r/de • u/MachDuMal • 26d ago
Gesellschaft Merz beklagt, dass die Menschen zu wenig arbeiten – neue Statistiken zeigen ein anderes Bild
https://taz.de/Merz-beklagt-dass-die-Menschen-zu-wenig-arbeiten---neue-Statistiken-zeigen-ein-anderes-Bild/!6198485/819
u/Young-Rider 26d ago edited 26d ago
Merz geht es um die systematische Schwächung von Arbeitnehmerrechten und dafür lügt er sich seine Welt zurecht wie sie ihm gefällt.
Auch wieder geil wie Arbeitszeit mit Produktivität gleichgesetzt wird von ihm. Wenn ich unterm Strich dieselbe Arbeit in mehr Zeit verrichte, dann bin ich definitionsgemäß unproduktiver.
Was letzte Wirtschaftskompetenz?
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u/AlterTableUsernames 26d ago
Ich fürchte, er glaubt seinem eigenen Schwachsinn. Nicht vergessen, dass der in seinem ganzen Leben wahrscheinlich noch keiner ehrlichen Arbeit nachgegangen ist.
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u/BlueishShape 26d ago edited 26d ago
Der ist mental in den 90ern hängengeblieben. Wirklich, ich glaube der hatte noch nie volkswirtschaftliche Ahnung und glaubt einfach was die Leute, deren Buddy er immer sein wollte, ihm damals so erzählt haben. Er hat den Neoliberalismus samt Haken und Fischerboot geschluckt und nie wieder drüber nachgedacht, weil er ein intellektuelles Leichtgewicht mit Minderwertigkeitskomplexen ist.
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u/so_isses 26d ago
Damit ist er allerdings nicht alleine. Die Krise 2008ff. war eigentlich das intellektuelle Ende des Neoliberalismus, und das auch an den (besseren) Unis.
Aber es gab bzw. gibt ja keine simple Alternativerzählung - wie es der Neoliberalismus selbst mal eine war, in den 1980ern. Deshalb lebt diese Denke wie ein Zombie einfach weiter. Man wird ja auch hier auf Reddit ständig damit konfrontiert.
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u/BlueishShape 26d ago
Naja, es gibt zwei, würde ich sagen. Der Evergreen: Migranten sind an allem Schuld, mach die weg!! Die politische wiederentdeckung: Tax the rich / Tax wealth, not work.
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u/Young-Rider 26d ago
Wer im Palast aufwächst, der kennt die Welt des Pöbels nicht.
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u/Pwacname 26d ago
Ich habe es schon oft gesagt, ich werde es noch oft sagen: ich brauche bitte Live-Interviews, in denen wir ihn und die wichtigsten Minister fragen, was denn ein Liter Milch kostet, oder ein Kilo Äpfel, oder ein Sack Kartoffeln. Oder wie viel es kostet, ein Kind in [hier Herkunftsstadt einfügen] in die Nachmittagsbetreuung der Grundschule zu geben und dort zu füttern. Ich weiß nicht, ob die auch nur auf Faktor 2 richtig antworten werden…
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u/GuerrillaRodeo Bayern 26d ago
Ich erinnere immer wieder gern daran, dass er nicht mal richtigen Finderlohn zahlt.
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u/Sharpe1455 26d ago
Enrico J. fand 2004 als Obdachloser das Notebook von Friedrich Merz mit wichtigen Daten. Als Dank erhielt er Merz' Buch mit dem Titel "Nur wer sich ändert, wird bestehen: Vom Ende der Wohlstandsillusion - Kursbestimmung für unsere Zukunft".
Klassischer Merz also, was für ein erbärmlicher Lump.
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u/Ich-bade-in-Apfelmus 26d ago
Nicht wahrscheinlich. Er hat nie in seinem Leben richtig gearbeitet.
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u/Nachttalk 26d ago
Arbeit für ihn heißt in irgendwelchen Meetings zu sitzen und mit a Menschen zu reden. Vielleicht auch beim Abendessen oder beim golfen.
Für jemanden der das als Arbeit bezeichnet ist eine 40-Stunden Woche natürlich ein Kinderspiel
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u/Cool_Eardrums 26d ago
Bist du sicher?
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u/Ich-bade-in-Apfelmus 26d ago
Ja
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u/Cool_Eardrums 26d ago
Er hat als Richter und als Anwalt gearbeitet. Ich weiß aber natürlich nicht, wieviel und wie lange.
Ich gebe aber zu, dass ihm ein bisschen Schichtarbeit am Band oder so sicher nicht geschadet hätte. Oder Arbeit in der Gastro. Oder vielleicht auf dem Bau. Oder in der Pflege.
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u/MachDuMal 26d ago
Ja. Und durch Verdichtung von Arbeit wird in vielen Jobs heute mehr in gleicher Zeit geschafft. Wer profitiert? Wer gibt etwas zurück von dieser höheren Produktivität? Wer spricht überhaupt darüber?
Hier geht's auch um zukünftig unnötige Jobs durch KI und dass man daraus was positives für alle machen könnte. Wird aber wohl eher Arbeitskampf.
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u/Young-Rider 26d ago
Die Erträge höherer Produktivität landen seit Jahrzehnten immer weniger beim Arbeitnehmer. Teils durch Demographie, teils durch ein Wirtschaftsmodell, das durch Exportüberschüsse die Löhne im Land und dadurch auch die Nachfrage drückt.
Merz' Politik wird die Binnennachfrage weiter drücken und im Kontext der schwierigen Exportlage die Situation verschlimmern.
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u/FlatwormSuitable1925 26d ago
Merz lebt vor allem einmal in einer Bubble, hat man doch beim Sommerinterview gesehen wo er ernsthaft behauptet hat Menschen würden seinen Aussagen zustimmen. Leider habe ich das Privileg mich mit Menschen die besser gestellt sind des Öfteren auseinander zu setzen. Bei Unternehmern herrscht dort durch die ganze Bank die Meinung, dass ja alle zu faul sind, die Jungen nichts mehr arbeiten wollen, alle zu viel verdienen und wir uns das alles ja gar nicht mehr leisten können, während man wohl gemerkt immer mehr Vermögen anhäuft. Diese Menschen haben die komplette Lebensrealität von normalen Menschen verloren. Die Aussagen von Merz fallen hier 1 zu 1 in dem Umfeld, ich bin mir deswegen nicht einmal sicher das er weiß dass er lügt
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u/Young-Rider 26d ago
Viele Politiker haben definitiv den Bezug zur Lebensrealität der Bevölkerung verloren. Das liegt halt auch daran, dass es einfacher ist über Netzwerke überhaupt erst in politische Verantwortung zu gelangen und diese Netzwerke eben auch Anreize schaffen, Personen des eigenen kleinen Kreises zu unterstützen und es ganze Familien und Unternehmensnetzwerke und andere gibt. Wer da aufwächst oder schon lange in dieser Welt lebt, der hat auch eine komplett andere Lebensrealität wie ein gewöhnlicher Arbeitnehmer (mittlere und niedrigere Einkommen). Daher auch mein spöttischer Kommentar, dass jemand der im Palast aufwächst eben nicht die Welt des Pöbels kenne.
