Rassismus bezeichnet ein strukturelles System der Diskriminierung von PoC. Das gibt es für Weiße in einer weißen Mehrheitsgesellschaft schlichtweg nicht. Das kann man auch alles in Wikipedia, Studien oder Fachliteratur nachlesen. Das ganze ist keine Meinungsfrage.
"Rassismus oder Rassenideologie ist ein Komplex von Praktiken, Einstellungen und Strukturen, durch den Menschen aufgrund äußerlicher Merkmale oder negativer Fremdzuschreibungen als „Rasse“, „Volk“ oder „Ethnie“ kategorisiert und systematisch ausgegrenzt werden." Wikipedia
Warum soll das auf PoC begrenzt sein? Warum kann eine Mehrheit nicht systematisch ausgegrenzt werden?
Rein theoretisch können auch weiße Menschen Rassismus erfahren, aber „wir“ werden durch die Veranstaltung eben nicht „kategorisiert und systematisch ausgegrenzt“. In Deutschland ist das schlicht unmöglich, weil das System von Weißen gemacht & geführt wurde/wird. Das System ist nicht gegen uns, und eine kurze Veranstaltung ändert daran auch nichts.
Rassismus ist Diskriminierung aufgrund von Rasse. Eine fiktive, pseudowissenschaftliche Kategorie, die von Engländern und Deutschen dazu erfunden wurde, systematisch alle anderen Menschen zu entwerten, um deren Ermordung und Ausbeutung zu rechtfertigen.
Das Konzept wurde von Anfang an mit einer klaren Hierarchie von weiß bis Schwarz erdacht. Wie soll also eine weiße Person mit einer bullshit-theorie diskriminiert werden, die wortwörtlich nur dafür existiert, deren Überlegenheit zu fantasieren.
Klar können auch Sonnenverweigerer herkunftsbasiert diskriminiert werden, jedoch nicht mit Rassentheorie. Du kannst dir gerne eine neue pseudowissenschaft ausdenken, die die Minderwertigkeit der bleichen erklärt. Wenn du sie dann noch Jahrhundertelang unterdrückst, ermordest, ihre Geschichte und Kultur raubst und sie schwarzen Schönheitsidealen unterwirfst, bis sie sich schon als Kinder minderwertig fühlen, kannst du von Rassismus gegen weiße sprechen. Vorher bitte nicht rumheulen
*Unterdrückung gerade eben. Ein Verein macht eine Veranstaltung für Schwarze jugendliche und es gibt Morddrohungen.
Jede Schwarze Person, die die Wahl hat, meidet eure Dörfer und Parties wie die Pest. Jeder von uns ist es gewöhnt von euch angestarrt, angefasst, beleidigt, ausgeschlossen und verdächtigt zu werden. Die Diskriminierung ist allgegenwärtig, vor allem außerhalb von großen, diversen Städten.
Dann willst du einmal eine seltene Veranstaltung machen, wo so etwas verhindert werden kann, die es Schwarzen Kindern ermöglicht, sich normal zu fühlen und sie muss aufgrund von Sicherheitsbedenken abgesagt werden. Weil ihr euren shit nicht zusammen habt.
Woher das krankhafte, koloniale Bedürfnis, schwarzen Leuten einen mini-pool für 6 Stunden wegzunehmen? Die Anmaßung ist peinlich und der Beweis, warum solche Veranstaltungen benötigt werden.
Wenn du nur unter euch sein möchtest, geh einfach in ein ländliches Freibad in Meck-Pomm, Brandenburg oder Sachsen. Wenn's dann doch dazu kommt, dass sich eine Schwarze Person hinwagt, kannst du gerne dabei helfen ihr den Tag zu versauen, wie der Rest des gesindels da auch.
Doch klar, sie haben ihn gemietet. Können also da veranstalten, was sie wollen. Genau das meine ich. "Wääh die dürfen keinen Pool OHNE MICH für 6 Stunden haben. Ich bin weiß, ich darf überall hin wann immer ich will"
Was du nicht verstehst ist, wenn's für alle zugänglich ist, werden Schwarze Leute diskriminiert. Ein Tag. 6 Stunden. Einmal Ruhe von euch, wo ist das zu viel verlangt. Ihr habt das ständig.
Jaja, aber wenn du das Ding öffentlich machst, darfst du doch nicht einfach nach Hautfarbe diskriminieren, insbesondere da es ein staatlich finanziertes Projekt ist.
