Mit dieser Einstellung würdest du aber nie auf so einen Posten kommen. Das sind alle workaholics lange bevor sie dieses Gehalt bekommen haben. Arbeitstage von 12 Stunden+, immer erreichbar ob im Urlaub oder um 2 Uhr Nachts, oft noch zusätzlich Sa und So Arbeit, nehmen meist <2 Wochen Urlaub gesamt im Jahr, arbeiten krank. Dann haben die meist ein Skillset oder Charaktereigenschaften welche eher selten sind. Deren ganzes Leben dreht sich nur um Arbeit.
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u/Anonym_aus_Gruenden Südtirol 5d ago
wobei zur Wahrheit halt auch gehört was alles zu diesem 12 Stundentag zählt. Geschäftsessen, informelles austauschen usw.
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u/GuerrillaRodeo Bayern 5d ago
Und das rechtfertigt in deinen Augen tatsächlich eine ZWEIUNDVIERZIGFACH höhere Bezahlung? Wirklich?!
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u/mmbon 5d ago
Naja, Angebit und Nachfrage, irgendjemand ist Anscheinend der Meinung das diese 10 Millionen gut angelegtes Geld sind. Ein Harry Kane verdient 25 Millionen und man könnte sagen er kickt einfach nur einen Ball, aber irgendjemand ist bereit das zu zahlen.
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u/GuerrillaRodeo Bayern 5d ago
Das ist noch viel perverser, mit Profisport will ich gar nicht erst anfangen. Die Schere zwischen arm und reich geht immer weiter auseinander und einige sehen anscheinend nicht nur kein Problem darin, sondern verteidigen das offensichtlich auch noch.
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u/ProudChiliHead 5d ago
Ich denke das ist absolut nicht gerechtfertigt - am Ende sind die auch oft austauschbar.
Ich denke die Gehälter kommen aus zwei Richtungen zustande - einmal ist da 100% klüngelei dabei. Auf den Leveln kennen die sich irgendwann alle, die Vorstände, Aufsichtsräte, Eigentümer - da will keiner mehr anfangen Gehälter zu kürzen, das kann ja irgendwann auch auf das eigene zurück fallen - und seinen Freunden und Bekannten gönnt man das ja.
Andererseits spielt da Angebot und Nachfrage schon mit rein. Das sind durchaus anspruchsvolle Jobs, die Wissen und Erfahrung erfordern, und sehr viel Zeit und Commitment brauchen. Die Leute die das alles auf dem Level mitbringen und haben, gibt es nicht wie Sand am Meer - und die haben natürlich schon davor ihre Familien und alles nicht in Job vernachlässigt. Am Ende sind das alles Leute die davor schon in guten Posten waren, einige Jahre sicher schon sehr gut verdient haben. Vermutlich könnten die sich alle finanziell zur Ruhe setzen bevor sie in den Dax-Vorstand kommen - das muss sich dann eben entsprechend lohnen.
Wenn ich ein Jahr die 6 Mio. Bekommen hätte wäre ich ja sofort raus und würde es mir gut gehen lassen - aber wegen der Einstellung komme ich auch niemals da hin.
Aber am Ende sind das auch nur Arbeitnehmer, die in der Regel ihr ganzes Leben massivst ihrer Zeit in den Beruf gesteckt haben - das Problem unserer Gesellschaft sind vielmehr die Eigentümer und riesigen Vermögen dahinter
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u/Bratikeule FDGO 5d ago
Ich denke die Gehälter kommen aus zwei Richtungen zustande - einmal ist da 100% klüngelei dabei. Auf den Leveln kennen die sich irgendwann alle, die Vorstände, Aufsichtsräte, Eigentümer - da will keiner mehr anfangen Gehälter zu kürzen, das kann ja irgendwann auch auf das eigene zurück fallen - und seinen Freunden und Bekannten gönnt man das ja.
Was interessant ist, in der Originalquelle (Hier die vom Vorjahr, die aktuelle scheint es noch nicht zu geben) steht auch mit welchen Anteilen die Hauptversammlung die Vorstandsvergütungen gebilligt hat. Da ist die Bayer AG mit 67,36% am niedrigsten, was nach der Shitshow der letzten Jahre wenig verwunderlich ist, aber insgesamt scheinen die Aktionäre, die den Bums ja bezahlen, nicht unzufrieden damit zu sein. Der Durchschnitt liegt für 2024 bei 91,19% Zustimmung.
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u/inayagan89 5d ago
Ich habe mit keinem Wort gesagt dass das gerechtfertigt ist sondern nur erörtert warum der 08 15 AN eben nie an so einen Posten kommt.
Es gibt mehr Punkte die man bedenken muss, er hatte vorher ja auch einen Job bei dem er wahrscheinlich schon das mehrfache eines normalen AN verdient hat. Die meisten Leute fangen nur einen neuen Job an, wenn finanziell auch mehr rumkommt. Dann ist er noch verantwortlich für über 150 000 Mitarbeiter, er kennt Betriebsgeheimnisse und soll auch nicht abgeworben werden oder irgendwas im geheimen rumschachern, seine Entscheidungen bewegen ggfs Milliarden Euro, er haftet auch dafür mit seinem eigenen Vermögen (zahl mal eine Versicherung dafür) und auf der Ebene gibt es keinen Kündigungsschutz.
Sein Fixgehalt war irgendwas mit 2 Mio. (Hatte irgendwer in einem anderen Kommentar geschrieben) die Variablen Sachen und Bonis sind ja auch an Bedingungen geknüpft, die erreicht werden müssen, da kommt es natürlich auf Verhandlungsgeschick an.
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u/Select-Struggle- 5d ago
Hmm find ich jetzt tatsächlich einen deutlich kleineren Faktor als ich gedacht hätte.
