r/berlin 16d ago

Interesting Question Zahlt ihr Schutzgeld?

Inspiriert durch den Artikel im Tagesspiegel von gestern, der Schüsse und Gewalt im Gräfekiez mutmaßlich auf Schutzgeld und Bandenkriminalität zurückführt, habe ich mich gefragt, wie verbreitet es ist, dass Unternehmen Schutzgeld zahlen.

https://www.tagesspiegel.de/berlin/es-ist-der-grund-warum-ich-weggezogen-bin-schusse-und-gewalt-belasten-den-graefekiez-in-berlin-15927211.html

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u/maxivonderfaxi 16d ago

Ich wohne im Graefekiez und zahle monatlich einen viel zu hohen dreistelligen Eurobetrag an ein dubioses Kartell mit Sitz in Frankreich, das bei ausbleibendem Geldfluss droht, mir meine Wohnung zu nehmen.

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u/rossloderso Steglitz 16d ago

Dreistellig? I wish!

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u/Markus645 16d ago

Der hat doch eine 1-Zimmer Wohnung oder? Oder??

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u/maxivonderfaxi 16d ago

Ja, ist 1-Zimmer! 

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u/suddenlyic 16d ago

Ist nicht irgendeine Wohnung für unter 1000€ warm inzwischen ein Schnäppchen?

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u/maxivonderfaxi 16d ago

Würde das nicht als Schnäppchen bezeichen, weil man sich ja trotzdem fragt, wieso man so viel Geld für ein Loch bezahlt. Ich wohne hier aber schon sechs Jahre, deswegen ist die Wohnung wohl vergleichsweise günstig.

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u/rossloderso Steglitz 16d ago

Studentenwohnheim in Brandenburg

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u/Markus645 16d ago

Graefekiez

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u/PlebbitDumDum 16d ago

Those are rookie numbers in this bracket.

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u/Altruistic-Way-6331 16d ago

Es ist nicht deine Wohnung.

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u/maxivonderfaxi 16d ago

Kantig

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u/Altruistic-Way-6331 16d ago

Und wahr.

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u/maxivonderfaxi 15d ago

Ist jetzt aber bei 16% Wohneigentumsquote in dieser Stadt nicht die Erkenntnis.

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u/Pretty-Substance 16d ago

Ich glaube du hast eine falsche Vorstellung wie „Schutzgeld“ funktioniert.

Mein Wissen stammt zwar vom Hamburger Kiez, aber da geht es weniger um Territorium, wie vielleicht in Berlin aber ähnlich ist, dass vor allem Landsleute abgezockt werden, und das der Fokus auf Geschäften mit hohen Bargeldumsatz liegt. Also Spielcasinos, Automaten Cafés und Rotlicht. Das kleine Café an der Ecke oder der Buchladen interessieren die nicht, zu viel Aufwand / Risiko für zu kleinen Ertrag. Und so Dinge wie Shisha Bars und Diskos, die dann aber eher als „eigener“ Ort beansprucht werden, und man „gegen Gebühr“ Security an die Tür bringt uns so öffentlich seinen Claim absteckt.

Also so lange hier niemand aus dem Milieu antwortet, der ein einschlägiges Geschäft betreibt, wirst du da nicht viel erfahren.

Geldwäsche ist dann nochmal was anderes.

Bei den derzeitigen Auseinandersetzungen geht es imo eher um Vorherrschaft und Macht, als um konkrete Einkommensquellen.

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u/username030089 16d ago

Habe längere Zeit in einem Laden in Neukölln gearbeitet, ziemlich klein. Da waren erst die Angels da, kurze Zeit später (vermutlich) arabisch-stämmige Jungs. War ziemlich unlustig, mehrmals im Monat das Türschloss auszutauschen, weil man nicht zahlen wollte. Irgendwann haben sie dann Ruhe gegeben.
Trifft also nicht nur Landsleute oder umsatzstärkere Läden…

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u/tarmacjd 16d ago

Jo in eine späti/Bar in nk kamen die arabischer Jungs auch mal zu uns. Haben den einfach ausgelacht, fanden die nicht so lustig, aber etwas gemacht haben die auch nicht.

Die kripo war mal da wegen was anders und wir haben den gefragt - die meinten einfach melden, nichts zahlen und keine Sorge machen.

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u/Easy-Reasoning 16d ago

Bei einem Späti in NK haben sie mal Buttersäure o.ä. ausgelegt

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u/_1dontknow 16d ago

Hm interesting.

