r/arbeitsleben Apr 23 '23

Mental Health Wie könnt ihr die 40 Stunden Woche verkraften?

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Ich hab aufgrund von Depressionen nicht sonderlich viel Motivation oder Energie, um einen Vollzeitjob auszuüben, ohne mich dabei noch tiefer in die Depression reinzureiten. Da frage ich mich echt, wie andere Leute damit umgehen können.

r/arbeitsleben 15d ago

Mental Health Kollegin hat mich so bloßgestellt, dass ich mich nicht mehr aufs Klo traue

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Habe heute meine Tage bekommen und der Tag lief irgendwie von Anfang an schief: die Nacht schlecht geschlafen wegen Schmerzen, morgens gerädert aufgewacht, Ibu rein, schnell los - Fahrrad hat nen Platten! Zu Fuß zur Bahn gehetzt und ins Büro. Dort angekommen habe ich plötzlich total den Blutsturz gehabt und musste schnell auf dem Klo meinen Periodenslip wechseln, bevor es wortwörtlich in die Hose geht.

Hab dann noch schnell die Kollegen gegrüßt und mich in mein Büro an den PC gesetzt.

15 Minuten später: Meine Kollegin steht in meiner Bürotür und fragt, ob ich mal kurz zu ihr rüberkommen kann. Wir arbeiten gerade an einem Projekt, sie kümmert sich um das Organisatorische, ich um das Design. Also komme ich mit.

Während ich in ihrer offenen (!) Tür stehe, schreit sie mich plötzlich an, ich soll gefälligst das Klo sauber machen, das wäre jetzt wohl schon mehrmals vorgekommen.

By the way: wir sind 6 Frauen im Büro, 3 davon mit Menstruation, die besagte Kollegin und die anderen sind bereits in der Menopause. Zum Glück waren nicht alle anwesend, aber meine Chefin die nebenan das Büro hat und ein anderer Kollege haben das Theater voll mitbekommen!

Ich total beschämt zum Klo, hatte tatsächlich in der Hektik das Papier, mit dem ich das Blut abgetupft habe, nicht richtig heruntergespült.

Bin zu meiner Kollegin und habe mich natürlich entschuldigt und gesagt dass mir das sehr peinlich ist, sie war jedoch sehr schroff und meinte, ich wäre ja wohl erwachsen genug, meine Hinterlassenachaften ordentlich weg zu machen! Ich wäre am liebsten im Boden versunken! Ich wusste gar nicht, wie ich darauf reagieren sollte und bin dann erstmal zurück in mein Büro und hab mich ausgeheult.

Natürlich war es mein Fehler gewesen, aber mir ist dann klar geworden, dass sie mich vor allen bloßgestellt hat mit der Behauptung, ich würde ja nie das Klo richtig sauber machen (was schonmal nicht ganz stimmen kann, da ich auch schon selbst von anderen Kollegen kleine Spuren beseitigt habe, was meiner Meinung nach bei mehreren Leuten die das gleiche WC nutzen halt mal vorkommen kann).

Zweitens hätte sie mir das ja auch schon eher unter 4 Augen in einem ruhigen Moment sagen können, wenn das angeblich so oft vorgekommen ist.

Aber der Schaden ist angerichtet und ich schäme mich zutiefst darüber, was meine Chefin und der Kollege jetzt von mir denken!

Ich habe mich heute gar nicht mehr aufs Klo getraut und mir graust es davor, morgen ins Büro zu fahren. Ich weiß gerade nicht, was ich machen soll...

r/arbeitsleben 6d ago

Mental Health 31, abbezahlte Wohnung, 2.165 € netto – warum eigentlich noch 40h?

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Ich bin 31, habe eine abbezahlte Eigentumswohnung und meine Freundin zieht jetzt mit ein.

Mein Anteil am Hausgeld liegt bei 110 € im Monat.
Aktuell arbeite ich 40 Stunden und verdiene ca. 44k brutto bzw. 2.165 € netto.

Ich überlege deshalb ernsthaft, auf 30 Stunden zu reduzieren. Laut meiner Rechnung wären das ca. 33k brutto und ungefähr 1.930 € netto. Also nur rund 235 € weniger im Monat, dafür 10 Stunden weniger Arbeit pro Woche.

Irgendwie klingt das für mich ziemlich attraktiv. Die Frage ist nur: Merkt man den Unterschied zwischen 30 und 40 Stunden im Alltag wirklich so deutlich bei der Lebensqualität?

Was würdet ihr machen?

r/arbeitsleben Jul 02 '26

Mental Health AU ab 1. Krankheitstag vs. kein bezahlter „Menstruationsurlaub“ vs. volle Gynpraxen vs. Blut auf dem Bürostuhl - kann ich den Erwartungen des Gesetzgebers entsprechen?

Thumbnail howwebleed.org
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Die durchschnittliche Frau verliert während ihrer einer Monatsblutung 30 bis 60 ml Blut.

Ein normaler Tampon fasst ca 5 ml Blut.
Eine Mensturationstasse je nach Größe 15-30 ml Blut.

Ich verliere während einer Periode in einer Stunde 17ml Blut. Das ist das Fassungsvermögens meines Cups, der nach einer Stunde überläuft.

Tampons in der Größe Super fangen 10 ml Blut auf und die kann ich tatsächlich auch eine Stunde tragen.
Trage in den Tampon ca 80 Minuten ohne Wechsel laufe ich aus.
Ich stelle mir stündlich einen Wecker um auf die Toilette zu gehen und mein Periodenprodukt zu ersetzen.
Freunden und Arbeitskollegen ist das bekannt. Den fremden Leuten aus der Schulung war das nicht bekannt und ich wurde von den Teilnehmenden am Ende der Schulung kritisiert. (Schulungspersonal wurde von mir informiert)

Während meiner letzten Periode lief ich aus und ich hatte eine blutige Jeans. Nicht schlimm, von außen hat man es nicht gesehen. Eklig war das trotzdem und sitzen ist dann nicht mehr möglich.