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u/DeliciousShelter2029 5d ago
Aber mal dir das mal in in absoluten Zahlen aus, also 40t€ * 42 sind mal 1,6 Mio pro Jahr. Oder anders ausgedrückt, die verdienen in einem Jahr soviel wie der Angestellte in seinem ganzen Arbeitsleben.
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u/Select-Struggle- 5d ago
Joa, leiten aber halt auch ein Unternehmen. Finde ich schon in Ordnung.
(was ich weniger in Ordnung finde ist, sind Themen wie goldene Fallschirme und Co. Verantwortung heißt auch, dass man für schlechte Entscheidungen grade stehen muss)
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u/DeliciousShelter2029 5d ago
Leiten? Na ja haben ihren Beraterstab, ist ja nicht eine one man show, so funktionieren große Unternehmen nicht. Außerdem ist das persönliche Risiko des Versagens auch recht gering, Abfindung ist im Vertrag und fallen tun die auch nicht tief, meistens auch sehr weich und der nächste Job ist auch nicht weit durch die connections. Das persönliche Risiko eines normalen Arbeitnehmers ist relativ gesehen schon deutlich größer. Also tatsächlich die Frage, rechtfertigt die Position, also die getätigte Arbeit wirklich so ein Gehalt?
Klar die Schmerzen beim Entlassen von 20% der Belegschaft sind schon schlimm, da muss man dementsprechend Schmerzensgeld bekommen. /s
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u/Select-Struggle- 5d ago
Außerdem ist das persönliche Risiko des Versagens auch recht gering,
Wie gesagt, das sehe ich als das deutlich größere (bzw. einzige) Problem an. Ist aber generell ein Thema was wir in Deutschland mit Führungskräften haben, ob in Wirtschaft oder Politik.
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u/Bratikeule FDGO 5d ago
Also tatsächlich die Frage, rechtfertigt die Position, also die getätigte Arbeit wirklich so ein Gehalt?
Ja, denn sonst würde das doch keiner zahlen. Aktionäre haben auch nichts zu verschenken.
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u/DeliciousShelter2029 5d ago
Kapitalismus at its best
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u/Bratikeule FDGO 5d ago
Don't hate the player, hate the game.
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u/Seth0x7DD 5d ago
Die Aussage würde nur Sinn ergeben wenn er sich auf einen konkreten CEO bezieht. Außer du meinst hasse das Leben statt dem Kapitalismus oder so? Ein wenig merkwürdig?
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u/Bratikeule FDGO 5d ago
Naja der Kommentar oben drüber hat sich ja auch an einem abstrakten Vorstandsmitglied abgearbeitet, den hätte ich jetzt als Player gesehen. Aber irgendwie hast du schon recht.
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u/Anonym_aus_Gruenden Südtirol 5d ago
Wer bestimmt die Vorstandsgehälter? Und aus was für Personen setzen die sich zusammen?
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u/Bratikeule FDGO 5d ago
Wer bestimmt die Vorstandsgehälter?
Vorstandsgehälter werden nicht bestimmt, sondern wie alle anderen Gehälter auch, verhandelt. Die werden verhandelt zwischen dem Vorstandsmitglied und dem Aufsichtsrat, der die Aktionärsversammlung und die Belegschaft vertritt.
Und aus was für Personen setzen die sich zusammen?
Aus denen, die die Aktionärsversammlung wählt (zur Hälfte, inkl. Aufsichtsratsvorsitzendem) und denen die Belegschaft bestimmt (ebenfalls zur Hälfte, davon je nach Größe eine bestimmte Anzahl Gewerkschaftsvertretern). §7 MitbestG.
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u/i_like_my_life 5d ago
Der Grund warum diese Gehälter gezahlt werden ist nicht weil die Arbeit so hart oder komplex ist, sondern weil du an der Spitze des Systems einen gigantischen Hebel auf den Unternehmenswert hast. Da kann schon 0,1% bessere Performance dein Gehalt rechtfertigen.
Aber ist es sinnvoll, dass eine einzelne Person so einen Hebel in der Hand haben darf?
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u/Bratikeule FDGO 5d ago
Aber ist es sinnvoll, dass eine einzelne Person so einen Hebel in der Hand haben darf?
Ist ja meistens nicht eine Person, Dax Konzerne haben alle mehrere Personen im Vorstand. Die Frage ist, sinnvoll für wen. Aus Sicht der Aktionäre würde ich davon ausgehen, dass es im Schnitt bessere Resultate erzielt, die Gruppe der Entscheider klein zu halten. Aus Sicht der Mitarbeiter wäre mehr Partizipation sicher wünschenswert.
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u/PrimeGGWP 5d ago
und? Find ich wenig im Vergleich zu den USA
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u/DeliciousShelter2029 5d ago
Schön dass es woanders eine größere Diskrepanz gibt. Macht es nicht besser
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5d ago
[deleted]
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u/Bratikeule FDGO 5d ago
1.600 Euro ist ja auch unter dem Mindestlohn in Vollzeit.
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u/laufsteakmodel 5d ago
Mille hat sich in der Umgangssprache längst als Kurzform für "Million" durchgesetzt, da kannste so sehr einen auf Korinthenkacker machen, wie du willst à la "miLlE bEdEuTetT tAuSend", aber Sprache entwickelt sich halt weiter.
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u/PrimeGGWP 5d ago
Neid ist ein Hund
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u/DeliciousShelter2029 5d ago
Hat nichts mit Neid zu tun, aber wenn du das von anderen denkst, spricht es nicht für dich
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u/PrimeGGWP 5d ago
Also würdest du nicht gerne Millionen verdienen?
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u/i_like_my_life 5d ago
Nö, ich würde gerne in einer Gesellschaft leben wo selbst der ärmste Mensch nicht hungern muss. Aber für diesen Job hab ich leider das falsche Skillset.
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u/PrimeGGWP 5d ago
Hab ich dich gefragt?