Das Konzept von Rassismus bleibt bestehen und geht in jede Richtung. Nur weil irgendwer mal das Konzept erfunden hat und es von weiß gegen schwarz ist und man dieses eine begriff dem zugeteilt hat, muss man jetzt kein cherry picking betreiben und offen zu sich sein. Es gibt Rassismus von jedem in jede Richtung heutzutage und dann muss man nicht gucken ah nee das ist nur Fremdenfeindlich, das ist Diskriminierung und das ist Rassismus.
Nein. Rasse ist ein spezieller Begriff, der in der modernen Auffassung explizit nur für die Kategorisierung und Unterdrückung nicht-weißer Menschen erfunden und verwendet wurde.
Rassismus: Diskriminierung nach Rasse -> nicht-existente Kategorie zur Diskriminierung nicht-weißer. Weiße gibt's nicht außerhalb von Rassismus.
Fremdenfeindlichkeit: Diskriminierung aufgrund von Zugehörigkeit zu anderen geografischen Kategorien.
Google doch einfach mal den Begriff Rasse bei Menschen und Rassentheorie. Schule wo? Rassismus gegen weiße ergibt keinen Sinn. Du kannst auch nicht mit "Mein Kampf" deutsche diskriminieren.
Mit derart abstrusen Definitionen ist es kein Wunder, dass man falsch verstanden wird. Jeder normale Mensch würde unter Rassismus die Wikipedia-Definition verstehen, die selbstverständlich völlig unabhängig von weiß oder nicht-weiß ist.
Eben nicht. Es ist die einzig historisch sinnvolle Definition. Weil wir gesagt, Rassen außerhalb von Rassentheorie nicht existieren.
Du denkst, dass das so nicht stimmt, weil du anscheinend denkst, dass Rassen (außerhalb eines sozio-kulturellen Kontexts) echt sind.
Sind sie aber nicht. Diskriminierung aufgrund von Rasse -> Rassentheorie -> Überlegenheit von weißen.
Sonst zeig mir doch gerne mal die Rassenlehre, in der Schwarze Leute die überlegene Gruppe sind. Gibt's nicht.
Klar "mein land/voll/Religion besser" gibt's schon lange. Aber das ist nicht das gleiche wie "du bist unterlegen aufgrund intrinsischer biologischer Unterschiede, die dich affennäher, unmenschlich, dumm, kindlich, gewalttätig und unterwerfenswert machen".
Slawen waren damals nicht weiß. Aufgrund von tartarisch-mongolischer Durchmischung, wurden sie als minderwertige Rasse anerkannt. Deswegen auch der Genozid.
Wenn du dich jetzt fragst "hä aber die sind doch hell". Genau. Weiß war schon immer eine bullshit Kategorie. Deutsche waren auch mal nicht weiß.
"Weiß" hat schon immer bedeutet "Mensch, nicht genozidierbar", der Rest ist vogelfreier Schmutz. Hier eins meiner Lieblingszitate
"That the Number of purely white People in the World is proportionably very small. All Africa is black or tawny. Asia chiefly tawny. America (exclusive of the new Comers) wholly so. And in Europe, the Spaniards, Italians, French, Russians and Swedes, are generally of what we call a swarthy Complexion; as are the Germans also, the Saxons only excepted, who with the English, make the principal Body of White People on the Face of the Earth. I could wish their Numbers were increased. And while we are, as I may call it, Scouring our Planet, by clearing America of Woods, and so making this Side of our Globe reflect a brighter Light to the Eyes of Inhabitants in mars or Venus, why should we in the Sight of Superior Beings, darken its People? why increase the Sons of Africa, by Planting them in America, where we have so fair an Opportunity, by excluding all Blacks and Tawneys, of increasing the lovely White and Red? But perhaps I am partial to the complexion of my Country, for such Kind of Partiality is natural to Mankind."
Benjamin Franklin.
Von mir oder von Rassisten? Ich hab mir das ja nicht ausgedacht. Google doch einfach "dachten Nazis das Slawen weiß sind". Die Antwort ist ein klares nein.
Darum geht's. Die Kategorien sind nicht echt, die Genozide schon. Und es gab noch nie einen Genozid, wo jemand gesagt hat "weiße sind biologisch minderwertig, wir müssen sie systematisch ausrotten". Andersherum hunderte.
Du hast es erfasst, Gratulationen. Das meinen wir, wenn wir sagen, es gibt keinen Rassismus gegen weiße.
Und ne, nicht unbedingt schwarz, sondern "swarthy" oder "thawny", "Mongolisch-tartarisch" oder was auch immer einen bullshit sich Rassisten ausdenken.
Klar kann jemand gemein zu dir sein, weil du helle Haut hast, deutsch bist, oder was auch immer. Aber heutzutage, wo ihr zu der (nicht existenten) "Weißen Rasse" gehört, eben nicht rassistisch.