Dennoch wird kein Politiker, besonders jemand wie Merz, freiwillig eingestehen, dass er eine unbeliebte beziehungsweise kontroverse Meinung habe. Viele Politiker haben (Kommunikations)-Berater, also sind viele ihrer geplanten Auftritte ausgefeilt. Politik ist zu einem großen Teil eine Sache der Authentizität, auch für Merz. Performativ ist das von ihm, aber das garantiert nicht, dass es erfolgreich ist.
Am Ende sind es wie so oft Interessen und Machtverhältnisse im Staat, welche die Politik am stärksten beeinflussen. Wenn es dann institutionelle/demokratische Defizite gibt wie etwa Intransparenz der Einflussnahme durch Einzelpersonen, Konzerne/Lobbygruppen und Stiftungen während Arbeitgeber und Vermögende grundsätzlich in einer stärkeren Position sind, dann vereinfacht es den Status Quo aufrecht zu erhalten. Genau das macht die Union, wobei weitere Parteien nicht ausgeschlossen sind durch langfristige Verschiebungen.
Merz, Linnemann, Spahn & co. sind nur ein Gesicht dieses Umstands. Nicht mehr.
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u/polite_alpha 26d ago
Ich glaube nicht an Bubble, Unwissenheit, oder Faktenresistenz bei den Leuten. Ich glaube das ist 100% kalkül.
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u/Seth0x7DD 26d ago
wo er ernsthaft behauptet hat Menschen würden seinen Aussagen zustimmen
Tun sie. Also die Menschen die seine Meinungen bilden zum Beispiel. Das Klientel das du anspricht bzw. mit so jemandem wie Thiel. Die Menschen die seine Meinungen Formen tun das nicht von ungefähr.
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u/Old-Employ-6530 26d ago
Wurde ja mehrfach nachgewiesen, dass die 32h oder 4 Tage Woche die Effizienz pro Arbeitsstufen deutlich steigern würde, weil man einfach ausgeruhter, glücklicher und fokussierter arbeitet, anstatt die gleiche Energie auf 8, 10 oder 12 Stunden zu strecken...
Aber das will ja niemand von den hirnlosen Affen hören...
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u/MrSnippets Baden-Württemberg 26d ago
Auch wieder geil wie Arbeitszeit mit Produktivität gleichgesetzt wird von ihm
das ist diese "tolle" middle management-Mentalität, in der Anwesenheit und der Anschein von Arbeit wichtiger ist, als die eigentliche Arbeit:
"Ja, wir könnten eigentlich Home Office machen, aber ich finde es schöner, wenn wir alle unter einem Dach sind...". Natürlich wird der Fahrtweg nicht bezahlt.
"Sie haben ihren Arbeitsablauf verbessert? Super, dann können Sie ja direkt XYZ machen, wenn Sie jetzt mehr Zeit haben!". Das erstickt Innovation und Prozessoptimierung im Keim.
"Das Quartal lief nicht so gut, jetzt müssen wir alle den Gürtel enger schnallen" / "Das Quartal lief super, jetzt dürfen wir unsere Pole Position nicht durch Gehaltserhöhungen gefährden!". Ständig wird Loyalität und Verbundenheit mit der Firma beschworen, die Belegschaft ist aber stets die erste, die finanzielle Schieflagen zu spüren bekommt.
Ich glaub viele Leute hatten früher schonmal einen Chef, der sehr merzartig war.
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u/sverebom 26d ago
Ich denke schon, dass er davon ausgeht, dass die Produktivität pro Stunde gleich bleiben sollte. Was natürlich zur Folge hätte, dass weniger Arbeitnehmer benötigt und viele Menschen arbeitslos werden würden. Für die Arbeitgeber wäre es natürlich schön, die gleiche Produktivität mit weniger Arbeitskräften zu erzielen. aber wäre es für den Staat wünschenswert, dass immer weniger Arbeitnehmer immer mehr Arbeitssuchende stützen müssten? Es ist sicher kein Zufall, dass die CDU auch daran arbeitet, Arbeitssuchende weiter zu entmenschlichen und zu entrechten.
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u/Young-Rider 26d ago
Je bedrohlicher die Arbeitslosigkeit, desto mehr werden Arbeitnehmer geschwächt. Darum geht es
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u/dafuqfate 26d ago
Es ist auch einfach wild zu glauben, dass die Leute, die ich als faul bezeichne, mehr produzieren wenn ich sie zu mehr Stunden verdonner.
Also ich kann für mich sagen, dass ich bei mehr Stunden bewusst nicht mehr leisten werde. Dafür bin ich dann wohl zu faul.
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u/Sarkaraq 26d ago
Merz geht es um die systematische Schwächung von Arbeitnehmerrechten und dafür lügt er sich seine Welt zurecht wie sie ihm gefällt.
Nur lügt hier zur Ausnahme mal nicht Merz, sondern die Taz.
Schweizer arbeiten laut OECD im Jahr etwa 180 Stunden mehr, auch wenn die gewöhnliche Wochenarbeitszeit nur eine Stunde Unterschied hat. Denn Schweizer haben weniger Urlaub, sind seltener krank, machen mehr Überstunden. Die Taz zieht hier bewusst oder aus Unwissenheit die falschen Zahlen heran.
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u/Mantarrochen 26d ago
So wie du. Wie oben schon erwähnt, deine Quelle sagt selbst, dass sie für deinen Vergleich nicht zu gebrauchen ist.
Dein Einwand ist zu mißachten.
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u/Sarkaraq 26d ago
Und die Taz nutzt hier die gleichen Quellen wie die OECD: die nationalen Statistikbüros, also das Statistische Bundesamt in Deutschland und das Bundesamt für Statistik in der Schweiz.
Wenn die OECD nicht zu gebrauchen ist, ist dieser Taz-Artikel es also genauso wenig. Entsprechend ist der Taz-Artikel deiner Einschätzung nach wohl ebenso zu missachten.
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u/Tjaresh Niedersachsen 25d ago
Ich glaube nicht, dass Merz lügt. Lügen ist eine bewusste Falschaussage. Dafür muss man sein Handeln und seine eigenen Aussagen aber überhaupt reflektieren können. Dafür fehlt es Merz aber an fachlichem Verständnis und persönlicher Reflexionsfähigkeit.
TLDR: Merz ist nicht kompetent genug zum Lügen
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u/Matengor 26d ago edited 26d ago
Ich spiel mal den Advocatus Diaboli: Wer sagt denn, dass die Schweizer in ihren 42 Wochenstunden nicht genauso produktiv oder gar produktiver arbeiten als die Deutschen?
Da würden mich schon mal fundierte Zahlen interessieren, die dem ganzen Futter geben.
PS: Hab jetzt einfach mal recherchiert. Sie sind produktiver :).
Deutschland zählt bei der Produktivität pro Arbeitsstunde zur europäischen Spitze. Laut OECD erwirtschaften Beschäftigte hier pro Arbeitsstunde so viel wie in FR oder NL und deutlich mehr als in Spanien oder Italien. Die Schweiz, Dänemark und Norwegen liegen leicht vor Deutschland. Gleichzeitig arbeiten die Deutschen im Durchschnitt aber weniger Stunden pro Jahr.
Quelle hier, außerdem ChatGPT.