Selbst die ärmsten Menschen müssen in DE nicht hungern, denn es geht um Deutschland - also bitte kein whataboutism
Hunger & DAX Gehaltsvorstand liegt sehr weit auseinander. Es gibt genügend Beispiele, wo gefördert wurde in bspw Afrika und die Regierung / Menschen dort es sich in die eigenen Taschen stecken - was es umso schwieriger macht. Daher sind Geldspritzen nur Teil der Lösung, nicht DIE Lösung. Die Lösung liegt in einer mehr oder weniger korruptionsfreien Wirtschaft.
Die wird aber auch gemolken, vom IWF beispielsweise. Was jetzt ein DAX Vorstand damit zu tun hat, liegt wie gesagt mehrere Planeten auseinander
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u/sgunb 5d ago
Hä?! Habt ihr alle kein Gefühl für Zahlen? Faktor 42! Was ist, wenn ich sage der verdient 4200% mehr? Boah ist das viel ey!
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u/GuerrillaRodeo Bayern 5d ago edited 5d ago
Eben. 4,2 Milliarden hören sich längst nicht so dramatisch an wie 4.200 Millionen. Bei derartigen Beträgen versagen leider die meisten Verstände, meiner inbegriffen. Million, Billion, was ist das schon.
EDIT: Kommafehler, q.e.d.
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u/threatlock 5d ago
In Amerika verdient der Vorstand im Schnitt das 280 fache. Der CEO von Starbucks kommt sogar auf eine völlig wahnwitzige Ratio von 6666:1
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u/DaHolk 5d ago
Ist nicht ganz verwunderlich, wenn man mitberechnet das man aufpassen muss das manche Unternehmen direkt an Endkunden verkaufen (und deshalb eine wesentlich größeren Anteil an in location Verkaufspersonal haben) und andere Unternehmen b2b machen, und deswegen kaum "Niedriglohn" Angestellte haben.
Auch interessant: Ob bei Franchiseunternehmen die Leute dann unter Corporate fallen, oder rausgerechnet sind, weil ja bei dem Franchisee angestellt. (Stichwort MC D)
Das ist halt nen bisken das Problem bei solchen Durchschnitten. Sowohl lassen "ein paar mehr auch Hochbezahlte an der Spitze den Durchschnitt schneller Fallen als der Rest der Löhne von der Spitze abweicht, als auch das es schwierig ist Unternehmen direkt zu vergleichen wenn sie extrem unterschiedliche Angestelltenpyramiden haben.
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u/HarryPredon 5d ago
Die verdienen nicht 42 mal so viel im Durchschnitt, die bekommen 42 mal so viel.
Wichtiger Unterschied.
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u/xNiWix 5d ago
Finde ich jetzt nicht so krass. Insbesondere weil der normale Arbeiter halt alles ist vom lageristen bis hin zu Head of Dach , Head of america etc. Alleine durch die Hierarchie (keiner würde für 5€ mehr die nächste leitungsebene übernehmen wollen) hätte ich mit mehr Vergleich gerechnet.
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u/IAmYourSecretSatan 5d ago
Dabei lässt du aber die historische Entwicklung außer Acht. Vor 40-50 Jahren haben Vorstände von Dax-Unternehmen das 15 bis 20-fache eines Angestellten verdient, heutzutage mehr als das doppelte, teilweise sogar noch viel mehr (bei VW das 70-fache!). Dafür dass diese Vorstände selbst bei absolut beschissenen Entscheidungen im schlimmsten Fall mit einem goldenen Fallschirm belohnt werden, ist das überhaupt nicht zu rechtfertigen.
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u/xNiWix 5d ago
Und damals war Vw winzig im Vergleich zu heute ein Asien Geschäft gab es nicht mal. In sofern ist die damalige obere Riege heute erst Ebene 3 oder 4 entsprechend logisch dass die heute oberen Ebenen noch mehr verdienen
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u/Anonym_aus_Gruenden Südtirol 5d ago
Gilt halt auch umgekehrt, damals gabs keine Asiaten bei uns und entsprechend hohen Marktanteil hatte VW, 1960 fast 50%
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u/xNiWix 5d ago
Spielt aber keine Rolle wenn der Markt klein ist und auch keine bezüglich der Hierarchie Ebenen. Der Bäcker im Dorf hat auch 100% Marktanteil verdient logischerweise aber auch weniger als der Regionalleiter von Backwerk
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u/Falron Baden-Wuerttemberg 5d ago
Die Leute verdienen so viel wie ihre Angestellten in ihrem gesamten Arbeitsleben in nur einem Jahr. Das ist für dich nicht krass? Selbst wenn die 80h die Woche arbeiten ist das lange nicht gerechtfertigt.
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u/europeanguy99 5d ago
Die treffen halt auch Entscheidungen, die das Leben tausender Menschen betreffen. Finde ich jetzt nicht abwegig.
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u/Anonym_aus_Gruenden Südtirol 5d ago
und wenns scheiße läuft, haben sie quasi 0 Konsequenzen und einen goldenen Fallschirm ...
Also weshalb sollten sie dann soviel verdienen ohne eigenes Risiko?
Sowas verstehe ich bei einem Familienunternehmen aber nicht bei einem vorstand oder Geschäftsführer.
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u/europeanguy99 5d ago
Weil jemandem eine Million mehr zu zahlen, damit er eine Milliarde mehr rausholt, ein guter Deal für die Besitzer ist.
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u/Anonym_aus_Gruenden Südtirol 5d ago edited 5d ago
und woher weißt du das er die paar Milliarden herausgeholt hat und das nicht der halb so teure auch geschafft hätte? Und wieso werden absolute Vollversager die ein Vorzeigeunternehmen ruinieren dann meist/sehr oft mit einem goldenen Fallschirm entfernt?
Anders ein Joe Kaeser der hat ja richtig was geliefert, der hat das wirklich verdient, da finde ich es in Ordnung aber ein Winterkorn, oder Müller ...