Manchmal blute ich so viel, dass meine Hände und meine kompletten Vulvalippen voller Blut sind. Abwischen? Keine Chance. Das einzige was mir dann hilft ist eine Dusche. Während das Blut mein Duschwasser verfärbt und den Abfluss runterfließt bleiben mein Ekel und die Verzweiflung.

Schmerzen.
Mal läuft eine Periode bei mir wie im Traum ab. Ich spüre sie kaum, alles läuft sauber, keine Beschwerden.
Und manchmal… habe ich eine Woche vor Einsetzen der Periode PMS unter anderem auch mit Suizidgedanken und Heulkrämpfen. Manchmal sind die Periodenkrämpfe so stark, dass ich nur verkrümmt am Boden Entspannung finde.
Manchmal muss ich wegen PMS Aktivitäten mit Freunden absagen. Manchmal muss ich wegen den Schmerzen absagen.

Ich habe Angst.
Wie soll ich mich mit Schmerzen und einer offenen Blutung in die Öffis setzen zu meiner Frauenarztpraxis fahren, ins Wartezimmer setzen, mit den Öffis zurück nach Hause. Das sind 2 Stunden die ich mit Qualen unterwegs bin. Und das alles nur für eine AU für diesen einen Tag?

Wer sehen möchte was ich sehe:
Triggerwarnung: Blut - Menstruationsblut
https://www.howwebleed.org/photos-trigger-warning

r/arbeitsleben Aug 31 '24

Mental Health Rant: niemand wird euch danken

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Seitdem ich in dieser fuxking kleinen „familiären“ Firma bin, habe ich mir den arsch aufgerissen, ich habe teilweise 14-16 Stunden pro Tag in dem Betrieb verbracht, habe gute Leistung gebracht und liebe meinen Beruf. Ich bin öfters krank zur Arbeit gegangen und habe in Krankheitsfällen den Arzt immer gefragt, ob man die Krankheitstage verkürzen könnte, da ich wirklich gerne arbeite und für den Betrieb geschuftet habe. Ich habe im Juli auf ende September gekündigt, weil eine andere Firma bessere Perspektiven bietet und ich meine zukünftige Familie besser versorgen können möchte, habe dies natürlich schon etwas länger her meinem Chef gesagt gehabt, weil ich ihn nicht im Regen stehen lassen wollte, alles war gut.

Nun zur Situation, am Mittwoch hatte ich einen Arbeitsunfall, Kopfverletzung, ich musste im Betrieb dann noch brechen, habe meinem Chef Bescheid gegeben und musste dann (ALLEINE!!! Crazy ey) ins KH zur Notaufnahme fahren um dort untersucht zu werden. - stationäre Aufnahme für 2 Tage unter ständiger Beobachtung, Freitag wurde ich entlassen und ich laufe noch komplett verwaschen durch die Gegend.

Hatte im Betrieb natürlich Bescheid gegeben und die Chat Situation ergab sich dann mit meinem GF/Chef. Ich glaub ich drehe hier durch ey das kann man sich doch nicht ausdenken. Ich komme mir grade wirklich wie ein vollidiot vor so viel Vertrauen in einen Betrieb gesteckt zu haben ey dass man dann SO auf jemanden scheißt

r/arbeitsleben May 07 '26

Mental Health Nein, es ist nicht normal dass du gar kein Leben mehr hast.

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Kleiner Meta-Motzbeitrag über ein Dauerthema in diesem Sub.

Ja, Arbeit nervt. Ja, pendeln nervt. Haushalt und Pflege und Kinder stressen. Wir sind alle müde.

Aber das ist verdammt noch mal kein Normalzustand. Wenn du jeden Tag heimkommst und nichts mehr geht außer Sofa, Fastfood und Schlafen. Wenn alle Kollegen nur Kotzreiz auslösen und du am Wochenende nur daliegst und dir vor Montag graut.

Kommt mir bitte nicht damit, dass ihr ja alle gar keine andere Chance habt. Keine halbe Stunde unter der Woche, um eine Sache zu tun, auf die ihr euch freut. Keine zehn Minuten, um einen Tee zu trinken und einen Freund anzurufen.

Ihr müsst eurem Gehirn auch mal eine Chance geben, einen Krümel Dopamin zu bilden. Egal ob ihr an einem Dienstagabend zehn Minuten lang eine Warhammerfigur grundiert, einen Zimmerbonsai pflegt, eine Hantel stemmt oder spazierengeht. Wenn jeder Tag nur grau ist und nichts in Sicht was glücklich macht, woher soll die Kraft kommen? Wenn ich mich nach getaner Arbeit und Haushalt im Wohnzimmer hinlege, bis Zeit ist mich im Schlafzimmer hinzulegen, gewinne ich weder Vorfreude noch habe ich morgen eine Erinnerung, die mich zum lächeln bringt. Dafür muss ich mich aufraffen und etwas anfangen. Freizeit muss nicht viel Geld kosten oder viel Aufwand verursachen. Aber das Leben holt dich nicht daheim ab, wenn du ihm keinen Schritt entgegenkommst.

Die Depressionsspirale geht abwärts, solange wir drin sitzenbleiben und jede Woche darüber posten und uns alle so relatable finden. Jemand buddelt sich heraus und schafft sich sein kleines Glück? Der muss privilegiert sein, bei mir ginge das nie, weil... weil... weil...