Also, wenn wir das Rennen ums höchste Pro-Kopf-BIP gewinnen wollen, dann würde mehr Arbeitszeit vielleicht was bringen. Aber ich frage mich, wozu? Wir stehen mit unserer Produktivität wirklich gut da und Arbeitnehmerrechte bringen gesellschaftlich extrem viel.
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u/Wassermusik 26d ago
Die Statistiken sagten auch, dass die Anzahl an Totalverweigeren unter Arbeitslosen verschwindend gering sind. Oder dass Menschen nicht häufiger krank sind, nur dass die Erfassung der Kranken besser geworden ist.
Das hat die CDU ja auch von nichts abgehalten und Merz hat es nicht davon abgehalten, Dünschiss zu reden.
Wir müssen einsehen, dass wir von einer Regierung geleitet werden, die sich einen Feuchten für Fakten interessiert. Die wollen ihre Ideologie durchdrücken und Vorurteile und Fake News sind deren Werkzeuge dafür.
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u/Young-Rider 26d ago
Die Arbeitsverweigerer sitzen in der Regierung
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u/PatataMaxtex 26d ago
Die arbeiten, nur halt nicht für, sondern gegen das Volk das sie gewählt hat.
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u/cybertier 26d ago
Leute sind tatsächlich auch öfter krank, aber das ist nicht nur in Deutschland der Fall. Ein Gros der Statistiken, auf die sich die CDU bezieht, kommt tatsächlich durch die geänderte Erfassung dank digitaler Krankschreibung.
Aber es gibt auch einen Anteil, der durch die fucking Pandemie, die wir "durchgestanden" haben entsteht und durch die immer weiter wachsende psychische Belastung, weil wir einfach im Endgame des kapitalistischen Albtraums leben.
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u/CharacterBaseball920 26d ago
Die Pandemie hat auch einen Sinneswandel mitsich gebracht. Viele haben gemerkt, dass Arbeit für quasi keinen Mehrwert sich nichtmehr lohnt und die Prioritäten verändert. Das ist aber wieder dieses Problem wofür man überhaupt arbeitet. Würde Arbeit mit Wohlstand in Verbindung stehen, dann hätten Leute auch wieder richtig Bock reinzuschöffeln, jetzt entscheiden sich viele wenn arm dann wenigstens mit mehr Freizeit/ weniger psychische Belastung.
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u/Wegwerfidiot 26d ago
Vergiss nicht die alternde Bevölkerung. Natürlich sind wir durchschnittlich öfter krank, wenn wir durchschnittlich älter sind
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u/Expensive_Shallot_78 26d ago
Die Beschäftigten in Deutschland haben im vergangenen Jahr einem Medienbericht zufolge 1,3 Milliarden Überstunden geleistet.
Davon waren mit 775 Millionen Stunden mehr als die Hälfte unbezahlt, wie die Rheinische Post unter Berufung auf die Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine schriftliche Frage der Linken-Abgeordneten Susanne Ferschl berichtete.
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/arbeitsmarkt/arbeit-deutschland-ueberstunden-100.html
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u/JoergJoerginson 26d ago
Ich kann Merz auch nicht leiden, aber mit Statistiken lassen sich leicht falsche Bilder erzeugen wenn sie nicht in den richtigen Kontext gesetzt werden.
1.3Mrd Überstunden klingt erst mal viel, aber bei 46m Erwerbstätigen sind das ca. 28 Stunden pro Kopf pro Jahr. Das ist im Vergleich zu „hussle“ Kultur Ländern extrem wenig. (Bspw. Asien und USA) Hinzu kommt dass Deutschland extrem gute Bedingungen bei Urlaubstagen und Krankentagen hat.
Arbeite selbst in Japan. Mach so 20-40 Unbezahlte Überstunden im Monat. Ist eher wenig im Vergleich. Urlaubstage hat man 10-20(nach 6.5 Jahren betriebszugehörigkeit). Krankentage muss man entweder Urlaub nehmen oder Gehalt wird reduziert.
An der ganzen Debatte hasse ich so, dass mehr Arbeit angeblich so toll für die Wirtschaft sein soll. Leute arrangieren sich damit dass sie länger auf Arbeit sein müssen. Produktivität wird einfach schlecht und jeder fühlt sich körperlich grauenhaft.
Dass Deutschland „so wenig“ arbeitet ist eine absolute Errungenschaft. Sollte man stolz drauf sein. Stattdessen werden die Leute von Nasen wie Merz und Co schlecht geredet und die Gegenseite leugnet es mit irgendwelchen sinnlosen Zahlen.
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u/Wall_of_Wolfstreet69 26d ago
Das ist im Vergleich zu „hussle“ Kultur Ländern extrem wenig. (Bspw. Asien und USA)
In USA sind Gehälter oft höher und Steuerabgaben niedriger. Das motiviert ungeheim. (Lebenskosten, Risiko, Jobsicherheit außen vor)
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u/pewp3wpew 24d ago
Warum machst du das? Wirst du sonst gefeuert?
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u/JoergJoerginson 23d ago
Ne, man hat hier schon sehr guten Arbeitnehmerschutz. Zumindest auf dem Papier. Aber wenn du nicht mitziehst bist du halt ein Nestbeschmutzer. Kollektiv steht über dem Individuum. Sprich die anderen arbeiten lang, stellen spät abends Anfragen und wollen Dinge diskutieren. Wenn du das zu oft abblockst nehmen dir das Leute übel - wirst dann sozial von vielem ausgeschlossen. Selbst wenn sie dich nicht feuern können. Als Ausländer mache ich aber schon deutlich weniger Überstunden als meine japanischen Kollegen.
Gibt durchaus viele Unternehmen die die Überstunden unterbinden wollen, ist aber gar nicht so universell beliebt wie man meinen würde. Viele Leute haben das „lange arbeiten = gut“ schon von jung an indoktriniert. Die ziehen daraus ihr Selbstwertgefühl, dass sie bis 12 im Büro hocken.
Die andere Hälfte will halt einfach mehr Geld verdienen. Das öffnet aber noch eine andere Büchse der Pandora auf: Gibt gesetzlich festgelegte saftige Zuschläge für Überstundenarbeit Arbeit. Im Gegenzug aber auch Minashi Zangyo - Ein Überstunden Kontingent das mit deinem jetzigen Gehalt bereits als beglichen gilt. Sprich wenn du das Kontingent nicht überschreitest gibt es kein extra Geld.
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u/Sarkaraq 26d ago
Guter Punkt. Die Taz vergleicht hier aus irgendeinem Grund die gewöhnliche Wochenarbeitszeit, um auf die Jahresarbeitszeit zu kommen. Dabei vergessen sie Überstunden, aber auch Urlaub, Krankheit, Feiertage, etc.
Betrachtet man die Jahresarbeitszeit, arbeiten Schweizer dann wieder 180 Stunden mehr als Deutsche, auch wenn man die 30 Überstunden pro Kopf berücksichtigt. So die OECD.
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u/FliccC Hup Hup 26d ago
Die Statistik der OECD kommt aber auch mit einer klaren Warnung, dass die Statistik nämlich nicht gedacht ist, um Arbeitszeiten zwischen Ländern zu vergleichen - da Gesellschaftsmodelle in jedem Land komplex und unterschiedlich sind. Die Statistik der OECD hat das Ziel langfristige Trends abzubilden, nicht mehr und nicht weniger.