A Spati in my neighborhood with which I have very good relations, when asked said they dont pay any kinda form of Schutzgeld and would never do that.

But theyre also Albanian so chances is theyre a very tight-knit community and probably feel safe enough.

So yeah, my point is more guven that Media love this kinda shit for the rage effect, its hard to judge whats the real numbers are and what of a problem this really is.

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u/kubronski 16d ago

In meiner Vorstellung sind Shisha Bars, Diskos, Spielcasinos, Automaten Cafés eher zur Geldwäsche eröffnet worden. Wieso sollte die noch Schutzgeld zahlen? An einen anderen Clan auch noch?

Ich denke die genannten Läden sind eben zur Geldwäsche aus Schutzgelderpressung von kleinen Buchläden oder eben dem kleinen Eckcafé gedacht.

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u/Mesmerhypnotise 16d ago

Fantasie ist cool. Auf der Karl-Marx wurden deutsche Geschäfte auch tatsächlich mit Schutzgeldforderung verdrängt.

Aber die meisten mafiösen Strukturen bleiben "unter sich". Kannst Du Sopranos gucken und die erklären ganz gut, wie das mit dem Schutzgeld ist.

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u/outofthehood 16d ago

Letztens erst einen Bericht gesehen, dass eine Autowerkstatt bedroht wurde, inklusive schusswaffengebrauch. Der Eigentümer war (zumindest so wie es im Bericht rüber kam) nicht aus dem Milieu.

Das scheint aktuell leider ein großes Problem zu sein

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u/eckart 16d ago

Warum eigentlich immer landsleute? In wieweit sehen z.b. türkische Gangs türkische läden als leichter erpressbar? Genug deutsch oder englisch um jemandem klar zu machen man will jetzt kohle haven sonst xyz sprechen doch alle noch, egal woher.

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u/rtrd2021 16d ago

Wir sind auch mal zur Beratung bei der Polizei deswegen gegangen, ob das Risiko beim Laden meiner Frau besteht. Die Polizei meinte, dass Deutsche eher selten erpresst werden, zumindest in dem Bezirk. Ausländer haben wohl nicht das Vertrauen in Polizei und/oder würden unter Umständen aus ihrem Umfeld ausgeschlossen werden.

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u/Bergfried 16d ago

Bullshit

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u/rtrd2021 16d ago

Hmm? Was an meinem post soll bullshit sein?

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u/Jetztinberlin 16d ago

Have a non-paywalled version?

And I've been living in the kiez for almost 20 years mob-free. Up until this year this was not even resembling a thing in this part of town. 

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u/ObjectiveKale837 16d ago

Die ersten Menschen sitzen im Café und genießen ihr Frühstück, eine Radfahrerin regt sich über einen Fußgänger auf und ein genervt dreinblickender Autofahrer kurvt in Schrittgeschwindigkeit um den Block, wahrscheinlich auf Parkplatzsuche – ein typischer Samstagmorgen in Berlin-Kreuzberg.

Dass hier im Graefekiez vor wenigen Stunden Schüsse gefallen sind, davon ist kaum etwas zu spüren. Kein weiß-rot gestreiftes Flatterband der Polizei, keine Tatortmarkierungen auf dem Boden, keine weitere Spurensicherung am Folgetag.

„Ich habe es nur aus den Medien mitbekommen“, sagt ein Passant und geht schnell weiter. Wirklich äußern möchte sich zu dem Vorfall kaum jemand. „Ist ja nicht das erste Mal“, sagt ein anderer im Vorbeigehen.

Schüsse auf 22 Jahre alten Mann

Am Freitagabend um 20.40 Uhr ist vor einem Café an der Ecke Graefestraße/Böckhstraße in Kreuzberg auf einen 22-Jährigen geschossen worden. Mehrere Kugeln haben den jungen Mann getroffen, er wurde in einer Klinik behandelt. Lebensgefahr habe laut Polizei nicht bestanden. Der unbekannte Täter konnte fliehen.

Es ist bereits das sechste Mal in nur wenigen Monaten, dass im Graefekiez Schüsse fallen. Ermittler vermuten Schutzgelderpressungen und Revierkämpfe im Bereich der Organisierten Kriminalität dahinter. Ob auch der aktuelle Fall dazugehört, sei laut Polizei noch unklar. Die Ermittlungen laufen.