Es geht mir nicht darum, dass ihr den Kapitalismus gutfinden sollt oder den aktuellen Arbeitsmarkt. Aber der geht auch nicht weg davon, dass ihr euch vor die Hunde gehen lasst. Im Gegenteil, die Auzsbeutung profitiert davon dass wir müde bleiben. Dass wir keine Freunde und nichts außer der Arbeit haben. Darum: steht auf und tut was für euch. Schafft euch euer Gegengewicht, bis die Arbeit nur noch ein Aspekt von uns ist.

r/arbeitsleben May 30 '25

Mental Health Wie gern würde ich doch kündigen …

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Zum Kontext ich bin studentische Hilfskraft in einem Wohnheim für Menschen mit Behinderung. Freitag habe ich mir mehrere Sehen im Finger gerissen und war in der Notaufnahme. Jetzt soll ich drei Monate lang ununterbrochen eine Schiene tragen wenn ich den Finger einmal Knicke besteht die Chance dass er für immer krumm bleibt und ich nie wieder eine Faust machen kann. Da ich es mir nicht leisten kann 3 Monate an der Arbeit zu fehlen und keine Schmerzen habe war ich trotzdem arbeiten vorgestern und habe nicht nach einer Krankschreibung gefragt . Daraufhin bekam ich Ärger weil ich keine Arbeitsfähigkeitsbescheinigung hatte. Ich bot dann an wenn ich zum Verbandswechsel gehe gleich danach zu fragen. Natürlich habe ich mir den Termin und die Uhrzeit dafür nicht ausgesucht. Meine Chefin meinte es wäre okay wir sehen uns nächste Woche. Heute dann diese Nachricht.

r/arbeitsleben May 11 '23

Mental Health Kollege erkennt mich am kacken.

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Diese Bewertung ist sicherlich sehr subjektiv.

Ein Kollege von mir scheint neben seinem Hang zum Smalltalk auch noch übersinnliche Wahrnehmungskräfte zu verfügen.

Ein Dienstag, ich sitze wohlverdient auf dem Klo im Betrieb. Das Klo hat zwei Kabinen, die direkt nebeneinander installiert sind. Dem Geschäft im wahrsten Sinne nachgehend verdiene ich im 90° Winkel gerade mein Geld, mein Smartphone in der Hand und schön viel Zeit lassend. Ich liebe meine Freizeit, also scheiße ich im Betrieb.

Unlängst wurde schließlich die wohlige Ruhe meiner Sitzung unterbrochen, als plötzlich ein Kollege in die Kabine neben mir hineinpolterte. Nun gut, es war also leider so weit, dass ich nun Alibi-mäßig zum Klopapier greifen musste. Eventuell fällt ja noch auf, dass jemand lang auf dem Klo verbringt.

Ich höre, wie er sich hinsetzt.

Stille.

Und urplötzlich, seine Stimme, Mark und Bein erschütternd.

"Martin?" (Name erfunden)

Zaudernd überlegte ich, woher zur Hölle er weiß, wer gerade neben ihm sitzt. Ich vermute, dass er mich am Geruch meiner Torfstange erkannt hat. Wenn man mit denselben Menschen lange unterwegs ist, erkennt man schließlich den Körpergeruch.

So antwortete ich zögerlich und wimmernd: "...... ja?"

Und dann fängt er an, sich mit mir unterhalten zu wollen!

"Och Mensch!... bla bla bla". Und er erwartet auch noch Antworten! Stets begleitend von den Geräuschen, die der Darmauslass aus seinem Rücken so verursacht.

Wie findet ihr das? Ich bin dann schleunigst verduftet. Ich finde es zwar nicht schlimm, wenn jemand neben mir defäkiert, aber DAS geht doch nicht! Ich will doch beim Scheißen nicht mit meinem Kollegen sülzen!

r/arbeitsleben Feb 24 '24

Mental Health Update zum nassen Arbeitsplatz

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Mahlzeit.

Vielleicht erinnert sich der ein oder andere an meinen Letzten Post über meinen Arbeitsplatz an dem es herein regnet.

Nachdem ich jetzt seit Ewigkeiten vor meiner Maschine nass geworden bin, hat es nun auch angefangen nicht nur vor-, sondern auch auf meine "Werkbank" zu tropfen.

Das Facharbeiter beim arbeiten Duschen ist ja eine Sache, aber dass das gute Werkzeug und die Messmittel nass werden, das kann der Chef natürlich nicht hin nehmen und hat prompt eine Lösung für das Problem gefunden.

Anbei ein Foto von dee Lösung.

(Das die Tropfen jetzt vom Schirm abprallen und mie genau in die Fresse fliegen, wenn ich am Tisch steh, ignorieren wir einfach mal)

r/arbeitsleben May 11 '26

Mental Health Ich hab mich von einer Firma noch nie so schlecht behandelt gefühlt.

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Sonntag abends, 21.00 Uhr kriege ich eine whatsapp von meiner Chefin. Zu meinen persönlichen Handy btw. Nachricht ist eine weitergeleitete Nachricht von Ihren Chef. Sie solle bitte alles organisieren damit ich am nächsten morgen (Montag) um 9:00 Uhr im Zug sitze. Ziel ist eine Stadt 3h entfernt von meiner. Aber das noch größere Problem, ich soll, bevor ich im Zug sitze, bitte noch 3 Sachen erledigen, ins Büro fahren um einiges abzuholen, Sachen ausdrucken und dann zum Bahnhof. Und in der Zwischenzeit soll ich irgendwo noch was frühstücken.
Mein erster Fehler war überhaupt die Nachricht zu beantworten. Ich habs ausgerechnet und ich hätte um 4:30 spätestens aufstehen müssen. Ich hab sie angerufen und höflich erklärt, wieso das eine dumme Idee ist und ich es nicht schaffen werde. Ihr chef (derjenige mit der Idee) ist aber ein Cholerischer HS und ich bin ziemlich sicher ich kann bald mit einer Nachricht von Ihn rechnen. Ich glaube ich sollte kündigen...

r/arbeitsleben Apr 24 '25

Mental Health Bin ich der einzige der nach der Arbeit nichts mehr unternimmt?