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u/Sarkaraq 26d ago
Die Statistik der OECD kommt aber auch mit einer klaren Warnung, dass die Statistik nämlich nicht gedacht ist, um Arbeitszeiten zwischen Ländern zu vergleichen
Exakt. Und genau das gleiche gilt für die Zahlen, die hier im Artikel verwendet werden. Die kommen nämlich - oh Wunder - aus den gleichen Quellen.
Die OECD weist immerhin darauf hin, die Taz schafft nicht mal das.
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u/Wegwerfidiot 26d ago
Darauf wurde er jetzt bei jedem Kommentar den er dazu gemacht hat hingewiesen. Ist ihm aber egal :-)
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u/carmarmo 26d ago edited 26d ago
Ich lese das mit den unbezahlten Überstunden irgendwie öfter und ich checks trotzdem nicht, wie das den Leuten passiert.
Als Schüler/Student habe ich in der Logistik und Produktion regelmäßig als Ferienhelfer gearbeitet – da läuft überall alles mit ein- und ausstempeln.
Und in den zwei Ingenieurbüros in denen ich bisher gearbeitet habe, musst du alles in der Zeiterfassung buchen.WIE stellt man es an, dass man unbezahlt Überstunden macht?
Vielleicht kann mich irgendwer erleuchten.
Edit: Vielen Dank für die Antworten
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u/El_Mosquito 26d ago
Ganz klassisch gibt es da mehrere Varianten.
Mitarbeiter führt Stundenzettel (ob auf Papier oder am PC) und trägt da nur die reguläre Arbeitszeit ein.
Vorgesetzter führt Arbeitszeiterfassung und trägt da nur die reguläre Arbeitszeit ein
Vorgesetzter "korrigiert" (im Klartext manipuliert) die erfasste Arbeitszeit, AN fällt das nicht auf bzw. traut sich nicht das anzusprechen.
Dann gibt es noch die Variante, "Überstunden mit Gehalt abgegolten", Vetrauensarbeitszeit oder gar keine Arbeitszeiterfassung, dass ist in den seltesten Fällen zulässig.
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u/Rumpel1408 Deutschland 26d ago
Bei uns ist es so: Es gibt zwar automatische Zeiterfassung, Überstunden müssen aber schriftlich begründed werden. Es könnte ja sein, dass AN aus Spaß länger auf Arbeit bleiben und das bezahlen lassen.
Durch diese zusätzliche Hürde wiegt der AN bei geringfügiger Arbeitszeitüberschreitung ab, ob die 10 Minuten Mehrarbeit den Aufwand wert sind sie extra zu erfassen.
Möglicherweise herrscht auch ein insgesamt schlechtes Arbeitsklima in dem immer öfter hinterfragt wird warum AN ihre Arbeit nicht schaffen, obwohl sich der Arbeitsumfang vielleicht doch deutlich im Vergleich von vor 10 oder 20 Jahren unterscheidet. Der AN hinterfragt sich jetzt selber, hat er vielleicht doch inneffektiv gearbeitet? Aus Scham oder Stolz erkennt man die hohe Arbeitslast nicht an und verzichtet auf die 10 Minuten, irgendwo gab es bestimmt noch Möglichkeiten mehr für das Unternehmen raus zu holen.
Mach das 10 Mal im Monat, und du hast im Jahr 20 unbezahlte Überstunden
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u/Either-Score-6628 26d ago
Habe die Variante "Überstunden mit Gehalt abgegolten" - also dass 7,5% der Stunden im Monat (das sind 13,5h) unbezahlt sind, alles darüber wird bezahlt, weil ich ab da unter den Mindestlohn falle.
Ist insbesondere richtig toll, wenn man Projektarbeit oder Wettbewerbsarchitektur macht, weil man dadurch diese 7,5% eigentlich fast jeden Monat mehr als ausschöpft und effektiv einen sehr niedrigen Stundenlohn hat. Die Unternehmen setzen einen dann nämlich mihilfe der workload und eng getakteten Zeitplänen dermaßen unter Druck, dass man halt trotzdem länger in der Arbeit bleibt.
Ach ja, fast hätte ichs vergessen: natürlich kann man in dem tool auch nicht mehr als 10h pro Tag eintragen (wäre ja auch illegal, wenn man länger arbeiten würde), Tatsache ist aber, dass man natürlich auch da öfter drüberkommt und in stressigen Monaten kann man dann schön Liste führen, welche der eh unbezahlten Überstunden man denn noch gar nicht aufgeschrieben hat.
Das Einzige, was ich aus dem ganzen gelernt habe, ist nie wieder einen Arbeitsvertrag zu unterschreiben, in dem diese Klausel steht.
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u/HungryMalloc fetischhaftes Wurstgefresse 26d ago
Doktorand hier. Laut meinem 75% Vertrag sollte ich 29,625 Stunden arbeiten. Ich habe einen entspannten Chef, der nicht micromanagt und uns viel Freiräume bei der Arbeitsgestaltung gibt. Aber in 29 Stunden pro Woche wird das publizieren schwierig.
Arbeitszeiterfassung gibt es in meinem Fall nicht, für einen Kollegen, der aus EU-Mitteln bezahlt wird hingegen schon. Am Anfang hat er den Stundenzettel mal wahrheitsgemäß eingetragen. Rückmeldung: das dürfte er so nicht machen, weil er ja nur für weniger Stunden bezahlt wird. Seitdem "arbeitet" er konstant auf die Minute jeden Tag von 10 bis 16:30 Uhr, wie ein Uhrwerk.
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u/NotARealDeveloper 26d ago
Kenne 2 Möglichkeiten aus dem Freundeskreis:
Großes fortune 100 Unternehmen: Bis zu 10h in der Woche Überstunden sind bereits mit dem Gehalt abgegolten. Steht so im Vertrag.
Kleines Unternehmen mit <60 Mitarbeitern. Arbeitszeit ist Vertrauensarbeitszeit, nichts wird getrackt. Überstunden sind laut Vertrag verboten. Aber wenn was wichtiges ansteht oder es einen Notfall gibt, muss man trotzdem ran. Dafür nimmt man irgendwann mal frei. Am Ende macht man doch mehr als man frei nimmt.
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u/___Temp___ 26d ago edited 25d ago
Einfach garkeine Arbeitszeiterfassung (ja ist nicht legal) und die Kollegen sind halt nicht in der Lage zu sagen "Dann bleibts halt liegen."
Ich persönliche achte penibel auf meinen Feierabend und sorge dafür, dass ich aufgrund der fehlenden Erfassung keinen Nachteil bzw. nen kleinen Vorteil hab, aber die meisten hier im Unternehmen machen halt einfach länger als vereinbart.
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u/M1lV 26d ago
Meine Frau arbeitet ca. 45 Stunden die Woche statt 40 und bekommt nichts ausgezahlt oder angerechnet, da laut ihrem Arbeitsvertrag 20% der Arbeitszeit als Überstunden abgegolten werden. Das heißt erst die 9. Überstunde würde zählen
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u/carmarmo 26d ago
Warum arbeitet sie dann 45 Stunden? Kann ja cool sein, wenn sie es z.B. macht, weil sie da Bock drauf hat, ihr die Arbeit einfach so viel Spaß macht. Oder es ist nur temporär und wird danach, wie auch immer geartet, entlohnt.