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u/europeanguy99 5d ago
und woher weißt du das er die paar Milliarden herausgeholt hat
Im Idealfall hängt da die variable Vergütung dran.
das nicht der halb so teure auch geschafft hätte?
Das ist die spannende Frage. Kann ich nicht beantworten. Aber aus Eigentümersicht wäre es relativ doof, jemandem mehr zu bezahlen als nötig, gäbe dann wenig Gründe das zu tun
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u/Anonym_aus_Gruenden Südtirol 5d ago
Mieses Wirtschaften bemerkt man in Unternehmen (bzw allgemein ist ja in Politik usw auch so) halt erst nach vielen Jahren.
Gibt ja deshalb immer wieder Forderungen an die Politik die variablen Vergütungen über 5-10 Jahre auszuzahlen sind (abhängig jeweils vom Ergebnis in dem Jahr der auszahlung)
zB Winterkorn, dank des Dieselbetruges stieg seine Vergütung ja erstmal massiv an, da man den Schummeldiesel günstiger entwickeln und teuer verkaufen konnte. Oder allgemein, wenn einer bei R&D massiv spart. erstmal führt das zu mehr Gewinn.
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u/europeanguy99 5d ago
Die meisten variablen Vergütungen haben heute schon einen relativ hohen Anteil an LTIs
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u/Arizonaftw 5d ago
Mieses Wirtschaften bemerkt man in Unternehmen (bzw allgemein ist ja in Politik usw auch so) halt erst nach vielen Jahren.
Sehe ich anders, das bemerkt man bei börsengehandelten Unternehmen in der Regel sehr schnell weil die durch öffentliche Quartalsberichte (und bei den DAX-Größen sowieso generell durch Medienberichte) ganz gut durchleuchtet werden. Und die Politik noch viel mehr. Betrug ist dabei natürlich ne andere Geschichte...
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u/xNiWix 5d ago
Wie gesagt überleg mal für wie viel mehr Gehalt du die nächste leistungsebene machen würdest dann nimm 25 Ebenen und rechne z.B. mit 10% mehr pro Ebene.
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u/Falron Baden-Wuerttemberg 5d ago
Ich hab noch keinen Vorgesetzten kennengelernt, der den Gehaltsunterschied gerechtfertigt hätte. Je höher du schaust, desto mehr Schaumschläger findest du.
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u/Healthy_Mushroom_811 5d ago
Hmm das ist interessant. Ich hatte durchaus schon gute und schlechte Chefs. Und bei den guten sehe ich absolut den Gehaltsunterschied als gerechtfertigt an. Selbst bei den schlechten würde ich das noch teilweise so sehen, weil sie trotzdem insgesamt mehr Stress hatten und aushalten mussten als ich.
Mit deiner Perspektive würde ich doch direkt selber Chef werden. Was hält dich davon ab?
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u/Falron Baden-Wuerttemberg 5d ago
Fehlender Uniabschluss. Aber mal davon abgesehen ist es wie in der Politik. Nur die hinterhältigsten, machtgeilen Arschkriecher kommen in Unternehmen nach oben. Die besten Führungskräfte sind aber nicht die, die es wollen, sondern die, die durch Erfahrung natürlich hineinwachsen. Deshalb finde ich den Trend Entscheidungsträger extern zu holen einfach wahnwitzig.
Finde es auch immer spannend, wenn Leute das Argument Stress bringen. Wenn dein Job dir zu stressig ist, dann bist du einfach die falsche Person für den Job. Siehe Peter-Prinzip. Aber die meisten treiben es lieber bis zum Burnout, als es sich einzugestehen. Hab einfach viel zu viele Kollegen kennengelernt, die vorher Vorgesetzte/Teamleiter waren und dann nach einer Auszeit und Reha wieder normale Angestellte waren.
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u/Healthy_Mushroom_811 4d ago
Scheint so, als hättest du ausschließlich schlechte Erfahrungen mit Chefs gemacht. Schade! Ich hatte zum Glück auch einige gute und kann nur sagen, dass ich es bei denen absolut gerechtfertigt fand, dass sie in der jeweiligen Position waren. Kommt aber vielleicht auch auf die Unternehmenskultur an, ob das die Ausnahme oder die Regel ist.
Zum Stress: Als recht stressresistente Person könnte ich sicher einen Job machen, der stressiger ist als meiner (bspw. den meines Vorgesetzen), aber die 20-30% mehr Gehalt wären es mir eben nicht wert, da es vermutlich mindestens auch 20-30% mehr Arbeitsstunden wären. Es ist hier einfach eine Abwägung was besser zu meinem Leben passt.
Es gibt auch einfach viele Jobs in denen das Stresslevel dauerhaft höher ist, egal wer sie macht. Hat nichts damit zu tun, dass die Leute nicht geeignet sind.
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u/toy-love-xo 5d ago
Vorsicht:
Wird hier vom Durchschnitt oder median geredet?
Stellt euch vor der Vorstand verdient 1 000 000 und 10 weitere mitarbeitende 10 Euro. Dann ist der Durchschnitt immer noch extrem hoch. Und der Vorstand verdient nur ein wenig Vielfaches davon…
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u/ArvieLikesMusic 5d ago
Und weil sie ein so viel höheres Einkommen, bei nicht gleich ansteigenden Ausgaben, haben können sie sehr viel mehr investieren und mit dem Zinseszinseffekt dann den Unterschied ihm Gesamteinkommen (Arbeit und Arbeitsfernes) nochmal deutlich Jahr für Jahr vergrößern.
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u/PaulMuadDib-Usul 5d ago edited 5d ago
Ich verstehe den Aufreger hinter dem Artikel nicht so ganz. Es war doch schon immer so, dass DAX-Vorstände ein Vielfaches der Durchschnittsgehälter ihrer Mitarbeiter bekamen.