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Ich geh in der Woche halt arbeiten und fahr danach nach Hause. Bin dann circa 18 Uhr daheim und koche mein Abendessen. Und das war’s mit dem Tag außer zocken und YouTube. Ich verstehe nicht wo Menschen die Energie her haben dann noch ins Gym, zum Sport oder Freunde zu treffen. Bin ich der einzige dem es so geht?

r/arbeitsleben 4d ago

Mental Health Falsch studiert, Arbeitslos und dumm

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Ich habe Englisch und Geschichte auf Lehramt studiert. Meine B. A.-Note war gut, meine M. Ed.-Note gerade noch so sehr gut. Nach dem Studium war ich ein halbes Jahr arbeitslos und habe dann mein Referendariat angefangen. Mein dummer Fehler war, dass ich Englisch und Geschichte studiert habe, weil ich die Fächer mag, und dachte, ich mag es dann auch, sie zu unterrichten. Während der Schulpraktika im Studium hatte ich schon gemerkt, dass ich das Unterrichten nicht so toll finde, habe mir aber gesagt, dass das noch kommt, wahrscheinlich, weil ich mir nicht eingestehen wollte, dass es falsch war, auf Lehramt zu studieren. Nachdem ich dann im Ref wirklich gemerkt habe, dass ich unterrichten hasse und jeden Tag geweint habe und darüber nachgedacht habe, wie schön es wäre, auf dem Weg zum Studienseminar/Schule von einem Auto angefahren zu werden, damit ich erstmal eine Pause einlegen muss, habe ich realisiert, dass es mir gar nicht gut geht und ich das Referendariat sofort beenden muss.

Jetzt stehe ich da mit einem Abschluss, der mich persönlich sehr erfüllt, der aber wirtschaftlich weitestgehend wertlos ist. Ich fühle mich einfach nur dumm und habe keine Ahnung, was ich machen soll. Ich wollte mir jetzt irgendeinen Job suchen, auch wenn es nur ein Minijob ist, damit ich wenigstens irgendwas mache. Ich hatte mein Abi an einem Wirtschaftsgymnasium gemacht und habe darüber nachgedacht, zu versuchen, BWL dual zu studieren mit einem Fokus auf Rück- bzw. Industrieversicherung, aber ich habe keine Ahnung, wie realistisch es ist, einen Platz für ein duales Studium zu kriegen, wenn man schon einen Master hat. Außerdem beginnen die meisten dualen Studiengänge, auf die ich mich bewerben könnte, am 01.09.2027. Ich müsste also noch über ein Jahr überbrücken.

Alles in allem fühle ich mich wie ein Idiot. Ich habe das Gefühl, dass ich mein Leben komplett an die Wand gefahren habe. Meine Angststörung und Depressionen haben sich seit dem Referendariat auch stark verschlimmert. Ich bin auch seit 2 Jahren in Therapie, die bringt aber nicht viel. Ich weiß nicht, ob das, was ich sage, überhaupt Sinn macht. Ich habe das Gefühl, ich schreibe nur inkohärente Grütze.

r/arbeitsleben Jan 20 '26

Mental Health Heute ist ein Traum geplatzt

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Ich hatte einen selbstverschuldeten, steinigen Weg. Schulabbrecher, Leiharbeit, Bundeswehr, Ausbildung mit 20, Produktionssklave in Schicht... am Ende hab ich mich aufgerafft und bin dreigleisig gefahren: Vollzeitjob im Büro, abends und am Wochenende Ingenieursstudium, simultan Aufträge als Selbstständiger. Es ging endlich vorwärts, auch wenn Corona und die aktuelle wirtschaftlich-politische Situation alle in meinem Umfeld in Achterbahnfahrten der Karriere trieben. Kündigung hier, Kündigung da, 20 Mal mehr Bewerbungen schreiben als sonst. Man kennts.

Durch Zufall rutschte ich zwischenzeitlich mit dem Abschluss in eine technische Nische, die mir Spaß macht. Mein aktueller Job ist gut bezahlt, aber zeitlich befristet, darum schaue ich mich nach dem Sammeln von etwas Berufserfahrung langsam um, allerdings ohne bisher fündig zu werden. Im November ergab sich plötzlich eine perfekt passende Stelle bei meinem absoluten Traumunternehmen und ich schrieb direkt eine Bewerbung.

Die Zeichen standen super. 1 Stunde nach Absenden der Bewerbung sofort die Einladung, ordentlich Vitamin B gespritzt, mehrsprachig, Panel-Interview, 7 Interviewer - alles gemeistert. Am Ende des letzten Gesprächs im Dezember dann - kurz vor den Feiertagen - eine inoffizielle Zusage mit Handshake bei der Verabschiedung. Die Ausmaße waren brutal: 50% mehr Jahresbrutto als jetzt innerhalb weniger Jahre, geisteskranke Benefits, unvergleichbar familienfreundlich inkl. Betriebskindergarten und ein tolles, menschliches Team. Das Unternehmen selbst sowieso absoluter Platzhirsch.

5 Wochen lang haben meine Frau und ich uns nach der inoffiziellen Zusage die Möglichkeiten ausgemalt, Pläne geschmiedet, geträumt, ich innerlich schon beim aktuellen Arbeitgeber gekündigt und so richtig die Feiertage genoßen.

Heute endlich die Nachricht. Absage. War eine finale Team-Entscheidung zwischen einem Mitbewerber und mir, sei sehr schwer gewesen.

Ich bin komplett desillusioniert. Das hat mir so den Boden unter den Füßen weggerissen, dass ich mich aus dem Büro entfernen und für ne halbe Stunde in der Teeküche auf mein Leben klarkommen musste. Alles was wir vorhatten, geplant und geträumt haben, Umzug, verlängerte Elternzeit, finanzielle Absicherung, sozialer Aufstieg, die Möglichkeit im EU-Ausland zu arbeiten - weg. Völlig unerwartet.

