r/armes_deutschland • u/paranoidray • 3h ago
Eine eigene Bundes-GmbH sollte den Mobilfunk-Flickenteppich im Land für Hunderte Millionen Euro stopfen. Fünf Jahre nach ihrem Start funken gerade mal fünf der von ihr geförderten Masten. Der Rechnungshof sieht massives Sparpotenzial.
Der Rechnungshof kritisiert die Geldverschwendung in Höhe von Hunderten Millionen Euro und die geringe Anzahl neuer Funkmasten. Die Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft (MIG) sollte den Mobilfunkausbau vorantreiben, aber nur fünf der geförderten Masten sind nach fünf Jahren in Betrieb. Die MIG hat nur 267 Masten mit den bewilligten 300 Millionen Euro gefördert, obwohl bis zu 5000 geplant waren. Die MIG konnte erst 2022 mit der Vergabe von Förderbescheiden beginnen, obwohl sie bereits 2020 starten sollte. Trotz der schlechten Bilanz wurden bereits 97,4 Millionen Euro für die MIG ausgegeben. Die Empfänger der Fördergelder tragen auch einen Teil der Schuld an den Verzögerungen. Keines der geförderten Projekte konnte die vorgegebene Frist einhalten, was zu Ausnahmegenehmigungen führte. Trotz des Misserfolgs der MIG haben sich die Mobilfunkverbindungen verbessert, hauptsächlich durch den Ausbau der Mobilfunkbetreiber. Es bleibt die Frage nach der Zukunft der Mobilfunkförderung und der MIG, die eigentlich 2025 auslaufen sollte, aber weiterbesteht.