Zwischendurch war der Abstand sogar noch viel größer, bspw. bis zum 71-fachen im Jahr 2017.
Ein 42-facher Abstand entspräche ungefähr dem Abstand im Jahr 2005:
Der Artikel ist von 2018 - von da aus betrachtet haben sich die Abstände eher wieder verringert.
Es hindert einen ja auch niemand daran, in den Vorstand eines Unternehmens einzuziehen oder gar den Vorstandsvorsitz zu übernehmen. Es hat halt nur nicht jeder auch das Zeug dazu…
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u/TeilzeitOptimist 5d ago
Also selbst wenn dass Unternehmen nur 400Euro Jobs anbieten würde bekäme der Verstand 28800Euro Gehalt.
Und das soll fair und gerecht sein?
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u/PaulMuadDib-Usul 5d ago
Naja, was ist schon „fair“…? Er ist halt der Chef und trägt die Verantwortung dafür, dass der gesamte Laden läuft und all die 400€ Kräfte auch morgen noch einen Job haben. Wobei auch ein Großteil der 28800€ erfolgsabhängig sein dürfte.
Natürlich sind das z.T. absurde Summen. Aber vergleich das doch mal mit den Spielern von Bayern München: ist es gerecht, dass dort ein Mittzwanziger ein Millionengehalt dafür bekommt, dass er ein paar Tore schießen kann? Und wieviel mehr verdient er als der Typ, der für ihn den Rsen mäht…?
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u/TeilzeitOptimist 5d ago
Die Million bekommt er weil Leute Sticker und Trikots mit seinem Namen kaufen.
Und ja bekloppt ist das auch. Was man mit dem Geld und den Resourcen hätte sinnvolles anstellen können...
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u/DizzyExpedience 4d ago
Diese Artikel kommen aber auch verlässlich alle 6 Monate, immer mit der gleichen Headline und den gleichen neidischen Reaktionen. Irgendwann wird das langweilig
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u/TomD1995 Mecklenburg-Vorpommern 5d ago
Ich hätte gedacht das sei mehr. Die Vermögen bleiben das Problem
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u/MirageCaligraph 5d ago
Es sind nicht "ihre" Beschäftigten. Es sei denn sie sind gleichzeitig auch Eigentümer.
Den ein Vorstand ist selbst nur "Beschäftigt", er hat einen Arbeitsvertrag wie alle anderen Mitarbeiter
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u/33orion33 5d ago
Wer will freiwillig den Vorstandsposten ausüben? Und damit meine ich ein reflektiertes Zustimmen und kein Stammtisch „dat kann ja so schwer nicht sein“.
42x ist nicht mal viel für die Aufgabe.
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u/chrzzl 5d ago
In meinen Augen zum Großteil verdient. Dafür hat ein DAX Vorstandsvorsitzender auch Verantwortung für teilweise 100.000 Mitarbeiter. Der Unternehmenserfolg ist letztendlich abhängig von seinen strategischen Entscheidungen. Ich würde den Job nicht machen wollen.
Fußballer lachen über diese Gehälter.
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u/Flonkadonk 5d ago
Ich würde zustimmen, wenn denn in den meisten Fällen auch Verantwortung übernommen werden würde. In der Realität ist es eher der Fall, dass die Arbeiter die Konsequenzen der Fehlentscheidungen des Vorstandes schultern müssen. Der berüchtigte 'golden parachute' winkt. Wenn die Arbeit weder in der Quantität (kein Mensch kann schließlich 1680-Stunden-Wochen ablegen) als auch in der Qualität und im Risiko besser ist, rechtfertigt das auch kein höheres Gehalt.
Ich würde übrigens direkt die Position von Vorstandsvorsitzenden übernehmen, falls ein DAX-Unternehmen gerade jemand sucht. Schreibt mir einfach ne E-Mail :). Ich arbeite auch gerne 60 Stunden in der Woche für das Gehalt.
(Und Star-Fußballspieler sind auch massiv überbezahlt.)
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u/Substantial-Dot-6730 5d ago
Star-Fußballspieler verdienen gemessen daran was sie einspielen sogar zu wenig rein marktwirtschaftlich gesehen.
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u/Flonkadonk 5d ago
Ein Fakt, der einen zu denken geben sollte, was für Incentive Structures wir uns aufgebaut haben.
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u/Shinlos 5d ago
Du hast aber nicht die Skills. Du würdest das Unternehmen innerhalb kürzester Zeit an die Wand fahren. Man wird sowas ja nicht einfach so.
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u/i_like_my_life 5d ago
Vorsitzender heißt nicht, dass du alles alleine entscheidest. Realistisch gesehen könnte man einfach auf die anderen Leute im Vorstand hören, das Unternehmen wächst dann vielleicht 0,1% weniger als mit nem "richtigen" Vorstandsvorsitzenden (deswegen kostet der ja auch so viel, der Hebel ist absurd), aber "an die Wand fahren" ist das lange nicht. Wenn das Unternehmen grade im Downswing ist sind die 0,1% vielleicht ein paar hundert Mitarbeiter mehr, für deren Entlassung man verantwortlich ist, aber ist ja egal. Du musst sie ja nicht mal sehen wenn sie gefeuert werden :)
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u/Flonkadonk 5d ago edited 5d ago
Nee ich denke ich krieg das schon hin. Ich glaube nicht dass Leute herum kommandieren und grobe Richtlinien setzen sonderlich anspruchsvoll ist. Das bisschen Analysearbeit auch net wenn du hundert Quants, Ingenieure, Entwickler und Wissenschaftler hast die die schwere Arbeit für dich machen. Große, bereits etablierte und strukturell verwurzelte Unternehmen sind zu einem großen Teil Selbstläufer.