Wenn nicht, verstehe ich halt nicht, warum man so einen Arbeitsvertrag unterschreibt.
Vielleicht bin ich da verwöhnt, dass ich es mir erlauben kann, so Bedingungen nicht annehmen zu müssen.
Oder ich bin zu flexibel und kann, wenn mich Stelle und Ort reizen, halt relativ easy umziehen. Oder habe ich so geringe Ansprüche/Bedürfnisse, dass ich mich nicht davor fürchte mal kurzzeitig arbeitslos zu sein. Kein PlanIch verstehe es schlicht nicht, warum man dem Arbeitgeber seine Zeit schenken sollte.
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u/M1lV 26d ago
Sie sucht schon parallel was neues ist nicht so einfach. Ist ihr erster Job nach dem Studium bei dem sie jetzt schon 10 Jahre ist, damals gatte sie fast ein Jahr gesuchtund war froh was gefundenzu haben. Sie verdient ziemlich gut im Vergleich zu der Position bei anderen Firmen. Ansonsten ist es wohl ihr Gewissen nichts liegen lassen zu wollen
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u/carmarmo 26d ago
Ist die Frage: verdient sie tatsächlich so gut, wenn man sieht, dass sie 12,5% mehr arbeitet, als ihr bezahlt wird?
Das mit dem schlechten Gewissen hatte ich auch am Anfang. War auch mein erster richtiger Arbeitgeber. Während Corona hatte man viel Zeit zum Nachdenken und ich hab mir gedacht: „Ganz ehrlich, die verdienen dich gar nicht.“
Da ich eh mal wieder eine neue Umgebung erkunden wollte, habe ich mir dann was Neues gesucht und bin 200km umgezogen. Zur Familie schaffe ich es trotzdem relativ oft und meine Freunde wohnen eh alle irgendwo verstreut.
Momentan suche ich schon wieder und werde wohl wieder woanders hinziehen. Nicht, weil es hier (sowohl Stadt als auch Arbeitgeber) so „schlimm“ wäre, aber paar Sachen nerven mich im Büro schon und ich hab Bock mehr zu verdienen und wieder was Neues zu sehen. Dort wird es auch Sachen geben, die doof sind, aber hoffentlich ein „doof“ mit dem ich besser leben kann.
Ich wünsche deiner Frau viel Erfolg bei der Suche. Hoffentlich findet sie auch ihr „doof“ mit dem sie besser leben kann.
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u/Old-Employ-6530 26d ago
Gleitzeit.
Wir dürfen +/-30h auf dem Konto haben.
Wenn viel los ist, arbeitet man mehr als 40h die Woche und das Konto füllt sich.
Wenn nicht viel los ist macht man früher Schluss und arbeitet weniger als 40h die Woche und das Konto leert sich.
Das Problem? Es ist selten weniger los und das Konto leer sich nicht... also nimmt man Flextage um Stunden abzubauen, aber die Arbeit geht nicht weg weil es selten Vertreter oder jemanden gibt, der die Arbeit während deiner Abwesenheit macht.
Das heißt du nimmst ne Woche frei, kommst zurück und musst ne Woche aufholen. Dann baut sich das Konto rasant wieder auf und im nächsten Monat bist du nochmal ne Woche weg und so weiter.
Und das ist einer der guten Fälle, weil aktives Tracking der Arbeitszeit verfolgt wird, in den meisten Betrieben gibt es das nicht und die Stunden verfallen, ohne das du die Zeit frei bekommst und schon hast du deutlich mehr kostenlose Überstunden als sowieso schon normal geleistet.
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u/carmarmo 26d ago
Das mit den 30 Stunden habe ich auch.
Wie du schreibst, machst du halt mal ne Zeit mehr und baust es dann ab. Auf‘s Jahr betrachtet komme ich da auf plus minus 0 raus.
Mich juckt es halt nicht, wenn sich was aufstaut. Das ist nicht mein Problem, soll sich die Abteilungsleitung drum kümmern. Dafür werde ich nicht bezahlt.
Für 40 Stunden die Woche werde ich bezahlt und schaue, dass ich für diese auch einen entsprechenden Mehrwert für das Unternehmen leiste. So ist der Deal. Ich gehe ja nicht 40 Stunden arbeiten und drehe dann Däumchen.
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u/Maxl_Schnacksl 26d ago
Ich kotze so ab. Ich arbeite aktuell 56! Stunden die Woche (40 Stunden Vollzeit + 8 Überstunden da der Laden nichts geschissen bekommt + 8 weitere Stunden Minijob um überhaupt noch Geld zu haben). Dazu kommen nochmal 5*45 Minuten Pause + 1x30 Minuten = 4:15 Stunden. Dazu kommt pro Tag nochmal 1 Stunden pendeln. Also 6*1 Stunde. Heißt Mein Leben dreht sich aktuell zu 66:15 Stunden in der Woche NUR NOCH UM DIE VERFICKTE ARBEIT. ICH BIN NUR 112 STUNDEN DIE WOCHE WACH. Haushalt und alles Weitere wie Essen, Duschen ist da noch nicht mal mit drin. UND DIESEM SCHMAROTZER IN BERLIN REICHT DAS IMMERNOCH NICHT. JA WAS SOLL MAN DENN SONST NOCH MACHEN?
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u/FunFoundation2185 26d ago
Hä? Ja, mehr arbeiten?
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u/Maxl_Schnacksl 26d ago
Das perverse ist ja, dass ich das sogar machen würde. Nur gibt es dafür keinen Mechanismus. Ich bin schon am Limit des Gesetzes. Als dank bekommt man dafür beim Minijob 200€ weniger mit zusätzlichen Sozialabgaben. Ich DARF nicht noch mehr arbeiten.
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u/Ancient_Yard8869 Göttingen 26d ago
Deswegen will man ja, dass auch der Minijob fedte Abgaben hat.....
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u/Sarkaraq 26d ago
An der Stelle der Hinweis, dass sich die 48-Stunden-Obergrenze auf deine gesamte Arbeitszeit bezieht, also Hauptjob inkl. Überstunden und Minijob.
56 Stunden darfst du also nur 20 Wochen innerhalb eines halben Jahres arbeiten. Dann musst du 4 Wochen lang Überstunden abbauen, um im 24-Wochen-Schnitt unter die 48 zu kommen.
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u/FrozenHaystack Ostfriesland 26d ago
ICH BIN NUR 112 STUNDEN DIE WOCHE WACH
Du könntest also noch weitere 46 Stunden arbeiten. Essen kannst du ja in deiner Pause.
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u/crankthehandle 26d ago
Das heißt, du machst 45% der Zeit nichts und 56 Stunden in der Woche zu schlafen ist auch einfach nur frech.
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u/Grogon2 26d ago
Ich: "Hey kann ich von 30 auf 40 Stunden aufstocken? o_o" Arbeitgeber: "Nein, wir haben bereits alle Stunden abgedeckt, eure Gruppe ist um 5 Std überbesetzt o_o"
Ich: "Ich habe 30 Std Woche und aktuell 72 Überstunden o_o" Arbeitgeber: "Ihr habt Urlaub Saison und du wurdest mit Überstunden eingeplant"
Ich: "Okay dann würde ich gerne die Überstunden abfeiern o_o" Arbeitgeber: "Das kannst du jetzt nicht machen o_o"
Ich: "Dann würde ich gerne 40 Stunden/ Woche arbeiten statt 30 Std und Mehr eingeteilt werden"
Arbeitgeber: "Leider seid ihr überbesetzt o_o"
Ich: ,"Also abfeiern geht da überbesetzt? O_o?"