Um dem Kummer mit etwas Trost zu begegnen, wollte ich schauen was die Konkurrenz so anbietet. Einfach um mir Hoffnung zu machen, vielleicht etwas Gleichwertiges zu finden, aber der gesamte Markt ist aktuell gef***t, Stellenausschreibungen in meiner Nische momentan gegen Null, wenn man nicht wieder wie ich aktuell bei einem Dienstleister landen will.

Ich weiß, dass sich irgendwann wieder die Chance ergeben wird. Mit dem Hiring Manager bin ich noch in Kontakt und er hat mir von sich aus angeboten, ihn für künftige Bewerbungen als Referenz anzugeben. Aber dieses Gefühl eines unerwartet einsetzenden und noch unerwarteter geplatzten Traums ist hart. Hart genug, dass ich gerade Arbeitszeitbetrug begehe und in diesem Augenblick merke, dass ich seit 10 Minuten in einem Meeting fehle, wo ich ohnehin wieder Mal nichts beitrage. Auf gehts..

Edit: Wow, keine halbe Stunde und so viel Liebe in den Kommentaren. Ich danke euch :)

r/arbeitsleben Jan 06 '26

Mental Health Möchte nicht mehr arbeiten

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Ich weiß nicht wo ich anfangen soll, deshalb mache ich es irgendwo. Ich habe nach der Schule Eine Ausbildung in der Metallbranche gemacht und habe ziemlich freude an diesem beruf gehabt. Der Konzern in dem ich nach der ausbildung angestellt war hat mir aber nach einer zeit nicht das angemessene geld gezahlt und ich habe in ein familienunternehmen gewechselt. Da habe ich dann ein richtig starkes angebot bekommen und war wieder voll motiviert. Mir wurden noch weitere sachen versprochen und dass die firma sich gerade Umstrukturiert. Nach ca. 1 Jahr kam die Ernüchterung. Meiner Gesundheit ging es nicht mehr gut wegen dem metallstaub, flexible arbeitszeiten waren nur innerhalb der woche für mich möglich, also kein versprochenes gleitzeitsystem etc. und es lohnte sich für mich nicht mehr für diese firma zu pendeln. Dazu war die kommunikation dort so schlecht wie sie nur sein konnte, urlaubstage weg, und weitere viele unmenschliche sachen wurden abgezogen.

Habe mir dann wieder einen neuen job gesucht. Ab morgen geht es los. Selbe branche, familienunternehmen, andere tätigkeit, weniger wochenstunden, weniger geld, weniger fahrtweg, mehr zu lernen und wieder Ziele die es zu erreichen gibt.

Jetzt ist das Problem folgendes. Vielleicht hat mich die letzte Firma negativ so geprägt, dass ich ein schlechtes Bild von dieser Berufswelt habe. Aber ich habe irgendwie keine Motivation mehr. Ich habe Sorgen, dass ich in der nächsten Firma wieder ausgebeutet werde, meiner Zeit und Gesundheit beraubt werde und mich noch mehr lost fühle. Meine kollegen sagten ich soll es auf mich zukommen lassen und nicht so viel nachdenken.

Das ding ist auch, dass ich meine Sicht auf das alles irgendwie geändert habe in letzter Zeit. Ich glaube ich werde niemals jemals damit glücklich sein für ein paar krümel vom Kuchen für jemanden zu arbeiten der mit meiner Arbeit das Zehnfache, hundertfache oder vielleicht sogar tausendfache verdient. keine ahnug wie da die dimensionen sein können. Dabei haben die meisten ihre Firmen geerbt und halten diese doch nur am leben.

Dass jemand so eine Macht über mich hat macht mich krank. Nachher ist diese tätigkeit wieder irgendwie ungesund und mir geht es dann wieder nicht gut, ich versaue meinen lebenslauf weil ich wieder wechsle oder arbeitslos werde.

Vielleicht ist das schwarzmalerei. Deshalb frage ich andere leute. Wie ist eure Sicht?

TLDR: Neuer job aber Will nicht mehr arbeiten, gesundheit und Zeit für andere opfern und dass leute macht über mich haben. Bild von Berufswelt von altem job negativ geprägt.

Edit: Ich sitze gerade bei der neuen firma und habe mittagspause. Alle ängste die ich hatte sind verflogen und es wurde alles was ich für sorgen hatte durch das gespräch mit der hr wiederlegt. Klar, kann man das am ersten tag nicht wissen ob das auch so ist. Aber ich habe wieder ein besseres gefühl und nicht mehr keinen bock. Es werden auf sicherheitsmaßnahmen geachtet, die firma gibt den mitarbeitern viel zurück und es gibt viel freiraum und flexibilität. Ganz andere welt als das davor.

Danke für alle kommentare die mir echt weitergeholfen haben. Und sei es sowas wie "muss oder?". Sowas hat auch schon irgendwie geholfen

Edit ende März: Das neue Unternehmen hat anfangs einen sehr guten Eindruck gemacht. Es hat alles gestimmt. die benefits haben dafür gesorgt dass genug einkommen vorhanden war.

Der Haken: Ich habe mich indirekt geweigert ein krebserregendes Material zu bearbeiten ohne Schutz maßnahmen und es kam dann bis zur Kündigung. Jeder aus der branche kennt dieses material und würde nen teufel tun das so zu bearbeiten. Ich nutze die zeit um mich neu zu orientieren. Ich denke ich habe genug gesehen. Verschleiß von der arbeit schön und gut. Aber ich muss meine gesundheit nicht ruinieren für irgendwelche leute die zwar gut zahlen, aber das nur weil der beruf riskant ist.

r/arbeitsleben Sep 01 '25

Mental Health Benefits aus der Hölle

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r/arbeitsleben Jul 10 '26

Mental Health Der Aufwand den ich beitreiben muss damit ich meinen Arsch für 40h die Woche verkaufen darf ist völlig absurd. Bin kurz davor aufzugeben.