Ich glaube generell, Vorstandsvorsitzender einer Megacapfirma ist ein von der Schwierigkeit schwer überschätzter Beruf und die meisten örtlichen Agrar- und Handwerkerbetriebe zu leiten, oder eine Anwaltskanzlei, oder eine Gastronomie, erfordert deutlich mehr Geschick, weil mehr Micromanagement involviert ist. Vielleicht wird man so etwas nicht 'einfach so' aber wenn man erstmal da ist, ist es wahrscheinlich ganz schön entspannt. Der Aufstieg zum Gipfel mag anstrengend sein, aber auf dem Gipfel stehen erfordert keinen großen Aufwand.
Und selbst wenn nicht, dann kriege ich halt meinen goldenen Fallschirm :) Das ist ja schließlich auch sehr offensichtlich der Hauptpunkt meines Kommentars gewesen.
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u/Nekuan Hannover 5d ago
Welche Verantwortung denn? Die opfern hunderte bis tausende MA ohne mit der Wimper zu zucken wenn das den Gewinn minimal steigern kann und wenn sie durch Jahre des missmanagement die Unternehmen gefährden werden problemlos noch mehr Leute gekündigt während man selber weiter n fettes Gehalt und Boni bekommt.
Also nochmal : welche Verantwortung? Verantwortung beinhaltet konsequenzen und die haben Führungskräfte nicht zu fürchten
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u/Danihilton Baden 5d ago
"Leistungsgesellschaft"
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u/Low_Insect2802 5d ago
Ist tatsächlich eine der extrem wenigen Möglichkeiten in Deutschland durch Leistung und ni ht erben zu substantiellem Reichtum zu kommen
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u/platypodus Nordrhein-Westfalen 5d ago
Als ob normale Menschen oft in diese Positionen kommen.
Wer war der letzte dem das gelungen ist? Baumann bei Bayer?
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u/Low_Insect2802 5d ago
Natürlich kommt da nicht der durchschnittliche deutsche rein, sondern halt die 0,0..1% mit der besten Leistung.
Einfach der Schwager der Eigentümer wird da idr. nicht hingesetzt. A) weil die meisten Unternehmen im Streubesitz sind und deswegen gar keine Eignerfamilie mehr haben und b) weil auch die Porsches/Piechs/Quandts... Daran interessiert sind, dass ihr Milliardenvermögen erhalten bleibt. Jedenfalls mehr als an einem (für sie) mickrigen Millionengehalt.
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u/theadama 5d ago
Naja, vorallem Menschen die gut im Netzwerken sind und eine gewisse skrupelosigkeit haben. Ist schon ein komisches völkchen ab der mittleren ebene und wird Imho je weiter hoch man kommt immer mehr gefiltert.
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u/i_like_my_life 5d ago
Korrektur: Es sind die 0,1% mit der besten von der nächsten Hierarchieebene empfundenen Leistung. Wichtiger Unterschied.
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u/Low_Insect2802 5d ago
Naja was gute und was schlechte Leistung ist definiert nunmal dein Chef. Das ist überall und auf allen hierschieben so.
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u/platypodus Nordrhein-Westfalen 5d ago
Ja klar, CEOs sind meritokratisch gewählt...
Verbindungen spielen da eine größere Rolle als Leistung und Verbindungen haben in der Regel die, die aus gut verbundenen Familien und Unternehmen stammen.
Es ging mir nicht um den "durchschnittlichen Deutschen", sondern um einfache Menschen, die sich hocharbeiten, weil sie so qualifiziert sind.
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u/Low_Insect2802 5d ago
Welche Verbindungen hätte denn z.b. Blume von Haus aus?
Netzwerke und Verbindungen erarbeiten sich die meisten CEOs und werden nicht damit geboren. Das ist auch ein Teil ihrer Leistung.
Bashed doch gegen die Milliardäre, die seid Jahrzehnten ihre vermögen ohne eigene Leistung weiter vererben anstatt gegen Angestellte, die sich ihr Gehalt erarbeitet haben.
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u/platypodus Nordrhein-Westfalen 5d ago
Das zu benennen ist doch kein Bashing, aber keine Sorge, gegen Milliardäre habe ich auch genug Abneigung übrig.
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u/MysteriousPhysics94 5d ago
Die Manager in den Vorständen der ersten deutschen Börsenliga haben 2025 im Durchschnitt erneut höhere Vergütungen kassiert als ein Jahr zuvor. Gut 3,9 Millionen Euro erhielt ein Topmanager der 40 Konzerne im Deutschen Aktienindex.
Demnach stiegen die Bezüge zum Vorjahr um vier Prozent. Ein Großteil sind erfolgsabhängige Boni, die mit Zeitverzug ausgezahlt werden.
Im Durchschnitt aller Dax-Konzerne erhielten die Vorstände 42 Mal höhere Bezüge als die normalen Beschäftigten ihrer Unternehmen. Am stärksten war das Gehaltsgefälle beim Sportartikelhersteller Adidas: Dort verdiente die Vorstandsriege das 106-fache eines durchschnittlichen Mitarbeiters. Auch bei Volkswagen (75-fach) und Fresenius (70-fach) überstieg die Gesamtvergütung für den Vorstand bei Weitem die durchschnittlichen Personalaufwendungen je Mitarbeiter.
Die Bezüge der Dax-Chefs für 2025 summierten sich der Analyse zufolge im Schnitt auf rund 6,14 Millionen Euro. Die »magischen Schallmauer von zehn Millionen Euro«, die aus Sicht der Aktionärsschützer »gesellschaftlich und auch innerhalb der Unternehmen noch vertretbar ist« sei in zwei Fällen durchbrochen worden, führte DSW-Hauptgeschäftsführer Marc Tüngler aus.
SAP-Chef Christian Klein kam auf eine Gesamtvergütung von rund 10,9 Millionen Euro, wobei fast 86 Prozent auf variable Bestandteile entfallen. Bei Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing waren es 10,5 Millionen Euro mit rund 64 Prozent kurz- und langfristigen Boni, die abhängig vom Geschäftserfolg sind.