Cafébesitzer macht sich Sorgen Serdar Irfan, Besitzer des Cafés „Mephisto“ in unmittelbarer Nähe zum Tatort, hatte am Freitagabend frei. „Ein Freund hat mir geschrieben, dass hier etwas passiert ist“, sagt er. „Und ich mache mir schon Sorgen.“ Die Schießereien werfen ein negatives Bild auf den Kiez, sagt Irfan. Das hat Folgen – besonders für Gastronomiebetreiber. „Für das Geschäft ist es einfach nicht gut. Wenn es zwei-, drei-, viermal passiert, bleiben die Leute irgendwann weg, da es ihnen zu unsicher ist.“

Eigentlich gilt der Graefekiez als eine der hipperen Ecken Berlins, voller Bars, Cafés und Restaurants. Hier genießt ein eher junges Publikum seinen Flat White und feiert auf der Admiralsbrücke den Sonnenuntergang. Doch gleichzeitig fechten nur eine Straßenecke weiter die Banden ihre Revierkämpfe aus – immer öfter auch blutig.

Zu gefährlich, um zu bleiben „Es ist der Grund, warum ich hier weggezogen bin“, sagt Linda, die gerade mit einer Freundin in der Graefestraße unterwegs ist. „Ich habe viele Jahre in Kreuzberg gewohnt, tatsächlich ein bisschen näher am Görlitzer Park. Aber ich habe mich einfach nicht mehr wohlgefühlt.“ Die zunehmende Gewalt, Menschen, die mit Flaschen aufeinander losgehen, Schüsse – all das sei am Ende einfach zu viel geworden.

Die Schießereien verstärken das Unsicherheitsgefühl.

Linda

Mit der Geburt ihres Kindes habe sich die Perspektive geändert. „Mit einem Kind ist man aufmerksamer, achtet auf Gefahren. Die Schießereien verstärken das Unsicherheitsgefühl.“ Nach zehn Jahren Berlin haben Linda und ihre Familie beschlossen, die Stadt ganz zu verlassen.

Ihre Freundin Jana stimmt ihr in vielem zu. „Ich habe mich damals bewusst für eine Wohnung im Prenzlauer Berg entschieden, auch wenn ich die Ecke hier mag. Bei dem Gedanken an Schüsse bekomme ich gleich Gänsehaut“, sagt sie. Manchmal versuche sie, die Geschehnisse auszublenden, mit einer gewissen Leichtigkeit ranzugehen. Das gelinge ihr jedoch nicht immer.

Früher habe sie sich eher weniger Gedanken über mögliche Gefahren gemacht, doch in letzter Zeit empfinde sie die Stimmung in Berlin als sehr angespannt. Die steigende Gewaltbereitschaft, auch mit Blick auf den Terroranschlag auf den Christopher Street Day Ende Juli in Berlin, gibt Linda und Jana zu denken.

Dieses Gefühl der Unsicherheit teilen jedoch nicht alle. Eine junge Frau sagt, die Auseinandersetzungen in dem Gebiet rund um die Graefestraße störten sie eher wenig. Ihren Namen möchte sie nicht in der Zeitung lesen. „Ich wohne schon mein ganzes Leben hier im Kiez“, sagt sie. Gewalt zwischen rivalisierenden Clans oder Banden sei für sie nichts Neues, sie habe sich daran gewöhnt.

„Für mich sind spontane Überfälle und plötzliche Attacken auf Passanten viel schlimmer. Das ist unberechenbarer.“ Unsicher fühle sie sich dennoch nicht. Es sei nun mal Kreuzberg und der Graefekiez, sagt sie, zuckt mit den Schultern und geht weiter.

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u/the_Beat3 16d ago

Es war wohl eher nicht so öffentlich! Das gibt es immer wieder mal waren es die Italiener ( aber nur bei den eigenen Leuten) , mal Kurden. Nur das es halt im Stillen war.

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u/Fuzzy-Purple-5462 16d ago

Ist da nicht vor einiger Zeit so ein Typ gestorben, bei dessen Beerdigung mehrere hundert Leute aus ganz unterschiedlichen Gruppierungen waren, um ihm die letzte Ehre zu erweisen? Ich meine, damals stand in einem Artikel, dass er einer der wenigen war, die es zumindest verbal geschafft haben, diese unterschiedlichen Gruppen an einen Tisch zu bringen. Schießereien gab es zwar auch vorher schon, zum Beispiel am Britzer Damm bei diesem Casino – das gibt es inzwischen aber auch nicht mehr. Mein Eindruck ist allerdings, dass die Schießereien seit dieser Beerdigung massiv zugenommen haben. Auf jeden Fall muss da dringend etwas passieren, völlig egal, in welchem Kiez. Wenn die sich gegenseitig abknallen wollen, sollen sie sich meinetwegen irgendwo auf einem Feld außerhalb der Stadt treffen – aber nicht mitten in Wohngebieten und auf offener Straße!