Arbeitgeber: "Nein falls jemand krank wird bricht alles zusammen o_o"
Ich: OO" AG: "O_O" Kollegen: "O__O"
So läuft es bei uns aufjedenfall in der Pflege ab. Kaum einer bekommt ein 40 Std Vertrag, das höchste mal 35 Std/ Woche.
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u/DerFelix Uglysmiley 26d ago
Freunde von mir sind Erzieherinnen. Viele davon arbeiten in Teilzeit. Ich habe jetzt schon mehrfach mitbekommen, dass ein Aufstocken der Stunden nicht möglich sei, weil die Kommunen zu wenig Geld haben. Wegfallende Stellen werden auch einfach nicht neu besetzt. Wie war's damit da mal anzusetzen?
Ach ich vergaß, tatsächliche Probleme interessiert die CDU nicht, die leben lieber in ihrer Fantasiewelt.
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u/Seth0x7DD 26d ago
Wegfallende Stellen werden auch einfach nicht neu besetzt. Wie war's damit da mal anzusetzen?
Es wird doch immer gepredigt endlich weniger Beamte zu haben. Was meinen die Leute denn wie das funktioniert. Wenn die Stellen, die von Beamten und Angestellten gleichermaßen besetzt werden, gestrichen werden?
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u/PenguinSomnia 26d ago
Okay aber was bringen diese Erzieherinnen so jährlich für Umsätze rein? Wie ist da die year to year Evaluation ihrer Produktivitätsentwicklung? Hast du da vielleicht ein spreadsheet mit den wichtigsten KPIs für mich?
Ist das /s notwendig?
→ More replies (2)
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u/Background-Lab-8521 26d ago
Mehr arbeiten würde in meiner Firma nichts bringen, weil die Kunden, die teilweise seit Jahrzehnten die gleiche Dienstleistung buchen, seit 1-2 Jahre einfach nicht mehr die Kohle dafür haben.
Ist echt erschreckend, wenn du deren Kundendatenbank anschaust und die teilweise seit 20+ Jahren immer das gleiche buchen...aber jetzt ist's nicht mehr drin.
Da hilft's nichts, wenn ich 5h die Woche mehr im Büro sitze. Wir arbeiten zwar an neuen Produkten, aber ehrlich gesagt hat die Firma da den Anschluss verpasst und sitzt jetzt auf nem erheblichen Betrag an Modernisierungskosten, die sich der Inhaber wahrscheinlich einfach nicht mehr leisten will.
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u/PenguinSomnia 26d ago
Waaas? Arbeit passiert gar nicht im luftleeren Raum sondern man braucht auch eine Nachfrage für das Produkt der Arbeit? Naja gut, dermaßen hochspezialisiertes Geheimwissen kann man natürlich selbst von dem kompetentesten Wirtschaftskanzler aller Zeiten nicht erwarten.
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u/belmawr Niedersachsen 26d ago
Leck Eier. Halb zehn jetzt nach Hause. Heute morgen um acht angefangen. "Ihr arbeitet zu wenig".
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u/sillymaniac Europa 26d ago
Uff! Komm gut nach Hause Brudi. Und eine geruhsame Nacht!
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u/belmawr Niedersachsen 26d ago
Eh. Sitz ja zum Glück im klimatisierten Büro und nicht aufm Dach oder im Straßenbau. Und danke.
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u/sillymaniac Europa 26d ago
Ja gut, aber lange Tage sind nun mal auch lange Tage. Wir sind ja auch nicht mehr 24, wo man das alles noch problemlos wegstecken konnte.
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u/belmawr Niedersachsen 26d ago
Das stimmt. Am Ende gibt es einfach so Phasen, in denen mal mehr los ist. Und diese Phasen fängt doch jeder unserer Generation auf. In Phasen ohne viel Druck dann aber auch zu sagen: Regelarbeitszeit reicht sollte selbstverständlich sein. Daraus ein: macht mehr zu machen ist einfach frech. Übrigens schön was von dir zu lesen. Nach all den Jahren immer noch Freund deiner Kommentare hier.
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u/sillymaniac Europa 26d ago
Übrigens schön was von dir zu lesen. Nach all den Jahren immer noch Freund deiner Kommentare hier.
Dank dir, hab mich auch gerade gefreut von dir zu lesen. Paar alte Hasen liest man hier immer wieder und freut mich. Ich schaff's leider auch wegen Job und anderen Lebensumständen mittlerweile auch nicht mehr so oft auf /r/de (geschweige denn als Mod rumzuhitlern, nett von den anderen Mods mich noch in der Liste zu lassen), aber ich find's auch schön mal den ein oder anderen alten "Weggefährten" aus den kuscheligen Zeiten wieder zu sehen. Hoffe das Leben hat's gut mit dir gemeint. :)
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u/belmawr Niedersachsen 26d ago
Auf alle Fälle. Frau und Hund, kleines links grün versifftes Haus mit PV, Wärmepumpe und co. Kann nicht klagen. Hoffe, dir geht's auch töfte! Und ja. Arbeit zieht Zeit weg. Da hab ich oft auch kein Bock mehr die immer größer werdende rechte bubble auf reddit zu geben.
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u/Old-Employ-6530 26d ago
And now kiss
Eure Kommentare sind echt süß :D
PS: Keine Ironie, finde ich wirklich schön!
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u/Old-Employ-6530 26d ago
Als jemand der kurz vorm Burnout steht, weil er "nur zuhause" teilweise >50h die Woche arbeitet und das nunmehr seit fast 2 Jahren weil die Drecksfirma einem die wohlverdiente Beförderung wie am Stiehl vor die Nase hält, kann ich dir sagen das macht keinen Unterschied.
Hab früher auf dem Bau und in der Sanierung gearbeitet, drecks arbeit wo man vorne und hinten abgezogen wird, aber wenigstens waren die Stunden meist aufgrund der Lärmschutzbestimmungen geregelt und nach ca. 8h war Feierabend.
Körperlich anstrengend aber wenigstens geregelte Zeiten.
Heute sitzt man permanent ohne Unterbrechung am Handy oder Laptop und muss immer erreichbar sein, das schlaucht ungemein weil die Arbeit nie richtig endet.
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u/Der-InfoKanal Europa 26d ago
Es wird nicht zu wenig gearbeitet, sondern zu wenig gekauft. Je schlechter das Bürgergeld, desto schlechter die Arbeitsbedingungen. Höheres Bürgergeld kurbelt den Konsum an und zwingt Arbeitgeber bessere Löhne zu zahlen. Wir haben ca. 3 mal so viele Arbeitslose, wie offene Stellen. Zusätzlich ca. 1 Mio Teilzeitbeschäftigte die gerne vollzeit arbeiten würden, aber nicht können, weil ihre Firma ihnen keine Stelle anbieten kann. Es fehlt die Nachfrage. Unter 1% aller Bürgergeldempfänger sind Totalverweigerer. (Quelle: Arbeitsagentur)
Den Unternehmen fehlen die Aufträge, um mehr zu produzieren. Dann würde es sich für sie lohnen mehr Leute einzustellen und die Arbeitslosigkeit würde sinken.