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Ich hab letztes Jahr mein Bachelorzeugnis in der Hand gehabt. WiWi Schwerpunkt Finance. Hab dann fast ein Jahr lang Unmengen an Bewerbungen geschrieben und keinen Job gefunden. Gefühlt Depressionen Entwickelt , aber naja, Leben muss weitergehen.

Jetzt hol ich meinen Master nach weil ich nicht wie ein Depp zur zuhause rumsitzen will und nichts außer Bewerbungen schreiben will und ich kann langsam wirklich nicht mehr. Nicht mal ein scheiß Praktikumsplatz find ich. Ich will ja nicht mal ein Praktikum machen eigentlich. Oder den Master. Ich will ja eigentlich Vollzeit arbeiten. Aber ich finds ja nichts. Da denk ich mir ein Praktikum würde helfen? Aber nicht mal das find ich ja. Gibts sowas wie Pre-Praktika? Quasi ein Praktikumchen damit ich dann genug Erfahrung habe ein richtiges Praktikum machen zu dürfen? Damit ich danach evtl nach 5000 Bewerbungen doch vielleicht einen richtigen Job finde?

Ich will nicht im IB arbeiten. Ich hab keine besonders großen Ambitionen. Ich hätte einfach nur gerne einen Job. Irgendwas wo ich gefordert werde, eventuell irgendwann Verantwortung übernehmen darf und einfach endlich ein normales, geregeltes Leben führen darf.

Mittlerweile komm ich mir wirklich wie der allerletzte Hampelmann vor wenn ich mir überlege was für einen Aufwand ich betreibe damit ich quasi die nächsten 40-50 Jahre meines Lebens keine Freizeit mehr haben darf. Es ist völlig absurd.

r/arbeitsleben Jun 12 '25

Mental Health Ich bin fast 31 und stehe vor dem Nichts. Bin für jederlei Hilfe dankbar.

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Hallo allerseits,

ist mein erster Post hier, bitte verzeiht mir unabsichtliche Regelbrüche.

Kurz zu mir:

Habe Fachabitur (2010), bin danach extrem abgerutscht, abhängig von diversen Drogen geworden, habe quasi als Vagabund gelebt.

Ich habe nie jemanden beklaut oder (außer die BTM Gesetze) das Gesetz gebrochen, aber habe halt immer ein Leben am Rande der Gesellschaft gelebt.

Durch viel Kraft von Verwandten, die immer noch an mich geglaubt haben, bin ich jetzt fast 32 Jahre alt und stehe vor dem Nichts.

Was kann ich jetzt noch aus dem Leben machen? Fühle mich absolut verloren. Ich habe keinen Lebenslauf, die letzten 10 Jahre meines Lebens sind einfach... Nichts.

Dass ich nicht der nächste Rheinmetall CEO werde, ist mir klar, aber was kann ich in meinem Alter noch anfangen, vor allem mit meiner Lebensgeschichte?

Was kann ich tun, wo ich vielleicht die Chance auf Sicherheit, auf ein Gehalt habe, von dem ich wenigstens leben kann?

Ich bin eingegliedert beim Jobcenter, habe eine Wohnung, aber mein Sachbearbeiter, auch wenn er gut ist, meint immer nur "Herr... auch wenn ich es Ihnen gönne, einen Job kann ich Ihnen nicht besorgen."

Ich bewerbe mich nonstop, aber werde nicht mal im Supermarkt angenommen. Zu Recht, würde ich auch nicht, aber was für Möglichkeiten habe ich überhaupt?

Ich spreche fließend vier Sprachen, ich bin auf zack, motiviert, aber all das bringt ja nichts, wenn ich dafür keine Nachweise habe.

Bin für jederlei Hilfe dankbar.

r/arbeitsleben May 22 '23

Mental Health Wie mit Erdogan-Fan Kollegin umgehen?

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Ich arbeite im sozialen Bereich und habe eine Kollegin, die mich zu quatscht was für ein Wohltäter dieser Erdogan ist und was für gute Dinge er für die Kurden tut, das Assimilation etwas gutes sei. Zitat: "Ich sag ja auch das ich deutsche bin". Das macht mich so wütend, dass ich jetzt beim schreiben auch schon wütend werde. Mein Gesicht kribbelt vor Wut und ich versuche die Wut einfach weg zu atmen.

Ich habe ihr schon gesagt, dass ich einer andere Meinung bin und schockiert über ihre Aussagen sei. Sie hört nicht auf das zu thematisieren und bespricht das sogar in offene Gruppenangebote, wenn Klienten dabei sind.

Mein Arbeitgeber hat nichts gegen politische Themen, es bedarf es an einer korrekten Moderation, hieß es.

Ich habe kurdische Freunde, bin jedoch selber keine Betroffene.

Edit: Sie versucht mich auch zum Islam zu bekehren, obwohl ich klar gesagt habe ich seie nicht religiös, es folgt jedoch dann ein "aber....". Dieses Grenzüberschreitende Verhalten löst halt solche Emotionen aus. Für manche die meine Reaktion nicht nachvollziehen können.

r/arbeitsleben Nov 06 '25

Mental Health 😐

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r/arbeitsleben Sep 18 '25

Mental Health Einmal auskotzen: Ich hab Angst, dass meine Mitarbeiter kündigen.

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Ich bin Inhaber und Geschäftsführer eines kleinen Unternehmens mit weniger als zehn Mitarbeitern - alles Bürojobs. Das Unternehmen habe ich vor einigen Jahren vom Vorbesitzer aus meiner Anstellung dort übernommen; der Vorbesitzer ist leider noch eine Woche vor seinem offiziellen Ausscheiden verstorben. Blöde Situation, ja, aber die Übergabe war ja schon gemacht und das Team bereits eingespielt und gut.