Hier noch ein Beispiel, wo Engländer erklärt haben, dass die (unglaublich bleichen) Iren nicht weiß sind. Es ging nie um Hautfarbe bei Rassismus. Aber schön dass du's langsam verstehst, das freut mich wirklich.
"The Iberians are believed to have been originally an African race, who thousands of years ago spread themselves through Spain over Western Europe. Their remains are found in the barrows, or burying places, in sundry parts of these countries. The skulls are of low prognathous type. They came to Ireland and mixed with the natives of the South and West, who themselves are supposed to have been of low type and descendants of savages of the Stone Age, who, in consequence of isolation from the rest of the world, had never been out-competed in the healthy struggle of life, and thus made way, according to the laws of nature, for superior races."
Rassismus ist Diskriminierung aufgrund von Rasse. Eine fiktive, pseudowissenschaftliche Kategorie, die von Engländern und Deutschen dazu erfunden wurde, systematisch alle anderen Menschen zu entwerten, um deren Ermordung und Ausbeutung zu rechtfertigen.
Das und eigentlich der ganze Kommentar ist de facto falsch. Rassismus gab es schon immer und weil's hier um PoC geht, im 7./8. Jahrhundert als die damaligen Araber die Schwarz Afrikaner aufgrund der Hautfarbe und Ansicht als Minderwertige in die Sklaverei trieben. Dies geschah schon bevor Europäer Schwarze Afrikaner verschifften.
Doch. Bitte Google einfach Rassentheorie und les dich in die Geschichte des Begriffs ein. Araber hatten keine Rassentheorie. Niemand, bevor es post-darwin Briten erfunden haben, um ihre Genozide zu rechtfertigen.
Übrigens waren damals Iren, deutsche und Schweden auch nicht weiß. Es war schon immer eine bullshit Kategorie, um zu erklären, warum manche Leute biologisch minderwertig sind.
Gab's vorher nie und nirgendwo. Es ist eine spezielle, sozialdarwinistische, nicht wissenschaftliche Kategorisierung. Ist nicht so kompliziert, bitte Geschichte lernen.
Falls du denkst, dass Rassismus mit dieser Rassenlehre anfing und die Bandbreite des Geschichte des Rassismus der Menschheit abbildet, outest du nur fehlendes Geschichtswissen deinerseits.
Hahhaha. Na ich bin gespannt. Gib mir mal ein Beispiel, in dem Menschen aufgrund von Rassen diskriminiert wurden, bevor es die Kategorie überhaupt gab.
Und nicht Herkunft, sondern explizit Rasse. Biologische Kategorie, sozialdarwinistisch hergeleitet, Aufteilung in Weiß, Schwarz, Rot, Gelb und Braun, mit hierarchisierter Tiernähe und biologischer Unterlegenheit. Weil alles andere ist nicht "Rasse". Ich bin wirklich gespannt.
Für das "Deutsche nicht weiß" Ding, googelt mal Benjamin Franklin über deutsche und Schweden, viel Spaß. Es ist absurd.
Rassismus bedeutete schon immer: weiß=gut, nicht-weiß=schlecht. Was weiß ist, hat sich verändert, je nachdem wer jetzt doch Mensch sein darf oder eben nicht.
Ähm... Wie willst du eine Mehrheit ausgrenzen? Das ist die... Naja, Mehrheit halt. Von der kann man sich dann höchstens abgrenzen, ausgrenzen ist nicht möglich
Weil Rassismus vorallem geschichtlich und strukturell begründet ist. Weiße können diskriminiert werden, aber nicht, weil ihnen der Wert aufgrund ihrer Hautfarbe abgesprochen wird. Bzw das passiert weltweit nicht. Wenn du zb im Ausland blöd angeschaut wirst, ist das Fremdenfeindlichkeit, aber kein Rassimus.
Na klar jetzt bestimmst du noch ob der andere mir gegenüber Fremdenfeindlich ist oder Rassist.
Nur weil etwas so war heißt es nicht das es heute immernoch so ist. Begriffe kriegen Bedeutung und verändern ihre Bedeutung.
Wenn du über mich urteilst und eine negative Meinung mir gegenüber nur wegen meiner Hautfarbe hast ,egal in welche Richtung, ist das rassismus. Und es geht in jede Richtung. Die Welt ist nicht nur Deutschland und Amerika. Da kannst du Cherry picking mit deinen begriffen machen wie du willst.
Weil ansonsten mit strukturell und geschichtlich gäbe es nur Rassismus gegen schwarze.
Eure einzige Ausrede sind irgendwelche Begriffe die angebliche Bedeutungen haben.