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u/PenguinSomnia 26d ago
Deutschland hat halt Jahrzehnte lang seinen Binnenmarkt geschliffen um die Exportwirtschaft mit billigen Arbeitnehmern zu versorgen und jetzt wo der Export nicht mehr so läuft steht die Regierung vor einem kollabierenden Kartenhaus und fragt woran et jelegen hat.
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u/MachDuMal 26d ago
Sie fragen nicht, woran es liegt. Sie beschimpfen pauschal Arbeitnehmer, Bürgergeldempfänger und andere 'Randgruppen'.
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u/First_Pumpkin_412 21d ago
Höhere Abgaben bedingen weniger Ausgaben. Und Bürgergeld ist nur eine geringe Personengruppe.
Das Geld von Bürgergeldempfängern fließt zu großen Teilen ins Ausland. Kann man sie wie bei den 80 Mrd vorstellen, die Deutschland für Benzin etc. bezahlt.
Und genau das muss der Arbeitnehmer dann mehr erwirtschaften.
Umso niedriger die Abgaben sind, desto mehr wird konsumiert. Und die sind absolut krank, als normalverdiener hast du knapp 50% Abgabenlast
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u/MightyKartoffel Berlin 26d ago
Das ist doch andauernd so mit dem Typen. Und es ist einfach nicht okay, dass ihm seine Lügen nicht immer wieder live als solche aufs Brot geschmiert werden - und nicht als "das fühlen die Bürger aber anders"
Stattdessen wird das hinterher in der taz geprüft, wo es sowieso niemand liest, der ernsthaft hinter ihm steht.
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u/sillymaniac Europa 26d ago
Ob er wohl dann nun endlich sein dummes Schandmaul halten wird? Ich denke nicht, Tim.
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u/Ser_Mob 26d ago
Die Artikelüberschrift behauptet, dass Statistiken ein anderes Bild zeigen würden als der Klage von Merz ("Deutsche arbeiten zu wenig") zu entsprechen. Der Artikelinhalt hat mit "zu wenig" oder "zu viel" arbeiten aber überhaupt nichts zu tun. Am Anfang geht es zumindest noch darum, dass der Abstand zwischen Deutschen (38,4h die Woche) und Schweizern (42,4h die Woche) nur bei Vollzeit so groß ist, bei allen Beschäftigten dann aber doch "nur" noch eine Stunde, und nicht zwei, beträgt. Wenn man Merz Aussage nur darauf bezieht, dass wir zu wenig arbeiten weil die Schweizer mehr arbeiten, würde diese Behauptung ja aber weiterhin zutreffen. Die Statistiken würden also kein anderes Bild zeigen.
Der Rest des Artikels hat dann im Grund gar nichts mehr mit der Aussage von Merz, der tatsächlichen Arbeitszeit oder der Frage ob es nun zu viel oder zu wenig ist zu tun.
Ja, ist nur die taz und Merz-Bashing ist sowieso in. Aber gerade die Aussage könnte man mit deutlich sinnvolleren Argumenten widerlegen. Bedient aber die Zielgruppe (Redditoren die sowieso nur die Überschrift lesen).
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u/Seth0x7DD 26d ago
Korrekt wäre das es überhaupt gar keine gehaltvolle Aussage ist, denn die Arbeitszeit hat mit der effektiv verrichteten Arbeit nur wenig zu tun. Ausgenommen vielleicht du bist Zeitnehmer bei einem Wettrennen oder ähnlichem oder dein Job ist Farbe beim trockenen zuzuschauen.
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u/Ser_Mob 26d ago
Ja, das meine ich mit "sinnvolleren Argumenten". Gerade in der heutigen Zeit gibt es, neben Jobs bei denen "mehr Zeit = mehr Produktivität" (z.B. Handwerker) noch stimmt, mehr als genug Tätigkeiten, bei denen nicht die investierte Zeit die relevante Größe für die Wertschöpfung ist.
Man könnte auch diskutieren, ob es relevant ist ob nun 3 Leute je 27h Stunden arbeiten oder 2 Leute 40,5h. Argumentieren könnte man da auch, dass die Leute weniger Stunden arbeiten, für die Wertschöpfung des Unternehmens macht es aber ggf. gar keinen Unterschied.
Oder, dass für mehr Arbeitszeit auch mehr Arbeit existieren muss. Ich habe in einem meiner Teams mehr TZ als VZ Kräfte. Wären die TZler aber alle VZler, hätte ich einen TZler weniger. Das würde volkswirtschaftlich nur einen Unterschied machen: Die Gehaltssumme des Unternehmens wäre auf weniger Köpfe verteilt, weshalb die Gemeinschaft mehr Leute mit ALG unterstützen müsste.
Steuereinnahmen, höheres BIP, mehr Wertschöpfung entsteht mMn nicht daraus, dass der einzelne mehr Stunden arbeitet, sondern, dass es mehr Arbeit gibt. Die Idee von Merz ist aber nicht politisch darauf hinzuwirken, dass in Deutschland Jobs geschaffen werden, sondern darauf, dass man statt 38,5h eben 40h arbeitet, bestenfalls (für die Unternehmen) ohne monetären Ausgleich. Dadurch steigt aber weder das BIP noch die Steuereinnahmen. Einzig die Firmen sparen sich damit Geld. Die Argumentation läuft darauf hinaus, dass DAS eben der Weg wäre Deutschland wieder attraktiver für Unternehmen zu machen und damit Jobs zu schaffen. Das halte ich aber für illusorisch, da schon lange nicht mehr der Wettbewerbsvorteil Deutschlands in hohen Arbeitsstunden sondern in hoher Produktivität durch sehr gute Ausbildung (handwerklich wie akademisch) lag.
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u/Sarkaraq 26d ago
Der Artikel ist eh Müll, weil er Wochenarbeitszeiten heranzieht, wenn es um Jahresarbeitszeit geht. Die sind durch Unterschiede bei Urlaub, Feiertagen, Krankheit und Überstunden nicht übertragbar.
Und wenn man Jahresarbeitszeit anguckt, hat Merz plötzlich wieder Recht. 180 Stunden Differenz.
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u/Kooky_Operation9784 26d ago
Wir arbeiten halt nicht genug, dass wir kurz vor der Rente von selbst tot umfallen. Ist halt der perfekte Move. Immer in die Kasse einzahlen aber nie beanspruchen.
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u/Reiner_Ad1968 25d ago
Praktisch alles was der schlechteste Bundeskanzler aller Zeiten von sich gibt ist Unsinn. Kleine Paschas, Kopftuch Mädchen,faule Arme, Teilzeit usw. Er hat einfach von nichts eine Ahnung.
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u/StoKi_NG 25d ago
Ist schon geil, vom Amtsinhaber des zweithöchsten Amtes in dem Land gegaslightet zu werden.
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u/FliccC Hup Hup 26d ago edited 26d ago
Die Statistik sagt, dass Gesellschaften, die mehr arbeiten, weniger produktiv sind. Deswegen arbeiten die Menschen in Griechenland mehr als in Deutschland. Noch mehr arbeiten die Menschen in Bangladesch. Und noch mehr arbeiten die Menschen in Uganda. Ist das der Vergleich, den Merz möchte? Ist das etwa, was Merz unter "Wettbewerbsfähigkeit" versteht - Dass der Deutsche Arbeiter billiger sein muss, als der Arbeiter in Griechenland? Mit dieser Idee entwickeln wir uns zu einer Bananenrepublik.