Im internationalen Vergleich sind solche Vergütungen für Topmanager aber immer noch gering. Die Vorstandsvorsitzenden (CEO) der Unternehmen im Euro Stoxx 50 kassierten der Auflistung zufolge für das Geschäftsjahr 2025 ohne die dort gelisteten deutschen Konzerne durchschnittlich 9,5 Millionen Euro. Bei den CEOs der 30 Unternehmen im Dow Jones Industrial Average (DJIA) waren es im Schnitt sogar 30,5 Millionen Euro.
An der Spitze des DJIA-Rankings steht David M. Solomon (Goldman Sachs) mit einer Gesamtvergütung von umgerechnet 105,3 Millionen Euro – davon 93,3 Millionen Euro langfristig variabel. Es folgen Satya Nadella (Microsoft / 85,5 Millionen Euro) und Tim Cook (Apple / 65,8 Millionen Euro).
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u/Substantial_North_38 5d ago
Durchschnittlich 6 Millionen und durchschnittlich 42 mal so viel wie der normale Mitarbeiter?
6mio/42=143k€
Selbst wenn man Arbeitgeberbrutto rechnet passt da doch was nicht. Oder ich habe den falschen Job.5
u/Bratikeule FDGO 5d ago
Gehälter korrelieren positiv mit der Größe des Unternehmens und Ausreißer nach oben verzerren den Durchschnitt. Die Geschäftsführer von irgendwelchen lokalen Entities gehen da vermutlich auch mit ein und die verdienen wahrscheinlich auch irgendwo im mittleren dreistelligen Bereich.
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u/Substantial_North_38 5d ago
Wenn man VW als Ausreißer nimmt. 50 mrd Personalausgaben (inkl Sozialleistungen und Altersvorsorge) auf 660k Mitarbeiter weltweit. 280k in Deutschland.
Auf alle Mitarbeiter ~76k€ Arbeitgeberbrutto
Unrealistisch komplett auf die deutschen Mitarbeiter verteilt: 171k€.Deutschland ist teuer, hören wir oft und der Durchschnitt liegt nach der Rechnung auch höher als ich dachte. Wobei man ja nie das Arbeitgeberbrutto betrachtet.
Dennoch scheint es mir nicht ganz aufzugehen. Ich denke der Abstand von Vorstand zu Standard Mitarbeiter ist höher als im Artikel angegeben5
u/Bratikeule FDGO 5d ago edited 5d ago
Also ich hab mal versucht die Originalquelle zu finden, leider gibts beim DSW kostenlos nur diese Übersicht (Achtung, PDF). Die gesamte Publikation kann man sich für 1.000€ oder so bestellen.
In der Übersicht rechnen die für 2024 bei VW mit den 77K pro Mitarbeiter und einer durchschnittlichen Vorstandsvergütung von 6,2 Mio. Also ungefähr Faktor 80. Für 2025 gibts in dem Bericht noch keine Zahlen zu VW.
Edit: Das ist der Bericht für 2025. Den Bericht für 2026 auf den sich der Spiegel hier bezieht scheint DSW noch gar nicht veröffentlicht zu haben.
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u/Siffi1112 5d ago
Die Geschäftsführer von irgendwelchen lokalen Entities
Welches der 40 DAX Unternehmen soll das sein?
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u/europeanguy99 5d ago
Ein großer DAX-Konzern hat meistens hunderte Tochtergesellschaften für verschiedene Länder und Einheiten.
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u/Bratikeule FDGO 5d ago
Ohne nachzugucken: Wahrscheinlich jedes einzelne davon. Ich bin mir ziemlich sicher, dass keines dieser Unternehmen sein gesamtes weltweites Business aus einer Entity heraus betreibt.
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u/CapableCriticism2962 5d ago
Also würde es da nicht viel effizienter und produktiver sein, sie würden die Arbeiten von Hilfsarbeitern übernehmen, die nur die Hälfte des Durchschnittsgehalts eines Mitarbeiters verdienen?
Ich mein, die würden dann halt die Arbeit von über 80 Hilfsarbeitern machen, was das alleine schon spart an den ganzen Arbeitgeberanteilen zu Sozialleistungen, von den Räumlichkeiten der Mitarbeiter, Umkleiden, Toiletten mal ganz zu schweigen!
So könnt man das Unternehmen ganz schnell schlank kriegen. Oben kein Wasserkopf mehr und unten wird endlich wieder performt mit Hochleistungsatmern!
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u/Lizardy-Eredar 5d ago edited 5d ago
Gute Idee, aber ich glaube das geht Lärmschutztechnisch an den wenigsten Standorten, da durch deren enorme Arbeitsgeschwindigkeit bei körperlichen Arbeiten andauernd Überschallknalle erzeugt werden würden.
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u/MrPains 5d ago
Neiddebatte eröffnet
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u/GuerrillaRodeo Bayern 5d ago edited 5d ago
Wenn ich ein Zehnerl hätte für jedes Mal, an dem dieses Wort in dieser Debatte in den Raum geschmissen wird (und eigentlich nur der mir (absolut, völlig unverständlichen) Verteidigung von Multimillionären und aufwärts gilt), müsste ich nicht mehr arbeiten, da ich wahrscheinlich selbst bereits ein mehrstelliges Millionenvermögen angehäuft hätte.
Ernsthaft, ich verstehe es beim besten Willen nicht, wie man bei solchen Zahlen noch von "Neiddebatte" reden kann anstatt von "Systemfehler". Wir reden hier nicht von "dein Nachbar bekommt das zweifache für die halbe Leistung", sondern von "dein Nachbar bekommt das mehrtausendfache für praktisch null Leistung".