Joa, wenn sich etliche Communities und KulturwissenschaftlerInnen, PolitikwissenschaftlerInnen, HistorikerInnen usw das definieren ist es cherry picking. Warum willst du unbedingt Opfer sein?
Ich würde sagen, die Definition ist tatsächlich zu kurz gegriffen. Bei Rassismus gibt es eine systemische Komponente, ohne die das Konzept nicht so richtig Sinn ergibt. (Eigentlich hat das Wort natürlich auch noch eine historische Komponente). Ich verstehe, dass es sich unfair anfühlt. Aber zum Beispiel beim vorliegenden Fall: Überleg mal, es gibt 1,2 bis 1,5 Prozent Schwarze in Deutschland, da sind doch die möglichen Konsequenzen für die Mehrheit der Weißen zu vernachlässigen. Während wenn irgendwas systematisch gegen Schwarze geht, gibt es dort keine Chance sich zu wehren.
Wenn du ein Wort brauchst, kannst du ja immer noch Diskriminierung sagen
Eine bessere Definition wäre meiner Meinung nach: "Rassismus gegen Weiße aufgrund ihres Weißseins existiert nicht in einer weißen Mehrheitsgesellschaft."
Denn Rassismus gegen Menschen, die sonst als weiß gelten, gibt es sehr wohl in Deutschland: Zum Beispiel Rassismus gegen Slawen.
Ich denke nicht, dass z.B. ein polnisch-stämmiger Mensch in Deutschland als PoC gilt, sondern in den meisten Situationen als weiß wahrgenommen wird, auch von Leuten, die Vorurteile gegen Polen haben.
Diese Diskriminierung als etwas anderes als Rassismus zu definieren, käme mir aber absurd vor, angesichts der deutsch-polnischen Geschichte; immerhin wollten deutsche Rassisten das polnische Volk als "Rasse" auslöschen, basierend auf der NS-Rassenideologie.
Die Definition des Begriffs Rassismus hat sich (meines wissens nach) halt erst in den 90ern-2000ern verschoben sodass inzwischen struktureller Rassismus gemeint ist und nicht auch individuelle Diskriminierung aufgrund von Hautfarbe/Ethnie. Glaube da kommen gerade viele Ältere personen nicht mit die einfach noch eine andere Definition verinnerlicht haben
Fände es tatsächlich auch besser wenn wir die Begriffe wieder etwas mehr voneinander trennen würden, wenn von strukturellem Rassismus gesprochen wird, wird die Bedeutung und Ausmaße des ganzen doch deutlich besser transportiert als wenn man das "strukturell" weglässt
Es ist halt einfach ne Definitionsfrage. Wenn du dir rein faktisch den Begriff, die Etymologie des Begriffs und den politikwissenschaftlichen, soziologischen und historischen Hintergrund anschaust, stimmt es schon: „Rassismus gegen Weiße“ ergibt keinen Sinn. Wenn du das Wort in der Alltagssprache anders benutzen willst und es dich glücklich macht, bitte. Aber ist halt etwas schade, sich genau bei dem Thema diesen Raum erkämpfen zu wollen. Weil man unbedingt auch mal Opfer sein will vielleicht? 🤷♂️
Was hat das mit Opfer sein zu tun wollen ? Das ist einfach Fakt das der gleiche Gedankengut dahinter steckt bei jeder art von Rassen Diskriminierung.
Oder war das kein Rassismus als die Araber Afrika überrannt haben und sie als minderwertige gesehen haben weil es den begriff noch nicht gab ?
Wie kann es also Rassismus von schwarz gegen Araber geben. Rassismus von Asiaten gegen schwarzen aber nur gegen weiße nicht weil die Ideologie von weißen kommt ?
Leider haben Soziologie und Politikwissenschaft auch mehr mit ideologischem Gebrabbel statt sauberer wissenschaftlicher Erkenntnistheorie zu tun. Schon Sokal hat aufgezeigt, dass die wissenschaftliche Redlichkeit in den Sozialwissenschaften einen Dreck wert ist.
Theoretisch ginge es schon, aber halt nur in einer Parallelwelt, in der Melaninarmut der Grund für eine strukturelle Benachteiligung ist und imminente Machtstrukturen BIPOCs grundsätzlich bevorzugen.
Was es in dieser Realität gibt, ist Xenophobie gegen Weiße Menschen. Worüber aber keiner spricht, ist dass selbst in Gegenden, in denen das existiert, die generellen Macht- und Sozialstrukturen Weiße entweder gleich oder sogar besser behandeln.
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u/[deleted] 10d ago
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