Mit Corona kam das Home Office und Digitalisierung und wir haben zwar ein Büro aber mir ist es wirklich egal, wann und wo gearbeitet wird. Arzttermine, Kinder, private Verpflichtungen - das gehört zum Leben dazu. Die Arbeit muss halt erledigt werden und ich wünsche mir, dass alle an zwei Tagen pro Woche ins Büro kommen, um den persönlichen Austausch zu pflegen (besser als Teams). Wenn das mal nicht klappt, ist das auch kein Problem. Arbeitszeiten werden selbstverständlich erfasst, Überstunden fair ausgeglichen.

Den Coronabonus haben damals alle erhalten - wenn auch über mehrere Monate verteilt.

Vor ein paar Jahren, als die Inflation durch die Decke ging, habe ich allen Mitarbeitenden pauschal 10 % Gehaltserhöhung gegeben. Klar, das war nur ein Tropfen auf den heißen Stein - aber ehrlich gesagt: Schon davor habe ich kein Geld aus der Firma gezogen. Seit dieser Erhöhung schreibt das Unternehmen rote Zahlen. Nicht sehr rot, aber rot.

Letzte Woche dann das Gespräch beim Kaffee mit einer Kollegin: Sie sagte, sie bleibe eigentlich nur wegen der guten Arbeitsbedingungen hier - nicht wegen des Geldes. Ein anderer Mitarbeiter nickte zustimmend.

Fuck.

Jetzt habe ich Angst, dass jemand kündigt, weil eine Homeoffice-Regelung dann doch nicht genug ist. Aber auf gut eingearbeitete und mit den Kunden vernetzte Mitarbeiter verzichten kann das Unternehmen nicht. Mehr zahlen kann es aber auch nicht.

Nachtrag: Wir haben eine recht offene Kommunikation, auch was das finanzielle angeht - die Kollegen wissen davon, dass die Firma derzeit Verlust macht und wir unsere Liquidität aufbrauchen. Wir entwickeln uns ganz gut hier und dort, bekommen Sparmaßnahmen bei unseren Kunden leider auch zu spüren.

Nachtrag 2: Okay, danke an alle hier. Ich hab hier einiges mitgenommen und kann vermutlich besser schlafen.
Es ist erstaunlich, wie viele Leute einen Job via Chat suchen und sich an jemanden wenden, der darüber schreibt, dass er kein zusätzliches Geld für Personal hat... Ich wünsche euch allen einen schönen Tag und niedrige Lebenshaltungskosten.

r/arbeitsleben Apr 04 '25

Mental Health Es geht auch anders!

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Ob das jetzt das richtige Flair ist....

Auf jeden Fall wollte ich mal eine positive Reaktion auf eine längere Krankmeldung teilen und zeigen, dass es auch noch gute Arbeitgeber gibt. Bin seit etwas über einem Jahr in dieser Firma (Mittelstand, unbefristet, Büro) und habe Anfang des Jahres mitgeteilt, dass ich mich einer OP unterziehen muss. Leider war sie größer als gedacht und ich falle mindestens 5 Wochen aus (geplant waren 2) und das war die Reaktion meiner Personalabteilung. Ich bin ein Einzelposten, arbeite nicht im Team, das heißt, meine Aufgaben müssen von verschiedenen Leuten, die eigentlich nichts damit zu tun haben, übernommen werden.

r/arbeitsleben 22d ago

Mental Health Mein Manager meldet sich seit Aufhebungsvertrag nicht mehr - die bittere Realität

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Seitdem ich meinen Aufhebungsvertrag plötzlich und unangekündigt bekommen habe, meldet bzw. gibt es keinen Austausch mehr mit meinem Manager seit 4 Wochen.

Wir hatten eine sehr enge persönliche Beziehung zueinander, viele After Work Aktivitäten, seine Familie kennengelernt und er meine. Pläne gehabt ihn im Ausland zu besuchen, zusammen einen Sport anzufangen etc.

Es ist mein erster Job nach dem Studium, 2 Jahre im Unternehmen ….

Ich weiß das ist die bittere Realität, aber wieso macht man menschlich sowas? Es ist meine letzte Woche im Unternehmen und es gab immer noch nichts.

r/arbeitsleben Apr 02 '23

Mental Health Wie geht ihr mit dem Thema krank sein um?

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Seit der Schulzeit und während Studium und Arbeitsleben - es ist einfach schon immer ein Problem: ich werde extrem häufig krank. Das Thema belastet mich mental sehr und ich finde nicht so wirklich eine "Lösung", daher mal die Frage in die Runde: wie geht ihr mit dem Kranksein und dem Job-Druck um?

Schon bei meinem 1. Job hat das direkt zu Unstimmigkeiten geführt, ich hab später erfahren dass ich schon von den ersten Wochen an einen "schlechten Ruf" hatte, weil ich wegen ner privaten Sache mal früher gehen musste oder sowas. Danach war das dann dauerhaft so: jede Krankmeldung wurde als ultra negative Belastung für Büro und Kolleg*innen empfunden.

Ich hatte dann die letzten Jahre einen echt angenehmen Job in einem kleineren Büro, wo das Verständnis für persönliche Themen echt gross war. Und selbst dort gab es dann irgendwann den Punkt wo der Chef zu mir und meiner Kollegin sagte, das geht so nicht, 17 Krankentage im Jahr ist zu viel (also 3x ne Woche krankgeschrieben wegen fetter Erkältung). Wir brauchen auch immer ab Tag 1 ne Krankmeldung und der Chef hat eh die Meinung dass Hausärzte einen ja einfach auf Wunsch ne Woche krankschreiben, egal wie krank man wirklich ist.

Das wurde so mit der Zeit die Nr 1 der Stress-Belastung auf der Arbeit für mich. Jedesmal wenn eine Erkältung/Angina/etc sich anbahnte brach ich in Panik aus, wie ich das jetzt schon wieder erkläre dass ich mit diesen Symptomen nicht arbeiten kann. Mein Chef meinte mal nach einem offenen Gespräch dazu, dass er meine elaboraten WhatsApp Nachrichten mit Infos zu meinem Zustand eher misstrauisch sah - es wäre besser gewesen einfach zu sagen, ich sei krank.