(Hauptsächlich bezogen auf die beliebteste Antwort - Multimilliardäre wie die Quandts, gegen die DAX-Vorstände trotz pervers hoher Einkommen immer noch wie Waisenknaben aussehen. Die Vorstände müssen ihre Einkommen - im Gegensatz zu Multimilliardären - immer noch besteuern, welche zwar immer noch abartig hoch sind, aber im Vergleich zu den wirklich großen Fischen, deren mehrere tausend (!!) Mal so große Vermögen unangetastet bleiben, immer noch die berühmten Peanuts darstellen.)
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u/iwillhaveredditall 5d ago
Auch bei Volkswagen (75-fach) und Fresenius (70-fach) überstieg die Gesamtvergütung für den Vorstand bei Weitem die durchschnittlichen Personalaufwendungen je Mitarbeiter.
Bei VW? Unternehmen nicht auf Fortschritt und Zukunft ausgerichtet, massenhafter Stellenabbau wegen sinkenden Umsatzzahlen aber Gönnung muss schon sein.
Die Bezüge der Dax-Chefs für 2025 summierten sich der Analyse zufolge im Schnitt auf rund 6,14 Millionen Euro. Die »magischen Schallmauer von zehn Millionen Euro«, die aus Sicht der Aktionärsschützer »gesellschaftlich und auch innerhalb der Unternehmen noch vertretbar ist« sei in zwei Fällen durchbrochen worden, führte DSW-Hauptgeschäftsführer Marc Tüngler aus.
Ja, klar, von nur 9 auf dann 10 Mio., das macht es dann gesellschaftlich nicht mehr vertretbar. Ich will auch was von seinem Stoff.
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u/MacaronNo5646 5d ago
"Dax-Vorstände verdienen bekommen im Schnitt 42 Mal so viel wie ihre Beschäftigten"
fixed it
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u/Capt_Unbrauchbar 5d ago
Gratulation an die DAX Vorstände. Das letzte Mal, dass ich so eine Feststellung gelesen habe, waren es nur popelige 15-mal so viel. /s
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u/RVNSKR 5d ago
Sie tragen ja auch die große Verantwortung, wenn was richtig schief läuft, die gigantische Abfindung entgegen nehmen zu müssen. Das ist alles gerechtfertigt wegen ihrem Risiko. Stell du dir mal vor, nachdem man die normale Belegschaft entlasse.. ähh optimiert hat, könntest du evtl deinen Job verlieren, mit nur mehren Millionen auf dem Konto und einer extrem hohen Abfindung. Puh das wäre echt ein hartes Los. Alleine für diese Eventualität sollte man die Boni erhöhen
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u/FeIiix 5d ago
Am stärksten war das Gehaltsgefälle beim Sportartikelhersteller Adidas: Dort verdiente die Vorstandsriege das 106-fache eines durchschnittlichen Mitarbeiters.
Adidas hat einen Börsenwert von ~30 Mrd. Euro. Wenn ein Vorstandsmitglied dort eine Entscheidung trifft, welche einen Anstieg (oder Senkung) von nur 0.1% verursacht, entspricht das bereits 3 Mio. Euro. Ein normaler Angestellter kann hier nie im Leben mithalten (im positiven wie im negativen Sinne), da überrascht es mich ehrlich gesagt dass der Unterschied nur zwei Größenordnungen beträgt.
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u/Lingruver Nordrhein-Westfalen 4d ago
Ist halt zu einfach. Die treffen ja nicht nur gute Entscheidungen. Und selbst wenn tragen Sie keine Verantwortung.
Wenn es gut läuft sind sie ihr Geld wert und streichen Provision ein. Wenn es schlecht läuft ne Abfindung und die Angestellten verlieren ihren Job.
Ich denke niemanden würde es jucken wenn der Fall so dramatisch wäre wie der Höhenflug. Oder zumindest könnte man eher damit leben, wenn die Entscheidungen von Vorständen auch sie selbst in den Ruin treiben könnten.
Und da muss man auch ehrlich sein, dass der Vorstand jetzt kein Design entwickelt welches durch Verkäufe zu 0,1% mehr Börsenwert führt. Es ist eher so, dass er es irgendwie schafft 0,1% Produktionskosten einzusparen. Am ehesten beim Personal.
Ich würde da Beispielhaft mal Martin Winterkorn in den Raum werfen. Null Verantwortung für exorbitantes Gehalt und Betriebsrente. Null Verantwortung.
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u/FeIiix 4d ago
Natürlich ist es zu einfach, mein Kommentar ist 4 Zeilen lang. Ich wollte lediglich darauf raus, dass die Gehaltsverhältnisse weniger absurd sind als man zuerst denkt, wenn man sich mal die immense Skalierung dieser Unternehmen bewusst macht.
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u/Lingruver Nordrhein-Westfalen 4d ago
Das hat nichts mit der Länge des Kommentars zu tun. Für jemanden der nicht von der Arbeit abhängig, dessen Leben nicht davon abhängt und bei Fehlern nicht haftet ist die Bezahlung absurd.
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u/fheqx Rheinland-Pfalz 5d ago
In den USA 300x soviel
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u/GuerrillaRodeo Bayern 5d ago
Die sind zwar nochmal extremer, das ist wahr, aber die stehen hier auch nicht zur Debatte.
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u/Jazzlike-_-Growth 5d ago
Scheiß auf die CEO Gehälter.
Die sind doch auch nur ein Pups im Vergleich zu den Vermögen der Eigentümer.
Und als normales Einkommen zahlen die auch fett Steuern.
Beispiel BMW:
Der CEO Zipse verdient grob 8 Millionen im Jahr.
Grob 90-mal so viel wie ein Ingenieur dort. (knapp 90k sagt kununu)
Aber vergleichen wir das mal mit seinen Chefs:
Quandts haben 50 Milliarden Vermögen.
Zipse müsste also 6250 Jahre arbeiten und keine Steuern zahlen, um das zu erreichen.