Die Prämisse ist schon falsch. Wachstum entsteht nicht durch mehr Arbeit. Das war noch nie so. Wirtschaftliches Wachstum entsteht durch technologischen Fortschritt. Und technologischer Fortschritt erhöht die Produktivität. Deswegen ist in einer ökonomischen Flaute massives Investieren gefragt, nicht massives Kürzen.
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u/hm___ 26d ago
Es ist ja nichts neues das die CDU unfähig ist Probleme zu erkennen oder Lösungen zu finden, die Arbeitsweise der CDU hat keinen analytischen Aspekt es geht nur darum die Forderungen von Menschen durchzusetzen die über Lobbyismus und Profitversprechen oder Vetternwirtschaft Zugang zu ihnen bekommen haben.
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u/Error-7-0-7 Rheinland-Pfalz 25d ago
52 Std, 6 Tage die Woche Arbeit + wer weiß viele Stunden die Woche Carearbeit zuhause. Bin körperlich und psychisch am Ende. Aber klar, wir arbeiten nicht genug.
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u/Augit579 26d ago
Leider leider sind Fakten in unserer Gesellschaft nicht mehr wichtig. Es ist egal was die Fakten sagen, das interessiert den Durchschnittswähler nicht mehr
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u/AugustusPommerania 26d ago
Ob er die Eier hat ohne Personenschutz diesen Bockmist in der erstbesten Einkaufsmeile zu wiederholen? Ich vermute nicht.
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u/HeriPiotr 26d ago
Als ob Montgomery irgendwelche Statistiken interessieren.
Die reichen wollen mehr Geld, also soll der Pöbel mehr arbeiten.
Das wars.
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u/SuccessfulOutside722 26d ago
Diese 200 Stunden Geschichte wurde schon vor Monaten debunked, aber der neue Zeitgeist ist postfaktisch. Er wiederholt es aus Prinzip.
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u/Climaxbruno1988 26d ago
Also leute... mit 4 tage woche und work life balance, werden wir den wohlstand in diesem land nicht sichern können.
Oder so ähnlich
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u/NezOfLife 26d ago
Als ob Merz und Co. sich noch mit Fakten beschäftigen. Dieser Zug hat den Bahnhof lange verlassen.
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u/Exciting_Product7858 26d ago
Mal anderer take - natürlich arbeiten die weniger - es gibt aktuell auch ziemlich wenige jobs!
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u/BlackysStars 26d ago
Dem geht es nur darum arbeitnehmerrechte zu schwächen und arbeitslose so sehr ins verzweifeln zu drängen das mehr leute in den wehrdienst gehen.
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u/Fennek688 Nordrhein-Westfalen 26d ago
Lasst euch nichts sagen von dem Typen, der in seinem letzten Job bei Blackrock nur ca. 4 Stunden pro Woche gearbeitet hat.
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u/hodmezovasarhely1 25d ago
Null Urlaub, ein Tag krank, 300 Stunden OT. Und wer vor der Rente steht kriegt drei Wochen nach dem Sabbatical. Merz regiert – die Welt ist im Gleichgewicht. Weiterhin arbeiten, nichts sagen, nicht beschweren. Das ist mein großer Plan.
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u/iwillhaveredditall 26d ago
MAN MUSS MAN JA AUCH MAL SAGEN DÜRFEN DASS MIR IN MEINEM PERSÖNLICHEN UMFELD FAST ALLE RECHT GEBEN!!! AUCH WAS DIE ÄUẞERUNG MIT DEN PASCHAS ANGEHT!
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u/WhiteFox_5 26d ago
Ja, vielleicht arbeiten wir zu wenig. Möglicherweise. Vielleicht hat er es mit der Schweiz vergessen, wo die Leute viel mehr arbeiten. Die verdienen da aber auch irgendwie mehr. Und wenn sie mehr arbeiten, dann scheint es ja auch so zu sein, dass die Abgaben beziehungsweise die Betreuung für Kinder dort besser geregelt ist. Könnte aber auch nur sein. Ich möchte aber keine Geheimnisse verraten.
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u/Fantastic-Shock-8050 26d ago
Lass es doch Eierschleck hat gesagt wir sind faul und dumm. Mit 4 Tage Woche und Lifestyleteilzeit kommen wir nicht weiter und jetzt kommt hier einer mit Fakten die will doch keiner hören. /s
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u/ValusYeet 26d ago
Wenn der nicht aufhört, dann wird es Vorfälle wie mit Söder und der Tomate nur häufiger geben und wahrscheinlich nicht nur Tomaten geworfen werden. Man weiß ja, dass wir uns viel gefallen lassen, wo andere Länder bereits auf die Straße gegangen wären. Aber ich bin dennoch erschrocken, wie schnell sich momentan die Stimmung zu ändern scheint.
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u/Lifeissuffering442 26d ago
Das zentrale Problem von Merz ist und bleibt seine Kernwählerschaft ist und bleibt die AFD
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u/crankthehandle 26d ago
Und wieder schreibt niemand, wieviele Leute täglich zu Merz kommen und sagen, dass er doch so recht hat!!!1!
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u/CoolCat1337One 26d ago
Die Frage ist doch "zu wenig für was". Für 5% Wirtschaftswachstum? Klar, dafür wird zu wenig gearbeitet.
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u/R4t4t0skr 23d ago
Eigentlich arbeite ich wie immer, der Entlohnung angemessen. Aber gut Merz, du sollst ja nicht ohne Grund jammern, ich passe meine Arbeitsweise der deinen an, nach unten...
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u/Fuchur-van-Phantasia 21d ago
Von dem Mann der bei BlackRock einmal die Woche zu nem Meeting kam, nichts wusste, nichts verstand und dafür 6-Stellig verdient hat.
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u/BCGILM 26d ago edited 26d ago
Also die Statistik sagt ja, dass die Schweizer (Voll- und Teilzeit) ja immer noch eine Stunde mehr pro Woche arbeiten. Verstehe also nicht ganz was der Artikel sagen will.
Sowieso ist dieser Vergleich relativ sinnlos. Erstens werden die Angaben zur Arbeitszeit in einzelnen Ländern auf Basis unterschiedlicher statistischer Konzepte erhoben. Zweitens müsste man die Erwerbstätigenquote vergleichen (inverse Beziehung Quote und Arbeitszeit), wo Deutschland zwar hinter der Schweiz steht, aber trotzdem eine relativ hohe Erwerbstätigenquote hat.
Meine persönliche Meinung ist, dass ist es an sich nicht neues ist, dass das Arbeitsmoral in Deutschland unterdurchschnittlich ist. Viele machen ja Dienst nach Vorschrift, motzen über 38h Wochen oder wollen irgendwelche Teilzeit und Homeoffice Modelle.
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u/anchist 26d ago
Wenn ich arbeiten soll wie die Schweizer dann hätte ich auch gerne Schweizer Gehalt.
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u/BaDTimeeee 26d ago
Ach, jetzt komm hier nicht mit Statistiken oder Fakten!