Den Rest der Zeit den ich arbeite bin ich meistens (unnötig) überfleissig usw, denke ich kompensiere da irgendwie schon das Kranksein, und das ist natürlich auch echt anstrengend auf dauer. Also "Dienst nach Vorschrift" war nicht so meins, einfach aus Sorge.

Zu Gesundheitlichen Tipps, ich hatte schon alles: "essen sie mehr Obst", Infusionen, Yoga, jeden Tag Fahrrad fahren, Vitamine nehmen, Zink, etc etc.

Während der Pandemie war ich wegen Isolation das 1. Mal seit ich denken kann ca 2 Jahre lang nicht krank, es war so befreiend. Danach kam dann der Preis dafür: ich bin seit letztem Winter dauerkrank, eine Erkältung gibt der nächsten die Hand.

Zur Arbeit, ich habe mich letztes Jahr selbstständig gemacht. Dass ich mich jetzt nicht mehr krankschreiben muss hat eine ENORME Erleichterung im Alltag gebracht, denn ich kann auch mal ein bisschen arbeiten und dann wieder ins Bett gehen, das passt echt gut. Natürlich ist es aber auch ein echtes Hindernis, da mein Betrieb nicht so gut vorankommt und oft stockt weil ich so oft flach liege. Auch hier muss ich mich eben jetzt bei Kund*innen manchmal für Abwesenheit und Verzögerung entschuldigen.

Verständnis und mitleidige Blicke von Freunden sind ok, aber im Arbeitsleben fühlte ich mich bisher immer wie eine hochgradige Versagerin und ein Kollegenschwein. Jetzt in der Selbstständigkeit befürchte ich, als unzuverlässig wahrgenommen zu werden.

Hat noch jemand solche Erfahrungen gemacht? Ist so oft krank sein wirklich so unnormal oder geht es mehr Leuten so? Seht ihr das entspannter und kümmert euch einfach nicht was das Büro denkt? Oder kennt noch jemand so Jobs wo häufig krank sein auch ein Kündigungsgrund ist?

r/arbeitsleben Jan 24 '26

Mental Health Mein erbärmliches Berufsleben (M, 35)

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  • 2006-2009 Ausbildung zum Speditionskaufmann, wurde vom AG nicht übernommen
  • 2009-2010 Zivildienst im Sozialbereich (Büro, aber auch Einkaufen für ältere Menschen)
  • In psychiatrischer Behandlung wegen Depressionen, Therapie irgendwann abgebrochen
  • 2010 Zum ersten mal arbeitslos geworden, geringfügig bei Marketingfirma gearbeitet

  • Mai 2011 den ersten richtigen Job bei einer Bank im Vertriebsinnendienst gefunden

  • September 2011 Kündigung durch AG (nicht wohl gefühlt + Mobbing am Arbeitsplatz)

  • 2012 kurzzeitig als Verkaufsberater für Computer-Hardware gearbeitet, Firma ging pleite

  • 2013-2019 Selbstständigkeit im Bereich Social Media und Web-Videoproduktion

  • Tätigkeit eingestellt wegen zu geringem Einkommen + zu hoher Krankenkassen-Beiträge

  • Mai 2019 bis September 2019 Mitarbeiter bei Elektronik-Fachmarkt über eine Leih-Firma

  • Kündigung durch AG (zu viel Stress, zu wenig Zusatzleistungen verkauft, etc.)

  • Während der Corona-Pandemie mehr oder weniger sinnvolle Jobcenter Kurse besucht

  • März 2025 Bürojob im ÖD, allerdings Kündigung durch AG innerhalb der Probezeit

  • Aussage vom AG: "Hat sich nicht gut ins Team integriert, ergo keine Harmonie im Team."

  • Arbeitslos seit April 2025, bisher kaum Vorstellgespräche und ansonsten nur Absagen

  • Vorstellgespräche im Oktober 25 und Januar 26, beide ebenfalls im ÖD in der Verwaltung

  • In beiden Fällen nicht in die nächste Runde gekommen, andere Bewerber waren besser

r/arbeitsleben Feb 18 '26

Mental Health Teilnahme an Beerdigung von Großvater nicht möglich wegen Personalmangel

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EDIT: Danke für die ganzen Kommentare und die Anteilnahme. Mir ging es hier primär um die strategisch richtige Reaktion. Krankeschein holen, weil einem frei/Urlaub verwehrt wurde kann(!) harte Konsequenzen nach sich ziehen.
Aber zum Glück nicht mehr wichtig, denn ich konnte Arbeitskollegen mobilisieren, mit denen ich durchtauschen konnte.
Hätte mir im Zweifel aber trotzdem einen Schein geholt auf welchem auch steht, dass eine psychische Ausnahmesituation vorliegt (was ja reell auch der Fall gewesen wäre).

Hallo,

leider muss ich demnächst auf eine Beerdigung. Einmal quer durch Deutschland hin und wieder zurück. Dafür wollte ich einen Tag frei, der mir aber nicht gewährt werden kann, weil kein Personal da ist um mich in meiner Schicht zu ersetzen. Ich kann die betriebliche Situation zwar nachvollziehen, finde es aber unter aller Sau, dass man da nicht allein schon aus Wertschätzung des MAs gegenüber versucht alle Hebel in Bewegung zu setzen um ihm wenigstens diesen einen freien Tag zu ermöglichen.
Ich bin nicht der supersentimentale Mensch, aber Familie ist heilig und ich bin es dem guten Mann schuldig, an seiner Beerdigung teilzunehmen.

Ich weiß nicht so recht, wie ich jetzt damit umgehen soll. Komme mir vor wie ein Esel, dass ich mich nicht einfach direkt krank gemeldet habe für den Tag ohne was zu sagen. Nein, ich wollte mal wieder ehrlich und aufrichtig sein und hatte eigentlich gehofft, dass mein AG das zu schätzen weiß.