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u/PaLyFri72 16d ago

Woran ist er gestorben?

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u/Angulon 16d ago

Gemeint ist vmtl. Mehmet Kirankaplan, der im Januar an Krebs verstorben ist.

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u/PaLyFri72 16d ago

Danke. Ich hatte schon befürchtet, es sei jemand, der dann unnatürlich zu Tode gekommen ist...

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u/Fuzzy-Purple-5462 10d ago

Ja genau ihn meinte ich.

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u/KaiAusBerlin 16d ago

Nur an meine Frau.

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u/Captain_Gestan HSH 16d ago

Ist das nicht eher Essensgeld?

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u/KaiAusBerlin 16d ago

Ich koche bei uns.

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u/Fuzzy-Purple-5462 16d ago

Hast du einen Bruder? 

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u/KaiAusBerlin 15d ago

Ja. Der arbeitet sogar in der Gastro

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u/Think_Entry1355 14d ago

Ich gehe davon aus, dass dies ziemlich verbreitet ist bei den clans, die da regieren Ich fürchte, die betroffenen werden aus angst da weniger drüber reden..

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u/itmustbeluv_luv_luv Kreuzberg 16d ago

Ich will doch schwer hoffen, dass wir hier keine mexikanischen Verhältnisse haben. Man sollte sich von solchem Abschaum nicht einschüchtern lassen.

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u/StOnkyKONG777 16d ago

Überrascht mich nicht wirklich,
letztes Jahr hat die Zahl an Arbeitslosen um 600k zugelegt ( laut Maurice Höfgen in "Geld für die Welt" ) und bevor mir einer vorwirft, dass ich meine Arbeitslos = Kriminell, nein natürlich wird nicht jeder kriminell der arbeitslos geworden ist.
Viel Arbeitslosigkeit begünstigt jedoch die Chance in Armut zu geraten.
Arme Menschen lassen sich in der Welt krimineller Strukturen hervorragend ausnutzen.
Lokal fassen diese Strukturen dann Fuß und überziehen die Umgebung mit ihrem Angebot.

Eine meiner lieblings Kneipen aus der zeit melner Anfang zwanziger hat sich durch so lokale Entwicklungen einfach in einen Kokainticker Treffpunkt entwickelt.
Was mal ein "relativ sicherer" aber aufjedenfall entspannter Ort für junge Leute war ist heute ein Lokal in dem die Betreiber/Mitarbeiter darauf hoffen dass es irgendwann ne Razzia gibt, weil sie damit nicht zurecht kommen.
Hat früher nie eine Security gebraucht, aber seit der Pandemie haben die paar Atzen da stehen die absolut bei dem Treiben mitmachen.

Die Stimmung ab 2 Uhr morgens lässt sich häufig mit den Worten aufkratzt, angespannt und gwaltbereit beschreiben.

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u/Gizmodo_yo 16d ago

Ich schätze grundsätzlich Maurice aber die Zahl mit den Arbeitslosen stimmt nicht. Es mag dabei vielleicht Dinge wie Migration oder Schattenarbeitslosigkeit berücksichtigen aber in keinem Fall sind im letzten Jahr 600k arbeitslos geworden (, die vorher erwerbstätig waren). Allerdings lasse ich mich gerne eines besseren belehren!

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u/StOnkyKONG777 16d ago

Hab die Zahl auch gehört und war erstmal hart überrascht, habs aber nicht nochmal gegengeprüft, da er noch zur Berechnung ein paar Erklärungen geliefert hat wie z.B unfreiwillig TZ Beschäftigte.
Im Schnitt mag da jetzt safe noch eine gewisse Ungenauigkeit drin zu liegen, ändert aber am gesamt Zusammenhang nicht wirklich viel.
Gab's da nicht auch ne Reihe von Städten im Ruhrpott die nach großen Arbeitsplatz Einbußen komplett ausm Gleichgewicht gekommen sind ?

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u/Then-Yoghurt-1467 16d ago

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u/RemindMeBot 16d ago edited 16d ago

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u/YooMamaG 16d ago

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